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Flexible Einrichtung im Auto Innenräume: So praktisch wie nie

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Der Opel Meriva war einer Trendsetter in Sachen Flexibilität im Innenraum.

Zwei Türen, fünf feste Sitze, ein Kofferraum: So simpel wie in Zeiten von Käfer & Co. sind die Innenräume längst nicht mehr. Im auslaufenden Jahrzehnt hat die neue Flexibilität selbst in Kleinwagen Einzug gehalten.

Viele Veränderungen und Verbesserungen halten mit Pauken und Trompeten im Auto Einzug. Eine Revolution der eher leisten Art hat im vergangenen Jahrzehnt in den Innenräumen der Fahrzeuge stattgefunden: Sie sind so flexibel und praktisch wie noch nie. Selbst Kleinwagen haben gelernt, ihre Passagiere mit Komfort und Variabilität zu verwöhnten. Wobei Komfort ein Nebenprodukt der Sitzentwicklung ist. Das Gestühl im Fahrzeug wird mit jeder neuen Generation wertiger, bequemer und nicht zuletzt sicherer. Neuerdings geht der Trend zu besonders leichten, aber dennoch crashsicheren Sitzen mit aktiven Kopfstützen. Leichtere und dünnere Lehnen unterstützen das Thema Flexibilität, weil Lehnen, die weniger Platz benötigen, mehr Raum für die Knie der hinteren Passagiere lassen und sich bei Bedarf auch leichter wegklappen lassen.

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Pfiffig: Beim iQ hat man den Biefahrersitz etwas nach vorne verlegt und so dahinter einen weiteren Erwachsenensitz geschaffen.

Zur Flexibilität gehört heute auch die Wahl zwischen mehr Raum für die Insassen oder mehr Platz fürs Gepäck. Schon Winzlinge wie der Renault Twingo oder der Fiat Panda verfügen deshalb über eine verschiebbare Rücksitzbank. Pfiffig ist auch die Lösung im Toyota iQ. Der nur knapp drei Meter lange Stadtwagen bietet Raum für drei Erwachsene und ein Kind. Dies gelingt, indem man das Armaturenbrett auf der Beifahrerseite schmal gehalten hat und so den Beifahrersitz weiter vorn platzieren konnte. Dadurch entstand hinter dem Beifahrer Platz für einen einigermaßen kommoden Erwachsenensitz. Hinter dem Fahrer kann dann noch ein Kleinkind platziert werden.

Trendsetter Zafira

Raumgewinn entsteht aber nicht nur durch Flexibilität zwischen vorne und hinten. Beim Minivan Meriva hatten die Ingenieure von Opel schon 2003 eine gute Idee: Um mehr seitliche Bewegungsfreiheit auf der hinteren Sitzreihe zu erhalten, ließ sich das mittlere Element nach unten klappen, die beiden äußeren Sitze konnten dann zusammengeschoben werden. Danach wird die Zweier-Bank weiter hinten arretiert, um mehr Fußraum zu erhalten. Ein ähnliches System bot Opel auch zwischen 2003 und 2008 beim Signum an. Mit dem sogenannten Flex Space-System konnten die beiden Einzelsitze um 13 Zentimeter verschoben werden. Eine Lehnenverstellung um bis zu 30 Grad sollte Komfort wie in der Oberklasse bieten. Trotz der pfiffigen Idee war dem Signum jedoch kein Erfolg beschieden.

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Bei den Vans, wie hier im Mazda 5, wird das Thema Flexibilität im Innenraum groß geschrieben.

(Foto: Mazda Motor Corportaion, Global)

Variabilität ist naturgemäß ein Thema, das vor allem in Autos mit einem hohen Nutzwert eine Rolle spielt. Dafür sind seit dem Renault Espace von 1984 besonders Vans bekannt. Allerdings mussten ihre schweren Sitze anfangs mühsam demontiert werden, um eine größere Ladefläche zu erhalten. Andere Hersteller boten klappbare Einzelsitze an. Zum Transport längerer Gegenstände ließen sich bei VW Sharan und Co. sogar die Beifahrersitze umklappen. Inzwischen geht es darum, das Gestühl immer an Bord zu haben, und es möglichst unauffällig und platzsparend verstecken zu können. Der Vorreiter hierzu war kurz vor der Jahrtausendwende der Opel Zafira. Bei diesem Van ließen sich die hinteren Einzelsitze mit ein paar Handgriffen in den Boden versenken – eine Idee, die Schule machte und beispielsweise auch vom Toyota Corolla Verso aufgegriffen wurde.

Ein aktueller Trend bei den Vans ist zudem die Verwendung von Schiebetüren, wie sie etwa im Kompaktvan Mazda5 oder im neuen VW Sharan zu finden sind. Sie haben zwar keine Auswirkung auf den Innenraum an sich, allerdings vereinfachen diese Türen den Ein- und Ausstieg vor allem in engen Parklücken erheblich.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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