Der Tag
14. März 2023
IMG-3564mit Yuki Schubert
Zum Archiv
22:40 Uhr

Das war Dienstag, der 14. März 2023

Liebe Leserinnen und Leser,

die Stimmung zwischen den USA und Russland ist heute noch ein bisschen eisiger geworden, als eine US-Aufklärungsdrohne und ein russischer Kampfjet über dem Schwarzen Meer ineinander gekracht sind. Die US-Regierung wirft Russland ein "gefährliches" und "unprofessionelles" Vorgehen vor und bestellte den russischen Botschafter in Washington ein. Das russische Verteidigungsministerium bestritt, für den Absturz der Drohne vom Typ MQ-9 Reaper verantwortlich zu sein.

Außerdem hat sich nach dem Fund der Leiche einer Zwölfjährigen in Freudenberg herausgestellt, dass sie von zwei Mädchen erstochen wurde, wegen ihres Alters bleiben sie straflos. Laut dem leitenden Oberstaatsanwalt Mario Mannweiler heißt das aber nicht, dass gar keine Konsequenzen folgen werden.

Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen einen angenehmen Feierabend.

Ihre Yuki Schubert

Das war Dienstag, der 14. März 2023
21:58 Uhr

Regensburg: Seniorin tot, Enkelin schwer verletzt - Tatverdächtiger festgenommen

Ein 52 Jahre alter Mann soll in Regensburg eine Seniorin getötet und ihre Enkelin verletzt haben. Nach Auskunft der Polizei soll der Deutsche der 79-Jährigen eine schwere Schnittverletzung zugefügt haben. Im Verlauf der körperlichen Auseinandersetzung sei auch die 27-jährige Enkelin der Frau verletzt worden. Sie schaffte es aber, den Notruf zu rufen. Alle Beteiligten wohnen im selben Haus. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen in unmittelbarer Nähe zum Tatort fest. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Regensburg: Seniorin tot, Enkelin schwer verletzt - Tatverdächtiger festgenommen
21:40 Uhr

Nach dem schweren Unglück sollen griechische Züge wieder fahren

Gut drei Wochen nach dem schweren Zugunglück mit 57 Toten sollen die griechischen Züge vom 22. März an landesweit wieder fahren. Wie der griechische Verkehrsminister Giorgos Gerapetritis am Abend im Staatsfernsehen mitteilte, soll das Personal - das den Verkehr überwacht und regelt sowie Lokführer - verstärkt werden. Aktuell ruht der Bahnverkehr in Griechenland. Zunächst sollen laut dem Minister mehr Güter- als Personenzüge fahren, weil zahlreiche osteuropäische Länder von griechischen Häfen aus mit Gütern versorgt werden. Zudem sollten die Züge in den Abschnitten, die nicht über ein modernes Überwachungssystem verfügen, langsamer als bislang fahren. Der erste Intercity auf der im Land wichtigsten Strecke zwischen Athen und der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki soll erst am 1. April rollen. Vom 22. März an sollen zunächst einige Vorstadtbahnen wieder den Betrieb aufnehmen.

Die griechischen Eisenbahner waren nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes in der Nacht zum 1. März in den Dauerstreik getreten. Sie fordern die umfassende Aufklärung.

Nach dem schweren Unglück sollen griechische Züge wieder fahren
21:29 Uhr

Baukran stürzt im Sturm auf Potsdamer Kunstdepot - mit Porzellansammlung

Ein etwa 30 Meter großer Baukran ist im Sturm auf das Dach des Zentralen Kunstdepots der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) in Potsdam gestürzt. Verletzt wurde demnach niemand. Der Kran stand der Stiftung zufolge auf der Baustelle für das neue Zentrale Skulpturendepot gleich neben dem Kunstdepot. In einer Zelle unter dem Dach lagerten laut Stiftung Bestände der Porzellansammlung. Sichtbare Schäden hätten dort bisher nicht festgestellt werden können. "Die eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen werden fortgesetzt. Der Umfang der Schäden muss in den folgenden Tagen ermittelt werden", hieß es. Im Depot werden ca. 28.000 Kunstgegenstände, Gemälde und weitere historisch wertvolle Objekte des früheren preußischen und deutschen Herrscherhauses der Hohenzollern aufbewahrt.

Baukran stürzt im Sturm auf Potsdamer Kunstdepot - mit Porzellansammlung
20:57 Uhr

Wegen seines Labradors: Premier Sunak hat wieder Ärger mit der Polizei

Erst der Gurt, jetzt die Leine: Der britische Premierminister Rishi Sunak hat erneut Ärger mit der Polizei bekommen - diesmal wegen seines Hundes. Sunak und seine Familie wurden gefilmt, als sie mit ihrem Labrador Nova im Londoner Hyde Park spazieren gingen, wo Schilder deutlich darauf hinweisen, dass alle Hunde an der Leine geführt werden müssen. In dem auf TikTok geposteten Clip ist Nova zu sehen, wie sie frei herumläuft, was die Polizei zu einer Rüge veranlasste. "Ein Beamter, der zu diesem Zeitpunkt anwesend war, sprach mit einer Frau und erinnerte sie an die Regeln", heißt es in einer Mitteilung der Polizei, die sich offenbar auf Sunaks Frau Akshata Murty bezieht. "Der Hund wurde wieder an die Leine genommen".

  • Obwohl Sunak ein besseres Image als sein Vorgänger Boris Johnson hat, zieht er immer wieder die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich.

  • In seiner Zeit als Johnsons Finanzminister wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er im Juni 2020 eine Party in der Downing Street gefeiert hatte, die gegen die Corona-Regeln der Regierung verstieß.

  • Im Januar nahm Sunak selbst ein Video auf, während er ohne Sicherheitsgurt in einem fahrenden Auto saß und kassierte dafür eine weitere Geldstrafe. Sunak entschuldigte sich damals für eine "Fehleinschätzung".

Wegen seines Labradors: Premier Sunak hat wieder Ärger mit der Polizei
20:33 Uhr

Irrfahrt durch Dresden: 17-Jähriger baut gleich mehrere Unfälle und wechselt dabei Auto

Auf Kollisionskurs: Ein 17-Jähriger hat in Dresden eine Unfallserie hingelegt und ist dabei hinter dem Steuer gleich von verschiedenen Autos gesessen. Zunächst ist er am Nachmittag bei einem Spurwechsel mit dem Wagen einer 24-Jährigen zusammengestoßen, nur wenig später kollidierte er dann laut Polizei mit Warnbaken. Der 17-Jährige und weitere Insassen sind dann aus dem Auto gestiegen. Der junge Mann ging erst zu Fuß weiter, setzte sich dann aber in einen anderen Wagen. Mit diesem streifte er nacheinander fünf weitere Autos oder stieß mit ihnen zusammen. Durch herumfliegende Fahrzeugteile wurde ein weiteres Auto beschädigt. Anschließend versuchte der 17-Jährige erneut zu Fuß zu fliehen, wurde aber von einem Zeugen festgehalten. Polizisten nahmen den leicht verletzten Jugendlichen fest. Bei den Unfällen entstand laut Polizei ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Euro. Warum der junge Mann gleich so eine Unfallserie hingelegt hat, ist noch unklar. Die Beamten ermitteln zu den Hintergründen.

