Montag, 25. Oktober 2021Der Tag

mit Sabine Oelmann
Sabine Oelmann
22:30 Uhr

Das war Montag, der 25. Oktober 2021

Ich hoffe, Sie konnten diesen überwiegend freundlichen Herbsttag noch ein bisschen draußen genießen - auf einer Parkbank sitzend und den Blättern beim vom-Baum-Fallen zusehen. Wenn Ihnen das zu langweilig wurde haben Sie wahrscheinlich Ihr Handy hervor gezogen und in der ntv-App geblättert. Dann wissen Sie, dass es heute gar nicht nur um wenige, besonders herausragende Themen ging, sondern wir "von allem etwas" berichten konnten. Auch ganz angenehm. Natürlich fragt man sich noch immer, wie es zu dem tragischen Unglück am Film-Set von Alec Baldwin kommen konnte und wie die Familie der erschossenen Kamerafrau, aber auch Baldwin selbst, mit der Situation umgehen. Und auch, was da in der Türkei nun wirklich los ist mit Erdogan und den westlichen Diplomaten beschäftigte uns über den Tag. Ansonsten bestimmten folgende Themen die letzten Stunden:

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nacht, was immer Sie auch tun.

Hier noch was zum Mitsingen:

22:12 Uhr

Und wann fliegen Sie endlich zum Mond?

Die Azoren? Seychellen? Sylt? Vergessen Sie's! Das Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos will in den kommenden Jahren eine private Raumstation im Weltall einrichten. "Über sechzig Jahre lang haben die Nasa und andere Raumfahrtbehörden die orbitale Raumfahrt und die Besiedlung des Weltraums entwickelt und damit die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das kommerzielle Geschäft in diesem Jahrzehnt durchstarten kann", erklärt Geschäftsführer Brent Sherwood.

Die Raumstation soll "Orbital Reef" heißen und von Gewerbetreibenden im Weltraum etwa zur Erforschung der Schwerelosigkeit genutzt werden. Das Projekt ist ein Joint Venture mit dem kommerziellen Raumfahrtunternehmen Sierra Space und wird von Boeing und der Arizona State University unterstützt.

Orbital Reef wird einem Werbeprospekt von Blue Origin zufolge in einer Höhe von 500 Kilometern fliegen, also etwas über der Internationalen Raumstation ISS. Mit einem Volumen von 830 Kubikmetern wäre sie etwas kleiner als die ISS. Zehn Bewohner hätten in der Station Platz und könnten laut Werbeprospekt in futuristischen Modulen mit großen Fenstern täglich 32 Sonnenauf- und -untergänge erleben. "Wir werden den Zugang erweitern, die Kosten senken und alle Dienstleistungen und Annehmlichkeiten bereitstellen, die für die Normalisierung der Raumfahrt erforderlich sind", versprach Sherwood.

21:50 Uhr

Saudi-Arabien sagt über 861 Mio Euro für Klima-Initiativen zu

Saudi-Arabien, der weltweit größte Erdölexporteur, hat mehr als eine Milliarde Dollar (861 Millionen Euro) für neue Klima-Initiativen zugesagt. "Wir leiten heute eine grüne Ära für die Region ein", sagt der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman auf einem Umwelt-Gipfeltreffen mit anderen Staats- und Regierungschefs des Nahen Ostens. Die Ankündigung erfolgte wenige Tage vor der Weltklimakonferenz COP26.

"Wir sind überzeugt, dass diese Veränderungen nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Wirtschaft und die Sicherheit von Bedeutung sind", so bin Salman. Geplant ist demnach ein regionaler Investitionsfonds für Technologien für eine "Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff" sowie eine "globale Initiative zur Suche nach Lösungen für saubere Kraftstoffe".

Insgesamt sollen die beiden Projekte ein Volumen von umgerechnet rund 10,4 Milliarden Dollar haben. Saudi-Arabien werde 15 Prozent und damit rund 1,5 Milliarden Dollar beisteuern. Der Rest soll demnach durch Regionalfonds und weitere Länder finanziert werden. Am Samstag hatte das Königreich bereits erklärt, bis 2060 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Saudi-Arabien gehört zu den Bremsern beim weltweiten Klimaschutz und den größten Treibhausgas-Verursachern der Welt. Allerdings steht der Staat im Nahen Osten unter Druck, weil Investoren drohen, sich wegen des hohen Klimafußabdrucks vom Ölkonzern Saudi Aramco abzuwenden, der zu den wichtigsten Einnahmequellen des Wüstenstaats zählt.

21:28 Uhr

USA stellen Wirtschaftshilfe für Sudan nach Putsch ein

Die USA haben nach dem Militärputsch im Sudan Wirtschaftshilfe in Höhe von 700 Millionen Dollar auf Eis gelegt. Ein Sprecher des Außenministeriums in Washington sagt, bislang sei kein Geld überwiesen worden. Die Summe sollte den demokratischen Übergang in dem afrikanischen Land unterstützen.

Im Sudan hat das Militär die Macht übernommen, die Übergangsregierung aufgelöst und einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt.

20:54 Uhr

Bund der Steuerzahler protestiert gegen XXL-Bundestag

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(Foto: dpa)

Mit einer Lichtprojektion an ein Gebäude des Bundestags hat der Bund der Steuerzahler gegen die Rekordgröße des Parlaments von 736 Abgeordneten protestiert. "XXL-Bundestag stoppen! 500 Abgeordnete sind genug!", war am Montagabend für rund 15 Minuten am Paul-Löbe-Haus im Berliner Regierungsviertel zu lesen. Am Abend vor der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags forderte die Organisation eine grundlegende Reform, um wieder zu einer Verkleinerung des Bundestags zu kommen.

