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Neue Volvo-Strategie "Premium" war gestern

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Premium hat nicht funktioniert, also kommt jetzt die "Ikea-Methode".

Nach der Übernahme durch die Chinesen will Volvo den "Premiumhersteller"-Ballast aus Ford-Zeiten über Bord werden. Für die neue Strategie könnte fast Ikea Pate gestanden haben: Skandinavische Einfachheit heißt nun die Devise.

Volvo will sich von seiner "Premium"-Strategie verabschieden. Anstatt in Sachen Image hinter Mercedes-Benz, Audi und BMW herzuhecheln, will der neue Firmenchef Stefan Jacoby verstärkt auf eine eigene Identität setzen. "Elegante skandinavische Einfachheit" nennt der ehemalige VW-Manager gegenüber dem Magazin "Autocar" den angestrebten Stil. "Premium" klinge in den Ohren der Verbrauch nach einer reinen Preisstrategie - mit einem teuren Unterton.

Diese Edelrolle hatte Volvo zuletzt in der Premier Automotive Group (PAG) des Ford-Konzerns gespielt. Gemeinsam mit Marken wie Aston Martin, Jaguar und Lincoln verlangte man dort unter Hinweis auf Qualität und Prestige deutlich höhere Preise als für die konzerneigenen Volumenmarken. Nach dem Verkauf von Volvo an den chinesischen Automobilhersteller Geely soll nun die Produktplanung überarbeitet werden. Ziel ist es, bis 2020 jährlich weltweit 800.000 Pkw zu verkaufen. Im laufenden Jahr kommen die Schweden voraussichtlich auf lediglich rund 380.000 Fahrzeuge.

Quelle: ntv.de, sp-x