Das war Dienstag, der 11. November 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
na, haben Sie sich heute auch kostümiert, und sind gut gelaunt durch eine der zahlreichen Karnevals-Hochburgen getobt? Wenn ja, hoffe ich, Sie hatten gutes Wetter und nette Leute um sich. Ob auch Bundeskanzler heute so enorm viel Freude hatte, ist nicht überliefert. In jedem Fall feiert Friedrich Merz heute seinen 70. Geburtstag. Dass er in Sachen Beliebtheit derzeit keine Bäume ausreißt, haben wir bereits gestern berichtet. Aber, vielleicht war einer seiner Wünsche heute ja der echte Beginn des selbst ausgerufenen "Herbst der Reformen". Nötig ist er, wie nicht wenige Zahlen zeigen.
Nötig wären ebenfalls mal gute Nachrichten für die Ukraine an der Front. Danach sieht es gegenwärtig jedoch nicht aus. Die umkämpfte, wichtige Stadt Pokrowsk wird stark eingeschnürt. Zudem müssen sich die Verteidiger auch in der Region Saporischschja tiels zurückziehen. Damit nicht genug, hat Präsident Wolodymyr Selenskyj gerade noch mit einem Korruptionsskandal zu tun - den nicht er selbst, aber ein Vertrauter zu verantworten haben soll. Der hat sich erst mal ins Ausland abgesetzt.
Im Land Brandenburg steht derweil die Koalition vor einer Zerreißprobe - und das liegt am politischen Neuling, dem BSW. Aus dessen Landtagsfraktion haben sich nämlich vier Abgeordnete zurückgezogen, genauer: sie haben direkt die Partei verlassen. Zwar bekunden die Vier, sie wollten weiterhin in der Koalition zusammenarbeiten, aber ob das Vertrauen zwischen dem BSW, den Abtrünnigen und der SPD von Ministerpräsident Woidke das auf Dauer aushält, ist zweifelhaft.
Was heute sonst noch wichtig war:
Ermahnung während Prozess - Richterin droht Christina Block mit Haftbefehl
Schutz gegen Drohnen - Ukrainer kopieren russischen Igelpanzer
Riesiger Datensatz - 1,3 Milliarden Passwörter geleakt: Ist eins von Ihnen dabei?
Brüche, Schnitte und Demenz - Schauspielerin Sally Kirkland stirbt in Hospiz
Ich hoffe, der "Tag" und ntv.de haben Sie heute gut auf dem Laufenden gehalten. Ich wünsche Ihnen einen geruhsamen Abend. Der "Tag" ist ab morgen rüh wieder für Sie da.
Gehörte Kennedys Gärtnerin: Blauer Diamant für 25 Millionen Dollar versteigert
Ein leuchtendblauer Diamant ist in Genf für mehr als 25 Millionen Dollar (knapp 22 Millionen Euro) versteigert worden. Der in einen schlangenförmigen Ring gefasste "Mellon Blue" erreichte damit den zuvor festgelegten Schätzwert von zwischen 20 und 30 Millionen Dollar, wie das Auktionshaus Christie's mitteilte. Der 9,51 Karat schwere Stein gehört zu den "schönsten farbigen Diamanten, die bisher je zur Auktion angeboten wurden", wie Christie's-Schmuckdirektor Rahud Kadakia zuvor erklärt hatte.
Der Diamant gehörte jahrzehntelang der US-Gartenbauarchitektin, Kunstsammlerin und Philanthropin Rachel "Bunny" Lambert Mellon, die 1961 im Auftrag von Präsident John F. Kennedy den berühmten Rosengarten des Weißen Hauses umgestaltet hatte. Den bisher höchsten Preis, der jemals für einen blauen Diamanten gezahlt wurde, erreichte 2016 der "Oppenheimer Blue": Er wurde bei Christie's für 57,5 Millionen Dollar (heute knapp 50 Millionen Euro) versteigert.
Polens Präsident ätzt am Unabhängigkeitstag gegen "den Westen"
Polens neuer rechtskonservativer Präsident Karol Nawrocki ist bei dem traditionellen Marsch rechter Kräfte in Warschau am Unabhängigkeitstag mitmarschiert. "Polen zuerst", schrieb er auf X. "Ein freies, unabhängiges und souveränes Polen ist unsere Verpflichtung, und darum geht es bei diesem Feiertag!" Der europakritische Staatschef erklärte, er werde nie zulassen, "dass wir zu Papageien der Nationen werden, die alles nachplappern, was aus dem Westen kommt".
Worauf Nawrocki genau seine Kritik am Westen im Kontext der polnischen Unabhängigkeit bezieht, ist unklar. Denn am 11. November 1918 gründete sich das Land neu - nachdem es 123 Jahre lang zwischen dem Königreich Preußen, Österreich-Ungarn und Russland geteilt gewesen war. Die waren jedoch allesamt Monarchien und keine westlichen Demokratien. Zwischen 1939 und 1945 war Polen dann von Nazi-Deutschland besetzt. Durch den politischen "Westen" war Polen bisher nicht bedroht.