"Eine zwingend nötige Wahlrechtsreform muss den Bundestag effizienter, sparsamer und für die Wähler endlich wieder berechenbar machen", forderte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel. Der Wähler als Souverän müsse im Mittelpunkt des Wahlrechts stehen, nicht die Egoismen der Parteien. "Das aktuelle Wahlrecht erhöht auch die Betriebskosten der Demokratie: Nach unseren Berechnungen wird der neue Bundestag mit 736 Sitzen in dieser Wahlperiode für Mehrkosten von mindestens 410 Millionen Euro gegenüber der Normgröße von 598 Abgeordneten sorgen", so Holznagel.

20:17 Uhr

Weiterer Todesfall infolge von Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt 2016

Fünf Jahre ist das Attentat am Berliner Breitscheidplatz bereits her: Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den dortigen Berliner Weihnachtsmarkt ist ein weiterer Mensch gestorben. Wie der Rundfunksender RBB am Montag berichtete, erlag der Ersthelfer Sascha Hüsges den schweren Kopfverletzungen, die er damals erlitten hatte.

Der 49-Jährige war am 19. Dezember 2016 zur Hilfe geeilt, nachdem der Islamist Anis Amri einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt gesteuert und wahllos Menschen überfahren hatte. Zwölf Menschen starben, Hüsges wurde unter ungeklärten Umständen am Kopf verletzt. Laut RBB musste er seitdem rund um die Uhr von seinem Ehemann und einem Pfleger betreut werden.

Den Angaben zufolge starb Hüsges bereits am 5. Oktober. Der Sender verweist auf einen Brief der Gruppe der Hinterbliebenen und Opfer an die Berliner Senatskanzlei und den Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses. Demnach wünschen sich die Hinterbliebenen, dass Hüsges' Name "unbürokratisch" und "bis zum 5. Jahrestag am 19. Dezember" in die Liste der Opfer an der Gedenkstätte aufgenommen wird.

20:03 Uhr

Die Videos des Tages

19:45 Uhr

Stadtrat lehnt Konsequenzen nach Abbruch von TV-Schalte ab

Der Mannheimer CDU-Stadtrat Thomas Hornung hat Austrittsforderungen aus der Partei wegen einer seinetwegen abgebrochenen Live-Schalte des Südwestrundfunks (SWR) zurückgewiesen. "Ich habe keinen Grund auszutreten", so der Ex-Büroleiter des wegen der Maskenaffäre zurückgetretenen Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Tim Bückner aus Schwäbisch Gmünd und Winfried Mack aus Aalen (beide Ostalbkreis) hatten Hornung aufgefordert, die Partei zu verlassen. Hornung hatte beim Kreisparteitag der Mannheimer CDU am Freitagabend ein Live-Interview mit einem parteiinternen Kritiker gestört und schließlich den Abbruch bewirkt. In dem Interview ging es um die Debatte zur Verstrickung der Kreis-CDU in die Geschäfte des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Löbel.

SWR-Chefredakteur Fritz Frey warf dem Stadtrat am Montag vor, eine geplante Darstellung unterschiedlicher Positionen verhindert zu haben. Hornung sagte, sein Verhalten sei "situativ" bedingt und auf professionelle Mängel des SWR-Teams zurückzuführen.

19:07 Uhr

Es rappelt im Bundestag - eine Übersicht

Die Fraktionen im neuen Bundestag haben ihre Entscheidungen für die Wahl des Parlaments-Präsidiums getroffen.

  • Die SPD nominierte mit großer Mehrheit die Duisburger Abgeordnete Bärbel Bas als neue Bundestagspräsidentin und die aus Hamburg stammende Aydan Özoguz als Vizepräsidentin. Ihre Wahl am Dienstag bei der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestages gilt als sicher, weil Union, Grüne, FDP und Linke Zustimmung signalisierten. Die stärkste Fraktion besetzt traditionell den Chefposten im Bundestag sowie einen Vize-Posten.
  • CDU und CSU hatten noch vor ihrer Fraktionssitzung entschieden, dass die sächsische Abgeordnete Yvonne Magwas die Unions-Vizepräsidentin werden soll. Sie ist auch Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Unions-Bundestagsfraktion.
  • Die Grünen stellten mit großer Mehrheit Claudia Roth, die FDP mit Wolfgang Kubicki und die Linken mit Petra Pau erneut Kandidaten auf, die bereits in der letzten Legislaturperiode dem Bundestags-Präsidium angehörten.
  • Die AfD schickt Michael Kaufmann für einen Vize-Posten ins Rennen. In der vergangenen Legislaturperiode fielen alle AfD-Kandidaten bei den Wahlen durch. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich verwies darauf, dass Kaufmann aus dem thüringischen Landesverband der AfD komme, der unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehe.

In der SPD gab es eine sehr große Mehrheit für den Vorschlag des Fraktionsvorstands. Unions-Fraktionschef Brinkhaus und der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Alexander Dobrindt, reagierten verärgert auf die Ablehnung eines zweiten Bundestags-Vizepräsidenten-Posten für die Union. Die SPD habe bei der Bundestagswahl nur knapp vor der Union gelegen, sagte Dobrindt. Es wäre deshalb angemessen gewesen, der Union deshalb zwei Vize-Posten zuzugestehen. "Es wäre kollegialer gewesen, wenn wir das hingekriegt hätten", fügte auch Brinkhaus in Richtung anderer Fraktionen hinzu. SPD-Fraktionschef Mützenich verwies dagegen darauf, dass die Union in der Vergangenheit einen ähnlichen Wunsch der Sozialdemokraten abgelehnt hätten.