Irrfahrt durch Dresden: 17-Jähriger baut gleich mehrere Unfälle und wechselt dabei Auto
19:50 Uhr

"Coming soon": Lindsay Lohan ist schwanger

Schauspielerin Lindsay Lohan ("Mean Girls") und Ehemann Bader Shammas erwarten ein Kind. Das gab die 36-Jährige bei Instagram bekannt. "Wir sind gesegnet und aufgeregt", kommentierte sie ein Bild eines weißen Babystramplers, auf dem mit schwarzer Schrift "Coming soon" (zu Deutsch: "Kommt bald") Dem US-Promiportal "TMZ" sagte sie: "Wir freuen uns sehr auf die Ankunft unseres neuen Familienmitglieds und freuen uns auf das nächste Kapitel unseres Lebens!"

Unter dem Instagram-Posting sammelten sich schnell Glückwünsche. "Das ist eine wundervolle Nachricht", schrieb "Mean Girls"-Kollgegin Amanda Seyfried. Modeschöpferin Donatella Versace hinterließ einige Sternchen-Emojis.

"Coming soon": Lindsay Lohan ist schwanger
19:32 Uhr

US-Polizei erschießt wild gewordenes Zebra

In dem Bundesstaat Ohio setzt ein 72-Jähriger einen Notruf ab - wegen eines seiner Zebras. Eines der Wildtiere, die der Mann als Privatbesitz hält, attackiert ihn und beißt ihm in den Arm. Als die Einsatzkräfte das Grundstück erreichen, berichten sie von feindseligen Verhalten des Tieres, es kommt zum Äußersten.

US-Polizei erschießt wild gewordenes Zebra

US-Polizei erschießt wild gewordenes Zebra
18:57 Uhr

Sexuelle Übergriffe bei "The Voice of Holland": Anklage gegen Linda de Mol-Ex und Rapper Ali B.

Zwei frühere Stars der Castingshow "The Voice of Holland" werden wegen sexueller Übergriffe strafrechtlich verfolgt. Das teilt die niederländische Staatsanwaltschaft nun mit. Angeklagt werden der prominente Rapper Ali B. sowie der damalige Bandleader Jeroen R., Ex-Partner der bekannten TV-Moderatorin Linda de Mol. Die Ermittlungen gegen einen dritten Mann, ebenfalls ein prominenter Sänger, wurden eingestellt. Dem Rapper werden sexuelle Übergriffe gegen drei Frauen zwischen 2014 und 2018 zur Last gelegt. Einer davon soll im Zusammenhang mit der Castingshow stehen. Eine vierte Anzeige konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht bewiesen werden. Der Rapper Ali B. weist die Vorwürfe zurück. Der frühere Bandleader wird wegen eines Übergriffes verfolgt, der sich 2018 in oder bei einem Aufnahmestudio der Show ereignet haben soll. R. hatte später sein Fehlverhalten eingeräumt. Moderatorin Linda de Mol hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe von ihrem Partner getrennt.

  • Vor mehr als einem Jahr war der Skandal um die Castingshow aufgedeckt worden.

  • Dutzende von meist jungen Frauen hatten von sexuellen Übergriffen in der Show berichtet und die Männer belastet.

  • Es ist die bisher größte #MeToo-Affäre in den niederländischen Medien.

  • Nach den Enthüllungen hatte der TV-Sender RTL Nederland die Show abgesetzt.

Sexuelle Übergriffe bei "The Voice of Holland": Anklage gegen Linda de Mol-Ex und Rapper Ali B.
18:31 Uhr

"Damit keine Spur mehr bleibt": Noch ein Marc Detroux-Haus wird dem Erdboden gleichgemacht

Mitte der 1990er Jahre hat der Kindermörder Marc Dutroux unter seinem Haus im belgischen Dorf Sars-la-Buissière die Leichen von zwei Mädchen vergraben - nun haben die Abrissarbeiten begonnen. "Alles wird zerstört und dem Erdboden gleichgemacht, damit keine Spur mehr bleibt", sagte der Bürgermeister der Kommune Lobbes, Lucien Bauduin.

In mehreren Metern Tiefe hatten die Behörden im südbelgischen Sars-la-Buissière 1996 die Leichen der beiden achtjährigen Mädchen Julie Lejeune und Melissa Russo gefunden, nachdem sie ein Jahr zuvor als vermisst gemeldet wurden. Geplant ist nun, das Haus nach dem Abriss bis zum Sommer mit Gras überwachsen zu lassen. Im Juni 2022 war bereits ein von Dutroux als Wohnhaus genutztes Haus im belgischen Charleroi abgerissen worden. Im Keller dieses als "Horror-Haus" bekannt gewordenen Gebäudes hatte der Täter mehrere seiner Opfer in einem Keller gefangen gehalten. Die Kellerräume werden auf Wunsch der Opferfamilien als Gedenkstätte erhalten.

"Damit keine Spur mehr bleibt": Noch ein Marc Detroux-Haus wird dem Erdboden gleichgemacht
18:10 Uhr

Hamburger bauen Lego-Rampe für mehr Barrierefreiheit

Mit bunten Steinen mehr Zugang im Alltag: Aus Tausenden bunten Legosteinen haben zahlreiche Kinder und Erwachsene zwei Lego-Rampen gebaut, die Geschäfte in Hamburg-Horn auch mit Rollator und Rollstuhl leichter erreichbar machen. Wie viele Steine genau verbaut sind, konnte Mitorganisatorin Kendra Eckhorst nicht sagen. "Wir haben auf jeden Fall sehr viele Steinspenden bekommen." Und das sei auch gut so, denn man brauche doch eine Menge Steine. Am heutigen Nachmittag hat die erste der beiden bunten, zweiteiligen Rampen für mehr Barrierefreiheit ihren Platz vor einem Blumenladen bekommen. Die bis zu zehn Zentimeter hohen Rampen wurden demnach an mehreren Tagen gemeinsam gebastelt und geklebt. Die zweite Rampe möchte die Initiative "Horn - Einfach für alle" Ende April übergeben.

Rampen aus bunten Legosteinen gibt es bereits in vielen Städten. Sie helfen nicht nur dabei, die Geschäfte ohne Hürden besuchen zu können. Sie sind auch ein Hingucker und schaffen ein Bewusstsein für die Alltagsprobleme von Menschen mit Einschränkungen.

