Montag, 15. August 2022Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:42 Uhr

Das war Montag, der 15. August 2022

Jetzt steht es fest: Die Gasumlage belastet Verbraucher ab Oktober um 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Wie teuer wird es für Sie, können Sie hier nachschauen. Und hier gibt es ein paar Ideen, wie man die steigenden Energiekosten ausgleiche kann.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:10 Uhr

Eklat bei Präsidentenwahl in Kenia - Proteste nach Bekanntgabe der Ergebnisse

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In vielen Orten Kenias kommt es nach der Präsidentenwahl zu heftigen Protesten.

(Foto: picture alliance / AA)

Sechs Tage nach der Präsidentschaftswahl in Kenia hat die Wahlkommission Vizepräsident William Ruto zum Wahlsieger erklärt. Laut dem Vorsitzenden der Unabhängigen Wahlkommission, Wafula Chebukati, siegte Ruto mit 50,5 Prozent der Stimmen knapp über Oppositionsführer Raila Odinga mit 48,9 Prozent. Vier der sieben Mitglieder der Wahlkommission distanzierten sich allerdings kurz vor der offiziellen Bekanntgabe von dem Wahlergebnis, außerdem gab es gewaltsame Proteste in mehreren Odinga-Hochburgen.

21:33 Uhr

Trump: "FBI hat meine Pässe gestohlen"

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat der Bundespolizei FBI vorgeworfen, bei der Durchsuchung seines Anwesens Mar-a-Lago seine Reisepässe "gestohlen" zu haben. "Wow! Bei der Razzia des FBI in Mar-a-Lago haben sie meine drei Pässe (einer davon abgelaufen) zusammen mit allem anderen gestohlen", schrieb Trump in dem von ihm mitgegründeten sozialen Netzwerk Truth Social. "Das ist ein Angriff auf einen politischen Gegner auf einer Ebene, wie es sie in unserem Land noch nie gegeben hat. Dritte Welt!"

Ein Gericht in Florida hatte die Quittung der beschlagnahmten Gegenstände ebenso den Durchsuchungsbefehl am vergangenen Freitag auf Antrag von US-Justizminister Merrick Garland veröffentlicht. Auf der Liste der beschlagnahmten Gegenstände stehen unter anderem Dokumente und mehrere Kisten. Reisepässe sind dort nicht explizit aufgeführt. Das FBI hatte in Trumps Anwesen geheime Dokumente gefunden. Grundlage des Einsatzes war der Verdacht, dass Trump womöglich gegen das Spionagegesetz und andere Gesetze verstoßen haben könnte, wie aus dem Durchsuchungsbefehl hervorging.

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20:53 Uhr

Auto stößt mit Schulbus zusammen - ein Toter, drei Verletzte

Beim Frontalzusammenstoß eines Kleinwagens mit einem Schulbus sind in Eitorf in Nordrhein-Westfalen der Autofahrer tödlich, sein Beifahrer schwer und zwei Kinder im Bus leicht verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei geriet der 74-jährige Pkw-Fahrer auf einer Landstraße in den Gegenverkehr. Beim Frontalzusammenstoß mit dem Bus wurden beide Männer im Auto eingeklemmt. Der 74-Jährige starb noch an der Unfallstelle, der schwer verletzte 49-jährige Beifahrer wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Zwei der sechs Schulkinder, die im Bus mitfuhren, wurden laut Polizei leicht verletzt, vorsorglich seien jedoch alle in eine Kinderklinik gebracht worden. Auch die 43-jährige Busfahrerin kam vorsichtshalber ins Krankenhaus.

20:06 Uhr

Mann randaliert und setzt acht Schlangen im Treppenhaus aus

In der Nacht auf Sonntag hatte ein Mann in Görlitz mit mehr als einem Promille Alkohol im Blut auf der Straße mit Steinen geworfen, herumgeschrien und Polizisten beleidigt. Bis zum Sonntagmorgen war er deshalb in Gewahrsam auf dem Polizeirevier - offenbar mit wenige Wirkung. Denn als er wieder frei kam, setzte der 45-Jährige im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses acht Schlangen aus. Warum, ist unklar. Polizisten fingen die Tiere ein und brachten sie vorübergehend in das Museum für Naturkunde in Görlitz. Ob es sich um giftige Schlangen handelte, ist auch noch unklar.

19:45 Uhr

Radfahrer stößt mit Zug zusammen und stirbt

Beim Zusammenstoß mit einem Zug an einem Bahnübergang in Telgte in Nordrhein-Westfalen ist ein Radfahrer tödlich verletzt worden. Der 53-Jährige fuhr zunächst auf einem Radweg entlang der B51. Beim Abbiegen und Überqueren eines Bahnübergangs stieß er dann mit dem Zug zusammen. Trotz Reanimationsmaßnahmen starb der Mann noch an der Unfallstelle. Die Bundesstraße und kleinere Nebenstrecke waren stundenlang voll gesperrt.

