Auto
Ob Sommer oder Winter, das Podride soll zu jeder Jahreszeit funktionieren.
Ob Sommer oder Winter, das Podride soll zu jeder Jahreszeit funktionieren.
Mittwoch, 10. Januar 2018

Mit Autofahrern auf Augenhöhe: Ganzjahres-Pedelec auf vier Rädern

Auch wenn man sich warm anzieht: Fahrradfahren ist im Winter kein Vergnügen. Es sei denn, man kann mit einem vollverkleideten Bike fahren. Aber wo gibt es so etwas? Im Moment noch gar nicht, aber die Idee dazu wurde in Schweden geboren.

Pedelecs erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit, doch wird es draußen feucht und kalt, sieht man die elektrisch unterstützten Zweiräder nur noch selten im Straßenbild. Um auch im Winter fahren zu können, hat der Schwede Mikael Kjellmann ein geschlossenes, vierrädriges Mini-Vehikel mit Pedelec-Antrieb entwickelt, welches technisch einem Liegefahrrad und optisch einem Auto aus dem Cartoon "Die Peanuts" ähnelt.

Der Wendekreis des Podride beträgt lediglich 3,5 Meter.
Der Wendekreis des Podride beträgt lediglich 3,5 Meter.

Podride heißt das Velo-Mobil, das bereits eine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich absolviert hat. Das auf 20-Zoll-Rädern stehende Fahrzeug ist 1,80 Meter lang, 75 Zentimeter breit und 1,45 Meter hoch. Dank eines Radstands von nur 88 Zentimetern beträgt der Wendekreis lediglich 3,5 Meter.

Mit Autofahrern auf Augenhöhe

Anders als die meisten drei- oder vierrädrigen Liegefahrräder bietet der Podride in seiner geschlossen Fahrgastkabine einen Stuhl, der eine Sitzhöhe auf dem Niveau von Autofahrern bietet. Die stoffbezogene Kanzel lässt sich samt Windschutzscheibe nach vorne aufklappen und erlaubt so den bequemen Einstieg. Für Komfort sorgt eine Luftfederung. Außerdem gibt es Front- und Rückleuchten sowie Blinker.

Neben dem Bordcomputer kann man im Podbike ein Smartphone nutzen.
Neben dem Bordcomputer kann man im Podbike ein Smartphone nutzen.

Gelenkt wird die gut 70 Kilogramm schwere Konstruktion über zwei neben dem Sitz befindliche Hebel. Die Pedale treiben die Hinterachse an, wobei der Fahrer hier von einer am Tretlager montierten 250-Watt-Maschine von Bafang unterstützt wird. Wie bei Pedelecs üblich, beträgt die Höchstgeschwindigkeit 25 km/h. Mit einer Akkuladung reicht die Unterstützung für etwa 60 Kilometer.

Derzeit sind die Podride-Macher auf der Suche nach Privatinvestoren, um das Geld für eine Firmengründung und den Bau weiterer Prototypen aufzubringen. Parallel wird noch weiter an technischen Details gefeilt. Sollte die Investorensuche erfolgreich verlaufen, könnte das vierrädrige Pedelec zur Serienreife gebracht werden. Wann das soweit ist, ist in der jetzigen Situation ungewiss. Auch über einen möglichen Preis können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden.

Quelle: n-tv.de