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Der Einkauf im Blumenladen in Hamburg Horn soll durch die Lego-Rampe leichter werden. (Foto: picture alliance/dpa)
Hamburger bauen Lego-Rampe für mehr Barrierefreiheit
17:46 Uhr

Ex-US-Präsident Jimmy Carter hat Trauerredner bestimmt

Trifft bis zuletzt wichtige Entscheidungen selbst: Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat sich im Falle seines eigenen Todes den derzeitigen Amtsinhaber Joe Biden als Trauerredner gewünscht. "Er hat mich gebeten, seine Trauerrede zu halten", sagte Biden am Montagabend (Ortszeit) laut mitreisenden Journalisten am Rande einer Veranstaltung in Kalifornien. Der 98-jährige Carter befindet sich seit Mitte Februar zu Hause in palliativer Betreuung im Kreise seiner Familie. Carters Gesundheit habe sich in den vergangenen Monaten verschlechtert, hatten US-Medien im Februar berichtet. Carters Nichte, Leanne Smith, sagte Ende Februar in einem Interview mit Fox News Digital, ihrem Onkel bleibe noch Zeit. Der demokratische Politiker aus dem Bundesstaat Georgia im Süden der USA war Präsident der Vereinigten Staaten von 1977 bis 1981, bis er vom Republikaner Ronald Reagan abgelöst wurde. Er ist der älteste noch lebende frühere Präsident.

Ex-US-Präsident Jimmy Carter hat Trauerredner bestimmt
17:22 Uhr

Jobs im südlichsten Postamt zu vergeben

Manchmal will man einfach nur ganz weit weg von hier und Internet-Detox machen: Die britische Organisation UK Antarctic Heritage Trust (UKAHT) hat genau den richtigen Job, sie sucht fünf Bewerberinnen und Bewerber für die vielleicht abgelegenste Arbeitsstelle der Welt. Wer letztlich ausgewählt wird, kümmert sich auf der Goudier-Insel in der Antarktis um das südlichste Postamt der Erde sowie den Besuchershop und zählt fünf Monate lang täglich Pinguine - rund 14.500 Kilometer von Großbritannien entfernt. Die neuen Angestellten müssten widerstandsfähig, gesundheitlich fit und umweltbewusst sein, betonte die Wohltätigkeitsorganisation. Und natürlich Schnee und Kälte mögen. Die Jobs seien unglaublich beliebt, sagte UKAHT-Chefin Camilla Nichol. "Wir sind begeistert, eine Möglichkeit wie keine andere anzubieten, inmitten einer Landschaft zu leben, die einen in Ehrfurcht und Staunen versetzt." Bewerbungen müssen bis 26. März eingereicht werden. Die erfolgreichen Kandidaten werden ihre Posten von November 2023 bis März 2024 inne haben. Voriges Jahr habe UKAHT eine Rekordzahl von Bewerbungen erhalten, danach hielt im antarktischen Sommer ein rein weibliches Team in Port Lockroy die Stellung.

Pinguine-stehen-vor-der-einstigen-britischen-Militaerbasis-auf-der-Antarktis-Insel-Goudier-Island-die-seit-2006-ein-Museum-und-gleichzeitig-eine-der-abgelegensten-Postfilialen-der-Welt-ist
Pinguine stehen vor der einstigen britischen Militärbasis auf der Antarktis-Insel Goudier Island, die seit 2006 ein Museum und gleichzeitig eine der abgelegensten Postfilialen der Welt ist. (Foto: picture alliance/dpa/UKAHT - UK Antarctic Heritage Trust)
Jobs im südlichsten Postamt zu vergeben
16:37 Uhr

Schwangere stürzt in Berlin vor einfahrende S-Bahn - Begleiter wird festgenommen

Eine schwangere Frau ist am Berliner S-Bahnhof Warschauer Straße ohne Fremdeinwirkung vor eine einfahrende S-Bahn gefallen. Die Schwangere hatte sich gerade noch rechtzeitig unter einen Bahnsteigvorsprung rollen können, bevor eine S-Bahn einfuhr, sagte die Bundespolizei. Demnach ist die 38-Jährige am Vortag wegen eines plötzlichen Schwindelanfalls vom Bahnsteig ins Gleisbett gestürzt.

Rettungskräfte holten die unverletzte Frau aus dem Gleisbett und brachten sie zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Die Fahrzeugführerin stand unter Schock. Wegen der Sperrung habe es umfangreiche Auswirkungen auf den S- und Regionalbahnverkehr gegeben, teilte die Polizei weiter mit. Folgen hatte der Sturz der Frau auch für ihren 40 Jahre alten Begleiter. Bei einer anschließenden Überprüfung habe sich herausgestellt, dass der Mann per Haftbefehl unter anderem wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte gesucht wurde. Er wurde in ein Gefängnis gebracht.

Schwangere stürzt in Berlin vor einfahrende S-Bahn - Begleiter wird festgenommen
16:06 Uhr

Wüst zu Freudenberg-Tat: "Verstörender Höhepunkt der Gewalt von Minderjährigen"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst will nach dem gewaltsamen Tod der zwölfjährigen Luise aus Freudenberg mehr Präventionsarbeit leisten, damit junge Menschen nicht zu Tätern werden."Es zieht einem den Boden unter den Füßen weg". "Nordrhein-Westfalen trauert." Es sei unvorstellbar und kaum auszuhalten, dass Kinder zu solchen Taten fähig seien, sagte Wüst weiter. "Die geschilderten Details lassen uns erschaudern." Die Behörden würden nun alles tun, um vollständig aufzuklären, wie es zu dieser schrecklichen Tat habe kommen können. In den vergangenen Jahren sei in Nordrhein-Westfalen ein beunruhigender Anstieg von Straftaten, auch Gewalttaten, durch Jugendliche oder gar Kinder festzustellen gewesen. "Nach allem, was wir wissen, ist die Tat ein zutiefst verstörender Höhepunkt der Gewalt von Minderjährigen", sagte der Ministerpräsident. "Die Tat von Freudenberg wird Spuren über den schrecklichen Tod von Luise hinaus hinterlassen."

Wüst zu Freudenberg-Tat: "Verstörender Höhepunkt der Gewalt von Minderjährigen"
15:28 Uhr

Drogen-U-Boot entdeckt? Spanische Ermittler holen es aus der Tiefe

Vor der Küste im Nordwesten Spaniens hat die Guardia Civil ein mutmaßliches Drogen-U-Boot wieder an die Wasseroberfläche gebracht. Auf einem von den Ermittlern veröffentlichten Video ist zu sehen, wie der mit Luft vollgepumpte Rumpf aus dem Meer vor der Hafenstadt Vilagarcía de Arousa in Galicien auftaucht. Die Behörden gingen davon aus, dass das mindestens 15 Meter lange Boot Kokain aus Kolumbien nach Spanien transportiert hat, wie die Zeitung "El País" berichtete. Dass die Ware einfach mit untergegangen ist, ist sehr unwahrscheinlich. Sie wurde wohl schon vor dem Untergang an Land geschafft, denn zwei im Februar an einem Strand entdeckte Schnellboote weisen darauf hin. Gewissheit werde es aber erst geben, wenn das Boot an Land gebracht worden sei.

