Montag, 09. November 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:44 Uhr

Das war Montag, der 9. November

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Ausklang des Tages ein Hohelied auf das gute alte Taxi und einen aufmerksamen Taxifahrer im sächsischen Görlitz: Der Mann verhinderte einen Betrug und bewahrte eine Seniorin vor dem Verlust von 14.000 Euro. Zuvor hatte die 92-Jährige den Anruf eines vermeintlichen Arztes aus Tschechien bekommen. Er sagte der Seniorin, ihr Sohn sei an Covid-19 erkrankt und brauche 14.000 Euro für die Behandlung. Zwischendurch habe sich eine weinende Stimme gemeldet und über Atemnot geklagt. Die 92-Jährige ließ sich erweichen und fuhr mit dem Taxi zur verabredeten Geldübergabe. Doch der Fahrer bemerkte, wie nervös die Frau war. Er sprach sie an, ließ sich die ganze Geschichte erzählen und fuhr sie anschließend direkt zur Polizei.

Solche Betrugsversuche mit röchelnden Verwandten verfangen vielleicht schon bald nicht mehr, denn beim Großthema Corona ist die Menschheit heute einem Happy End ein gutes Stück näher gerückt:

Das sind weitere wichtige Meldungen des Tages:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Morgen ist wieder ein neuer Tag.


22:25 Uhr

"Wahrlich scheußlich": Churchill-Gemälde wird versteigert

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Scheußlich oder nicht: Der Maler liebte Whisky.

(Foto: (Sotheby's))

Er trank schottischen Whisky mit Sodawasser zum Frühstück und widmete sich auch künstlerisch seinem Lieblingsgetränk: Ein Gemälde Winston Churchills von seinem liebsten Whisky wird in einer Online-Auktion ab Dienstag versteigert. Das Stillleben des ehemaligen britischen Premierministers könnte nach Angaben des Auktionshauses Sotheby's für bis zu 280.000 Euro versteigert werden.

  • Churchill regierte Großbritannien während des zweiten Weltkriegs und war ein ambitionierter Amateurmaler.
  • Das Ölgemälde "Jug with Bottles" aus den 1930er-Jahren zeigt eine Flasche des "Johnnie Walker Black Label"-Whiskys neben einer Flasche Brandy mit einem Henkelkrug und Gläsern. Das alkoholische Ensemble spiegelt nach Angaben von Sotheby's Churchills Vorliebe für den Whisky wider.
  • Die künstlerische Güte von Churchills Amateurmalereien ist umstritten. Ein ähnliches Gemälde des ehemaligen Premierministers wurde von der Zeitung "The New York Times" einmal als "wahrlich scheußlich" beschrieben. Dennoch erzielten seine Gemälde bei bisherigen Auktionen hohe Preise.
22:00 Uhr

Brandenburg zahlt Prämie für erlegte Wildschweine

Um die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter einzudämmen, zahlt das Brandenburger Landwirtschaftsministerium jetzt Abgabeprämien für erlegte Wildschweine aus den Pufferzonen der ASP-Gebiete. Für Wildschweine mit einem Gewicht bis 30 Kilogramm aus der Pufferzone gebe es von der obersten Jagdbehörde eine Abgabeprämie von 30 Euro, ab 30 Kilogramm seien es 50 Euro, teilte das Ministerium mit.

  • In den seuchenfreien Pufferzonen ist die Jagd weiterhin erlaubt, in den ASP-Kerngebieten dagegen derzeit nicht.
  • Grund für die Unterstützung durch das Ministerium sei die Schwierigkeit, Wildschweinfleisch aus Schweinepest-Restriktionszonen zu vermarkten. Fleisch von in Pufferzonen erlegten Wildschweinen dürfe nur mit einem ASP-Negativtest in andere Bundesländer verbracht werden. Damit die Wildschweinpopulation dennoch sinke, zahlt das Ministerium nun diese zusätzliche Prämie.
  • Für die erlegten Kadaver richten die betroffenen Landkreise Sammelstellen ein. Alle dort abgegebenen Tierkadaver werden auf die Seuche untersucht und anschließend beseitigt.
21:17 Uhr

Islamisten enthaupten 50 Menschen

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Dorfszene in einer Ortschaft in Cabo Delgado: Das Idyll ist von Islamisten bedroht.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

In der Unruheprovinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks haben mutmaßlich militante Islamisten mehr als 50 Menschen enthauptet. Wie die Polizei mitteilte, sollen sich die Taten in den vergangenen drei Tagen ereignet haben. Die Aufständischen hätten mehrere Dörfer angegriffen, Zivilisten getötet, Frauen und Kinder entführt und Häuser niedergebrannt. "Sie haben die Häuser in Brand gesteckt und haben dann Menschen verfolgt, die in die Wälder geflüchtet sind, und haben ihre makabren Aktionen begonnen", sagte ein ranghoher Polizist bei einer Pressekonferenz. Zeugen berichteten den lokalen Medien, dass Militante in einem Dorf Bewohner auf einen Fußballplatz getrieben und dort hingerichtet hätten.

