Freitag, 01. Mai 2020Der Tag

mit Christian Herrmann
Christian Herrmann
22:34 Uhr

Das war Freitag, 1. Mai 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der 1. Mai ist fast rum. Ich hoffe, sie konnten entspannt in das verlängerte Wochenende starten. Falls Sie beim Faulenzen den Überblick verloren haben, finden Sie hier noch einmal die wichtigsten Themen des Tages:

Alle Daten und alle Fakten zum Coronavirus finden Sie wie immer hier. Alle aktuellen Entwicklungen können Sie in unserem 24-stündigen Liveticker nachverfolgen.

Kommen Sie gut durch die Nacht, bis bald!

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Der Polizei droht in Berlin trotz Corona-Beschränkungen womöglich eine anstrengende Nacht.

(Foto: picture alliance/dpa)

21:47 Uhr

Neue Trump-Sprecherin verspricht: "Werde Sie nie belügen"

Traurig, dass es dieses Bekenntnis braucht, aber da US-Präsident Donald Trump es mit der Wahrheit alles andere als genau nimmt, muss es wohl sein: Die neue Sprecherin des Weißen Hauses hat angekündigt, die seit mehr als einem Jahr ausgesetzten Pressekonferenzen wiederzubeleben – mit der Wahrheit und nichts als der Wahrheit.

  • "Ich werde Sie nie belügen", versprach Kayleigh McEnany den anwesenden Journalisten bei ihrer ersten Pressekonferenz im Weißen Haus. "Darauf haben Sie mein Wort."
  • Sie plane, die Pressekonferenzen nun fortsetzen. "Es ist meine Aufgabe, Ihnen die Denkweise des Präsidenten nahe zu bringen, diese Fakten zu vermitteln, damit der Präsident eine faire und akkurate Berichterstattung erhält und damit die Amerikaner faire und akkurate Informationen erhalten."
  • Traditionell stellen sich die Sprecher des Weißen Hauses regelmäßig den Fragen von Journalisten.
  • McEnanys Vor-Vorgängerin Sarah Sanders hatte diese Praxis allerdings im März 2019 beendet.
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Kayleigh McEnany ist bereits die vierte Sprecherin von US-Präsident Trump, seit er das Amt im Januar 201 übernommen hat.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

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22:12 Uhr

NRW hat doppelt so viele Bundesbehörden wie Ostdeutschland

Die Hauptsitze von Bundesbehörden sind auch mehr als 30 Jahre nach dem Mauerfall immer noch sehr ungleich auf Ost- und Westdeutschland verteilt. In einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion steht, dass es in den ostdeutschen Bundesländern insgesamt 25 Hauptsitze von Bundesbehörden und -einrichtungen gibt. Allein in Nordrhein-Westfalen sind es mehr als doppelt so viele, wie die Funke-Zeitungen berichten.

  • Die wenigsten Bundesbehörden gibt es in Thüringen. Nur ein Hauptzollamt und das Bundesarbeitsgericht haben ihren Hauptsitz im Freistaat.
  • Neun weitere Bundeseinrichtungen in den ostdeutschen Ländern sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums in Planung.
  • "Nur in Trippelschritten bewegt sich etwas in Richtung Ost", kritisiert Ostdeutschland-Sprecher der Linken, Matthias Höhn. Außerdem seien die Chefs in den ostdeutschen Behörden oft weiterhin Westdeutsche.

21:13 Uhr

Vermisster Journalist tot im Fluss gefunden

In Schweden ist ein pakistanischer Journalist tot gefunden worden, der seit fast zwei Monaten vermisst wurde. Die Leiche von Sajid Hussain sei am 23. April im Fluss Fyrisan außerhalb von Uppsala entdeckt worden, sagt die schwedische Polizei. Befürchtet wird, dass sein Tod mit seiner Berichterstattung zusammenhängt.

  • Hussain war 2017 vor der pakistanischen Führung nach Schweden geflüchtet und hatte 2019 politisches Asyl erhalten.
  • Zuletzt wurde er am 2. März gesehen, als er in Stockholm einen Zug Richtung Uppsale bestieg.
  • Die Polizei kann trotz Obduktion nicht sagen, woran er gestorben ist. Mords, Unfall, Selbstmord – alles wäre denkbar.
  • Die Reporter ohne Grenzen glauben nicht an ein tragisches Unglück, sondern gehen davon aus, dass der pakistanische Geheimdienst Hussain aus dem Weg geräumt hat.
  • Der Journalist hatte für das Onlinemagazin "Balochistan Times" unter anderem über Menschenrechtsverletzungen und Drogenhandelt in Pakistan berichtet.

20:44 Uhr

Vegan-Koch Attila Hildmann poltert gegen Maskenpflicht

Und da scheint der Nächste durchzudrehen: Vegan-Koch Attila Hildmann poltert auf Facebook gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern. Besonders die Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Supermärkten scheint ihn aufzuregen.

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Attila Hildmann

(Foto: imago/Sven Simon)

  • "Tragt mal schön alle ne Maske, dann erkennt man einfach auf den ersten Blick den Grad der Hohlbirnigkeit", kommentiert der Koch auf Facebook einen Zusammenschnitt, in dem unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn erklärt, dass eine Maske nichts gegen das Coronavirus bringt.*
  • In einem weiteren Beitrag poltert er ohne Respekt vor Interpunktion und Grammatik: "Alle die Abweichler, die die EINE MEINUNG hinterfragen als ALUHÜTE beschimpfen werden bald auch Hüte verordnet bekommen aber dann evtl. aus Glas! Die sinnlosen Masken habt ihr ja schon im Gesicht!"
  • In einem dritten Beitrag regt er sich über die Kritik an seinen vorherigen Einträgen auf: "Lieber Verschwörungstheoretiker als Meinungsfaschist der ALLES GLAUBT WAS DIE REGIERUNG ihm sagt und jedem eine Keule überzieht der hinterfragt und aufklärt!"

*Viele Gesundheitsbehörden wie die WHO und das RKI hatten sich anfangs skeptisch zum Tragen von Masken geäußert. Ihre Argumente waren, dass der Nutzen wissenschaftlich nicht bewiesen sei und die Masken ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugten. Außerdem könnte die falsche Anwendung mehr schaden als nutzen, hieß es. Im Laufe der Zeit haben sie ihre Meinung auf Grundlage von Erfahrungen zum Beispiel in Jena geändert.

20:26 Uhr

Geburtstagsfoto: Ben Affleck und Ana de Armas machen's offiziell

Schon seit ein paar Wochen flaniert Ben Affleck gemeinsam mit seiner neuen Flamme Ana de Armas durch Los Angeles. Nun machen die beiden Schauspieler ihre Liebe offiziell. Anlass ist der 32. Geburtstag der gebürtigen Kubanerin.

  • Auf Instagram bedankt sich die Schauspielerin mit drei Bildern bei ihren Fans für die herzlichen Glückwünsche – stilecht mit Geburstagstorte und Krönchen.
  • Während de Armas auf den ersten beiden Bildern noch allein zu sehen ist, hat sie im dritten plötzlich Kollege Affleck in den Armen.
  • Die 32-Jährige spielt unter anderem im kommenden Bond-Film mit, Affleck aber lernte sie am Set zu "Deep Water" in Louisiana kennen.
*Datenschutz

20:00 Uhr
19:46 Uhr

Unbekannte greifen in Berlin ZDF-Kamerateam an

In Berlin hat eine etwa 15-köpfige Gruppe am Rande der Mai-Proteste ein Kamerateam des ZDF angegriffen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei mussten vier Menschen verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Sechs Menschen seien festgenommen worden, heißt es.

  • In Berlin findet am Tag der Arbeit jedes Jahr die "Revolutionäre 1. Mai Demonstration" statt - in den letzten Jahren meist friedlich, früher oft begleitet von Krawallen. In diesem Jahr fällt der Aufzug aber wie viele andere wegen der Corona-Krise aus.
  • Linke Aktivisten haben im Internet dennoch zu "dezentralen Aktionen" aufgerufen.
  • Im Stadtteil Kreuzberg haben sich demnach am Abend mehr als 1000 Menschen versammelt, von denen viele die Kontaktbeschränkungen ignorieren.
  • Die Polizei ist mit insgesamt 5000 Kräften im Einsatz. Sie verzichtet zunächst darauf, einzugreifen.
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Die Polizei sichert den Tatort am Berliner Alexanderplatz ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Die Polizei führt einen Demonstranten ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Sitzprotest unter wachenden Augen.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg war von Kontaktbeschränkungen nicht viel zu sehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

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19:16 Uhr

Aktie zu teuer, Haus verkaufen: Musk dreht auf Twitter frei

Elon, ist alles gut bei Dir? Anscheinend nicht, denn nachdem der Tesla-Chef in den letzten Wochen gleich mehrfach mit besorgniserregendem Gehabe – unter anderem Corona-Lügen, Verschwörungstheorien und bizarren Wutausbrüchen – aufgefallen ist, setzt er heute noch einen drauf.

