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Kaum zu glauben, aber wahr Fünf sehr kuriose Autofakten

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Was mag so ein Bugatti wohl an Unterhalt kosten?

Wann wurde eigentlich das Autoradio erfunden? Wie lange dauert eine Autofahrt zum Mond? Und was kostet ein Bugatti Veyron an Unterhalt? Mit Antworten auf diese und andere Fragen wird jedes Benzingespräch zum lehrreichen Smalltalk.

Höchstgeschwindigkeit, Design – meist geht es bei Autogesprächen um die immer gleichen Themen und Superlative. Da wäre es doch nur zu schön, beim "Expertengespräch" auch mal mit kuriosen Fakten um die Kurve zu kommen. Hier fünf davon:

Erste Kuriosität

Im Jahr 2017 haben die Bewohner des südafrikanischen Landes Mosambik laut Marktanalyst Focus2move rund 2500 Neufahrzeuge zugelassen. Das ist vor allem auch in Relation zur Einwohnerzahl erstaunlich, die bei über 25 Millionen Menschen liegt. Das Bruttoinlandsprodukt ist mit etwa 400 US-Dollar pro Kopf hingegen eines der niedrigsten der Welt. Zum Vergleich: Im Bundesland Bremen mit rund 680.000 Einwohnern wurden im gleichen Jahr fast zehnmal so viele Fahrzeuge neu zugelassen. In der Hansestadt kommt damit jährlich auf 30 Einwohner ein neues Auto, in Mosambik nur eines pro 10.000 Menschen.

Zweite Kuriosität

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Wie lange würde eine Fahrt mit dem Auto zum Mond dauern?

(Foto: picture alliance / Felix Kästle/)

Wer mit dem Auto einmal die Erde umrunden möchte, bräuchte bei einer Nonstop-Fahrt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h rund 400 Stunden oder fast 17 Tage. Eine Fahrt zum Mond bei gleichem Tempo würde gar 3844 Stunden dauern, was etwa 160 Tagen entspräche. Eine noch durchaus überschaubare Distanz im Vergleich zu einem Trip zur Sonne. Für diese Fahrt über 150 Millionen Kilometer würden rund 1,5 Millionen Stunden oder 62.500 Tage vergehen, was etwa 171 Jahren entspricht.

Dritte Kuriosität

Wer an die größten Reifenhersteller der Welt denkt, dem werden wohl als erstes Namen wie Continental, Dunlop oder Hankook im Kopf umherschwirren. Doch Lego hat wohl kaum jemand auf der Rechnung. Dabei hat der dänische Spielwarenhersteller nach eigenen Angaben allein im Jahr 2016 gut 730 Millionen der schwarzen Rundlinge produziert. Allerdings fallen diese im Vergleich zu echten Autoreifen deutlich kleiner aus.

Vierte Kuriosität

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Wann wurde das Autoradio erfunden?

(Foto: picture alliance / Alexander Hei)

Heute ist musikalische Unterhaltung durch ein Autoradio ein absolutes Muss. Das war allerdings nicht immer der Fall. Erst 1929, da war das Automobil bereits über 40 Jahre alt, baute die Firma Galvin Manufacturing Corporation (GMC) in den USA das erste Empfängergerät in ein Automobil ein. Die Amerikaner ersannen als Bezeichnung für das Gerät ein Kunstwort aus den Elementen Motor und ola - letzteres steht für Schall, Welle. Ende der 1940er-Jahre benannte sich GMC angesichts der Erfolge als Autoradioproduzent in Motorola um. Die frühen und zum Teil über 15 Kilogramm schweren Autoradios waren in der Anfangszeit übrigens absoluter Luxus. Erst ab den 1950er-Jahren wurde das Radio im Auto ein zunehmend alltäglicheres Phänomen. Das erste Kassettenabspielgerät für Autos kam übrigens 1968, also vor 50 Jahren auf den Markt.

Fünfte Kuriosität

Ein Bugatti Veyron verschlingt pro Jahr Unterhaltskosten, die locker ein sechsstelliges Niveau übersteigen können. So oder so eignet sich der 2015 eingestellte Supersportwagen nicht als Gebrauchtschnäppchen. Vom einst als Neuwagen über eine Million Euro teuren Bugatti tummeln sich einige Exemplare auf dem Gebrauchtmarkt zu Preisen zwischen 1,5 und drei Millionen Euro. Ein ebenfalls finanzstarkes Konto braucht man für die exorbitant hohen laufenden Kosten. Ein Reifensatz, der nur etwa 10.000 Kilometer halten dürfte, soll über 20.000 Euro kosten.

Auch bei der Versicherung kann ein Vollkaskotarif mehrere zehntausend Euro pro Jahr verschlingen. Hinzu kommen enorm teure Jahresinspektionen und ein stattlicher Verbrauch, der sich, abhängig von der Fahrleistung und Fahrweise, jährlich auf mehrere tausend Euro summieren kann. Da der Wagen theoretisch über 400 km/h schnell fährt, müssen auch die Felgen absolut intakt sein. Insofern kann ein kleiner Bordsteinrempler mit mehreren zehntausend Euro zu Buche schlagen. Abhängig von Pflegeaufwand, Versicherung oder Laufleistung wird man im günstigsten Fall mit über 100.000 Euro für den Jahresunterhalt rechnen müssen. Vermutlich wären auch 200.000 bis 300.000 Euro drin.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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