Freitag, 17. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 17. April 2020

So, das war's für heute. Ein schönes Wochenende - zumindest wettertechnisch - steht vor der Tür. Wenn Sie es an der frischen Luft verbringen, vergessen Sie Ihre Schutzmaske nicht, besonders wenn Sie in Sachsen oder MeckPom wohnen. Diese zwei Bundesländer haben für den öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht beschlossen. In Sachsen gilt sie von Montag an und betrifft auch den Einzelhandel. Die Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern haben noch bis zum 27. April Zeit, sich ein paar Schutzmasken zu besorgen.

In Jena, wo die Maskenpflicht schon vor knapp zwei Wochen eingeführt wurde, zeigt die Maßnahme offenbar Wirkung.  

Was war heute sonst wichtig:

22:05 Uhr

Mordfall in Hannover: Polizei sucht mit Foto nach Hinweisen

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Wer hat diesen Mann seit dem 7. April gesehen?

(Foto: Polizeidirektion Hannover)

Nach dem Fund eines getöteten 28-Jährigen auf einem Friedhof in Hannover versucht die Polizei mit Hilfe eines Fotos die Hintergründe zu klären. Sie veröffentlichte ein Bild des Mannes, der am 7. April in Bielefeld vermisst gemeldet worden war. Wer den Mann in der Zwischenzeit gesehen hat, wird gebeten, sich zu melden. Nach der Obduktion gehen die Ermittler davon aus, dass der 28-Jährige Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist.

Der Tote war am Mittwochmorgen von Mitarbeitern auf einem Friedhof im Stadtteil Kirchrode gefunden worden. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden keine Details dazu genannt, unter welchen Umständen der Mann starb. Unklar ist auch, ob der Fundort zugleich Tatort war.

21:24 Uhr

Führerloser Lkw überrollt Vater und seine zwei Söhne

Schrecklicher Unfall im nordrhein-westfälischen Hemer: Ein Mann und seine beiden kleinen Söhne sind dort von einem rollenden Lastwagen erfasst worden.

  • Der fünfjährige Junge starb in einer Spezialklinik, in die ihn ein Rettungshubschrauber gebracht hatte.
  • Der 42 Jahre alte Vater und der sieben Jahre alte Junge wurden schwer verletzt, als sie versuchten, den rollenden Lkw anzuhalten, der zunächst den Fünfjährigen erfasst hatte. Sie wurden ebenfalls in Krankenhäuser gebracht.
  • Ein Zeuge habe den Lastwagen gestoppt, der auf einem Betriebsgelände aus ungeklärter Ursache nach vorn gerollt war, als sich die drei gerade dort aufhielten. Die Feuerwehr befreite die Eingeklemmten.
  • Die Polizei stellte den Lastwagen sicher. Die Untersuchungen dauern an.
20:43 Uhr

Spanien: Tourismus wohl erst zu Jahresende wieder aktiv

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Malle für alle? Nicht dieses Jahr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kein Ballermann? Keine Patatas Bravas? Keine Schlange vor der Sagrada Família? Die spanische Regierung geht davon aus, dass der Tourismus im Land erst gegen Jahresende reaktiviert wird. Das sagte Arbeitsministerin Yolanda Díaz in einem Fernseh-Interview.

Die Finanzministerin und Sprecherin der linken Koalitionsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, María Jesús Montero, untermauerte die Worte ihrer Kabinettskollegin: "Unser Land wird die touristischen Aktivitäten so lange nicht wieder aufnehmen, bis es eine Garantie für außerordentlich sichere Bedingungen gibt, sowohl für die Menschen, die in unserem Land leben, als auch für unsere Besucher", sagte sie auf einer Pressekonferenz.

Bei der Frage, wann und wie man die Grenzen des Landes für ausländische Touristen werde öffnen können, werde unter anderem wohl auch die Herkunft der Besucher eine Rolle spielen, betonte Montero. Noch habe man dafür aber keine konkreten Pläne.

Ist der Sommerurlaub noch zu retten? Meine Kollegin Sonja Gurris beantwortet hier die wichtigsten Fragen zum Reisen.

