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Unbekannte Sportart: Synchronschwimmen

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Synchronschwimmen wird oft belächelt. Wohl auch...

Synchronschwimmen wird oft belächelt. Wohl auch...

Synchronschwimmen wird oft belächelt. Wohl auch...

... weil die Wasserballerinas so theatralische Gesichter mit Dauerlächeln machen.

Dabei ist es harte Arbeit und sogar olympische Disziplin (genaugenommen drei olympische Disziplinen):

Solo...

... Duett ...

... und Gruppe (mit vier bis acht Teilnehmerinnen).

Seit einigen Jahren wird als vierte Variante die Kombination geschwommen.

Dort sind bis zu zehn Schwimmer und/oder Schwimmerinnen zugelassen.

Eingefleischte Sychronschwimmerinnen sagen, für ihren Sport brauche man die Beweglichkeit einer Turnerin,...

... die Ausdauer einer Langläuferin, die Stärke einer Wettkampfschwimmerin ...

... und die Anmut einer Tänzerin. In Deutschland wurde es seit den 20er Jahren unter der Bezeichnung "Figurenlegen" bekannt.

Wichtigstes Utensil ist die Nasenklammer. Hinzu kommen wasserfeste Schminke und ein Badeanzug.

Olympisches Synchronschwimmen ist bisher noch den Damen vorbehalten, sehr zum Leidwesen einiger Athleten, die auch gern mitmischen würden.

Die Sportart war von 1948 bis 1968 olympisch, und nun wieder seit 1984. Ermittelt werden Mannschaftssiegerinnen und Duett-Gewinnerinnen.

Der Wettkampf besteht aus der Pflicht (2:50 Minuten) und der Kür (4:45 bis 5:15 Minuten). Dabei müssen Elemente aus vier Gruppen gezeigt werden.

Bewegungen an Land sind möglich und werden oft für den Auftakt der Darbietung genutzt. Bewertet werden Synchronisation, Schwierigkeit der Darbietung, Interpretation und Komposition.

Die Figuren für die Pflicht werden vor Wettkämpfen aus einer größeren Anzahl ausgewählt und müssen exakt ausgeführt werden.

Möglich sind ansonsten auch Hebungen, Würfe und jede Menge anderer Figuren.

Wichtig ist die Körperspannung.

Bei allen Figuren müssen die Schwimmerinnen zudem immer weiter paddeln, sonst gluckern sie unfreiwillig ab, was zu Punkteabzug führen würde.

Abstützen am Boden ist auch nicht erlaubt, ebenso das Aufhören mitten in der Darbietung oder das zweimalige Wiederholen einer nicht gelungenen Figur.

Verpönt sind Knickebeine ...

.... und eine unfreundliche Mimik. Hier gilt wie beim Eiskunstlaufen: es soll leicht aussehen.

Zwischen den Figuren ist nur sehr kurz Zeit, um wieder Luft zu holen. Dass nur wenige Synchronschwimmerinnen ohnmächtig werden, ist eines der Mysterien der Sportart.

Auch wie weit sich die Schwimmerin aus dem Wasser, das ja bekanntlich keine Balken hat, erheben kann, gilt als Qualitätsmerkmal.

Das sieht sehr dramatisch aus, aber die Schwimmerin braucht keine Hilfe.

Dramatische Gesten und schöne Badeanzüge sind Pflicht.

Bei der Nummer kann man mal das Lächeln sein lassen...

... ebenso wie hier.

Dramatik im Wasser - Lorena Zaffalon (Italien) schenkt der Konkurrenz nichts.

Die Spanierinnen tanzen sogar im Wasser Flamenco.

Diese Figur könnte vielleicht Stachelraupe heißen.

Man kann sich vorstellen, wie diese Reihe weitergeht.

Synchronschwimmen - was so leicht aussieht, ist in Wahrheit harte Arbeit für Kopf und Körper. (Andrea Beu)

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