Der Marsch in der Hauptstadt Warschau hat sich aber über die letzten Jahre zu einer der größten Kundgebungen rechter und rechtsextremer Kräfte in Europa entwickelt. Mithilfe dieses politischen Lagers in Polen errang Nawrocki Anfang Juni seinen knappen Sieg bei der Präsidentenwahl.
Ü-Eier-Klau in Hoyerswerda - Diebin wehrt sich, Polizei muss anrücken
Supermarktmitarbeiter haben in Sachsen eine Diebin überführt, die 60 Überraschungseier und mehrere Tafeln Schokolade stehlen wollte. Sie wehrte sich gegen ihre Festsetzung, wie die Polizei in Görlitz mitteilte. Der Vorfall ereignete sich demnach am Montagnachmittag in einem Supermarkt in Hoyerswerda. Die 42-Jährige hatte Süßwaren im Gesamtwert von rund 120 Euro eingesteckt. Da sie sich gegen die Mitarbeiter wehrte, rückte die Polizei an. Sie nahm die 42-Jährige mit aufs Revier. Später wurde sie von dort wieder entlassen.
Neues vom Stadtbild: Toter Einzelhandel macht unsexy
Die Facette in der durch Kanzler Merz entfachten "Stadtbild"-Debatte ist kaum beleuchtet worden, aber wesentlicher Bestandteil: Das Sterben des Einzelhandels und damit wahlweise die Leere oder die Austauschbarkeit von Innenstädten. Die Diskussion wird allerdings schon seit mindestens 10 bis 15 Jahren geführt. Nun aber wird es ernsthaft existenziell, sagt der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Alexander von Preen, der "Welt".
"Aktuell sehen wir einen Kampf um jeden Kunden und um jedes neue Jahr oder sogar jeden neuen Monat", erklärt er. Vor allem die kleinen, inhaber- und familiengeführten Geschäfte ohne große Organisation im Hintergrund hätten stark zu kämpfen. Der Umsatzanteil von kleinen Läden und Boutiquen, sank laut HDE auf elf Prozent. Vor 15 Jahren habe diese Quote noch bei 22 Prozent gelegen. Betroffen vom Ladensterben seien praktisch alle Formate - Mode, Spielzeug oder Haushalts- und Eisenwaren, aber auch Lebensmittel. Die Vielfalt gehe verloren und damit "die Möglichkeiten, sich inspirieren zu lassen". Wenn es nur noch die großen Ketten und die Flagship-Stores einzelner Marken gibt, "wird es unsexy". Dann verlören die Städte an Attraktivität.
Als Gründe für den Strukturwandel nannte von Preen stark gestiegene Kosten für Mieten, Energie und Personal, mangelnde Frequenzen in den Innenstädten, aber auch die Schnäppchenmentalität der Verbraucher. "Jeder ist nur noch auf der Suche nach Rabatten - und hinterher wird dann geklagt, dass die kleinen Läden verschwinden." Großes externes Problem bleibt der Onlinehandel, der seit Jahren stationären Geschäften Kundschaft abjagt. Es ist eben nicht nur Geiz geil, sondern auch Bequemlichkeit.
Schlittschuhlaufen unter hängenden Weihnachtsbäumen
Lichtkünstler Christopher Bauder ist der kreative Kopf der Kunstinstallation "Winterlights" in Berlin. 600 geschmückte Weihnachtstannen hängen kopfüber von der Decke, während Besucher klangvoller Techno-Musik lauschen und eislaufen können.
Christian Lindner folgt seinem Herzen - und geht in die Autobranche
Eine (zu) große Nähe zu deutschen Autobauern wurde Christian Lindner bereits unterstellt, als er Bundesfinanzminister war. Nun ist er politischer Privatier und kann für seine Herzensbranche arbeiten. Und das tut er auch. Wie Lindner auf Facebook schreibt, wird er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Autoland AG. "Dass es die Autobranche ist, wird niemanden überraschen, der meine persönlichen Leidenschaften kennt", schreibt er dort.
Autoland AG ist nach eigenen Angaben der größte markenunabhängige Automobilhandelskonzern Deutschlands. Die Firma beschäftigt rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an über 30 Standorten. Die Firmenzentrale liegt in Sandersdorf-Brehna in Sachsen-Anhalt.
"Christian Lindner ist einer der profiliertesten Verfechter der individuellen Mobilität", sagte Firmengründer Wilfried Wilhelm Anclam laut Mitteilung. Mit ihm steigere die Autoland AG ihre Bekanntheit deutlich.
Ohne Polizei und Ordnungsamt - Abschlepper kassieren ab
Abschleppfirmen auf Beutezug: In Halle an der Saale geraten ahnungslose Autofahrer ins Visier fragwürdiger Abschlepper. Ohne Polizei und Ordnungsamt kassieren sie kräftig ab - und das mitten in der Innenstadt. Was legal ist und was nicht, zeigt dieser Fall.
Glühwein wird teurer - In einem Bundesland sparen Sie deutlich
Der Preis für eine Tasse Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt ist in diesem Jahr erneut gestiegen: Im Schnitt werden 4,54 Euro ohne Pfand fällig und damit sieben Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen Coupons.de mitteilte. Im Vergleich zu 2023 betrug der Anstieg demnach sogar 15 Prozent. Teuer ist Glühwein vor allem in Großstädten und auf bei Touristen beliebten Weihnachtsmärkten. Der Gutscheinanbieter Coupons.de ermittelte die Preise für eine Tasse roten Glühwein ohne Pfand.
Am günstigsten ist der Glühwein demnach in Zwönitz und Annaberg-Buchholz im Erzgebirge mit 3,00 oder 3,50 Euro. Auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im Westend, am Kölner Dom, auf dem Santa Pauli im Hamburger Ausgehviertel sowie vor dem Westfield in Hamburgs Hafen City kostet ein Becher Glühwein 5,00 Euro, auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin können sogar 7,50 Euro fällig werden. Als Grund für die Preissteigerungen nannten Markt- und Standbetreiber demnach höhere Energiepreise, höhere Standgebühren und höhere Personalkosten.
Bauer muss 400 Tonnen Kartoffeln wegwerfen
Die überraschend guten Wetterbedingungen führen 2025 zu einer guten Kartoffelernte. Zum Nachteil von Christian Schridde, der nun 400 Tonnen überschüssige Kartoffeln wohl im Müll entsorgen muss. Selbst Wohlfahrtsverbände nehmen die geschenkten Lebensmittel oft nicht an.
Ex-RKI-Chef Wieler kontert Spahn: Hatten keine "Pandemie der Ungeimpften"
Für das Robert-Koch-Institut (RKI) hat es nach Worten seines früheren Präsidenten Lothar Wieler keine "Pandemie der Ungeimpften" gegeben. "Im Robert Koch-Institut hatten wir nicht die Ansicht, dass es eine Pandemie der Ungeimpften ist", sagte Wieler im Thüringer Corona-Untersuchungsausschuss. Für das RKI sei es keine korrekte Begrifflichkeit gewesen.
Der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte den Begriff verwendet - etwa im September 2021 bei Twitter: "Bei Inzidenz und auf Intensivstationen sehen wir: Wir erleben eine anwachsende Pandemie der Ungeimpften. Alle, die können, sollten sich ihren Schutz holen!", schrieb Spahn damals. Inzwischen ist er Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.
Der Thüringer Corona-Untersuchungsausschuss soll Fehler und Versäumnisse der Politik in der Corona-Pandemie aufklären und Handlungsempfehlungen für die Zukunft ableiten. Neben dem Untersuchungsausschuss gibt es im Freistaat noch eine Enquete-Kommission, die auf die Erfahrungen blicken soll, die in der Corona-Pandemie gesammelt wurden, und Handlungsempfehlungen für künftige Pandemie- oder sonstige Gesundheitskrisenlagen erarbeiten soll.
Eine der höchsten Brücken der Welt stürzt ein
In der chinesischen Provinz Sichuan kracht ein Pfeiler der Hongqi-Brücke aufgrund eines Erdrutsches zusammen. Die Balkenkonstruktion gehört zu den höchsten Brücken der Welt. Die Höhe des entstandenen Schadens wird ermittelt.
Bericht: Vier BSW-Landtagsabgeordnete in Brandenburg verlassen die Partei
In der Brandenburger BSW-Landtagsfraktion sollen vier Abgeordnete die Partei verlassen haben. Nach Informationen der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (PNN) sind die Abgeordneten Reinhard Simon, André von Ossowski, Melanie Matzies und Jouleen Gruhn aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht ausgetreten. Konkreter Anlass soll nach Angaben Gruhns die letzte Sitzung der BSW-Landtagsfraktion gewesen sein. Darin sei noch einmal über den Umgang mit den Medienstaatsverträgen beraten worden. "Das hat gezeigt, wie zerrüttet das Vertrauensverhältnis war", soll Gruhn, die auch Landtagsvizepräsidentin ist, erklärt haben. Man wolle aber vorläufig als parteilose Abgeordnete in der Fraktion bleiben. "Wir wollen die verantwortliche Regierungsarbeit weiter fortsetzen."
Absturz von Militärflugzeug C-130 gibt Rätsel auf
Das türkische Verteidigungsministerium informiert über den Absturz eines Transportflugzeugs. An Bord der verunglückten Maschine sollen türkische wie auch aserbaidschanische Einsatzkräfte gewesen seien. Auch Präsident Erdogan meldet sich zu Wort.
Sturz an Lärchwand: Vermisster Bergsteiger tot im Allgäu gefunden
Ein seit Sonntag im Allgäu vermisster Bergsteiger ist tot. Der Leichnam des zuletzt am Prinz-Luitpold-Haus an der Schänzlespitze georteten 32-Jährigen sei unterhalb der Lärchwand auf österreichischem Gebiet gefunden worden, teilte die Polizei in Kempten mit. Der Mann befand sich demnach allein auf einer Bergtour. Den ersten Ermittlungen zufolge rutschte er vermutlich selbst verschuldet aus und stürzte etwa hundert Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände ab.