Die neuen wahrscheinlichen Oppositionsparteien CDU und CSU sind zudem verschnupft über die von der FDP angestrebte Neuordnung der Sitzordnung im Bundestag. Die Liberalen wollen mit der Union die Plätze tauschen und nicht mehr neben der AfD sitzen. Brinkhaus warf den Liberalen vor, die Parlamentgeschichte auf den Kopf stellen zu wollen. Die FDP habe schon immer rechts von der Union gesessen. "Man sollte mit neu gewonnener Macht auch entsprechend angemessen umgehen", sagte er. "Wir hoffen auf Einsicht." CSU-Landesgruppenchef Dobrindt warf den anderen Fraktionen mangelnden Stil vor.

18:19 Uhr

Claudia Roth als Bundestagspräsidentin nominiert

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Roth 2001 mit Joschka Fischer und Jürgen Trittin.

(Foto: imago/photothek)

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth soll nach dem Willen ihrer Fraktion erneut Vizepräsidentin des Bundestags werden. Die Abgeordneten nominierten Roth am Montag offiziell, wie von Teilnehmern einer Fraktionssitzung zu erfahren war.

Die heute 66-jährige Roth wurde 2013 erstmals zur Bundestagsvizepräsidentin gewählt und vor vier Jahren wiedergewählt. Vizepräsidenten leiten zum Beispiel die Sitzungen des Plenums.

17:52 Uhr

Mit Mimi Webb in den Abend starten

Mimi Webb hat in Großbritannien Dua Lipas Dauer-Rekord seit 2017 eingestellt, als weibliche Künstlerin zwei Songs in den Top 15 zu haben: "Good Without" und "Dumb Love". Das ist einen Tusch wert! Ansonsten rechnet die 21-Jährige mit der eindringlichen Stimme in ihrer brutal ehrlichen Art mit dem Boyfriend, der sie am Wochenende immer alleine lässt, um mit seinen Kumpels feiern zu gehen, schonungslos ab: "24/5". Also: an fünf Tagen hat sie ihn 24 Stunden am Hals, am Weekend dann gar nicht. Feiern kann das Mädchen aus Canterbury allerdings auch: Die "Music Week" hat Mimi Webb vor kurzem in ihre "BBC Radio 1's Brit List" aufgenommen. And there is more to come!

17:32 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend 

17:00 Uhr

Abu-Walaa-Unterstützer zu drei Jahren Haft verurteilt

Ein 38-Jähriger aus dem Umfeld des früheren IS-Chefanwerbers Abu Walaa ist am Montag vom Oberlandesgericht (OLG) in Celle wegen Unterstützung der Dschihadistenmiliz zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es nach Angaben des Gerichts als erwiesen an, dass der Mann seinen zum IS nach Syrien ausgereisten Bruder in den Jahren 2015 bis 2017 finanziell und logistisch unterstützt hatte.

Laut Urteil übermittelte er seinem Bruder aus Deutschland unter anderem 17.000 Euro und organisierte die Ausreise von dessen Ehefrau sowie dessen Kindern nach Syrien. Der Angeklagte und sein nach Syrien ausgereister Bruder waren früher Mitglieder des inzwischen verbotenen Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim (DIK) um den Prediger Abu Walaa, der früher einer der zentralen Knotenpunkte der radikalislamischen Szene in Deutschland war.

Der unter seinem Szenenamen Abu Walaa bekanntgewordene Prediger Ahmad Abdulaziz Abdullah A. wurde im Februar vom OLG in Celle wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Terrororganisation nach mehrjährigem Prozess zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt.

16:37 Uhr

Waffenverbot in Düsseldorfer Altstadt?

Nach der zweiten Bluttat innerhalb weniger Tage mehren sich die Stimmen für ein Waffenverbot in der Düsseldorfer Altstadt. Er befürworte ein solches Verbot, teilt Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler mit. Messer und andere Waffen hätten in der Altstadt nichts zu suchen. "Es gibt aus meiner Sicht keine begründbare Situation, in der ich als friedlich feiernder Altstadtbesucher ein Messer benötige", so der Polizeipräsident. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte ein solches Verbot am Wochenende ins Gespräch gebracht. Die Altstadt solle zur Waffenverbotszone erklärt werden, forderte er. Eine Regelung müsste das Land erlassen und von der Polizei durchgesetzt werden. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich nicht abgeneigt: "Wer feiern will, braucht dazu kein Messer", sagte er der "Rheinischen Post".

Am vergangenen Samstag war ein Jugendlicher aus dem Ruhrgebiet in der Altstadt niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Jugendliche überlebte wohl nur, weil zufällig zwei Ärztinnen vorbeikamen und ihn sofort fachgerecht erstversorgten. Der Tatort in der Altstadt ist videoüberwacht, die Auswertung läuft. Erst vor einer Woche war es in der Altstadt, die wegen ihrer großen Kneipenzahl den Beinamen "längste Theke der Welt" trägt, zu einem tödlichen Streit gekommen, bei dem ein 19-Jähriger starb. Die Polizei hatte erst vor wenigen Wochen die Videoüberwachung in der Altstadt ausgeweitet. Die Stadt hatte die Beleuchtung am nahe gelegenen Rheinufer verstärkt, weil es auch dort vermehrt zu Straftaten und Tumulten gekommen war.

