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GebrauchtwagencheckOpel Astra - solider Kompakter mit ein paar Schönheitsfehlern

03.08.2026, 18:02 Uhr
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Den Opel Astra (K) gab es auch als Kombi. (Foto: Opel)

Der Opel Astra (K) ist ein solider Alltagsbegleiter. Kaufinteressenten sollten allerdings ihr Wunschmodell aus Vorbesitz auf seine Schwachstellen untersuchen lassen.

Das Opel-Kompaktmodell hört seit 1991 auf den Namen Astra und ist mittlerweile in der sechsten Generation (L, seit 2022) erhältlich. Die Vorgängergeneration (K, seit Ende 2015) war die letzte, die noch unter General Motors als Opel-Eigner entwickelt wurde. Worauf Interessenten eines K-Modells aus Vorbesitz achten sollten, weiß der Tüv.

Qualität

Der Opel Astra (K) schlägt sich bei den Tüv-Hauptuntersuchungen (HU) recht wacker. Der Kompakte meistert den Prüfpunkt Fahrwerk fast ohne Beanstandungen, allerdings monieren die Experten ab der dritten HU Auffälligkeiten bei der Lenkung. Auch die Beleuchtungsanlage zeigt düstere Seiten, besonders bei den vorderen Leuchten.

Der Verschleiß der Bremsscheiben liegt leicht über dem Durchschnitt, bei den jüngsten Modellen jedoch deutlich. Auch das leidige (Opel-)Thema Ölverlust kommt außer bei der ersten HU zur Sprache.

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Im Vergleich zum Vorgänger Opel Astra J ist die fünfte Generation bis zu 200 Kilogramm leichter. (Foto: Opel)

Karosserie und Innenraum

Leichter und kürzer: Im Vergleich zum Vorgänger (Astra J) brachte die fünfte Generation bis zu 200 Kilogramm weniger auf die Waage. Mit einer Länge von 4,37 Metern unterbot sie zudem die vierte um rund 5 Zentimeter. Der Astra K sieht nicht nur schnittiger aus als die J-Version, sondern bietet trotz Längenschrumpfung auch bessere Platzverhältnisse.

Das Kofferraumvolumen beträgt 370 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf 1.210 Liter. Interessenten, die Wert auf Ladevolumen legen, suchen am besten nach den Sport Tourer genannten Kombiversionen. Beim 4,70 Meter langen Kombi stehen zwischen 540 und 1.630 Liter zur Verfügung. Insgesamt macht das Interieur einen aufgeräumten Eindruck, die Bedienung von Infotainment und Co. ist nicht allzu kompliziert.

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Der Kofferraum fasst 370 Liter; bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es 1210 Liter. (Foto: Opel)

Opel spendierte dem Astra 2019 ein Facelift, es ist erkennbar unter anderem an dezenten Retuschen am Kühlergrill. Außerdem gab es ein neues Infotainmentsystem mit größerem Bildschirm.

Motoren und Antrieb

Vierzylinder, Dreizylinder, Benziner, Diesel, Turbo und Sauger: Der Astra startete mit einer großen Auswahl an Motoren. Volumenaggregat bei den Benzinern war bis zum Facelift ein 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbo, den es in den Ausbaustufen mit 66 kW/90 PS, 92 kW/125 PS und 110 kW/150 PS gab. Als Sauger kam er auf 74 kW/100 PS. Darüber angesiedelt war ein 1,6-Liter mit 147 kW/200 PS.

Das Top-Triebwerk konnte, wie der 1.4er mit 150 PS, alternativ zum manuellen Sechsganggetriebe mit einer Sechsgang-Automatik geordert werden. Der Einliter-Dreizylinder-Turbo leistet 77 kW/105 PS. Die Norm-Verbrauchswerte der Benziner liegen zwischen 4,3 und 6,6 Litern.

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Insgesamt macht das Interieur des Opel Astra einen aufgeräumten Eindruck. (Foto: Opel)

Vielfahrer unter den Erstkäufern wählten oftmals den 1,6-Liter-Diesel. Er stand in den Ausbaustufen 70 kW/95 PS, 81 kW/110 PS, 100 kW/136 PS sowie 118 kW/160 PS (seit 2018: 150 PS) zur Wahl. Die Normverbräuche bewegen sich zwischen 3,6 und 5,2 Litern.

Das Facelift nutzte Opel zur Neustrukturierung des Motorenangebots. Bei den Benzinern kamen nun ausschließlich Dreizylinder-Turbos zum Einsatz. Der 1,2-Liter war mit 110 PS, 96 kW/130 PS und 107 kW/145 PS zu haben. Wer eine Automatik wollte, musste zum ebenfalls 145 PS starken 1,4-Liter greifen, der an ein CVT-Getriebe gekoppelt war. Ein 1,5-Liter-Diesel mit 105 PS und 90 kW/122 PS ersetzte den 1.6er. Die 122-PS-Variante fuhr ab Werk mit einer Neungang-Automatik vor.

Ausstattung und Sicherheit

Wer ein wenig Komfort sucht, lässt die Basisausstattungen ("Selection" und "Astra") links liegen. Die höheren Niveaus ("Ultimate" und "Elegance") bieten viel Komfort, darunter Zweizonen-Klimaautomatik, bessere Sitze, Rückfahr- und Frontkamera. Viele Fahrerassistenten waren serienmäßig oder gegen Aufpreis erhältlich.

Opel offerierte für bestimmte Ausstattungsversionen zudem Vorteilspakete, beispielsweise mit LED-Matrix-Licht, LED-Rückleuchten, Navi und DAB-Radio. Für Vielfahrer ein wichtiges Kriterium: die ergonomischen AGR-Sitze, die Opel auch für den Astra offerierte.

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2019 verpasste Opel dem Astra ein Facelift. (Foto: Opel)

Fazit

Der Opel Astra (K) ist durchaus eine Option bei der Suche nach einem kompakten Gebrauchtwagen. Interessenten sollten jedoch bei seinen Schwachpunkten genauer hinschauen und auf eine frische HU-Plakette achten. Laut mobile.de werden aktuell rund 4.000 gebrauchte Astra-Modelle vom Typ K zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 3.500 Euro für Fahrzeuge mit hoher Laufleistung.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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