Praxistest

Peugeot 308 Der Kraftprotz

Eine nasenbärige Motorhaube über einem riesigen Maul, das die Kühlluft einschnappt - das Design des 308 muss man mögen. Mag das Äußere auch etwas wuchtig wirken, innen zeigen sich die Vorteile der hohen Karosserie: Platz in Hülle und Fülle. Selbst Großgewachsene genießen größtmögliche Kopffreiheit. Freiheit des Blickes dagegen bietet das Panoramadach, durch das selbst an trüben Tagen viel Licht in den Innenraum fällt.

So übersichtlich das Innere erscheint, so konfus die Bedienung. Die Mittelkonsole lenkt mit ihren vielen kleinen, schlecht steuerbaren Knöpfen vom Fahrgeschehen ab und wirkt nicht gerade zeitgemäß. Da würden wir uns schon mehr Struktur wünschen. Erfreulicher dagegen Material und Verarbeitung - hier gibt es keinen Grund zur Klage.

Überfordert mit der Leistung

Der erste Franzose im Test ist ein wahres Kraftpaket. Die 175 PS schöpft der 1,6 Liter-Motor dank Turbo voll aus. Manchmal weiß der Muskelprotz aber nicht wohin mit seiner Stärke. Die Karosserie scheint mit der hohen Leistung überfordert, reagiert insbesondere auf Terrain mit Wellen unruhig. Und auch die indirekte Lenkung ist dem mächtigen Motor nicht immer gewachsen. Immerhin reagiert sie beim Slalom auch ohne ESP lammfromm.

Leistung muss bezahlt werden: 26.550 Euro müssen Käufer für die fünftürige 175 PS-Version hinblättern, es gibt sie nämlich nur in der High End-Ausstattung "Platinum".

Quelle: n-tv.de