Drogen-U-Boot entdeckt? Spanische Ermittler holen es aus der Tiefe
15:00 Uhr

Michael Wendler und Laura Müller zeigen Geburt im TV

Obwohl er wegen Verschwörungstheorien während der Corona-Pandemie kurzerhand aus der RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" fliegt, bekommt Michael Wendler wieder eine neue Show. Dieses Mal begleitet RTLzwei den 50-Jährigen mit seiner Frau Laura Müller, 22, während ihrer Schwangerschaft. Das Paar hatte Anfang Februar bekannt gegeben, dass es sein erstes Kind erwartet. Im Sommer soll es zur Welt kommen. Die Doku-Soap soll noch in diesem Jahr laufen, einen genauen Termin gibt es noch nicht. Das Format soll die werdenden Eltern laut RTLzwei beim Geburtsvorbereitungskurs und beim Kauf eines Babybettes begleiten. Sogar die Geburt soll Teil der Doku-Soap sein. Der Sender kündet sie als "Staffel-Highlight" der sechs Folgen an.

Das-Handy-gut-im-Griff-falls-der-Moment-festgehalten-werden-muss-Laura-Mueller-und-Michael-Wendler
Das Handy gut im Griff, falls der Moment festgehalten werden muss: Laura Müller und Michael Wendler. (Foto: picture alliance / dpa / Stefan Gregorowius)
Michael Wendler und Laura Müller zeigen Geburt im TV
14:38 Uhr

Polizeipräsident sieht nach Amoktat bei Zeugen Jehovas keine Verfehlung der Waffenbehörde

Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sieht im Zusammenhang mit der Amoktat bei den Zeugen Jehovas weiterhin keine Verfehlungen seitens der Waffenbehörde. Die Behörde habe nach Erhalt eines anonymen Hinweises auf eine mögliche psychische Erkrankung und Gefährlichkeit des späteren Täters Philipp F. im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten gehandelt und dabei keine Auffälligkeiten festgestellt, sagte er in Hamburg. Obwohl Recherchen der Beamten zu einem Buch des Täters, in dem dieser wirre religiöse Thesen unter anderem zum Judenmord durch die Nationalsozialisten vertritt, zu keinem Ergebnis geführt hätten, könne er den Mitarbeitern "keine Vorwürfe machen", sagte Meyer. In dem anonymen Hinweisschreiben war seinen Angaben zufolge auf das Buch hingewiesen worden. Die Beamten hätten bei einer Google-Recherche aber lediglich den Namen des Täters und den Suchbegriff "Buch" eingegeben und dabei kein Ergebnis erhalten. Es sei richtig, "dass wir nach einer solchen Tat kritisch hinterfragen, hat die Waffenbehörde hier alles richtig gemacht", sagte Innensenator Andy Grote. "Nach allem, was ich bisher gehört habe, habe ich keinen Anlass an der Bewertung zu zweifeln, dass hier ordentlich gearbeitet wurde."

Polizeipräsident sieht nach Amoktat bei Zeugen Jehovas keine Verfehlung der Waffenbehörde
14:24 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sabine Oelmann hat Feierabend und ich übernehme nun den "Tag" bei ntv.de. Dieser ist sehr bedrückend, schließlich ist nach der Pressekonferenz in NRW klar, dass die Zwölfjährige von zwei Mädchen erstochen wurde. Wir halten Sie zu neuen Erkenntnissen zu diesem erschütternden Fall auf dem Laufenden, aber natürlich auch zu News aus aller Welt.

Bei Fragen oder Anregungen steht Ihnen die Mail: dertag@n-tv.de zur Verfügung.

Ihre Yuki Schubert

Schichtwechsel
13:47 Uhr

Mit Freundlichkeit killen: Ashley Grahams Reaktion auf Hugh Grant

Bei der Oscarverleihung war Hugh Grant offenbar nicht in der Stimmung für Interviews. Zu spüren bekam das Ashley Graham, die ihm ein paar Antworten entlocken wollte. Im Gegensatz zu Grant hat Graham die passende Antwort dafür parat.

Sein unhöfliches Verhalten lässt sie offenbar kalt: Ashley Graham hat auf das Interview im Vorfeld der Oscarverleihung reagiert, das sie mit Hugh Grant führte. Im Gegensatz zu ihrem Gesprächspartner hatte die 35-Jährige anschließend eine gute Antwort parat, als sie gefragt wurde, ob sie die kühle Reaktion des Schauspielers "gekränkt" hätte: "Wissen Sie, meine Mama hat mir gesagt, ich solle Menschen mit Freundlichkeit killen, da haben Sie es." Mehr hatte das Model nicht zu Hugh Grant zu sagen.

Für Hugh Grant gab es online heftige Reaktionen für seine lieblosen Antworten auf Grahams Fragen. In den Kommentaren zu dem Clip wird Hugh Grant in den sozialen Medien unter anderem als "mürrisch" und "unhöflich" bezeichnet. Aber es gibt auch Unterstützung für den britischen Filmstar. Die sehen in seinen Antworten eher Unbeholfenheit oder einfach seine Abneigung gegen die Glamourwelt. Oder sie finden die Fragen von Graham einfach belanglos.

Mit Freundlichkeit killen: Ashley Grahams Reaktion auf Hugh Grant
13:34 Uhr

Jamie Lee Curtis posiert wie eins Faye Dunaway am Pool

Diese Frau ist happy. Sie liebt ihren Goldjungen und lässt alle Welt daran teilhaben. Jamie Lee Curtis hat es nun an den Pool des "Beverly Hills Hotels" verschlagen wie einst Faye Dunaway. Curtis betont allerdings, dass sie nüchtern ist, und schlürft demonstrativ einen Milchkaffee.

Jamie Lee Curtis posiert wie eins Faye Dunaway am Pool
13:01 Uhr

Hand eingeklemmt - Frau mehrere Kilometer von Zug mitgeschleift

In Bayern ist eine Frau mehrere Kilometer von einem Zug mitgeschleift worden. Die 39-Jährige kam mit schwersten Verletzungen an Füßen, Beinen und Oberkörper zur stationären Behandlung ins Krankenhaus, wie das Polizeipräsidium Schwaben-Nord in Augsburg mitteilt.

Einem Zugbegleiter sei demnach am Montagabend während der Fahrt aufgefallen, dass sich eine mit der Hand in der Tür eingeklemmte Frau außerhalb des Zugs auf der Bahnstrecke zwischen Donauwörth und Aalen befand. Das Zugpersonal habe daraufhin eine Notbremsung veranlasst, im Bereich Nördlingen kam der Zug zum Stehen.

Den Ermittlungen zufolge hatte die Frau bei einem Halt versehentlich die Zugtür zur vom Bahnsteig abgewandten Seite geöffnet und war ausgestiegen. Als sie ihren Fehler bemerkte und den Zug wieder betreten wollte, habe sich die Tür geschlossen und die Hand der Frau eingeklemmt. Der Zug sei danach wieder losgefahren und habe die Frau mitgeschleift. Nach dem Nothalt mussten alle Fahrgäste den Zug verlassen. Dieser wurde beschlagnahmt und befindet sich nicht mehr im Einsatz. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zum genauen Hergang.

Hand eingeklemmt - Frau mehrere Kilometer von Zug mitgeschleift
12:41 Uhr

Umstrittenes britisches Asylgesetz nimmt erste Hürde

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Suella Braverman (Foto: REUTERS)

Das als Bruch internationalen Rechts kritisierte britische Asylgesetz hat die erste Hürde im Parlament genommen. In erster Lesung stimmte am Montagabend eine deutliche Mehrheit im Unterhaus in London für den Entwurf von Innenministerin Suella Braverman. Allerdings forderten Mitglieder ihrer Konservativen Partei auch Änderungen.

Ex-Premierministerin Theresa May, die sich bei der Abstimmung enthielt, kritisierte, Opfer von Menschenschmuggel würden durch das Gesetz zum "Kollateralschaden". Bravermans Entwurf sieht vor, alle Menschen, die unerwünscht ins Vereinigte Königreich einreisen, ohne Berücksichtigung ihrer Hintergründe für bis zu einen Monat zu internieren. Anschließend sollen sie in ihre Heimat oder - falls das zu gefährlich wäre - nach Ruanda oder einen anderen Staat abgeschoben werden. Das Recht, Asyl zu beantragen, soll ihnen entzogen werden. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR spricht von einem "Asylverbot". "Immer wenn man eine Route schließt, finden Migranten und Menschenschmuggler einen anderen Weg, und jeder, der denkt, dass dieser Entwurf das Problem illegaler Migration ein für alle Mal beendet, liegt falsch", so die ehemalige Innenministerin May. Vor dem Parlament demonstrierten Hunderte Menschen gegen das Gesetz.

Braverman griff die Opposition an. Die Labour-Partei wolle die Grenzen öffnen und unbegrenzt Migranten zulassen, behauptete sie. Braverman beschwerte sich, sie sei den groteskesten Beleidigungen ausgesetzt gewesen, weil sie einfache Wahrheiten über das Ausmaß der Migration gesagt habe. Kritiker werfen der konservativen Regierung vor, absichtlich zu übertreiben, um politisch zu punkten. Braverman hatte die Menge der Migranten einst mit einer "Invasion" verglichen. In Großbritannien beantragen deutlich weniger Menschen Asyl als in Deutschland.

Umstrittenes britisches Asylgesetz nimmt erste Hürde
12:23 Uhr

Frankfurter Flughafen geht mit verringerter Kapazität in die Sommerferien

Der Frankfurter Flughafen geht mit einer verringerten Kapazität in die anstehende Feriensaison. Der Chef des Betreibers Fraport, Stefan Schulte, bestätigt, dass aktuell am größten deutschen Flughafen die maximale Zahl der Flugbewegungen pro Stunde von 104 auf 94 zurückgenommen ist. Mehr traut sich der Flughafen im Zusammenspiel mit seinen Dienstleistern und der Flugsicherung momentan nicht zu, wenn eine gute Qualität abgeliefert werden soll.

Die Kapazität werde im Laufe des Sommers langsam nach oben gefahren, sodass im September wieder der ursprüngliche Wert erreicht werden könne, erklärt Schulte. Voraussetzung ist ein verbessertes Zusammenspiel der Systempartner und weitere Neueinstellungen. Eine Zahl gestrichener Flüge nannte der Fraport-Chef nicht. In erster Linie seien innerdeutsche Flüge abgesagt worden und tendenziell keine Verbindungen zu Zielen in Übersee oder Europa.

Frankfurter Flughafen geht mit verringerter Kapazität in die Sommerferien
11:25 Uhr

Gottesdienstbesucher schwulenfeindlich beleidigt und geohrfeigt

Vor einer Kirche in Hannover hat ein 47-Jähriger einen homosexuellen Gottesdienstbesucher schwulenfeindlich beleidigt und geohrfeigt. Nach Angaben der Polizei wurde das 43-jährige Opfer bei dem Vorfall am Sonntag leicht verletzt. Das Geschehen ereignete sich demnach an einer gut besuchten Straße vor zahlreichen Zeugen. Gegen den Täter ermittelt der Staatsschutz wegen eines Falls von queerfeindlicher Hasskriminalität - konkret unter anderem wegen Volksverhetzung, verhetzender Beleidigung und Körperverletzung.

Laut Polizei wurde der Mann beim Verlassen der Kirche nach einem Gottesdienst von dem Verdächtigen "lautstark mit schwulenfeindlichen Parolen und diffamierenden Äußerungen zu seiner sexuellen Orientierung" beschimpft. Als das Opfer sich dies verbat, verpasste ihm der 47-Jährige eine Ohrfeige. Anschließend entwickelte sich zwischen beiden Männern demnach eine Auseinandersetzung mit wechselseitiger Körperverletzung. Auch gegen den Beschimpften wird deshalb nun wegen Körperverletzung ermittelt.

Während des folgenden Polizeieinsatzes beleidigte der Aggressor zudem eine Beamtin, wie die Polizei in der niedersächsischen Hauptstadt weiter mitteilte. Er erhielt einen Platzverweis, dem er nach mehrmaliger Aufforderung nachkam. Die weiteren Ermittlungen übernahm der Staatsschutz.

Gottesdienstbesucher schwulenfeindlich beleidigt und geohrfeigt
11:07 Uhr

Beschwerden von Frauen gegen Polizisten in England meist erfolglos

Beschwerden von Frauen über das Verhalten von Polizisten in England und Wales haben wenig Aussicht auf Erfolg. Von mehr als 1000 Strafanzeigen gegen Beamte und Beschäftigte in einem Zeitraum über sechs Monate wurden rund 90 Prozent abgewiesen, wie die nationale Koordinierungsstelle für Strafverfolgung National Police Chiefs' Council (NPCC) mitteilt. Nur ein Prozent der mehr als 1500 Beschuldigten wurde demnach entlassen. Die tatsächliche Zahl der Fälle liege vermutlich deutlich höher, betonte NPCC.

