Gebrauchte

Eine graue Maus? Toyota Yaris - gebraucht mit kleinen Mängeln

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Der Toyota Yaris überzeugt auch als Gebrauchter beim TÜV.

(Foto: Toyota)

Wer auf der Suche nach einem gebrauchten Kleinwagen ist, der kann mit dem Toyota Yaris nicht viel falsch machen. Er ist ein Freund des TÜV. Allerdings darf man nicht wirklich viel Sexappeal erwarten, und beim Preis ist der Japaner auch kein Schnäppchen.

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Der Yaris streckt sich auf eine Länge von rund 4 Metern.

(Foto: Toyota)

Ein langes Leben neigt sich dem Ende. Der Toyota Yaris der dritten Generation ist seit Ende 2011 erhältlich. Im Laufe des Sommers folgt nun sein Nachfolger. In seiner neunjährigen Produktionszeit hat der Kleinwagen zwei Facelifts erhalten und mit seiner Voll-Hybridversion für ziemliches Aufsehen gesorgt. Beim TÜV zeigt sich der kleine Japaner meist von seiner besten Seite.

Das X macht den Unterschied

Der Yaris streckt sich auf eine Länge von rund 4 Metern und wird sowohl als Drei- als auch als Fünftürer angeboten. Bis zu seinem ersten Facelift 2014 läuft der Kleine eher unter der Kategorie "graue Maus". Innen wie außen vermag er kaum Akzente zu setzen, punktet jedoch durch seine gute Verarbeitungsqualität sowie durch sein vergleichsweise gutes Platzangebot.

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Mit 286 Liter liegt das Kofferraumvolumen auf Kleinwagenniveau.

(Foto: Toyota)

Das Kofferraumvolumen liegt mit 286 Litern auf Kleinwagenniveau. Anders als noch beim Vorgänger lässt sich die Rückbank nicht mehr zugunsten von mehr Kniefreiheit oder Gepäckvolumen verschieben. Seit der ersten Auffrischung fährt der Japaner mit deutlich aufgewertetem Interieur vor. Äußerlich erkennt man die erneuerten Modelle an der X-Form der Frontpartie. Das zweite Facelift von 2017 ist optisch weniger auffällig und an der etwas aggressiver gezeichneten Front sowie größeren Rückleuchten mit einer charakteristischen LED-Grafik am Heck zu erkennen.

Kleines Auto, kleine Motoren?

Zum Marktstart gab es Benziner mit Drei- oder Vierzylindern sowie einen Diesel. Der 1,0-Liter-Benziner-Dreizylinder – zunächst mit 69 PS, ab 2018 mit 72 PS - ist an ein manuelles Fünfganggetriebe gekoppelt. Darüber steht der 1,33-Liter-Vierzylinder mit 99 PS und 125 Newtonmeter maximalem Drehmoment für Fahrer, die ein wenig mehr Spritzigkeit suchen. 2017 wurde dieses Aggregat durch einen 1,5-Liter-Sauger mit 111 PS und 136 Newtonmetern ersetzt. Alternativ zum manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe steht ein stufenloses CVT-Getriebe zur Wahl.

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Ab 2017 wurde der Arbeitsplatz des Yaris recht ansehnlich.

(Foto: Toyata)

Ein kurzes Gastspiel gab der Yaris GRM mit 212 PS, der 2018 in Deutschland auf 400 Exemplare limitiert war. Von 2011 bis 2017 bot Toyota auch einen Diesel mit 90 PS an. Dauerbrenner im Motorenprogramm ist die seit 2012 erhältliche Hybridversion mit einer Systemleistung von 100 PS. Das Gros der Yaris-Kundschaft entscheidet sich für diese Motorisierung. Der Normverbrauch liegt zwischen 3,7 und 4 Litern.

In der Basisversion ist nicht viel drin

Die Ausstattung der Basisversionen fällt klassentypisch eher mager aus. Zum Yaris gehören serienmäßig immer elektrische vordere Fensterheber und Außenspiegel, Zentralverriegelung sowie ein höhen- und längsverstellbares Lenkrad. Klimaanlage und Radio gab es erst mit der zweiten Ausstattungsstufe ab Werk. Beim NCAP-Crashtest erreichte der Yaris 2011 eine fünf-Sterne-Bewertung. 2017 erhielt der Yaris das sogenannte Safety-Sense-Paket. Es beinhaltet einen Kollisionsverhinderer sowie Spurhalte- und Fernlichtassistent. Eine Verkehrszeichenerkennung ist ebenfalls verfügbar.

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Auch einen Yaris mit sportlicher Optik gibt es.

(Foto: Toyota)

Yaris-Besitzer müssen keinen Bammel vor der Hauptuntersuchung haben. Ärger machen hin und wieder die Rückleuchten, bei den Bremsen gibt es dagegen selten etwas zu bemängeln. Beim Typ XP13 kann die Dämpfung für Verdruss sorgen. Vorbildlich agiert der Kleine beim Thema Umwelt. Ölverlust oder Probleme mit der Abgasanlage sind selten. Käufer eines älteren gebrauchten Modells sollten darauf achten, dass der 2013 erfolgte Rückruf wegen nicht korrekt verschraubter Bremsleitungen durchgeführt wurde.

Fazit: Qualität hat seinen Preis, das spiegelt sich auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt wider. Gute 4000 Euro muss man für acht Jahre alte Exemplare mit dem kleinen Benziner ausgeben. Soll es ein ähnlich altes Hybrid-Modell sein, liegt der Investitionsbedarf bei mindestens 7500 Euro. Wer einen ehemals 34.000 Euro teuren GRMN erwerben möchte, muss natürlich tiefer in die Tasche greifen. Der Krawallo steht ab rund 25.000 Euro in den Online-Gebrauchtwagenportalen.


Quelle: ntv.de, hpr/sp-x