16:08 Uhr

Assange laut Anwältin in sehr schlechtem Zustand

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange befindet sich kurz vor dem Berufungsverfahren gegen das Verbot seiner Auslieferung an die USA in einem "sehr schlechten Zustand". Sie habe Assange am vergangenen Samstag im Belmarsh-Gefängnis nahe London gesehen, so seine Anwältin und Partnerin Stella Moris in London. "Er schien in einem sehr schlechten Zustand zu sein." "Julian würde eine Auslieferung nicht überleben, das ist die Einschätzung der Richterin", sagt Moris. Die Möglichkeit, dass das Auslieferungsverbot aufgehoben werden könnte, bezeichnete sie als "erschreckend".

Assange sitzt seit mehr als zwei Jahren im Belmarsh-Gefängnis im Süden Londons. Er war im April 2019 in Großbritannien verhaftet worden, nachdem er sich zuvor sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London verschanzt hatte. Im Januar hatte ein Gericht in London einen Auslieferungsantrag der USA abgelehnt. Die Richterin begründete ihre Entscheidung mit der psychischen Verfassung des Australiers und den strikten Haftbedingungen, die ihn bei einem Prozess in den USA erwarten würden.

Es bestehe das "beträchtliche" Risiko, dass Assange sich in US-Haft das Leben nehmen würde, erklärte sie. Weil die US-Regierung Berufung gegen das Urteil einlegte, kam Assange vorerst aber nicht auf freien Fuß.

15:51 Uhr

Nachlass von Roger Willemsen geht an Akademie der Künste

Die Berliner Akademie der Künste bekommt den Nachlass des im Jahr 2016 verstorbenen Schriftstellers und Publizisten Roger Willemsen. Die jahrelang mit ihm befreundete Literaturkritikerin Insa Wilke habe der Akademie seinen künstlerischen Nachlass zur Sicherung und detaillierten Erschließung anvertraut, teilte die Akademie am Montag mit. Das darauf aufbauende Roger-Willemsen-Archiv soll Mitte November eröffnen.

108 Archivkästen und 151 Aktenordner sind demnach gefüllt mit Werk-, Rede- und Rundfunkmanuskripten, Recherchematerial, Transkripten von Interviews und Moderationsvorbereitungen sowie Beiträgen für Funk- und Fernsehsendungen. Dazu kommen Tage- und Notizbücher, Taschenkalender, biografische Dokumente, Fotos, seine Korrespondenz sowie über 2200 überlieferte audiovisuelle Materialien.

Willemsens Nachlass spiegle "den Facettenreichtum seines Schaffens wider und zeigt, wie sehr das Schreiben stets im Mittelpunkt stand", teilte die Akademie der Künste mit. Die Archiveröffnung finde im Rahmen einer Benefizveranstaltung zugunsten des Afghanischen Frauenvereins und der Roger-Willemsen-Stiftung am 18. November statt.

15:15 Uhr

Söder fordert Internetplattformen zu Änderung ihrer Algorithmen auf

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat von Internet-Plattformen eine Veränderung ihrer Algorithmen gefordert, um Hassbotschaften im Netz entgegenzuwirken. Ein Algorithmus wird zum Beispiel im Medienbereich eingesetzt, um Nutzern anhand ihrer bisherigen Interessen ähnlich gelagerte Informationen anzuzeigen.

Der CSU-Politiker am Montag zum Auftakt der Medientage München: Es reiche nicht, wenn eine Plattform einen Kommentar löscht. Sondern "die Algorithmen müssen verändert werden." Jemand, der einmal Unsinn anschaue, sei danach einem schieren Bombardement mit Unsinn ausgesetzt. Man rutsche in eine "Art sektenähnliche geistige Gefangenschaft. Dies muss geändert und neu strukturiert werden."

Söder sieht die Plattformanbieter in der Verantwortung: Früher hätten Leute einen Leserbrief an eine Redaktion geschrieben. Heute setzen sie im Netz ihre Shitstorms unter die Artikel oder sie treffen sich auf einer Plattform. "Und auf dieser Plattform stellen sie plötzlich fest, da sind ja Tausende, die so denken aus allen möglichen Ecken." Und dann mutmaßten sie, man sei ja die schweigende Mehrheit und müsse jetzt aktiv werden. Aus dieser Entwicklung entstünden "aus verwirrten Gedanken aggressive hetzerische Worte", ergänzte Söder.

14:50 Uhr

Heftige Unwetter in Kalifornien

Katastrophen-Wetter in Lala-Land, in Kalifornien richten Wind und Regen schwere Schäden an: Der Wind ist so stark, dass er Lastwagen auf einer Brücke in der Nähe von San Francisco auf die Seite kippen lässt. Regenmassen setzen Landschaften unter Wasser. 130.000 Menschen sind zeitweise ohne Strom.

14:39 Uhr

Polizei gibt PK zu Mord an Münchener Mädchen

Am Sonntagmorgen wird eine 14-Jährige tot in der Wohnung ihrer Eltern entdeckt. Ein 17 Jahre alter Jugendlicher ist seit Montagvormittag in Gewahrsam. Bei einer Pressekonferenz gibt die Polizei Details zum Tod des Mädchens und zur Festnahme des Tatverdächtigen bekannt.

14:16 Uhr

Schlechte Aussichten für Kohl-Witwe im Streit mit Ghostwriter

Im Streit um eine Millionen-Entschädigung nach einer umstrittenen Buchveröffentlichung kann sich die Witwe von Altkanzler Helmut Kohl wenig Hoffnung machen. Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte in Karlsruhe, dass ein Anspruch auf solche Geldentschädigungen wegen verletzter Persönlichkeitsrechte grundsätzlich nicht vererblich sei und der Senat in diesem Fall auch keine Ausnahme sehe. Sein Urteil will der BGH erst später verkünden.

Maike Kohl-Richter, Witwe von Altbundeskanzler Helmut Kohl. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Maike Kohl-Richter, Witwe von Altbundeskanzler Helmut Kohl.

(Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild)

Alleinerbin Maike Kohl-Richter will wie ihr 2017 gestorbener Mann mindestens fünf Millionen Euro nebst Zinsen unter anderem von Kohls Ghostwriter und früherem Vertrauten Heribert Schwan. Der Journalist und Historiker sollte Kohls Memoiren schreiben und sprach Hunderte Stunden mit dem früheren CDU-Chef bei ihm zu Hause in Ludwigshafen. Nach drei von vier geplanten Bänden kam es zum Bruch. Eigenmächtig veröffentlichte Schwan 2014 das Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle", in dem Kohl mit abwertenden Urteilen über Politiker und gesellschaftliche Größen zitiert wird.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Kristin Hermann hat sich in den wunderschönen Herbstnachmittag verabschiedet. Mein Name ist Sabine Oelmann, ich versorge Sie nun mit den News, Kuriositäten und Standards des restlichen Montags. Wenn Sie mich auf etwas aufmerksam machen wollen, schreiben Sie gern an DERTAG@N-TV.DE

13:43 Uhr

Frau nach Flucht aus saarländischem Gefängnis in Dominikanischer Republik aufgegriffen

Eine wegen gemeinschaftlichen Mordes verurteilte Frau aus dem Saarland ist aus einem Gefängnis geflohen und in der Dominikanischen Republik aufgegriffen worden. Die 55-Jährige wurde dort am vergangenen Donnerstag festgenommen, wie das Landespolizeipräsidium Saarland jetzt mitteilte. Sie sei inzwischen wieder in Deutschland.

Vor etwa anderthalb Wochen war die Frau nach einem Freigang im offenen Vollzug aus dem Gefängnis im rheinland-pfälzischen Zweibrücken geflüchtet. Im Dezember 2007 hatte sie das Landgericht Saarbrücken wegen gemeinschaftlichen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Demnach hatte sie 2006 einen Bekannten dazu angestiftet, ihren Exmann zu töten.

13:16 Uhr

Nach Androhung: Deutscher Botschafter in der Türkei noch nicht ausgewiesen

Das türkische Außenministerium hat die von Präsident Recep Tayyip Erdogan angedrohte Ausweisung des deutschen Botschafters in Ankara noch nicht vollzogen. "Auf diplomatischem Weg ist uns bis dato keine derartige Mitteilung zugestellt worden", sagte die stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin, Andrea Sasse. Ein solcher Schritt würde "im Widerspruch zur Tiefe und auch zur Bedeutung" der deutsch-türkischen Beziehungen stehen. "Und er entspräche auch nicht dem Umgang unter Nato-Verbündeten." Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, dass man die Äußerung Erdogans mit Sorge und Unverständnis zur Kenntnis genommen habe.

Erdogan hatte am Samstag gesagt, er habe das Außenministerium angewiesen, die Botschafter zehn westlicher Länder - darunter neben Deutschland auch die USA und Frankreich - zu unerwünschten Personen ("Persona non grata") zu erklären. Hintergrund der Äußerungen Erdogans ist eine Erklärung der Botschafter von Anfang vergangener Woche. Darin fordern sie die Freilassung des türkischen Unternehmers und Kulturförderers Osman Kavala.

12:49 Uhr

NRW-Justiz versteigert Bitcoin aus Drogenhandel

Die nordrhein-westfälische Justiz hat erstmals mit der Versteigerung von beschlagnahmten Bitcoin begonnen. Die Datenpakete der digitalen Kryptowährung stammen überwiegend aus dem Drogenhandel im Darknet, berichteten Staatsanwälte. Sie waren bei Kriminellen beschlagnahmt und eingezogen worden. NRW-Justizminister Peter Biesenbach von der CDU startete die erste Auktion.

Kurz nach Beginn der zwei Tage dauernden Online-Versteigerungen lagen die ersten Tranchen bereits über dem aktuellen Marktpreis der digitalen Währung, der sich am Montagmittag bei knapp 54.000 Euro pro Bitcoin (BTC) bewegte. Die NRW-Justiz will insgesamt 215 Bitcoin mit einem aktuellen Wert von gut 11 Millionen Euro auf ihrem eigenen Auktionsportal anbieten. Der Erlös fließt in die Landeskasse. Die NRW-Justiz stellt ihr Auktionsportal auch anderen Bundesländern zur Verfügung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:14 Uhr

Kristen Stewart findet nur fünf ihrer eigenen Filme gut

Schauspielerin Kristen Stewart hat im Laufe ihrer Karriere schon in mehr als 40 Filmen mitgewirkt. Darunter die viel kritisierte "Twilight"-Saga und das chancenreiche Prinzessin-Diana-Biopic "Spencer", das im Januar 2022 in den deutschen Kinos anlaufen soll. In einem Interview mit "The Sunday Times" verriet die Schauspielerin nun jedoch, dass nur eine Handvoll ihrer Filme wirklich gelungen seien. Kristen Stewart: "Es ist reine Glückssache. Ich habe vielleicht fünf gute Filme gemacht, aus 45 bis 50 Filmen?", so die 31-Jährige.

Zu ihren Favoriten gehören demnach die Streifen von Regisseur Olivier Assayas, "Die Wolken von Sils Maria" (2014) und "Personal Shopper" (2016). "Ich müsste wirklich noch mal meinen Lebenslauf anschauen. Aber sie sind wirklich dünn gesät", betonte Stewart. Nur in den wenigsten Fällen habe sie es jedoch bereut, für eine Produktion zugesagt zu haben. Dabei habe es nicht an der Qualität der Filme gelegen, sondern daran, dass gewisse Dreharbeiten "keinen Spaß" gemacht hätten. Welche Filme das seien, wollte die US-Amerikanerin nicht verraten.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:44 Uhr

1,5-Grad-Ziel stark gefährdet: Treibhausgaskonzentration auf neuem Höchststand

Die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre hat im Jahr 2020 neue Höchstwerte erreicht. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr sei sogar noch höher ausgefallen, als die durchschnittliche Zunahme in den vergangenen zehn Jahren, heißt es in einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wenige Tage vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP26 in Schottland. Die Erreichung der Klimaschutzziele des Pariser Abkommens sei angesichts dieser Entwicklung erheblich gefährdet. Die Corona-Krise hat dem Bericht zufolge keinen bedeutenden Emissionsrückgang zur Folge.

Der Wirtschaftsabschwung durch die Pandemie habe lediglich vorübergehend die Neuemissionen reduziert, aber "keine erkennbaren Auswirkungen" auf die Menge und die Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre gehabt. "Bei der derzeitigen Geschwindigkeit des Anstiegs der Treibhausgaskonzentrationen wird der Temperaturanstieg am Ende des Jahrhunderts deutlich über den im Pariser Abkommen festgelegten Zielen von 1,5 bis 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegen", erklärte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. "Wir sind noch weit vom Ziel entfernt."

11:06 Uhr

Schwules Pärchen in Berlin mit Schusswaffe bedroht

Ein schwules Paar ist in Berlin mit einer Schusswaffe bedroht worden. Ein bisher unbekannter Jugendlicher habe damit auf den Kopf eines der beiden Männer gezielt, teilte die Polizei mit. Der Täter sei Teil einer Gruppe von Jugendlichen gewesen, die vor dem U-Bahnhof Nollendorfplatz in Schöneberg zunächst laut grölten, als die beiden Männer sich dort am Sonntagabend küssten und umarmten.

Die Jugendlichen seien schließlich laut lachend weitergezogen. Unklar ist, um welche Art Waffe es sich handelte. Schreckschusspistolen, die man frei kaufen kann, sind in manchen Gegenden der Innenstadt bei jungen Männern beliebt und verbreitet. Ermittelt wird nun vom Staatsschutz der Kriminalpolizei wegen Verdachts der homophob motivierten Bedrohung.

10:41 Uhr

Berichte über Putschversuch im Sudan: Premier soll verschleppt sein

Im ostafrikanischen Sudan soll es nach Berichten am Morgen einen Putschversuch gegeben haben. Der Ministerpräsident Abdullah Hamduk sei von Angehörigen des Militärs an einen unbekannten Ort verschleppt worden, hieß es in einer Mitteilung auf der offiziellen Facebook-Seite des Informationsministeriums. Zuvor berichteten der Sender Al-Hadath und das Nachrichtenportal Sudan Tribune über den Putschversuch. Der Mitteilung des Informationsministeriums zufolge habe sich Hamduk geweigert, den Putsch zu unterstützen und die sudanesische Bevölkerung aufgerufen, "am Frieden festzuhalten und die Straßen zu besetzen, um die Revolution zu verteidigen".

Mitglieder der Übergangsregierung und mehrere Minister sollen ebenfalls festgenommen worden sein, hieß es. Das Internet und das Mobilfunknetz seien blockiert und Brücken gesperrt, hieß es weiter auf der verifizierten Facebook-Seite des Informationsministeriums.

10:24 Uhr

Polizei fasst Tatverdächtigen nach Tötung von 14-Jähriger in München

Im Fall der gewaltsam getöteten 14-Jährigen in München ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Einsatzkräfte der Bundespolizei hätten am Vormittag einen 17-Jährigen festgenommen, teilte die Polizei in München mit. Weitere Details wollten die Ermittler mittags bei einer Pressekonferenz bekannt geben. Die Schülerin war am Sonntagmorgen in einer Wohnung gefunden worden. Versuche, die 14-Jährige wiederzubeleben, blieben erfolglos.

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10:21 Uhr
Breaking News

Zehn Jahre Haft für IS-Rückkehrerin Jennifer W.

Das Oberlandesgericht München hat die IS-Rückkehrerin Jennifer W. zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Urteil erging nach rund zweieinhalbjährigem Prozess wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Fall eines versklavten und getöteten Kinds. Dabei ging es um den Fall eines fünf Jahre alten jesidischen Mädchens, das sie laut Anklage zusammen mit ihrem Mann, einem in Frankfurt am Main vor Gericht stehenden IS-Kämpfer, verdursten ließ.

09:51 Uhr

Aus Angst vor Regierung: Amnesty International gibt in Hongkong auf

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zieht sich als Reaktion auf das umstrittene Hongkonger Sicherheitsgesetz aus der chinesischen Sonderverwaltungsregion zurück. Das im Juni 2020 eingeführte Gesetz habe es "praktisch unmöglich gemacht, frei und ohne Angst vor ernsthaften Repressalien der Regierung zu arbeiten", sagte Anjhula Mya Singh Bais, Vorstandsvorsitzender von Amnesty, laut einer Pressemitteilung. Daher sei schweren Herzens entschieden worden, die beiden Amnesty-Büros in Hongkong bis Ende des Jahres zu schließen. Die Stadt sei lange ein idealer regionaler Stützpunkt für internationale Organisationen der Zivilgesellschaft gewesen. Die jüngsten Angriffe auf lokale Menschenrechts- und Gewerkschaftsgruppen hätten jedoch "eine Intensivierung der Kampagne der Behörden, die Stadt von allen abweichenden Stimmen zu befreien", signalisiert.

Nach anhaltenden Demonstrationen und dem Ruf nach mehr Demokratie in Hongkong hatte die kommunistische Führung in Peking das Sicherheitsgesetz erlassen. Es zielt auf die prodemokratische Opposition und richtet sich vage gegen Aktivitäten, die Peking als umstürzlerisch, separatistisch, terroristisch oder verschwörerisch ansieht. Mehr als 100 Aktivisten wurden festgenommen oder warten auf ihren Prozess. Einige wurden verurteilt. Aus Angst vor Strafverfolgung haben sich viele Oppositionsmitglieder ins Ausland abgesetzt.

09:21 Uhr

Studie: Jeder Achte fürchtet wegen Digitalisierung um eigenen Job

Etwa jeder achte Arbeitnehmer in Deutschland fürchtet einer neuen Erhebung zufolge wegen der anhaltenden Digitalisierung in der Arbeitswelt um den eigenen Job. Zwölf Prozent der Befragten äußerten in einer Jobstudie des Beratungsunternehmens EY Sorgen, dass ihr Arbeitsplatz infolge neuer technologischer Entwicklungen künftig in Gefahr geraten könnte. 88 Prozent der Befragten führten in dieser Hinsicht dagegen keine Bedenken an.

EY führt Umfragen dieser Art in regelmäßigen Abständen durch. Auffällig: Vor zwei Jahren, also vor der Corona-Pandemie, lag der Anteil der wegen der Digitalisierung um den eigenen Job besorgten Arbeitnehmer mit 13 Prozent sogar noch leicht höher. Vor vier Jahren (7 Prozent) war die Unsicherheit aber deutlich geringer ausgeprägt. Bricht man die Frage nach technologisch begründeten Job-Ängsten auf einzelne Wirtschaftsbereiche herunter, stechen vor allem die Banken-, Immobilien- und Versicherungsbranche heraus.

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08:55 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:38 Uhr

"Friends"-Darsteller trauern um verstorbenen Kollegen

Die Hauptdarsteller der Hitserie "Friends" trauern um Schauspieler James Michael Tyler. Wie am Morgen bekannt wurde, ist der Darsteller des Kellners Gunther nach einer mehrjährigen Krebserkrankung gestorben. Auf Instagram erinnern sich Kollegen an Tyler, der in rund 150 Episoden mitwirkte. "'Friends' wäre ohne dich nicht dasselbe gewesen. Danke für das Lachen, das du der Show und unseren Leben gebracht hast. Wir werden dich so vermissen", schrieb etwa Jennifer Aniston. Dazu teilte sie einen kurzen Clip aus dem Serienfinale, in dem Tyler und Aniston zum letzten Mal gemeinsam auftraten.

Auch ihre Co-Stars Matt LeBlanc, Courteney Cox und Lisa Kudrow verabschiedeten sich öffentlich von Tyler. "Danke, dass du für uns alle da warst", schrieb Kudrow in Anlehnung an den Titelsong der Serie "I'll Be There For You" (Ich werde für dich da sein). In der Sitcom "Friends", in der sich alles um das Leben einer Gruppe junger Freunde in New York drehte, war Tyler nach den sechs Hauptdarstellern der Schauspieler mit den meisten Auftritten. Er wirkte auch in den Serien "Scrubs - Die Anfänger" und "Sabrina - Total Verhext!" mit.

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08:18 Uhr

Mindestens drei Tote bei Lawinenunglück an Chimborazo in Ecuador

Mindestens drei Menschen sind bei einem Lawinenunglück am Chimborazo in den ecuadorianischen Anden ums Leben gekommen. Drei Bergsteiger würden zudem vermisst, drei seien verletzt, hieß es in einer Mitteilung der Feuerwehr Quito. Die Angaben zur Gesamtzahl der Menschen, die sich in dem Schutzgebiet befanden, als sich der Lawinenabgang ereignete, gingen zunächst auseinander.

Nach vorläufigen Informationen der ecuadorianischen Notfallzentrale waren mindestens zwölf Personen betroffen. Sie befanden sich demnach auf einer Höhe von schätzungsweise 6100 Metern. Der Chimborazo ist der höchste Berg Ecuadors und zieht Touristen aus dem südamerikanischen Land und aus aller Welt an.

07:42 Uhr

Jugendwort 2021 bekannt gegeben

"Cringe" ist das "Jugendwort des Jahres" 2021. Der Begriff beschreibt etwas Peinliches oder Unangenehmes und setzte sich beim finalen Voting des Langenscheidt-Verlags mit 42 Prozent der Stimmen durch, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Zuvor hatten Jugendliche in mehreren Runden über ihr Lieblingswort abgestimmt - übrig geblieben waren schließlich neben "cringe" auch die Begriffe "sheesh" und "sus".

"Sheesh" drückt Erstaunen oder Ungläubigkeit aus, das Wort "sus" heißt so viel wie "verdächtig" oder "auffällig". "Sus" landete im Finale mit 32 Prozent der Stimmen nun auf Rang zwei vor "sheesh" (26 Prozent). Insgesamt beteiligten sich nach Langenscheidt-Angaben bei der seit dem 14. Juni laufenden Wahl rund 1,2 Millionen Jugendliche.

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07:17 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen einen schönen Start in die neue Woche! Nach den Äußerungen von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich zu fehlenden Langzeitstudien bei Impfstoffen läuft die Debatte darüber, wie viele Menschen seine Bedenken teilen. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens hat die Kritik zurückgewiesen. "Joshua Kimmich ist sicher ein ausgewiesener Fachmann in Fragen des Fußballs, aber kein Fachmann in Fragen der Impfung und der Impfstoffe. Dennoch hat er mit seinen Bedenken einem Problem Ausdruck verliehen, das sicher bei manchen Menschen in unserer Gesellschaft so gesehen wird", sagte Mertens. Mehr zu dem Thema können Sie unter anderem im Sport-Tag und in unserem Corona-Ticker lesen.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Armin Laschet wird heute offiziell sein Amt als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident niederlegen. Der 60-jährige künftige Bundestagsabgeordnete hatte den Schritt bereits vor der Bundestagswahl angekündigt. Sobald sich am Dienstag der neue Bundestag konstituiert hat, wird vorübergehend Laschets Stellvertreter, NRW-Familienminister Joachim Stamp von der FDP, kommissarischer Regierungschef in Nordrhein-Westfalen.
  • Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt über eine Millionen-Entschädigung für die Witwe von Altkanzler Helmut Kohl nach einer umstrittenen Buchveröffentlichung. Als Alleinerbin fordert Maike Kohl-Richter wie ihr 2017 gestorbener Mann mindestens fünf Millionen Euro nebst Zinsen unter anderem von Kohls Ghostwriter und früherem Vertrauten Heribert Schwan.
  • Die Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen von Facebook könnte spannender ausfallen als üblich. Denn laut jüngsten Medienberichten will Gründer und Chef Mark Zuckerberg dem Konzern einen neuen Namen geben - und die Zahlenvorlage wird als guter Anlass dafür gehandelt. Eine weitere Gelegenheit gäbe es bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz Connect am Donnerstag.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trifft Papst Franziskus im Vatikan. Die Privataudienz mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche ist für den Vormittag im Apostolischen Palast angesetzt.
  • "Sheesh", "sus" oder doch "cringe": Der Langenscheidt-Verlag in Stuttgart will heute das "Jugendwort des Jahres" bekannt geben. Zuvor hatten Jugendliche in mehreren Runden über ihr Lieblingswort abgestimmt.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de

07:05 Uhr

Neue Woche startet im Südosten strahlend schön

Am Montag darf man sich in der Südosthälfte auf goldenes Oktoberwetter mit viel Sonnenschein freuen. Im Nordwesten ziehen hingegen Regenwolken auf, die sich im Tagesverlauf weiter ausbreiten. Die Temperaturen dazu liegen zwischen 10 und maximal 18 Grad.

06:31 Uhr

"Friends"-Star stirbt mit 59 Jahren

Der US-Schauspieler James Michael Tyler, der in der Erfolgsserie "Friends" den Kellner Gunther spielte, ist nach US-Medienberichten an Prostatakrebs gestorben. Er sei in seinem Haus in Los Angeles im Alter von 59 Jahren verstorben, wie sein Manager Toni Benson demnach mitteilte. "Warner Bors. Television trauert um James Michael Tyler, "einen geliebten Schauspieler und wichtigen Bestandteil unserer Friends-Familie", hieß es auf dem Twitter-Account der Serie, die das Studio Warner Bros. Television produziert hatte. "Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden, Kollegen und Fans."

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06:17 Uhr

Turnschuhe von Michael Jordan für fast 1,5 Millionen Dollar versteigert

Ein Paar von Basketball-Legende Michael Jordan zu Beginn seiner Karriere getragene Turnschuhe sind bei einer Versteigerung für fast 1,5 Millionen Dollar (rund 1,3 Millionen Euro) verkauft worden. "Die wertvollsten Turnschuhe, die jemals bei einer Auktion angeboten wurden", kommentierte das Auktionshaus Sotheby's das Geschäft bei Twitter. Jordan habe die Nike Air Ships aus dem Jahr 1984 bei Spielen während seiner ersten Saison bei den Chicago Bulls getragen. Der endgültige Verkaufspreise lag laut Sotheby's bei 1.472.000 Dollar.

Sportschuhe erzielen bei Auktionen regelmäßig hohe Summen: Rekordhalter war bisher ein Paar Schuhe von Jordan, die im August 2020 für 615.000 Dollar verkauft wurden. Im April hatte ein Paar Schuhe von Rapper Kanye West sogar für 1,8 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt, allerdings bei einem Privatverkauf.

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05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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