18:59 Uhr

Feuerwehr evakuiert Zug im Zentrum Berlins

Die Berliner Feuerwehr ist zu einem größeren Einsatz nahe dem Bahnhof Friedrichstraße ausgerückt. Dort werde ein Zug evakuiert. Drei Züge seien liegengeblieben, schrieben die Retter auf Twitter. Die Feuerwehr sprach von einem "Massenanfall von Verletzten", mehrere Menschen hätten Kreislaufprobleme. Nähere Informationen liegen noch nicht vor.

Update: Nach Angaben der Bundespolizei mussten nahe dem Bahnhof Friedrichstraße 350 Fahrgäste aus drei S-Bahn-Zügen evakuiert werden. Einer der Züge war wegen einer technischen Störung vom Hauptbahnhof kommend kurz vor dem Bahnhof liegen geblieben. Die anderen beiden mussten daraufhin auch halten. Die Feuerwehr hatte zu Beginn des Einsatzes zunächst von einem "Massenanfall von Verletzten" gesprochen - angesichts sommerlicher Hitze in den Zügen und im Freien waren bei Fahrgästen vor allem Kreislaufprobleme befürchtet worden. Am Ende bilanzierten die Einsatzkräfte zwei Personen, die in einem Rettungswagen vor Ort behandelt wurden, dann aber ihren Weg fortsetzen konnten.

18:48 Uhr

RBB-Rundfunkrat beruft Schlesinger als Intendantin ab

Der Rundfunkrat des ARD-Senders Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat Patricia Schlesinger nach dpa-Informationen als Intendantin abberufen. Damit wird formal die Vertragsauflösung in die Wege geleitet. Die 61-Jährige war wegen zahlreicher Vorwürfe der Vetternwirtschaft als Senderchefin und ARD-Vorsitzende zurückgetreten.

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18:20 Uhr

Militärjunta verurteilt Nobelpreisträgerin Suu Kyi zu weiterer Haftstrafe

Ein von der Militärjunta kontrolliertes Gericht in Myanmar hat die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi zu weiteren sechs Jahren Haft verurteilt. Die Strafe gegen die 77-Jährige sei angeblich wegen vier Fällen von Korruption verhängt worden, sagten mit dem Prozess vertraute Quellen der dpa.

In mehreren anderen Fällen war die Friedensnobelpreisträgerin zuvor bereits zu insgesamt rund elf Jahren Haft verurteilt worden.

Die 77-Jährige sitzt seit Juni in einem Gefängnis in der Hauptstadt Naypyidaw in Einzelhaft, nachdem sie im Zuge des Militärputsches vom Februar 2021 zunächst unter Hausarrest gestellt worden war. Die Verfahren finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Suu Kyis Anwälte dürfen nicht mit Medien sprechen. Menschenrechtler sprechen von einem Schauprozess.

Die Generäle hatten im Februar 2021 geputscht. Sie begründeten den Umsturz mit angeblichem Betrug bei der Wahl im November 2020, die Suu Kyi klar gewonnen hatte. Beweise legten sie nicht vor. Seither versinkt das frühere Birma in Chaos und Gewalt.

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17:56 Uhr

Frankreich zieht letzte Soldaten aus Mali ab

Frankreich hat die letzten Soldaten seines Anti-Terror-Einsatzes "Barkhane" in Mali abgezogen. Das teilte der Elysée-Palast mit. Frankreich hatte den Rückzug nach neun Jahren im Februar aufgrund erheblicher Spannungen angekündigt, will sich allerdings weiter in der Sahelzone engagieren.

  • In der Sahelzone, die sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt, sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In Mali laufen neben den Anti-Terror-Kampfeinsätzen auch der EU-Ausbildungseinsatz EUTM und der UN-Stabilisierungseinsatz Minusma.
  • Mali hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und gilt als politisch äußerst instabil. Seit dem jüngsten Putsch im Mai 2021 wird das Land von einer militärischen Übergangsregierung geführt, die enge Beziehungen zu Russland pflegen soll.
  • Am Freitag setzte die Bundeswehr ihren Einsatz in Mali bis auf weiteres aus, weil die malische Regierung zum wiederholten Male Überflugrechte verweigert hatte.
17:13 Uhr

Straßenwalze erfasst und tötet kleinen Jungen

Ein kleiner Junge ist an einer Baustelle im niedersächsischen Celle mit seinem Fahrrad unter eine Straßenwalze geraten und gestorben. Der Vierjährige habe mit seinem Vater und seinem acht Jahre alten Bruder an einer Kreuzung die Straße überqueren wollen, sagte ein Polizeisprecher. Der Junge sei hinter der Straßenwalze gewesen, als diese rückwärts losfuhr und das Kind und sein Fahrrad erfasste. Der Walzenfahrer habe das Kind nicht sehen können, der 57-Jährige habe einen Schock erlitten und sei ins Krankenhaus gekommen.

