Mittwoch, 19. August 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:07 Uhr

Delivery Hero ersetzt Wirecard im Dax

Der Essenlieferdienst Delivery Hero steigt in den Deutschen Aktienindex (Dax) auf. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin übernimmt im Leitindex den Platz des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard, wie die Deutsche Börse in Frankfurt mitteilte.

Delivery Hero
Delivery Hero 91,10

22:02 Uhr

Razzien in vier Bundesländern: Polizei geht gegen Clankriminalität vor

Mit einem Großeinsatz ist die Polizei in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern gegen vermuteten Sozialhilfebetrug eines Familienclans vorgegangen.

  • Die Beamten durchsuchten sieben Wohnungen in verschiedenen Städten und stellten Beweismittel sicher. Im Visier waren sieben Mitglieder einer Großfamilie mit ungeklärter Staatsbürgerschaft im Alter von 23 bis 70 Jahren.
  • Es bestehe der Verdacht, dass zumindest eine Person unberechtigt Sozialleistungen von mehr als 100.000 Euro bezogen habe, teilte die Polizei mit.
  • Bei einer Tatverdächtigen aus Niedersachsen wurden eine augenscheinlich scharfe Schusswaffe und mehrere Hundert Patronen scharfer Munition gefunden.
  • Zu den rechtlichen Vorwürfen zählen außerdem Falschbeurkundung und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.
21:30 Uhr

Die Videos des Tages

21:22 Uhr

45 Menschen sterben bei Schiffsunglück vor Libyen

Bei einem Schiffsunglück vor der Küste Libyens sind 45 Menschen gestorben. Das Unglück sei damit "der größte registrierte Schiffbruch vor der Küste Libyens in diesem Jahr", teilten das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und die Internationale Organisation für Migration mit. Unter den Opfern sollen auch fünf Kinder gewesen sein.

Die beiden Organisationen fordern eine sofortige Überprüfung des Vorfalls sowie einen Ausbau der Such- und Rettungskapazitäten vor Ort. Etwa 37 Überlebende - hauptsächlich aus Senegal, Mali, Tschad und Ghana - wurden von einheimischen Fischern gerettet und bei der Ankunft an Land festgenommen, wie IOM mitteilte. Ihren Berichten zufolge war der Motor des Schiffes vor der Küste der nordwestlichen Stadt Zuwara explodiert.

20:42 Uhr

Sieben Wale stranden an irischer Küste

Gleich sieben große Wale sind an der irischen Küste angeschwemmt worden, sechs von ihnen verendeten qualvoll am Strand. Nur einer der Nördlichen Entenwale lebt noch, wie der Nachrichtensender Sky News berichtete.

Normalerweise leben die Tiere, die eine kurze, delfinartige Schnauze haben, auf dem offenen Meer und meiden die Küsten.

20:06 Uhr

Wolfgang Clement an Lungenkrebs erkrankt

124393679.jpg

Wolfgang Clement kämpft gegen den Krebs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wolfgang Clement, der frühere Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, ist an Lungenkrebs erkrankt. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien.

Laut einem Bericht der "Bild", wird der 80-Jährige in der Uniklinik Heidelberg behandelt. Demnach habe er zwar stark an Gewicht verloren, doch aus seinem Umfeld heißt es laut der Zeitung, die Ärzte seien zuversichtlich, was seinen Krankheitsverlauf betreffe.

Wolfgang Clement war von 1998 bis 2002 NRW-Ministerpräsident und von 2002 bis 2005 Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:41 Uhr

Autobahn-Täter kommt in die Psychiatrie

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn kommt der Tatverdächtige vorläufig in die Psychiatrie. Das habe ein Haftrichter antragsgemäß entschieden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der 30-Jährige hatte am Dienstagabend auf der A 100 im Westteil Berlins mit seinem Auto andere Fahrzeuge gerammt, vor allem Motorräder. Sechs Menschen wurden dabei verletzt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:16 Uhr

Frau verliert Pferd auf Autobahn

Auf der Autobahn 29 in Niedersachsen hat eine 24-jährige Fahrerin ihr Pferd verloren. Wie die Polizei in Oldenburg mitteilte, fiel das Islandpony nahe der Stadt aus dem Anhänger auf die Fahrbahn und blieb verletzt liegen. Die junge Frau merkte davon jedoch zunächst nichts und fuhr weiter.