Die Daten dürften nach Ansicht von Beobachtern dazu führen, dass das Vertrauen in die Polizei noch weiter sinkt. Zwischen Oktober 2021 und März 2022 wurde den Angaben zufolge 653 Fälle mit insgesamt 672 Personen wegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen untersucht. Zudem gab es 524 Beschwerden gegen 867 Beamte oder Beschäftigte, vor allem wegen übermäßiger Gewalt, aber auch wegen sexueller Belästigung oder sexueller Übergriffe. Die Vorwürfe richten sich laut NPCC gegen 0,7 Prozent der Polizeimitglieder.

Die Zahlen verdeutlichten die Dringlichkeit, Missbrauchstäter und korrupte Personen aus der Polizei zu entfernen und langfristige, nachhaltige Verbesserungen bei Standards zu erreichen, sagt die zuständige NPCC-Koordinatorin Maggie Blyth. "Die große Mehrheit der Beamten und Beschäftigten sind professionell und engagiert, aber es schockiert, von potenziellen Straftätern in der Polizei zu hören. Dies kann das brüchige Vertrauen weiter erschüttern", so Blyth.

Beschwerden von Frauen gegen Polizisten in England meist erfolglos
10:37 Uhr

Drei hilflose Eichhörnchen-Babys gerettet

Drei von ihrer Mutter allein gelassene hilflose Eichhörnchenbabys hat eine aufmerksame Passantin in München vor dem drohenden Tod gerettet. Die Frau habe die Feuerwehr alarmiert, welche die jungen Nager anschließend gut ausgepolstert in einer Tierfangkiste auf die Feuerwache gebracht habe, teilt die Münchner Feuerwehr mit.

Von dort seien die Jungtiere dann vom Eichhörnchenschutzverein abgeholt worden, der solche hilflosen Tiere in Obhut nehme. Der Feuerwehr zufolge war es wohl Rettung in höchster Not, weil Eichhörnchenbabys eine gefundene Mahlzeit für Krähen und andere Vögel sind.

Drei hilflose Eichhörnchen-Babys gerettet
09:47 Uhr

Goldbasar in Iran wegen Frau ohne Schleier gesperrt

Die Behörden im Iran haben einen bekannten Goldbasar gesperrt, weil dieser mit einem Video einer unverschleierten Frau Werbung machte. Der Verkaufsbereich für Gold und Juwelen des Luxus-Einkaufszentrums "Almas Karim Chan" in der Hauptstadt Teheran sei daher geschlossen worden, berichtet die iranische Zeitung "Hamshahri". In dem Werbeclip folgt die Kamera einer Frau ohne das verpflichtende Kopftuch durch die Einkaufshallen. Nach den Protesten im Herbst gegen das islamische Herrschaftssystem ignorieren immer mehr Frauen demonstrativ die Kleidungsregeln. In vielen Städten drücken die Behörden mittlerweile ein Auge zu. Gleichzeitig werden Verstöße gegen die Kopftuchpflicht durch Videoüberwachung verfolgt. Verstöße gegen die Gesetze in Werbevideos sind jedoch neu.

Vor wenigen Tagen hatte eine Gruppe junger iranischer Frauen mit einem Tanzvideo online für Aufsehen gesorgt. In dem Clip tanzten die fünf mit lockerer Kleidung ohne Kopftuch vor Häuserblocks einer bekannten Gegend in der Hauptstadt Teheran. Verbreitet wurde das Video anlässlich des Weltfrauentages. Unbestätigten Berichten in den sozialen Medien zufolge wurden die Frauen danach zu einer öffentlichen Entschuldigung gezwungen.

Die Aufstände im Herbst stürzten die politische Führung in eine der schwersten Krisen seit Jahrzehnten. Auslöser war der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini Mitte September. Sie starb im Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsregeln festgenommen worden war.

Goldbasar in Iran wegen Frau ohne Schleier gesperrt
09:29 Uhr

Achterbahnwetter in Deutschland fegt LKW von der Straße

Eine kräftige Unwetterfront macht dem Frühling in Teilen Deutschlands erst einmal den Garaus. Heftige Gewitter, Starkregen und stürmische Böen toben sich aus. Im Saarland wird ein LKW von der Straße gefegt. Doch bald verdrängt die Sonne das Achterbahnwetter wieder.

Achterbahnwetter in Deutschland fegt LKW von der Straße
08:34 Uhr

Miss Merkel ermittelt - und Angela fliegt Holzklasse

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Miss Merkel (Katharina Thalbach, 4.v.l.) löst den Mordfall, ihre geladenen Gäste und der Personenschützer Mike hören aufmerksam zu. (Foto: dpa)

Was macht Angela Merkel, seit sie nicht mehr Bundeskanzlerin ist? David Safier hat zwei erfolgreiche Romane mit der Ex-Kanzlerin als Hobbydetektivin veröffentlicht. Die Verfilmung von "Mord in der Uckermark" läuft jetzt bei RTL+ (ab 21.3. bei RTL). Und während Miss Merkel ermittelt, fliegt Angela Merkel mit der Holzklasse zwischen Fuerteventura und Berlin hin und her. Heute zeigt RTL die Geschichte einer der wichtigsten Frauen der Weltpolitik, die nun - zu Beginn des Films - als Rentnerin (dargestellt von Katharina Thalbach) in der Provinz angekommen ist. Und zwar glücklich: "Freiheit! Nie wieder Politik!" jubelt sie gleich zu Beginn. Begleitet wird sie im TV von Ehemann Achim (Thorsten Merten), dem sanften Personenschützer Mike (Tim Kalkhof) und ihrem Mops Helmut. Ihren bunten Blazern bleibt sie treu: "Ich habe davon noch über 50 im Schrank, und die müssen abgetragen werden."

Im echten Leben sah es gerade so aus in "Angies" Leben nach der Politik: Früher noch im Regierungsflieger unterwegs, sitzt sie heute in der Holzklasse bei Eurowings. Sie hat ihren Urlaub auf "Fuerte" in einem - laut "Bild"-Zeitung - 4-Sterne-Hotel à 162 Euro pro Nacht im Doppelzimmer genossen.

Seit Samstag sei sie wieder zurück in Berlin. Ihr einziger "Luxus" beim Flug": Sie sei von mehreren Personen zum Flugzeug begleitet worden (wahrscheinlich Sicherheitspersonal) und durfte als Erste einsteigen. Im Flugzeug habe sie auf einem gewöhnlichen Fensterplatz gesessen, ihr Mann - mit einem Stapel Aktenordnern auf dem Schoß - am Gang. Der Platz in der Mitte blieb leer. Laut "Bild" las Merkel auf ihrem Tablet, machte Kreuzworträtsel, aß ein Sandwich und selbst mitgebrachte, rote Paprika. Dagegen wirkt "Miss Merkel" ja geradezu glamourös ...