  • Musks Twitter-Tirade begann mit der Bekundung, dass er den Tesla-Aktienkurs für zu hoch hält.
  • Dann drängte er die Politik, den Menschen ihre "FREIHEIT" zurückzugeben, ...
  • ... zitierte Zeilen aus der US-Hymne, ...
  • ... berichtete, dass er "fast allen physischen Besitz"  verkaufen und kein Haus mehr besitzen werde und, ...
  • ... dass seine Freundin sauer sei.

Zumindest beim zu hohen Tesla-Kurs konnte ihm geholfen werden: Der fiel nach dem skurrilen Auftritt zeitweise um zwölf Prozent.

18:41 Uhr

US-Kongress belogen? Justizausschuss will Bezos verhören

Amazon gehört zu den großen Gewinnern der Corona-Krise. Klar, wenn weltweit Ausgangssperren verhängt werden und Geschäfte dicht bleiben, bestellen die Menschen halt im Internet, was sie so brauchen. Am Horizont zieht aber potenziell teurer Ärger auf.

  • Der Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses hat Amazon-Chef Jeff Bezos aufgefordert, eine Aussage zu machen.
  • Hintergrund ist ein Bericht des "Wall Street Journal", wonach Amazon-Mitarbeiter Daten anderer Verkäufer des Onlineshops ausspioniert und für die Entwicklung eigener Produkte genutzt haben.
  • Ein hochrangiger Vertreter von Amazon hatte das bei früheren Anhörungen im Kongress bestritten.

18:07 Uhr

Haftbefehl: Vater wollte wohl einjährigen Sohn töten

In der Nähe von Lübeck hat ein 36 Jahre alter Mann vermutlich versucht, seinen einjährigen Sohn zu töten und Selbstmord zu begehen. Polizei und Staatsanwaltschaft teilen mit, dass das Kind lebend, aber erheblich verletzt in der Gemeinde Ratekau in Schleswig-Holstein gefunden und in ein Krankenhaus gebracht wurde.

  • Der Vater war vorher anscheinend in Selbstmordabsicht auf der A1 mit dem Säugling an Bord gegen die Leitplanke gerast.
  • Danach soll er auf die Gegenfahrbahn gelaufen und dort von einem Auto erfasst worden sein.
  • Der Mann überlebte beide Unfälle schwer verletzt.
  • Ein Richter hat Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen.
Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

17:27 Uhr

Lebenszeichen von Kim? Nordkorea veröffentlicht Direktive

Seit fast drei Wochen, seit dem 11. April, hat sich der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un nicht mehr in der Öffentlichkeit blicken lassen. Ist er tot? Liegt er krank im Bett? Macht er einfach nur Urlaub? Niemand weiß es. Die Eliten in Pjönjang versuchen zumindest den Eindruck zu erwecken, dass es dem geliebten Staatschef bestens geht und er wie üblich die Amtsgeschäfte führt.

  • Nordkorea hat eine Direktive veröffentlicht, die angeblich persönlich von Kim unterzeichnet wurde. Das berichtet das südkoreanische Nordkorea-Portal "Daily NK".
  • Überzeugend wirkt das Dokument dem Bericht zufolge aber nicht: Einerseits teilt Kim der lokalen Parteiführung die neuesten Anordnungen demnach mittwochs oder donnerstags mit, nicht am Freitag.
  • Andererseits soll die jüngste Direktive einer nicht genannten Quelle zufolge ein anderes Format haben als bisherige und und auch kürzer sein als üblich.
  • Es darf also weiter spekuliert werden, wo und in welchem Zustand sich der nordkoreanische Machthaber sich derzeit befindet.

16:48 Uhr

Meghan verliert vor Gericht teilweise gegen Klatschblatt

Herzogin Meghan ist vor Gericht teilweise mit ihrer Klage gegen den Verlag der britischen Klatschzeitung "Mail on Sunday" gescheitert. Das geht aus dem Urteil einer Voranhörung in London hervor.

  • Meghan klagt, weil die Zeitung einen handgeschriebenen Brief, den sie ihrem Vater geschickt hatte, veröffentlicht hatte.
  • Der Vater hatte den Brief zwar persönlich an die "Mail on Sunday" weitergegeben. Meghan sah durch die Veröffentlichung aber ihre Persönlichkeitsrechte verletzt.
  • Ihr Anwalt sagt außerdem, dass es sich bei der Berichterstattung um eine breitere "Agenda" gegen Meghan handelt.
  • Diese Vorwürfe ließ der Richter nicht zu.
  • Wann das Hauptverfahren beginnt, ist noch unklar.

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16:21 Uhr

Michael Jordan lehnte 100 Millionen für Zwei-Stunden-Auftritt ab

Michael Jordan spielt schon seit 2003 kein Basketball mehr, aber der mittlerweile 57-Jährige gehört noch immer zu den bekanntesten und wohlhabendsten Sportlern der Welt. Tatsächlich scheint er durch die NBA und seine Werbedeals mit Nike so viel Geld verdient zu haben, dass er selbst die verrücktesten Angebote ausschlagen kann. Das erzählt zumindest sein Agent David Falk.

  • Falk war zu Gast in der Morningshow des New Yorker Sportradiosenders WFAN und hat darüber gesprochen, wie wählerisch Jordan teilweise war.
  • "Ich habe ihm vor drei Jahren ein Angebot über 100 Millionen Dollar gebracht", erzählt Falk. "Alles, was er für das Geld hätte machen müssen, wäre der Sache seinen Namen zu leihen und den Deal bei einem zweistündigen Auftritt bekannt zugeben. Er hat abgelehnt."
  • Weitere Einzelheiten verriet Falk nicht. Auch nicht, von wem das Angebot stammte.
  • US-Medien zufolge hat Jordan über die Jahre ein Vermögen von 2,1 Milliarden Dollar angesammelt.
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Mit den Chicago Bulls gewann Michael Jordan insgesamt sechs NBA-Titel. Den Weg zum letzten beschreibt derzeit die neue Dokumentation "The Last Dance" auf Netflix.

(Foto: imago images/PCN Photography)

15:44 Uhr

13-Jähriger soll sich an 42-Jähriger vergangen haben

Die Thüringer Polizei hält es für möglich, dass ein 13-Jähriger sich an einer 42 Jahre alten Frau vergangen hat. Das Sexualdelikt in Auma sei am Donnerstagnachmittag angezeigt worden, teilt die Polizei mit. Bei einem Großeinsatz im Landkreis Greiz sei am Abend ein 13-Jähriger als Tatverdächtiger ermittelt worden.

Weitere Angaben zu dem Fall hat die Polizei bisher nicht gemacht. Laut dem MDR waren am Donnerstag in Auma zahlreiche Polizisten, die Feuerwehr, Hubschrauber im Einsatz, um den Jungen aufzuspüren.

15:11 Uhr

Aquarium sucht Chatpartner für einsame Aale

Nicht nur der Mensch leidet unter den vielen vergleichsweise einsamen Tagen, die uns die Corona-Krise gebracht hat. Das Sumida-Aquarium in Tokio hat festgestellt, dass sich auch seine Aale alleine fühlen. Mit einer eher ungewöhnlichen Aktion möchte es Abhilfe schaffen.

  • "Die Tiere sehen keine Besucher mehr außer den Pflegern und fangen an, die Menschen zu vergessen", schreibt das Aquarium auf Twitter.
  • Das habe dazu geführt, dass sich einige Aale im Sand vor den Pflegern versteckten, was die medizinische Versorgung der Tiere erschwere.
  • Das Aquarium sucht deshalb Menschen, die den Gartenaalen per Videochat Gesellschaft leisten und von zu Hause aus ihr Gesicht zeigen möchten.
  • Dafür sollen vor dem Aquarium mehrere Tablets positioniert werden, auf denen sich die virtuellen Besucher per Videochat einwählen können.

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14:45 Uhr

Kreativ gegen Corona: Hunderte feiern Auto-Disco

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So geht Feiern im Frühling 2020.

(Foto: dpa)

Feiern, bis die Batterie schlapp macht: Etwa 500 Menschen haben im niedersächsischen Schüttorf eine Auto-Disco gefeiert. Wegen des Coronavirus durften dabei immer nur zwei Menschen in einem Fahrzeug sitzen, wie Veranstalter Holger Bösch sagte. Die Partygäste hätten Shishas und Chips mitgebracht und mit Blinkern, Hupen und Scheinwerfern für Stimmung gesorgt, während ein niederländischer DJ auflegte. Die Polizei habe mehrfach kontrolliert, ob die Auflagen eingehalten werden, aber nicht eingreifen müssen. Auch die Sorge vor Zaungästen sei unbegründet gewesen. "Wir waren selbst überrascht über die Disziplin der Leute", sagte Bösch. Allerdings hätten bei mehr als zehn Wagen die Batterien den Geist aufgegeben.

14:33 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen, liebe Leser, mein Kollege Michael Bauer verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme hiermit "Der Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit interessanten Nachrichten aus aller Welt. Fragen, Anregungen und Kritik können Sie mir gerne per Mail schreiben. Ich wünsche Ihnen einen schönen 1. Mai! Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

14:05 Uhr

Tower Bridge in London gesperrt - Polizei untersucht "Vorfall"

Die Tower Bridge in London ist abgesperrt worden, weil die Polizei "einen Vorfall untersucht". Die Polizei teilte mit, die Straße sei für Verkehr und Fußgänger gesperrt. Die Art des Vorfalls war unklar. Leute sollten alternative Routen finden.

13:53 Uhr

Biden widerspricht Vorwurf von sexuellem Übergriff

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe eines sexuellen Übergriffs vehement zurückgewiesen. "Sie sind nicht wahr. Das ist nie passiert", erklärte der frühere US-Vizepräsident am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme.

Eine frühere Mitarbeiterin aus Bidens Zeit als US-Senator, Tara Reade, beschuldigt den heute 77-Jährigen, er habe sie 1993 in einem Senatsgebäude gegen eine Wand gedrückt, unter ihren Rock gegriffen und sei mit seinen Fingern in sie eingedrungen. Bidens Wahlkampfkampagne hat die Anschuldigungen deutlich zurückgewiesen, der Demokrat selbst hatte bislang zu den Anschuldigungen jedoch geschwiegen.

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13:41 Uhr

Kurt Beck gibt Vorsitz bei Friedrich-Ebert-Stiftung ab

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Kurt Beck gibt nach einem "Spiegel"-Bericht den Vorsitz der Friedrich-Ebert-Stiftung auf. "Ende des Jahres ist Schluss", sagte der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident dem Nachrichtenmagazin. "Ich bin 71 und wollte selbst bestimmen, wann es genug ist." Eine Mitgliederversammlung der SPD-nahen Stiftung entscheidet demnach im Dezember über die Nachfolge.

Wegen sinkender staatlicher Zuschüsse hat Beck der Stiftung dem Bericht zufolge ein drastisches Sparprogramm auferlegt. Er sagte demnach, der Vorstand habe beschlossen, zehn Prozent der Kosten einzusparen. "Das sind rund 20 Millionen Euro. Bis Ende 2021 werden wir 70 Stellen abbauen." Man wolle ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen, es sei aber "ein tiefgreifender Prozess".

12:55 Uhr

Queen veröffentlicht Benefiz-Single für Corona-Helfer

Die britische Rockband Queen hat ihren Songklassiker "We Are The Champions" für einen guten Zweck mit leicht verändertem Text neu aufgenommen. Die Benefiz-Single "You Are The Champions" soll in Zeiten der Coronavirus-Pandemie ein Dankeschön an medizinisches Personal sein. Die Einnahmen kommen demnach der Covid-19-Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugute, die Mediziner auf der ganzen Welt unterstützt.

Den Song nahmen Gitarrist Brian May, Schlagzeuger Roger Taylor und US-Sänger Adam Lambert jeder für sich in der Isolation zuhause auf und fügten sie dann zusammen. May und Taylor spielten ihre Instrumente jeweils in London, Lambert, der seit fast zehn Jahren regelmäßig mit Queen auf Tournee geht, sang seinen Part in Los Angeles. Dazu veröffentlichte die Band ein Musikvideo, das auch Aufnahmen aus Krankenhäusern zeigt.

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12:33 Uhr

Polizei beendet Mai-Feier in Rotenburg

Die Polizei hat einer Mai-Feier von neun jungen Erwachsenen in Rotenburg/Wümme ein abruptes Ende bereitet. Gegen die Beteiligten im Alter von 19 bis 25 Jahren wurden Bußgeldverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet, wie die Polizei mitteilte. Eine Anwohnerin hatte die Party kurz nach Mitternacht gemeldet. Als die Beamten eintrafen, stellten sich die Feiernden zunächst auseinander, um den Mindestabstand einzuhalten, und wollten die Grünfläche, auf der sie sich versammelt hatten, dann "zügig verlassen", so die Polizei. Ohne Erfolg: Die Beamten nahmen die Personalien der neun Partygäste auf.

12:09 Uhr

Iran droht Deutschland nach Hisbollah-Verbot

Nach dem Verbot aller Aktivitäten der schiitischen Hisbollah in Deutschland hat der Iran der Bundesregierung mit Konsequenzen gedroht. "Die deutsche Regierung muss sich der negativen Folgen ihrer Entscheidung im Kampf gegen echte terroristische Gruppen in der Region stellen", teilte das iranische Außenministerium in der Nacht mit. Teheran warf der Bundesregierung damit vor, dem langjährigen Druck aus den USA sowie Israel nachgegeben zu haben, da sowohl die israelische Regierung als auch Washington die Hisbollah als "terroristische" Organisation betrachten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte die Hisbollah-Milz am Donnerstag als "terroristische Vereinigung" eingestuft, die auf die "gewaltsame Vernichtung Israels" hinarbeite und ein Verbot für sämtliche Aktivitäten der Organisation erlassen. Bisher waren in Deutschland nur Aktivitäten des militärischen Hisbollah-Zweigs verboten, nicht aber solche des politischen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:54 Uhr

Malta: EU-Länder sollen gerettete Migranten aufnehmen

Malta hat andere europäische Staaten zur Übernahme von 56 aus Seenot geretteten Migranten aufgerufen. Die Menschen seien außerhalb maltesischer Gewässer aufgenommen und auf ein anderes Schiff gebracht worden, um dort auf eine Verteilung zu warten, erklärte die Regierung in Valletta. Die Regierung habe einen Brief an die EU-Kommission geschrieben und um Hilfe gebeten. Maltas Aufnahmezentren seien voll und wegen der Corona-Pandemie isoliert. Die Migranten wurden laut Medienberichten auf einem Touristenschiff untergebracht.

In dem Schreiben spricht Malta von einer "noch nie da gewesenen Gesundheitskrise" und mangelnder Solidarität europäischer Partner. Das kleinste EU-Land könne keinen "sicheren Ort" für aus Seenot gerettete Menschen darstellen. Im Herbst hatten sich Länder wie Malta und Italien mit Staaten wie Deutschland und Frankreich auf die Verteilung von Bootsflüchtlingen geeinigt, das Abkommen liegt wegen des Coronavirus aber auf Eis. Malta hat offiziell 465 Infektionen gemeldet.

11:22 Uhr

Bewaffnete Corona-Demonstranten wollen Parlament in Michigan stürmen

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Demonstrieren gegen die Ausgangsbeschränkungen in den USA.

(Foto: AP)

Teils bewaffnete Demonstranten haben im US-Bundesstaat Michigan ein Ende der wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen gefordert. Dutzende Menschen drangen in das Parlamentsgebäude in der Stadt Lansing ein und forderten Zugang zum Plenarsaal, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Polizei versperrte ihnen den Zutritt. Die Demonstranten trugen weitgehend keinen Mundschutz.

"Direkt über mir schreien uns Männer mit Gewehren an", schrieb die demokratische Senatorin Dayna Polehanki auf Twitter und veröffentlichte dazu ein Foto von vier Männern, von denen mindestens einer offenbar eine Waffe trug. Einige ihrer Kollegen hätten kugelsichere Westen angezogen, erklärte sie weiter. Die örtliche Polizei sagte dem Sender NBC News, es sei legal, im Parlamentsgebäude von Michigan Waffen mit sich zu führen.

10:56 Uhr

Cindy aus Marzahn kehrt zurück

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"Ich habe Alzheimer-Bulimie – erst esse ich alles, dann vergesse ich zu kotzen!"

(Foto: imago/APress)

2016 trat Ilka Bessin zuletzt als Cindy aus Marzahn auf. Bei "Let's Dance" gibt es für die Zuschauer ein Wiedersehen. Bessin wird am Abend (01.05., 20:15 Uhr bei RTL) in die Rolle schlüpfen, die sie einst berühmt machte und ihren Magic-Moment-Tanz präsentieren. Der Auftritt als ihr Alter Ego soll allerdings eine Ausnahme bleiben, erzählt die Komikerin. In pinken Jogginghosen, mit blonden Haaren und viel Make-up auf der Bühne zu stehen, gehöre definitiv der Vergangenheit an. Lediglich "für den guten Zweck" würde sie das Cindy-Kostüm erneut aus dem Schrank holen.

10:35 Uhr

Berliner Autokorso darf trotz Corona stattfinden

Trotz der Corona-Beschränkungen darf ein Autokorso in Berlin stattfinden. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am späten Donnerstagabend. Die Veranstalter wollen am Freitag in einem Korso aus 20 Teilnehmern in acht Fahrzeugen durch Berlin fahren. Der Polizeipräsident lehnte eine Ausnahme vom coronabedingten Versammlungsverbot mit der Begründung ab, dass die Berliner Corona-Verordnung dies lediglich für ortsfeste Versammlungen vorsehe.

Das Verwaltungsgericht entschied hingegen, dass eine solche Ausnahme auch für den Autokorso zuzulassen sei. Diese Entscheidung bestätigte nun das OVG im Wesentlichen. Der Beschluss ist unanfechtbar.

