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Hommage an die IZH-49 Ein Elektro-Motorrad von Kalaschnikow

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Die IZH-49 ist eine Hommage an das gleichnamige Modell aus dem Jahr 1951.

(Foto: Kalaschnikow)

Kalaschnikow ist als Waffenproduzent nicht für Frieden stiftende und umweltfreundliche Produkte bekannt. Doch seit einiger Zeit beschäftigt sich das Unternehmen auch mit der E-Mobilität und präsentiert jetzt das E-Motorrad IZH-49. Wer schnell ist, kann es sogar kaufen.

In den vergangenen zwei Jahren hat der Mischkonzern Kalaschnikow - bekannt vor allem für sein Sturmgewehr AK-47 - gleich mehrere elektrisch angetriebene Motorräder präsentiert. Eine Serienproduktion ist bislang allerdings nicht angelaufen.

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Lediglich 49 Stück der IZH-49 will Kalaschnikow produzieren.

(Foto: Kalaschnikow)

Jetzt haben die Russen jedoch angekündigt, eine handgefertigte Kleinserie des elektrischen Retro-Bikes IZH-49 aufzulegen. Allerdings soll die Produktion auf 49 Exemplare beschränkt sein. Ursprünglich steht der Name IZH-49 für ein Motorradmodell aus der Sowjetzeit, das ab Ende der 1940er- bis in die späten 1950er-Jahre mit den Fertigungsmaschinen der deutschen Motorradschmiede DKW produziert wurde.

Ein moderner Bobber

Die Neuauflage zeichnet sich durch einige optische Verweise an ihre Namensgeberin aus, ist allerdings zugleich ein modernes Motorrad im reduzierten Bobber-Stil mit Scheibenbremsen an Bug und Heck. Viel über die Technik verrät Kalaschnikow nicht. Angetrieben wird die russische Schönheit, die ausschließlich in Handarbeit zusammengebaut wird, von einem luftgekühlten, bürstenlosen Gleichstrommotor, der 15 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 60 Newtonmeter zur Verfügung stellt.

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Mit 80 Kilometern maximaler Reichweite ist die IZH-49 von Kalaschnikow als Motorrad für die Stadt gedacht.

(Foto: Kalaschnikow)

In Summe macht das immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h möglich. Das Gewicht wird mit 130 Kilogramm angegeben. Laut Kalaschnikow ist das Bike für die Nutzung in der Stadt gedacht, denn die Reichweite beträgt mit einer Batteriefüllung lediglich 80 Kilometer. Wie lange die neuerliche Befüllung des Akkus dauert, verraten die Russen nicht.

Am Ende scheint das auch nicht so wichtig. Kalaschnikow-Chef Dmitri Tarasow verweist bei der Präsentation des E-Bikes ohnehin darauf, dass es sich bei der IZH-49 um ein "Sammlerstück" handele. Was das gute Stück kosten wird, verrät Tarasov nicht. Dennoch wolle das Unternehmen die "Möglichkeiten prüfen", um vielleicht doch noch in die Serienproduktion von Elektrofahrzeugen einzusteigen.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x