Als sie das Fehlen des Tiers feststellte, alarmierte sie die Polizei. Ein Tierarzt versorgte das Pferd, es verendete jedoch noch am Unglücksort.

Gegen die 24-Jährige wird wegen tierschutzrechtlicher Verstöße ermittelt. Die Autobahn war vorübergehend voll gesperrt.

19:13 Uhr

Dax scheitert nur knapp an 13.000 Punkten

Dax
Dax 13.208,12

Dank robuster Konjunkturdaten hat der Dax seine Vortagesverluste wieder wettgemacht. Der deutsche Leitindex schließt 0,74 Prozent höher bei 12.977 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte legt um 0,33 Prozent auf 27 402,47 Punkte zu. Die Anzeichen für eine Erholung der hiesigen Industrie nach dem Einbruch in der Corona-Krise mehren sich, wie der Anstieg des Auftragsbestandes zeigte.

Trotz des neuerlichen Versuchs des Dax, sich aus seiner engen Handelsspanne zu befreien, halten Marktbeobachter das Potenzial für begrenzt. Während es an den US-Börsen Rekorde zu beklatschen gebe, herrsche in Deutschland Sommerpause, schrieb etwa Marktexperte Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Stanzl sieht den Leitindex zudem aus technischer Sicht angeschlagen, nachdem dieser mehrfach daran scheiterte, die Marke von 13.000 Punkten nachhaltig zurückzuerobern.

Mehr börsenrelevante Meldungen lesen Sie im Börsen-Tag.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:35 Uhr

Ermittlungen gegen Kalbitz wegen möglicher Falschaussage

134844543.jpg

Hat Ärger mit der Justiz: Andreas Kalbitz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der zurückgetretene Vorsitzende der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag, Andreas Kalbitz, beschäftigt erneut die Justiz. Laut einem "Spiegel"-Bericht ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen den Politiker wegen mutmaßlicher falscher Angaben in einem Gerichtsverfahren.

Es bestehe der Anfangsverdacht, dass der Beschuldigte vor dem Landgericht Berlin im Juni 2020 "zwei eidesstattliche Versicherungen abgegeben und in diesem Zusammenhang bewusst unwahre Angaben" hinsichtlich seiner Mitgliedschaft in dem rechtsextremistischen Verein "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) gemacht haben soll, zitiert der "Spiegel" eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft.

Kalbitz behauptet, nie Mitglied der HDJ gewesen zu sein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stellte dagegen in einem Behördengutachten fest, dass eine "Familie Andreas Kalbitz" bei der HDJ verzeichnet gewesen sei.

17:51 Uhr

Frau wacht nach einer Nacht in Leichenhalle auf

Nach einer OP im Westen Russlands wird die 81-jährige Zinaida Kononowa für tot erklärt. Die Ärzte bringen sie kurz nach Mitternacht in eine Leichenhalle und lassen sie dort liegen. Als die "Tote" am nächsten Morgen aufwacht, bekommen die Mitarbeiter der Leichenhalle den Schock ihres Lebens.

Die Geschichte hat leider kein Happy End: Die Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und starb dort kurze Zeit später.

Die Behörden kündigten nach dem Vorfall eine Kontrolle in der Klinik an.

17:01 Uhr

Drei Frankfurter Polizisten nach Gewaltvideos suspendiert

Nach der Veröffentlichung zweier Videos von einem brutalen Polizeieinsatz gegen einen 29-Jährigen in Frankfurt am Main sind drei Beamte vom Dienst suspendiert worden.

Wie die Polizei mitteilte, wurde gegen die Beamten ein "Verbot des Führens der Dienstgeschäfte ausgesprochen". Nach dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag waren im Internet zwei Videos aufgetaucht, die zeigten, wie Polizisten auf den am Boden liegenden beziehungsweise schon in einem Polizeiauto sitzenden Mann eintreten.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:10 Uhr

Eminem auf Twitter für tot erklärt

imago0100199908h.jpg

Hoffentlich geht's Eminem gut.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Schock für alle Fans von Eminem: Auf Twitter kursierten Gerüchte vom Tod des Rappers, nachdem der Hashtag #RIPEminem zu trenden begann. Auslöser dafür war ein Tweet, in dem es hieß: "Ich habe Eminem getötet." Wie US-Medien berichten, soll von diesem Account auch der Hashtag stammen. Das Twitter-Konto wurde mittlerweile gesperrt. Der Musiker hat bislang nicht auf sein falsches Ableben reagiert.

15:20 Uhr
Breaking News

EU-Staaten erkennen Wahlergebnis in Belarus nicht an

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden das Ergebnis der umstrittenen Präsidentenwahl in Belarus nicht anerkennen. Die Abstimmung sei weder fair noch frei gewesen, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Sondergipfel zur politischen Krise in Belarus.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:51 Uhr

Autobahn-Täter kam als Asylbewerber nach Deutschland

Der 30-jährige Iraker, der für den Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn verantwortlich sein soll, kam als Asylbewerber nach Deutschland.

Nachdem sein Asylantrag abgelehnt worden sei, lebe er mit einer Duldung in Berlin, erfuhr die dpa aus Senatskreisen. Wann er nach Deutschland kam, ist bisher unklar.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem islamistischen Motiv aus. Nach Erkenntnissen der Ermittler machte der Iraker am Dienstagabend auf der Autobahn 100 am südwestlichen Rand der Innenstadt mit seinem Auto "quasi Jagd" auf Motorradfahrer und verletzte sechs Menschen, drei davon schwer.

14:23 Uhr

Dritter Demonstrant bei Protesten in Belarus getötet

Nach dem gewaltsamen Vorgehen belarussischer Sicherheitskräfte gegen regierungskritische Proteste ist ein dritter Demonstrant gestorben. Das Gesundheitsministerium in Minsk bestätigte den Tod des 43-jährigen Gennadi Schutow, der nach Angaben seiner Familie vergangene Woche bei einer Kundgebung in Brest von Sicherheitskräften angeschossen worden war. Seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 9. August gibt es in Belarus Massenproteste gegen Langzeit-Präsident Alexander Lukaschenko, der die Abstimmung laut offiziellem Ergebnis mit rund 80 Prozent der Stimmen gewonnen hatte.

13:46 Uhr

ICE hält auf freier Strecke und nimmt hilflosen Mann auf

Ein ICE hat in Brandenburg auf freier Strecke einen außerplanmäßigen Halt eingelegt, um einen offensichtlich hilflosen Mann aufzunehmen. Der Zugführer bemerkte den 27-Jährigen kurz vor Rathenow direkt neben den Gleisen, hielt an und nahm ihn in seinen Zug auf, wie die Bundespolizei in Magdeburg in Sachsen-Anhalt erklärte. In dem Bundesland wurde der Mann wenig später in Stendal den Beamten übergeben.

Der Zug war von Berlin in Richtung Wolfsburg beziehungsweise Braunschweig unterwegs. Der Mann wurde nach Abschluss polizeilicher Maßnahmen und vielen Erklärungen von der Bundespolizei wieder entlassen. Durch den Vorfall verspäteten sich acht Züge um insgesamt 206 Minuten.

13:21 Uhr

Doktorvater lobt promovierten Karl-Theodor zu Guttenberg

aa4bb0d1f8a4a8811a99c800d13b6b59.jpg

PhD. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg

(Foto: imago images/IPON)

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat endlich seinen Doktortitel - ganz ohne Plagiatsvorwürfe. Sein Doktorvater an der Universität Southampton (inzwischen an der Uni Leicester) ist voll des Lobes für seinen Schützling: "Die Arbeit wurde extern geprüft und vom Prüfungskomitee - in dem in England der Doktorvater kein Mitglied ist - angenommen. Das überraschte mich nicht, denn es ist eine wirklich gut recherchierte wissenschaftliche Arbeit, die eine bemerkenswerte Anzahl von neuen Beiträgen leistet", sagte Wirtschaftsprofessor Richard Werner der "Zeit".

Auch zur Kritik an ihm selbst äußert sich Werner. "Das sind wohl primitive Versuche, mich anzuschwärzen und meinen Ruf zu schädigen. Und ein allzu durchsichtiger Ansatz, außerhalb der wissenschaftlichen Debatte über Kritik an mir, meinen Doktoranden mit negativen Schlagzeilen zu überziehen." Werner waren unter anderem flüchtlingskritische Aussagen vorgeworfen worden. Außerdem hatte er die Universität von Southampton verklagt, weil diese ihn wegen seiner wirtschaftspolitischen Ansichten und seiner christlichen Religion diskriminiert habe.

12:51 Uhr

Mann nimmt Identität von Promis an und kassiert Corona-Hilfen in Millionenhöhe

Es gibt Menschen, die die Finanzspritzen ihres Staates ausnutzen, um sich illegal an Corona-Hilfen zu bereichern. Ein 24-Jähriger in New York trieb das auf die Spitze: Um sich Zahlungen zu erschleichen, nahm der Mann die Identitäten Dutzender Promis an - und ist nun wegen Betrugs angeklagt. Der Taiwaner beantragte nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Corona-Darlehen für mehr als 200 angebliche Mitarbeiter im Umfang von insgesamt 7 Millionen Dollar. Von den gewährten 3,7 Millionen Dollar wurden 2,8 Millionen Dollar an ihn ausgezahlt. Damit ließ es sich der Angeklagte offenbar gut gehen: Er kaufte sich unter anderem einen Mercedes, eine 40.000 Dollar teure Rolex-Uhr aus Gold, mietete ein Luxus-Apartment für 17.000 Dollar im Monat und ging bei Louis Vuitton, Chanel, Burberry, Gucci, Christian Louboutin und Yves Saint-Laurent auf Shopping-Tour. Außerdem habe er 880.000 Dollar auf Konten in Taiwan, Großbritannien, Südkorea und Singapur beiseitegeschafft, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Zu seinen Schein-Identitäten zählten die eines Moderators der Frühstücksfernsehsendung "Good Morning America", eines bereits verstorbenen bekannten Football-Trainers und mehrerer Sportler.

12:11 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:42 Uhr

Überraschung bei Til Schweiger: Er wird Opa

Für Til Schweiger geht mit dieser frohen Botschaft ein Wunsch in Erfüllung: Eins seiner Kinder kann sich über baldigen Nachwuchs freuen - Schweiger wird also Opa. Sein Erstgeborener, Valentin, erwartet mit seiner langjährigen Freundin sein erstes Kind. Der 24-jährige Sohn von Til und Dana Schweiger arbeitet - im Gegensatz zu seinen schauspielernden Schwestern Emma, Lilli und Luna - hinter der Kamera und hält sich aus den Medien weitgehend heraus. Daher ist auch jetzt nichts weiter über das Baby bekannt.

Schweiger hatte sich wohl schon länger Enkelkinder gewünscht. Das hatte er in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" im Dezember 2019 gesagt.

11:03 Uhr

Schule in Büren evakuiert: Möglicher Sprengsatz gefunden

Eine Gesamtschule in Büren im Kreis Paderborn wurde am Morgen evakuiert. Zunächst hieß es, dass die Paderborner Polizei einen unbekannten Sprengsatz gefunden habe. Das berichtet die "Neue Westfälische" Zeitung. Alle Schüler und Lehrer seien demnach in Sicherheit gebracht worden. Es soll sich bei dem Sprengsatz um eine "unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung" handeln, nicht um eine industriell hergestellte Sprengladung.

Update 12:24 Uhr: Ob es sich bei dem verdächtigen Gegenstand um einen echten Sprengsatz, einen Übungsgegenstand oder eine Attrappe handelt, überprüfen derzeit Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes. "Rein optisch könnte es sich um eine Handgranate handeln", sagte ein Polizeisprecher.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:41 Uhr

Immer mehr Radfahrer sterben im Straßenverkehr

Jeder siebte Mensch, der 2019 im Straßenverkehr ums Leben kam, ist mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 445 Radfahrer bei einem Unfall, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zu 2010 stieg die Zahl der getöteten Radfahrer um 16,8 Prozent, während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt im selben Zeitraum um 16,5 Prozent sank.

Besonders gefährdet sind den Statistikern zufolge die älteren Radler: 53,8 Prozent der im vergangenen Jahr tödlich verletzten Fahrradfahrer waren 65 Jahre alt oder älter. Fahrradfahrer, die in einen Unfall mit Verletzten verwickelt waren, trugen an weniger als der Hälfte der Unfälle die Schuld - dies waren 45,4 Prozent. Je nach Unfallbeteiligten zeigten sich allerdings Unterschiede: Waren Autofahrer an einem Radunfall mit Verletzten beteiligt, trugen die Radler nur in 23,4 Prozent der Fälle die Hauptschuld.

10:13 Uhr

Ellen DeGeneres wirft drei Produzenten wegen Mobbings aus Show

Im Juli haben sich mehrere ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der populären „Ellen DeGeneres Show“ an die Öffentlichkeit gewandt: Hinter den Kulissen herrsche ein vergiftetes Klima, es gebe Fälle von Mobbing, rassistischen Äußerungen und sexueller Belästigung. Jetzt rollen die ersten Köpfe, wie der ORF berichtet. Die Show von Warner Bros entlässt die drei Produzenten Ed Glavin, Kevin Leman und Jonathan Norman. Man habe sich von ihnen "getrennt". Ellen DeGeneres entschuldigte sich daraufhin bei ihren rund 200 Mitarbeitern mit einer emotionalen Rede. Sie sei „nicht perfekt“ und in dem Bemühen, die Show als „gut geölte Maschine“ laufen zu lassen, hätten die Führungskräfte manchmal nicht so sensibel auf „menschliche Wesen“ reagiert, wie sie es hätten sollen. Die Berichte über das Klima am Arbeitsplatz seien "herzzerreißend“. Sie versprach Besserung.

09:47 Uhr

Unfall in Berlin war wohl islamistisch motiviert

Die folgenschweren Unfälle am Dienstagabend auf der innerstädtischen Autobahn 100 in Berlin sind wahrscheinlich islamistisch motiviert gewesen. Die Äußerungen des Fahrers legten eine religiös motivierte Tat nahe, sagte der Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, der Nachrichtenagentur AFP. Bei den von dem Mann verursachten Unfällen waren drei Menschen schwer und drei weitere leicht verletzt worden.

Der Fahrer verließ nach den Unfällen sein Fahrzeug und stellte eine angebliche Munitionskiste auf dem Auto ab. Er sagte, die Kiste sei gefährlich. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Werkzeugkiste handelte, von der keine Gefahr ausging. Der 30-Jährige wurde von Polizisten überwältigt und festgenommen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:54 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Kai Stoppel verabschiedet sich frühzeitig von "der Tag" und ich übernehme seinen Platz in der Redaktion. Mein Name ist Vivian Micks und ich versorge Sie bis zum Mittag mit Nachrichten. Bei Fragen oder Anregungen, schreiben Sie mir eine E-Mail an vivian.micks[at]nama.de.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Morgen!

09:27 Uhr

Sylvie Meis verrät, wer sie zum Altar führen wird

imago0095607850h.jpg

Meis und ihr Verlobter wollen in Florenz heiraten. 

(Foto: imago images/Future Image)

Moderatorin Sylvie Meis freut sich auf ihre Hochzeit in der Toskana. "Ich kann es kaum erwarten, endlich mit Niclas verheiratet zu sein. Ich liebe ihn von ganzem Herzen. Er ist meins und ich bin seins", sagte die 42-Jährige, die in Hamburg lebt, der Zeitschrift "Bunte". Meis und ihr Verlobter, der Künstler Niclas Castello, wollen demnach im September in Florenz heiraten.

Zum Altar führen lassen will sich Meis laut "Bunte" von ihrem Sohn Damián van der Vaart. "Es ist mir unendlich wichtig, dass mein Sohn mich in die Hände meines künftigen Ehemannes geleitet", sagte die Moderatorin, die von 2005 bis 2013 mit dem Fußballer Rafael van der Vaart verheiratet war.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:55 Uhr

Studie: Millionen Tonnen Mikroplastik treiben im Atlantik

Im Atlantik befinden sich einer neuen Studie zufolge Millionen Tonnen Mikroplastik. Allein in den oberen Wasserschichten der ersten 200 Meter seien es näherungsweise 12 bis 21 Millionen Tonnen des Abfalls. Zu dem Schluss kommen Messungen von Forschern des "National Oceanography Centre" (NOC) in Großbritannien, die in der Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht wurde.

Bisher habe es wegen fehlender Mikroplastik-Messungen keine Möglichkeit für Wissenschaftler gegeben, die angenommene Menge von in den Ozean gelangten Kunststoff mit der im Wasser abzugleichen, sagte Studienleiterin Katsiaryna Pabortsava. "Unsere Forschung ist die erste, die dies über den gesamten Atlantik von Großbritannien bis zu den Falklandinseln durchgeführt hat."

08:24 Uhr

Schlag gegen Drogenring - Polizei beschlagnahmt Hubschrauber

Das organisierte Verbrechen verblüfft mit erstaunlich guter Ausstattung: Die brasilianische Bundespolizei hat nach eigenen Angaben einen internationalen Drogenring ausgehoben und dabei unter anderem sieben Flugzeuge, fünf Hubschrauber und 42 Lastwagen beschlagnahmt. Die Fahrzeuge sollen genutzt worden sein, um tonnenweise Kokain durch Brasilien und nach Europa zu schmuggeln. Dazu wurden 50 Menschen festgenommen.

Die Razzien richteten sich den Angaben zufolge gegen vier miteinander in Verbindung stehende Drogenbanden, die den Kokain-Schmuggel über die paraguayisch-brasilianische Grenze und den Verkauf des Rauschgifts organisiert haben sollen. Auch hätten die Banden die Logistik und Transportmöglichkeiten für den illegalen Drogenhandel innerhalb Brasiliens sowie nach Europa zur Verfügung gestellt.

07:59 Uhr

Hochschule schreibt Stipendium für Nichtstun aus

Die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) hat ein Stipendium für das Nichtstun ausgeschrieben. Jeweils 1600 Euro erwarten die drei Bewerber, die mit ihren Plänen die Jury überzeugen können, wie Projektinitiator Friedrich von Borries erklärte. Bewerber müssen unter anderem angeben, was genau sie nicht tun möchten und wie lange sie beabsichtigen, das nicht zu tun.

"Das kann ein Manager sein, der beschließt ein Meeting lang nichts zu sagen, aber auch jemand, der einen Monat lang nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren will", sagt Borries. Die drei Gewinner werden schließlich im Rahmen seiner Ausstellung "Schule der Folgenlosigkeit" vorgestellt. Die Bewerbungsfrist geht noch bis zum 15. September.

07:42 Uhr

Der Sommer gibt wieder Gas - aber wie lange noch?

Der Sommer ist schon wieder zurück: Heute setzt sich unter Hoch Frederik ruhigeres und überwiegend heiteres Wetter durch, nur im Osten halten sich noch Reste der labilen und zu Schauern neigenden Luft. Morgen zieht die Warmfront von Tief Jantra über den Nordwesten von Deutschland und bringt hier einige Wolkenfelder und zeitweiligen Regen, sonst ist es oft sonnig und wird zunehmend heiß mit Zustrom subtropischer Luft aus Spanien auf der Vorderseite eines kräftigen Atlantiktiefs. Die neuerliche, aber kurze Hitzewelle erreicht am Freitag ihren Höhepunkt, bevor am Wochenende dann mit teils kräftigen Schauern und Gewittern eine deutliche Abkühlung folgt.

07:24 Uhr

Moderner Bankraub in NRW - mehr als 30 Millionen Euro Beute seit 2015

imago0097093759h.jpg

Gesprengter Geldautomat vor einem Supermarkt in Duisburg.

(Foto: imago images/Reichwein)

Während die Zahl der klassischen Banküberfälle in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgeht, erfreut sich eine neue Art von Verbrechen großer Beliebtheit: Geldautomaten in die Luft jagen. Und es ist ein äußerst lukratives Verbrechen. Gangster erbeuteten alleine in Nordrhein-Westfalen auf diese Weise seit 2015 schon mehr als 30 Millionen Euro, teilte NRW-Innenminister Herbert Reul auf Anfrage der SPD-Fraktion mit.

Die Betreiber der Geldautomaten müssten die Polizei stärker unterstützen. Er werde im kommenden Monat die Repräsentanten der Banken zu einem Fachgespräch einladen, kündigte der Innenminister an. Ein wirksamerer Schutz der Geldautomaten gegen Angriffe sei möglich und solle auch angestrebt werden.

07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, ein neuer Tag steht an: Joe Biden ist mittlerweile offiziell der Herausforderer von US-Präsident Donald Trump bei der Wahl am 3. November. Und neben der US-Politik gibt es noch andere wichtige Themen, die uns heute beschäftigen werden. Hier eine Übersicht:

  • f7755e96ec6b847149d45f7555ce0570.jpg

    In Belarus zeichnet sich ein politischer Wandel ab. Werden die Reformkräfte obsiegen?

    (Foto: imago images/ITAR-TASS)

    Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten beraten über die Krise in Belarus.

  • Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml von der CSU muss wegen der Corona-Panne erneut Rede und Antwort im Landtag stehen.

  • Das Bundesverfassungsgericht entscheidet über geforderte Zuschüsse in Millionenhöhe für eine AfD-nahe Stiftung.

  • Der Branchenverband BDL berichtet über die Folgen der Corona-Krise für die deutsche Luftverkehrswirtschaft.

  • Rund ein Jahr nach der tödlichen Gleisattacke am Frankfurter Hauptbahnhof beginnt der Prozess gegen den Tatverdächtigen.

Und natürlich interessiert Deutschland heute auch der Sport: Denn im Halbfinale des Champions-League-Blitzturniers in Lissabon steht der FC Bayern München. Gegen Olympique Lyon (ab 21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) muss ein Sieg her für den Einzug ins Finale. Die Chancen dafür stehen nach einhelliger Meinung nicht schlecht.

Sieht nach einem interessanten Tag aus - gehen wir es an. Mein Name ist Kai Stoppel. Bei Fragen, Anregungen und Kritik erreichen Sie mich unter kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

06:51 Uhr

Mann verursacht Unfälle auf Berliner A100 und droht mit Metallkiste

Über mehrere Stunden war die Berliner Stadtautobahn weiträumig gesperrt.

Sicherheitshalber wurde die Stadtautobahn weiträumig über Stunden gesperrt.

(Foto: dpa)

Chaos auf der Berliner Stadtautobahn A100 - ein Autofahrer hatte am Dienstagabend mehrere Unfälle verursacht und später mit einem "gefährlichen Gegenstand" in einer Kiste gedroht. Bei drei aufeinander folgenden Unfällen seien sechs Menschen verletzt worden, drei davon schwer, so die Polizei. Der 30-jährige Iraker hatte laut der Zeitung "B.Z." unter anderem zwei Motorradfahrer umgefahren. Schließlich stoppte der seinen Wagen, stieg aus und rief "Allahu akbar". Zudem soll er vor einer Metallkiste auf seinem Autodach gewarnt haben: "Keiner kommt näher, sonst werdet ihr alle sterben".

Kriminaltechniker entdeckten in der Kiste aber nichts Verdächtiges, sondern nur Werkzeug. Nun ermittle der polizeiliche Staatsschutz gegen den 30-Jährigen - eine politische oder religiöse Tatmotivation könne nicht ausgeschlossen werden. Sprengstoffspuren wurden im Auto nicht gefunden, so die Polizei. Der Fahrer sei festgenommen worden. Sicherheitshalber sei die Stadtautobahn weiträumig über Stunden gesperrt worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:28 Uhr

Schauspieler Ben Cross ist tot

imago0094745507h.jpg

Ben Cross als Kapitän Nemo in dem Film "20.000 Meilen unter dem Meer" von 1997.

(Foto: imago images/Mary Evans)

Die Filmwelt trauert um den britischen Schauspieler Ben Cross. Wie der österreichische Regisseur Robert Dornhelm, der mit ihm befreundet war, der Zeitung "Kurier" bestätigte, ist Cross am Dienstagmorgen in Wien gestorben. Er wurde 72 Jahre alt.

Sein Filmdebüt gab Cross nach ein paar kleineren Produktionen 1977 im Kriegsfilm "Die Brücke von Arnheim" an der Seite von Anthony Hopkins und Sean Connery. Der große Durchbruch erfolgte 1981 mit dem Sportdrama "Die Stunde des Siegers", in dem Cross Olympia-Athlet Harold Abrahams mimte. Der Film wurde mit dem Oscar als Bester Film ausgezeichnet. 2007 wirkte Cross als Botschafter Sarek, Spocks Vater, in J.J. Abrams' "Star Trek"-Reboot mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:13 Uhr

Deutsche Forscher benennen Stern nach Parfüm von Oma

imago0101796127h.jpg

Das Zentrum der Milchstraße - dort entdeckten die Forscher den Stern, den sie "S4711" nannten. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 24.000 Kilometern pro Sekunde ist er einer der schnellsten entdeckten Sterne überhaupt.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Kölner Physiker haben einen ungewöhnlichen Stern nach einem sehr bekannten Parfüm benannt. Der Stern S4711 hat die kürzeste jemals beobachtete Umlaufzeit um das Schwarzes Loch Sagittarius A* im Zentrum der Milchstraße, schreiben Forscher um Florian Peißker im "Astrophysical Journal". Der Stern sei bei der Datenanalyse an der Universität zu Köln entdeckt worden. Das habe man mit dem Namen "S4711" unterstreichen wollen, sagte Peißker.

4711 Echt Kölnisch Wasser war vor allem in der Nachkriegszeit ein weltweit gefragtes Parfüm. Seine Oma habe es auch immer benutzt, "weshalb ich positive Erinnerungen damit verbinde", sagte Peißker. Peißker und sein Forscherkollege Andreas Eckart fanden S4711 mit dem "Very Large Telescope" in Chile.