09:51 Uhr

Griechen begehen Mai-Demos mit Abstand

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Alles im Rahmen der Kontaktbeschränkungen

(Foto: REUTERS)

In Zeiten der Corona-Pandemie haben einige Hundert Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME vor dem Parlament in Athen den 1. Mai mit einer Demonstration auf Abstand begangen. Die meisten Demonstranten trugen rote Masken, wie das griechische Fernsehen zeigte. Die Teilnehmer forderten, die Arbeitnehmer nicht den Preis für eine schwere weltweite Depression wegen der Corona-Krise bezahlen zu lassen.

Auch in anderen griechischen Städten gingen einige Hundert Arbeitnehmer auf die Straßen. In fast allen Fällen wurde der Abstand eingehalten. Alle anderen griechischen Gewerkschaftsverbände hatten wegen der Pandemie ihre Demonstrationen abgesagt.

09:23 Uhr

RTL beendet "Jenke-Experimente"

Der Sender RTL und der bekannte Reporter Jenke von Wilmsdorff beenden ihre Zusammenarbeit. Man habe den Exklusivitätsvertrag nicht verlängert, teilte RTL mit. Beide Seiten suchten "neue Herausforderungen". Bekannt ist von Wilmsdorff vor allem für seine Doku-Reihe "Das Jenke-Experiment", in der sich der 54-Jährige oft sehr anstrengenden Selbstversuchen unterzog. Zum Beispiel setzte er sich auf Nikotinentzug. "Über so viele Jahre hat Jenke Unglaubliches geleistet. Kein anderer ist für seine Formate buchstäblich an seine physischen und psychischen Grenzen gegangen", erklärte RTL-Geschäftsführer Jörg Graf. "Jenkes Experimente haben ein neues Genre geprägt, auf das wir sehr stolz sind."

09:05 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:47 Uhr

15 Jahre Haft für chinesischen Journalisten nach Regierungskritik

In China ist ein Journalist wegen des Vorwurfs, die regierende Kommunistische Partei angegriffen zu haben, zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Chen Jieren habe unter dem Vorwand, Rechtstipps zu geben, "falsche" und "negative" Informationen unter anderem in Blogs und im Onlinenetzwerk WeChat veröffentlicht, teilte ein Gericht in der Provinz Hunan am Donnerstag mit. Er wird beschuldigt, "einen Streit angefangen und Ärger provoziert" zu haben.

Außerdem wird ihm Erpressung, illegale Geschäftstätigkeit und Bestechung vorgeworfen. Zusammen mit seiner Ex-Frau und drei weiteren Beteiligten habe Chen in einer "bösartigen" Gruppierung zusammengearbeitet, die auf illegale Weise 7,3 Millionen Yuan (940.000 Euro) erwirtschaftet habe.

08:18 Uhr

China öffnet Kaiserpalast wieder für Besucher

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Schutzmasken in der Verbotenen Stadt.

(Foto: dpa)

Mehr als drei Monate nach der Schließung wegen des Ausbruchs des neuen Coronavirus in China sind der Kaiserpalast in Peking und die Große Mauer wieder für Besucher geöffnet worden. Auch Parks und Museen öffneten am Freitag ihre Tore. Eintrittskarten mussten über das Internet bestellt werden. Die Zahl der Besucher wurde stark begrenzt. Der auch Verbotene Stadt genannte Kaiserpalast lässt nur 5000 Besucher täglich zu - früher waren 80.000 erlaubt.

An den Eingängen wurde Fieber gemessen. Besucher mussten ferner Mundschutz tragen und mit einem grünen Code auf einer in China jetzt weit verbreiteten Handy-App nachweisen, dass sie nicht krank sind oder Kontakt zu Infizierten mit dem Sars-CoV-2-Virus hatten. Auch mussten sie Abstand zueinander halten. Dennoch ist die Öffnung der Touristenattraktionen zum Maifeiertag ein weiteres Zeichen, dass China das Virus in den Griff bekommen hat.

07:43 Uhr

Berliner Polizei musste nicht genehmigte Versammlung auflösen

Die Berliner Polizei hat am Vorabend des 1. Mai in Berlin-Friedrichshain eine nicht genehmigte Versammlung von Demonstranten aufgelöst. Einige Dutzend Menschen aus dem linksautonomen Spektrum hatten sich am Donnerstagabend trotz der Corona-Beschränkungen an der Rigaer Straße/Ecke Liebigstraße versammelt, Polizisten drängten sie von dem Platz weg. Wegen der Corona-Krise sind in Berlin nur Kundgebungen mit maximal 20 Personen an festen Orten erlaubt. Innensenator Andreas Geisel hatte ein konsequentes und schnelles Vorgehen der Polizei gegen nicht genehmigte Demonstrationen angekündigt.

07:15 Uhr

Kunden müssen länger auf Pakete warten

Corona-Zeit verlangt von den Menschen in vielen Bereichen Geduld. Die notwendigen Schutzmaßnahmen sorgen auch bei Paket-Dienstleistern teilweise dafür, dass Pakete später beim Kunden ankommen. "Angesichts von mehreren Millionen Paketen zusätzlich pro Tag wird es immer auch Fälle geben, in denen die gewohnten Laufzeiten von ein bis zwei Werktagen überschritten werden", sagte ein DHL-Sprecher. Das liege auch daran, dass etwa Schutzmaßnahmen in den Sortierzentren die Prozesse verzögerten.

Bei DHL sieht man sich auf dem Weg der Besserung: Zeitweise seien 14 Prozent der Sendungen länger als zwei Tage unterwegs gewesen, mittlerweile seien es noch unter zehn Prozent, teilte der Sprecher mit. 70 Prozent der Pakete kämen dagegen einen Tag nach Absendung bei den Kunden an.

06:51 Uhr

Eminem von Einbrecher überrascht

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Eminem

(Foto: picture alliance/dpa)

Gutes Personal ist teuer, und einer, der sich das leisten kann, ist US-Rapper Eminem. Der wurde in den eigenen vier Wänden von einem Einbrecher überrascht, dank seines Security-Personals ist aber nichts weiter passiert – und zwar obwohl "The Real Slim Shady" dem nächtlichen Besucher plötzlich gegenüber stand. Der Vorfall soll sich laut dem US-Portal "TMZ" bereits Anfang des Monats in einer Wohnanlage in Detroit ereignet haben. Gegen 4 Uhr morgens soll Eminem von einem ausgelösten Alarm aufgewacht sein und den Einbrecher anschließend in seinem Wohnzimmer angetroffen haben.

Nachdem der Alarm ausgelöst wurde, eilte das Security-Personal Eminem zu Hilfe und hielt den Eindringling fest, bis die Polizei ihn festnehmen konnte. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und wegen Einbruchs und mutwilliger Zerstörung eines Gebäudes angeklagt. Laut "TMZ" soll der 26-Jährige nicht auf Diebesgut spekuliert haben. Er wollte dem Musiker nur nahe kommen.

06:23 Uhr

Gregor Gysi soll Mini-Comeback im Bundestag feiern

Gregor Gysi war bis zu seinem Rückzug als Fraktionschef vor fünf Jahren das Gesicht der Linken. Der Kultpolitiker soll nun in den Bundestag zurückkehren. Die Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch und Amira Mohamed Ali wollen ihn am Dienstag den Abgeordneten der Linken für den Posten des außenpolitischen Sprechers vorschlagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Fraktionskreisen. Falls die Mehrheit für ihn votiert, löst Gysi Stefan Liebich ab, der im Februar überraschend seinen Rückzug von dem Posten angekündigt hatte.

Der 72-jährige Gysi hat die parlamentarische Arbeit der Linken in den vergangenen 30 Jahren so stark geprägt wie niemand sonst. Zweimal leitete er für jeweils zehn Jahre die Bundestagsfraktion der Partei, die lange Zeit PDS hieß und später in Linkspartei und Die Linke umbenannt wurde.

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05:55 Uhr

Schlagzeuger Tony Allen gestorben

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Tony Allen

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die Schlagzeuger-Legende Tony Allen ist tot. Der nigerianische Musiker, Mitbegründer des Afrobeat, sei mit 79 Jahren in Paris gestorben, sagte sein Manager Eric Trosset der Nachrichtenagentur AFP. Die Todesursache sei unklar, Allen sei aber nicht an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Der Musiker lebte in Courbevoie bei Paris.

Allen war in den 60er und 70er Jahren der Schlagzeuger und musikalische Direktor seines Landsmannes Fela Kuti, mit dem er den Afrobeat entwickelte. Dieser verbindet Genres wie Jazz, Funk und traditionelle nigerianische Trommelrhythmen und wurde zu einer der wichtigsten Strömungen afrikanischer Musik im 20. Jahrhundert. Allen spielte unter anderem Schlagzeug in dem Projekt The Good, The Bad and The Queen von Damon Albarn, dem ehemaligen Bandleader von Blur.

05:35 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht