Samstag, 12. September 2020Der Tag

mit Friederike Zörner
Friederike Zörner
22:38 Uhr

Das war Samstag, der 12. September 2020

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Diese Migrantinnen kochen auf behelfsmäßigen Feuern in der Nähe einer verlassenen Fabrik auf der Insel Lesbos.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Nacht zu Mittwoch brennt das heillos überfüllte Flüchtlingslager Moria nieder. Tausende Menschen werden auf einen Schlag obdachlos. Auch Tage nach dem Unglück bleibt die Lage angespannt. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Einige Migranten versuchten im Laufe des Tages, auf einer Straße zum Hafen der Insel Lesbos zu gelangen. Der Weg dorthin ist allerdings von Polizeikräften blockiert. Vereinzelt setzten diese Tränengas gegen die Geflüchteten ein.

Mit Rufen wie "Freiheit" und "Kein Camp" reagierten die Menschen zudem auf Arbeiten zum Aufbau neuer Zelte auf Lesbos. Einige der Migranten trugen handgeschriebene Botschaften bei sich. "Wir wollen nicht noch einmal in eine Hölle wie Moria gehen", war dort etwa zu lesen oder "Können Sie uns hören, Frau Merkel?"

Diese Themen bestimmten heute außerdem die Schlagzeilen:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

22:12 Uhr

Tochter Meadow erinnert mit rührenden Worten an Paul Walker

Heute wäre Paul Walker (1973-2013) 47 Jahre alt geworden. Seine Tochter Meadow Walker erinnert mit einem alten Foto an den verstorbenen Schauspieler. Darauf hält ihr Vater sie als kleines Mädchen im Arm. "Der Moment, als ich erkannte, dass wir Zwillinge sind", schreibt die 21-Jährige auf Instagram dazu und schickt Geburtstagsgrüße an "die schönste Seele".

Paul Walker, der Star aus der "Fast & Furious"-Reihe, verunglückte im November 2013 im Alter von 40 Jahren bei einem Autounfall tödlich. Tochter Meadow war damals kurz zuvor 15 Jahre alt geworden und lebte bei ihm in Kalifornien. Die heute 21-Jährige erinnert via Social Media immer wieder an ihren Vater.

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21:47 Uhr

Sandsturm wütet in Ankara - mehrere Verletzte

Durch einen Sandsturm sind in der türkischen Hauptstadt Ankara mindestens sechs Menschen verletzt worden. Das Büro des Bürgermeisters teilte ein Video, das zeigt, wie eine riesige Staubwolke die umliegenden Gebäude umschließt. Die türkische Wetterbehörde stellte ihrerseits ein Video ins Netz, das neben riesigen Sandwolken über der Stadt auch Blitze zeigt. Die Behörde warnte vor starken Winden und heftigem Regen.

Sechs Menschen wurden nach Angaben von Gouverneur Vasip Sahin im Hauptstadtviertel Polatli von durch die Luft gewirbelten Gegenständen leicht verletzt. Auch für die Nachbarprovinz Kirikkale warnte die Wetterbehörde vor starken Winden und Sandstürmen. Die Hauptstadt Ankara hatte bis Ende August unter einer Trockenperiode und Hitzewelle gelitten.

21:29 Uhr

UFC-Star McGregor vorübergehend festgenommen

Der irische Mixed-Martial-Arts-Star Conor McGregor hat erneut für einen Skandal gesorgt. Der 32-Jährige war auf der französischen Insel Korsika wegen des Verdachts der versuchten sexuellen Belästigung und der Erregung öffentlichen Ärgernisses festgenommen worden. Wenige Stunden später wurde er wieder freigelassen. Dies bestätigten die zuständige Staatsanwaltschaft sowie McGregors Anwalt Emmanuelle Ramon der Nachrichtenagentur AFP.

Ramon erklärte, sein Mandant sei "vor dem gesetzlichen Ende des Gewahrsams und ohne gerichtliche Überprüfung freigelassen worden". McGregor bestreite demnach "energisch jeden Vorwurf des schlechten Verhaltens". McGregors Karriere ist neben sportlichen Erfolgen vor allem durch Skandale und Eskapaden abseits des Käfigs gezeichnet. Besonders eine Massenschlägerei nach dem Titelkampf gegen den Russen Chabib Nurmagomedow im Jahr 2018 sorgte für weltweite Schlagzeilen. Im Juni verkündete er zum dritten Mal sein Karriereende.

Diese Meldung stammt aus dem Sport-Tag meiner Kollegen Tobias Nordmann und David Bedürftig. Hier lesen Sie noch mehr Nachrichten aus der Welt des Sports.

21:13 Uhr

Und der Goldene Löwe geht an ...

... "Nomadland". Das Drama der in China geborenen Regisseurin Chloé Zhao konnte die Jury des Filmfestivals Venedig (unter Leitung von Hollywood-Star Cate Blanchett) vollends überzeugen. Das Werk mit Frances McDormand in der Hauptrolle erzählt von einer Frau, die nach dem wirtschaftlichen Kollaps einer kleinen Stadt ihre Sachen packt und als moderne Nomadin lebt. Der deutsche Beitrag "Und morgen die ganze Welt" von Julia von Heinz ging bei der Preisverleihung leer aus.

  • Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging an "Nuevo orden". Der mexikanische Regisseur Michel Franco entwirft darin ein düsteres Bild seines Landes in der nahen Zukunft und fokussiert sich auf die Kluft zwischen Arm und Reich.
  • Als beste Schauspielerin ehrte die Jury die 32-Jahre alte Britin Vanessa Kirby für "Pieces of a Woman". In dem Drama des ungarischen Regisseurs Kornél Mundruczó spielt sie eine Frau, die ihr Kind Momente nach der Geburt verliert.
  • Die Auszeichnung für den besten Schauspieler ging an den Italiener Pierfrancesco Favino für seine Leistung in "Padrenostro", das von einer traumatischen Kindheit im Italien der 70er Jahre erzählt.
20:44 Uhr

20-Jähriger in Düsseldorf tot unter Motorroller entdeckt

Passanten haben in Düsseldorf auf einem Gehweg unter einem Motorroller die Leiche eines 20-Jährigen entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass der junge Mann in der Nacht bei einem Unfall ohne weitere Beteiligung ums Leben kam. Demnach war er auf dem Gehweg unterwegs, als er aus noch unbekannter Ursache zu Fall kam und sich dabei tödlich verletzte. Spezialisten sicherten die Spuren. Ermittelt wird auch, ob der Roller zuvor gestohlen wurde.

Wer Hinweise zu dem Geschehen in den frühen Morgenstunden in der Uhlandstraße geben kann, wird gebeten, sich beim Verkehrskommissariat 1 der Düsseldorfer Polizei zu melden unter 0211-8700.

20:06 Uhr

Fünf Ministeriums-Beamte kritisieren Kim Jong Un: Hinrichtung

Weil sie bei einem privaten Abendessen die Wirtschaftspolitik des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un kritisierten, sind offenbar fünf Beamte von einem Spezialkommando erschossen worden. Das berichtet die "Daily Mail". Die Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums seien Ende Juli festgenommen und anschließend hingerichtet worden. Die Betroffenen sollen zuvor offen darüber gesprochen haben, wie schlecht es um die Konjunktur des abgeschotteten Landes steht und dass es industrieller Reformen bedarf. Sowohl der Wirtschaftsminister als auch Kim selbst sollen über die Gesprächsinhalte informiert worden sein. Die Angehörigen der Toten befinden sich dem Bericht zufolge inzwischen in einem Lager für politische Gefangene.

19:46 Uhr

Erfinder des Reggae mit 77 Jahren gestorben

Die Reggae-Musik hat eine ihren wichtigsten Stimmen verloren: Musiker Frederick "Toots" Hibbert ist Freitagabend im Alter von 77 Jahren gestorben. Manager Eric Baker bestätigte entsprechende jamaikanische Medienberichte und Meldungen in Hibberts Social-Media-Kanälen. Demnach starb der Sänger im "University Hospital of the West Indies" in Jamaikas Hauptstadt Kingston.

Hibbert hatte den Reggae mit Songs wie "Funky Kingston", "Pressure Drop" und "Monkey Man" entscheidend geprägt. Sein 1968 erschienener Titel "Do the Reggay" hatte erstmals den Begriff in einem Hit erwähnt und so wesentlich dazu beigetragen, dass die gesamte Stilrichtung ihren Namen bekam. Hibbert war Medienberichten zufolge Montag vergangener Woche ins Krankenhaus gebracht und ins Koma versetzt worden. Es hieß, er habe auf das Ergebnis eines Corona-Tests gewartet.

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19:24 Uhr

Erdgaskonflikt im östlichen Mittelmeer: Griechenland rüstet auf

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Die griechische Marine hielt Ende August ein Manöver ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im schwelenden Erdgasstreit zwischen Griechenland und der Türkei wird nicht nur verbal ausgeholt. Wenn es nach Athen geht, sollen bald handfeste Druckmittel gegen Ankara zur Verfügung stehen: Das Militär bekommt 18 französische Kampfjets vom Typ Rafale und vier neue Fregatten. Die Zeit für die Stärkung der Einheiten sei gekommen, sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. Die Streitkräfte sollen des Weiteren in den kommenden vier Jahren durch 15.000 Neueinstellungen gestärkt werden. Griechenland werde seine Kapazitäten zur Verteidigung ausbauen. Dazu gehörten neue Waffen, Torpedos und Raketen. Die Verluste schreibende Rüstungsindustrie des Landes werde modernisiert.

Die Spannungen zwischen den beiden Nato-Mitgliedern Türkei und Griechenland hatten zuletzt bekanntlich zugenommen. Beide Staaten erheben Ansprüche auf Gebiete im östlichen Mittelmeer, in der Öl- und Gasvorkommen vermutet werden. Frankreich hatte zusammen mit der griechischen Marine Manöver abgehalten. Auch die türkische Marine hatte Übungen durchgeführt. Die EU hat die Türkei zur Beilegung des Streits aufgefordert und mit Sanktionen gedroht.