Schwedisches Duo soll Mord im Namen des IS in hessischer Kleinstadt geplant haben
In Schweden hat ein Terrorprozess begonnen, bei dem auch ein mutmaßlicher Mordversuch in Hessen eine Rolle spielt. Einem 18 Jahre alten Angeklagten wird vor dem Amtsgericht von Stockholm vorgeworfen, einen Terroranschlag auf ein Kulturfestival im Herzen der schwedischen Hauptstadt geplant zu haben. Zusammen mit einem mitangeklagten 17-Jährigen muss er sich außerdem wegen versuchten Mordes in der hessischen Kleinstadt Eppstein verantworten. Schwedische Medien berichteten, dass der 18-Jährige die Beteiligung an einer Terrororganisation über seinen Anwalt gestanden habe. Dabei handelt es sich um die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
Den Mordversuch bestritt er dagegen ebenso wie der 17-Jährige - der 18-Jährige gestand den Berichten zufolge aber, in Deutschland gewesen zu sein und eine Drohung ausgesprochen zu haben. Die schwedische Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem vor, im Sommer 2024 nach Eppstein bei Frankfurt gefahren zu sein, um dort einen Mann zu töten - nach eigener Auffassung im Auftrag des IS.
Projekt "Faser" - Bundeswehr darf für knapp 19 Milliarden Euro shoppen
Die Bundesregierung will für die Ausstattung der Bundeswehr mit neuer Bekleidung und persönlicher Ausrüstung in den kommenden Jahren fast 19 Milliarden Euro bereitstellen. Dies geht aus der sogenannten Bereinigungsvorlage des Finanzministeriums für die abschließenden Beratungen des Haushaltsausschusses zum Etat 2026 hervor. Für das Projekt mit dem Namen "FASER" soll demnach eine sogenannte Verpflichtungsermächtigung in Höhe von rund 18,7 Milliarden Euro geschaffen werden. Mit diesen Ermächtigungen kann sich die Regierung für Ausgaben in künftigen Jahren rechtlich binden. Die Ausgaben für das Projekt sind bis in das Jahr 2034 gestreckt. Für das kommende Jahr sind bereits knapp vier Milliarden Euro eingeplant.
Als Begründung wird in dem Papier lediglich ein "Mehrbedarf" für das Projekt genannt. Hintergrund ist, dass die Bundeswehr bis Mitte der 30er Jahre auf mindestens 460.000 Soldaten von derzeit etwa 280.000 anwachsen soll.
Darüber hinaus plant die Regierung, für die Beschaffung neuer Radpanzer für die sogenannten mittleren Kräfte der Bundeswehr langfristig rund 7,5 Milliarden Euro ein. Auch hierfür soll eine Verpflichtungsermächtigung erteilt werden, die sich bis zum Jahr 2037 erstreckt. Parlamentskreisen zufolge geht es dabei um die Großbestellung für den Radpanzer Boxer, von denen zwischen 3000 und 5000 Stück gekauft werden könnten.
Autofahrer hebt ab und fliegt über lange Treppe
In Brasilien kommt ein Autofahrer auf dem Weg nach Hause von der Straße ab und fliegt in einer Kurve geradeaus - und eine lange Treppe hinunter. Dutzende Stufen tiefer schlägt der Wagen kopfüber auf. Der Ausgang des Unfalls für den Fahrer grenzt an ein Wunder.
Gefängnis statt Istanbul: Mann am Flughafen Hamburg festgenommen
Ein wegen Steuerhinterziehung gesuchter Mann ist am Hamburger Flughafen verhaftet worden. Der 45-Jährige hatte insgesamt rund 84.000 Euro, bestehend aus einer Geldstrafe, Wertersatz und den Verfahrenskosten, noch nicht bezahlt, wie die Bundespolizei in Hamburg mitteilte. Seit September war er deshalb per Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Heilbronn gesucht worden.
Ursprünglich wollte der Mann am Montagmorgen nach Istanbul fliegen. Weil er seine Schulden jedoch nicht direkt begleichen konnte, sitzt er seitdem in Haft. Denn dem Haftbefehl zufolge standen 167 Tage als Ersatzfreiheitsstrafe gegen ihn aus.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Johanna darf sich nach der Frühschicht im "Tag" in den karnevalesken Nachmittag stürzen. Ab sofort übernehme ich das Ruder und begleite Sie bis in den Abend. Mein Name ist Alexander Schultze und wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir und dertag@ntv.de. Auf geht's!
Paris Jackson gesteht: Drogen ätzten Loch in ihre Nase
Paris Jackson hat ihre Fans bei Tiktok mit einer schockierenden Beichte erschüttert: Durch ihren früheren Drogenkonsum hat die Tochter von Michael Jackson (1958-2009) ein Loch in der Nasenscheidewand. "Ich habe ein sehr lautes Pfeifen, das man hören kann, wenn ich durch die Nase atme", erklärt die 27-Jährige. Die Ursache sei genau das, "was ihr denkt", so Paris, um dann deutlich zu werden: "Nehmt keine Drogen, Kinder. Ich empfehle es nicht, weil es mein Leben ruiniert hat." Entstanden sein soll die Schädigung, als sie etwa 20 Jahre alt war.
Mit einer Handy-Taschenlampe zeigt sie in dem Video, wie das Loch zwischen ihren Nasenlöchern sichtbar wird. "Die Lücke ist so groß, dass ich eine Spaghetti-Nudel von einer Seite zur anderen durchstecken könnte", kommentiert sie in dem Video. Eine Nasen-OP kommt für sie nicht infrage. Zu groß sei die Angst vor einem Rückfall, wenn sie Schmerzmittel nehmen müsste. Im Januar hatte Paris auf Instagram bereits verkündet, seit fünf Jahren clean und trocken von allen Drogen und Alkohol zu sein.
Anklage fordert bis zu 2352 Jahre Haft für Erdogan-Gegner Imamoglu
Knapp acht Monate nach der Festnahme und Absetzung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu hat die Staatsanwaltschaft dem Staatssender TRT zufolge bis zu 2352 Jahre Haft für den populären Oppositionspolitiker gefordert. Die Anklage wirft dem Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdogan unter anderem Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung sowie Bestechung und Geldwäsche vor, wie die Istanbuler Staatsanwaltschaft mitteilte.
Magdeburger Weihnachtsmarkt: Haseloff schaltet sich in Streit ein
Die Menschen in Magdeburg haben es schwer in diesen Tagen: Der Mammutprozess gegen den Attentäter hat begonnen, dann bekommt der Weihnachtsmarkt keine Genehmigung. Nun hat sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU in den Fall des vorläufig wegen Sicherheitsbedenken nicht genehmigten Weihnachtsmarkts eingeschaltet. Die parteilose Magdeburger Oberbürgermeisterin Simone Borris sagte, Haseloff habe sie angerufen und ihr gesagt, dass die Landesregierung die Lage "sehr ernst" nehme. Haseloff habe außerdem den Leiter des für die nicht erteilte Genehmigung verantwortlichen Landesverwaltungsamts dazu gebracht, dass dieser bereits am morgigen Mittwoch statt wie geplant Freitag neu mit der Stadt über die Genehmigung berate.
Borris forderte das Landesverwaltungsamt auf, die aufgestellten Auflagen zur Terrorabwehr für den vor knapp einem Jahr zum Anschlagsziel gewordenen Weihnachtsmarkts zurückzunehmen. Es gebe keine gesetzliche Grundlage für solche Auflagen, sagte sie. Viele Bürgermeister anderer Städte in Deutschland hätten sich bei ihr gemeldet - diese Sichtweise des Landesverwaltungsamts drohe einen Präzedenzfall zu schaffen. In der Begründung der Nichtgenehmigung heißt es, der Veranstalter schaffe ein "potenzielles Anschlagsziel" mit dem Weihnachtsmarkt. Borris sagte, sie wolle erreichen, dass dieser Aspekt gestrichen werde. "Nicht wir sind ursächlich dafür, dass ein Attentat passieren kann." Terrorabwehr sei eine staatliche Aufgabe. Dies solle bei dem morgen stattfindenden Gespräch kurzfristig geklärt werden.
Aus App-Store gelöscht: China geht gegen beliebte Dating-Apps für Schwule vor
Nanu, wo ist denn die Dating-App hin? In China gehen die Behörden gegen beliebte Dating-Apps für Schwule vor. Wie der US-Konzern Apple der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, wurden die Apps Blued und Finka auf Anweisung der Internetbehörde aus dem chinesischen App-Store entfernt. Auch auf Android-Handys waren beide Apps nicht mehr verfügbar. Eine Einstiegsversion von Blued stand im chinesischen App-Store von Apple zunächst allerdings noch zur Verfügung. Nutzer, die die Apps bereits installiert hatten, konnten sie den Angaben zufolge zudem weiterhin nutzen. Ist das jetzt ein weiterer queerfeindlicher Schritt der chinesischen Regierung? Seit 1997 ist Homosexualität in China zwar nicht mehr strafbar. Doch seit einigen Jahren gehen die Behörden wieder verstärkt gegen die LGBTQ-Gemeinschaft vor. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.
Die Firma Newborn Town aus Hongkong, die beide Apps betreibt, gab auf Anfrage bislang keine Stellungnahme ab. Auch die chinesische Internetbehörde war zunächst nicht zu erreichen.
Jugendgründung: AfD-Spitze steht ohne Hotel in Gießen da
Die AfD will eine neue Jugendorganisation gründen. In Gießen soll das am 29. November geschehen. Doch jetzt hat die Partei-Spitze ein Problem: Sie hat keine Unterkunft mehr. Das gab Parteivize Kay Gottschalk kurz vor der geplanten Gründungsversammlung an. Das Hotel für den Bundesvorstand und der Caterer seien gekündigt worden, sagte Gottschalk vor Journalisten in Berlin. Er sprach davon, dass das Hotel unter Druck gesetzt worden sei, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. "Und dann müssen wir uns halt nach Ersatz umsehen", sagte er. Weitere Details waren von der AfD auf Nachfrage nicht zu erhalten.
Die AfD hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz im Mai 2025 als gesichert rechtsextrem eingestuft. Die neue Jugendorganisation, die wahrscheinlich "Generation Deutschland" heißen wird, soll eng an die Partei gebunden werden, um mehr Durchgriff auf die Parteijugend zu bekommen. Mit der früheren Jugendorganisation JA gab es da Probleme für die AfD. Der Verfassungsschutz hatte sie als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.
Schlagzeilen am Mittag
Elefant rammt Stoßzähne in Jeep - und verfehlt Menschen nur knapp
Im indischen Mettupalayam dringt ein Elefant auf das Gelände eines forstwissenschaftlichen Instituts ein. Als die Förster versuchen, das Tier zurück in den Wald zu scheuchen, stürmt der Dickhäuter auf ihr Auto zu und wird von den Förstern angefahren. Unter lautem Geschrei ergreift der Riese schließlich die Flucht.
Unbekannte leiten Benzin in Kanalisation - Explosion in Saarbrücken
In Saarbrücken ist es in der Kanalisation zu einer Explosion gekommen. Der Grund: Unbekannte sollen Benzin oder eine benzolhaltige Substanz in die Kanalisation eingeleitet haben. Wie die Landespolizeidirektion Saarland mitteilt, flogen zwei Kanaldeckel hoch. In einem Haus wurde ein Siphon beschädigt. Mehrere umliegende Häuser wurden geräumt. Nach rund zwei Stunden konnten die Anwohner wieder zurück in ihre Häuser. Wie es zur Entzündung des Benzins kam, ist bislang unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion auf.
Auf dem Weg in Hurrikan-Gebiet: Flugzeug stürzt kurz nach Start in Teich
In Floral Springs im US-Bundesstaat Florida stürzt ein Flugzeug kurz nach dem Start in einen Teich. Eigentlich sollte die Maschine Hilfsgüter nach Jamaika bringen. Mindesteins zwei Menschen sterben bei dem Unglück - eine Bergungsaktion ist eingeleitet. Eine Überwachungskamera filmt das Unglück.
Songtexte-Streit mit ChatGPT: Gema siegt vor Gericht gegen OpenAI
Das Landgericht München bremst OpenAI und seine Künstliche Intelligenz ChatGPT. Die Nutzung von Liedtexten durch den US-Konzern verstößt in den Augen der Richter gegen das Urheberrecht. Sie gaben damit einer Klage der deutschen Verwertungsgesellschaft Gema recht, die konkret wegen neun Liedern geklagt hatte - darunter bekannte Titel wie "Atemlos", "Männer" von Herbert Grönemeyer, "Über den Wolken" von Reinhard Mey und "In der Weihnachtsbäckerei" von Rolf Zuckowski. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Texte waren zum Training von ChatGPT verwendet.
Mann wegen Aufrufen zu Anschlägen auf Politiker in Dortmund festgenommen
Noch heute soll er vor den Ermittlungsrichter: Die Bundesanwaltschaft lässt einen Deutschpolen festnehmen, der im Darknet unter anderem zu Anschlägen auf Politiker aufgerufen haben soll. Martin S. habe auf seiner Plattform auch Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen veröffentlicht und Spenden eingefordert, die als "Kopfgeld" ausgelobt werden sollten, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. S. soll noch heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.
"Thriller" wieder in den Top Ten: Michael Jackson bricht Rekord
Halloween und Biopic bescheren Michael Jackson posthumen Meilenstein: Michael Jackson (1958-2009) kehrt mit seinem Hit "Thriller" in die Top Ten der Billboard-Charts zurück und schreibt damit Musikgeschichte. Wie das US-Branchenmagazin "Billboard" berichtet, ist er nun der einzige Künstler mit einer Top-Ten-Platzierung in gleich sechs Jahrzehnten. Damit übertrifft der "King of Pop" den Musiker Andy Williams (1927-2012), der bis zu seinem Tod im Jahr 2012 in fünf Jahrzehnten Top-10-Platzierungen innehatte.
Und der Hype wird wohl spätestens im Frühjahr noch größer werden: Im April soll das von Antoine Fuqua inszenierte Biopic "Michael" wieder in die Kinos kommen. Der erste, Anfang November veröffentlichte Trailer brach sofort einen Rekord: Er erreichte laut "The Hollywood Reporter" innerhalb der ersten 24 Stunden weltweit 116,2 Millionen Aufrufe und ist damit der meistgesehene Trailer für ein Musik-Biopic in der Geschichte.
Ausflugsschiff mit Kreuzfahrt-Touris in der Karibik gesunken
Sie wollten einen schönen Trip in der Karibik unternehmen, aber dieser endete dramatisch in Seenot: Ein Ausflugsboot der "Mein Schiff 1" mit 55 Touristinnen und Touristen an Bord ist Medienberichten zufolge vor Küste der Dominikanischen Republik gekentert. Als der Katamaran in der Bucht von Samaná plötzlich sank, stürzten alle Menschen an Bord ins Meer. Die dominikanische Marine eilte zur Rettung der Schiffbrüchigen. Die Passagierinnen und Passagiere wurden zur medizinischen Kontrolle in nahe gelegene Einrichtungen gebracht. Bei dem verunglückten Boot soll es sich um den zwölf Meter langen Katamaran "Boca de Yuma" handeln, der einem regionalen Ausflugsanbieter gehört. Das schreibt das nicaraguanische Portal "El Nuevo Diario" und veröffentlichte eine Aufnahme, auf der Menschen um ein gesunkenes Boot herum im Wasser schwimmen. Ein "innerer Rumpfschaden" könnte die Ursache für das schnelle Sinken des Boots gewesen sein.
Rote Ampel ignoriert? Auto kollidiert mit Regionalbahn
Wenn man eine Ampel nicht ignorieren sollte, dann ist es wohl die an einem Bahnübergang: Ein Autofahrer im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein hatte sehr großes Glück im Unglück bei einer Kollision mit einer Regionalbahn zu. Nach Angaben der Polizei, habe der Autofahrer gestern Abend an dem unbeschrankten Bahnübergang vermutlich die rote Ampel ignoriert und sei mit seinem Wagen im Versuch, über die Gleise zu fahren, mit der Bahn zusammengestoßen. Dabei wurde sein Beifahrer leicht verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Lust auf einen Filmdreh? Deutsche Minderheit in Dänemark sucht Komparsen
Lust auf einen Filmdreh? Die deutsche Minderheit in Dänemark sucht Komparsen für eine Spielfilmproduktion im Grenzland. Seit dieser Woche laufen die Hauptdreharbeiten für den Psychothriller "Haus Quickborn", wie der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) mitteilt. Für den Dreh am Deutschen Gymnasium in Aabenraa (Apenrade) am 16. November fehlt es noch an ein paar Komparsen. Doch noch größer ist die Chance, am Filmset dabei zu sein, am 1. Dezember für den Drehtag in der Schweizerhalle – Tønder Kulturhus. Wer beim Dreh i mitmachen Aabenraa möchte, hat noch bis morgen Zeit sich zu bewerben. Interessierte können sich hier bewerben.
Das Haus Quickborn gibt es übrigens wirklich. Es ist ein altes Gebäude der deutschen Minderheit in Dänemark und liegt im kleinen Ort Kollund auf der dänischen Seite der Flensburger Förde. "In unserer fiktiven Geschichte birgt es die Schatten der Vergangenheit und wird zum Schauplatz einer Auseinandersetzung mit Erinnerung und Identität", sagte der Kulturkonsulent des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Uffe Iwersen. Der Spielfilm ist auch ein Beitrag zur Aufarbeitung eines Stücks Geschichte. "Er ist ein Beitrag zur Aufarbeitung der dunklen Nazigeschichte der deutschen Minderheit in Dänemark", sagte Iwersen laut Pressemappe zum Film. Es werde ein unterhaltender, spannungsgeladener Mutmacher mit Blick nach hinten, aber vor allem nach vorn.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Am Geburtstag arbeiten? Das macht keiner gern, oder? Deshalb feiert Bundeskanzler Friedrich Merz heute auch ein wenig im Reichstagsgebäude - zumal es ein runder Geburtstag ist: Anlässlich seines 70. Geburtstags wird der CDU-Politiker von seiner Bundestagsfraktion mit "Rambo Zambo" ... äh, nein, aber mit einem Empfang gefeiert. Bei einem Kanzler ist "im kleinen Kreis" wahrscheinlich schwierig: Etwa 300 Gäste sind eingeladen, darunter Familienmitglieder, alle Bundestagsabgeordneten und die Unions-Ministerpräsidenten. Auch die Fraktionschefs von SPD und Grünen, Vizekanzler Lars Klingbeil von der SPD sowie ehemalige Fraktionschefs der Union werden erwartet. Wer fehlt: Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat wegen einer Israel-Reise allerdings abgesagt. Welche Termine heute noch anstehen? Gefeiert wird auf jeden Fall nicht nur in Berlin:
Zum Karnevalsauftakt werden in Köln wieder Zehntausende Feiernde erwartet. Besonders in der Altstadt und im Studentenviertel dürfte es voll werden.
EuGH entscheidet über Zukunft von Mindestlohnrichtlinie: Der Europäische Gerichtshof urteilt, ob das 2022 per Mehrheitsentscheidung beschlossene EU-Regelwerk mit den europäischen Verträgen im Einklang steht.
COP30 in Brasilien: Rund 200 Staaten verhandeln bei der UN-Weltklimakonferenz zwei Wochen lang darüber, wie die Erderwärmung eingedämmt werden kann.
Block-Prozess: In dem Verfahren um die Entführung der Block-Kinder will das Hamburger Landgericht zwei für IT-Sicherheit verantwortliche Mitarbeiter der Block-Unternehmensgruppe als Zeugen hören.
Vor dem Landgericht Bielefeld beginnt der Prozess gegen ein mutmaßliches Schleuser-Netzwerk, das Frauen und Transmenschen aus Thailand nach Deutschland gebracht und hier zur Prostitution gezwungen haben soll.
Parlamentswahl im Irak: Mehr als 21 Millionen Menschen sind wahlberechtigt und können bis 18.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) ihre Stimme abgeben.
Was darf ChatGPT mit Songtexten tun? Das Landgericht München I will sich zur Klage der Verwertungsgesellschaft Gema gegen den ChatGPT-Betreiber OpenAI äußern.
Fragen, Vorschläge, Hinweise und Kritik erreichen mich am besten per Mail an: johanna.ohlau(at)ntv.de.
Bericht: Polizist ändert Geschlechtseintrag - für Beförderung?
Ein Polizeikommissar soll einem Bericht zufolge seinen Geschlechtseintrag auf weiblich geändert haben, um beruflich davon zu profitieren. Wie das Düsseldorfer Polizeipräsidium dem "Kölner Stadt-Anzeiger" bestätigte, hat die Behördenspitze die Beamtin wegen versuchten Betruges angezeigt und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. "Der früher männliche Kollege hatte seinerseits mehrfach an unterschiedlichen Stellen im Kollegenkreis aktiv, explizit und plakativ zum Ausdruck gebracht, dass er seinen Geschlechtseintrag nur ändern lassen wolle, um von der behördlichen Frauenförderung im Beurteilungs- und Beförderungswesen zu profitieren. Im Anschluss an eine Beförderung werde er dies erneut ändern und rückgängig machen um zeitnah als Mann heiraten zu können", teilt ein Pressesprecher mit. Die Behörde habe dies "als nachhaltige, nicht zu rechtfertigende Störung des Betriebsfriedens bewertet und die bei Anhaltspunkten für ein mögliches strafbares oder dienstpflichtwidriges Verhalten üblichen Schritte eingeleitet".
Die Beamtin klagt beim Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen die Verfügung ihres Dienstherrn. Der Verwaltungsrechtler Christoph Arnold, der ihre rechtlichen Interessen vertritt, wirft der Düsseldorfer Polizeipräsidentin eine queerfeindliche Haltung vor. "Dass nun gerade von der Polizeipräsidentin queerfeindliche Ressentiments kommen, ist besonders enttäuschend", monierte der Bonner Anwalt. Die Polizeichefin bezeichnete diesen Vorwurf als "absurd".
Zugeklebt: Gipfelkreuz an Zugspitze muss restauriert werden
Sticker-Wut statt goldener Glanz auf Deutschlands höchstem Berg: Das bekannte Gipfelkreuz an der Zugspitze strahlt nicht mehr und soll deshalb restauriert werden. Es ist mit Hunderten Stickern beklebt, mit denen sich Besucher dort verewigt haben. Die Demontage und der Transport des 4,88 Meter hohen und 300 Kilogramm schweren Kreuzes ins Tal sind aufwendig. Ein Helikopter holt es am Gipfel in 2962 Metern Höhe ab. Im Tal wird es auf einem Lastwagen in die Werkstatt der Kunstschmiedin Andrea Würzinger nach Eschenlohe gebracht. Allein die Restaurierung soll nach Angaben der Bayerischen Zugspitzbahn einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag kosten. Am 28. November zum Start der Skisaison - so hoffen die Zugspitzbahn und die Kunstschmiedin - sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Kreuz an seinen Platz zurückgebracht werden.
Dann wird das Zukleben mit Stickern wieder von vorne beginnen? Die Sticker-Wut der Besucherinnen und Besucher soll in den vergangenen Jahren eskaliert sein: Als das Kreuz, 1993 von Andreas Vater Franz Würzinger gebaut, nach etwa 15 Jahren erstmals nachvergoldet wurde, hätten darauf drei Sticker geklebt, berichtet die Tochter. Bei der Neuvergoldung zum Start der neuen Zugspitzseilbahn 2017 waren es rund 70 - und nun kleben Hunderte Sticker in drei Lagen auf dem Kreuz.
Massenkarambolage auf der A3 - drei Schwerverletzte
Ein 55-Jähriger gerät mit seinem Auto auf der Autobahn 3 bei Wiesbaden ins Schleudern - und löst eine Massenkarambolage mit mehreren Schwerverletzten aus: Insgesamt acht Fahrzeuge werden in einen Unfall verwickelt. 13 Menschen sind verletzt worden, drei von ihnen schwer, wie die Polizei mitteilt. Auch ein Lkw war an dem Unfall beteiligt. Die A3 in Richtung Süden war für mehrere Stunden voll gesperrt.