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Das war einmal ... (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Miss Merkel ermittelt - und Angela fliegt Holzklasse
08:10 Uhr

Die Vergessenen der "In Memoriam"-Momente bei den Oscars

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Da wäre noch Platz gewesen: Lenny Kravitz performt, ihn trifft keine Schuld. (Foto: Chris Pizzello/Invision/AP)

Einmal mehr sorgt die Academy mit ihrem traditionellen "In Memoriam"-Video für Aufsehen. Oscarpreisträgerin Mira Sorvino zeigt sich schockiert, dass ihres Vaters nicht gedacht wurde. Aber nicht nur Paul Sorvino (1939-2022) wurde vergessen, in diesem Jahr hat die Academy gleich mehrere wichtige Schauspielerinnen und Schauspieler in dem Gedenkvideo nicht gezeigt: Unter anderem wurde auch die im August 2022 nach einem Autounfall verstorbene Anne Heche (1969-2022) und die mit nur 32 Jahren gestorbene Schauspielerin Charlbi Dean (1990-2022) nicht erwähnt.

Paul Sorvino war über Jahrzehnte in vielen Produktionen zu sehen und unter anderem aus Martin Scorseses Mafia-Klassiker "GoodFellas" bekannt. Er war im vergangenen Juni im Alter von 83 Jahren gestorben. Mira Sorvino, selbst Oscarpreisträgerin, meldete sich zunächst mit warmen Worten auf der Social-Media-Plattform. Sie freue sich für alle Kolleginnen und Kollegen, die nominiert waren oder einen Goldjungen gewonnen haben, bearbeitete später jedoch ihren Instagram-Beitrag, denn als sie den Post abgesetzt hatte, habe sie noch nicht vom Fehlen ihres Vaters und dem weiterer Schauspielerinnen und Schauspieler gewusst: "Ich bin unglaublich gekränkt und schockiert, dass der lebenslange, unersetzbare, riesige Beitrag meines Vaters für die Welt des Kinos [...] übersehen wurde."

Die Vergessenen der "In Memoriam"-Momente bei den Oscars
07:44 Uhr

Der Müll stinkt zum Pariser Himmel

Vielen Franzosen stinkt die von Präsident Emmanuel Macron geplante Rentenreform - und die seit einer Woche wachsenden Müllberge sind ein eindrucksvoller Ausdruck dieser ablehnenden Haltung. Etwa 70 Prozent der Franzosen sind gegen die Anhebung des Rentenalters von 62 auf 64 Jahre, die besonders Menschen in beschwerlichen Berufen zu schaffen machen wird.

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Man kommt kaum noch in die Haustür hinein ... (Foto: IMAGO/NurPhoto)

Zu ihnen zählen die Beschäftigten der Müllabfuhr, weswegen viele von ihnen seit gut einer Woche streiken. Bis Montag hatten sich in der Straßen von Paris etwa 5.600 Tonnen Müll angesammelt. "Es ist ekelhaft, überall sind Ratten", sagt Aphaia Samios, die in einem Straßencafé in der belebten Einkaufsstraße Montorgueil sitzt. Ihre Aussicht ist durch mehrere Müllberge behindert. Regenschauer am Wochenende haben den Unrat durchnässt und die Geruchsbelästigung verstärkt.

In Paris teilen sich private und städtische Betriebe das Einsammeln des Mülls. Derzeit sind vor allem die Viertel betroffen, in denen die städtische Müllabfuhr im Einsatz ist. Aber die Streiks behindern nicht nur die Abfuhr des Mülls, sondern auch dessen Entsorgung, da drei Müllverbrennungsanlagen rund um Paris ebenfalls blockiert werden. Die Stadt Paris verweist darauf, dass andere Städte ebenfalls vom Streik der Müllarbeiter betroffen seien. Die Regierung betont, dass die Reform Rücksicht nehme auf Menschen, die besonders früh angefangen haben zu arbeiten, oder die beschwerliche Berufe haben. Derzeit können Beschäftigte der Müllabfuhr mit 57 Jahren in Rente gehen, nach der Reform müssten sie bis 59 Jahre arbeiten.

Der Müll stinkt zum Pariser Himmel
07:29 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen! Ich habe mir vorgenommen, jetzt immer positiv in den Tag zu starten, und sei es auch noch so früh, dunkel, regnerisch oder sonst wie unpassend. Und was soll ich sagen? Beim Öffnen meiner Mails heute Morgen um 6 - zwei interessante Einladungen. Geht doch. Ansonsten kann man auch einpacken, wenn man tiefer ins Geschehen einsteigt. Zum Beispiel beim Thema Bildung: Das Bildungssystem zu verbessern ist ja bekanntlich vor allem deshalb so schwierig, weil die Zuständigkeiten auf Bund, Länder und Kommunen verteilt sind. Nicht nur die zuständige Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger spricht von einer "tiefen Krise" des Bildungssystems. Die Ampelkoalition lädt deshalb für heute zu einem Gipfel nach Berlin. Hoffen wir mal, dass, sollte etwas Gutes dabei rauskommen, die Themen schnell umgesetzt werden können. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Was sonst noch ansteht:

  • Russland will Getreide-Deal mit Ukraine nur um 60 Tage verlängern

  • Gewerkschaft will sich gegen Galeria-Schließungen wehren

  • Amoklauf: Noch keine Linie der Ampel-Koalition bei schärferem Waffenrecht

  • Nordkorea zündet ballistische Raketen

  • Training an Leopard-2-Panzern: Ukraine-Soldaten beenden deutsche Ausbildung

  • Sonderbriefmarken mit Charles-Profil: Den neuen König gibt es jetzt zum Aufkleben

Das wird heute wichtig
07:13 Uhr

Erdbeben in der Türkei: Beweise für Pfusch am Bau

Mit Helmen und gelben Sicherheitswesten ausgestattet untersuchen 20 Anwälte dreistöckige Häuser in einem beliebten Viertel von Antakya. Ein rosa Gebäude mit Geschäften im Erdgeschoss ist so weit zur Seite gekippt, dass das Schild der Metzgerei auf der Höhe des Asphalts liegt. Das übernächste Haus ist komplett eingestürzt und eine Anwältin misst die Stärke der Stahlträger: fünf Millimeter - statt der vorgeschriebenen zwölf.

Im Rahmen von Ermittlungen gegen Bauunternehmer hat die türkische Polizei bereits 269 Verdächtige festgenommen. Aber Kritiker fragen sich, ob die engen Beziehungen des konservativen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zur Baubranche die Bereitschaft der Regierung, kriminelle Verfehlungen beim Bau ahnden zu lassen, beeinträchtigen könnten. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,8 und den Nachbeben kamen mindestens 46.000 Menschen in der Türkei ums Leben, fast 6.000 im benachbarten Syrien.

"Wir prüfen das Baumaterial und die Stärke des Stahls", berichten die Anwälte. "Wir schreiben die Hausnummer auf, ob es drinnen Tote oder Verletzte gab, und schicken all die Informationen an die Anwaltskammer." Ein Kollege ergänzt: "Wir kontrollieren die Trümmer, bevor sie abgeräumt werden, damit die Beweise nicht verschwinden." Alles wird zentral gesammelt. Doch trotz der Bemühungen der Anwälte sind entscheidende Beweise bereits verschwunden, etwa die Trümmer der Luxus-Residenz Rönesans: Das Gebäude wurde zum Symbol für Pfusch am Bau, als es wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel. Hunderte von Bewohnern starben, auch der ehemalige ghanaische Fußballer Christian Atsu. Der zwölfstöckige Komplex war 2013 gebaut worden, was insofern von Bedeutung ist, da die Türkei zu diesem Zeitpunkt bereits die Bau-Vorschriften verschärft hatte - in Anlehnung an erdbebensicheres Bauen in Kalifornien. Als Journalisten den Ort Anfang März besichtigten, war fast der gesamte Schutt weggeräumt. Auf dem Boden lagen noch Koffer, Familienfotos und Spielsachen.

Erdbeben in der Türkei: Beweise für Pfusch am Bau
06:49 Uhr

Isabelle Huppert - ironisch, distanziert, angstfrei

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Huppert: "Das Kino dient dazu, extreme Gefühle auszuloten, auch wenn sie skandalös sind und Grenzen überschreiten." (Foto: dpa)

Isabelle Huppert liebt vielschichtige Rollen. "Ich versuche, meinen Rollen doppeldeutige Nuancen zu geben, aber bleibe gleichzeitig ironisch und distanziert", beschrieb sie ihren Stil kürzlich in einem Interview. Wenn ihr ein Drehbuch oder eine Rolle nicht gefalle, dann sage sie ab. "Ich fühle mich frei als Schauspielerin", so Huppert, die am Donnerstag ihren 70. Geburtstag feiert. Sie ist weit davon entfernt, einen Gang zurückzuschalten.

In den vergangenen beiden Jahren allein war sie in drei Theaterstücken und sieben Filmen zu sehen. "Es ist in erster Linie ein Vergnügen, Rollen zu spielen; aber vielleicht brauche ich das auch", sagt die Schauspielerin, die im vergangenen Jahr auf der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden war.

Die 1,52 Meter große, zierliche Französin hat eine scheinbar unerschöpfliche Energie, mit der sie Kino- und Theaterbesucher in den Bann zieht. Ob als Königin, Vergewaltigungsopfer, Drogendealerin oder Frau in den Wechseljahren - Huppert hat eine enorme Bandbreite von Rollen übernommen. "Sie ist eine Künstlerin, die vor nichts Angst hat", sagte der deutsche Filmemacher Volker Schlöndorff einmal über sie. Im jüngsten Film von Jean-Paul Salomé spielt Huppert eine Gewerkschafterin (so auch der Titel des Films) beim französischen Atomkonzern Areva. Sie wird überfallen und vergewaltigt, gerät dann aber in den Verdacht, die Tat selbst inszeniert zu haben. Der Fall geht auf eine wahre Begebenheit in Frankreich zurück.

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Hier als "Gewerkschafterin". Huppert ist verheiratet und hat drei Kinder. (Foto: dpa)
Isabelle Huppert - ironisch, distanziert, angstfrei
06:34 Uhr

Tatütata - die Polizei ganz volksnah auf E-Rollern

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(Foto: dpa)

Geräuschlose Flitzer mit blau-gelber Polizei-Lackierung sollen weiter auf Norderney umherfahren: An ihren E-Scootern hält die Polizei auf der ostfriesischen Insel nach einer einjährigen Testphase fest. "Die E-Scooter fallen auf, sobald sie zum Einsatz kommen", sagt ein Sprecher der für Norderney zuständigen Polizeidirektion Osnabrück. Die Roller würden Bürgernähe zu Insulanern und Touristen schaffen. "Man kommt viel schneller ins Gespräch, die E-Scooter sind ein regelrechter Eisbrecher."

Gerade Touristen seien angetan, dass die Polizei bei ihren Einsatzfahrzeugen neue Wege teste und auf Elektromobilität setze, so der Sprecher. Aufgrund der geringen Reichweite von gerade mal 20 Kilometern sind die Roller demnach bisher vor allem für die Dienststellen auf den Inseln attraktiv. Verfolgungsfahrten gab es mit den E-Scootern laut der Polizeidirektion Osnabrück im vergangenen Jahr aber nicht - dafür sei die Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde zu lahm. Auch für Festnahmen eigneten sich die Roller wegen fehlender Transportmöglichkeiten nicht. Das sei auch schon vor dem Test bekannt gewesen, teilt die Polizei weiter mit.

Auch auf anderen Ostfriesischen Inseln haben Beamte schon Erfahrung mit ungewöhnlichen Polizeifahrzeugen. Auf Borkum nutzt die Polizei seit 2017 ein geländegängiges Elektro-Motorrad und auf Juist wurde Ende 2019 ein E-Quad in Dienst gestellt.

Tatütata - die Polizei ganz volksnah auf E-Rollern
06:17 Uhr

Rückschlag für Frieden in Kolumbien

In Kolumbien haben die Friedensbemühungen von Präsident Gustavo Petro einen Rückschlag erlitten. Er warf am Montag dem Drogenkartell Clan del Golfo vor, den Waffenstillstand gebrochen zu haben. Die Verhandlungen mit der größten kriminellen Organisation des Landes könnten nicht fortgesetzt werden, falls sie ihre Angriffe fortsetze. Er beschuldigte sie, ein Aquädukt in der Provinz Antioquia zerstört zu haben. Bislang wollte Petro kriminelle Banden mit dem Versprechen reduzierter Haftstrafen und anderem Entgegenkommen zum Aufgeben bewegen.

Der Präsident hatte bei seiner Antrittsrede im vergangenen August angekündigt, das gespaltene Land zu einen und zu einem "totalen Frieden" zu führen. Dazu will er mit Rebellengruppen Friedensverhandlungen führen und kriminelle Gruppierungen zur Kapitulation bewegen. Petro selbst war Mitglied der linken Guerillabewegung M-19.

Die Zerstörung des Aquädukts steht möglicherweise in Zusammenhang mit Protesten illegaler Goldschürfer, deren Straßensperren in zwei Provinzen vergangene Woche aufgehoben worden waren. Zuvor war die Polizei gegen den illegalen Goldabbau vorgegangen und hatte unter anderem Bagger zerstört. Das illegale Schürfen von Gold gilt wegen des Einsatzes von Quecksilber als Katastrophe für die Umwelt. Die Goldsucher werden nach Regierungsangaben vom Clan del Golfo unterstützt. Preto führt auch Verhandlungen mit den Goldschürfern. Eine Einigung ist bislang ausgeblieben.

Rückschlag für Frieden in Kolumbien