16:28 Uhr

Rätselhaftes Fischsterben auch in der Saale

Nach massivem Fischsterben in der Oder haben nun auch Angler in der Saale bei Bernburg in Sachsen-Anhalt Hunderte tote Fische entdeckt. Der Anglerverband Sachsen-Anhalt erstattete bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt, wie ein Sprecher des Verbandes sagte.

Den Angaben zufolge hatten Angler am Freitagmorgen zunächst mehrere tote Fische in der Saale entdeckt. Im Verlauf des Wochenendes habe der lokale Anglerverein etwa 300 tote Fische geborgen. Es werde von schätzungsweise 3000 toten Fischen ausgegangen. Die Ursache ist noch unklar - einen Zusammenhang mit dem Fischsterben an der Oder in Brandenburg an der deutsch-polnischen Grenze hält er für unwahrscheinlich. Die Behörden seien für Analysen und Aufklärung eingeschaltet worden.

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15:46 Uhr

Ehepaar vertreibt felligen Angreifer mit Kampfschreien

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal muss ein Ehepaar einen Angreifer anschreien, bleibt ein Bräutigam stecken und will ein Künstler sein Kunstwerk möglichst zeitnah zerstört sehen.

15:10 Uhr

Flugzeug lässt 89 Tonnen Kerosin über Deutschland ab

Ein Frachtflugzeug der britischen Gesellschaft Magma Aviation hat über Rheinland-Pfalz und dem Saarland insgesamt 89 Tonnen Kerosin abgelassen. Das teilte die Deutsche Flugsicherung mit.

  • Die Boeing 747 sei am Freitagabend vom Flughafen Hahn mit Zielort Indien abgehoben, der Pilot habe aber kurz nach dem Start Triebwerksprobleme gemeldet. Daraufhin sei die Maschine über das Saarland sowie über das südliche Rheinland-Pfalz sowie im Norden bis Bad Neuenahr-Ahrweiler geflogen und habe Kerosin abgelassen, um für eine Landung in Lüttich leichter zu werden, hieß es. Die Flughöhe betrug im Schnitt rund 4700 Meter.
  • Flugzeuge lassen in Notlagen Kerosin ab, um mit weniger Gewicht landen zu können.
  • Das sogenannte Fuel Dumping ist vor allem in Rheinland-Pfalz ein Thema. In dem Bundesland kommt es wegen der Nähe zum Frankfurter Flughafen vergleichsweise oft zu solchen Ereignissen. Kerosinablässe beunruhigen immer wieder Teile der Bevölkerung und der Politik.
14:29 Uhr

Vermisster 31-Jähriger tot im Rhein gefunden

Im Rhein bei Küssaberg an der Grenze zur Schweiz ist die Leiche eines seit Tagen vermissten Schwimmers gefunden worden. Der 31-Jährige schaffte es laut Polizei wegen der starken Strömung nicht zurück ans Ufer. Sein Begleiter, mit dem er am vergangenen Donnerstag baden gegangen war, informierte die Rettungskräfte. Die Suche wurde am Abend abgebrochen. Am Sonntag fand ein Zeuge eine Leiche im Wasser. "Es handelt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um den seit Donnerstag vermissten 31-jährigen Mann", teilte die Polizei nun mit.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Michael Bauer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ab jetzt den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:55 Uhr

Großbritannien genehmigt als erstes Land Omikron-Impfstoff

Großbritannien hat als erstes Land einen Impfstoff genehmigt, der sowohl gegen das Ursprungs-Coronavirus als auch die Omikron-Variante wirken soll. Das Vakzin des US-Herstellers Moderna könne als Booster für Erwachsene eingesetzt werden, gibt die britische Gesundheitsbehörde bekannt. Die Entscheidung basiere auf klinischen Studien, die eine "starke Immunantwort" gezeigt hätten. Die erste Generation der Covid-Impfstoffe böte guten Schutz gegen die Krankheit und rette Leben, sagt Behördenchefin June Raine. "Dieser bivalente Impfstoff ist ein schärferes Instrument, das uns hilft, uns gegen diese Krankheit zu schützen."

13:26 Uhr

Rheinfähre stellt wegen Niedrigwasser Betrieb ein

Die Rheinfähre in Nierstein hat am Montagmorgen ihren Betrieb vorläufig eingestellt. Ursache sei das extreme Niedrigwasser im Fluss, teilte das Unternehmen im Kreis Mainz-Bingen mit. Wann die Fähre wieder fahren könne, sei ungewiss. Autofahrer müssen nun beträchtliche Umwege in Kauf nehmen, um auf die andere Rheinseite zu gelangen. Im Süden sind es mehr als 20 Kilometer bis zur noch fahrenden Rheinfähre zwischen der Verbandsgemeinde Eich und Gernsheim, Richtung Norden sind es rund 13 Kilometer bis zur Weisenauer Autobahnbrücke über den Rhein.

13:05 Uhr

RBB-Skandal: Ausschuss fordert Offenlegung aller Boni und Verträge

Der Redaktionsausschuss beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat die Offenlegung sämtlicher Boni im Haus gefordert. Das Gremium äußerte sich vor einer entscheidenden Sitzung des RBB-Rundfunkrats zur möglichen Abberufung der zurückgetretenen Senderchefin Patricia Schlesinger. In der Stellungnahme "Alles offen legen!", forderte der Ausschuss den Rundfunkrat auf, bei seiner Sitzung alles ihm Mögliche zu veranlassen, dass sämtliche Verträge, Boni, leistungsabhängige Gehaltsanteile, Prämien, Geschäfts-, Wirtschafts- und Sonderberichte im Sender offengelegt werden. Weiter hieß es, auch der Rundfunkrat müsse sich seiner Verantwortung stellen. Der Ausschuss fragte, wie es sein könne, dass offenbar sämtliche Kontrollmechanismen versagt hätten. In der Affäre um die zurückgetretene ARD- und RBB-Chefin Schlesinger entscheidet der Rundfunkrat ab 16.00 Uhr über eine Abberufung.

12:33 Uhr

Schlüssel vergessen - Kletteraktion über Nachbarbalkon endet tödlich

In Hagen ist ein 51-Jähriger bei dem Versuch ums Leben gekommen, über den Balkon einer Nachbarin in seine eigene Wohnung zu gelangen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann seinen Hausschlüssel vergessen und wollte auf diese Weise in seine Wohnung kommen. Dabei verlor er jedoch den Halt.

Laut Polizei befanden sich die Wohnungen des Mannes und seiner Nachbarin im ersten Stock, der 51-Jährige verletzte sich bei dem Sturz auf eine Rasenfläche aber schwer. Alle Wiederbelebungsversuche durch Rettungskräfte blieben vergeblich.

12:32 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

12:21 Uhr

Lemke: "Gift in der Oder kann nicht einfach gefiltert werden"

Die Suche nach der Ursache des massiven Fischsterbens erweist sich als problematisch, eine Lösung ist noch schwieriger. Es könne zwar versucht werden, die Fischkadaver herauszuholen, so dass sie nicht von anderen Tieren gefressen würden. Doch der "Giftcocktail" sei im Fluss unterwegs und könne "nicht mehr herausgefiltert" werden, sagte Bundesumweltministerin Steffi Lemke der ARD.

Bei einem Krisentreffen am Sonntag in Stettin habe Lemke die polnische Seite dringend aufgefordert, "aufzuklären, wer der Verursacher ist und ihn zu identifizieren". Sie sprach anschließend von einem "Vertrauensverlust". Alle Entscheidungsträger stünden in der Verantwortung, sagte Lemke. Die Tatsache, dass die Informationen die deutschen Behörden zu spät erreicht hätten, erschwere das "Identifizieren der Schadensursache", sagte Lemke. Ihre polnische Kollegin Anna Moskwa hatte Hitze und Trockenheit als mögliche Ursachen nicht ausgeschlossen.

11:58 Uhr

Maria Furtwängler und Hubert Burda haben sich getrennt

Die Schauspielerin Maria Furtwängler und der Verleger Hubert Burda haben nach mehr als 30 Jahren Ehe ihre Trennung bekannt gegeben. Das teilte die Sprecherin der 55-jährigen Furtwängler mit. In einer Erklärung im Namen der Eheleute heißt es: "Maria Furtwängler und Hubert Burda gehen bereits seit geraumer Zeit getrennte Wege. Sie sind einander, auch angesichts der beiden gemeinsamen Kinder, freundschaftlich und familiär verbunden und werden dies auch in Zukunft so handhaben." Darüber hinaus machte das Paar in der Angelegenheit keine weiteren Einzelheiten öffentlich. Die beiden Eheleute haben zusammen eine Tochter und einen Sohn.

Die Burda-Mediengruppe macht jedes Jahr Milliardenumsätze: Dazu zählen das Magazin "Focus", die People-Zeitschrift "Bunte" und Blätter wie "Freizeit Revue". Das Medienhaus ist zu 100 Prozent in Familienbesitz, der 82-jährige Burda ist Eigentümer zusammen mit seinen Kindern: Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler halten an der Konzernholding seit 2017 jeweils 37,5 Prozent.

11:29 Uhr
Breaking News

Bericht: Gas-Umlage nicht höher als drei Cent

Haushalte und Industrie müssen Regierungs- und Branchenkreisen zufolge ab Oktober eine Gas-Umlage zwischen zwei und drei Cent pro Kilowattstunde zahlen. Damit kämen auf einen vierköpfigen Durchschnittshaushalt bis zu 600 Euro Mehrbelastung ohne Mehrwertsteuer im Jahr zu, sagten Branchen- und Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Update 12.08 Uhr: Auf Gaskunden in Deutschland kommen ab Herbst deutliche Mehrkosten zu. Die Höhe der staatlichen Gasumlage wird bei 2,4 Cent pro Kilowattstunde liegen, wie die Firma Trading Hub Europe, ein Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber, mitteilte.

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11:20 Uhr

Holzbrücke in Norwegen bricht zusammen - Lkw stürzt in Fluss

Im Süden Norwegens ist eine Flussbrücke eingestürzt und hat nach Angaben von Zeugen einen LKW und einen Pkw mitgerissen. Über mögliche Opfer sei zunächst nichts bekannt, erklärte die Polizei auf Twitter. Alle örtlichen Rettungskräfte seien zu der hölzernen Brücke der Ortschaft Tretten entsandt worden.

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(Foto: dpa)

Die 148 Meter lange und zehn Meter breite Holzbrücke über dem Fluss Gudbrandsdalslagen war erst vor wenigen Jahren eingeweiht worden. Sie verfügt über zwei Fahrspuren für Autos sowie über einen Fußgängerweg.

10:44 Uhr

RBB-Skandal: Chefredakteur beschuldigt eigene Mitarbeiter

In der Affäre um die zurückgetretene ARD-Chefin und RBB-Intendantin Patricia Schlesinger steht eine wichtige Entscheidung an: Der Rundfunkrat berät über eine Abberufung und damit letztlich auch über das Ende ihres Dienstverhältnisses.

RBB-Chefredakteur David Biesinger äußerte sich in der "Abendschau" und machte den eigenen Mitarbeitern Vorwürfe. Die Informationen über Schlesinger seien "aus dem Haus gezielt an Medien gespielt worden". "Wenn die im Haus Redaktionen vorgelegen hätten, hätten wir sicher auch da schon berichtet", sagte Biesinger. Bis zu Schlesingers Rücktritt vor rund einer Woche gab es aber keine Berichterstattung beim RBB, obwohl die Vorwürfe in der Woche zuvor schon medientechnisch für Aufsehen gesorgt hatten. Laut "Bild"-Zeitung habe Schlesinger zu dieser Zeit mit Konsequenzen gedroht, sollten Informationen an die Öffentlichkeit geraten.

10:32 Uhr

China startet neues Abschreckungsmanöver rund um Taiwan

Inmitten des Taiwan-Besuchs einer Delegation des US-Kongresses hat China neue Militärübungen rund um die Insel abgehalten. Die Manöver der Volksbefreiungsarmee im "See- und Luftraum" um Taiwan sollten Washington und Taipeh davor abschrecken, weiterhin den "Frieden und die Stabilität in der Straße von Taiwan zu untergraben", erklärte der Sprecher des zuständigen Militärkommandos, Shi Yi. Die Streitkräfte würden "die nationale Souveränität entschlossen verteidigen".

Nur anderthalb Wochen nach der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, waren fünf Kongress-Vertreter unter Leitung des Senators Ed Markey am Sonntag zu einem unangekündigten zweitägigen Besuch in Taiwan eingetroffen. Nach einem Treffen mit Präsidentin Tsai Ing-wen war am Montag ein Bankett im Außenministerium in Taipeh geplant.

10:00 Uhr

Anzeige ist raus - Hat Lauterbach gegen Isolationspflicht verstoßen?

Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach war an Corona erkrankt - allerdings wird er beschuldigt, gegen die Corona-Verordnungen des Landes Berlin verstoßen zu haben. Diesen Vorwurf erhebt Marcel Luthe, Chef der GG-Gewerkschaft, der auch noch Anzeige gegen den Minister erstattet hat. Luthe gehe es "vor allem um Gerechtigkeit", sagte er der "Berliner Zeitung". "Wir vertreten mit unserem gewerkschaftlichen Rechtsschutz Dutzende, denen gleichartige Verstöße vorgeworfen werden. Der Gleichbehandlungsgrundsatz gebietet es, den Fall nun öffentlich aufzuklären und Herrn Lauterbach zur Verantwortung zu ziehen."

Am 5. August war Lauterbachs Infektion bekannt geworden, am 9. August erklärte er, wieder negativ getestet worden zu sein. Sein PCR-Wert liege über 30. Damit erfüllte er die Richtlinien des RKI zum Beenden der Isolation. "Ganz fit bin ich noch nicht", sagte der SPD-Politiker an diesem Tag in der ARD. Am selben Tag twitterte der Minister, dass er hoffe, "die Genesung ist bald komplett".

Und in diesen Aussagen liegt das Problem. Laut Berliner Infektionsschutzverordnung müsste er 48 Stunden symptomfrei gewesen sein, um die Isolation vorzeitig beenden zu können. Einen Tag nach der "Noch nicht ganz fit"-Aussage war Lauterbach jedoch wieder im Bundeskabinett.

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09:37 Uhr

Linken-Fraktionschef Bartsch nach Fahrradunfall im Krankenhaus

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch ist mit dem Fahrrad gestürzt und hat sich vier Rippen gebrochen. Der 64-Jährige liege in Stralsund im Krankenhaus, sagte sein Sprecher Michael Schlick. Bartsch hoffe, die Klinik bald verlassen zu können. Solange arbeite er soweit wie möglich am Krankenbett. Der Unfall sei Ende vergangener Woche im Urlaub passiert.

Ebenfalls vergangene Woche hatte sich CDU-Chef Friedrich Merz bei einem Sportunfall in Bayern das Schlüsselbein gebrochen und war operiert worden.

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09:10 Uhr

"McLeods Töchter"-Star Marshall Napier gestorben

Der neuseeländische Schauspieler Marshall Napier ist nach einer Krebserkrankung im Alter von 70 Jahren gestorben. Das gab seine Tochter Jessica Napier in einem Instagram-Post bekannt. Nach einem "kurzen und intensiven Kampf gegen einen Hirntumor" sei er friedlich und von seiner Familie umgeben gegangen, erklärt die Schauspielerin, die ein Porträtfoto ihres Vaters veröffentlichte.

Jessica Napier stand mit ihrem Vater für die australische Dramaserie "McLeods Töchter" (2001-2009) vor der Kamera. Von 2001 bis 2006 verkörperte er darin Harold "Harry" Ryan. Seine Tochter spielte Rebecca "Becky" Howard von 2001 bis 2003. Mitglieder des Serien-Casts haben sich in den sozialen Medien von Napier verabschiedet.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:41 Uhr

"Verarmungsprogramm" - Linke-Chef fordert Rücknahme der Gasumlage

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat die Rücknahme der ab Oktober geplanten Gasumlage gefordert. "Die Gasumlage ist ein Verarmungsprogramm für viele Menschen und bedeutet sozialen Abstieg für die Mehrheit des Landes", sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Heizkosten ließen die Menschen bis in die Mittelschicht verzweifeln. Diese Entwicklung gefährde den sozialen Frieden und letztlich die Demokratie.

  • "Die Bundesregierung sollte die Gasumlage zurücknehmen und notleidende Versorger gegebenenfalls mit Mitteln aus den rasant steigenden Mehrwertsteuereinnahmen unterstützen", forderte Bartsch. Der Fall RWE zeige, dass längst nicht alle Versorger Probleme hätten. RWE hat angekündigt, auf die Umlage vorerst zu verzichten. Der Staat werde in diesem Jahr aufgrund der Preissteigerungen rund 60 Milliarden Euro allein über die Mehrwertsteuer zusätzlich im Vergleich zum vergangenen Jahr einnehmen, erläuterte Bartsch.
  • "Viele Energiekonzerne verdienen sich eine goldene Nase", sagte der Linken-Fraktionschef weiter. "Dass überhaupt nicht geprüft wird, in welcher wirtschaftlichen Lage sich die Versorger befinden und allen pauschal die Umlage genehmigt wird, ist unverantwortlich von der Bundesregierung."
08:09 Uhr

Bus verunglückt auf Weg zu Festival - mehrere Kinder verletzt

Bei einem schweren Unglück mit einem Bus aus Serbien sind in Bulgarien viele Kinder sowie Erwachsene verletzt worden. Der vermutlich durch den Fahrer verursachte Unfall ereignete sich bei der südbulgarischen Stadt Stara Sagora. Der Bus war von der Fahrbahn in Richtung Sofia abgekommen und in einem Graben umgekippt. Acht Kinder und vier Erwachsene sind mit teils schweren Verletzungen in Kliniken gebracht worden, wie das bulgarische Innenministerium mitteilte. Fast alle anderen Insassen seien untersucht und gegebenenfalls medizinisch behandelt worden. Als Unfallursache wurde ein Fehler des Fahrers vermutet, dessen Aufmerksamkeit im Bus abgelenkt worden sei, wie Innenminister Iwan Demerdschiew dem TV-Sender bTV sagte. Der Bus sei mit 38 Kindern und 10 Erwachsenen aus Serbien auf dem Weg von der bulgarischen Schwarzmeerküste nach Belgrad gewesen. Die Kinder hätten an einem Folklore-Festival in dem Badeort Slantschew Brjag (Sonnenstrand) teilgenommen.

07:42 Uhr

Nach Anne Heches Hirntod Geräte abgeschaltet

Mehrere Tage nach ihrem Hirntod sind bei der US-Schauspielerin Anne Heche alle lebenserhaltenden Apparate abgeschaltet worden. Dies bestätigte ihre Sprecherin Holly Baird. Am vorigen Freitag wurde ihr Hirntod bestätigt. Nach den Gesetzen des Staates Kalifornien gilt ein Mensch damit als tot. Für eine Organspende sei sie weiter an Apparate angeschlossen worden, hatte es geheißen. Es sei seit Langem der Wunsch der Schauspielerin, ihre Organe zu spenden, hatte ein Agent Berichten zufolge nach dem Unfall gesagt.

07:25 Uhr

Lästige Plagegeister im Anflug - "Es ist ein gutes Wespenjahr"

Kaum will man draußen eine leckere Grillwurst oder ein Eis genießen, kommen sie angeschwirrt: Wespen sind aus Sicht vieler Menschen momentan eine wahre Plage. "Es ist ein gutes Wespenjahr", sagte Wilhelm Deitermann, Sprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Der relativ warme und trockene Frühling habe den Völkern gute Überlebensbedingungen geboten. "Somit scheint es diesen Sommer besonders viele Wespen zu geben", sagte Deitermann. Statistisch belegen lasse sich das aber nicht.

  • Im Sommer erreichen Wespenvölker stets ihre höchste Zahl, heißt es beim Naturschutzbund (NABU) NRW. Angelockt würden die Insekten vor allem von süßen Speisen und Grillfleisch. Während Kuchen, Eis und Saft der eigenen Versorgung dienten, werde Fleisch zur Aufzucht der Larven genutzt.
  • Aggressiver als in anderen Jahren seien die Wespen nicht, sagte Deitermann. Grundsätzlich hätten Wespen an Menschen kein Interesse - aber sie kämen ihnen bei der Nahrungssuche eben teilweise sehr nahe. "Sie stechen nur zu, wenn sie sich bedroht fühlen - wenn man etwa nach ihnen schlägt oder sie versehentlich einklemmt."
07:12 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

wir starten in eine neue Woche. Top-Thema des Tages wird sicher die Bekanntgabe der Höhe der staatlichen Gasumlage. Das Wirtschaftsministerium ging von einer Spanne zwischen 1,5 bis 5 Cent je Kilowattstunde aus, das bringt erhebliche Mehrkosten für die Kunden mit. Die Umlage soll Gasversorgern zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende, günstigere Gasmengen aus Russland dazukaufen müssen. Auslöser für den Gas-Mangel ist der Ukraine-Krieg. Sollten Sie hier auf dem Laufenden bleiben wollen, empfehle ich Ihnen unseren Ticker.

Diese Themen werden heute ebenfalls wichtig:

  • Während die Ursache für das massenhafte Fischsterben in der Oder weiter rätselhaft bleibt, will sich Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) heute bei Lebus selbst ein Bild von der Situation machen. Auch dort hatten Einsatzkräfte und freiwillige Helfer am Wochenende große Mengen von toten Fischen aus dem Grenzfluss geborgen.
  • In der Affäre um die zurückgetretene ARD- und RBB-Chefin Patricia Schlesinger kommt der RBB-Rundfunkrat um 16 Uhr in Berlin zusammen, um über ihre Vertragsauflösung zu beraten.
  • Bundeskanzler Olaf Scholz reist heute in die norwegische Hauptstadt Oslo. Dort will er die Regierungschefs der nordischen Staaten treffen, zu denen neben Norwegen auch Schweden, Finnland, Dänemark und Island zählen. Es wird vor allem um die Zusammenarbeit im Energiebereich, Sicherheitsfragen und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehen.
  • Das Statistische Bundesamt gibt heute um 8.00 Uhr in Wiesbaden Einzelheiten zur Entwicklung der Großhandelspreise im Juli 2022 bekannt.
  • Die Anwälte des "Querdenken"-Gründers Michael Ballweg haben für 13.30 Uhr eine Haftprüfung beantragt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Betrugs und Geldwäsche gegen Ballweg.
  • Wegen Betrugs in Millionenhöhe in Berliner Corona-Testzentren stehen um 9 Uhr ein 46-jähriger Mann und dessen Schwester vor Gericht.
  • In München beginnt um 10.30 Uhr die Europameisterschaft der Leichtathleten mit dem Marathon der Frauen.

Musikalisch will ich Sie dann in den Montag entlassen. Und zwar mit dem neuesten Track von Justizminister Marco Buschmann. Ja, richtig gehört. Der FDP-Politiker steht auch gerne mal an den Turntables. Einfach mal reinhören.

06:53 Uhr

Bundeswehr hat 59 Ortskräfte in Mali - aber keinen Plan für Evakuierung

Das Szenario erinnert stark an Afghanistan: Ortskräfte sollen ausländischen Soldaten helfen, doch was, wenn es nicht mehr sicher ist. Die Evakuierung der Ortskräfte aus Kabul war aufgrund mangelnder Vorbereitung und der überraschenden Machtübernahme der Taliban im Spätsommer letzten Jahres teilweise chaotisch verlaufen und ist bis heute noch nicht abgeschlossen.

Im westafrikanischen Mali beschäftigt die Bundeswehr derzeit 59 lokale Ortskräfte. Deren Evakuierung ist bisher allerdings ähnlich wie zuvor im Fall Afghanistan nicht geregelt. Das sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Wir haben 59 Beschäftigte in Mali. Seit Einsatzbeginn waren es 70, elf Arbeitsverträge sind regulär ausgelaufen", sagte er dem RND und fügte mit Blick auf eine etwaige Evakuierung der Ortskräfte im Falle eines Abzugs hinzu: "Das setzt eine politische Entscheidung voraus. Und die liegt noch nicht vor." Politisch wären nach Angaben des Sprechers des Einsatzführungskommandos das Verteidigungsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium zuständig für die Rettung im Notfall.

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06:26 Uhr

Japans Regierungschef pilgert zu umstrittenem Opfer-Schrein

Japans Ministerpräsident Fumio Kishida hat zum 77. Jahrestag der Kapitulation des Landes im Zweiten Weltkrieg dem umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni in Tokio eine Opfergabe zukommen lassen. Pilgergänge japanischer Politiker lösen immer wieder Proteste Chinas und Südkoreas aus, gegen die Japans Aggressionen im Zweiten Weltkrieg gerichtet waren. Für Kritiker ist der Yasukuni-Schrein ein Symbol des ehemaligen Militarismus.

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Der Yasukuni-Schrein

(Foto: dpa)

In seiner Rede bei einer wegen der Corona-Pandemie verkleinerten Gedenkzeremonie in Tokio für die etwa 3,1 Millionen gefallenen Soldaten und zivilen Opfer bekräftigte Kishida zwar den Entschluss seines Landes, die "Katastrophe von Krieg" niemals zu wiederholen. In einer Welt, in der Konflikte noch immer weit verbreitet seien, werde Japan alles tun, um gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft zur friedlichen Lösung der Probleme in der Welt beizutragen. Auf Japans damalige Aggressionen ging Kishida aber nicht ein. Er folgte damit der Linie seines rechtskonservativen Vorgängers Shinzo Abe, der kürzlich ermordet worden war, wie japanische Medien festhielten.

06:01 Uhr

Merz hält nichts von allgemeiner Maskenpflicht und Impfdebatte

Aktuell kuriert Friedrich Merz noch einen Schlüsselbeinbruch aus, aktiv bleibt der CDU-Chef dennoch. Er hat sich gegen eine flächendeckende Maskenpflicht im Herbst ausgesprochen. "Eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum? Nein. Mit welcher Begründung denn?", sagte Merz auf die Frage, ob er für eine solche Pflicht sei. Der 66-Jährige betonte zudem, er werde sich "mit Sicherheit nicht" vom Herbst an alle drei Monate gegen Corona impfen lassen.

  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte deutlich gemacht, dass er mit einer flächendeckenden Maskenpflicht ab 1. Oktober rechnet. Merz betonte, er sei gegen eine solche Pflicht "einfach so auf Verdacht, denn Grundrechtseingriffe müssen sorgfältig begründet werden". Wenn es aber bestimmte gefährdete Räume gebe - Krankenhäuser, Altenheime, Pflegeeinrichtungen, um die Bewohner und die dort arbeitenden Menschen zu schützen - laute seine Antwort Ja zu einer Maskenpflicht.
  • Auf die Frage, ob er sich darauf einstelle, sich von Herbst an alle drei Monate gegen Corona impfen zu lassen, antwortete Merz: "Mit Sicherheit nicht." Er habe durch seine drei Impfungen und durch eine Corona-Erkrankung am Anfang der Pandemie aus Sicht seines Hausarztes genügend hohen Schutz. Dieser sei auch gemessen und nachgewiesen. "Ich halte nichts davon, dass wir jetzt in dieser Art und Weise die Impfdebatte fortsetzen."
05:37 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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