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Attraktiv, aber kein wahrer Preisbrecher Skoda Rapid: Grundsolide Sache

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Der Skoda-Rapid steht ab 13.990 Euro bei den deutschen Händlern.

Skoda führt eine zusätzliche Modellreihe ein. Der Rapid ist eine im besten Sinne klassische Limousine, mit schnörkellosem Design und solider VW-Technik. Ein Schnäppchen ist die tschechische Limousine allerdings nur im direkten Vergleich zu den Wolfsburger Produkten.

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Der Rapid kommt kantig gezeichnet und mit solider VW-Technik daher.

Viel Auto für wenig Geld: Mit diesem Versprechen lockt Skoda Autofahrer zu den Händlern. Auch der neue Rapid kommt, kantig gezeichnet und mit solider VW-Technik ausgestattet, zumindest im Vergleich zu den Modellen der Wolfsburger Mutter relativ günstig angerollt. Ab 13.990 Euro erhält man ein Fahrzeug in typischer Skoda-Designsprache, allerdings setzt die Front des Viertürers neue, frische Akzente: Der zugunsten des Markenlogos neuerdings eingerückte Kühlergrill-Rahmen fällt ins Auge.

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Der stärkste Benziner hat 122 PS.

Der Innenraum empfängt Fahrer und Mitfahrer mit einer fast klinischen Anmutung und verwöhnt gleichzeitig mit feiner Verarbeitung. Hier lässt sich die osteuropäische Volkswagen-Tochter nicht lumpen und bietet jenes Qualitätslevel, das auch ein VW garantiert. Die geradlinige Architektur verleiht dem 4,48 Meter langen Rapid mit dem betont großen Kofferraum (550 Liter) eine satte Portion Übersichtlichkeit sowie Funktionalität, was wiederum die Bedienung erleichtert. Gut zur Hand liegende Schalter für die Klimatisierung sowie zwei Rundinstrumente mit schnörkellos gehaltenen Zifferblättern erhöhen die Praxistauglichkeit. Hinzu kommen pfiffige Details wie ein im Tankdeckel untergebrachter Eiskratzer oder ein speziell für die Warnweste angebrachter Halter unter dem Sitz. Der kleine Müllbehälter in der seitlichen Tasche bereichert die Ablagen-Landschaft.

Solide Sache

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Innen geht es sachlich zu.

Dass der mit luftigem Platzangebot und vor allem enormer Beinfreiheit aufwartende Kompakt-Skoda antriebstechnisch eher auf der sachlichen Seite steht, war zu ahnen: Mehr als 122 PS sind nicht drin. Die entspringen dem 1,4 Liter großen Otto-Vierzylinder mit Aufladung und Direkteinspritzung. Dieselfans bekommen 1,6 Liter Hubraum, hier handelt es sich natürlich um den bekannten Konzern-Selbstzünder – wahlweise 90 PS oder 105 PS. Demnach fallen die Fahrleistungen wenig sportlich, aber durchaus annehmbar aus.

Preisbewusste Wenigfahrer sind mit dem 75 PS starken Einsteiger gut beraten – allerdings gehört der Dreizylinder-Saugrohreinspritzer ohne Turbo nicht zu den sparsamsten Offerten. Fünf Vorwärtsgänge müssen hier reichen, und die Performance ist nicht der Rede wert. Selbstverständlich gibt es auch Bremsenergierückgewinnung und Start-Stopp-System – allerdings nur bei den 400 Euro kostenden Green-Tec-Modellen. Die wichtigsten Sicherheitsfeatures gehören zur Serienausstattung, während eine heute fast ebenso wichtige Klimaanlage mit 1.000 Euro zu bezahlen ist. Auch das Radio erfordert zusätzliche 250 Euro.

Ein Preisbrecher ist der Rapid also kaum – mit ein paar Extras an Bord schon gar nicht. Ein grundsolides Auto allerdings schon.

Quelle: ntv.de, sp-x