  • In Cabo Delgado führen islamistische Rebellen seit rund drei Jahren brutale Angriffe durch.
  • Die Rebellion hat Experten zufolge ihre Wurzeln in den Missständen und Klagen der Bewohner der armen Region, sie wird aber zunehmend zu einer islamistischen Gruppierung mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Im Kampf gegen die Rebellion kommt es Menschenrechtlern zufolge auch immer wieder zu schweren Menschenrechtsverletzungen durch Sicherheitskräfte.
  • Dies und die Vernachlässigung der Provinz durch die nationale Regierung befeuern Experten zufolge die Rebellion.
20:52 Uhr

Nach fünf Jahren: Vermisste tot im Wald gefunden

Fünfeinhalb Jahre nach ihrem Verschwinden hat ein Pilzsammler die sterblichen Überreste einer am Hunsrück-Flughafen Hahn vermissten Frau entdeckt. Er fand sie im Wald bei Büchenbeuren im Rhein-Hunsrück-Kreis, wie die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach mitteilte. Es gebe noch keine Erkenntnisse, ob die 54-jährige Birgit A. einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen sei oder einen tödlichen Unfall erlitten habe. Ihre sterblichen Überreste seien mit einem Gebissabgleich identifiziert worden. Nun werde vor Ort und auch rechtsmedizinisch weiter ermittelt.

  • Die 54-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis) hatte am Karsamstag 2015 ihre Arbeitsstätte am Flughafen Hahn verlassen, war aber nie zu Hause angekommen.
  • Ihr Mann erstattete Vermisstenanzeige. Die Polizei fahndete unter anderem mit Spürhunden und Hubschraubern nach der Frau.
  • Ihr Wagen wurde mehrere Tage nach ihrem Verschwinden auf einem Parkplatz im nahen Lautzenhausen von einem Zeugen entdeckt.
20:30 Uhr

Einfach nur zurücklehnen: Netflix testet eigenen TV-Kanal

Endlich nicht mehr selbst entscheiden müssen, was man sich ansieht: Was zunächst wie ein Witz klingt, könnte künftig eine neue Sparte des Streamings werden. So testet Netflix in Frankreich einen linearen Kanal mit einem TV-ähnlichen Angebot. Dieser Dienst sei in der vergangenen Woche für einige Kunden und gestartet und solle bis Anfang Dezember für alle Nutzer in Frankreich verfügbar sein, teilte das US-Unternehmen mit. "In Frankreich ist das traditionelle Fernsehen nach wie vor sehr beliebt bei Menschen, die sich einfach nur "zurücklehnen" wollen, ohne sich für eine bestimmte Sendung entscheiden zu müssen." Das neue Feature heiße "Direct". Es handle sich um einen Echtzeitdienst, in dem vorab festgelegte Inhalte gezeigt werden. Anstatt sich also für einen Film oder eine Serie entscheiden zu müssen, können Nutzer einfach wie beim Fernsehgucken drauf los schauen. Das Unternehmen bestätigte auf Nachfrage, dass Frankreich derzeit das einzige Land sei, in dem diese Funktion getestet werde.

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20:03 Uhr

Aserbaidschan schießt russischen Helikopter ab

Aserbaidschan hat nach eigenen Angaben versehentlich einen russischen Kampfhubschrauber über Armenien abgeschossen. Das Außenministerium entschuldigte sich bei der Regierung in Moskau für den Vorfall und bot eine Entschädigung an. Dem Außenministerium zufolge habe eine Armeeeinheit Aserbaidschans den Helikopterflug als "Provokation der armenischen Seite" im Konflikt um die Region Berg-Karabach interpretiert. Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, bei dem Abschuss seien zwei Besatzungsmitglieder getötet und ein Crewmitglied verletzt worden. Der Vorfall habe sich an der Grenze zu einem Gebiet ereignet, das zu Aserbaidschan gehöre.

  • Armenien kämpft derzeit mit Aserbaidschan um die Region Bergkarabach. Die Türkei hat sich hinter Aserbaidschan gestellt, Russland und Armenien haben ein Verteidigungsbündnis.
  • Armenien unterstützt die Truppen der Region Bergkarabach, die von Armeniern bewohnt und regiert wird. Aserbaidschan beansprucht die Kontrolle über die Enklave und treibt seine Offensive voran.
  • In Bergkarabach leben überwiegend christliche Armenier. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, obwohl es sich 1991 von dem Land losgesagt hatte.

