Dienstag, 21. Juli 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 21. Juli

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Schluss blicken wir noch kurz nach Österreich: Nach mehreren negativen Vorfällen sollen Almwanderer verstärkt darüber informiert werden, wie man sich Kühen gegenüber richtig verhält. Man wolle Touristen und einheimische Wanderer über "alle Kanäle" ansprechen, sagte Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger nach einem "Almen-Gipfel" mit Vertretern aus Almenwirtschaft, Tourismus und Alpenverein. So sollen Verhaltensregeln etwa in sozialen Netzwerken und Lokalzeitungen veröffentlicht sowie in Hotels ausgelegt werden. Außerdem sollen zusätzliche Schilder Wanderer vor Orten warnen, an denen besonders viele Mutter- und Jungtiere weiden.

Und sonst? Ein bewegter Nachrichtentag geht zu Ende. Und bevor Sie den milden Sommerabend genießen, mutmaßlich ohne dabei einer Kuh zu begegnen, stelle ich Ihnen noch schnell die wichtigen Meldungen des Tages zusammen:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Morgen geht's weiter an dieser Stelle.

22:04 Uhr

Demos in der Türkei: Ex-Freund gesteht Mord an Studentin

In der Türkei hat die Tötung einer Studentin, vermutlich durch ihren Ex-Freund, Entsetzen ausgelöst. Die Überreste der 27-Jährigen seien im Wald im südwestlichen Mugla entdeckt worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur DHA. Die Frau war zuvor fünf Tage lang vermisst worden. Der 32-jährige mutmaßliche Täter gestand laut DHA das Verbrechen. Er habe die Frau nach einem Streit mit den Händen erwürgt, ihre Leiche in einem Fass angezündet und Beton darüber gegossen. Die türkische Organisation "Wir werden Frauenmorde stoppen" rief zu Protestkundgebungen in mehreren türkischen Städten auf. Auf Twitter drückten viele Menschen Trauer und Empörung über die Tat aus. In der Türkei wurden 2019 laut der Organisation insgesamt 474 Frauen getötet. Europaweit wurden laut einer UN-Studie mit Zahlen von 2017 rund 3000 Frauen von Partnern oder Familienangehörigen getötet.

*Datenschutz

21:30 Uhr

In Flüchtling verliebt: Wohngruppen-Leiterin von Missbrauch freigesprochen

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Wohnhiem für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

Das Amtsgericht Krefeld hat eine Sozialpädagogin vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs eines minderjährigen Flüchtlings aus Afrika freigesprochen. Für den Missbrauch habe es keinerlei Beweis gegeben, erklärten die Richter in ihrem Urteil. Das Gericht gehe davon aus, dass die Beziehung zwischen dem anfangs 16-Jährigen und der Frau einvernehmlich war, hieß es im Urteil. Dafür sprächen die zahlreichen Nachrichten, die der junge Mann der 27-jährigen Frau geschickt hatte. Darin habe er von Heirat und Zusammenbleiben gesprochen.

  • Die Anklage hatte der früheren Leiterin einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vorgeworfen, sie habe den damals 16-Jährigen mit der Drohung der Abschiebung zum Sex gezwungen.
  • Die Frau hatte in dem Prozess eingestanden, dass sie sich in den Flüchtling verliebt hatte und eine unerlaubte Beziehung zu ihm pflegte. Er habe sie angezeigt, weil sie ihn nicht für eine Aufenthaltsgenehmigung habe heiraten wollen.
  • Zur Gerichtsverhandlung war er nicht gekommen. Ihren Job hat die Frau verloren.
21:15 Uhr
Breaking News

Ukraine: Bus gestürmt - Geiselnehmer festgenommen

Bei der Geiselnahme in der westukrainischen Großstadt Luzk ist der schwer bewaffnete Täter nach stundenlangen Verhandlungen festgenommen worden. Alle Geiseln seien freigekommen, hieß es am Dienstagabend in Luzk. Zuvor stürmten die Polizisten den Bus. Es wurde eine Blendgranate gezündet. Präsident Wolodymyr Selenskyj soll zuvor persönlich mit dem Geiselnehmer gesprochen haben.

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21:00 Uhr

Die ganze Ladung: Lkw verliert Bierkästen auf der Autobahn

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Die Reinigung der gesperrten Autobahn dauerte Stunden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Flaschen auf der ganzen Autobahn: Etwa 1500 Bierkästen sind am Westhofener Kreuz von einem Lastwagen gerutscht. Der Fahrer habe am Nachmittag die komplette Ladung seines Anhängers verloren, sagte ein Polizeisprecher. Die Autobahnmeisterei war stundenlang damit beschäftigt, die gesperrte Fahrbahn zu reinigen. Die unzähligen Kisten fielen demnach in einer Kurve auf die Fahrbahn, als der Fahrer am Westhofener Kreuz von der A1 auf die A45 in Richtung Hagen wechseln wollte. Die Polizei wollte prüfen, ob die Ladung nicht richtig gesichert oder der Lkw womöglich zu schnell unterwegs war. Glück im Unglück - auch für die Autobahnputzkolonne: Die Kisten enthielten nur Leergut.

20:29 Uhr

Bus-Kidnapper lässt drei Geiseln frei

In der westukrainischen Großstadt Luzk sind drei Geiseln nach stundenlanger Gefangenschaft in einem Linienbus freigekommen. Darunter sind ein Jugendlicher und zwei Frauen. Das ist auf einem Video zu sehen, das Innenminister Arsen Awakow veröffentlichte. Sie stiegen aus dem Bus und wurden dann von einem Polizisten weggeleitet. Präsident Wolodymyr Selenskyj soll Berichten zufolge persönlich mit dem Geiselnehmer gesprochen haben. Wie viele Menschen sich noch in der Gewalt des Mannes befinden, blieb zunächst unklar. Am Morgen hatte ein Schwerbewaffneter in der Stadt mit rund 200.000 Einwohnern den Linienbus in seine Gewalt gebracht. Er soll mit einem Sturmgewehr bewaffnet und damit zwei Fenster des Busses zerschossen haben. Er soll zudem Handgranaten oder selbstgebaute Sprengsätze bei sich haben. Der Mann ist 44 Jahre alt und vorbestraft.

 

19:56 Uhr

New Yorks Bürgermeister droht Trump mit Klage

Im Streit über den Einsatz von Bundesbeamten bei Anti-Rassimus-Demonstrationen hat der Bürgermeister von New York US-Präsident Donald Trump mit einer Klage gedroht. Allerdings sei der republikanische Präsident für "Bluffs und Getöse" bekannt, sagte der Demokrat Bill de Blasio. Daher dürfe man Trumps Aussagen nicht überbewerten. Trump hatte am Wochenende gegen den Willen der örtlichen Regierung bei Protesten in Portland Sicherheitskräfte des Bundes einsetzen lassen. Der Schritt wie auch das gewaltsame Vorgehen der Beamten löste Kritik aus. Am Montag kündigte Trump an, die Einheiten auch gegen Demonstranten in anderen Städten einzusetzen, da "die Politiker da draußen Angst vor diesen Leuten" hätten.

 

19:18 Uhr

"Rotzbuben": Palmer schreibt Brandbrief zu Städte-Krawallen

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"Krawallbrüder" unter Flüchtlingen würde Palmer in die Erstaufnahmeeinrichtungen zurückschicken.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Als Antwort auf die Krawalle in Stuttgart und Frankfurt am Main haben der grüne Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und zwei Amtskollegen einen Brandbrief an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, ebenfalls von den Grünen, und Innenminister Thomas Strobl von der CDU geschrieben. In dem Schreiben fordern sie ein härteres Durchgreifen gegen Randalierer - und einen verpflichtenden Grunddienst für Jugendliche. Die drei Stadtoberhäupter äußern "große Sorge" über "die zunehmende Aggressivität und Respektlosigkeit von Gruppen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unseren Städten".

  • Deren Verhalten nannten die Schreiber ein "schwäbisch gesagt unverschämtes 'Rotzbuben-Gehabe'". Zu den Unterzeichnern zählen neben Palmer dessen Kollege aus Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold von der CDU, sowie der Sozialdemokrat Matthias Klopfer aus Schorndorf bei Stuttgart.
  • Den Politikern zufolge wurde durch die Krawallnacht von Stuttgart ein problematisches Muster deutlich: Unter Flüchtlingen "gibt es eine kleine Gruppe gewaltbereiter junger Männer, die eine starke Dominanz im öffentlichen Raum ausüben und weit überdurchschnittlich an schweren Straftaten insbesondere der sexuellen Gewalt und Körperverletzung beteiligt sind", heißt es in dem Brief.
  • Jede Mittelstadt im Südwesten habe inzwischen ein Problem mit nicht integrierten, jungen Flüchtlingen. Die Oberbürgermeister regten als spürbare Sanktion etwa an, die Betroffenen zeitweise zurück in die Erstaufnahmeeinrichtungen zu verweisen. Dort sei eine Kontrolle durch die Polizei viel besser möglich.

18:51 Uhr

Seil über Radweg gespannt: Neunjährige stürzt

Unbekannte haben in Elmshorn (Kreis Pinneberg) über einen Geh- und Radweg ein Seil gespannt und so eine neunjährige Radfahrerin zu Fall gebracht. Das Mädchen sei am Montagabend an der in Kopfhöhe gespannten Leine hängengeblieben und gestürzt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Das Kind wurde den Angaben zufolge ambulant versorgt. Die Täter konnten zunächst unerkannt fliehen. Nach Polizeiangaben wurde die Schnur an einem Zaun auf der einen Wegseite verknotet und auf der gegenüberliegenden Seite von Hand straffgezogen, als sich das Mädchen auf ihrem Rad näherte.

18:05 Uhr

Demenz-Frühtest bestanden: Trump blamiert sich mit Selbstlob

Es ist ein beliebter Topos von Komödien: Je mehr der Held strampelt, um klug zu erscheinen, desto lächerlicher macht er sich. Beim Interview mit seinem vormaligen Haus- und Hof-Sender Fox News ist US-Präsident Donald Trump genau das passiert. Schon am 10. Juli brüstete sich Trump, bei einem kognitiven Test brillant abgeschnitten zu haben. Die Ärzte seien erstaunt gewesen, dass er alle Fragen gewusst hätte. Beim Sonntags-Interview mit dem Journalisten Chris Wallace geriet er allerdings an den Falschen.

  • Der wusste nicht nur, um welchen Test es sich handelte, sondern hatte ihn auch schon selbst gemacht. "Besonders schwer war der nicht", sagte Wallace. So gebe es ein Bild mit der Frage, was das sei, so Wallace, der die Antwort gleich mitliefert: "Ein Elefant".
  • Während Trump glauben machen wollte, seinem demokratischen Präsidentschafts-Herausforderer Joe Biden an Geisteskraft haushoch überlegen zu sein, hatte er stattdessen einen Test zur Demenz-Früherkennung "bestanden".
  • Falls Sie jetzt wissen wollen, ob Sie genauso viele Punkte schaffen, wie Trump: Hier geht's zum Test.

18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:38 Uhr

Neues Gesetz: Türkei verschärft Kontrolle sozialer Medien

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will Twitter und Facebook stärker reglementieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die türkische Regierung will ihre Kontrolle über soziale Medien erneut ausbauen. Twitter, Facebook und andere Plattformen sollen unter anderem künftig dazu verpflichtet werden, Niederlassungen in der Türkei mit einem türkischen Staatsbürger als Vertreter zu eröffnen. Dies geht aus einem Gesetzentwurf hervor. Anbietern, die den geplanten Regelungen nicht nachkommen, drohen demnach Strafen und Einschränkungen der Dienste im Land. Das Parlament muss das von der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP und der mit ihr verbündeten ultranationalistischen MHP eingebrachte Gesetz noch beschließen. AKP und MHP stellen die Mehrheit der Abgeordneten.

  • Verstießen Inhalte im Netz gegen in der Türkei geltende Regeln, drohten den künftigen Vertretern im Land Strafanzeigen, sagte der Internetexperte Yaman Akdeniz.
  • Hielten sich die Plattformen wiederum an die Regeln, drohten sie zum "verlängerten Arm der Regierung" zu werden.
  • Bei Diensten, die keine Niederlassungen in der Türkei eröffnen, soll dem Entwurf zufolge die Bandbreite um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Die Internetseiten würden so "fast unnutzbar", sagte Akdeniz.
17:11 Uhr

Hugh Grant spielt Tennisturnier in Schweden

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Schmuckstück für die Senioren-Liga: Hugh Grant wird im September 60.

(Foto: imago images/APress)

Der Filmstar Hugh Grant schlägt bei der schwedischen Tennis-Meisterschaft der Senioren auf. Der britische Schauspieler ("Notting Hill") bestreitet bei der Meisterschaft in der schwedischen Tennishochburg Båstad am Sonntag sein erstes Einzelmatch in der Altersklasse Ü60, wie aus dem Turniertableau hervorgeht. Entscheidend für die Ü60-Einstufung dürfte der Geburtsjahrgang 1960 sein. Grant ist derzeit 59 Jahre alt und wird erst am 9. September 60. Trotz des prominenten Teilnehmers wird es aber kein Publikum geben: Gemäß den in Schweden geltenden Corona-Beschränkungen sollen nicht mehr als 50 Menschen auf die Anlage gelassen werden, darunter hauptsächlich die Spieler und ihre Familien. Grant ist seit 2018 mit der Schwedin Anna Eberstein verheiratet. Die beiden gelten als Tennis-Fans.

16:37 Uhr

Italexit: Italienischer Senator gründet EU-Austritts-Partei

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Die Milliarden aus Brüssel beeindrucken ihn nicht: Gianluigi Paragone.

(Foto: REUTERS)

Ein prominenter italienischer Senator will Italien nach dem Beispiel Großbritanniens aus der EU führen und hat dazu die Gründung einer neuen Partei angekündigt. Noch in dieser Woche solle Italexit formell aus der Taufe gehoben werden, sagte der einstige TV-Journalist Gianluigi Paragone über sein Vorhaben. "Wir dürfen nicht länger von Ländern erpresst werden, die das große Ansehen Italiens beleidigen." Nur ein "wirklich souveräner Staat" wie etwa Großbritannien könne die Wirtschaftskrise angehen, die die Corona-Pandemie ausgelöst habe. Zur in Brüssel erzielten EU-Einigung auf Milliardenhilfen für Corona-gebeutelte Länder wie Italien sagte Paragone: "Die anderen wollen Europa ändern. Wir wollen raus."

  • Der Senator, der sich am Montag in London mit dem Brexit-Architekten Nigel Farage getroffen hatte, stützt sich auf Umfragen, die auf eine hohe EU-Skepsis in der italienischen Bevölkerung schließen lassen.
  • So gaben in einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts SWG von Ende Mai lediglich 39 Prozent der Befragten an, dass sie der EU vertrauten.
  • Paragone war Mitglied der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, verließ diese aber, als sie sich vergangenes Jahr auf ein Regierungsbündnis mit den proeuropäischen Sozialdemokraten einließ.
16:07 Uhr

Tausende Euro auf Straße entdeckt - Finder geht zur Polizei

Das ist immer eine kleine Gewissensfrage: Was hätte man selbst wohl getan? Ein 51-Jähriger fand vor einem Lebensmittelgeschäft in Wilhelmshaven eine mit 3100 Euro gefüllte Geldbörse, und er jedenfalls brachte sie zur Polizei. Dort freute man sich wegen der hohen Geldsumme besonders über den ehrlichen Finder, sagte eine Sprecherin. Der Eigentümer ist unbekannt und soll sich bei der Polizei melden.

15:44 Uhr

Afrika wird zum Hotspot der Abholzung

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Das Luftbild zeigt Ackerflächen rund um einen Nationalpark in Uganda.

(Foto: imago images/Nature Picture Library)

Afrika ist in den vergangenen zehn Jahren zum Brennpunkt der weltweiten Waldverluste geworden. Darauf weisen Experten der UN-Landwirtschaftsbehörde FAO in einer in Rom vorgelegten Sonderauswertung des Waldzustandsberichts 2020 hin. Afrika habe bei der jährlichen Fläche der Entwaldung Südamerika überholt. Als zentrale Gründe der Abholzung auf dem afrikanischen Kontinent nannten die Fachleute das hohe Wachstum der Bevölkerung und die Notwendigkeit kleiner Bauern, ihre Existenzgrundlagen zu sichern. "Mehr als 90 Prozent der Abholzung findet in den Tropen statt", heißt es in der Auswertung. In Afrika seien im vergangenen Jahrzehnt jährlich im Schnitt rund 3,9 Millionen Hektar Waldfläche verloren gegangen. In Südamerika habe der Verlust 2,6 Millionen Hektar pro Jahr betragen.

15:11 Uhr

Einfacher Trick: Polizei kann verschlüsselte WhatsApp-Chats mitlesen

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Die Verknüpfung von App mit dem Computer ist ein Einfallstor für die Ermittler.

(Foto: imago images/onw-images)

Das Bundeskriminalamt (BKA) greift einem Medienbericht zufolge auf eine einfache Methode zurück, um eigentlich verschlüsselte WhatsApp-Kommunikation mitzulesen. Die Ermittler nutzten dafür offenbar die Möglichkeit, die App mit dem Webbrowser auf einem Computer zu verknüpfen, berichteten die Sender WDR und BR. Bei der Funktion werden alle Inhalte des Chatdienstes in einem Browser-Fenster gespiegelt. Hinweise auf das Überwachungsverfahren hätten Unterlagen aus dem Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts gegen den Terrorverdächtigen Magomed-Ali C. geliefert, einen kaukasischen Islamisten und Bekannten des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri, berichteten WDR und BR. Sie zitierten ein internes BKA-Schreiben: "Das BKA verfügt über eine Methode, die es ermöglichen kann, Text, Video-, Bild- und Sprachkurznachrichten aus einem WhatsApp-Konto in Echtzeit nachzuvollziehen." Das BKA wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.

14:46 Uhr

Feuerwehrmänner müssen wegen Brandstiftung ins Gefängnis

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(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung sind zwei junge Feuerwehrmänner vom Landgericht Darmstadt zu je vier Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Die 21 und 22 Jahre alten Mitglieder einer Freiwilligen Feuerwehr hatten gestanden, in der Nacht zum 31. Oktober 2019 in Offenbach einen Kellerbrand in einem achtstöckigen Hochhaus gelegt zu haben. Nach eigenen Angaben wollten sie endlich mal an einem größeren Löscheinsatz teilnehmen.

  • Von der Brandstiftung gibt es auch ein Überwachungsvideo.
  • Das Feuer war schwer zu löschen, der Einsatz dauerte elf Stunden.
  • Drei Bewohner erlitten Rauchvergiftungen. Das Gericht wertete die Tat allerdings nicht als Mordversuch an den 40 Bewohnern des Hauses.
14:14 Uhr

Afghanistan bleibt wegen Corona auf Melonen sitzen

Wohin mit all den Melonen? Lange Zeit waren Afghanistans Grenzen wegen der Corona-Pandemie geschlossen - zum Ärger vieler Bauern. Diese bleiben in diesen Sommer wegen fehlender Exportmöglichkeiten wohl auf Tausenden Tonnen Melonen sitzen. "Leider ist der Preis für Wassermelonen sehr niedrig", berichtet Mohammad Daud, ein 36-jähriger Bauer aus der westlichen Provinz Farah. "Ich konnte noch nicht einmal die Hälfte von dem verdienen, was ich ausgegeben habe."

Da Afghanistan keinen Zugang zum Meer hat, ist das Land beim Handel auf Nachbarländer oder den Luftweg angewiesen. Besonders abhängig ist Afghanistan von Exporten ins Nachbarland Pakistan, doch bis vor Kurzem waren die Grenzen geschlossen. Daher landete ein Großteil der Ernte zunächst auf Märkten in Kabul. Aber auch hier gibt es ein Überangebot.

Das Problem ist inzwischen so akut, dass eine nationale Behörde Wassermelonen auf die Speisekarte der Sicherheitskräfte gesetzt hat. Bauer Mohammad Daud: "Wir haben genug Wassermelonen, dass nur ich allein alle Truppen mit Melonen versorgen kann."

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Ina Bullwinkel entschwindet. Leider nicht nur in den Feierabend: Sie macht sich auf zu neuen Ufern und ich rufe ihr nach: "Viel Glück!" Mein Name ist Barbara Mauersberg und ich übernehme nun bis zum späten Abend den Nachrichtentag. Schreiben Sie mich gerne direkt an: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:49 Uhr

Stegner zieht Parallele zwischen Meuthen und Goebbels

Der SPD-Politiker Ralf Stegner hat Äußerungen des AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen mit einem Hinweis auf NS-Propagandaminister Joseph Goebbels kommentiert. "Der Führer der rechtsradikalen AfD Meuthen säuselt treuherzig in die Mikrofone, er dulde keine Rechtsextremisten in seiner Partei. Das ist in etwa so glaubwürdig, als hätte Goebbels erklärt, er bekämpfe den Antisemitismus", twitterte der frühere SPD-Bundesvize und derzeitige SPD-Landtagsfraktionschef in Schleswig-Holstein.

Stegner bezog sich auf Äußerungen Meuthens im ARD-Sommerinterview vom Sonntag. Meuthen hatte darin gesagt: "Rechtsextremisten in der Partei dulden wir in unseren Reihen nicht. Da sind wir sehr, sehr rigide." Stegner bezeichnete Meuthens Interview als "unglaubliche Schmierenkomödie".

13:20 Uhr

Todesanzeige für Mitschüler geschaltet: 15-Jähriger muss in Arrest

Nach der Veröffentlichung einer falschen Todesanzeige eines 13 Jahre alten Mitschülers hat das Amtsgericht im bayerisch-schwäbischen Nördlingen einen Jugendlichen zu einer Woche Dauerarrest und 120 Arbeitsstunden verurteilt. Außerdem müsse der 15-Jährige einen Aufsatz über Cybermobbing aus Sicht der Opfer schreiben, sagte Amtsgerichtsdirektor Dieter Hubel.

Der Schüler ist für eine ganze Mobbingserie gegen Jungen und Mädchen einer Nördlinger Schule verantwortlich. Ende 2019 wurden unter anderem Droh-E-Mails verschickt und falsche Internetbestellungen auf den Namen der Opfer aufgegeben. Die Serie gipfelte darin, dass der Schüler drei Todesanzeigen für angeblich verstorbene Mitschüler aufgab. Zwei der Anzeigen konnten von dem Zeitungsverlag zurückgehalten werden, eine erschien jedoch.

Anschließend ermittelte die Kripo den damals 14-Jährigen als Urheber des Mobbings. Vor Gericht sagte der junge Angeklagte aus, dass er sich seine Taten selbst nicht mehr erklären könne.

12:56 Uhr

Sudans Ex-Machthaber droht die Todesstrafe

Im Sudan hat der Prozess gegen den langjährigen Machthaber Omar al-Baschir wegen des Militärputsches begonnen, der ihn vor mehr als 30 Jahren an die Macht gebracht hatte.

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Omar al-Baschir ist bereits wegen Korruption in Haft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dem im vergangenen Jahr nach monatelangen Protesten der Bevölkerung gestürzten autokratischen Herrscher droht wegen Angriffs auf die verfassungsmäßige Ordnung die Todesstrafe. Der 76-Jährige war im Dezember bereits wegen Korruption zu zwei Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden und ist in Haft.

Al-Baschir wird vorgeworfen, 1989 mithilfe des Militärs die demokratisch gewählte Regierung von Ministerpräsident Sadek al-Mahdi gestürzt zu haben. Der Prozess in Khartum gegen ihn und 27 Mitangeklagte ist der erste in der jüngeren Geschichte der arabischen Welt, bei dem der Verantwortliche für einen erfolgreichen Staatsstreich vor Gericht gestellt wird. Al-Baschirs Verteidigung spricht von einem "politischen Prozess".

12:04 Uhr

Zwei Stunden lang: Schwanenfamilie legt Verkehr auf A5 lahm

Heute haben sehr viele Autofahrer für Schwäne gebremst und gestanden - etwa zwei Stunden lang. Eine siebenköpfige Schwanenfamilie war auf die Autobahn 5 und damit in den morgendlichen Berufsverkehr geraten. Drei aufmerksame Autofahrer entdeckten die gefederten Tiere und bremsten den Verkehr ab, kesselten die Schwäne ein und verständigten die Rettungskräfte.

Mitten auf der Autobahn baute daraufhin die Feuerwehr aus Leitern eine Art Gehege um die Schwäne herum, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Zusammen mit der Tierrettung konnten die Tiere dann gefangen und anschließend wohlbehalten an einem See ausgesetzt werden. Ich dachte, solche Dinge passieren nur in Mickey-Mouse-Comics. Schön, dass die Menschen sich offenbar noch in Geduld üben können.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:38 Uhr

Bericht: Kreml wollte Schotten-Referendum beeinflussen

Russland soll versucht haben, das schottische Unabhängigkeitsreferendum im Jahr 2014 zu beeinflussen. Das geht aus einem Bericht des britischen Geheimdienstausschusses über die russische Einmischung in Politik und Wahlen hervor, wie die britische Zeitung "The Telegraph" berichtete. Es handele sich um die "erste postsowjetische Einmischung in eine demokratische Wahl im Westen", zitierte die Zeitung aus dem lange erwarteten Bericht.

Die Schotten hatten damals mit 55 Prozent gegen eine Abspaltung vom Vereinigten Königreich gestimmt. Beim Brexit-Referendum der Briten 2016 gab es den Angaben zufolge hingegen keine Manipulationsversuche.

Premierminister Boris Johnson hatte eine Freigabe des Berichts vor der Parlamentswahl abgelehnt. Das heizte Spekulationen in Großbritannien an, dass der etwa 50 Seiten umfassende Bericht wenig schmeichelhaft für die regierenden Konservativen ausfallen dürfte. Nach einem Bericht der "Sunday Times" vom vergangenen Jahr wurden in dem Report unter anderem die Beziehungen mehrerer russischer Großspender der britischen Konservativen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB unter die Lupe genommen.

11:09 Uhr

Ukraine: Schwer bewaffneter Mann nimmt in Bus rund 20 Geiseln

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Ein schwer bewaffneter Mann hat im westukrainischen Luzk etwa 20 Menschen in einem Bus als Geiseln genommen. Der Mann habe Sprengsätze und Waffen bei sich, teilte die Polizei auf Facebook mit. Einem Polizeivertreter der Stadt zufolge fielen auch Schüsse, Berichte über Verletzte gibt es demnach aber bisher nicht.

Laut Nachrichtenagentur AP versuche die Polizei momentan, mit dem Mann in Kontakt zu treten. Seine Identität sei geklärt, auf seinem Facebook-Profil soll er seine Frustration mit dem "System der Ukraine" ausgedrückt haben.

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10:45 Uhr

Defekter Lkw lässt Rauschgiftschmuggel auffliegen

Die Reparatur eines Sattelschleppers ist den Schmugglern von Marihuana zum Verhängnis geworden. Der Lkw, der in Spanien beladen worden war und Deutschland als Ziel hatte, war wegen technischer Mängel Ende Juni in einer Werkstatt im Tiroler Bezirk Kufstein abgestellt worden. Als zwei Männer versuchten, heimlich Ware zu entladen, alarmierten Mitarbeiter der Werkstatt die Polizei.

  • Die Ermittler entdeckten insgesamt 96 Pakete mit Marihuana im Gesamtgewicht von etwas mehr als 100 Kilogramm, die meisten davon in einer zusätzlichen Ladefläche unter dem Holzboden des Anhängers. Das Rauschgift mit einem Schwarzmarktwert von rund einer Million Euro wurde sichergestellt.
  • Laut Polizei wurden vier Verdächtige ermittelt. Zwei von ihnen hätten aber glaubhaft gemacht, dass sie von den Drogen an Bord nichts wussten. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Nach einem der beiden Lkw-Fahrer werde noch gefahndet, hieß es.
10:31 Uhr

An nur einem Tag: Jeff Bezos wird um 13 Milliarden Dollar reicher

Das Vermögen von Jeff Bezos hat gestern um 13 Milliarden Dollar zugelegt. Das ist der größte Sprung an einem einzigen Tag, seit es den von der Finanznachrichtenagentur Bloomberg 2012 ins Leben gerufenen "Milliardärsindex" gibt. Damit ist der Amazon-Gründer den Angaben zufolge 189 Milliarden Dollar schwer - und bleibt der reichste Mensch.

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Kann sich über seinen neuen Kontostand freuen: Amazon-Gründer und -Großaktionär Jeff Bezos.

(Foto: REUTERS)

Zu verdanken hat Bezos das seinen Amazon-Aktien. Die Papiere haben gestern knapp acht Prozent zugelegt. In diesem Jahr ging es satte 73 Prozent aufwärts.

Auch das Vermögen anderer Tech-Unternehmer ist in den letzten Monaten kräftig gewachsen. Den Angaben zufolge ist etwa Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in diesem Jahr fast 15 Milliarden Dollar reicher geworden. Jan Gänger

Mehr börsenrelevante Meldungen lesen Sie im Börsen-Tag.

10:07 Uhr

Elon Musk sorgt mit deutschem Tweet für Spekulationen

Tesla-Chef Elon Musk hat ein Foto von seinem Sohn und sich auf Twitter gepostet - auf Deutsch. "Das baby kann noch keinen löffel benutzen", schrieb er unter das Bild, das ihn mit seinem kleinen Sohn "X Æ A-Xii" auf dem Arm zeigt.

Der Post regte die Spekulationen unter den Twitter-Nutzern an. Einige vermuteten, dass die Nachricht etwas mit der sich derzeit im Bau befindlichen Fabrik von Tesla in Brandenburg zu tun haben könnte: "Ist dies eine geheime Botschaft über die Gigafactory Berlin. Es gibt keinen Löffel? Wir befinden uns in einer Simulation?", schreibt ein Nutzer auf Englisch. "Auf jeden Fall. Kleinkinder können mit 10-12 Monaten einen Löffel benutzen, Baby X ist 2 1/2 Monate, das heißt 7 1/2 bis 9 1/2 Monate" bis die Gigafactory laufe (vor dem Zeitplan), antwortete ein anderer User.

Vielleicht wollte Musk auch gar nichts Bestimmtes mit diesem Post aussagen. Es wäre nicht das erste Mal, dass er mit einer Aussage auf Twitter für Verwirrung sorgt. Interessant ist es allerdings schon, dass er sich im Deutschen übt. Für seine anvisierten geschäftlichen Kontakte kann es sicherlich nicht schaden. Einige Wörter dürften immerhin leichter auszusprechen sein als der Name seines Sohnes.

09:44 Uhr

Fast jeder dritte Verkehrsunfall mit Toten durch zu hohes Tempo

Fast ein Drittel der Menschen, die 2019 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen, sind bei einem sogenannten Geschwindigkeitsunfall gestorben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden insgesamt 963 Menschen bei solchen Unfällen getötet. 53.687 wurden verletzt, 13.769 davon schwer. Bei einem Geschwindigkeitsunfall wirft die Polizei demnach mindestens einem der in den Unfall verwickelten Fahrern ein "nicht angepasstes Tempo" vor. Heißt: Die Person ist zu schnell gefahren - auch, wenn sie sich an die Richtgeschwindigkeit gehalten hat.

Bei besonderen Wetterbedingungen wie Starkregen oder Nebel könne auch ein Tempo unter der normal zulässigen Geschwindigkeit zu schnell sein, hieß es. Laut dem Bundesamt stellte die Polizei in mehr als 41.000 Fällen eine nicht angepasste Geschwindigkeit bei Unfällen mit Personenschaden fest. Lediglich 2130 Mal sei dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten worden.

09:05 Uhr

Polizei in Frankfurt fasst drei mutmaßliche Vergewaltiger

Die Polizei in Frankfurt hat drei Männer festgenommen, die im Mai eine 48 Jahre alte Frau über mehrere Stunden vergewaltigt und in einem Gebäude festgehalten haben sollen. Bei den Verdächtigen handelt es sich um Männer im Alter von 27, 43 und 52 Jahren, wie die Polizei erst jetzt mitteilte.

Ein Hinweis eines Passanten habe die Beamten am Morgen des 21. Mai in das Abrissgebäude im Frankfurter Ostend geführt, das von Obdachlosen als Schlafplatz genutzt werde. Dort seien die Beamten auf die "völlig aufgelöste" Frau getroffen. "Diese vertraute sich den Beamten an und teilte ihnen mit, am Vortag von drei Männern gewaltsam gegen ihren Willen über mehrere Stunden zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden zu sein. Diese hätten sie außerdem in dem Gebäude festgehalten", teilte die Polizei mit. Der 43-jährige Mann sei noch am Tatort festgenommen worden.

Durch einen DNA-Test sei die Polizei einem weiteren Täter, dem 52-jährigen Mann, auf die Spur gekommen. Der dritte Tatverdächtige sei durch einen "entscheidenden Hinweis aus dem persönlichen Umfeld eines Festgenommenen" ermittelt worden. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft.

09:01 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:38 Uhr

Einbrecher kehrt zu Opfer zurück und holt sein Handy

Diesen Einbrecher hat nicht so sehr sein schlechtes Gewissen geplagt wie sein fehlendes Handy. Weil er bei seinem Beutezug in Warendorf bei Münster von dem Bewohner der Wohnung gestört worden war, hat er wohl vor Schreck sein Mobiltelefon liegen lassen.

Um das Handy zu holen, ist der Einbrecher also noch mal zum Tatort zurückgekehrt. Dieses Mal hat er sich sogar bei seinem Opfer entschuldigt, teilte die Polizei nach dem Einbruch mit. Der Unbekannte flüchtete.

08:08 Uhr

Einer der Längsten: Teenager misst mehr als 2,20 Meter

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Jannik Könecke in seinem Fahrschulauto.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund drei Jahre hat Jannik Könecke sein Zuhause selten verlassen, weil er die Blicke kaum ertragen konnte. Der 19-Jährige aus Lohnde bei Hannover ist einer der längsten Teenager in Deutschland. Seine Mutter hat vor Kurzem gemeinsam mit einer Nachbarin 2,24 Meter gemessen.

Nach jahrelanger Suche hat er nun eine Fahrschule gefunden, bei der Unterricht mit seiner Körpergröße möglich ist. Dazu wurde extra ein Transporter umgebaut und der Fahrersitz ein Stück nach hinten gerückt. "Es ist ein megaschönes Gefühl, den Führerschein zu machen", sagte der 19-Jährige, der seinen Hauptschulabschluss nachgeholt hat und einen Ausbildungsplatz sucht.

In der Schule sei Mobbing an der Tagesordnung gewesen, sagt Jannik der dpa. Heute ignoriere er es, wenn er zum Beispiel im Bus angestarrt werde.

07:36 Uhr

Gericht kriegt Topmodel Refaeli wegen Steuerhinterziehung dran

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Topmodel vor Gericht: Bar Refaeli muss Steuern nachzahlen.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Das israelische Topmodel Bar Refaeli ist in seiner Heimat wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Die 35-Jährige muss eine Geldstrafe von umgerechnet 640.000 Euro sowie ausstehende Steuern zahlen, wie ein Gericht in Tel Aviv am Montag entschied. Außerdem wurde sie zu neun Monaten gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

  • Das Urteil basierte auf einer Vereinbarung, die Refaeli und ihre Mutter mit der Staatsanwaltschaft getroffen hatten. Im Rahmen dieser Vereinbarung bekannten sich beide schuldig.
  • Die Mutter wurde ebenfalls wegen Steuervergehen verurteilt. Ihr wurde eine 16-monatige Haftstrafe auferlegt. Zudem muss auch sie eine Strafe von umgerechnet 640.000 Euro sowie ausstehende Steuern zahlen.
  • Das Model und seine Mutter hätten wahrheitswidrig behauptet, ihr Wohnsitz befinde sich im Ausland, um dem Finanzamt zu entgehen. Beide waren im Zuge der Ermittlungen im Jahr 2015 vorübergehend festgenommen worden.


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07:17 Uhr

EU-Gipfel in Brüssel verpasst Längenrekord knapp

25 Minuten mehr und der aktuelle EU-Sondergipfel wäre als der längste in die Geschichte eingegangen. Länger hatten nur die Verhandlungen beim EU-Gipfel von Nizza aus dem Jahr 2000 gedauert. Dieser war nach EU-Rechnung erst nach 91 Stunden und 45 Minuten zu Ende gegangen.

In Nizza hatten die Staats- und Regierungschefs einen neuen EU-Vertrag ausgehandelt, der ein weiteres Zusammenwachsen Europas ermöglichte. So wurden die Weichen für die Aufnahme von den damals noch nicht zur EU gehörenden Ländern Mittel- und Osteuropas sowie von Malta und Zypern gestellt. Eigentlich hätte der Gipfel nur zwei Tage dauern sollen.

07:01 Uhr

In Bagdad entführt? Von deutscher Kuratorin fehlt jede Spur

Unbekannte haben in der irakischen Hauptstadt Bagdad nach Angaben von Aktivisten die deutsche Kuratorin und Kulturvermittlerin Hella Mewis entführt. Bewaffnete Männer hätten Mewis in ihre Gewalt gebracht, schrieb Ali al-Bajati, Mitglied der vom Parlament gewählten Menschenrechtskommission, bei Twitter.

Sicherheitskräfte hätten die Suche nach ihr aufgenommen, sagte ein Aktivist, der namentlich nicht genannt werden wollte, der dpa. Das Auswärtige Amt bestätigte die Entführung der deutschen Staatsbürgerin bisher nicht. Das irakische Innenministerium hat die Entführung der deutschen Kuratorin und Kulturvermittlerin Hella Mewis in Bagdad jedoch inzwischen bestätigt. Sicherheitskräfte suchten nach der Frau, sagte ein Sprecher.

Die Männer hätten Mewis am Montagabend gegen 20 Uhr in Nähe des Kulturzentrums im zentral gelegenen Stadtteil Abu Nuwas entführt, schrieb Al-Bajati bei Twitter. Mewis arbeitete in Bagdad am Aufbau des Kulturinstituts Bait Tarkib, das die Arbeit junger irakischer Künstler fördern will.

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06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Am 9. Oktober 2019 feierten 52 Gläubige Jom Kippur in der Synagoge in Halle. Sie blieben verschont vom geplanten Anschlag.

(Foto: picture alliance/dpa)

etwa ein Dreivierteljahr ist es her, dass Stephan B. am wichtigsten jüdischen Feiertag Jom Kippur eine Synagoge in Halle stürmen und ein Massaker anrichten wollte. Als ihm das nicht gelingt, erschießt er vor dem Gotteshaus eine Frau und einen Mann in einem Dönerimbiss. Ab heute muss sich der Angeklagte vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen 13 Straftaten vor, unter anderem Mord und versuchten Mord. Am ersten Verhandlungstag sollen auch Videos der Tat gezeigt werden.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • EU-Gipfel vor dem Durchbruch: Die Regierungschefs haben einen Kompromiss gefunden. Die Summe der Corona-Zuschüsse wird von 500 Milliarden Euro auf 390 Milliarden Euro verringert. Außerdem werden die Zahlungen an Rechtsstaatlichkeit gekoppelt.
  • Affäre um rechtsextreme Drohmails: Hessens Innenminister Peter Beuth von der CDU muss sich in der Affäre um rechtsextreme Drohmails ab 11 Uhr vor dem Innenausschuss des hessischen Landtags den Fragen der Abgeordneten stellen. Bei dem Treffen im Wiesbadener Parlament wird es auch um ein mögliches rechtes Netzwerk bei der hessischen Polizei gehen.
  • VW-Schadensersatzklagen vor BGH: Im Dieselskandal verhandelt der Bundesgerichtshof um 10.30 Uhr zwei weitere Schadenersatz-Klagen von Autokäufern gegen Volkswagen. Mit ihrem Grundsatz-Urteil vom 25. Mai haben die obersten Zivilrichter in Karlsruhe bereits die Linie vorgegeben. Darin ist festgestellt, dass der Autobauer seine Kunden bewusst getäuscht hat und deshalb grundsätzlich haftet.
  • Misstrauensvotum gegen Bulgariens Regierung: Das bulgarische Parlament stimmt vor dem Hintergrund anhaltender Proteste über einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow ab. Die oppositionellen Sozialisten (Ex-KP) werfen der seit 2017 amtierenden Koalitionsregierung Korruption vor

Starten Sie gut in diesen Dienstag. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:12 Uhr

Fünf Kinder sterben bei schwerem Autounfall in Frankreich

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind in Südfrankreich fünf Kinder ums Leben gekommen. Vier weitere Insassen des Unglücksautos - drei Erwachsene und ein Kind - erlitten schwere Verletzungen, wie der Radionachrichtensender Franceinfo und andere Medien berichteten. Innenminister Gérald Darmanin kündigte via Twitter an, er werde sich mit dem beigeordneten Minister für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, an Ort und Stelle begeben.

Die neun verunglückten Menschen gehörten laut Bericht zu einer Familie. Ihr Auto war nördlich der Stadt Valence von der A7 abgekommen und wurde brennend und auf dem Dach liegend auf einem Feld gefunden. Laut ersten Zeugenaussagen könnte möglicherweise ein Defekt der Bremsen den Unfall ausgelöst haben. Die Retter setzten unter anderem drei Hubschrauber ein.