Auto

Konzeptfahrzeug Moeye Kyocera zeigt die Zukunft des Autos

00.conceptcar_Moeye.jpg

Der Moeye nutzt äußerlich einen Retro-Look, ist innerlich aber so modern, wie kein anderes Auto.

(Foto: Kyocera)

Bereits vor gut einem Jahr hat der japanische Zulieferer Kyocera einen sportlichen Roadster mit zukunftsweisenden Display-Lösungen präsentiert. Jetzt kommt mit dem Moeye das zweite Konzeptfahrzeug, das die Ideen von damals auf eine neue Stufe hebt.

Kyocera-Moeye-169Gallery-8a3518d4-1729014.jpg

In den LED-Scheinwerfern sind auch Kameras untergebracht, die das Umfeld scannen.

(Foto: Kyocera)

Kyocera kennt man in Deutschland vornehmlich als Hersteller von Bürogeräten. Doch die Japaner produzieren auch für die Autoindustrie unter anderem optische Komponenten wie Kameras und Displays. Welche Möglichkeiten Techniken aus diesem Bereich für autonome Fahrzeuge der Zukunft bieten könnten, will Kyocera mit dem Konzeptfahrzeug Moeye zeigen.

Äußerlich kommt die Studie wie eine Mischung aus einem Porsche 356 und einem Citroën DS aus den 1950er Jahren daher. Auffällig modern sind allerdings das LED-Innenleben der Rundscheinwerfer oder miniaturisierte Außenspiegel, die Kameras beherbergen. Trotz gewisser Retro-Elemente gibt sich der Innenraum betont futuristisch, was unter anderem der Verzicht auf Lenkrad, Gangwahlhebel sowie Schalter und Knöpfe unterstreicht. Das Lenkrad ist verzichtbar, da der Moeye seinen Weg selber findet.

Schalter erübrigen sich

2-2.3D_image_dashboard.jpg

Eine Hochleistungs-Flüssigkristallanzeige überspannt die gesamte Armatur.

(Foto: Kyocera)

Schalter erübrigen sich, da die vielseitigen Infotainmentfunktionen über ein die komplette Breite des Armaturenbretts überspannendes Display bedienen lassen. Auf immerhin 1,2 Meter bringt es die Hochleistungs-Flüssigkristallanzeige, auf der Schaltflächen nicht nur optisch erscheinen, sondern auch durch kleine Vibrationen haptisch spürbar werden. Neben der manuellen Eingabe bietet das Moeye-Konzept einen kleinen Begleiter namens Mobisuke, der, als Roboterfigur in die Windschutzscheibe projiziert, unter anderem Sprachbefehle entgegennimmt. Äußerlich erinnert der kleine Helfer an den Roboter Eve aus dem Disney-Animationsstreifen Wall-E.

Auf dem Riesendisplay lassen sich Informationen über das Fahrzeug, den Verkehr, die Navigation, das Audiosystem oder zum Wetter anzeigen. Wer möchte, kann alternativ den Blick durch die Windschutzscheibe vergrößern, indem ein ergänzendes, künstliches 3D-Bild der Straße aufs Dashbord sowie auf Zusatzdisplays in den A-Säulen projiziert wird.

Einfach zum Wohlfühlen

1.airdisplay_mobisuke.jpg

Der kleine Helfer Mobisuke erinnert ein wenig an den Roboter Eve aus dem Disney-Animationsstreifen Wall-E.

(Foto: Kyocera)

Als weitere Besonderheit bietet Moeye zudem eine LED-Innenbeleuchtung mit sogenannter Ceraphic-Technologie, die für ein biologisch freundlicheres Licht sorgt, das dem Spektrum des Sonnenlichts näher als herkömmliche LEDs kommen soll. Zudem setzt das Audiosystem auf Piezo-integrierte Vibrations-Lautsprecher, für eine angenehme Hörumgebung. Dem Wohlbefinden förderlich sollen außerdem ein Duftautomat mit fünf verschiedenen Parfüms sowie künstliche Kristalle in den Türinnenverkleidungen und der Mittelkonsole sein.

Dass der Moeye jemals gebaut wird ist nicht anzunehmen. Allerdings könnten die von Kyocera angebotenen Innovationen in Fahrzeugen kommender Generationen wiederfinden.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x