20:09 Uhr

Motorradfahrer kracht in Traktor und stirbt

In Mittelhessen ist ein 56 Jahre alter Motorradfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Traktor ums Leben gekommen.

"Derzeit geht die Polizei davon aus, dass der Kradfahrer auf der Landstraße zwischen Haiger und Rodenbach eine Kolonne von vier Fahrzeugen überholte", sagte ein Sprecher der Polizei. Das erste Fahrzeug der Kolonne - ein Traktor - sei nach links in einen Feldweg abgebogen und es kam zum Zusammenstoß. Der Motorradfahrer starb noch am Unfallort.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:55 Uhr

Über 4000 Corona-Tote in Deutschland

Die Zahl der Fälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus übersteigt in Deutschland die Marke von 4000 Opfern. Insgesamt beträgt die Zahl der Todesfälle 4104. Das sind 267 mehr als am Vortag. Mit dem Virus infiziert sind beziehungsweise waren aktuell 137.882 Menschen, von denen 78.539 als genesen gelten.

Bei den Infizierten ist im Gegensatz zu den Todesfällen wird wieder ein leichter Anstieg verzeichnet. In den letzten 24 Stunden wurde bei 3478 Menschen das Virus nachgewiesen, am Vortag waren es noch 2993.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:26 Uhr

Rund 3000 Schutzmasken beim Roten Kreuz gestohlen

Oh, wie erbärmlich muss man nur sein, um in eine Kleiderkammer für bedürftige Menschen einzubrechen? In Paderborn haben Unbekannte rund 3000 Schutzmasken aus der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuz (DRK) gestohlen. Die Diebe brachen in der Nacht die Tür auf und durchsuchten einige Kisten, dabei verteilten sie den Inhalt auf dem Boden. Die Kartons mit den 3000 medizinischen Schutzmasken nahmen sie mit. Hinweise auf die Täter gab es bisher noch nicht.

18:56 Uhr

14-Jähriger rammt Polizeiauto bei Verfolgungsjagd

Ein 14-Jähriger hat sich am Steuer der Limousine seiner Eltern in Wuppertal eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert.

Der Jugendliche missachtete Aufforderungen anzuhalten und überfuhr stattdessen diverse rote Ampeln. Einen quer gestellten Streifenwagen rammte er am Heck und bog in eine Fußgängerzone ein. Die Fahrt endete mit der Kollision an einem Betonklotz.

Der 14-Jährige wurde auf der Polizeiwache von seinen Eltern abgeholt. Ihr arg ramponierter Wagen wurde als Beweismittel sichergestellt.

18:15 Uhr

Angst vor Corona kein Grund für Abi-Prüfungsrücktritt

In Berlin beginnen nächste Woche die Abiturprüfungen. Und die Schüler müssen daran teilnehmen, auch wenn sie Angst vor dem Coronavirus haben. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht und wies damit den Eilantrag einer Abiturientin ab. Die Durchführung der Prüfungen sei unter seuchenrechtlichen Gesichtspunkten zulässig, so die Richter in ihrem Beschluss.

Laut Corona-Eindämmungsverordnung des Landes gelte ein Mindestabstand zwischen den anwesenden Personen von mindestens 1,5 Metern. Zudem habe die Berliner Bildungsverwaltung den Schulen viele zusätzliche Schutzmaßnahmen vorgeschrieben. Dazu zähle die Maximalzahl von acht, in Ausnahmefällen zehn Personen pro Prüfungsraum.

Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Vorkehrungen während der Prüfungen am Gymnasium der Antragstellerin nicht eingehalten würden. Die Maßnahmen seien nach derzeitiger wissenschaftlicher Erkenntnislage auch hinreichend. Und: Die Antragstellerin könne durch "infektionsschutzgerechtes Eigenverhalten" selbst zu einer möglichst risikoarmen Teilnahme am Prüfungsgeschehen beitragen.

17:39 Uhr

Mann sperrt Einbrecherin in Toilette ein

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Ob der Mann der Einbrecherin auch Klopapier bereitgestellt hat, blieb unklar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Mann hat in Köln eine auf frischer Tat ertappte Einbrecherin kurzerhand im Gästeklo eingesperrt.

