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2015 kommt der SP:01 Detroit Electric ersetzt Tesla Roadster

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Detroit Electric - Das neue Heck des SP:01 wirkt deutlich straffer als das des 2013 vorgestellten Prototypen.

Bereits 2013 versprach Detroit Electric, einen Roadster mit E-Antrieb auf die Räder zu stellen und damit dem verstorbenen Tesla einen entsprechenden Nachfolger zu geben. Jetzt wurde das Modell geliftet und soll 2015 kommen. Das Heck zeigen die US-Amerikaner schon mal.

Seit Tesla den Roadster nicht mehr produziert, gibt es eine Lücke im Programm der elektrischen Sportwagen. Detroit Electric will sie nun mit einem ähnlichen Fahrzeug schließen: der SP:01 soll 2015 in Asien, Amerika und Europa in streng limitierter Auflage auf den Markt kommen und könnte das schnellste elektrische Serienfahrzeug der Welt sein. Erstmals haben die Amerikaner nun das serienreife Heck-Design gezeigt, wo nun eine gewölbte Scheibe die horizontale Motorabdeckung ersetzt.

Mehr Dynamik in der Strömung

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Heckflügel und ein Unterbodendiffusor sorgen für optimalen Anpressdruck.

(Foto: Nigel Harniman Photographer)

Das Außendesign wurde aber auch strömungsdynamisch optimiert. Dadurch wird der Luftstrom erhöht und Turbulenzen reduziert, was eine bessere Leistung und mehr Fahrstabilität zur Folge hat. Für weniger Auftrieb sorgen ein großer, plastischer Heckflügel und ein Unterbodendiffusor. Gleichzeitig wird der Anpressdruck bei höheren Geschwindigkeiten verbessert. Neben den aerodynamischen Änderungen wurden auch zahlreiche ästhetische und funktionelle Verbesserungen am Außendesign vorgenommen. So sind beispielsweise der Frontlufteinlass und die Auslasskanäle auf der Motorhaube neu designt, um den Luftstrom für Heizung, Lüftung und Kühlung zu optimieren.

Bisher erinnerte der Entwurf von Detroit Electric stark an den Leichtbau-Sportwagen Lotus Elise/Exige, mit dem sich der SP:01 wie schon zuvor der zwischen 2008 und 2012 gebaute Tesla Roadster die Technik teilt. Jetzt hat der stromernde Sportler ein ganz eigenes Gesicht. "Das endgültige Design des SP:01 enthält die charakteristische Design-DNA von Detroit Electric, die vom Prototypmodell, das wir im letzten Jahr vorgestellt haben, übernommen wurde. In Kombination mit unzähligen visuellen Hinweisen auf den Motorsport evozieren das neue Fließheckdesign, die verwegene Front und die scharfen Konturen die Vision des Unternehmens von rein elektrischer Leistung", so Chef-Designer Jerry Chung.

Bis zu 249 km/h schnell

Im Gegensatz zum britischen Roadster wurde der Verbrennungsmotor allerdings durch einen bis zu 286 PS starken Elektromotor ersetzt. Mit 1090 Kilogramm Leergewicht bleibt der SP:01 deutlich unter den 1335 Kilogramm des Tesla Roadster. Der Grund: Der Akku des SP:01 mit 37 Kilowattstunden Kapazität ist mit 300 Kilogramm deutlich leichter als der des Tesla Roadster, der über mehr als 50 Kilowattstunden verfügt und rund 450 Kilo wiegt. Dennoch sind die Angaben bezüglich der Reichweite beinahe identisch. 288 Kilometer sollen mit dem SP:01 nach NEFZ-Messung drin sein. Dieser soll den Mittelmotorsportler mit Hinterradantrieb in 3,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit soll 249 km/h betragen. Im Gegensatz zum starr übersetzten Tesla Roadster wird die Kraft beim SP:01 von einem Vierganggetriebe verwaltet. Wer die knapp 250 km/h erreichen will, muss das optionale Getriebe mit fünf Gängen wählen oder die Zweigang-Automatik ordern.

Die Reichweite gibt der Hersteller mit 288 Kilometern an. Als Tesla seinen Roadster vorstellte, warben sie mit einer maximalen Reichweite von 340 Kilometern, die - so behauptet "Auto Bild" - bei entsprechend ökonomischer Fahrweise auch tatsächlich erreicht werden konnte. Preise für das Elektro-Coupé sind noch nicht bekannt. Bei der Vorstellung eines ersten Prototyps auf der Shanghai Motor Show im Jahr 2013 war von rund 104.000 Euro die Rede.

Quelle: n-tv.de, hpr

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