19:30 Uhr

Kölner Polizei stößt auf Hotel voller Touristen

Polizei und Ordnungsamt sind in Köln auf ein Hotel voller Touristen gestoßen. Dem Betreiber und 22 von 43 Gästen drohen nun hohe Bußgelder, denn Reisen zu touristischen Zwecken in die Domstadt sind wegen der Corona-Pandemie verboten. Die Touristen seien des Hotels verwiesen worden, teilte die Stadt mit. Ein Zimmer sei zudem für - derzeit ebenfalls verbotene - Prostitution genutzt worden. Eine Prostituierte sei von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Sie erhielt eine Strafanzeige. Die Meldeblätter im Hotel seien zudem lediglich mit Vor- und Nachnamen der Gäste ausgefüllt gewesen. Dem Hotelbetreiber droht ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro, den Touristen Bußgelder bis zu 250 Euro.

18:45 Uhr

Mit Stinkefinger an Blitzer vorbei - Fahrer wollte Chef schaden

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Durch Zufall aufgeflogen: Die 20 Knöllchen muss der Fahrer wohl nun bezahlen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit Riesenärger muss ein 23-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen rechnen, der mindestens 20 Mal absichtlich zu schnell an einem Blitzer vorbeigefahren ist. Der 23-jährige habe im Moment des Blitzens Grimassen gezogen, Handzeichen wie den Stinkefinger gemacht oder spöttisch seinen Döner hochgehalten, sagte ein Polizeisprecher. Teilweise fuhr er Tempo 128 bei erlaubten 70 Kilometer pro Stunde, zudem habe er gar keinen Führerschein besessen. Der Mann habe sich sicher gefühlt in der falschen Überzeugung, nicht identifiziert werden zu können. Der Wagen war nämlich von einer Autovermietung geleast und als Dienstwagen auf eine Firma zugelassen, die ihre Geschäftstätigkeit eingestellt hatte. Es gab keine Ansprechpartner mehr, deshalb sei der Mann zunächst unbekannt geblieben, sagte der Polizeisprecher. Möglicherweise habe er den Wagen unterschlagen. Vergangenen Freitag habe eine Mitarbeiterin der Kreisbußgeldstelle den Wagen in Bergneustadt zufällig auf der Straße entdeckt. So wurde der Fahrer gefasst. Der 23-Jährige habe die Taten eingeräumt und gesagt, die Knöllchen absichtlich produziert zu haben, weil er seinem Chef schaden wollte, sagte der Polizeisprecher. Auch das beruhte allerdings auf einem Irrtum: Für Knöllchen zahlt der Fahrer, nicht der Halter.

18:14 Uhr

Morales kehrt aus dem Exil nach Bolivien zurück

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Nach einem Jahr im Exil kehrt Evo Morales nach Bolivien zurück.

(Foto: REUTERS)

Kurz nach der Amtseinführung seines engen Vertrauten Luis Arce ist der ehemalige bolivianische Staatschef Evo Morales aus dem Exil in Argentinien nach Bolivien zurückgekehrt. "Ich war sicher, dass ich zurückkehren würde, aber nicht so bald", sagte Morales nach bolivianischen Medienberichten bei der Abschiedszeremonie an der internationalen Brücke La Quiaca-Villazón, an der der argentinische Präsident Alberto Fernández teilnahm. Zusammen mit Morales reisten Ex-Vizepräsident Alvaro Garcia Linera und andere ehemalige Regierungsmitglieder ein. Laut der Zeitung "El Deber" waren Tausende Menschen nach Villazón gekommen, um Morales' Rückkehr zu begleiten. Die Menschenmenge wird der Zeitung "Página Siete" zufolge auch Teil der Karawane des Ex-Präsidenten mit Hunderten Fahrzeugen sein, die durch mehrere Regionen bis in dessen Heimatdepartment Cochabamba zieht. Dort soll sie am 11. November ankommen. An diesem Tag vor einem Jahr hatte sich Morales auf den Weg ins Exil zunächst nach Mexiko gemacht. Nach der Präsidentenwahl im Oktober 2019 hatte der damalige Staatschef auf Druck des Militärs zurücktreten müssen, weil ihm Wahlbetrug vorgeworfen wurde. Manche Studien kommen inzwischen zu anderen Ergebnissen. Morales' Anhänger und Verbündete sprechen von einem Putsch.

17:50 Uhr

James Bond aus Wattenscheid: Stadt feiert 007

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Eingeweihte erkennen sofort die Physiognomie des gebürtigen Wattenscheiders.

(Foto: imago images/Prod.DB)

Mit Liebesgrüßen zum Geburtstag wirbt Wattenscheid im Ruhrgebiet derzeit auf Plakatwänden für sich selbst als Geburtsstätte des berühmten Spions. "Happy Birthday, James" verkünden seit vergangener Woche mehrere Dutzend Plakatwände im Bochumer Stadtteil Wattenscheid. Hintergrund der Kampagne zum 100. Geburtstag der berühmten Filmfigur: Laut der fiktiven James-Bond-Biografie von John Pearson, der ein enger Mitarbeiter des Bond-Erfinders Ian Fleming war, ist James Bond 1920 in Wattenscheid geboren. Demnach war James' Vater Andrew Bond nach dem Ersten Weltkrieg als Mitglied der alliierten Besatzung hier tätig und Mutter Monique brachte den späteren Geheimagenten hier zur Welt - am 11. November 1920. Vier Jahre lang soll die Familie im Ruhrgebiet gelebt haben, bevor sie nach Ägypten zog.

  • Auch Postkarten, Zeitungswerbung und eine Bieredition werden dem Kinohelden daher zum Geburtstag gewidmet, teilte Bochum Marketing mit.
  • Wegen der Corona-Pandemie wird eine Ausstellung zur Frage, wie das Leben des Baby-Bonds vor 100 Jahren ausgesehen hätte, verschoben.
  • Auch ein Foto-Shooting in Wattenscheid mit einem Double des Bond-Darstellers Daniel Craig sei abgesagt worden.
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17:18 Uhr

Mehr als 2000 Migranten erreichen Kanaren

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Mit dem Holzboot über den Atlantik: Migranten am Strand von Gran Canaria am 21. Oktober.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln im Atlantik vor Westafrika sind von Samstag bis Montagmorgen 2206 Migranten in insgesamt 58 offenen Holzbooten angekommen. So viele Menschen aus afrikanischen Ländern wurden zuletzt während der Flüchtlingskrise registriert, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press. Zu den Kanaren gehören die auch bei Touristen beliebten Inseln Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro sowie sechs weitere Eilande. Die meisten der Menschen, die ihre afrikanische Heimat wegen Armut, Gewalt und den Folgen der Corona-Pandemie verlassen, kamen zur Registrierung auf die Mole der Hafenstadt Areguineguín im Südwesten von Gran Canaria. Dort würden sich etwa 1800 Menschen unter offenem Himmel auf engstem Raum drängen, schrieb Europa Press weiter.

  • Seit Januar stieg die Anzahl der Migranten, die die Inselgruppe über das Meer erreichten, auf etwa 13.700. Das waren etwa sechsmal so viele wie im gesamten Vorjahr.
  • Viele werden nach der Registrierung in Hotels untergebracht, die wegen der Corona-Krise leer stehen.
  • Die Kanareninseln liegen im Atlantik nur etwa 100 Kilometer westlich der Küste Westafrikas. Gerade die etwas größeren Boote stechen jedoch bis zu 1.600 Kilometer entfernt in Senegal in See. Der offene Atlantik ist für die meist nur mit Außenbordmotoren angetriebenen Boote sehr gefährlich.
16:50 Uhr

Viele Volksbanken offline - Krisenstab eingesetzt

Viele Volksbank-Kunden haben seit Montagmorgen Schwierigkeiten, ihre Bankgeschäfte online oder am Automaten abzuwickeln. Bei 150 der bundesweit rund 840 Volksbanken komme es zu Ausfällen, teilte der zuständige Dienstleister Fiducia & GAD mit. Ursache sei eine System-Umstellung. Ein Krisenstab ist demnach eingerichtet. Er arbeite mit Hochdruck an einer Bereinigung. Im Laufe des Montags sollten die Systeme wieder wie gewohnt zur Verfügung stehen. Ein Hacker-Angriff wird allerdings ausgeschlossen.

16:20 Uhr

Seriendieb von Damenslips gefasst: Besitzerinnen gesucht

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"Manche habe eine Vorliebe dafür", erklärt die Polizei zum Motiv des Täters.

(Foto: imago stock&people)

Einen Unterhosen-Seriendieb hat die Polizei im bayerischen Hof gestellt. Der 29-Jährige hatte Dutzende Damenslips in seiner Wohnung gehortet, wie die Polizei mitteilte. Anfang Oktober soll er die ersten Slips von einem Wäscheständer geklaut haben, danach kehrte er zum Tatort zurück und langte wieder zu. 22 Unterhosen verschwanden. Der Verdacht fiel auf den 29-Jährigen, der in der Nähe wohnte. Als die Polizisten seine Wohnung durchsuchten, wurden sie fündig: "Wie erhofft, entdeckten sie mehrere Höschen - sogar weit mehr als sie erwarteten", heißt es in der Mitteilung. Insgesamt waren es 54 Damenslips im Wert von mehreren hundert Euro. Der Mann gestand die Tat.

  • "Manche Leute haben ja eine Vorliebe dafür", sagte ein Polizeisprecher auf die Frage nach dem Motiv.
  • Die Frau, die Anzeige erstattet hatte, erkannte ihre Unterhosen - die restlichen müssen noch zugeordnet werden.
  • Nun haben die Ermittler einen außergewöhnlichen Aufruf: "Frauen, denen in der letzten Zeit auch Slips abhandenkamen, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Hof in Verbindung zu setzen."
15:14 Uhr

Rekord bei Seehundbabys gibt Rätsel auf

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(Foto: imago/Westend61)

Die Seehunde fühlen sich im dänisch-niederländisch-deutschen Wattenmeer offenbar pudelwohl: Im August wurden bei Beobachtungsflügen im Watt und auf Helgoland 28.352 Seehunde gezählt - das ist die höchste Zahl seit 1975 und entspricht einer leichten Zunahme um zwei Prozent im Vorjahresvergleich, wie das Gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven mitteilte.