  • Der 39-Jährige war mit seiner Familie mittags zurückgekommen und hatte im Haus verdächtige Geräusche gehört. Die Bewohner gingen nach draußen und alarmierten die Polizei.
  • Als die 57-jährige Einbrecherin mit zwei gestohlenen Taschen in den Garten ging, stellte der Familienvater sie zur Rede. Er schob die Frau zurück ins Haus und schloss sie im Erdgeschoss in der Gästetoilette ein.
  • Die Frau hatte die Scheibe der Terrassentür eingeschlagen und muss sich wegen Wohnungseinbruchs verantworten. Sie sei nach eigenen Angaben drogenabhängig, so die Polizei.
17:29 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:54 Uhr

Klopapier kehrt zurück in die Regale

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Bald kein Statussymbol mehr: das Klopapier.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Hamsterkäufen in der Corona-Krise hat sich die Nachfrage nach Toilettenpapier im Einzelhandel mittlerweile entspannt.

Verbraucher zeigten etwas mehr Gelassenheit bei gefragten Produkten, zu denen neben Hygieneartikeln etwa auch Nudeln und Reis gehörten, sagte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE).

Diesen Trend bestätigten die großen Drogeriemarkt-Ketten. So teilte das Unternehmen dm mit, nach "extremen Abverkaufsspitzen" beobachte man nun, "dass sich die Nachfrage verändert und in einzelnen dm-Märkten wieder Toilettenpapier in den Regalen vorhanden ist". Der Konkurrent Rossmann beurteilte die Lage ähnlich: "Im Fokus der verstärkten Nachfrage stehen weiterhin Hygieneartikel, jedoch nicht mehr in dem Umfang wie noch vor einigen Wochen", sagte eine Sprecherin.

16:14 Uhr

Schwarzer Pfarrer wird mit Morddrohungen aus Gemeinde vertrieben

Was für eine Schande. Queidersbach ist eine scheinbar idyllische Gemeinde mit 2900 Einwohnern im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Seit August 2017 leitete dort der aus Nigeria stammende Pfarrer Patrick Asomugha die Pfarrei Heiliger Franz von Assisi. Doch jetzt verlässt er die Gemeinde - einigen Einwohnern ist seine Hautfarbe wohl nicht hell genug.

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Pfarrer Patrick Asomugha fühlt sich in Queidersbach nicht mehr sicher.

(Foto: Bistum Speyer)

Dem zuständigen Bistum Speyer zufolge gab es seit Mitte 2019 immer wieder Anfeindungen gegen den Pfarrer aus Nigeria. Außer zwei Einbrüchen in das Pfarrhaus mit großem Sachschaden waren unter anderem die Reifen seines Autos zerstochen worden. Im März hinterließen Unbekannte auf dem Garagentor eine Morddrohung. Zwei Tage später zertrümmerten Unbekannte zwei Glasflaschen vermutlich mit Alkohol vor der Tür des Pfarrhauses.

"Ich kann unter diesen Umständen meinen Aufgaben als Pfarrer in Queidersbach nicht mehr nachkommen", sagte Pfarrer Asomugha. "Die Angriffe gegen meine Person machen es nahezu unmöglich, in Queidersbach ein normales Gemeindeleben zu führen."

15:31 Uhr

NRW-Schüler rufen zum Boykott auf

In Nordrhein-Westfalen soll der Schulunterricht bereits am 23. April wieder losgehen. Ob dann jemand tatsächlich in die Schule kommt, ist fraglich. Denn im Internet formiert sich bereits Widerstand gegen die schnellen Lockerungen. Unter dem Hashtag #SchulboykottNRW wird NRW-Ministerpräsident Laschet scharf kritisiert und die Schüler werden aufgerufen, weiter zu Hause zu bleiben.

Hier ein paar kreative Beispiele:

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:44 Uhr

90-Jährige sammelt Spenden mit Treppensteigen

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Margaret Payne hat mit ihrer Aktion schon fast 100.000 Pfund gesammelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die 90-jährige Schottin Margaret Payne will es einem fast 100 Jahre alten Kriegsveteranen gleichtun und eine größere Spende für das britische Gesundheitswesen sammeln. Die gehbehinderte Seniorin hat sich zum Ziel gesetzt, 282 Mal ihre Treppe hochzugehen. Das entspricht insgesamt der Höhe eines schottischen Berges, den sie zum ersten Mal als Jugendliche erklommen hat. Das Geld soll dem staatlichen Gesundheitsdienst National Health Service (NHS) und einem Hospiz zugutekommen, in dem ihr Mann gepflegt worden war.

