mit Tim KröplinDas war Donnerstag, der 4. Mai 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
heute war es auf politischer Ebene ein doch recht ereignisreicher Tag. Etwa stritten einige Akteure der Ampel-Parteien beim Ludwig-Erhardt-Gipfel, können Sie hier nachlesen. Und dann stritt da noch Gerhard Schröder um sein Bundestagsbüro. Warum er endgültig keinen Anspruch mehr darauf hat, lesen Sie hier.
Diese Geschichten möchte ich Ihnen noch ans Herz legen:
Infantino droht mit WM-Blackout: DFB-Frauen leiden unter "obszönem Spiel" der FIFA
Schaulustige erschweren Einsatz: Mann und Kind sterben bei Feuer in Flensburg
Hersteller kürzt US-Lieferungen: Nachfrage nach Abnehm-Spritze explodiert
Prozess in Südafrika: Vermisster Deutscher - Verdächtige verteidigen sich wortgleich
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und eine erholsame Nacht.
Google will sich auch an faltbaren Smartphones versuchen
Faltbare Smartphones wirken noch immer mehr wie ein Gimmick, denn einer wirklichen Innovation. Samsung hält trotzdem an ihnen fest, Apple will ebenfalls einsteigen und nun auch Google. Der Internet-Konzern hat bestätigt, dass er ein auffaltbares Smartphone herausbringen wird. Woher die Besessenheit kommt, ist schwer zu sagen. Im Grunde sind die Smartphones bisher nur im Premiumsegment wirklich relevant. Entsprechend happig sind die Preise. Details zu Googles Gerät mit dem Namen Pixel Fold gibt es noch nicht.
Nach Brand in Flensburg: Polizei bittet Gaffer um Zurückhaltung
In einem Mehrfamilienhaus in Flensburg brach ein Feuer aus, bei dem ein Mann und ein Kind starben. Nun appelliert die Polizei an die Bevölkerung, keine Videos des Vorfalls in den sozialen Medien zu teilen. Es ginge besonders um den Schutz der Menschen, die derzeit trauern, sagte eine Polizeisprecherin. Gaffer hatten wohl bereits Videos ins Netz gestellt. Dazu sollen wohl strafrechtliche Schritte geprüft werden.
Lang und Klingbeil ebenfalls für subventionierten Industriestrompreis
Es ist schon fast Ampel-Usus: Mitglieder der Grünen oder SPD legen einen Vorschlag vor, Bundesfinanzminister Lindner fegt ihn vom Tisch. Häufig mit Verweis auf den schmalen Staatshaushalt, auf den Mittelstand, ein Begriff ohne richtige Grenzen, oder auf die Freiheit des Einzelnen. Nachdem Robert Habeck einen Vorschlag für einen subventionierten Industriestrompreis vorgelegt hatte, lehnte Lindner diesen ab. Er sei nicht ökonomisch klug und ungerecht. Inzwischen plädieren auch SPD-Chef Lars Klingbeil und Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang für das Vorhaben. "Wir brauchen für eine begrenzte Zeit einen Industriestrompreis", sagte Lang auf dem sogenannten Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee. Klingbeil betonte, dass der subventionierte Industriestrompreis dafür sorge, dass Unternehmen nicht abwandern. Eigentlich ein Lindner-Argument. Ob das zutrifft, lässt sich schwer vorhersagen.
Habeck startet bald zweiten Solar-Gipfel
Kommenden Freitag wird sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck mit Vertretern der Solarenergiewirtschaft treffen. Das wäre das zweite Treffen innerhalb weniger Monate. Beim ersten Fotovoltaik-Gipfel stellte der Grünen-Politiker Pläne für einen weiteren Ausbau der Solarenergie vor. Demnach sollen die Hürden für Privatleute, Solarstrom einzuspeisen, abgebaut werden. Den Unternehmen gefiel das. Diese Strategie musste allerdings noch überarbeitet und finalisiert werden. Ende der Woche bespricht Habeck das frisch aufbereitete Papier mit Wirtschaftsvertretern und Zuständigen aus den Bundesländern.
Biontech-Gründerin bekommt Medizinpreis
Özlem Türeci ist nicht nur Mitbegründerin eines milliardenschweren Unternehmens, mit ihrer Forschung leistete sich auch einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Covid-19. Sie half bei der Entwicklung eines Impfstoffs mit. Außerdem ermöglichte sie es, potenzielle neue Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatientinnen und -patienten in die klinische Entwicklung zu bringen. Nun erhält sie für ihre wegweisende Forschung im Bereich Immunologie und mRNA-Technologie den Jung-Preis für Medizin, der mit 300.000 Euro dotiert ist.
Ed Sheeran gewinnt Plagiatsprozess
Glorreicher Sieg für den britischen Minnesänger: Ed Sheeran hat laut Angaben der AFP den Prozess wegen Plagiatsvorwürfen in New York gewonnen. Er spielte Songs, bemühte sich um Argumente, war so putzig wie er eben ist. Das hat dem Geschworenengericht gereicht, es sprach ihn von dem Vorwurf frei, für seinen Hit "Thinking Out Loud" rechtswidrig beim Soulklassiker "Let's Get It On" von Marvin Gaye abgekupfert zu haben. Eine Niederlage Sheerans hätte dramatische Auswirkungen auf die Popmusik haben können. Wenn Harmonien, also Akkord-Verbindungen, als Plagiat gelten, wäre eine Welle weiterer Klagen gefolgt - sehr wahrscheinlich. Denn letztlich ist es nahezu unmöglich, im Pop Harmonien zu nutzen, die bisher noch nie verwendet wurden.
Nach Razzia in Belgien: Sieben Terrorverdächtige festgenommen
Eine Gruppe in Belgien steht laut Polizeiangaben in Verdacht, einen Anschlag geplant zu haben. Das teilt die belgische Polizei mit. Demnach sind sieben Personen bei einer Razzia festgenommen worden. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft sind die Verdächtigen Anhänger der Terrorgruppe Islamischer Staat. Ein konkretes Ziel sollen sie nicht gehabt, jedoch erste Szenarien durchgesprochen haben. Die Gruppe soll einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Der Vorwurf: Unter anderem versuchter terroristischer Mord und Vorbereitung eines Terroranschlags.
Mann erschwindelt sich Lehrberuf - nun folgt die Strafe
Ach Monate Haft auf Bewährung, weil er zwei Jahre ohne Staatsexamen Schüler unterrichtete. So lautet das Urteil für einen 40-jährigen Düsseldorfer ex-Förderschullehrer. Außerdem muss er 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Der Verteidiger des Mannes sagt: "Er weiß, er hat eine Dummheit gemacht. Er wollte den Weg zum Lehrer abkürzen." Entsprechend soll der 40-Jährige sich mit gefälschten Zeugnissen beworben haben. Der Schwindel flog auf, die Entscheidung ist rechtskräftig.
Videospielsektor in Berlin wächst und wächst
Es mag kaum zu glauben sein, aber der Videospielsektor in der Hauptstadtregion boomt. Das geht aus einer Erhebung hervor, die das Medianet Berlin-Brandenburg und das Medienboard Berlin-Brandenburg bei der Berliner Unternehmensberatung Goldmedia in Auftrag gegeben hat. Gut, hinsichtlich des Standorts aller Akteure ist das Ergebnis dann doch deutlich weniger überraschend. Allerdings sprechen die Zahlen für sich. Demnach seien derzeit rund 301 Games-Unternehmen, davon seien 182 Entwickler und Publisher. Laut dieser sollen insgesamt 2600 Beschäftigte im Berliner und Brandenburger Videospielsektor arbeiten. Das Nachrichtenportal GamesWirtschaft schreibt, dass sich in Berlin zudem 11 der 30 größten Videospielstudios befinden, darunter Ubisoft Berlin, Wooga und Yager. Übrigens kündigte die frisch gewählte Berliner Groko an, das Wachstum der hiesigen Entwickler zu unterstützen.
Wer kennt die DDR? Leibniz-Institut bittet um Hilfe bei Forschungsprojekt
Das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung sucht Personen, die sich gut mit der DDR auskennen. Aufhänger ist das Projekt "CitizenArchives". Dabei gehe es darum, historische Fotografien aus Beständen der Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR zuzuordnen, heißt es vonseiten der Verantwortlichen. Die Aufgabe riecht ein wenig nach Aktenstaub, zumindest die Beschreibung, doch sie kann helfen, die Veränderungen nach der Wende zu erfassen. Bei Interesse finden Sie hier ein paar weitere Informationen.
Drogenrazzia in Hamburger Gefängnissen
Im Kampf gegen Drogenkriminalität starteten Ermittler eine Razzia unter anderem in zwei Hamburger Gefängnissen in Fuhlsbüttel und Glasmoor. Die Ermittlungen richten sich gegen 24 Männer, 14 davon sind Gefangene, berichtet die Polizei der Hansestadt. Insgesamt durchsuchte sie 26 Objekte, davon 14 Zellen in Justizvollzugsanstalten, aber auch Wohnungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Beschuldigten sollen sich unter anderem als Auftraggeber und sogenannte Läufer am Handel mit Kokain, Haschisch, Marihuana und Spice beteiligt haben. Die Beamten sollen dabei Drogen und Bargeld in Höhe von 8000 Euro beschlagnahmt haben.
Südafrika fordert Edelstein aus britischem königlichen Zepter zurück
Es ist kein Geheimnis, dass Großbritannien einst Kolonialmacht war, ergo den einen oder anderen Schatz geraubt hat. Dazu zählt zum Beispiel der Diamant Cullinan I, der sogenannte "große Stern von Afrika". Dieser soll 540 Karat wiegen, was umgerechnet mehr als 100 Gramm wären, und wurde 1905 in Südafrika gehoben. Zu dem Zeitpunkt stand das Land unter britischer Herrschaft, und die Kolonialherren schenkten den Diamanten damals King Edward zum 66. Geburtstag. Nun, kurz vor der Krönung von Charles III., kommen aus Südafrika Forderungen nach Rückgabe des Diamanten, der inzwischen das Herzstück des königlichen Zepters bildet. "Menschen mussten sterben, Blut wurde für diese Diamanten vergossen, damit sie ihren Weg nach Großbritannien finden", sagte der Abgeordnete Vuyolwethu Zungula von der kleinen Oppositionspartei African Transformation Movement.
Kirchentag widmet sich Umweltschutz
Nicht mehr lange, dann startet der Deutsche Evangelische Kirchentag in Nürnberg. Unter anderem werden Politiker wie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, aber auch Wissenschaftler und Vertreter der Klimaschutzbewegung dort zu Gast sein. Damit dürfte auch einer der Schwerpunkte klar sein: Nachhaltigkeit und Umweltschutz, abgehandelt in mehr als 100 Veranstaltungen vom 7. bis 11. Juni. "Umweltschutz, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Schöpfungsbewahrung - all das ist für uns ein dauerhafter Prozess, in dem der Kirchentag sich ständig weiter verbessern muss und wird", sagt Stefanie Rentsch, Studienleiterin und Vorständin für das gesellschaftliche Programm des Kirchentages. 100.000 Menschen werden erwartet, darunter Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz.
Die Grünen wollen sich im Osten anstrengen
In Ostdeutschland sind die Umfragewerte der Grünen eher ausbaufähig. Damit sich das ändert, will sich die Ampel-Partei dort stärker um Wählerinnen und Wähler bemühen. "Man merkt sehr deutlich, dass wir allein mit den grünen Kernthemen wie Klima- und Umweltschutz dort keine Unterstützung in der Breite gewinnen", sagte die Politische Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Emily Büning, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb wolle die Partei zeigen, welche Chancen die Energiewende für die Menschen im Osten zu bieten hat. Wind und Sonne können demnach die Grundlage für ein neues Wirtschaftswunder schaffen. Ob das Wörtchen "Wirtschaftswunder" hier vielleicht etwas weit gegriffen ist, muss sich noch zeigen.
Mann setzt versehentlich Haus in Brand
Als ein Mann in Bayern das Unkraut in seiner Hofeinfahrt via Bunsenbrenner bearbeitete, setzte er versehentlich ein Nachbarhaus in Brand. Durch Funkenflug entzündete sich eine Hecke auf dem Nachbargrundstück, das Feuer griff anschließend auf ein angrenzendes Doppelhaus über und setzte den Dachstuhl in Brand. Das Haus sei darauf unbewohnbar gewesen, verletzt worden sei aber laut Polizei niemand. Gegen den 83-Jährigen wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.
ntv-Reporter zur aktuellen Lage nach Zugunglück nahe Hürth
Südlich von Köln kommt es zu einem schlimmen Unfall. Ein Zug fährt in eine Gruppe von Bahnarbeitern. Zwei Menschen kommen ums Leben, fünf Arbeiter, die das Unglück mit ansehen müssen, erleiden Schocks. Feuerwehr und Polizei sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. ntv ist vor Ort und berichtet über die Lage.
Nach Klebeaktion an Rubens-Gemälde: Klimaaktivisten vor Gericht
Trifft Kunst auf Klimaaktivismus, kommen meist hitzige Debatten zustande, häufig auch Gerichtsverfahren - diesmal in München. Dort wählten Klimaaktivisten in einem Museum das Gemälde "Der Bethlehemetische Kindermord" von Peter Paul Rubens für eine Klebeaktion aus. Es war eine bewusste Wahl, denn in der abgebildeten Darstellung von Babys, die aus den Armen ihrer Mütter geraubt werden, könne der Zukunftsraub der Jugend aufgrund politischer Versäumnisse in Sachen Klimaschutz interpretiert werden, sagt einer der beteiligten Aktivisten. Der sowie zwei weitere müssen sich vor dem Amtsgericht München verantworten.
Der Vorwurf: gemeinschädliche Sachbeschädigung.
Bei der Aktion soll der vergoldete Rahmen des Gemäldes, ein Stück aus dem 18. Jahrhundert mit einem geschätzten Wert von rund 50.000 Euro, zu Schaden gekommen sein. Restauratoren sagen, der Kleber hätte sich in den Rahmen gefressen, was den Wert dauerhaft um rund 5000 Euro mindere, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Außerdem soll die rote Bespannung der Wand Kleberspritzer abbekommen haben, die sich nicht mehr aus dem Gewebe lösen lassen.
Passagier hält Notlandung in Panama mit Kamera fest
In rasanter Geschwindigkeit muss eine Cessna in Panama notlanden. Den Weg aus der Luft bis zum Aufschlag auf einer Straße hält ein Passagier fest. Verletzt wird glücklicherweise niemand. Nach dem Aufprall können sowohl Insassen als auch Pilot aus dem Flugzeug steigen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege Robin Grützmacher verabschiedet sich in den Feierabend und ich übernehme an dieser Stelle. Mein Name ist Tim Kröplin und ich führe Sie durch den Nachmittag und Abend. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: dertag@ntv.de.
Ed Sheeran steht vor Gericht - und hat Angst, "erledigt" zu werden
Derzeit stehen für Ed Sheeran regelmäßige Gerichtstermine in New York auf dem Programm. Und dabei geht es nicht nur um Plagiatsvorwürfe wegen eines Songs des britischen Sängers - sondern womöglich um die Zukunft einer ganzen Branche. Denn die eigentliche Frage bei dem Prozess ist: Sind Akkordfolgen urheberrechtlich geschützt? Sheeran ist angeklagt, bei seinem Hit "Thinking Out Loud" beim US-Soul-Sänger Marvin Gaye abgeschrieben zu haben. Geklagt haben die Erben des Songwriters Ed Townsend, der den Soul-Klassiker "Let's Get It On" aus dem Jahr 1973 zusammen mit Gaye verfasste. Gayes Hit habe "auffällige Ähnlichkeiten und offensichtliche Gemeinsamkeiten" mit Sheerans Song "Thinking Out Loud" von 2014, sagen die Kläger.
Der Prozess ist der jüngste in einer Reihe hochkarätiger Urheberrechtsfälle, welche die Branche in Aufruhr versetzen. Vor Gericht griff Sheeran in seiner Verzweiflung sogar zur Gitarre, um Richtern und Geschworenen zu beweisen, dass die beanstandete Akkordfolge seines Songs ein grundlegender Baustein der Popmusik sei, der nicht urheberrechtlich geschützt werden könne. Andere Songwriter hätten ihm gesagt "Du musst für uns gewinnen", erklärte Sheeran. Setzten sich die Kläger durch, "dann bin ich erledigt", sagte der 32-Jährige mit verzweifelter Stimme. "Ich finde es wirklich beleidigend, wie die Arbeit meines ganzen Lebens von jemandem herabgesetzt wird, wenn er sagt, dass ich geklaut habe."
Lang, Klingbeil, Lindner und Merz diskutieren um 18.15 Uhr bei ntv
Außergewöhnliche Premiere auf dem diesjährigen Ludwig-Ehrhard-Gipfel am Tegernsee: Die Vorsitzenden der Regierungsparteien Ricarda Lang, Lars Klingbeil und Christian Lindner sowie CDU-Chef und Oppositionsführer Friedrich Merz treffen in der großen TV-Arena aufeinander. Die Diskussionsrunde widmet sich den wichtigsten innen- sowie außenpolitischen Themen des Landes. In den letzten Wochen gab es innerhalb der Ampelkoalition zahlreiche teils erbitterte Konflikte über die Heizwende, den Ausbau von Autobahnen oder auch soziale Investitionen wie die Kindergrundsicherung.
ntv überträgt den von Nikolaus Blome moderierten Talk um 18.15 Uhr live.
Wiener Gemeinde lockt Hunderte Menschen mit Gratis-Tattoo
Silas Becks ist begeistert: "Die katholische Kirche ist ein sehr enges Hemd, aber für diese Aktion macht sie zwei Knöpfe auf." Der Tätowierer darf seinem Handwerk am Stephansdom nachgehen, samt geweihtem Equipment. Die Tattoos sind christlich - und kostenlos.
"Hinterfotzigkeit" - FDP-Bundestagsabgeordneter eskaliert auf Twitter
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Max Mordhorst hat erneut mit einem Beitrag auf Twitter für negative Aufmerksamkeit gesorgt. Ende März freute sich der Kieler dort noch darüber, dass die A23 in Schleswig-Holstein zur Liste von 144 Autobahnprojekten mit überragendem Interesse hinzukommt. Doch mittlerweile ist unklar, ob dies wirklich so geschieht. CDU-Politiker Lukas Kilian antwortete deswegen in Bezug auf den Twitter-Beitrag von Mordhorst: "Der ist nicht gut gealtert."
Der FDP-Politiker schrieb daraufhin: "Stimmt, habe die Hinterfotzigkeit von Habeck tatsächlich unterschätzt. Das werdet Ihr mit den Grünen, mit denen Ihr ja trotz schwarz-gelber Mehrheit ins Bett gestiegen seid, auch noch zu spüren bekommen." In Schleswig-Holstein hatte sich die CDU nach der letzten Landtagswahl für eine Koalition mit den Grünen statt der FDP entschieden. Robert Habeck wird vorgeworfen, den schnelleren Ausbau der A23 zu verhindern, was dieser jedoch bestreitet. CDU-Politiker Kilian ging die Aussage von Mordhorst zu weit. Er teilte mit: "Wir pflegen wechselseitig einen anständigen Umgang mit unserem Koalitionspartner."
Der 27-jährige Mordhorst, der bei der letzten Wahl zum ersten Mal in den Bundestag eingezogen ist, setzt immer wieder polarisierende Tweets ab. Vor einigen Wochen beschwerte er sich, in Kiel 24 Minuten nach einem Parkplatz gesucht und dabei "Klima und dem Geldbeutel" geschadet zu haben. Letztes Jahr schrieb er: "Ich freue mich schon richtig auf mein neues Auto, mit dem ich mit 200 über die Autobahn kacheln werde, wenn ich’s eilig habe, kaum noch Termine verpasse, wenn’s mal unerwartet schneit und endlich weitgehend diese unzuverlässige Bahn hinter mir lassen kann."
Furcht vor Kriminellen: Ostdeutsche viel ängstlicher als Westdeutsche
Relativ wenige Menschen in Deutschland fürchten sich einer Umfrage zufolge davor, Opfer einer Straftat zu werden. Mit 19 Prozent hat etwa jeder fünfte Befragte Angst, in die Fänge von Kriminellen zu geraten, wie aus den am Donnerstag vorgestellten Ergebnissen der Langzeitstudie "Die Ängste der Deutschen" der R+V-Versicherung in Wiesbaden hervorgeht.
Dabei ist die Angst vor Straftaten im Osten der Bundesrepublik mit einem Wert von 29 Prozent deutlich höher als im Westen mit 17 Prozent. Auch zwischen den Geschlechtern stellte die Umfrage Unterschiede fest: Rund ein Viertel der Frauen - 24 Prozent - hat Angst vor Straftaten. Bei den Männern sind es hingegen zehn Prozentpunkte weniger. Während sich beispielsweise nur elf Prozent der Männer davor fürchten, ausgeraubt zu werden, ist es bei den Frauen jede vierte.
Die Studie zeigt zudem, dass sich ältere Menschen mehr vor Straftaten fürchten als jüngere: 26 Prozent der über 60-Jährigen haben große Angst davor. Das sind fast doppelt so viele wie bei den Befragten unter 40 Jahren. Demnach spiegelt sich die 2022 erstmals seit fünf Jahren gestiegene Zahl von Straftaten nicht in den festgestellten Ängsten der Deutschen wider. Im Langzeitvergleich sank diese Angst seit Beginn der Befragung kontinuierlich. "In den 90er Jahren war diese Sorge deutlich höher", teilte Studienleiter Grischa Brower-Rabinowitsch mit. "Damals lagen die Werte vielfach über der 40-Prozent-Marke."
Schlimmer Verdacht nach Feuer - US-Behörden suchen nach Waffennarren
Stolz präsentiert der Mann sein Schrotgewehr mit Brandmunition und führt vor laufender Kamera Schießübungen aus. Das gepostete Video eines US-Waffennarren könnte diesem nun zum Verhängnis werden. Denn der schießfreudige Mann ist mutmaßlich verantwortlich für ein großes Buschfeuer.
Lebenswichtige Güter abgezweigt - UN stoppt Hilfslieferungen in Krisenregion
Das UN-Welternährungsprogramm hat nach eigenen Angaben seine Lieferungen in die äthiopische Krisenregion Tigray eingestellt. Wesentliche Teile der Lebensmittellieferungen seien nicht bei den Bedürftigen angekommen, sondern abgezweigt und verkauft worden, erklärte die Einrichtung der Vereinten Nationen zur Begründung. Wer dafür verantwortlich sei, wurde nicht mitgeteilt. Die Lieferungen würden erst dann wieder aufgenommen, wenn die zuständigen Partner eine ordnungsgemäße Verteilung sicherstellten. Ähnlich hatte sich bereits die Entwicklungshilfe-Behörde der USA geäußert.
Die Zentralregierung Äthiopiens und Rebellen in der Region Tigray hatten im November einen zwei Jahre währenden Bürgerkrieg beendet. Infolge der Kämpfe waren Zehntausende Menschen ums Leben gekommen, Hunderttausende in Hungersnot geraten und Millionen vertrieben worden.
Als "Zeichen gegen Wucher" - ADAC will neuen Dienst für alle starten
Der Automobilclub ADAC will bundesweit einen Schlüsseldienst anbieten, auch für Nichtmitglieder. "Damit werden wir der einzige deutschlandweite Anbieter", sagte ADAC-Präsident Christian Reinicke der "Süddeutschen Zeitung". Gleichzeitig wolle der Verband damit "ein Zeichen gegen den Wucher mancher Schlüsseldienste" setzen. Ein Pilotprojekt ist laut ADAC erfolgreich verlaufen.
Der ADAC ist mit über 21 Millionen Mitgliedern Europas größter Verein. Präsident Reinicke sagte der Zeitung, Klimaschutz sei das Thema Nummer eins auch im ADAC. In Sachen Mobilität wolle der Verein "Wegweiser und Berater für seine Mitglieder sein", nicht aber Verteidiger des Status quo. "Mobilität ist heute viel mehr als nur Auto. Da reichen die alten Verhaltensmuster nicht mehr."
Minister Buschmann feiert Star-Wars-Tag - und blamiert sich
Heute ist nicht nur Welt-Passwort-Tag und Erdüberlastungstag, sondern auch Star-Wars-Tag. Denn der 4. Mai wird auf Englisch May, the 4th ausgesprochen, was an "May the Force be with you" (Möge die Macht mit dir sein) erinnert, einem der bekanntesten Sätze aus der Kino-Reihe "Star Wars". Justizminister Marco Buschmann postet aus diesem Anlass ein Foto auf Twitter. Dazu schreibt er: "Happy #StarWarsDay! Yoda und ich werfen heute einen Blick in weit entfernte Galaxien für Ideen, wie wir unseren Heimatplaneten moderner, besser und freier machen können."
Der FDP-Politiker bringt dabei FDP-Politik (Freiheit) und eine gekonnte Anspielung auf "Star Trek" (die weit entfernten Galaxien) unter, macht aber auch einen Fehler, der Star-Wars-Fans sofort auffällt und bei Twitter-Nutzern für Spott sorgt: Auf dem Foto ist keinesfalls Yoda zu sehen, der durch die Kinofilme weltbekannt wurde. Es handelt sich vielmehr um Grogu, der in der Serie "The Mandalorian" auftritt.
Buschmann reagiert auf die Kritik: Sein Hinweis, dass Grogu zu Serienstart wegen seines Aussehens auch Baby-Yoda genannt wurde, stimmt zwar. Doch beide Figuren haben nach Aussage der Serienmacher außer der Spezies nichts gemein.
Nachtrag: Kenntnisreicher feiert übrigens Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Star-Wars-Tag. Auch er hat eine Grogu-Puppe in der Hand - vielleicht sogar als Reaktion auf Buschmann -, verwechselt sie in einem Twitter-Video aber nicht mit Yoda.
London rüstet sich nach brisantem Vorfall für Charles-Krönung
Tausende Soldaten und noch deutlich mehr Schaulustige sind am Wochenende anlässlich der Krönung von Charles III. in London. Während die Stadt sich für den royalen Anlass herausputzt, plant der britische Geheimdienst die lückenlose Überwachung der Zeremonie. Für Wirbel sorgt eine Festnahme am Dienstagabend:
Das große Event findet am Samstag statt. Charles III. wird dann in der Londoner Westminster Abbey zum König gekrönt - ein Ereignis, das so auch medial noch nie da gewesen ist. 70 Jahre lang hat Königin Elisabeth II. auf dem Thron gesessen.
Zocken Firmen die Bevölkerung ab? Esken spricht von "unanständigem Handeln"
SPD-Chefin Saskia Esken will wegen der hohen Inflation Firmengewinne genauer unter die Lupe nehmen. Die Parteichefin warf den Unternehmen angesichts der anhaltenden Inflation gegenüber dem "Handelsblatt" ein "unanständiges" Verhalten vor. Zwar seien der Krieg in der Ukraine, steigende Energiepreise und Lieferengpässe die Hauptursachen für steigende Preise, teilweise seien sie aber "auch deshalb gestiegen, weil die Unternehmen ihre Gewinnmargen kräftig erhöht haben", sagte Esken.
"Wer gestiegene Kosten nur vorschiebt, um seinen Gewinn zu erhöhen, handelt unanständig", fügte sie hinzu. Es sei nicht hinzunehmen, dass Familien am Essen sparen müssten, um über die Runden zu kommen, während Unternehmen die Preise hochhielten. Zuerst sei es die Aufgabe des Bundeskartellamts zu prüfen, wie die Preissteigerungen zustande kommen. Sie schloss jedoch weitergehende Schritte wie eine staatliche Beobachtungsstelle - wie etwa in Spanien - nicht aus. Mehr Transparenz sei zu begrüßen.
Traumhafte Aussichten beim Wetter - aber nur für kurze Zeit
Die Wetteraussichten für Donnerstag lassen in einigen Regionen Sommergefühle aufkommen: Ein Hoch bringt freundliches und warmes Wetter aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland. Die Temperaturen könnten sogar auf über 25 Grad klettern. Leider ist das Glück nur von kurzer Dauer, denn ab Freitag wird es verbreitet wieder nass.
Mutter von Aaron und Nick Carter festgenommen
Bei einem Streit um die Fernbedienung ihres Fernsehers soll Jane Schneck, die Mutter von Aaron und Nick Carter, gewalttätig geworden sein. Sie wurde daraufhin am vergangenen Wochenende im Hernando County im Bundesstaat Florida festgenommen. Das berichten die "Los Angeles Times" und "TMZ". Die 64-Jährige soll demnach bei einem Streit mit ihrem Ehemann um die Fernbedienung ihres Fernsehers handgreiflich geworden sein.
Laut des Sheriff-Büros von Hernando County hatten die beiden getrunken, als der Streit begann. "Der Fernseher lief ganz offensichtlich zu laut", erklärte eine Sprecherin der Polizei der "Los Angeles Times". Der Ehemann wollte jedoch schlafen gehen und die Lautstärke soll ihn gestört haben. Schneck soll wütend geworden sein, als er begann, sie auf Video aufzunehmen, was den Streit eskalieren ließ.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
das Beste vorneweg: wettertechnisch steht vielen von Ihnen heute ein wunderbarer Tag bevor. In weiten Teilen des Landes lässt sich die Sonne blicken und die Temperaturen liegen um die 20 Grad. Besonders für den Süden, Westen und Osten ist der Ausblick super. Leider ist das Glück nur von kurzer Dauer, denn ab Freitag wird es verbreitet wieder nass.
Nachrichtlich hat der Donnerstag auch etwas zu bieten:
Vor dem Verwaltungsgericht wird die Klage des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder wegen des Entzugs von Sonderrechten verhandelt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte dem Altkanzler im Frühjahr 2022 das Anrecht auf Büro und Mitarbeiter entzogen. Das will Schröder nicht hinnehmen. Eine Entscheidung heute ist möglich.
Im Sudan soll heute die siebentägige Waffenruhe in Kraft treten. Armee und Paramilitär wollen für eine ganze Woche die Waffen schweigen lassen. Dies soll den Weg zu Verhandlungen über eine Beilegung des bewaffneten Konfliktes ebnen. Die letzten Waffenstillstandsvereinbarungen waren immer wieder gebrochen worden.
Außerdem entscheidet die EZB heute über die Leitzinsen im Euro-Raum. Erwartet wird, dass die Währungshüter um Notenbank-Chefin Christine Lagarde wegen der hartnäckig hohen Inflation im Euro-Raum die Schlüsselsätze erneut heraufsetzen werden. Die Fed hatte am Vortag den Leitzins um weitere 0,25 Prozent erhöht.
In Genf sprechen unabhängige Experten unter anderem darüber, ob der Gesundheitsnotstand wegen der Corona-Pandemie weiter aufrechterhalten werden sollte. Sie beraten die WHO, die die Entscheidung trifft. Der Gesundheitsnotstand ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Er gilt zurzeit auch wegen der Mpox-Ausbrüche ("Affenpocken") in mehr als 100 Ländern im vergangenen Jahr.
Alle Entwicklungen im Ukraine-Krieg können Sie hier in unserem Liveticker lesen. Mein Name ist Robin Grützmacher. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an robin.gruetzmacher@ntv.de.
ZDF stellt beliebte Sendung nach über 25 Jahren ein - letzter Termin steht
Bereits zu Beginn dieses Jahres verkündete das ZDF, sein Promi-Magazin "Leute heute" nach über 25 Jahren einzustellen. Gegenüber DWDL.de hat der Sender nun auch den finalen Ausstrahlungstermin mitgeteilt: Am 29. September ist die letzte Ausgabe zu sehen. Statt "Leute heute" soll in Zukunft eine verlängerte Ausgabe von "Hallo Deutschland" laufen.
Schuld am Aus der Sendung sind laut DWDL.de nicht die (nach wie vor hohen) Quoten, sondern eine Umschichtung von 100 Millionen Euro zugunsten jüngerer Programme. Davon sollen auch die beiden Krimiserien "SOKO Hamburg" und "Letzte Spur Berlin" betroffen sein, von denen sich der öffentlich-rechtliche Sender trennen wird.
Erdogan schlägt verbal um sich - doch sein Ende könnte nah sein
Es sind entscheidende Tage für Recep Tayyip Erdogan. Der türkische Präsident kämpft - nicht nur gegen gesundheitliche Probleme, die ihn für mehrere Tage außer Gefecht setzten, sondern auch gegen die Stimmung gegen ihn. Eine Reihe von Umfragen zur Präsidentschaftswahl am 14. Mai sieht den 69-Jährigen hinter seinem sozialdemokratischen Herausforderer Kemal Kilicdaroglu. Entsprechend aggressiv startete Erdogan in die letzten Wochen seines Wahlkampfs. Bei Auftritten kündigte er einen "vernichtenden Sieg" an und warf der Opposition "skandalöse Aussagen" vor.
Politisch ist Erdogan schon länger angeschlagen. Die umstrittene Wirtschaftspolitik des islamisch-konservativen Staatschefs hat einen Teil seiner Wählerschaft in die Armut getrieben, die Inflationsrate ist horrend hoch. Auch sein Krisenmanagement nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und Nordsyrien vom 6. Februar mit mehr als 50.000 Toten wird scharf kritisiert. Und die Opposition hat sich fast geschlossen hinter einem einzigen Kandidaten versammelt: Kemal Kilicdaroglu, Vorsitzender der von Mustafa Kemal Atatürk gegründeten sozialdemokratischen Partei CHP, will Erdogan ablösen und liegt manchen Umfragen zufolge deutlich vorn.
"Wäre ein furchtbarer Schock" - Kriegt Prinz Andrew großen Auftritt bei Charles-Krönung?
Die Charles-Biografin Catherine Mayer will einen Auftritt des in Verruf geratenen Prinzen Andrew auf dem Balkon des Buckingham-Palasts nach der Krönung nicht ausschließen. Sollte Andrew tatsächlich dabei sein, wäre das ein "furchtbarer Schock", sagte die Autorin des Buchs "Charles III. - mit dem Herzen eines Königs". Ähnlich wie bei anderen großen Anlässen wird sich die Royal Family nach der Krönung von König Charles III. am Samstag auf dem Balkon des Schlosses zeigen.
Erwartet wird, dass Andrew nicht bei dem öffentlichen Auftritt dabei sein wird. Er musste seine royalen Aufgaben wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal um den inzwischen toten US-Multimillionär Jeffrey Epstein zwangsweise niederlegen. Es wird außerdem damit gerechnet, dass der jüngere Sohn von Charles, Prinz Harry, ebenfalls nicht auf dem Balkon auftreten wird. Er und Andrew sind aus dem engeren Kreis der Royals ausgeschieden.
"Wirklicher Fortschritt für Patienten" - Medikament soll bei Alzheimer helfen
Ein neues Alzheimer-Medikament verlangsamt einer Studie des Herstellers Eli Lilly zufolge das Fortschreiten der Krankheit im frühen Stadium. Noch in diesem Quartal solle nun die Zulassung für Donanemab bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt werden, teilte der US-Pharmakonzern Eli Lilly mit. Experten sprachen von einem "wirklichen Fortschritt", warnten aber auch vor Nebenwirkungen. In einer 18-monatigen sogenannten Phase-III-Studie mit mehr als 1700 Teilnehmern zeigten die Menschen, die Donanemab bekommen hatten, nach Unternehmensangaben rund 35 Prozent weniger kognitive Beeinträchtigungen, als solche, die ein Scheinmedikament erhalten hatten.
Bereits im Januar war in den USA das Medikament Leqembi zugelassen worden, das einen ähnlichen Ansatz verfolgt. Es wurde vom US-Unternehmen Biogen zusammen mit dem japanischen Pharmaunternehmen Eisai entwickelt und enthält den Antikörper Lecanemab. An beiden Medikamenten gibt es jedoch wegen Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen und Blutungen auch viel Kritik. Die Studienergebnisse zu Donanemab seien ein "wirklicher Fortschritt für die Patienten", sagte Frank Jessen, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Köln.