  • Den Gesamtbestand der Seehunde im Wattenmeer schätzen die Experten nun auf 41.700. Seit 2012 registrieren die Fachleute eine Stabilisierung der Seehundpopulation mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 1,2 Prozent pro Jahr. Dieses Wachstum ist allerdings deutlich niedriger als in den Jahrzehnten zuvor.
  • Die Gesamtzahl der neugeborenen Seehunde, die während der Wurfperiode im Juni gezählt wurden, stieg im Vorjahresvergleich um drei Prozent auf insgesamt 9.954. Dies ist die bisher höchste registrierte Anzahl und setzt die seit Jahren verzeichnete Rekordserie fort.
  • Als auffällig werteten es die Experten jedoch, dass die steigende Zahl der Jungtiere nicht zu einem entsprechenden Wachstum bei der Gesamtzahl aller Seehunde beizutragen scheine. Um die entsprechenden Mechanismen zu verstehen, seien weitere Studien erforderlich.
14:42 Uhr

Hacker legen Campari lahm

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Bitter: Campari kämpft mit den Folgen einer Malware-Attacke.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der italienische Spirituosenhersteller Davide Campari-Milano NV ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Ausgefallene Dienste seien zwar wieder aufgenommen worden, doch die negativen Folgen der Malware-Attacke würden noch länger andauern und die finanzielle Geschäftsentwicklung vorübergehend belasten, teilte das Unternehmen mit. Der Angriff soll um den 1. November herum stattgefunden haben, so dass einige IT-Dienste vorübergehend eingestellt werden mussten. Einige IT-Systeme seien immer noch nicht wieder voll funktionstüchtig. Campari kann auch nicht ausschließen, dass persönliche Daten oder Geschäftsgeheimnisse gestohlen worden sein könnten. Die Behörden und die Strafverfolger seien informiert worden.

14:17 Uhr

Führerschein seit 55 Minuten abgelaufen: Strafanzeige

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Die Beamten der Autobahnpolizei schauten genau auf das Verfallsdatum.

(Foto: imago images/Die Videomanufaktur)

Sein Timing ist so schlecht, dass sogar die Polizei Mitleid mit dem Mann hat: Ein 30-jähriger Kosovare ist genau 55 Minuten nach Ablauf einer Zwölfmonatsfrist zum Umschreiben seines Führerscheins in eine Polizeikontrolle geraten - und muss sich nun mit einer Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis auseinandersetzen. Autobahnpolizisten kontrollierten den Fahrer am frühen Sonntagmorgen um 00.55 Uhr auf der A40 in Nordrhein-Westfalen, wie die Polizei in Dortmund mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt war eine Einjahresfrist zur Umschreibung seines gültigen Führerscheins aus dem Kosovo in eine deutsche Fahrerlaubnis gerade einmal eine knappe Stunde abgelaufen. Leider habe es der bei Oelde wohnende Mann trotz der langen Frist nicht geschafft, seinen Führerschein vorschriftsgemäß umschreiben zu lassen, bedauerten die Ordnungshüter im Polizeibericht. Den Autobahnpolizisten sei nichts anderes übrig geblieben, als Strafanzeige zu erstatten.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper ist in ihren freien Nachmittag entschwunden. Ich heiße Barbara Mauersberg und begleite Sie bis zum späten Abend durchs Tagesgeschehen. Gerne höre ich von Ihnen direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:51 Uhr

Wegen Artenschutz-Verstößen: Interpol nimmt 700 Verdächtige fest

Die internationalen Polizeibehörden haben bei Razzien fast 700 Verdächtige wegen Verstößen gegen den Artenschutz festgenommen. Wie die Polizeiorganisation Interpol mitteilte, stellte der Zoll bei der rund einmonatigen "Operation Donnerschlag" unter anderem 1,3 Tonnen geraubtes Elfenbein von Elefanten und eine Tonne Schuppen von getöteten Schuppentieren sicher.

Tierschützern zufolge ist das Schuppentier das am häufigsten illegal gehandelte Säugetier der Welt. Die traditionelle chinesische Medizin schreibt den Schuppen eine heilende Wirkung zu, das Fleisch der Tiere gilt in manchen Ländern Asiens und Afrikas als Delikatesse.

13:15 Uhr

88-Jährige stirbt nach Kollision mit Müllwagen

Nach einer Kollision mit einem Müllwagen in Köln ist eine 88 Jahre alte Fußgängerin im Krankenhaus gestorben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, erlag die Frau noch am Freitag ihren Verletzungen. Die 88-Jährige war am Freitagmorgen an einer Ampel beim Überqueren einer Straße von dem Lastwagen eines privaten Entsorgungsunternehmens erfasst worden. Zeugenaussagen zufolge hatte der Lastwagenfahrer bei Rot gehalten. Als er dann wieder anfuhr, kam es der Polizei zufolge zum Zusammenstoß. Der Mann erlitt einen Schock. Die Polizei übernahm die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang.

12:36 Uhr

Prozess in Itzehoe: Sohn soll Mutter getötet haben

In Itzehoe hat der Prozess gegen einen 40-Jährigen aus Pinneberg begonnen, der seine Mutter getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die 71 Jahre alte, pflegebedürftige und an Demenz leidende Rentnerin im Mai erwürgt zu haben. Mutter und Sohn lebten gemeinsam in einer Wohnung.

Eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes hatte die Leiche der Rentnerin entdeckt. Der 40-Jährige schwieg bislang zu den Vorwürfen. Statt einer Verurteilung komme auch die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht, sagte der Vorsitzende Richter im Landgericht Itzehoe nach Verlesung der Anklage. Ein Urteil wird frühestens im Dezember erwartet.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:46 Uhr

Buch über Joe Bidens toten Sohn erscheint auf Deutsch

Kurz nach der Präsidentschaftswahl in den USA erscheint das Buch von Gewinner Joe Biden über seinen an Krebs gestorbenen Sohn auf Deutsch. Es soll am 25. November auf den Markt kommen, wie der Verlag C.H. Beck in München mitteilte. Das autobiografische Buch des designierten US-Präsidenten trägt den Titel "Versprich es mir. Über Hoffnung am Rande des Abgrunds" und dreht sich um die Krebserkrankung und den Tod seines ältesten Sohnes Beau Biden.

Der Generalstaatsanwalt in Delaware und Hoffnungsträger der Demokratischen Partei starb 2015 an einem Hirntumor. Joe Biden war damals Barack Obamas Vizepräsident. Die Originalausgabe hielt sich nach Verlagsangaben in den USA wochenlang auf Platz eins der Bestsellerliste. Es sei "das Buch eines Politikers, aber mehr noch eines Vaters, Großvaters, Freundes und Ehemanns", schrieb der Verlag am Montag. "Es ist die Geschichte vom Leid einer Familie, aber auch von Hoffnung und Zuversicht."

11:19 Uhr

Hagenbeck bekommt extrem wertvollen Leoparden

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Seinen Namen verdankt Bum-i seinem verträumten Blick, denn übersetzt bedeutet Bum-i so viel wie Langschläfer oder Schlafmütze.

picture alliance/dpa

Sie sind extrem selten und vom Aussterben bedroht: Nordchinesische Leoparden. Um eine neue Zuchtlinie aufzubauen, hat der Hamburger Tierpark Hagenbeck jetzt mit Bum-i und Max zwei dieser wertvollen Tiere aus Südkorea erhalten.

"Es ist sehr wichtig für den gesamten Bestand, dass wir nun blutsfremde Tiere bekommen haben", sagte Zootierarzt Michael Flügger, Koordinator des einzigen Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für diese bedrohten Raubkatzen. Ein großes Problem habe darin gelegen, überhaupt Nordchinesische Leoparden zu finden. "Außer ein paar uralten Tieren in den USA gibt es vielleicht noch welche in China. Doch der Informationsaustausch mit China ist sehr schwierig. Unser EEP ist das einzige Zuchtprogramm weltweit für diese Tierart. Deshalb war ich so glücklich, gleich zwei Tiere aus dem Zoo Seoul bekommen zu können", sagte Flügger. Während der jüngere Bum-i in Hamburg bleibt, zieht Max nach der Quarantäne von 30 Tagen weiter in den dänischen Safari Park Ebeltoft.

10:22 Uhr

Party in Shisha-Bar: Als die Polizei kommt, stellen sich die Gäste schlafend

Bei einem Einsatz wegen einer verbotenen Party in einer Shisha-Bar in Köln haben die Beamten von Polizei und Ordnungsamt in dem urplötzlich stillen Lokal auch zwei Gäste gefunden, die sich schlafend gestellt hatten. Das sagte ein Sprecher der Stadt am Montag. Wie die Polizei mitteilte, hatte die Leitstelle am späten Samstagabend einen Anruf wegen der hohen Geräuschkulisse einer "Gaststättenparty" bekommen.

Beim Eintreffen der Polizisten gegen 23.50 Uhr an der Bar sei "diese plötzlich verdunkelt und mucksmäuschenstill" gewesen. Weil keiner aufmachte, rückte ein Schlüsseldienst an. "Im Inneren hielten sich neben dem Betreiber ein Dutzend Partygäste auf", so die Polizei. "Zwei Personen, die in den oberen Räumlichkeiten angetroffen wurden, stellten sich schlafend. Im Keller versteckten sich weitere Personen - nicht schlafend", so der Stadtsprecher. Alle Gäste und der Wirt bekamen Bußgelder vom Ordnungsamt verpasst.

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10:04 Uhr

Drei Menschen bei Aufstand in berüchtigtem philippinischen Gefängnis gestorben

Bei einem Aufstand in einer Strafanstalt auf den Philippinen sind drei Insassen getötet und 64 weitere verletzt worden. Was die Gewalt in dem Hochsicherheitsgefängnis New Bilibid Prison in der Stadt Muntinlupa nahe Manila ausgelöst hat, war Behördenangaben zufolge zunächst unklar.

Erst im Oktober waren bei Zusammenstößen rivalisierender Gangs in dem Gefängnis neun Menschen ums Leben gekommen. Ob die beiden Vorfälle im Zusammenhang stehen, war noch unklar. Im berüchtigten New Bilibid Prison sitzen 18.000 Häftlinge ein. Überwachungskameras sind aber nur an strategischen Stellen angebracht, zudem werden die Gefangenen nicht rund um die Uhr bewacht.

09:32 Uhr

Straßenbahn in Köln überrollt Mann

Ein 27-Jähriger ist am Sonntagabend in Köln von einer Straßenbahn überrollt und getötet worden. Wie die Polizei in der Domstadt mitteilte, lag der Mann nach ersten Erkenntnissen im Stadtteil Ehrenfeld zwischen den Schienen. Der Grund dafür war demnach noch unklar.

"Bislang ist nicht bekannt, warum der junge Mann zwischen den Gleisen lag", teilten die Beamten mit. Die Straßenbahn erfasste ihn laut Polizei um kurz vor Mitternacht. Diese befand sich auf einer Überführungsfahrt, Fahrgäste waren nicht an Bord.

09:06 Uhr

Russischer Soldat erschießt drei Kollegen

Ein junger Soldat soll auf einem russischen Militärgelände im Gebiet Woronesch mindestens drei seiner Kameraden erschossen haben. Das teilten die Behörden in der Stadt rund 500 Kilometer südlich von Moskau mit. Demnach soll der Wehrdienstleistende gegen fünf Uhr morgens einem Offizier eine Pistole entrissen und dann geschossen haben.

Die Hintergründe und die Identität des Mannes waren zunächst unklar. Ein Soldat habe den Angriff mit schweren Verletzungen überlebt, hieß es. Er werde im Krankenhaus behandelt. Der mutmaßliche Täter soll sich auf dem Gelände versteckt halten. Die Suche nach ihm laufe. In Russland kommt es immer wieder zu blutigen Zwischenfällen bei den Streitkräften mit Toten und Verletzten. Menschenrechtler sehen oft die Verhältnisse mit einem besonderen Drill und Schikane gegen junge Rekruten in der Armee als Grund dafür, dass Soldaten sich zum Äußersten gedrängt fühlen.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:13 Uhr

Geldautomatensprenger überschlagen sich bei Flucht mit Auto

Zwei mutmaßliche Geldautomatensprenger haben auf ihrer Flucht einen Unfall auf der B67 zwischen Isselburg und Bocholt verursacht. Wegen erhöhter Geschwindigkeit sei das Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und habe sich überschlagen, teilte die Polizei am Morgen mit. Der Unfall stehe möglicherweise in Zusammenhang mit einer versuchten Geldautomatensprengung, die wenige Minuten zuvor in der Nacht zu Montag in Rees am Niederrhein stattgefunden habe. Demnach haben sich mindestens zwei Personen im Unfallauto befunden. Sie seien im Anschluss an den Unfall geflüchtet. Die Fahndung blieb laut Polizeiangaben bislang erfolglos. Im Unfallauto fanden die Beamten eine Sprengvorrichtung. Sie wurde noch vor Ort kontrolliert gesprengt.

07:44 Uhr

Tropensturm "Eta" nimmt Kurs auf Florida

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Erste Auswirkungen des Sturms machten sich in Florida bereits bemerkbar.

AP

Der Tropensturm "Eta" bedroht jetzt Teile des US-Bundesstaates Florida. Das US-Hurrikanzentrum in Miami warnte vor schweren Regenfällen und lebensgefährlichen Überflutungen in Teilen des Südostens der Halbinsel. Gegen 04.00 Uhr (MEZ) lag das Zentrum des Sturms rund 60 Kilometer östlich von Marathon, einem Teil der Keys, der Inselkette an der Südspitze Floridas. Mit Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde zog er nordwestwärts Richtung Festland.

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07:37 Uhr

Woche startet mit Nebel und Regen

In vielen Landesteilen Deutschlands beginnt die Woche mit Nebel und Regen. Nur in den Alpen und im Schwarzwald wird es mitunter sogar durchweg sonnig, während es im Westen zunächst noch Schauer gibt, die bis zum Nachmittag abklingen. Zeitweise setzt sich aber auch hier die Sonne durch. Auch im Nordosten sowie in den Niederungen Bayerns bleibt es hingegen oft den ganzen Tag lang trüb und grau durch Nebel oder Hochnebel. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 Grad im Dauernebel und 18 Grad im Westen.

07:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

was für ein Wochenende! Am Samstag war es endlich so weit: Der demokratische Kandidat Joe Biden ist zum Sieger der US-Präsidentschaftswahl erklärt worden. Den Berechnungen großer US-Sender und Datenanbieter zufolge wird Biden der 46. Präsident der USA. Und trotzdem will sich Trump noch nicht geschlagen geben. Er fordert weiterhin in mehreren US-Bundesstaaten eine Neuauszählung der Stimmen. Alle Entwicklungen rund um die US-Wahl können Sie auch heute wieder in unserem Ticker nachlesen. Bundeskanzlerin Merkel hat zwar bereits Joe Biden und seiner Vize-Präsidentin Kamala Harris gratuliert, heute will sie aber noch zusätzlich eine Erklärung zum Ausgang der US-Wahl abgeben. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Wissenschaftliche Regierungsberater präsentieren Vorschläge für Prioritäten bei künftigen Impfungen gegen das Coronavirus. Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die am Robert-Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission wollen ein gemeinsames Papier dazu vorlegen. Eine solche Reihenfolge ist wohl nötig, weil zu Beginn einmal möglicher Impfungen noch nicht mit unbegrenzt großen Mengen an Impfdosen gerechnet wird.
  • Nach wochenlanger Vorbereitung beginnen die Parteien im Konflikt um Libyen neue politische Gespräche unter UN-Vermittlung in Tunesien. Bei den persönlichen Treffen wollen die gut 70 Teilnehmer in Tunis unter anderem über den Weg zu möglichst raschen Wahlen in dem Bürgerkriegsland sprechen. Sie wollen auch über mögliche Wege zu einer Einheitsregierung diskutieren und über rechtliche sowie Verfassungsfragen.
  • Mitten in der Corona-Krise treibt die IG Metall die Vorbereitungen für die Tarifrunde der deutschen Metall- und Elektroindustrie voran. Heute berät der Vorstand in Frankfurt, in welcher Größenordnung die Forderung für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten ausfallen soll. Betroffen sind industrielle Schlüsselbranchen wie der Fahrzeug- und Maschinenbau.
  • Im Fall des jahrelangen Missbrauchs eines kleinen Jungen aus Staufen bei Freiburg kommt ein bereits verurteilter Mann erneut vor Gericht. Bei dem Verfahren vor dem Freiburger Landgericht geht es um die Frage, ob der Mann nach Verbüßen seiner Haftstrafe in Sicherungsverwahrung muss. Unberührt bleibt das Strafmaß von zehn Jahren wegen schwerer Vergewaltigung des Jungen, Kindesmisshandlung und Zwangsprostitution.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

07:00 Uhr

Seehofer stellt sich nach Leipziger Corona-Demo vor Polizei

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat nach der Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag in Leipzig die Polizei gegen Kritik in Schutz genommen. "Wir müssen damit aufhören, die Taktik der Polizei im Nachhinein ohne Kenntnis von Details und ohne vollständiges Bild per Ferndiagnose zu hinterfragen", betonte Seehofer in einer von seinem Ministerium verbreiteten Erklärung. Die Polizei habe seine "volle Rückendeckung".

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hatte die Demonstration der Initiative Querdenken in der Leipziger Innenstadt kurzfristig erlaubt. Nach der Demo mit rund 20.000 Teilnehmern kam dann Kritik am Gericht und der Polizei auf, weil es zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Auflagen gegeben hatte. Zudem kam es zu gewalttätigen Konfrontationen, nachdem die Polizei die Demonstration wegen der Verstöße gegen die Corona-Regeln vorzeitig aufgelöst hatte.

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06:25 Uhr

Lotto-Millionär händeringend gesucht

Mehr als drei Jahre nach seinem Millionengewinn hat ein Lotto-Spieler aus dem Raum Reutlingen seinen Gewinn in Höhe von 11,3 Millionen Euro immer noch nicht abgeholt. Seit der Ziehung im April 2017 werde nach dem Tipper gesucht, sagte der Geschäftsführer der Staatlichen Toto-Lotto GmbH, Georg Wacker, in Stuttgart. Der Gewinner habe bis zum Silvestertag 2020 Zeit, das Geld abzurufen. Dazu müsse er die gültige Spielquittung vorlegen.

"Meldet sich der Gewinner bis Jahresende nicht, fließen die 11,3 Millionen Euro vollständig in einen Topf für Sonderauslosungen - kommen also bundesweit Lotto-Spielern in Form von zusätzlichen Gewinnen wie Geldprämien oder Autos zugute." Der gesuchte Tipper hatte den Spielschein im Frühjahr 2017 anonym in einer Lotto-Annahmestelle im Stadtgebiet von Reutlingen abgegeben. Lottogewinne verjähren jeweils drei Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem gespielt wurde.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht