Dienstag, 15. September 2009
Windows 7 besser neu installieren: Upgrade dauert 21 Stunden
Klaus Wedekind
Vista-Nutzer können im Gegensatz zu XP-Anwendern auf Windows 7 upgraden. Doch sie sollten das besser sein lassen. Ein Microsoft-Entwickler hat verschiedene Test-Szenarien entwickelt und ausprobiert, wie lange ein Upgrade dauern kann. Sein erschreckendes Ergebnis: Ein so genannter "Super User" muss bis zu 21 Stunden warten, bis der Vorgang beendet ist. Ein "Super User" hat rund 650 Gigabyte Daten gespeichert und bis zu 40 Anwendungen installiert.
Dieses Profil mag nicht auf viele Nutzer zutreffen, doch auch Otto-Normal-Anwender sollten besser die Finger von einem Upgrade auf Windows 7 lassen. Denn selbst bei nur 70 Gigabyte gespeicherten Daten und 20 installierten Programmen können bei einem 32-Bit-System rund drei Stunden ins Land gehen, bis ein schwacher Rechner mit der Arbeit fertig ist. Ein so genannter "Heavy User", der 125 Gigabyte und 40 Applikationen an Bord hat, muss bis zu sechs Stunden auf die erlösende Vollzugsmeldung warten.
Der bessere Weg: Neuinstallation
Aber auch wer geduldig ist und viel Zeit hat, tut gut daran, sein System völlig neu aufzusetzen. Denn Windows-Betriebssysteme sammeln im Laufe der Zeit eine Menge unnötigen Ballast an, den man bei einem Upgrade größtenteils übernimmt. Zum einen wird durch eine Neuinstallation die Registry entschlackt und zum anderen siebt der Nutzer selbst Programme aus, die überflüssig sind.
Sorgen um die gespeicherten Dateien und Einstellungen sind dabei unnötig. Backup-Programme und/oder Vistas Windows-Easy Transfer machen den Umzug (fast) kinderleicht. Um ganz sicher zu gehen, können Sie bei der Neuinstallation auf eine Formatierung der Festplatte verzichten. Im Ordner "Windows Old" finden Sie später alle Daten, die Sie dann bequem per Kopieren und Einfügen übertragen können. Wichtig: Wenn Sie ein Adobe-Programm wie Photoshop installiert haben, müssen Sie die Aktivierung übertragen. Die Funktion finden Sie im Programm unter "Hilfe".
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