Payne hatte sich 10.000 Pfund als Ziel gesetzt - bis Freitagmittag kam aber schon etwa acht-mal so viel zusammen.

Sie startete ihre Spendenaktion Ostersonntag und hofft, sie in knapp zwei Monaten beendet zu haben. Die NHS-Mitarbeiter seien wundervoll. "Jeden Tag riskieren sie ihr Leben", sagte die 90-Jährige in Anspielung auf die Corona-Pandemie.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Meine Kollegin Ina Bullwinkel verabschiedet sich in den Feierabend, ich wünsche ihr - und natürlich auch Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, - einen guten Start in das Wochenende. 

13:59 Uhr

Mann rutscht unter abfahrenden Zug - schwer verletzt

Im Bahnhof Celle ist ein Mann unter die Räder eines abfahrenden ICE gekommen und schwer verletzt worden. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei war der 57-Jährige ausgestiegen, um eine Zigarette zu rauchen. Als sich die Türen schlossen, soll er versucht haben, sie zu öffnen und einzusteigen. Dabei rutschte er zwischen Zug und Bahnsteigkante.

"Es wurde im Zug nicht bemerkt", sagte der Sprecher der zuständigen Bundespolizei Bremen. Demnach sah ein Zeuge den Unfall und rief die Rettungskräfte. Dann wurde das Zugpersonal informiert. Während der Bergung des Mannes war der Bahnhof für eine Stunde gesperrt. Mit schweren Beinverletzungen wurde der 57-Jährige ins Krankenhaus gebracht. Die Ermittler suchen Zeugen, um den Unfallhergang aufzuklären.

13:40 Uhr

Bericht: Deutsche kaufen in der Krise mehr Korn

Die Menschen in Deutschland nutzen die Zeit der Ausgangsbeschränkungen nicht nur für Projekte im Garten oder in der Sauerteig-Küche. Auch dem Alkohol sind sie nicht abgeneigt - sehr zur Sorge der Bundesdrogenbeauftragten.

Von Ende Februar bis Ende März wurde gut ein Drittel mehr Wein gekauft als im gleichen Zeitraum 2019, wie der "Spiegel" unter Berufung auf das Marktforschungsinstitut GfK berichtet. Auch bei klaren Spirituosen wie Gin oder Korn beträgt die Steigerung demnach rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Verkauf von Alkoholmischgetränken wuchs demnach sogar um gut 87 Prozent, allerdings machen diese Getränke nur einen geringen Anteil am Gesamtmarkt aus. Ihre Biervorräte steigerten die Bürger um 11,5 Prozent, wie das Magazin unter Berufung auf die GfK-Zahlen weiter berichtete. Die Daten beruhen demnach auf regelmäßigen Einkäufen von 30.000 Haushalten.

13:15 Uhr

Grausiger Fund: Frau entdeckt 28 Müllsäcke mit toten Schafen

An einem ehemaligen Steinbruch im sächsischen Grimma hat eine Spaziergängerin einen unangenehmen Fund gemacht. Sie entdeckte 28 Müllsäcke mit toten Schafen und Lämmern, wie die Polizei mitteilt. Bisher lasse sich nicht nachvollziehen, woher die Tiere stammten oder wem sie gehörten, weil die Erkennungsmarken entfernt worden seien.

Im Raum stehe, ob es sich bei der illegalen Entsorgung der Kadaver auch um eine gewerbliche Entsorgung gehandelt haben könnte. Es seien Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen worden.

12:49 Uhr

Brand bei Tschernobyl: Luft in Kiew stark verschmutzt

Der Waldbrand rund um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl hat die 100 Kilometer entfernte ukrainische Hauptstadt in eine dichte Rauchwolke gehüllt. Das auf Messungen der Luftqualität spezialisierte Schweizer Unternehmen IQAir maß in Kiew eine der weltweit schlimmsten Luftverschmutzungen. Die ukrainischen Behörden riefen die drei Millionen Einwohner der Stadt auf, zu Hause zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten.

Die Situation stelle jedoch keine "chemische oder radioaktive Bedrohung" dar, erklärte die Katastrophenschutzbehörde. Unabhängige Experten bestätigten, dass die Strahlenbelastung in Kiew nicht über der Norm lag. Neben dem Waldbrand machten die Behörden auch die in der Ukraine übliche Praxis, trockenes Gras zu verbrennen, für die Rauchentwicklung verantwortlich.

Am Dienstag gelang es den Feuerwehrleuten, den Brand größtenteils zu löschen, allerdings gibt es noch immer einzelne Schwelbrände.

11:58 Uhr

Deutsche besaßen 2019 so viel Geldvermögen wie nie

Das Geldvermögen der Deutschen ist zum Jahresende 2019 auf einen neuen Rekordwert gestiegen, und dies trotz stagnierender Konjunktur und anhaltender Ultratiefzinsen auf Erspartes. Mit insgesamt 6,46 Billionen Euro besaßen die Privathaushalte zum Ende des vierten Quartals ein so hohes Geldvermögen wie noch nie, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Das entspricht einem Anstieg von 126 Milliarden Euro im Vergleich zum dritten Jahresviertel. Hinter dem Zuwachs stehen auch Kursgewinne bei Aktien an den Börsen. Bei der Vermögensbildung setzen die Deutschen weiterhin auf Sicherheit. Ihr Engagement in Bargeld und Sichteinlagen bauten die Haushalte im vierten Quartal um 52 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorquartal aus.

11:39 Uhr

Isländer empfehlen: Lieber Bäume umarmen als Menschen

Die Kontaktsperre kann einsam machen. Deshalb empfiehlt die isländische Waldbehörde, Bäume anstatt Menschen zu umarmen. Wie die "Iceland Review" berichtet, haben Förster verschneite Wege im Hallormsstaður Nationalpark freigeräumt, damit Besucher genügend Abstand voneinander halten können.

Einen Baum zu umarmen, sei "so ein wundervolles Entspannungsgefühl", sagt Förster Þór Þorfinnsson. Danach sei man bereit für einen neuen Tag und neue Herausforderungen, heißt es in dem Artikel. Der Förster legt den Baum-Umarmern nahe, die Augen dabei zu schließen. Wenn man die Wange an den Stamm legt, könne man außerdem die Wärme des Baumes spüren. Na dann - gehen Sie raus und finden Sie einen neuen, ökologischen Freund.

10:43 Uhr

TV-Journalist Ulrich Kienzle gestorben

Der bekannte Fernsehjournalist und Nahost-Experte Ulrich Kienzle ist tot. Das teilte das ZDF in Mainz mit. "Ulrich Kienzle war ein Top-Journalist", würdigte ihn ZDF-Chefredakteur Peter Frey. "Er hat die Welt vor Ort in Augenschein genommen, um die Konflikte wirklich zu verstehen, über die er dann berichtet hat. Mit seiner Lust, Kante zu zeigen, und mit seinem verschmitzten Humor hat er an der Seite von Bodo Hauser ZDF- und Fernsehgeschichte geschrieben."

Kienzle wurde 83 Jahre alt. Mit dem 2004 gestorbenen Hauser hatte er von 1993 bis 2000 das ZDF-Politikmagazin "Frontal" moderiert und sich Wortduelle geliefert. Kienzle wurde am 9. Mai 1936 im baden-württembergischen Neckargröningen geboren. Er starb nach ZDF-Angaben am Donnerstag in Wiesbaden.

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10:12 Uhr

Tote nach Angriff auf Angestellte von US-Stützpunkt

Bei einem bewaffneten Überfall nahe des US-Luftwaffenstützpunkts in Bagram sind mindestens sechs afghanische Beschäftigte der Basis getötet worden. Drei weitere der zivilen Angestellten seien am späten Donnerstagabend bei dem Angriff verletzt worden, sagte ein Provinzsprecher. Demnach soll ein Unbekannter auf einem Motorrad das Feuer auf die Männer eröffnet haben und geflüchtet sein. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff.

Der Stützpunkt nördlich der Hauptstadt Kabul ist die größte Basis der US-Streitkräfte in Afghanistan. Bereits vor rund einer Woche schlugen mehrere Raketen auf dem Gelände und in einem Wohngebiet ein. Damals bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat zu dem Angriff. Die militant-islamistischen Taliban dementierten, für den Angriff am Donnerstagabend verantwortlich zu sein.

09:06 Uhr

Polizei stoppt Transporter mit Kindern auf Ladefläche

Ein Mann ohne Führerschein ist auf der Autobahn 64 bei Trier mit seinen vier schlafenden und nicht gesicherten Kindern auf der Ladefläche seines Transporters gestoppt worden. Die Kinder hätten zwischen alten Reifen gelegen. Auf den Sitzen hätten neben der Frau des 31-Jährigen zwei weitere nicht angeschnallte Kinder gesessen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Bereits zum achten Mal sei der Mann demnach ohne Führerschein geschnappt worden. Die Familie aus Deutschland sei in der Nacht zum Freitag aus Richtung Luxemburg gekommen, so der Sprecher weiter. Die Minderjährigen seien zwischen zwei und sechs Jahre alt. Derzeit kontrolliert die Bundespolizei gemeinsam mit der Autobahnpolizei an der Grenze.

08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:34 Uhr

"E.T."-Kameramann stirbt an Corona-Folgen

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Allen Daviau

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der amerikanische Kameramann Allen Daviau, der mit Steven Spielberg Klassiker wie "E.T. - Der Außerirdische", "Die Farbe Lila" und "Das Reich der Sonne" drehte, ist tot. Er starb an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus, wie seine Sprecherin dem US-Sender CNN mitteilte. Daviau, der in Los Angeles in einem Altersheim für Filmschaffende lebte, wurde 77 Jahre alt. Seine Kameraarbeit brachte Daviau fünf Oscar-Nominierungen ein.

Spielberg erinnerte in einer Mitteilung an seinen Weggefährten, mit dem er bereits 1968 einen Kurzfilm drehte, bevor sie 1982 mit "E.T." Karriere machten. "Allen war ein wunderbarer Künstler, doch seine Wärme und Menschlichkeit waren ebenso stark wie seine Kameraarbeit. Er war ein einzigartiges Talent und ein großartiger Mensch", schrieb Spielberg in einem Tweet.

07:54 Uhr

Stumme Glocken: Kirche überführt tierischen Übeltäter

Es habe länger gedauert, bis die Kirchengemeinde darauf gekommen sei, sagte Roswitha Kamm vom Kirchenvorstand. Immer wieder waren die Glocken der Kirche stumm geblieben. Der Übeltäter: ein Waschbär.

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Auf dem Dachboden dieser Kirche in Löwenhagen fühlt sich ein Waschbär sehr wohl.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Tier, das sich schon länger immer wieder auf dem Dachboden des evangelischen Gotteshauses aufhält, habe den Hebel des Stromschalters der Glockenanlage umgelegt, sagte Kamm. Das dreimalige Glockenläuten pro Tag sei deshalb immer wieder ausgefallen. Der Kammerjäger muss jedoch nicht anrücken, der Waschbär darf auch künftig auf dem Dachboden der Kirche bleiben. Allerdings werde ein Drahtverhau um den Hebel errichtet, so dass das Tier ihn nicht mehr umlegen kann.

07:41 Uhr

Mitten in Pandemie: Raumfahrer kehren auf Erde zurück

Nach einem mehrmonatigen Forschungsaufenthalt im Weltraum haben sich zwei Amerikaner und ein Russe mitten in der Corona-Pandemie auf den Weg zurück zur Erde gemacht. Die US-Astronauten Jessica Meir, Andrew Morgan und der Kosmonaut Oleg Skripotschka bestiegen in der Nacht zum Freitag eine Sojus-Kapsel und dockten von der Internationalen Raumstation ISS ab, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Das Raumschiff soll wenige Stunden später gegen 7.16 Uhr MESZ in der Nähe der Stadt Scheskasgan in der Steppe von Kasachstan landen.

Meir und Skripotschka waren seit September vergangenen Jahres auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde im Einsatz, Morgan seit Juli 2019. Derzeit halten noch zwei Russen und ein US-Amerikaner auf der ISS die Stellung. Sie waren in der vergangenen Woche unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Pandemie zur ISS gestartet.

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07:16 Uhr

Im Süden sommerlich, im Norden kühler

Auch heute und am Wochenende bleibt es für die meisten von uns freundlich bis sonnig und trocken. Lediglich über der Südhälfte sind vereinzelt Schauer und Gewitter möglich. Insbesondere im Bereich Eifel, Schwarzwald sowie in Richtung Alpen und Bayrischer Wald.

Die Temperaturen zeigen sich dabei zweigeteilt: In der Südwesthälfte reicht es für frühsommerliche bis sommerliche Werte, während es im Norden und Osten kühler weitergeht.

So werden es heute zwischen 10 und 17 Grad in der Nordosthälfte. Im Süden und Westen bringen es die Temperaturen hingegen auf 23 bis 27 Grad.

Ähnlich verteilen sich die Temperaturen auch am Wochenende, wobei sich mit einem auflebenden Ostwind auch im Süden und Westen frischere Luft durchsetzt. Am Samstag bei 14 Grad in Vorpommern und bis zu 26 Grad am Oberrhein. Der Sonntag bringt uns maximal noch 12 bis 24 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein hoffentlich ganz entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:51 Uhr

Trumps Ex-Anwalt darf vorzeitig aus der Haft

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, soll laut einem Medienbericht wegen der Corona-Pandemie vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Wie der Sender CNN unter Berufung auf dessen Anwalt Roger Adler berichtete, informierte die US-Bundesgefängnisbehörde Cohen bereits entsprechend.

In dem Gefängnis in Otisville im Bundesstaat New York, wo Cohen bis November 2021 seine dreijährige Haftstrafe verbüßen sollte, seien mehrere Insassen und Mitarbeiter positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, hieß es. Nach einer 14-tägigen Quarantäne werde der Ex-Anwalt den Rest seiner Strafe im Hausarrest verbringen dürfen. Ein genaues Datum für die Entlassung wurde nicht genannt. Cohen hatte sich 2018 vor Gericht wegen mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung.

06:41 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

der Lockdown hält an, die Ungeduld der Menschen auch. Nachdem die Bundesregierung am Mittwoch schrittweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen angekündigt hat, stellte nun auch US-Präsident Trump einen Drei-Phasen-Plan für die schrittweise Öffnung der USA vor. Eine landesweite Schließung könne keine langfristige Lösung sein, sagte Trump. Einen genauen Zeitplan für das "Opening Up" bleibt er allerdings schuldig. Falls er bald mit einem neuen Plan um die Ecke kommt, wäre das ja zumindest nicht sein erster Kurswechsel in dieser Krise.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Notbetreuung für Kinder: Die Bundesländer beraten heute mit der Bundesregierung, welche Kinder mit der Lockerung der Corona-Auflagen ein Recht auf Notfallbetreuung in Kitas, Horts und Schulen bekommen. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat dazu zu einer Telefonschalte geladen.
  • Altmaier spricht mit Spitzenverbänden: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht heute mit Spitzenverbänden der Wirtschaft über die angespannte Lage von Unternehmen in der Corona-Krise. Ein Thema sind auch die von Bund und Ländern angekündigten schrittweisen Lockerungen von Einschränkungen.
  • Gespräch über Lockerung des Gottesdienstverbots: Wegen des weiterhin bestehenden Gottesdienstverbots kommt Staatssekretär Markus Kerber vom Bundesinnenministerium mit Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften zusammen. Es soll unter anderem darum gehen, wie Begräbnisse in Zeiten der Corona-Pandemie stattfinden und ob Gottesdienste unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt werden können.
  • Reisen ins Ausland: Außenminister Heiko Maas äußert sich am Morgen zum Stand der Rückholaktion und zur weltweiten Reisewarnung in der Corona-Krise.
  • Therapie von Covid-19: Um 11 Uhr gibt es eine Online-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zur Beatmungstherapie bei Covid-19.

Starten Sie gut in diesen Freitag und das Wochenende. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:04 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht