Donnerstag, 13. Mai 2021Der Tag

mit Nicole Ankelmann
Nicole Ankelmann
22:29 Uhr

Das war Donnerstag, der 13. Mai 2021

Es war in weiten Teilen Deutschlands ein verregneter Feiertag, der leider im Nahen Osten keine Entspannung brachte. Dort spitzt sich der Konflikt zwischen Israel und Palästina weiter zu. Aber auch Corona ist natürlich weiterhin ein Thema, wenngleich hier bevorstehende Lockerungen für ein bisschen bessere Laune sorgen.

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und morgen einen schönen Start ins Wochenende! Bis bald!

22:17 Uhr

Falsche Wasserwerk-Mitarbeiter stehlen Kölner Seniorin Schatulle mit Schmuck

Wie skrupellos kann man sein? In Köln haben sich zwei als Mitarbeiter der Wasserwerke verkleidete Männer Zutritt zur Wohnung einer alten Dame verschafft und ihren kompletten Schmuck gestohlen. Am gestrigen Vormittag klingelten die Diebe laut Polizei bei der 83-Jährigen und behaupteten, die Wasserleitungen überprüfen zu müssen.

Während einer der Betrüger mit der Seniorin durch die Wohnung ging, stahl der andere eine Schatulle mit Schmuck aus ihrem Schlafzimmer. Die Männer sollen etwa 30 Jahre alt sein und zur Tatzeit beigefarbene Latzhosen getragen haben. Die Polizei sucht jetzt dringend nach Zeugen, um der alten Dame ihre Habseligkeiten bald zurückgeben zu können.

21:51 Uhr

Mann schießt in israelischer Stadt Lod auf patrouillierende Juden

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina eskaliert weiter. In der israelischen Stadt Lod hat ein Mann auf eine Gruppe bewaffneter Juden geschossen und dabei einen Menschen am Bein verletzt. Ein Augenzeuge der Tat berichtete der Nachrichtenagentur AFP, der Schütze habe mit einer halbautomatischen Waffe auf die Gruppe Israelis gefeuert, die durch ein Viertel der Stadt patrouillierten, in dem die Lage besonders angespannt ist.

Seit Montagabend sind aus dem Gazastreifen mehr als 1600 Raketen auf Israel abgefeuert worden, die israelische Armee bombardierte ihrerseits rund 600 Mal Ziele im Gazastreifen. Dort wurden mindestens 87 Menschen getötet, in Israel sieben.

21:24 Uhr

Polizei identifiziert Verdächtigen nach antisemitischen Vorfällen in Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen kann die Polizei einen raschen Fahndungserfolg verzeichnen. Nach der antisemitischen Demonstration am Mittwochabend, bei der sich etwa 180 Menschen vom Bahnhofsvorplatz aus in Richtung Synagoge auf den Weg machten, konnten die Beamten einen Tatverdächtigen identifizieren.

Es handelt sich demnach um einen 26 Jahre alten Deutsch-Libanesen aus der Stadt selbst, wie die Polizei mitteilte. Der Staatsschutz habe eine Ermittlungskommission eingerichtet, um schnell weitere Details aufzuklären.

20:52 Uhr

Prozess gegen Kollegen von Chauvin im George-Floyd-Fall auf 2022 verschoben

Es war wohl einer der aufsehenerregendsten Prozesse des laufenden Jahres. Ende April wurde Derek Chauvin wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd verurteilt, das Strafmaß wird allerdings erst im Juni bekannt gegeben.

Die ebenfalls angeklagten Kollegen des Ex-Polizisten sollten sich im kommenden August vor Gericht verantworten. Nun aber wurde dieser Prozess auf das nächste Jahr verschoben. So soll unter anderem der zeitliche Abstand zu Chauvins Verurteilung vergrößert werden, um ein faires Verfahren zu ermöglichen. Außerdem könne die gesonderte Anklage nach Bundesrecht in der Zwischenzeit vorangetrieben werden, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft in Minneapolis weiter.

Den Ex-Polizisten Alexander Kueng, Tou Thao und Thomas Kiernan Lane wird Beihilfe zum Mord und zum Totschlag zweiten Grades zur Last gelegt. Ihnen könnten mehrjährige Haftstrafen drohen.

20:27 Uhr

Schottischer Abgedordneter leistet Amtseid auf Deutsch und wirbt so für die EU

Das erleben schottische Abgeordnete sicherlich nicht so oft: Als in Edinburgh ein neues Mitglied in ihren Reihen vereidigt wird, hält der Mann seinen Schwur nicht nur in englischer Sprache, sondern auch auf Deutsch.

"Ich, Angus Robertson, gelobe feierlich, aufrichtig und wahrhaftig, loyal zu sein und Ihrer Majestät, Königin Elizabeth, ihren Erben und Nachfolgern gewissenhaft die Treue zu halten", sagte der Politiker der Regierungspartei Schottischen Nationalpartei (SNP).

Doch wie kommt es zu so etwas? Ganz einfach: Der 51-Jährige hat eine deutsche Mutter und spricht fließend Deutsch. Der frühere Fraktionsvorsitzende der SNP im britischen Parlament und ehemalige BBC-Korrespondent hatte bei der Abstimmung am 6. Mai als Direktkandidat den Wahlbezirk Edinburgh Central gewonnen. Eben dort leben besonders viele EU-Bürger, die in Schottland wählen dürfen. Die SNP macht sich für die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich sowie die Rückkehr in die EU stark.

20:01 Uhr

Nawalny-Team will Protest-Strategie ändern

Das Team um Kreml-Kritiker Alexej Nawlany kündigt an, seine Strategie ändern zu wollen. Zukünftig sollen Proteste nicht mehr im Vorfeld angekündigt werden, sondern spontan stattfinden. Das schrieb Nawalnys Vertrauter Leonid Wolkow in den sozialen Netzwerken.

Grund dafür sind die mehr als 1700 Festnahmen, die allein bei Protesten im April erfolgten. Die russischen Behörden gehen seit Monaten gegen Nawalnys Team vor. Momentan entscheidet ein Moskauer Gericht über einen Antrag der Staatsanwaltschaft, verschiedene seiner Organisationen als extremistisch einzustufen.

Nawalny selbst ist inzwischen seit 115 Tagen inhaftiert. Seine Anwälte wollen jetzt gegen den Strafvollzug klagen, weil sie keine Handys und Laptops mehr zu den Treffen mit dem 44-Jährigen im Straflager bringen dürften.

19:33 Uhr

Kourtney Kardashian verpasst ihrem Freund ein neues Tattoo

Sind Sie aufgrund von Lockdown-Langweile auch immer auf der Suche nach einem neuen Hobby? Dann hätte ich jetzt einen Vorschlag für Sie: Wie wäre es mit Tätowieren? Dass das gar nicht so schwer ist, zeigt jetzt Kourtney Kardashian. Sie hat ihrem Freund Travis Barker einen Schriftzug verpasst.

Gut, bei Barker, dem Schlagzeuger der Band Blink-182, fällt eine Tätowierung mehr oder weniger jetzt nicht unbedingt auf. Dennoch dürfte er sich über das Motiv seiner Liebsten gefreut haben, steht dort nun auf seinem Arm in Englisch doch "Ich liebe dich". Ob er das Tattoo allerdings auch in einigen Tagen, wenn es dann verheilt ist, wieder findet, ist fraglich. Mir bleibt abschließend dazu dann doch nur zu sagen: Bitte nicht zu Hause nachmachen.

19:15 Uhr

Spanien will per neuem Gesetz bis 2050 klimaneutral werden

Diese Meldung dürfte nicht nur Greta Thunberg freuen: Das spanische Parlament hat in Madrid ein Gesetz verabschiedet, mit dem das Land spätestens bis 2050 klimaneutral werden soll - das bedeutet, dass Treibhausgasemissionen bis dahin in allen Bereichen wie Industrie, Verkehr und Landwirtschaft fast vollständig vermieden werden sollen.

Das Gesetz sei "ein Meilenstein", "der schon lange nötig war", sagte die Ministerin für Ökologischen Übergang der linken Regierung, Teresa Ribera. Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace und WWF begrüßten die Verabschiedung, betonten aber, dass das Gesetz nicht ehrgeizig genug sei. Es schreibt unter anderem vor, dass bis 2030 die CO2-Emissionen um 23 Prozent niedriger liegen sollen als 1990 und dass mindestens 42 Prozent des Endverbrauchs an Energie aus erneuerbaren Quellen stammen sollen. Der Verkauf von umweltverschmutzenden Fahrzeugen soll bis 2040 verboten, der Verkehr zunehmend aus den Innenstädten verdrängt werden.

18:36 Uhr

Prinz Harrys Leben war ein Mix aus "'Truman Show' und einem Zoo"

Viele hadern mit ihrer Familie, doch nur wenige gehen den Schritt, sich von ihr zu lösen. Prinz Harry hat es getan und ist mit seiner Ehefrau, Herzogin Meghan, samt Sohn Archie von Großbritannien nach Los Angeles gezogen. Ein Schritt, den er bislang nicht bereut hat, wie er jetzt in einem Podcast betont.

Sein Leben als Mitglied der Royal Family sei eine Mischung aus "'Truman Show' und einem Zoo" gewesen, sagte der Enkel der Queen bei "Armchair Expert". Mit Meghan habe er anfangs im Supermarkt so getan, als würden sie sich nicht kennen. Sie diskutierten ihre Einkäufe aus verschiedenen Gängen heraus per SMS.

Bei der Erziehung von Archie und dessen Schwester, die im Sommer geboren wird, will der 36-Jährige den Kreislauf von "Schmerz und Leiden" beim Aufwachsen durchbrechen. "Manchmal muss man Entscheidungen treffen und seine Familie an die erste Stelle setzen und seine geistige Gesundheit an die erste Stelle setzen", sagte er.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:06 Uhr

Aufbau von 750-Tonnen-Kränen an der A40 bei Mülheim legt Verkehr lahm

Autofahrer im Ruhrgebiet brauchen mal wieder starke Nerven, ist doch seit gestern Abend die viel befahrene A40 bei Mülheim an der Ruhr gesperrt. Fachleute der Bahn haben heute damit begonnen, zwei riesige 750-Tonnen-Kräne aufzubauen. Damit soll schweres Bohrgerät auf die Baustelle gehoben werden, um damit tiefe Löcher für die Befestigung von zwei Behelfs-Eisenbahnbrücken zu bohren.

241532925.jpg

Die Kräne können einiges heben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Allein der Aufbau der Kräne dauert fünf bis sechs Stunden, nach getaner Arbeit müssen sie direkt wieder abgebaut werden. An der Baustelle sei die Zeit knapp, so eine Sprecherin der Bahn. Denn die Autobahn-Sperrung soll nur bis morgen Abend um 22 Uhr dauern. Für alle Pendler, die dort vorbeimüssen, ist das aber wohl lange genug.

Bei einem Tanklasterunfall Mitte September 2020 waren die Brücken schwer beschädigt und später abgerissen worden. Mitte August sollen Ersatzbrücken montiert werden. Insgesamt liegt der Schaden bei einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

17:31 Uhr

Boris Johnson will gegen "unbegründeten" Mahnbescheid vorgehen

Eigentlich sollte man ja meinen, das Großbritanniens Premierminister gerade andere Sorgen hat, und doch wehrt sich Boris Johnson jetzt gegen die Zahlung von 535 Pfund, also umgerechnet etwa 620 Euro. Über diese Summe hatte er im Oktober von einem Gericht einen Mahnbescheid zugestellt bekommen.

Den bezeichnet die Regierung nun als "unbegründet". Es handle sich um einen Fall von Rechtsmissbrauch und man werde sich darum bemühen, dass er zurückgenommen werde, so ein Sprecher. Worum es genau geht, ist unklar. Laut BBC soll es sich um Forderungen im Zusammenhang mit Verleumdungsvorwürfen gegen den Premier handeln. Ein Regierungssprecher hatte zuvor lediglich versichert, es habe nichts mit der aufwendigen Renovierung der Dienstwohnung Johnsons zu tun.

17:06 Uhr

Delivery-Hero-Chef rechtfertigt sein Gehalt von fast 46 Millionen Euro in 2020

Bei dieser Meldung und dem gleichzeitigen Gedanken an Ihre eigene Gehaltsabrechnung müssen Sie jetzt ganz stark sein. Der Gründer und Chef des Essens-Lieferdienstes Delivery Hero, Niklas Östberg, hat im vergangenen Jahr 45,7 Millionen Euro verdient. Damit könnte man ihn wohl als Gewinner der Pandemie bezeichnen, denn im Jahr 2019 und damit vor Corona, waren es "nur" 350.000 Euro. Östberg hat aber eine andere Erklärung für diese massive Auszahlung.

östberg.png

Niklas Östberg ist ein Gewinnertyp.

Der 40-jährige Schwede rechtfertigt den Betrag laut der "Süddeutschen Zeitung" so: "Das sind vor allem Optionen, die sieben und acht Jahre alt sind, die ich erhalten habe, als Delivery Hero noch sehr klein war." Das Unternehmen sei seitdem stark gewachsen, deshalb sei daraus "eine Riesen-Summe" geworden.

Kürzlich hatte er bekannt gegeben, dass Delivery Hero auch in Deutschland wieder einen Lieferdienst aufbauen will. Ende 2018 hatte der Konzern das Deutschland-Geschäft an einen Konkurrenten verkauft.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:02 Uhr

Schlagzeilen am Abend

16:34 Uhr

"Wonder Woman" Gal Gadot sorgt sich um Familie und Freunde in Israel

Verkörpert sie auf der Leinwand auch die Superheldin "Wonder Woman", angesichts der aktuellen Lage in ihrem Heimatland Israel ist Schauspielerin Gal Gadot dennoch machtlos, traurig und vor allem besorgt.

"Mein Land befindet sich im Krieg", schreibt die 36-Jährige bei Twitter. "Ich sorge mich um meine Familie und meine Freunde. Ich sorge mich um meine Landsleute." Den erneut aufkeimenden Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern bezeichnete sie "teuflischen Kreislauf, der bereits viel zu lange" andauere. Das Heilige Land verdiene "es, als freie und sichere Nation" zu bestehen, ebenso wie "unsere Nachbarn", so der Hollywood-Star versöhnlich.

Gadot kam 1985 in der israelischen Stadt Petach Tikwa zur Welt und wurde 2004 zur Miss Israel gekürt. Außerdem diente sie zwei Jahre lang beim israelischen Militär. Heute lebt sie in Los Angeles und erwartet gemeinsam mit Ehemann Yaron Versano ihr drittes Kind.

16:00 Uhr

Mailand-Profi Lukaku in Schwierigkeiten wegen nächtlichem Hotel-Treffen

Ich weiß nicht, ob Sie es wussten, aber es ist gerade Pandemie. Das scheint noch nicht bei allen Menschen angekommen zu sein, zumindest könnte man das meinen, wenn man den neuesten Coup von Mailands Fußballprofi Romelu Lukaku betrachtet.

f52416ddd1dd56294c46a7c4aa22b62d.jpg

Happy Birthday, Romelu Lukaku

(Foto: imago images/Independent Photo Agency)

Den erwartet nun - passend zu seinem 28. Geburtstag - statt einer leckeren Torte wohl eine saftige Strafe, soll er doch gegen die Corona-Vorschriften verstoßen haben. Nach dem 3:1-Sieg seiner Mannschaft über AS Rom soll Lukaku mit einer größeren Gruppe - darunter andere Spieler - in einem Hotel zu Abend gegessen haben, hieß es in den italienischen Medien. Sogar von einer Geburtstagsparty mit 20 Gästen war dort die Rede.

Das streitet der Verein allerdings ab. Die Gruppe habe lediglich gemeinsam gegessen und ihr Spieler sei dann auf dem Heimweg mit dem Auto von den Carabinieri angehalten worden, weil er und seine Begleiter damit gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen verstießen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:32 Uhr

Unbekannter zerstört Scheibe an Mannheimer Synagoge

Die Meldungen zu Angriffen auf Synagogen in Deutschland mehren sich, seit der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern immer weiter eskaliert. In Mannheim hat ein Unbekannter jetzt eine Scheibe an der Rückseite eines Gebäudes der Jüdischen Gemeinde eingeworfen. Die Scheibe ist dabei großflächig zersprungen, wie die Polizei mitteilte. Es gibt wohl einen Zeugen der Tat. Der Staatsschutz ermittelt und überprüft auch dessen Rolle. Die Polizei hat die Präsenz an den Jüdischen Einrichtungen in Mannheim nach diesem Vorfall noch einmal erhöht.

In Gelsenkirchen ist am gestrigen Abend ein antisemitischer Demonstrationszug von der Polizei gestoppt worden. Die rund 180 Teilnehmer sollen sich auch hier in Richtung einer Synagoge bewegt haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:55 Uhr

34-Jähriger nach tödlichem Messerangriff in psychiatrischer Klinik

So ein Einsatz ist sicherlich auch für hart gesottene Polizisten nicht leicht. Auf einem Revier in Karlsruhe tauchte am Abend ein 34-jähriger Mann auf und gestand, seinen Mitbewohner mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Darüber hinaus soll er dem 55-Jährigen, der tatsächlich tot in der gemeinsamen Wohnung gefunden wurde, nach seinem Tod noch weitere Verletzungen zugefügt haben.

Der Tatverdächtige wurde nun erstmal in eine psychiatrische Klinik gebracht. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass er aufgrund einer Erkrankung in einem wahnhaften Zustand gehandelt habe, hieß es seitens der Polizei.

14:26 Uhr

Barbara Schöneberger begleitet zum sechsten Mal den ESC

Wie sagt man so schön? Never change a running system! Und so wird auch in diesem Jahr Barbara Schöneberger beim Eurovision Song Contest die Punktevergabe aus Deutschland von Hamburg aus moderieren. Am 22. Mai heißt es dann wieder "twelve points" und weniger für die Konkurrenz aus aller Herren Länder. Für die 47-Jährige ist es das sechste Mal, dass sie diesen Job übernehmen darf. So oft, wie noch niemand vor ihr. Nur einer ist noch deutlich länger dabei: Peter Urban. Mit seiner markanten Stimme wird der 73-Jährige die Veranstaltung in Rotterdam kommentieren.

Übrigens sind in Hamburg auch einige illustre Gäste geladen. Sarah Connor, Jan Delay, Michael Schulte und Zoe Wees stehen Schöneberger musikalisch und mit ihrer Expertise bei. Eine Live-Schalte zu "unserem Mann in Rotterdam", Jendrik, wird es natürlich auch geben.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Vivian Micks verabschiedet sich in den Feierabend. Ich übernehme den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Nicole Ankelmann, und ich wünsche Ihnen an diesem verregneten Feiertag Christi Himmelfahrt alias Vatertag eine entspannte Zeit!

13:47 Uhr

Tod durch Erschöpfung: Bergsteiger kollabieren auf Mount Everest

Erstmals seit 2019 sind auf dem höchsten Berg der Welt zwei Bergsteiger gestorben. Ein Schweizer sei nach dem Erreichen des Mount-Everest-Gipfels so erschöpft gewesen, dass er kurz danach starb, teilte seine Expeditionsorganisationsfirma Seven Summit Treks auf Facebook mit. Sie habe zwei zusätzliche Sherpas mit Sauerstoff und Essen geschickt, aber diese hätten ihn am Mittwoch nicht mehr retten können. Der andere Verstorbene war Amerikaner und mit derselben Expeditionsfirma unterwegs. Auch er habe beim Aufstieg an Erschöpfung und Schneeblindheit gelitten. Mithilfe von Sauerstoffflaschen habe er es noch ins vierte und letzte Höhenlager geschafft, sei dort dann aber am späten Mittwochabend gestorben.

Viele Leichen werden nie vom Mount Everest geborgen. Von insgesamt mehr als 300 sei noch etwa die Hälfte dort, heißt es vom nepalesischen Tourismusministerium.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:22 Uhr

Dänemark gräbt Millionen getötete Nerze wieder aus

c03211f3619f14dba2a9e9423a715abc.jpg

Auch das Erdreich unter den Nerz-Gräbern müsse abgetragen und ersetzt werden, damit der Gestank verschwindet.

(Foto: dpa)

Vielleicht lesen Sie diese Meldung besser nicht, wenn Sie gerade gegessen haben. In Dänemark hat heute die Exhumierung von mehreren Millionen getöteten Nerzen begonnen. Sie waren im vergangenen Jahr gekeult worden, nachdem in den Tieren mutierte Coronavirus-Varianten entdeckt wurden. Die Kadaver waren zunächst vergraben worden, wurden aber durch Fäulnisgase teilweise wieder an die Oberfläche gebracht. Die rund vier Millionen Tiere sollen nun verbrannt werden. Die eigentlichen Arbeiten beginnen erst Ende des Monats und dauern bis Ende Juli. Weil keine der 13 beteiligten Müllverbrennungsanlagen Erfahrungen mit der Mischung aus Nerz-Kadavern, Kalk, Erde und Salz habe, begann heute eine Testphase.

Für Anwohner in den umliegenden Ortschaften ist das ganze kein Spaß: Weil die "Geruchsbelästigung" noch bis zum Ende der Ausgrabungen anhalten werde, rät die dänische Umweltbehörde von Gartenpartys ab. Auch nur die Fenster offen zu lassen oder Wäsche im Freien aufzuhängen, sei nicht empfehlenswert. Den Gestank mag man sich kaum vorstellen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:38 Uhr

Neue Probleme auf ISS: Trinkwasseranlage für Besatzung ausgefallen

Bei dieser Meldung bekomme ich Gänsehaut. Denn: Kennen Sie die Netflix-Serie "Away" mit Hilary Swank? Da geht es um eine Gruppe Astronauten, die in einer Raumstation zum Mars fliegen will. Auf dem Weg dorthin passiert etwas, das der Crew fast das Leben kostet: Das System zur Aufbereitung von Trinkwasser geht kaputt. Die Besatzung verdurstet deshalb fast kurz vor ihrem Ziel. Genau das ist jetzt im "echten" Leben passiert: Auf der Raumstation ISS ist ein System zur Aufbereitung von Trinkwasser ausgefallen. Die Anlage sei wegen eines möglichen Lecks abgeschaltet worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die gute Nachricht: "Die Besatzung ist nicht in Gefahr." Es sei noch genügend Wasser auf der Station, um die Crew über Monate hinweg zu versorgen. Vom Ausfall betroffen ist demnach der amerikanische Teil der ISS. Es seien aber mehrere Ersatzteile an Bord und die Reparaturarbeiten sollten laut NASA Anfang nächster Woche abgeschlossen sein. Dabei haben sie hoffentlich mehr Erfolg als Hilary Swank - sie konnte die kaputte Anlage mit ihren Kollegen nicht reparieren ...

Es ist zudem nicht das erste Problem an Bord: In den vergangenen Monaten gab es an der Außenhülle der Station mehrere Lecks, die Raumfahrer geflickt haben. Weshalb sie entstanden sind, ist noch unklar.

12:11 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:48 Uhr

Nach Amoklauf an russischer Schule: Ärzte kämpfen um Überleben von Schülern

Zwei Tage nach dem Amoklauf an einer Schule in Russland kämpfen die Ärzte weiter um das Leben von fünf schwer verletzten Schülern. Der Zustand eines Kindes sei äußerst schlecht, sagte eine Sprecherin der Republik Tatarstan der Staatsagentur TASS zufolge in Kasan. "Alle sind aber stabil." Sie hätten entweder Schusswunden oder Knochenbrüche erlitten. Am Mittwoch waren neun Verletzte zur Behandlung in die Hauptstadt Moskau geflogen worden. Sie hätten den Transport gut verkraftet, sagte die Sprecherin. "Die Ärzte tun alles in ihrer Macht Stehende, um das Leben und die Gesundheit zu retten."

Bei dem Angriff waren am Dienstag neun Menschen getötet und 23 verletzt worden. Die meisten Opfer waren Schüler. Die Polizei hatte nach der Tat einen 19-Jährigen festgenommen, er wurde am Mittwochabend zu zwei Monaten Untersuchungshaft verurteilt und wegen Mordes angeklagt.

10:47 Uhr

Sektenführerin mumifiziert und mit Weihnachtsdeko geschmückt

Dieser Fall ist gruselig und sonderbar zugleich: In den USA wurde eine 45-jährige Sektenführerin tot in einem Haus gefunden. Amy Carlson war Anführerin der spirituellen Gruppe "Love has won" ("Liebe hat gewonnen") und wurde von ihren Anhängern "Mother God" ("Gottesmutter") genannt, berichtet der Guardian. Der Zustand ihrer Leiche wirft Fragen auf: Ihr Körper wurde demnach mumifiziert und mit Glitzer-Make-up sowie Weihnachtslichtern geschmückt aufgefunden. Einer ihrer Anhänger habe die Leiche in seinem Haus im US-Staat Colorado entdeckt, nachdem er von einem Städtetrip nach Hause gekommen sei. Verdächtigt wird eine Gruppe von sieben Menschen, die der Mann kurz zuvor bei sich aufgenommen hatte, weil sie keine Unterkunft hatten. Sie sollen die Leiche von Kalifornien, wo Carlson demnach lebte, nach Colorado in einem Auto transportiert haben.

Die Polizei bekam mehrere Beschwerden von Familien aus dem ganzen Land, dass die Sekte "Love has won" Gehirnwäsche betriebe und den Menschen das Geld aus der Tasche zöge.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:58 Uhr

Von jung bis alt: Gesicht von Prinz Philip klebt bald auf Briefumschlägen

241517145.jpg

Philip starb am 9. April im Alter von 99 Jahren.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Media)

Mal in Uniform, mal mit Melone - aber immer mit Charme: Die Royal Mail gibt eine Reihe von Briefmarken im Gedenken an Prinz Philip heraus. Die vier Sondermarken zeigen den kürzlich verstorbenen Mann der Queen in verschiedenen Lebensaltern in Schwarz-Weiß. Sie sollen vom 24. Juni an erhältlich sein, können aber schon jetzt auf der Webseite der Royal Mail vorbestellt werden. "Er stand mehr als sieben Jahrzehnte lang im Zentrum unseres nationalen Lebens. Sein Ableben ist ein Schlüsselmoment in unserer Geschichte, den wir mit einer Reihe von Gedenkmarken würdigen", sagte Royal-Mail-Geschäftsführer Simon Thompson.

09:16 Uhr

Anti-Israel-Demonstranten ignorieren Corona-Regeln und zünden Flaggen an

Wegen zahlreicher Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen hat die Polizei in Hannover eine Anti-Israel-Demonstration mit rund 550 Teilnehmenden aufgelöst. Die Teilnehmenden hielten sich am Mittwochabend laut Polizei nicht an die Abstandsregeln und trugen keine Mund-Nasen-Bedeckungen.

  • Zwei Personen versuchten, Israel-Flaggen zu verbrennen. Sie wurden allerdings von den Einsatzkräften daran gehindert.
  • Gegen einen Verdächtigen und einen unbekannten zweiten Täter wurde ein Strafverfahren wegen der Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten eingeleitet.
  • Eine Privatperson hatte die Eilversammlung zuvor angemeldet, war jedoch nicht als Bindeglied zwischen Polizei und Versammlung verfügbar. Da auch keine Ordner eingesetzt waren und die Teilnehmenden den Aufforderungen zum Einhalten der Corona-Regeln nicht folgten, löste die Polizei die Versammlung nach etwas mehr als einer Stunde auf.

Nachtrag: In Gelsenkirchen ist ebenfalls am Mittwochabend ein antisemitischer Demonstrationszug mit ungefähr 180 Demonstranten von der Polizei gestoppt worden. In einem per Twitter verbreiteten Video des Zentralrats der Juden sind Sprechchöre mit antisemitischen Inhalten zu hören. Die Polizei setzte auch Schlagstöcke ein, verletzt worden sei jedoch niemand. In der Nacht zuvor waren vor Synagogen in Münster und Bonn israelische Flaggen angezündet worden. Ministerpräsident Armin Laschet sagte am Mittwoch: "Wir haben den Schutz an allen herausragenden jüdischen Orten noch einmal erhöht."


09:09 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:31 Uhr

Getragene Sneaker von NBA-Legende Michael Jordan erzielen Tausende Dollar

218675762.jpg

(Foto: picture alliance/dpa/Sotheby's)

Ein Paar getragene Turnschuhe von NBA-Legende Michael Jordan hat bei einer Online-Auktion mehr als 150.000 Dollar erzielt. Doch es sind nicht nur irgendwelche Sneaker: Jordan hatte das Paar "Air Jordan 1" in den Farben der Chicago Bulls in seiner ersten Saison 1984/5 getragen. Sie fanden bei der Auktion, bei der Schuhe mehrerer Basketballstars versteigert wurden, für 152.500 Dollar (mehr als 125.000 Euro) einen neuen Besitzer, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit.

Seit der Dokumentation "The Last Dance" auf Netflix über den heute 58-jährigen sechsmaligen Champion, stieg der Marktwert von Gegenständen, die ihm gehörten, weiter.

07:37 Uhr

B9 stundenlang gesperrt: Fahrer kracht bei illegalem Autorennen in Mast

Drei Fahrer lieferten sich in Worms am späten Mittwochabend auf der B9 ein illegales Rennen, als es zu einer Kollision kommt: An einer Kreuzung ordnete sich einer der Raser auf der Linksabbiegerspur ein und bremste ab. Ein zweiter am Rennen Beteiligter wollte laut Polizei vermutlich ebenfalls links abbiegen, kam aber nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Er wich nach rechts aus und krachte dabei mit einem dritten Raser zusammen, der offenbar mit hohem Tempo geradeaus weiterfahren wollte. Bei der Kollision rutschte das Auto quer über die Fahrbahn und krachte gegen einen Mast. Der Wagen wurde in den Gegenverkehr geschleudert, wo sich jedoch keine weiteren Verkehrsteilnehmer befanden. Der Fahrer kam mit einer leichten Verletzung davon.

Alle drei Fahrer mussten vor Ort den Führerschein abgeben. Bei einem von ihnen nahmen die Beamten Alkoholgeruch wahr. Die B9 war im Bereich des Unfallortes mehrere Stunden komplett gesperrt.

07:24 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

zunächst wünsche ich allen Vätern da draußen einen schönen Vatertag! Der Pandemie geschuldet, fallen größere Treffen und Biergarten-Besuche in den meisten Regionen dieses Jahr leider aus, Fahrrad-Touren sind aber immerhin erlaubt. Ist sowieso gesünder. Wenn das nichts für Sie ist, dann lohnt sich vielleicht ein Blick in unseren Corona-Ticker. Der ist immer seine Zeit wert. Auch die Zahlen des RKI sind heute erfreulich. Viel mehr steht am heutigen Christi Himmelfahrt nicht an:

  • Wir beobachten weiterhin die Entwicklung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Dutzende Menschen sind bei den Bombenangriffen auf beiden Seiten gestorben.

  • Befragung von Ex-Premier Cameron im Rahmen einer Untersuchung von Lobbyismus-Vorwürfen: Die britische Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Rolle David Camerons im Fall des insolventen Finanzdienstleisters Greensill Capital prüfen zu lassen.

  • US-Präsident Joe Biden trifft republikanische Senatoren zu Gesprächen, um für das von ihm vorgeschlagene und gut zwei Billionen Dollar schwere Infrastrukturpaket zu werben.

  • In Afghanistan beginnt heute eine dreitägige Waffenruhe. Die militant-islamistischen Taliban hatten diese Ende vergangener Woche angekündigt. Während der Eid-Feiertage zum Ende des Fastenmonats Ramadan sollen die Waffen schweigen. Auch der afghanische Präsident hatte Sicherheitskräfte angewiesen, die Feuerpause zu achten.

Mein Name ist Vivian Micks und ich versorge Sie bis in den Nachmittag mit allen Nachrichten und Geschichten aus Deutschland und der Welt. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie mich per E-Mail an vivian.micks[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

06:48 Uhr

Australien kämpft gegen schlimmste Mäuseplage seit Jahrzehnten

236365258.jpg

Dieses Jahr wurden 23 Fälle von Leptospirose gemeldet. Das ist eine seltene Krankheit, die zu Nierenversagen und Hirnhautentzündung führen kann - und häufig von Mäusen übertragen wird.

(Foto: picture alliance/dpa/THE COONAMBLE TIMES/AAP)

Sie zerstören die Ernte, beißen Menschen und übertragen Krankheiten - der australische Bundesstaat New South Wales hat mit der schlimmsten Mäuseplage seit rund 40 Jahren zu kämpfen. "Eine Plage von diesem Ausmaß haben wir wirklich seit den frühen 80er Jahren nicht mehr gesehen, und jeder hat gehofft, dass die kühlen Bedingungen im Winter die Zahl der Mäuse eindämmen würde. Bis jetzt hat nichts funktioniert." Er kündigte an, die Genehmigung eines bislang verbotenen Gifts einholen zu wollen. Das sogenannte Bromadialon sei "das stärkste Mäusegift", das man auf der Welt bekommen könne. Landwirte sollen chemische Giftköder sogar kostenlos erhalten, "um diese Geißel zu bekämpfen".

06:24 Uhr

Juwelen von Napoleons Adoptivtochter für dreifachen Schätzwert versteigert

2021-05-06T110135Z_2_LYNXMPEH4411W_RTROPTP_4_SWISS-NAPOLEON-AUCTION-JEWELS.JPG

Neben ihrem historischen Wert waren die Juwelen auch wegen ihres natürlichen Blaus begehrt. Normalerweise werden Saphire wärmebehandelt, um die Farbe zu akzentuieren.

(Foto: REUTERS)

Neun mit Saphiren und Diamanten besetzter Juwelenschmuck gingen auf einer Auktion in Genf für das vielfache unter den Hammer, als ursprünglich geschätzt: Statt für 390.000 Euro wechselten die Ohrringe, Halskette und Tiara von Napoleons Adoptivtochter umgerechnet für 1,4 Millionen Euro den Besitzer. Die Juwelen, die in separaten Losen angeboten wurden, gehörten Stéphanie de Beauharnais, wie das Auktionshaus Christie's mitteilte. Beauharnais hatte das Schmuckset zu ihrer Hochzeit mit Erbprinz Karl von Baden in den Pariser Tuilerien 1806 geschenkt bekommen. "Es gab eine sehr starke Nachfrage von Sammlern aus der ganzen Welt", sagte Auktionator Max Fawcett.

06:04 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.