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Fahrer schenken sich nichts Auto contra Brummi

Auf Deutschlands Straßen herrscht nach einer aktuellen Studie zwischen Lastwagen- und normalen Autofahrern zunehmend "dicke Luft". Besonders groß sei dabei der Groll der Lkw-Fahrer auf die Pkw-Lenker, berichteten Verkehrswissenschaftler im bayerischen Geiselwind.

Fahrer von Personenwagen seien "leichtsinnig", "egoistisch" und "risikobereit", geht aus der vom Reifenhersteller Uniroyal in Auftrag gegebenen Studie hervor. Befragt wurden 310 Fahrer von Lastwagen über 7,5 Tonnen, 110 Fahrer von Lieferwagen und Kleinlastern sowie 874 Autofahrer.

Insgesamt ist das Verhältnis zwischen beiden Gruppen von Vorurteilen geprägt. Sie beurteilen sich wechselseitig als "Rüpel oder Bösewicht". Dabei sehen Lastwagen- im Verhalten von Autofahrern nicht unbedingt bewusste Provokation, wohl aber fahrlässiges Fehlverhalten.

Dagegen fällt das Urteil der Autofahrer über die Trucker vergleichsweise milde aus. Immerhin etwa jeder Vierte bescheinigte den Lkw-Lenkern, dass sie "hilfsbereit", "freundlich" und "rücksichtsvoll" seien. Verärgert sind Autofahrer dagegen zunehmend über die Lenker von Lieferwagen und Kleinlastwagen. "Während schwere Sattelschlepper wegen ihrer Masse und Größe als beängstigend empfunden werden, gelten die Lieferwagenfahrer auf Grund ihrer aggressiven Fahrweise als Angst erregend", erklärte Dieter Ellinghaus, einer der beiden Autoren der Studie.

Messungen ergaben, dass Lastwagenfahrer immer seltener auf ausreichenden Abstand zum Vordermann achteten. "Die Abstandsmoral verschlechtert sich zunehmend", sagte Ellinghaus. Dieses Problem wie auch plötzliches Ausscheren sei gravierender als zu schnelles Fahren.

Eine besondere Gefahrenquelle für Unfälle ist die Müdigkeit unter Fahrern. Jeder Zweite räumte in der Studie ein, am Steuer schon fast einmal eingeschlafen zu sein. 30 Prozent der Befragten greifen nicht nur zum Kaffee, um sich wach zu halten, sondern auch manchmal zu entsprechenden Pillen.

Quelle: ntv.de

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