19:05 Uhr

Hilaria Baldwin beweist Multitasking-Talent

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin ja schon froh, wenn ich während des Abwaschens nicht den Anschluss beim Podcast-Hören verpasse. Oder wenn ich dem Kollegen wirklich folgen kann, während ich parallel das Bild für einen Artikel heraussuche ... Dahingehend spielt Hilaria Baldwin in einer ganz anderen Liga. Mit einem Foto auf Instagram bewies die 36-Jährige nun, wie fit sie in Sachen Multitasking ist. Die Ehefrau des Schauspielers Alec Baldwin veröffentlichte wenige Tage nach der Geburt ihres fünften Kindes ein Still-Selfie. Auf dem Foto steht sie im Badezimmer vor einem Spiegel, Söhnchen Eduardo Pau Lucas Baldwin hält sie in einem Arm an der Brust, mit dem anderen knipst sie das Bild. In ihrem Mund steckt zudem eine Zahnbürste. "Nach 3,5 Tagen sind wir Meister im Multitasking", schreibt Baldwin dazu. Chapeau.

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18:29 Uhr

Erdogan zu Macron: "Legen Sie sich nicht mit der Türkei an"

Im Streit um türkische Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer wird der Ton (noch) rauer: Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wies nun recht deutlich die Kritik von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron an seiner Politik zurück und warnte ihn vor einer Einmischung. "Legen Sie sich nicht mit dem türkischen Volk an, legen Sie sich nicht mit der Türkei an", sagte Erdogan in Istanbul. "Herr Macron, Sie werden noch viel mehr Probleme mit mir haben."

Macron hatte zuvor am Donnerstag gesagt, die Türkei sei seiner Ansicht nach kein Partner mehr in der Mittelmeerregion. "Unsere roten Linien sind einfach der Respekt vor der Souveränität eines jeden europäischen Mitgliedstaates, die Achtung des Völkerrechts", sagte er auf der Mittelmeerinsel Korsika bei einem informellen Gipfeltreffen von Staats- und Regierungschefs aus sieben südlichen EU-Staaten - darunter Griechenland und Zypern. Macron kritisierte das Verhalten Erdogans im Libyen-Konflikt und die Erdgaserkundungen der Türkei im östlichen Mittelmeer als "inakzeptabel".

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17:57 Uhr

Tod von FDP-Direktkandidat wird am Tag vor Wahl bekannt

Morgen sind die Bürger von Detmold aufgerufen, ihre Stimme bei der Kommunalwahl abzugeben. Das Votum wird in einem Wahlbezirk allerdings nicht wie geplant vonstattengehen können. Der Grund: Ein Direktkandidat der FDP ist in dieser Woche überraschend gestorben. Er war für den Stadtrat aufgestellt worden, wie die Stadt mitteilte. Ein Ersatzkandidat müsse erst noch von der Partei benannt werden. Deshalb muss in dem Wahlbezirk der Stadtrat nun neu gewählt werden. Ein Termin dafür sei noch nicht gefunden. Stimmen, die bereits per Briefwahl abgegeben wurden, sind laut der Stadt Detmold somit ungültig.

Die Wahlen zum Bürgermeister, Landrat und Kreistag können dagegen wie geplant am Sonntag stattfinden. Genauere Umstände zum Tod des Kandidaten gab die Stadt nicht bekannt. Bürgermeister Rainer Heller wird mit den Worten zitiert: "Von dem Todesfall bin ich sehr betroffen. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des verstorbenen Kandidaten."

17:35 Uhr

Helfer säubern Flussufer - dieses Jahr besonderer Müll

Mehr als 35.000 Freiwillige haben nach Angaben der Initiatoren die Ufer der Flüsse Rhein, Mosel und Ruhr von 320 Tonnen Müll befreit. Die Besonderheit in diesem Jahr: Die Helfer fanden zahlreiche Masken. Der Rhein wurde beim großen "Cleanup" schon zum dritten Mal gesäubert - und zwar wieder von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung bei Rotterdam.

  • Insgesamt 300 Gruppen machten mit. In den Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln beteiligten sich jeweils mehr als 2000 Menschen an der Aktion.
  • "Diese Menschen haben es begriffen: Das ist zwar nicht ihr Müll, aber es ist unser Planet", sagte Initiator Joachim Umbach. Umbach hofft auf eine Bewusstseinsänderung: Müll gehöre nicht in die Natur.
  • An Mosel und Ruhr fand der "Cleanup" zum ersten Mal statt: An der Mosel seien rund 10.000 und an der Ruhr etwa 5000 Helfer im Einsatz gewesen. An den Ufern der beiden Nebenflüsse des Rheines wurden insgesamt 70 Tonnen Müll gesammelt.

17:08 Uhr

Kleinflugzeug mit Touristen in Frankreich abgestürzt

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Das Belledonne-Massiv ist ein Ausläufer der französischen Alpen, als größere Stadt liegt Grenoble in der Nähe.

(Foto: imago stock&people)

Ein Kleinflugzeug mit Touristen an Bord ist über dem Belledonne-Gebirge im Osten Frankreichs abgestürzt. Wie viele Menschen bei dem Unglück im Département Isère ums Leben kamen, ist noch nicht bekannt, berichtete der Radiosender Europe 1. Die Lokalzeitung "Le Dauphiné Libéré" schrieb, ihren Informationen zufolge seien drei Menschen gestorben.

Nach Angaben eines Feuerwehrmannes stürzte die Maschine um etwa 10.28 Uhr ab, wie Europe 1 weiter berichtete. Die Ursache ist bislang unklar. Auch ist nicht bekannt, wie viele Menschen sich an Bord der Maschine befanden.

17:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:49 Uhr

Britischer Designer Terence Conran ist tot

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Terence Conran hinterlässt eine "Schatzkiste an Haushalts- und industriellem Design".

(Foto: picture alliance/dpa)

Er gilt als Visionär, der die Welt des Designs mit seinen Ideen revolutioniert hat: Terence Conran. Nun ist der britische Designer am Morgen im Alter von 88 Jahren gestorben. Er sei friedlich in seinem Zuhause eingeschlafen, wie seine Angehörigen mitteilten. Der in der Nähe von London geborene Conran gestaltete zahlreiche Restaurants oder Cafés, entwarf aber auch Möbel und andere Einrichtungsgegenstände. Er habe immer betont, dass sich seine Arbeit nicht wie Arbeit anfühle und er alles auch zum Vergnügen getan habe, hieß es im Statement der Familie.

Conran ist Gründer der Möbelkette Habitat und war auch an der Entstehung des bedeutenden Design Museums in der britischen Hauptstadt beteiligt. Der heutige Chef-Kurator Peter Mandelson würdigte ihn für seine Dienste am Museum und sagte, Conran lasse eine "Schatzkiste an Haushalts- und industriellem Design" zurück, die für immer bleiben werde.

15:56 Uhr

Dutzende Festnahmen bei Gelbwesten-Protest in Paris

Seit 2018 gehen mal mehr und mal weniger Menschen in Frankreich auf die Straßen, um gegen hohe Lebenshaltungskosten, den Kapitalismus, für direkte Demokratie und ganz generell gegen die Regierung zu protestieren. So versammelten sich auch heute in Paris einige Hundert Demonstranten der sogenannten Gelbwesten-Bewegung. Bei den ersten Protesten nach der Sommerpause kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Etwa 200 Menschen seien dabei im Nordwesten der französischen Hauptstadt festgenommen worden, berichtete der Sender FranceInfo. 78 von ihnen befinden sich am Nachmittag demnach noch immer zu Befragungen in Polizeigewahrsam, wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte.

Etwa 1000 Menschen hatten sich FranceInfo zufolge am Platz Wagram eingefunden, wo es zu den Ausschreitungen kam. Die Polizei postete auf Twitter konfiszierte Gegenstände wie Messer, Handschuhe, Masken und einen Bogen zum Abschießen von Pfeilen.

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15:28 Uhr

Schweizer Wahrsager Mike Shiva mit 56 gestorben

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Mike Shiva war als Wahrsager, Hellseher und Moderator aktiv.

(Foto: imago stock&people)

Mike Shiva ist tot. Der TV-Star, der laut der Schweizer Zeitung "Blick" als "der bekannteste Wahrsager der Schweiz" galt, wurde nur 56 Jahre alt. Dem Blatt zufolge starb er nach langer schwerer Krankheit. Er litt demnach an Darmkrebs und hatte einen Hirntumor.

Bekanntheit erlangte Shiva unter anderem durch seine Auftritte in Fernsehen und Radio. Er war Wahrsager, Hellseher und Moderator und wurde auch international bekannt. Aufsehen erregte er laut "Blick" zunächst mit Massenhypnosen. Später sei das Kartenlegen hinzugekommen. 2018 nahm er an der deutschen Ausgabe von "Promi Big Brother" teil.

14:59 Uhr

Buckelwale verirren sich in Fluss voller Krokodile

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Der East Alligator River ist ganz offensichtlich Lebensraum für viele verschiedene Arten.

(Foto: REUTERS)

Achtung, im folgenden Satz kommen gleich Tierarten vor, die man nicht unbedingt zusammen vermutet: Mehrere Buckelwale sind seit einigen Tagen im East Alligator River, in dem es tatsächlich Krokodile gibt, im Kakadu-Nationalpark im Norden Australiens gesichtet worden. Die Meeressäuger waren eigentlich auf dem Weg in die Antarktis und verirrten sich in dem Gewässer. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung ist es zwei Walen inzwischen gelungen, den Rückweg ins Meer zu finden.

Mindestens ein Wal wurde im Laufe des Tages aber noch 20 Kilometer oberhalb der Flussmündung gesichtet, wie der Nationalpark-Manager Feach Moyle sagte. "Es ist ein bisschen schwer zu sagen, ob es einer oder zwei Wale sind", sagte Moyle und verwies auf das trübe Wasser. Vor der Küste des Northern Territory im Norden Australiens werden zwar manchmal Wale gesichtet, in einen der tropischen Flüsse des Nationalparks haben sie sich nach Angaben der Nationalparkverwaltung aber noch nie verirrt. Die Wale seien auf ihrem Weg nach Süden vermutlich "falsch abgebogen", so Moyle.

14:32 Uhr

Johnson: EU droht in Brexit-Streit mit "Lebensmittelblockade"

"Lasst uns die EU dazu bringen, ihre Drohungen vom Tisch zu nehmen. Lasst uns dieses Gesetz durchbringen, unsere Verhandler unterstützen und unser Land schützen." Nach dem überraschenden Einwurf seiner Regierung, einseitig den im Januar verabschiedeten Brexit-Vertrag ändern zu wollen, besinnt sich Großbritanniens Premier Boris Johnson auf seine frühere Arbeit und schwört seine Landsleute via Gastbeitrag im "Telegraph" ein. Der ehemalige Journalist wirft der EU vor, sein Land in den Verhandlungen über die gegenseitigen Beziehungen nach dem Brexit durch eine "Lebensmittelblockade" unter Druck setzen zu wollen. Mit diesem Druckmittel wolle die EU ihre "extreme Interpretation" der Vereinbarungen zu Nordirland durchsetzen.

Die EU drohe nach seinen Worten damit, dass sie nicht nur Zölle auf Güter erhebe, die von der Insel nach Nordirland gebracht würden, sondern dass sie sogar Lebensmitteltransporte von Großbritannien nach Nordirland stoppen könnte. Er habe nicht erwartet, "dass die EU willens sein könnte, einen in gutem Glauben ausgehandelten Vertrag zu benutzen, um einen Teil des Vereinigten Königreichs zu blockieren, um ihn abzuschneiden". Ein solches Vorgehen bedeute tatsächlich, "damit zu drohen, die wirtschaftliche und territoriale Integrität des Vereinigten Königreichs zu zerstören", hält Johnson der Europäischen Union vor.

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14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Vivian Micks hat sich in den sonnigen Berliner Nachmittag verabschiedet und mir den "Tag" übergeben. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Aktuelles rund um das Thema Coronavirus entnehmen Sie wie gewohnt unserem Liveticker, den meine Kollegen betreuen. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

13:57 Uhr

Kolesnikowa in anderes Gefängnis in Belarus gebracht

Vor neuen Protesten in Belarus (Weißrussland) ist die inhaftierte Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa in ein anderes Gefängnis außerhalb der Hauptstadt Minsk gebracht worden. Die Gründe für die Verlegung nach Schodsina nordöstlich von Minsk hätten die Behörden nicht genannt, teilte die Opposition auf Twitter mit. Die 38-Jährige war am Montag in der Hauptstadt entführt und unter Androhung von physischer Gewalt aufgefordert worden, das Land zu verlassen. Sie sollte in die Ukraine abgeschoben werden. Das hatte sie aber vereitelt, in dem sie kurz vor einem Grenzübergang ihren Pass zerrissen hatte. Kolesnikowa ist einer der wichtigsten Oppositionellen in dem Land. Für den Nachmittag waren neue Proteste von Frauen geplant. Die Opposition hatte dazu aufgerufen, um dem autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko zu zeigen, dass der Protest nicht verblasse, sondern wachse. Am Mittag waren bereits im Zentrum Gefangenentransporter der Polizei auf den Straße zu sehen gewesen, offenbar um die Menschen einzuschüchtern. Die Polizei warnte abermals nachdrücklich vor einer Teilnahme.

13:15 Uhr

Mann wirft Gullydeckel durch Schaufenster und attackiert Polizisten

Erst wirft ein junger Mann in Witten einen Gullydeckel in das Schaufenster eines Ladenlokals. Als ihn daraufhin die Polizei anhält, eskaliert die Situation. Eine große Gruppe von rund 25 Männern solidarisiert sich mit dem 22-Jährigen und wird den Beamten gegenüber aggressiv. Einige greifen die Einsatzkräfte mit Schlägen, Tritten und Flaschenwürfen an. Dabei werden drei Beamte leicht verletzt, wie die Polizei Bochum mitteilt. Zwei Tatverdächtige werden in Gewahrsam genommen.

12:52 Uhr

Scheuer warnt vor "überzogenen" Klimazielen

In der Debatte um die Verschärfung der EU-Klimaziele hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vor "überzogenen Werten" gewarnt und angemahnt, die Corona-Krise zu berücksichtigen. "Die EU-Kommission muss im Blick haben, dass wir in einer der schwersten Krisen der letzten Jahrzehnte sind", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Es muss die Balance gehalten werden zwischen Vernunft und Verschärfung. Ich glaube, wenn man jetzt mit überzogenen Werten die falschen Signale in die Welt setzt, würde man Verunsicherung bei der Wirtschaft auslösen." Die EU-Kommission erwägt derzeit das Ziel, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu mindern, statt der bisherigen Zielmarke von 40 Prozent.

12:25 Uhr

Sexualforscherin Shere Hite mit 77 Jahren gestorben

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Hat den weiblichen Orgasmus bekannt gemacht: Shere Hite.

(Foto: imago images/Stefan Zeitz)

Die für ihre Forschung zu weiblicher Lust bekannte Feministin Shere Hite ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Ihr Ehemann Paul Sullivan bestätigte dem britischen "Guardian" den Tod seiner Frau am Mittwoch. Mit ihrem "Hite Report", der sich rund 50 Millionen Mal verkaufte, zählt Hite zu den Pionierinnen der feministischen Sexualforschung. In den 70er-Jahren machte sie erstmals den weiblichen Orgasmus in der breiten Öffentlichkeit zum Thema. Durch eine Befragung von mehreren Tausend Frauen fand sie heraus, dass viele das Eindringen eines Penis in die Vagina nicht unbedingt als zielführend empfanden, um einen Orgasmus zu erleben. Die Erkenntnis sorgte damals für Aufregung und Empörung und machte Hite international bekannt. Dem "Guardian" zufolge soll die Soziologin an Alzheimer und Parkinson gelitten haben.

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12:11 Uhr

Griechische Polizei setzt Tränengas gegen Migranten auf Lesbos ein

Nach der Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria ist die griechische Polizei mit Tränengas gegen protestierende Migranten auf der Insel Lesbos vorgegangen. Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, hatten Migranten zuvor Steine auf Polizisten geworfen.

  • Hunderte ehemalige Lagerbewohner, die seit vier Tagen im Freien ausharren müssen, protestierten nahe der Inselhauptstadt Mytilini gegen ihre verzweifelte Lage.
  • Die griechische Regierung schickte Schiffe nach Lesbos, um vor allem Familien und besonders bedürftigen Menschen neue Schlafmöglichkeiten zu geben. Versuche der griechischen Armee, ein Zeltlager zu errichten, scheiterten bislang an heftigen Protesten von Flüchtlingen und Einwohnern.
  • Tausende Asylsuchende harren daher auch vier Tage nach der Katastrophe weiter im Freien aus. "Wir schlafen im Dreck oder auf der Straße", berichtete eine Gruppe ehemaliger Lagerbewohner auf Facebook. "Wir haben nichts, womit wir uns bedecken können, nicht einmal eine Jacke, die uns vor der nächtlichen Kälte und dem Wind schützt."

Das Lager Moria war bei Bränden am Dienstag und Mittwoch fast völlig zerstört worden. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) wurden 11.500 Menschen obdachlos, darunter 4000 Kinder.

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Kinder, Frauen und Männer müssen am Straßenrand schlafen.

(Foto: picture alliance/dpa)

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12:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:16 Uhr

US-Touristin ist Superspreaderin in Garmisch-Patenkrichen

Der heftige Corona-Ausbruch im bayerischen Garmisch-Partenkirchen soll auf eine US-amerikanische Touristin zurückgehen. Die junge Frau soll in mehreren Lokalitäten unterwegs gewesen sein, obwohl sie Symptome hatte, wie der Sprecher des Landratsamtes, Stephan Scharf, sagte. Sie wäre damit eine sogenannte Superspreaderin. Die 26-Jährige reiste nach Angaben des Landratsamtes "Anfang September oder Ende August" nach Deutschland ein und soll mehrere Tage im Nachtleben vom Garmisch-Partenkirchen unterwegs gewesen sein. Ob sie das Virus aus den USA mitbrachte und möglicherweise Quarantäne-Regeln missachtete, ist noch unklar. In einer Unterkunft auf dem Gelände von US-Streitkräften, in der sie übernachtet hatte, wurden nach Angaben Scharfs bislang 23 Menschen positiv getestet. Insgesamt belief sich die Zahl der Neuinfektionen auf 33 an einem Tag. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 54 und damit über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Landratsamt verhängte daraufhin Einschränkungen für die Marktgemeinde. Dort dürfen sich beispielsweise nur noch fünf Menschen in der Öffentlichkeit treffen.

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10:46 Uhr

Glee-Schauspielerin schrie vor Ertrinken um Hilfe

"Glee"-Star Naya Rivera ist im Juli bei dem tragischen Versuch gestorben, ihren Sohn vor dem Ertrinken zu retten. Ein veröffentlichter Autopsiebericht gibt nun Details bekannt, was unmittelbar vor ihrem Tod geschah. Die Schauspielerin hatte demnach ihren Arm gehoben und um Hilfe geschrien, nachdem sie ihren Sohn vom Wasser aus zurück ins Boot gesetzt hatte. Rivera hatte das Boot am 8. Juli gemietet, um mit ihrem vierjährigen Sohn einen Ausflug auf dem Piru-See im kalifornischen Ventura County zu machen. Die 33-Jährige sei eine sichere Schwimmerin gewesen, so der Bericht des Gerichtsmediziners. Der Mann, der ihr das Boot vermietet hatte, erklärte demnach, sie habe eine Schwimmweste abgelehnt, er habe ihr aber trotzdem eine mitgegeben. Rivera soll vor ihrem Tod Probleme mit Schwindel gehabt haben sowie eine Nasennebenhöhlenentzündung und hatte eine kleine Menge Amphetamine im Blut, die ihr verschrieben wurden. Dies habe aber nichts mit ihrem Tod zu tun.

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10:13 Uhr

50 Tote nach Minenunglück befürchtet

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Menschen arbeiten unter gefährlichen Bedingungen im Kongo in Goldminen.

(Foto: REUTERS)

Immer wieder kommt es in den Minen der Demokratischen Republik Kongo, die oft halblegal und ohne professionelle Sicherheitsstandards betrieben werden, zu tödlichen Unglücken. Bei einem erneuten Einsturz einer Goldmine im Osten sind nach offiziellen Angaben bis zu 50 Menschen ums Leben gekommen. Der Gouverneur der Provinz Süd-Kivu, Théo Ngwabidje Kas, gab den "tragischen Tod von 50 Menschen" bekannt. Die meisten Toten seien noch jung gewesen. Der Bürgermeister der Stadt Kamituga, Alexandre Bundya, sagte dagegen, die genaue Opferzahl sei noch unklar. Die behelfsmäßig eingerichtete Goldmine in Kamituga war am Freitag nach heftigen Regenfällen eingestürzt. Nach Angaben des Bürgermeister war wegen des Starkregens der Boden abgesackt. Ein Anwohner sagte, ein nahegelegener Fluss sei über die Ufer getreten und habe die drei Stollen überschwemmt.

09:18 Uhr

Neue "Tiger King"-Serie wird nicht auf Netflix zu sehen sein

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Wurde durch die Netflix-Serie weltberühmt: Joe Exotic.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer Oscar-Preisträger Nicolas Cage als Joseph Schreibvogel, besser bekannt als Joe Exotic, in der neuen "Tiger King"-Serie sehen möchte, braucht statt Netflix den Streamingdienst von Amazon. Denn anders als die Original-Doku, die den exzentrischen US-Zoobesitzer weltberühmt machte, wird die fiktive Version seiner Lebensgeschichte bei Prime Video zu sehen sein. Wie "The Hollywood Reporter" außerdem meldet, sind inzwischen weitere Details zur Drama-Serie bekannt. Die neue Serie basiert auf einem Artikel, der 2019 in der Zeitschrift "Texas Monthly" veröffentlicht worden ist: "Joe Exotic: A Dark Journey into the World of a Man Gone Wild" von Autor Leif Reigstad. Erzählt wird demnach in der Serie, wie Joe Exotic einen privaten Zoo in Oklahoma baute und anschließend darum kämpfte, seinen Großkatzenpark zu erhalten - koste es, was es wolle. Seine Kontrahentin, Tierrechtsaktivistin Carole Baskin, ist in der Doku ebenfalls zu sehen. Sie wird von "Saturday Night Live"-Star Kate McKinnon in der Serie verkörpert.

09:09 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:57 Uhr
Breaking News

Schweres Fernbusunglück bei Wöbbelin

Bei einem schweren Fernbusunglück auf der Autobahn 24 nahe Wöbbelin in Mecklenburg-Vorpommern sind am frühen Samstagmorgen 31 Menschen verletzt worden. Die Unfallursache werde noch ermittelt, möglicherweise handele es sich um Sekundenschlaf des Fahrers, sagte ein Polizeisprecher in Rostock der Deutschen Presse-Agentur. Drei Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten, schwebten aber nicht in Lebensgefahr. Der Bus sei in Fahrtrichtung Hamburg zwischen den Anschlussstellen Wöbbelin und Hagenow um 5.45 Uhr von der Straße abgekommen und in einen Graben gefahren.

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08:37 Uhr

Forscher: Corona bewirkt Renaissance der Ehe

Eigentlich sinkt seit 2013 kontinuierlich der Anteil der Menschen, die sich nach "Ehe mit Trauschein und Kindern" sehnten, wie repräsentative Umfrage zeigen. Anfang 2019 waren es nur 63 Prozent im Vergleich zu ursprünglich 75 Prozent. Doch die Corona-Pandemie hat offenbar bei vielen Menschen den Wunsch nach Familie und Ehe geweckt. "Von einem Niedergang der Familie als Lebensform kann in Corona-Zeiten keine Rede mehr sein", sagte Zukunftsforschers Horst W. Opaschowskider Deutschen Presse-Agentur. Es deute sich eine Trendwende an. Im März 2020 seien es wider Erwarten 64 Prozent gewesen. In Krisenzeiten fühlten sich Singles in ihren eigenen vier Wänden alleingelassen. Das sogenannte Social Distancing (räumliche Abstandhalten) in der Öffentlichkeit verstärke dieses Gefühl. Familienleben biete dagegen nicht nur Beziehungsreichtum, sondern auch gegenseitige Hilfe. Im Krisenjahr 2020 favorisiere die Mehrheit der Deutschen die Ehe als standesamtlich beglaubigte Lebensgemeinschaft.

08:02 Uhr

Holocaust-Überlebender klagt auf Verhüllung von Wehrmachts-Denkmal

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Holocaust-Überlebender und zwei weitere Menschen jüdischen Glaubens klagen in Lüneburg darauf, dass die Stadt ein Denkmal zu Ehren der deutschen Wehrmacht verhüllt. Der Gedenkstein für die 110. Infanterie-Division der Wehrmacht wurde 1960 errichtet, eine Debatte über das Mahnmal gibt es seit längerem. Am kommenden Mittwoch beschäftigt sich das Verwaltungsgericht in Lüneburg mit den Klagen der drei Menschen, die sich von dem Denkmal in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt sehen. "Die Kläger wollen eine Klarstellung, dass die Division an Verbrechen beteiligt war", sagte Gerichtssprecherin Ines Meyer-Albrecht. Einer der Kläger ist ein in Budapest lebender Holocaust-Überlebender. Zu den weiteren Klägern gehörten ein Mann aus London und eine Frau aus Laatzen bei Hannover. Derzeit ist der 1960 aufgestellte Gedenkstein beschmiert und wirkt relativ verwahrlost. "Der Gedenkstein ist ein Dokument für den unreflektierten Umgang mit der NS-Vergangenheit, der in den 1960er Jahren noch in vielen Städten und Einrichtungen präsent war. Heute ist er umstritten und ein Stein des Anstoßes - schmerzhaft in seiner Aussage, verletzend für die Nachfahren der Opfer, unverständlich für die nachfolgenden Generationen", heißt es auf der Erläuterungstafel der Stadt.

07:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

noch immer können sich die EU-Länder nicht darauf einigen, was mit den Tausenden Flüchtlingen passiert, die wegen eines Großbrands in Moria verzweifelt auf Hilfe warten. In Deutschland stellen sich immer mehr Politiker gegen Bundesinnenminister Seehofer, der nur 100 - 150 Minderjährige von den insgesamt 13.000 obdachlosen Bewohnern aufnehmen will. Was sonst heute noch wichtig wird:

  • In Hannover, Wiesbaden und München demonstrieren heute insgesamt rund 8000 Menschen gegen Corona-Maßnahmen.
  • Auftakt innerafghanischer Friedensverhandlungen in Katar: Fast zwei Jahrzehnte nach ihrer Vertreibung aus Kabul wollen die militant-islamistischen Taliban erstmals mit Afghanistans Regierung über Frieden verhandeln. Nach Monaten Verzögerung soll der Auftakt der Gespräche nun in Doha beginnen.

  • Demonstrationen der "Gelbwesten" in Frankreich erwartet: Ein bekannter "Gelbwesten"-Führer hat im Netz zu erneutem Protest aufgerufen - der Ärger richtet sich auch gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Neben Paris wird in Städten wie Marseille, Toulouse, Lyon, Lille, Nantes, Nizza oder Straßburg zu Protesten aufgerufen. In Paris sind bereits Demonstrationen verboten worden. Medien zufolge könnten sich auch Maskengegner dem Protest anschließen.

  • Premier League: In England spielen am 1. Spieltag um 13.30 Uhr der FC Fulham gegen den FC Arsenal.

  • DFB-Pokal: Heute Nachmittag um 15.30 Uhr und heute Abend um 18.30 Uhr findet die erste Runde des DFB-Pokals statt. Gestern fanden bereits die ersten Spiele statt, die mit einer Überraschung für Hertha ausgegangen sind.

Wir behalten zudem die weiteren Entwicklungen bei den verheerenden Bränden in Kalifornien und dem Rest der US-Westküste im Blick, die immer mehr Opfer fordern. Mein Name ist Vivian Micks und ich begleite Sie heute durch "der Tag". Bei Anregungen oder Fragen schicken Sie mir eine E-Mail vivian.micks[at]nama.de.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Samstag!

06:55 Uhr

Polizei entdeckt Kriegswaffen-Lager bei rechtem Aktivisten

Rund 250 scharfe Schusswaffen und mehrere Tausend Schuss Munition hortete ein mutmaßlich rechter Aktivist in seiner Wohnung in der niedersächsischen Gemeinde Seevetal. Polizisten fanden bei einer Durchsuchung am Freitagabend Lang-, Kurz- und Kriegswaffen, wie die Polizei mitteilte. Die Maßnahmen seien wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffen- sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz erfolgt. Bei dem Verdächtigen werde "aufgrund der Gesamtumstände von einer rechten Gesinnung ausgegangen". Genauere Angaben wollte die Polizei mit Hinweis auf laufende Ermittlungen zunächst nicht geben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:21 Uhr

Roth wirft Seehofer "Totalversagen" in Moria-Krise vor

Nach dem Brand in dem griechischen Flüchtlingslager Moria wissen Tausende Frauen, Männer und Kinder nicht, wo sie nachts schlafen sollen. Die Familien, die davor schon nichts hatten, haben jetzt noch weniger. Obwohl es weitreichende Angebote von Kommunen und Bundesländern gibt, will Bundesinnenminister Horst Seehofer nur Hundert Minderjährige aufnehmen. Dafür greift Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth den CSU-Politiker nun scharf an. "Die Ankündigung von Horst Seehofer, nur zwischen 100 und 150 Minderjährige aus Moria in Deutschland aufzunehmen, ist ein Totalversagen des Innenministers", sagte die Grünen-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen". Die Zusage entspreche nur einem Bruchteil der Angebote zur Aufnahme von fast 180 Kommunen und mehrerer Bundesländer. "Mit seiner Ablehnung macht Seehofer sich mitverantwortlich an dem unmenschlichen Leid an Europas Haustür", kritisierte Roth. Nun sei Regierungschefin Angela Merkel am Zug. "Ich erwarte von der Bundeskanzlerin, dass sie von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch macht und eine großzügige Aufnahme in Deutschland ermöglicht." Auch CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen stellte sich gegen Innenminister Seehofer und forderte die Aufnahme von 5000 Menschen aus dem Lager Moria. "5000 Menschen weniger würden die Lage in Griechenland erheblich entlasten. Es ist unser christlich-demokratischer Anspruch an Politik, dass wir jetzt helfen", sagte Röttgen der "Neuen Osnabrücker Zeitung"

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht