Der Tag
21. Januar 2025
WZ-Reporter-Janis-peitsch-am-18-Oktober-2017mit Janis Peitsch
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22:30 Uhr

Das war Dienstag, der 21. Januar 2025

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(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen. Bevor hier aber die Lichter ausgehen, möchte ich Ihnen noch folgende Texte ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und eine erholsame Nacht. Machen Sie's gut!

Das war Dienstag, der 21. Januar 2025
22:20 Uhr

Netflix meldet Rekord-Wachstum

Netflix ist bereits die klare Nummer eins beim Videostreaming, wächst aber weiter. Nach einem Rekord-Zuwachs im vergangenen Quartal hat der Anbieter die Marke von 300 Millionen Nutzern geknackt.

Im Vierteljahr mit der zweiten Staffel der südkoreanischen Erfolgsserie "Squid Game" kamen knapp 19 Millionen Nutzer hinzu. Das war etwa doppelt so viel wie von Analysten erwartet - der Videostreaming-Marktführer übertraf damit auch die Prognosen der Wall Street bei Umsatz und Gewinn.

Netflix hat jetzt 301,6 Millionen Kundenhaushalte. Den bisher größten Zuwachs in einem Quartal hatte es mit rund 15 Millionen zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 gegeben. Mit dem Rekord wird Netflix nun allerdings aufhören, Angaben zur Nutzerzahl zu machen. Das war bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden.

Netflix meldet Rekord-Wachstum
21:26 Uhr

Frankreich stellt Haftbefehl gegen Assad aus

Durch Bomben der syrischen Armee starb 2017 ein Franzose in Syrien. Frankreichs Justiz verdächtigt den mittlerweile gestürzten Machthaber Assad der Mitschuld an Kriegsverbrechen - und erlässt einen Haftbefehl.

Die Zeitung "Le Parisien" berichtete, der 59-jährige Franzose sei gestorben, als sein Haus in der südsyrischen Stadt Daraa von Helikoptern der syrischen Armee bombardiert worden sei. Unter Verweis auf Ermittlerkreise schrieb die Zeitung, Frankreichs Justiz vermute, dass Assad den Angriff angeordnet habe.

Auch die dafür notwendigen Mittel soll er demnach zur Verfügung gestellt haben. Die Regierung unter Assad versuchte damals, den Oppositionskräften die Kontrolle über Daraa wieder zu entreißen.

Auch im Zusammenhang mit Giftgasangriffen im August 2013 nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus hat Frankreich einen Haftbefehl gegen Assad erlassen. Bei einem Angriff mit dem Nervengas Sarin waren dort Hunderte Menschen getötet worden.

Frankreich stellt Haftbefehl gegen Assad aus
20:22 Uhr

Industrie gibt Prognose für Milch- und Butterpreise

Für einige Milchprodukte haben Verbraucher im vergangenen Jahr tiefer in die Tasche greifen müssen. Ein Päckchen Butter kostete 2024 im Schnitt rund 2,40 Euro und damit so viel wie noch nie, wie der Milchindustrie-Verband (MIV) mitteilte. Für das Kilo Milch erhielten die Erzeuger im Jahresverlauf durchschnittlich etwa 48 Cent - der zweithöchste Literpreis jemals.

"Wir hoffen, dass wir diesen Schwung auch in das neue Jahr mitnehmen können", sagte der Vorsitzende des Milchindustrie-Verbands (MIV), Detlef Latka. Anhaltend hohe Energiepreise belasteten zwar weiter die Betriebe. Dennoch sei der Blick der Branche auf das gerade begonnene Jahr - trotz des jüngsten Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche - optimistisch.

Entspannung an der Supermarktkasse ist damit also nicht in Sicht.

Industrie gibt Prognose für Milch- und Butterpreise
19:23 Uhr

Letztes Gründungsmitglied von The Band ist tot

Garth Hudson ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der im kanadischen Windsor geborene Musiker war unter anderem bekannt als Mitglied von The Band. Bis zu seinem Tod war Hudson das letzte noch lebende Gründungsmitglied der Gruppe, die mit Hits wie "The Night They Drove Old Dixie Down" oder "The Weight" berühmt wurde.

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(Foto: picture alliance / Photoshot)

Der Nachlassverwalter Hudsons bestätigte dem "Toronto Star", dass der Multiinstrumentalist - darunter Keyboard, Orgel und Saxophon - in einem Pflegeheim in Woodstock im US-Bundesstaat New York im Schlaf gestorben ist.

Einer der berühmtesten Songs von The Band, "The Night They Drove Old Dixie Down", ist in Deutschland insbesondere auch als Coverversion bekannt - als das erstmals 1972 veröffentlichte "Am Tag, als Conny Kramer starb" von Juliane Werding.

Letztes Gründungsmitglied von The Band ist tot
18:27 Uhr

Kuh stürmt Friseursalon und vertreibt Kundschaft

Im chinesischen Nanyang gelingt es einem Rind, während des Verladens in die Freiheit zu entkommen. Eine Kamera in einem Friseursalon hält fest, wie das Tier den Laden stürmt und dort für ordentlich Furore sorgt.

Kuh stürmt Friseursalon und vertreibt Kundschaft
17:45 Uhr

Altkanzler Schröder soll in U-Ausschuss aussagen

Altkanzler Gerhard Schröder hatte führende Posten bei Nord Stream inne. An diesem Freitag soll er im Untersuchungsausschuss des Schweriner Landtags als Zeuge Einblicke geben.

Der Untersuchungsausschuss will die Umstände des Baus der Pipeline für russisches Erdgas klären, die Ende 2021 fertiggestellt wurde, wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine wenig später aber nicht in Betrieb ging. Später wurde sie bei einer Explosion, einem Sabotageakt, schwer beschädigt.

Schröder war Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG und Präsident des Verwaltungsrats der Nord Stream 2 AG und trieb die Fertigstellung der zweiten Nord Stream-Pipeline durch die Ostsee gegen erhebliche Widerstände voran.

Altkanzler Schröder soll in U-Ausschuss aussagen
17:08 Uhr

Gekaufte Follower? JD Vance übertrifft Trump bei Instagram

Nach der Amtseinführung von Donald Trump und JD Vance kontrollieren die beiden nun die offiziellen Instagram-Account-Namen des US-Präsidenten und des Vizepräsidenten. Rund 24 Stunden später zeichnet sich ab: Vizepräsident Vance ist in den sozialen Medien offenbar viel beliebter als der Präsident.

Auf seinem neuen Instagram-Account "vp" konnte JD Vance Stand heute bereits 9,4 Millionen Follower sammeln. Trumps brandneuem "potus"-Account folgen derzeit hingegen nur 2,7 Millionen Menschen.

Geht da alles mit rechten Dingen zu? In der Kommentarspalte unter Vances Posts beschweren sich jedenfalls zahlreiche User, dass sie dem Account nicht eigenständig gefolgt seien. "Wow, der Mann kauft sich Follower", heißt es dort etwa. "Ich habe dir nicht gefolgt, weshalb sehe ich das?", schreibt ein User.

Diese Theorie unterstützt auch ein Blick auf die offiziellen X-Profile von Vance und Trump: Während dem "POTUS"-Account 909.500 Menschen folgen, zählt der "VP"-Account nur 205.000 Follower.

Gekaufte Follower? JD Vance übertrifft Trump bei Instagram
16:14 Uhr

Seltsame Rettungsaktion scheitert - Audi-Fahrer versenkt Auto im See

In Russland bricht ein Angler mit seinem Auto auf einem zugefrorenen See ein - sein Fahrzeug aufgeben möchte der Mann allerdings nicht. Mit einer Schüssel bewaffnet versucht er verzweifelt, das eintretende Wasser abzuschöpfen. Ohne Erfolg muss er letztlich doch aufgeben.

Seltsame Rettungsaktion scheitert - Audi-Fahrer versenkt Auto im See
15:35 Uhr

Pedal verwechselt? Mann überfährt auf Parkplatz seine Frau

Auf einem Hotelparkplatz in Emden kommt es zu einem tödlichen Unfall: Ein Mann will mit seinem Auto aus einer Parklücke fahren und erfasst dabei seine Frau. Die Polizei hat einen Verdacht, wie es dazu kam.

Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 81-Jährige wahrscheinlich versehentlich Gas und Bremse verwechselt. Die 79-Jährige habe ihren Mann einweisen wollen, als dieser rückwärts aus einer Parklücke fahren wollte, so eine Polizeisprecherin. Die Frau starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch an der Unfallstelle auf einem Hotelparkplatz.

Als der Mann aus seinem Wagen ausstieg, rutschte er aus und verletzte sich schwer am Kopf. Er kam in ein Krankenhaus.

Pedal verwechselt? Mann überfährt auf Parkplatz seine Frau
15:00 Uhr

Israels Militärchef tritt wegen "Versagens" zurück

Drei Tage nach Beginn einer sechswöchigen Waffenruhe im Gaza-Krieg und nach Freilassung von drei Geiseln macht der Chef des israelischen Militärs eine wichtige Mitteilung: Er tritt zurück.

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(Foto: picture alliance / CTK)

Als Grund nannte Generalstabschef Herzi Halevi in einer Erklärung "die Anerkennung meiner Verantwortung für das Versagen der israelischen Armee am 7. Oktober". Der Schritt komme zu einem Zeitpunkt, "an dem die israelische Armee wichtige Errungenschaften erzielt hat und sich im Prozess der Umsetzung einer Vereinbarung zur Freilassung der Geiseln befindet". Der Schritt solle am 6. März in Kraft treten, bestätigte ein Armeesprecher.

Mehrere Repräsentanten der Armee hatten nach dem 7. Oktober 2023 bereits ihren Rücktritt erklärt. Viele Israelis werfen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch vor, bislang keine persönliche Verantwortung für das politische und militärische Versagen eingeräumt zu haben.

Israels Militärchef tritt wegen "Versagens" zurück
14:25 Uhr

Gasexplosion bei Bosch in Reutlingen - zwei Tote

Zwei Männer sind nach einer Explosion auf dem Firmengelände von Bosch in Reutlingen ums Leben gekommen. Ein 52-Jähriger verstarb Polizeiangaben zufolge am Morgen noch an der Unfallstelle, sein 44-jähriger Kollege erlag seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Beide waren den Angaben nach Mitarbeiter einer externen Firma.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei trat aus einer im Freien befestigten Gasflasche Silan-Gas aus. Die Ursache ist noch unklar. Silan-Gas wird zur Kalibrierung benutzt. Warnanlagen schlugen an. Als Mitarbeiter nach der Ursache schauen wollten, kam es zur Reaktion des Gases mit der Luft. Die beiden Männer hielten sich in der Nähe auf und wurden von der Explosion erfasst. Ein weiterer Arbeiter erlitt ein Knalltrauma.

Gasexplosion bei Bosch in Reutlingen - zwei Tote
14:17 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine geschätzte Kollegin Friederike Zörner verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.

Los geht's!

Schichtwechsel
13:51 Uhr

Radfahrer bei Streit im Berliner Straßenverkehr niedergestochen

Ein Streit im Berliner Straßenverkehr ist so heftig eskaliert, dass er mit Messerstichen und einem schwer verletzten Radfahrer endete. Der 22-jährige Fahrradfahrer und der Beifahrer eines Autos stritten sich am Montagnachmittag im Ortsteil Gesundbrunnen, wie die Polizei mitteilte. Der Beifahrer stieg dann aus dem Auto, woraufhin der Radfahrer ihn mit Pfefferspray besprüht haben soll. Daraufhin zog der Beifahrer ein Messer und stach auf den Radfahrer ein. Das Opfer erlitt Stich- und Schnittverletzungen an Oberkörper, Hals und Hand. Der Angreifer floh zu Fuß, der Fahrer des Autos verschwand mit seinem Wagen. Sanitäter brachten den verletzten Radfahrer in ein Krankenhaus.

Radfahrer bei Streit im Berliner Straßenverkehr niedergestochen
13:23 Uhr

66 Tote bei Hotel-Brand in türkischem Skigebiet

Bei dem Hotelbrand in einem türkischen Skigebiet sind 66 Menschen getötet worden. 51 weitere seien verletzt worden, sagt der türkische Innenminister Ali Yerlikaya. Der Brand war nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu in der Nacht aus noch ungeklärten Gründen ausgebrochen. Am Vormittag war zunächst von zehn Toten die Rede. (Eintrag von 8.09 Uhr)

30 Feuerwehrautos und 28 Rettungswagen seien zum Einsatzort geschickt worden. Bilder zeigten, wie das Dach und die oberen Stockwerke brannten. Eine Reporterin des Senders CNN Türk sagte, starker Wind erschwere die Löscharbeiten. Auch am Morgen kämpften die Einsatzkräfte weiter gegen die Flammen.

66 Tote bei Hotel-Brand in türkischem Skigebiet
13:17 Uhr

Warum Norwegen auf die deutsche Dunkelflaute schimpft

In den vergangenen Wochen brechen zwei Dunkelflauten über Deutschland herein und die Preise an den Strombörsen explodieren. Deutsche Unternehmen sind wütend, norwegische Verbraucher aber auch, denn sie erleben die höchsten Strompreise seit Jahren.

Energieexperte Bruno Burger findet die Beschwerden nicht ganz ehrlich. Norwegen erzeugt den Strom ohnehin, sagt er. Die norwegische Regierung und der staatliche Energieversorger Statkraft verdienen gutes Geld mit dem Export nach Deutschland. Besonders aber ärgert ihn: Viel häufiger als ungewöhnlich hohe Strompreise sind extrem niedrige. Alle Hintergründe erfahren Sie in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Wieder was gelernt".

Der "Wieder was gelernt"-Podcast

Dieser Text ist eigentlich ein Podcast: "Wieder was gelernt" ist der ntv-Podcast für Neugierige mit Geschichten, die uns schlauer machen.

Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden.

Redaktion: Caroline Amme, Christian Herrmann, Kevin Schulte

Sie haben eine Frage? Schreiben Sie eine E-Mail an podcasts@ntv.de

Warum Norwegen auf die deutsche Dunkelflaute schimpft
12:38 Uhr

Mann zum Sterben auf Gleise gelegt - Angeklagter erinnert sich nicht

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Sie schweigen oder können sich nicht erinnern: Drei Männern aus Litauen wird vorgeworfen, einen Mann gemeinschaftlich getötet zu haben. (Foto: dpa)

Die Tat ist unglaublich: Im April vergangenen Jahres legen drei Männer einen bewusstlosen, von ihnen zusammengeschlagenen Mann auf die Gleise. Dieser wird von einem Zug überrollt und stirbt. Beim heute begonnenen Prozess gegen sie kann sich einer der Angeklagten nach seiner Aussage allen Ernstes nicht an die Tat erinnern. Der 32-Jährige sei entsetzt über die Vorwürfe und könne sich nicht vorstellen, ohne Anlass und Motiv zum Tod des Opfers beigetragen zu haben, erklärte sein Verteidiger vor dem Landgericht in Nürnberg. "Er kannte diesen nicht einmal." Die anderen beiden Angeklagten äußerten sich nicht. Der Anklage zufolge hatten die drei Männer, die allesamt Leiharbeiter aus Litauen sind, das 48-jährige Opfer in Neumarkt in der Oberpfalz gemeinschaftlich aus niedrigen Beweggründen getötet.

Demnach hatten die drei zusammen in einer Monteurunterkunft am Tattag gemeinsam Wodka-Mix-Getränke getrunken. Beim Rauchen im Hof soll der heute 32-Jährige mit dem Opfer aneinander geraten sein - aus einem bis heute nicht geklärten, nichtigen Anlass, sagte Oberstaatsanwältin Claudia Lochmiller. Der Auslöser sei möglicherweise eine unabsichtliche Berührung oder eine von dem Angeklagten als provokant empfundene Äußerung gewesen. Der Angeklagte soll den 48-Jährigen daraufhin zu Boden geschlagen und getreten haben. Dann soll er zusammen mit den heute 22 und 25 Jahre alten anderen Angeklagten den Benommenen zu den nahe gelegenen Bahnschienen geschleppt, bewusstlos geprügelt und auf ein Gleis gelegt haben. Kurze Zeit später erfasste ihn ein Autotransportzug tödlich. Wenige Stunden später nahm die Polizei die drei Männer fest. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Mann zum Sterben auf Gleise gelegt - Angeklagter erinnert sich nicht
12:03 Uhr

Habeck: "Die Leute werden weglaufen, schreiend weglaufen"

Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck ist ein Freund der klaren Worte. Im Rückblick auf die angesichts des Dauerstreits gescheiterte Ampel-Koalition mahnte er, die nächste Regierung dürfe sich nicht so selbst zerlegen. "Die Leute werden weglaufen, schreiend weglaufen", sagte Habeck auf dem "Handelsblatt"-Energiegipfel in Berlin. "Das darf nicht noch einmal passieren." Wenn die nächste Regierung dem Land noch einmal vier Jahre Streit vorführe, "dann hat keiner mehr Lust auf Politik". Deswegen wäre es hilfreich, wenn man sich schon im Wahlkampf vorher überlege, wie man sich aufstelle.

Habeck: "Die Leute werden weglaufen, schreiend weglaufen"
11:45 Uhr

Eis und Feuer: Wetterextreme setzen US-Bürgern zu

Waldbrände an der Westküste in Kalifornien, andernorts eisige Kälte und Schnee: Die USA erleben derzeit starke Wetterextreme. Die südlichen Bundesstaaten Louisiana, Georgia, Alabama, Florida und Mississippi erklärten wegen eines bevorstehenden Wintersturms den Notstand, wie US-Medien berichteten. Das eisige Wetter bekam auch die Hauptstadt Washington zu spüren: Die Vereidigung des neuen Präsidenten Donald Trump wurde nach drinnen in die Rotunde des Kapitols verlegt. Für rund 40 Millionen Menschen in den USA gelten nach Angaben von Meteorologen Wetterwarnungen. Stellenweise seien Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius (minus 22 Grad Fahrenheit) zu erwarten. Schneefall sei selbst im sonst sonnigen Florida möglich. Angesichts der Unwetter seien Hunderte Flüge gestrichen worden, hieß es in örtlichen Medienberichten. Viele Schulen blieben geschlossen.

Rund um Los Angeles wächst derweil wegen der befürchteten Rückkehr gefährlicher Starkwinde die Sorge vor weiteren Bränden. Ein kleineres Feuer war kurz nach Beginn des Warnzeitraums für "extremes Feuerwetter" am Montagnachmittag (Ortszeit) im Griffith Park ausgebrochen, einem auch bei Touristen sehr beliebten Park in den Santa Monica Mountains rund um eine Sternwarte. Die Feuerwehr konnte diesen Brand jedoch schnell löschen.

Eis und Feuer: Wetterextreme setzen US-Bürgern zu
11:22 Uhr

Diese Frau hat bald im Vatikan das Sagen

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Raffaella Petrini ist schon jetzt eine einflussreiche Person im Vatikan. (Foto: picture alliance / KNA)

Anfang des Monats ernannte Papst Franziskus erstmals eine Frau zur Leiterin einer großen Vatikanbehörde: Die italienische Ordensschwester Simona Brambilla leitet künftig das Dikasterium für die Institute des gottgeweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens. Jetzt geht der Pontifex noch einen Schritt weiter. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Aussagen des 88-Jährigen im Fernsehen berichten, soll die italienische Ordensschwester Raffaella Petrini ab März die erste Regierungschefin werden. Sie löst demnach den bisherigen Chef, Kardinal Fernando Vérgez ab, der dann 80 Jahre alt wird. Petrini ist seit 2022 bereits Generalsekretärin.

Wie das katholische Portal "domradio.de" berichtet, wird die 56-Jährige in ihrer neuen Funktion zwar die Nummer Eins im Staat der Vatikanstadt - nicht aber in der Kurie. Bei dem Vatikanstaat und dem Heiligen Stuhl handele es sich trotz der umgangssprachlichen Bezeichnung Vatikan juristisch um zwei verschiedene Völkerrechtssubjekte. An der Spitze beider steht Papst Franziskus. Als Präsidentin des sogenannten Governatorats wird die Franziskanerin laut "Süddeutscher Zeitung" den Staatsverwaltung mit seinen 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen und dabei unter anderem für Personal, Finanzen und Haushalt zuständig sein.

Diese Frau hat bald im Vatikan das Sagen
10:52 Uhr

"Intrigen, Machtspiele": Ex-Grünen-Abgeordneter verlässt die Partei

Der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu ist aus der Partei ausgetreten. Hintergrund sind die Diskussionen um eine parteiinterne Intrige und Belästigungsvorwürfe gegen den Berliner Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar. Die Partei sei nicht mehr die politische Heimat, für die er einst gekämpft habe, erklärte Mutlu in einem offenen Brief an die Bundesvorsitzenden Felix Banaszak und Franziska Brantner sowie an den Berliner Landesvorstand. Seine Kritik richtet sich ausdrücklich gegen den Berliner Landesverband der Partei.

"Intrigen, Machtspiele und eine eklatante Fehlerkultur haben Bündnis 90/Die Grünen zu einer Organisation gemacht, die meine Überzeugungen und Werte nicht länger repräsentiert", schrieb Mutlu, der 14 Jahre Grünen-Abgeordneter im Berliner Landesparlament und von 2013 bis 2017 im Bundestag war. Er trete deshalb mit sofortiger Wirkung aus der Partei aus.

"Intrigen, Machtspiele": Ex-Grünen-Abgeordneter verlässt die Partei
10:27 Uhr

16-Jährige durch Schuss aus illegaler Waffe verletzt

Eine 16-Jährige ist im rheinland-pfälzischen Wörrstadt durch einen Schuss aus einer illegalen Waffe verletzt worden. Gegen einen 22-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, wie die Polizei in Mainz mitteilte.

  • Zu dem Vorfall war es am Montagabend auf dem Parkplatz eines Supermarkts gekommen.

  • In der Nacht wurde der Jugendlichen ein Projektil aus einem Bein entfernt.

  • In den Fokus der Ermittlungen geriet ein 22-Jähriger. Er soll mit einer möglicherweise illegal beschafften Waffe hantiert haben. Dabei löste sich der Schuss.

  • Ob die Tat fahrlässig begangen wurde, soll noch ermittelt werden. Die Waffe wurde in der Nähe des Tatorts gefunden und beschlagnahmt. Der Mann wurde beim Schuss selbst leicht verletzt.

16-Jährige durch Schuss aus illegaler Waffe verletzt
09:51 Uhr

80 Kilometer pro Stunde: Polizei zieht E-Scooter aus Verkehr

Polizisten staunten nicht schlecht, als sie bei einer Verkehrskontrolle in Darmstadt in der vergangenen Woche einen E-Scooter-Fahrer anhielten. Sein Gefährt brachte es nämlich auf eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Gegen den 39-Jährigen wird mittlerweile wegen Urkundenfälschung ermittelt, wie die Beamten in Darmstadt mitteilten.

Der E-Scooter war als Kleinkraftrad mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 Kilometern pro Stunde versichert. In dieser Zulassungsklasse muss es einen Sitz haben. Da der Mann ohne Sitz fuhr, war die Betriebserlaubnis erloschen. Zudem ergab sich der Verdacht, dass der E-Scooter schneller war als erlaubt. Eine Prüfung ergab schließlich, dass er auf bis zu 80 Kilometer pro Stunde beschleunigen konnte.

80 Kilometer pro Stunde: Polizei zieht E-Scooter aus Verkehr
09:24 Uhr

Deutsche finden Habeck sympathisch - aber wenig kompetent

Seit seiner Nominierung als Kanzlerkandidat ist es dem Grünen-Politiker Robert Habeck einer Umfrage zufolge nicht gelungen, sein Image nachhaltig zu verbessern. In einer aktuellen Forsa-Umfrage für den "Stern" erklärten 54 Prozent der Befragten, sie hielten den Grünen-Politiker für sympathisch, aber nur 33 Prozent für kompetent. Im Vergleich zur letzten derartigen Umfrage vom Oktober 2024 legte Habeck in der Sympathie-Wertung um zwei Prozentpunkte zu, bei der Kompetenz verlor er aber drei Prozentpunkte.

Nur in einer weiteren Eigenschaft erreicht Habeck einen Wert von mehr als 50 Prozent: 53 Prozent der Befragten sagten, dass er verständlich rede; 38 Prozent hielten ihn für vertrauenswürdig; 30 Prozent vermuteten, dass er wisse, was die Menschen bewege, und 26 Prozent schätzten ihn als führungsstark ein. Zum Vergleich: In einer ähnlichen Forsa-Erhebung war Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz von 47 Prozent der Deutschen Kompetenz zugesprochen worden, aber nur 24 Prozent fanden ihn sympathisch.

Die Daten wurden vom Meinungsforschungsinstitut Forsa am 17. und 18. Januar telefonisch erhoben. Befragt wurden 1008 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz wurde mit plus/minus drei Prozentpunkte angegeben.

Deutsche finden Habeck sympathisch - aber wenig kompetent
08:50 Uhr

Verletzte nach Reizgasattacke auf Rap-Konzert in Berlin

Bei einem Konzert des US-amerikanischen Rappers JPEGMafia in Berlin ist es zu einer Reizgasattacke gekommen. Die Polizei teilte mit, dass sie am Montagabend gegen 22 Uhr in die Konzerthalle "Huxleys Neue Welt" gerufen wurde. Insgesamt seien mehrere Menschen verletzt worden, die genaue Anzahl sei jedoch noch unklar. Sechs Menschen wurden mit Atemwegsreizungen in Krankenhäuser gebracht. Die übrigen rund 1600 Konzertbesucherinnen und -besucher mussten die Halle räumen und wurden auf dem Parkplatz versammelt. Den Angaben zufolge ist unklar, wie es zu der Tat kam und wer verantwortlich war. Die Ermittlungen laufen.

Verletzte nach Reizgasattacke auf Rap-Konzert in Berlin
08:09 Uhr

Zehn Tote bei Hotel-Brand in türkischem Skigebiet

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30 Feuerwehrautos und 28 Rettungswagen waren im Einsatz. (Foto: dpa)

Bei einem Brand in einem Hotel im türkischen Skiort Kartalkaya sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer sei um 03.27 Uhr gemeldet worden, erklärte der türkische Innenminister Ali Yerlikaya auf X. 32 Menschen seien verletzt worden, hieß es weiter. Kartalkaya liegt in einem beliebten Skigebiet in der Provinz Bolu in Anatolien.

Der Brand war nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu in der Nacht noch aus ungeklärten Gründen ausgebrochen. 30 Feuerwehrautos und 28 Rettungswagen seien zum Einsatzort geschickt worden. Bilder zeigten, wie das Dach und die oberen Stockwerke brannten.

Zehn Tote bei Hotel-Brand in türkischem Skigebiet
07:36 Uhr

Diese Promis waren überraschend bei Trumps Amtseinführung dabei

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Unter anderem die Brüder Jake und Logan Paul waren im Publikum. (Foto: via REUTERS)

Viele Stars haben sich vor der Präsidentschaftswahl gegen Donald Trump ausgesprochen. Doch bei seiner Vereidigung am Montag waren dann doch einige prominente Gesichter im Publikum. So etwa Reality-TV-Star Caitlyn Jenner, die sich als Transfrau offensichtlich nicht davon abschrecken lässt, dass Trump nur zwei Geschlechter akzeptiert. Sie postete auf Instagram: "Ich habe ihn von Tag 1 unterstützt und es war eine Ehre, bei der ersten Amtseinführung dabei zu sein. Glücklicher denn je, zur zweiten zurück zu sein."

Weiter nahm Podcaster Joe Rogan teil, dessen dreistündiges Interview mit Trump und anschließende Unterstützung von manchen als entscheidend für die Wahlentscheidung junger Männer und unentschlossener Wähler angesehen wurden. Rogan postete ein Foto - vermutlich vom Vorabend - mit Trump und Dana White, der ebenfalls bei der Amtseinführung dabei war. Der UFC-CEO ist ein langjähriger Unterstützer Trumps und sprach dieses Jahr auf dem Republikanischen Nationalkonvent. Weitere Prominente, die in der Menge gesichtet wurden, waren die Youtuber und langjährigen Trump-Unterstützer Logan und Jake Paul. Die Brüder saßen im VIP-Bereich der Emancipation Hall. Sie kamen zusammen mit dem MMA-Kämpfer Conor McGregor. Ein weiterer einflussreicher Podcaster und Komiker, Theo Von, war ebenfalls anwesend. Zudem war Eishockey-Legende Wayne Gretzky unter den Gästen.

Diese Promis waren überraschend bei Trumps Amtseinführung dabei
07:12 Uhr

Feuer in Supermarkttoilette - zwei Männer im Krankenhaus

Nach einem Brand in einer Supermarkt-Kundentoilette in Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) sind zwei Männer ins Krankenhaus gebracht worden. Bei dem 38-Jährigen und dem 49-Jährigen bestehe der Verdacht auf Rauchgasintoxikation, teilte die Rostocker Polizei mit. Die Kriminalpolizei ermittle wegen Brandstiftung. Der Supermarkt musste für den Rest des Tages geschlossen bleiben.

Am Nachmittag war es in dem Markt zu einer starken Rauchentwicklung gekommen - ausgehend von der Toilette. Der Brand konnte "durch das sofortige und beherzte Eingreifen von Personen vor Ort" schnell gelöscht werden, wie es hieß. Dennoch war auch die Feuerwehr im Einsatz. Weitere Personen befanden sich zum Zeitpunkt der Rauchentwicklung nicht in dem WC-Raum.

Feuer in Supermarkttoilette - zwei Männer im Krankenhaus
06:59 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, ich hoffe, Sie konnten trotz der sich überschlagenden Ereignisse des gestrigen Tages gut schlafen. Donald Trump ist zurück im Weißen Haus und er legt gleich los mit einem Dekret-Feuerwerk. Per Unterschrift demontiert der 78-Jährige das Vermächtnis seines demokratischen Vorgängers Joe Biden. Ob beim Rückzug aus der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Pariser Klimaabkommen, bei Zöllen oder Migration: Überall gilt fortan das Motto "America First".

Die Folgen dieses Machtwechsels in Washington werden auf der ganzen Welt zu spüren sein. Wie es heute weitergeht, können Sie in unserem Liveticker zur Amtseinführung Trumps nachlesen.

Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:

  • Der Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos steht ganz im Zeichen der großen geopolitischen Krisen. Keine 24 Stunden nach der Vereidigung Trumps will der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj in der Schweiz um Unterstützung für sein angegriffenes Land werben. Auch Kanzler Olaf Scholz und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, der in Davos als Oppositionsführer im Bundestag angekündigt ist, werden Reden halten.

  • Das Statistische Bundesamt legt Zahlen zur Kitabetreuung vor: Betreuungszeiten, pädagogisches Personal, Anerkennungsverfahren für die Jahre 2014 bis 2024.

  • Der Verband der Automobilindustrie hält um 10 Uhr seine Pressekonferenz zum Jahresauftakt ab.

  • Mit der Rückkehr gefährlicher Starkwinde wächst in Los Angeles die Sorge vor weiteren verheerenden Bränden.

  • Auf die deutschen Handballer wartet zum Auftakt der WM-Hauptrunde der erste richtige Härtetest. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason ist gegen Titelverteidiger Dänemark (ab 20.30 Uhr/ARD und Sportdeutschland.TV) klarer Außenseiter.

  • Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen wollen in der Champions League heute um 21 Uhr einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gehen. Der BVB tritt am vorletzten Spieltag der Ligaphase beim bislang noch sieglosen FC Bologna an. Meister Leverkusen ist bei Atlético Madrid gefordert. Zudem spielt der VfB Stuttgart bei Slovan Bratislava.

  • In London beginnt ein von Prinz Harry angestrengtes Zivilverfahren gegen den Verlag der Boulevardzeitung "The Sun" wegen mutmaßlich rechtswidriger Informationsbeschaffung.

  • Die Berlinale will ab 11 Uhr bekannt geben, welche Filme in das Rennen um den Goldenen Bären gehen.

Kommen Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Kritik erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:52 Uhr

CDU-Politiker Frei stellt "faktischen Aufnahmestopp" in Aussicht

Donald Trump würde das sicherlich gefallen: CDU-Politiker Thorsten Frei hat angekündigt, dass die CDU im Fall eines Wahlsiegs die Aufnahme von Flüchtlingen unverzüglich durch Zurückweisungen an den Grenzen stoppen will. "Falls die Bürgerinnen und Bürgerinnen uns einen Regierungsauftrag geben, werden wir durch Zurückweisungen umgehend einen faktischen Aufnahmestopp durchsetzen", sagte der erste parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

"Das ist unser Ziel", sagte Frei weiter. "An die Stelle des unkontrollierten Zuzugs muss dann mittelfristig die kontrollierte Aufnahme von eng begrenzten Kontingenten treten." Der CDU-Politiker verwies auf die Einigkeit von CDU und CSU. "Die Forderung der CSU, das Grundrecht auf Asyl zu ändern, und die Drittstaatenlösung aus unserem gemeinsamen Wahlprogramm führen in der Praxis zum selben Ergebnis", fuhr Frei fort. "Bei beiden Konzepten geht es darum, die Kontrolle über die Migration zurückzugewinnen und die Zahl der Aufnahmen klar zu begrenzen."

CDU-Politiker Frei stellt "faktischen Aufnahmestopp" in Aussicht
06:19 Uhr

Erdrutsche in Urlaubsparadies fordern Todesopfer

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Einsatzteams suchten nach einem Erdrutsch im Dorf Ubung Kaja nach Überlebenden und Opfern. (Foto: dpa)

Bei zwei Erdrutschen auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Auslöser war den Behörden zufolge lang anhaltender Starkregen. Zunächst gingen am Sonntagabend (Ortszeit) Gesteinsmassen auf ein Haus im Dorf Pikat im Bezirk Klungkung nieder, wie der örtliche Katastrophenschutz mitteilte. Vier Menschen wurden getötet und vier weitere verletzt, eine Person wird noch vermisst. Die Rettungsarbeiten wurden durch schlechtes Wetter und extrem steiles Gelände behindert.

Am Montagmorgen ging in der Ortschaft Ubung Kaja im Bezirk der Hauptstadt Denpasar dann ein weiterer Erdrutsch nieder, der ein Haus unter Erde und Schutt begrub und weitere beschädigte. Auch hier starben vier Anwohner, nach einem Vermissten wird noch gesucht. Das Fernsehen zeigte Aufnahmen von den Sucharbeiten mithilfe von Spürhunden. Bagger räumten Trümmer beiseite. Die Behörden warnten, dass die anhaltenden Regengüsse und Gewitter weitere Katastrophen wie Überschwemmungen und Sturzfluten auslösen könnten.

Erdrutsche in Urlaubsparadies fordern Todesopfer
05:52 Uhr

Wissing: "Ich habe keine Freunde verloren"

Verkehrsminister Volker Wissing ist davon überzeugt, dass er durch seinen Austritt aus der FDP und seinen Verbleib in der Bundesregierung keine echten Freunde verloren hat. "Einige Bekannte haben öffentlich Kritik geübt. Ich empfinde es aber nicht so, Freunde verloren zu haben", sagte Wissing dem Berliner "Tagesspiegel". Wer seine Haltung nicht nachvollziehen könne, habe ihn entweder nie gekannt oder sei nie sein Freund gewesen.

Nach dem Bruch der Ampel-Koalition am 6. November hatte Wissing nach 26 Jahren seinen Austritt aus der FDP erklärt. Seinen Verbleib in der Bundesregierung rechtfertigte er mit seiner persönlichen Überzeugung. Bis zur Bundestagswahl führt Wissing auch das Justizministerium, das zuvor von seinem damaligen Parteifreund Marco Buschmann geleitet wurde. Er habe sich in erster Linie dafür entschieden, seiner Verantwortung gerecht zu werden, bekräftigte Wissing in dem Interview. Es habe keinen triftigen Grund für einen Rücktritt gegeben. "Die Konsequenz daraus war, dass ich meine Partei verlassen musste, weil die FDP in die Opposition ging."

Wissing: "Ich habe keine Freunde verloren"