mit Yuki SchubertDas war Mittwoch, der 5. April 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
mit riesigem Sicherheitsabstand hat Kremlchef Putin heute die neuen Botschafter der EU und der USA in Moskau empfangen. Dabei muss die Luft zum Schneiden gewesen sein, denn zur Amtseinführung hagelte es vonseiten Putins Vorwürfe. Der Westen sei auf einem geopolitischen Konfrontationskurs mit Russland. Die EU habe diese Konfrontation inszeniert und ihre Mission einer "Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Integration auf dem Europäischen Kontinent" hinter sich gelassen, sagte Putin. Vor allem das Ende von Putins Rede, der fehlende Applaus der Botschafter und Putins Verlegenheit darüber sorgen für Gesprächsstoff.
Mehr Informationen über die Geschehnisse rund um den Krieg in der Ukraine erfahren Sie hier.
Diese Themen haben uns auch beschäftigt:
Gar keine betretene Stille gibt es hier von mir, denn es war mir ein Fest für Sie, den "Tag" zu führen. Ich hoffe, Sie haben was Interessantes erfahren. Bis bald.
Ihre Yuki Schubert
Mike Pence jetzt zu Aussage zu Kapitol-Erstürmung bereit
Das dürfte Trump nicht freuen und weiter unter Druck setzen: Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence ist jetzt zu einer Aussage bei den Ermittlungen zur Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 bereit. Wie Pence-Berater Devin O'Malley gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte, verzichtet der frühere Stellvertreter von Ex-Präsident Donald Trump auf Rechtsmittel gegen einen Richterbeschluss von Ende März, der ihn zu einer Aussage verpflichtet hatte. "Vizepräsident Pence wird keine Berufung gegen die Entscheidung des Richters einlegen und wie vom Gesetz verlangt der Vorladung folgen", erklärte O'Malley. Eine Aussage könnte Medienberichten zufolge noch in diesem Monat erfolgen. Das wäre ein wichtiger Erfolg für den vom US-Justizministerium eingesetzten Sonderermittler Jack Smith, der Pence zu seinen Gesprächen mit Trump rund um den 6. Januar befragen will. Allerdings könnte Trump weiter versuchen, eine Aussage seines früheren Vizepräsidenten vor der Justiz zu verhindern. Bundesrichter James Boasberg in der Hauptstadt Washington hatte vergangene Woche entschieden, dass Pence über seine Gespräche mit Trump in den Tagen vor dem Angriff auf den Kongress aussagen muss. Der konservative Politiker könne aber Aussagen zu den Ereignissen vom 6. Januar selbst verweigern.
Küstenstadt Lowestoft verliert Touristen-Magnet: Mauerstück mit Banksy-Möwe abgebaut
Großer Vogel mit Anziehungscharakter ist futsch: Ohne Kenntnis der Gemeinde ist im ostenglischen Ort Lowestoft ein Mauerstück mit einem Werk von Banksy abgebaut worden. Ein Stadtsprecher sagte der BBC, das Kunstwerk sei über Nacht entfernt worden. Da das Gebäude im Privatbesitz sei, habe die Gemeinde keine Handhabe gehabt und auch keine Informationen vorliegen, was der Eigentümer plane. Der Street-Art-Künstler hatte die überdimensionale Möwe, die sich auf einen Container mit Abfall zu stürzen scheint, im August 2021 an ein Haus in der Küstenstadt Lowestoft gesprüht. "Das Kunstwerk war ein Anziehungspunkt für Touristen und hat Lowestoft auf nationaler Bühne zum Gesprächsthema gemacht", sagte der Sprecher. Der Distrikt East Suffolk zeigte sich deshalb enttäuscht. Bürgermeister Alan Green hatte noch vor kurzem gesagt, ihm sei versichert worden, dass das Werk nicht entfernt werde. Die Mauer sei nur eingerüstet worden, um sie zu stabilisieren. Doch am Dienstagabend habe ein großer Kran das Wandstück entfernt, berichtete die BBC. Die Möwe in der Nähe des Bahnhofs war eines von drei Banksy-Werken, die damals in Lowestoft aufgetaucht waren. Auch in anderen Küstenorten hatte er unter dem Titel "A Great British Spraycation" - ein Wortspiel aus Staycation (Urlaub zu Hause) und Spray (Sprühen), Banksys bevorzugter Arbeitsmethode - Wandgemälde hinterlassen. Die englische Nordseeküste war einst ein beliebtes Ferienziel vieler Briten, ist aber seit Jahrzehnten wirtschaftlich abgehängt.
Warnte vor Naturkatastrophe auf Santorin: Gegen Seismologe wird wegen Aprilscherz ermittelt
Der Direktor des Instituts für Geodynamik, Akis Tselentis, hatte am 1. April gewarnt, unter Santorin könne sich ein riesiger "Trichter" öffnen. Ein Staatsanwalt leitete daraufhin Vorermittlungen ein, um zu klären, ob der Aprilscherz als Verbreitung von Falschnachrichten eingestuft werden kann. Tselentis hatte am 1. April auf Facebook geschrieben, auf der Vulkaninsel Santorin sehe die Lage "nicht gut" aus. Seit Januar sei ein "allmähliches Verschwinden von Magma unter dem Vulkan" beobachtet worden. Es sei sehr wahrscheinlich, dass das abfließende Magma ein Trichtervakuum erzeuge, welches "das Wasser der Ägäis ansaugen" würde. Heute veröffentlichte Tselentis auf seiner Facebook-Seite ein Foto von sich. Darauf hält einen Zettel in der Hand, auf dem er sich wegen des Aprilscherzes "schuldig" bekennt. "Wir leben in einem Land, in dem Humor strafrechtlich verfolgt wird", fügte der Wissenschaftler hinzu.
Die Kykladen-Insel Santorin war um 1600 vor Christus durch einen gewaltigen Vulkanausbruch entstanden.
Die geothermische Aktivität, begleitet von seismischen Erschütterungen, ist bis heute hoch.
Zum letzten größeren Ausbruch kam es 1950, als der aktivste Teil des Vulkans unterhalb der unbewohnten Lavainsel Kameni ausbrach.
Indien: Mann schenkt Ex zur Hochzeit explodierende Stereoanlage - Ehemann tot
Späte Rache? In Indien hat ein Mann seiner Exfreundin eine mit Sprengstoff versehene Stereoanlage zur Hochzeit geschenkt und damit ihren Ehemann und dessen Bruder getötet. Mehrere weitere Menschen seien bei der Explosion der Anlage schwer verletzt worden, die Wände und das Dach des Zimmers eingestürzt, berichteten örtliche Medien wie der Fernsehsender NDTV und der "Indian Express" unter Berufung auf die Polizei. Das Geschenk sei am Montag explodiert, als der Ehemann es nach seiner Hochzeit vergangene Woche an den Strom anschließen wollte, hieß es. Er sei noch am Unglücksort in einem Dorf im Bundesstaat Chhattisgarh gestorben, sein Bruder sei im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Exfreund der nun verwitweten Frau habe gestanden, den Sprengstoff im Geschenk verbaut zu haben, berichtete NDTV. Die Polizei habe ihn festgenommen und er habe zugegeben, dass er wütend wegen der Hochzeit gewesen sei. Er sei Mechaniker und geübt im Umgang mit Sprengstoff.
"Auf der Straße plötzlich der Tod mitten im Leben": Thüringen trauert um die sieben Unfalltoten
Kerzen, Tränen, Glockengeläut und Gebet: Thüringen trauert um die sieben Unfalltoten von Bad Langensalza. In einer ökumenischen Andacht haben am Abend mehrere hundert Menschen in und vor der Divi-Blasii-Kirche in Mühlhausen der Opfer gedacht, die am Wochenende bei dem tragischen Zusammenstoß aus dem Leben gerissen wurden. Fünf von ihnen waren erst 19 Jahre alt. Der evangelische Landesbischof Friedrich Kramer sprach von "der Passion von Bad Langensalza": "Auf der Straße plötzlich der Tod mitten im Leben." Nach dem schrecklichen Unfall blieben Verzweiflung, Wut, Gelähmtheit und Sprachlosigkeit, sagte Kramer. "Wir spüren die große Leere, den großen Verlust, aber wir stehen zusammen", richtete der Landesbischof Worte des Trostes an die Angehörigen und Familien in dem vollen Gotteshaus. Auch Freunde, Ersthelfer, Feuerwehrleute und Polizisten waren zu der Andacht gekommen. Jugendliche entzündeten für jeden Toten eine Kerze und legten Steine ab. Im Anschluss standen Seelsorger bereit. "Wir sind hier, weil wir nicht fassen können, was passiert ist", sagte der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Mühlhausen, Andreas Piontek. Die Gedanken kreisten um das Unfassbare. "Uns fehlen die Worte, die den Schmerz und die Trauer ausdrücken."
Bereits am Vorabend hatten sich in Mühlhausen Freunde und Familien in der Innenstadt versammelt, um der Opfer zu gedenken. Es wurden Kerzen und Blumen niedergelegt und Fotos der tödlich Verunglückten aufgestellt.
Bei dem schweren Verkehrsunfall war am Samstag auf der Ortsumgehung von Bad Langensalza ein Auto in den Gegenverkehr geraten und dort mit zwei Wagen zusammengeprallt. Diese standen sofort in Flammen und brannten aus.
Die Ermittler gehen nun davon aus, dass ein 34-Jähriger den Unfallwagen steuerte.
Schlesinger-Anwalt: Forderung an RBB nach Ruhegeld verringert sich wegen neuen Jobs
Die Betriebsrenten-Forderung der fristlos entlassenen RBB-Intendantin Patricia Schlesinger an den ARD-Sender verringert sich nach Aussagen ihres Medienanwalts. Aber um wie viel genau, sagte Ralf Höcker nicht. Schlesinger klagte zuvor eine Betriebsrente von 18.384,54 Euro pro Monat ein. Laut Schlesingers Anwalt ist der Grund für die Verringerung ein neuer Job, den die 61-Jährige seit einigen Wochen habe. "Sie arbeitet für ein international tätiges Unternehmen an dessen Hamburger und Berliner Standorten. Sie ist in dieser Funktion viel unterwegs." Den Namen des Unternehmens und die Position Schlesingers nannte der Anwalt nicht. Er führte weiter aus: "Ihr Anspruch auf Zahlung einer Betriebsrente, den sie sich in über 30 Jahren Tätigkeit für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erarbeitet hat, verringert sich dadurch, weil ihr Gehalt zum Teil auf den Rentenanspruch angerechnet wird."
Nach Angaben des Landgerichts vom Februar verlangt die Klägerin Ruhegeld auf der Grundlage eines beendeten Dienstverhältnisses.
Mit Ruhegeld ist gemeint, dass man auch nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses unter bestimmten Voraussetzungen Geld vom früheren Arbeitgeber bekommt.
Bericht: "Cash-App"-Gründer Bob Lee in San Francisco auf der Straße erstochen
Der Tech-Gründer Bob Lee ist am frühen Dienstagmorgen auf offener Straße in San Francisco erstochen worden. Das berichtet der "San Francisco Chronicle" mit Bezug auf die Polizei und Menschen, die Lee kennen. Der Gründer des mobilen Zahlungsdienstes "Cash App" wurde demnach mit mehreren Stichwunden im Oberkörper auf dem Boden gefunden, als die Polizei wegen einer Messerstecherei alarmiert wurde. Die Polizisten hätten Erste Hilfe geleistet und den Krankenwagen gerufen, doch der 43-Jährige verstarb im Krankenhaus, heißt es weiter. Zuletzt hatte der Unternehmer für das Kryptowährungs-Startup "MobileCoin" gearbeitet. Der Chef Josh Goldbard sagte gegenüber CNN: "Bob war ein Dynamo, eine Naturgewalt. Bob war authentisch und herausragend. Er war für diese Welt gemacht, die gerade entsteht, ein Kind der Träume und was auch immer er sich vorstellte, egal wie verrückt, er machte es möglich."
Jack Dorsey, Ex-CEO von Twitter und der jetzt den mobilen Zahldienst "Square" leitet, kommentierte die Nachricht von Bob Lees Tod mit den Worten "herzzereißend" auf der Social-Media-App Nostr. Er erklärte, dass Lee maßgeblich auch an "Square" beteiligt gewesen war.
Elon Musk bekundete seine Anteilnahme und forderte die Staatsanwältin von San Francisco, Brooke Jenkins, auf, härter gegen die Gewalt in der Stadt vorzugehen. "Gewaltverbrechen in SF sind entsetzlich und selbst wenn Angreifer gefasst werden, werden sie oft sofort wieder freigelassen. Ergreift die Stadt stärkere Maßnahmen zur Inhaftierung von Wiederholungstätern?", fragt Musk. Auch einige seiner Freunde und Bekannte seien bereits Opfer von Attacken geworden.
Wunsiedel: Krisenstab will sich nach Tod von Zehnjähriger um die anderen Kinder kümmern
Der Träger des oberfränkischen Kinderheims, in dem ein totes zehnjähriges Mädchen gefunden wurde, will mithilfe eines Krisenstabs das Geschehen aufarbeiten. Die jungen Bewohner aus der Jugendhilfeeinrichtung in Wunsiedel brauchten in dieser Situation vertraute Menschen, die sich weiterhin um sie kümmerten, teilte die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) mit. "Sie brauchen das Angebot, alle Fragen stellen zu können, die sie haben, und sie brauchen kind- und altersgerechte Antworten." In der Einrichtung sei sofort ein Krisenteam gebildet worden, um die Kinder und Jugendlichen aufzufangen. "Sie müssen in der akuten Krisensituation und in den folgenden Wochen und Monaten behutsam und individuell begleitet werden, damit sie das traumatisierende Ereignis verarbeiten können." In den Krisenstab seien auch Experten aus anderen Einrichtungen der Umgebung einbezogen worden.
Tornadoserie in den USA kostet Dutzende das Leben
Die USA werden erneut von schweren Wirbelstürmen heimgesucht. In mehreren Bundesstaaten kommt es zu großflächigen Verwüstungen, in tausenden Haushalten fällt der Strom aus. Neben zahlreichen Verletzten sind auch Tote zu beklagen.
Nächster Bespitzelungs-Zoff: Prinz Harry sagt persönlich gegen "Mirror" aus
Im Justizstreit mit einem britischen Verlag wird Prinz Harry persönlich in London vor Gericht aussagen. Der Prozess gegen Mirror Group Newspapers (MGN, "Mirror") soll am 9. Mai beginnen, kurz nach den dreitägigen Feierlichkeiten zur Krönung seines Vaters König Charles III. am 6. Mai. Erwartet wird, dass das Verfahren sechs bis sieben Wochen dauert. Dem vorläufigen Zeugenplan zufolge ist Harrys Aussage für Anfang oder Mitte Juni geplant, wie die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gericht meldete. Der 38-Jährige sowie andere Prominente werfen dem Verlag vor, sich illegal persönliche Informationen angeeignet zu haben. MGN weist dies zurück. In einem ähnlichen Fall gegen den Verlag Associated Newspapers Limited ("Daily Mail", "Mail on Sunday") war Harry jüngst überraschend zu einer mehrtägigen Anhörung in London erschienen. Klägeranwalt Julian Santos kündigte an, dass im MGN-Prozess alle Zeugen persönlich aussagen werden. Außer Harry wurden drei weitere Klagen als "repräsentative" Fälle zugelassen, die nun gebündelt verhandelt werden sollen.
Nach NATO-Beitritt: Finnland kauft neues Luftverteidigungssystem "Magic Wand" aus Israel
Das neue NATO-Mitglied Finnland will sich einen Tag nach der Aufnahme in die Verteidigungsallianz ein neues Raketenabwehrsystem aus Israel besorgen. Das finnische Verteidigungsministerium teilte heute mit, den Streitkräften des Landes die Beschaffung des Luftverteidigungssystems "David's Sling" (Schleuder Davids) bewilligt zu haben. Der Anschaffungswert beläuft sich demnach vor Steuern auf schätzungsweise 316 Millionen Euro. Das System des israelischen Rüstungskonzerns Rafael werde die Reichweite der bodengestützten Luftverteidigung Finnlands erheblich erweitern. Bei "David's Sling", auch bekannt als "Magic Wand" (Zauberstab), handelt es sich um ein System, das Israel gemeinsam mit den USA entwickelt hat. Der Verkauf an Finnland setze eine Freigabe der US-Regierung voraus, erklärte das Ministerium in Helsinki.
"Operation Krümelmonster": BKA, FBI, NCA gelingt Schlag gegen Onlinebetrug
Unter dem Decknamen "Operation Krümelmonster" ist internationalen Behörden ein Schlag gegen Internet-Abzocker gelungen. Rund 120 Verdächtige wurden festgenommen sowie 200 Anwesen durchsucht, und die Strafverfolger seien in rund 100 Fällen vorbeugend eingeschritten, erklärte die National Crime Agency (NCA) in Großbritannien. Allein in Deutschland wurden bei der konzertierten Aktion am Dienstag 62 Objekte von 58 Beschuldigten durchsucht und zahlreiche Datenträger sichergestellt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilten. Den Beschuldigten werde eine Vielzahl von Betrugsdelikten im Online-Handel sowie weitere Taten wie Ausspähen von Daten, Datenhehlerei und Geldwäsche vorgeworfen. Beteiligt waren Staatsanwaltschaften in allen Bundesländern. Bundesinnenministerin Nancy Faeser sprach von einem Ermittlungserfolg, der durch "hervorragende nationale und internationale Zusammenarbeit" ermöglicht worden sei. Die US-Behörde FBI schaltete nach eigenen Angaben im Zuge dessen die als kriminell geltende Verkaufsplattform Genesis Market ab. Dort wurden nach Angaben der deutschen Behörden gestohlene Zugangsdaten für verschiedene Internet-Händler und Online-Zahlungsdienste verkauft.
Mindestens vier Tote bei Angriff auf Kinderkrippe in Brasilien - 25-Jähriger festgenommen
Bei einem bewaffneten Angriff auf eine Kinderkrippe im Süden Brasiliens sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Weitere Opfer seien zur Behandlung in Krankenhäuser der von deutschen Einwanderern geprägten Stadt Blumenau gebracht worden, bestätigte die Militärpolizei des Bundesstaates Santa Catarina. Demnach war ein 25-Jähriger in eine private Kinderkrippe eingedrungen und hatte Kinder angegriffen. Dem brasilianischen Nachrichtenportal "G1" zufolge soll er mit einem Beil bewaffnet gewesen sein. Der Angreifer stellte sich nach Angaben der Polizei auf der Wache. Er wurde festgenommen und der Zivilpolizei übergeben. Sein Motiv ist noch nicht bekannt.
"Sein Kopf muss abgehauen werden": Pfarrer in Straßburg wegen Poledance-Show bedroht
Erst Stangentanz, dann Einschüchterung: Ein französischer Pfarrer hat nach einer ausverkauften Poledance-Darbietung in seiner Kirche eigenen Angaben zufolge Todesdrohungen erhalten. Daniel Boessenbacher, Pfarrer an der evangelischen Kirche Saint-Guillaume in Straßburg, sagte, er habe die Polizei alarmiert, nachdem er zwei anonyme Briefe erhalten habe. Es gebe "keinen Zweifel", dass die Drohungen mit der Poledance-Show in Zusammenhang stünden, versicherte Boessenbacher. Einer der Drohbriefe forderte, die Gemeindemitglieder sollten "geköpft" werden. In dem anderen Brief stand über den Priester geschrieben, "sein Kopf muss abgehauen werden, weil er die Schlüssel zu unserer heiligen Kirche an eine tanzende Schlange überreicht hat". Doch was war konkret passiert? Eine Künstlergruppe für barocke Musik und darstellende Kunst mit Namen Passions Croisées (gekreuzte Passionen) hatte die Kirche vor einer Woche für zwei Vorstellungen der Vertonung des Marien-Hymnus Stabat mater von Giovanni Battista Pergolesi angemietet. Teil der Vorstellungen waren Tanz- und Poledance-Einlagen. Der Pfarrer beschrieb das Programm als "kokett, aber soft" und räumte ein, dass einige Zuschauer "es nicht mochten". Boessenbacher sagte, Programme der Show mit Sätzen wie "Du wirst sterben" oder "Du kommst in die Hölle" seien unter der Kirchentür hindurchgeschoben worden. "Wir sind es gewohnt, Reaktionen zu bekommen, aber nicht Todesdrohungen", sagte der 54-Jährige. Er lasse sich von den Drohungen jedoch nicht abschrecken. "Ich glaube, die Kirche muss sich der Welt öffnen", sagte er.
US-Besuch von Tsai Ing-wen: China schickt Flugzeugträger und Kriegsschiffe nach Taiwan
Kurz vor einem geplanten Treffen von Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen mit dem Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses Kevin McCarthy hat China mit einem Flottenverband seinen Anspruch auf die Insel demonstriert. Eine Gruppe chinesischer Kriegsschiffe um den Flugzeugträger Shandong sei in den Gewässern südöstlich Taiwans, teilte das Verteidigungsministerium in Taipeh mit. Der Verband werde aufmerksam beobachtet. China hat mit nicht näher bezeichneten Vergeltungsmaßnahmen gedroht, sollten die beiden Politiker zu Gesprächen zusammenkommen. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Im August 2022 hatte China umfangreiche Militärmanöver um die Insel abgehalten, nachdem die damalige Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Taipeh besucht hatte. Peking wertet ein Treffen auf hoher politischer Ebene als Abkehr vom Prinzip der Ein-China-Politik, die die USA, aber auch etwa Deutschland anerkennen.
"Nutzlose Versammlung beendet": Frankreich steht vor neuen Protesten
In Frankreich ist ein Ende der landesweiten Proteste gegen die Rentenreform nach einer gescheiterten Schlichtung der Gewerkschaften mit der Regierung nicht abzusehen. "Wir haben beschlossen, diese nutzlose Versammlung zu beenden", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft CGT, Sophie Binet, heute nach einstündigen Verhandlungen mit Ministerpräsidentin Elisabeth Borne. Es war das erste Mal seit Januar, dass Gewerkschaften und Regierung gemeinsam einen Ausweg aus dem festgefahrenen Streit suchten. Mit Blick auf die seit Monaten anhaltenden Kundgebungen erklärte die CGT-Chefin, Borne schicke die Gegner der Reform wieder auf die Straße. Am Donnerstag sind neue Massenkundgebungen geplant. Seit Jahresanfang demonstrieren und streiken Millionen Menschen gegen die Rentenreform, die unter anderem die Erhöhung des Renteneintrittalters von 62 auf 64 Jahre vorsieht.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
dem "Tag" ist zu kalt, aber das nur mal so am Rande. Meine Kollegin Johanna Ohlau ist jetzt im Feierabend und ich habe für Sie hier an dieser Stelle übernommen. Schauen Sie gern vorbei und erleben mit mir die bunte News-Welt für die nächsten Stunden.
Ihre Yuki Schubert
PS: Anregungen und Wünsche gerne an: dertag@n-tv.de
Anschlag geplant: Polizei nimmt 14-Jährigen im Elsass fest
Wie mehrere Medien berichten, ist ein 14-Jähriger im Elsass erst vor wenigen Tagen ins Visier der französischen Sicherheitsbehörden geraten - wohl gerade noch rechtzeitig: Der islamistisch radikalisierte Jugendliche soll nach Angaben des Innenministeriums in Paris einen Anschlag vorbereitet haben. Der Teenager wurde in einer Ortschaft direkt an der deutschen Grenze festgenommen. Der Zugriff erfolgte demnach in Rosenau, einem Ort in der Nähe der deutschen Stadt Lörrach auf der anderen Rheinseite. Bei ihm habe die Polizei nach Ministeriumsangaben einen Sprengsatz sichergestellt. Diesen hatte der Jugendliche demnach mit selbst gekauften Zutaten gebastelt.
Amazon schenkt Beschäftigten das 49-Euro-Ticket
Der US-amerikanische Konzern Amazon hat sich in Deutschland mit seinem regelrechten Kampf gegen Betriebsräte und schlechten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten unbeliebt gemacht. Vielleicht könnte das Unternehmen mit seiner jüngsten Entscheidung wieder etwas in der Gunst steigen: Amazon bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland die Übernahme der Kosten für das 49-Euro-Ticket an. Wie das US-Unternehmen erklärte, gilt das Angebot ab Mai für alle direkt Beschäftigten. Er sei zuversichtlich, dass die Mitarbeiter "das Angebot positiv annehmen und nachhaltige Verkehrslösungen noch stärker nutzen werden", erklärte Amazon-Deutschlandchef Rocco Bräuniger. Der Online-Händler beschäftigt nach eigenen Angaben über 36.000 festangestellte Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten in Deutschland. Sollten andere Arbeitgeber dem Beispiel folgen?
Insider: Italiens Ex-Ministerpräsident Berlusconi auf Intensivstation
Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi befindet sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters auf einer Intensivstation in einem Mailänder Krankenhaus. Das war von einem Insider zu erfahren. Der Milliardär, Medienzar und viermalige frühere Ministerpräsident musste in den vergangenen Jahren immer wieder krankheitsbedingt behandelt werden. Erst vergangene Woche war der 86-Jährige aus einer Klinik entlassen worden.
Tote Zehnjährige in Wunsiedel: Drei Jungen unter Tatverdacht
Nach dem Tod eines Mädchens in einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im bayerischen Wunsiedel sind nach RTL/ntv-Informationen zwei 11-Jährige und ein 16-Jähriger in Gewahrsam. Gegen sie werde ermittelt, hieß es auch aus Ermittlerkreisen.
Prozess gegen Lina E.: Acht Jahre Gefängnis für mutmaßliche Linksextremistin?
Seit mehr als zwei Jahren sitzt die als Lina E. bekannte mutmaßliche Linksextremistin in Untersuchungshaft. Wenn es nach der Bundesanwaltschaft geht, wird sie noch einige Jahre hinter Gittern verbringen müssen: Sie fordert für Lina E. acht Jahre Freiheitsstrafe. Die Bundesanwaltschaft sieht die 28-Jährige als Rädelsführerin innerhalb einer kriminellen Vereinigung an, die zwischen 2018 und 2020 Überfälle auf Angehörige der rechten Szene in Leipzig, Wurzen und Eisenach geplant und ausgeführt hat. Die aus Hessen stammende Lina E., die zuletzt in Leipzig studierte, sei ebenso wie ihre drei Mitangeklagten der gefährlichen Körperverletzung schuldig, sagte Staatsanwältin Alexandra Geilhorn im Prozess am Oberlandesgericht Dresden. Bei E. kämen unter anderem Landfriedensbruch und gemeinschaftliche Sachbeschädigung in mehreren Fällen sowie räuberischer Diebstahl dazu.
Bei den mitangeklagten Männern plädierte Geilhorn im Fazit ihres Schlussvortrags auf Gesamtstrafen zwischen zwei Jahren und neun Monaten sowie drei Jahren und neun Monaten - unter anderem wegen Landfriedensbruchs.
Keine Lust auf Gassigehen - Mädchen verkauft Familienhund
Mein Hund drängelt gerade auch schon, dass er raus möchte, also werde ich demnächst mal eine kleine Pause machen. So richtig Lust zum Gassigehen hat man nicht immer, aber was sich eine Elfjährige in Niederbayern erlaubt hat, sprengt doch ziemlich den Rahmen: Offenbar um ihr Taschengeld aufzubessern und weil sie nicht Gassi gehen wollte, hat das Mädchen ohne das Wissen ihrer Eltern den Familienhund an einen Fremden verkauft. Der Vater des Mädchens meldete den Vorfall, wie die Polizeiinspektion Landshut berichtet. Das Kind war demnach am Montag mit dem Yorkshire-Terrier in Essenbach nördlich von Landshut spazieren gegangen. Sie habe den Hund kurzerhand einem Unbekannten für mehrere Hundert Euro angeboten und das Geld an sich genommen. Der Vater habe von dem Verkauf erfahren, als seine Tochter ohne Hund nach Hause gekommen sei. Die Polizei kann dem Mann wohl nicht weiterhelfen. Also: Wer weiß etwas über den kleinen Hund? Wer Hinweise hat, sollte sich an die Polizeiinspektion Landshut wenden.
Karriere bei der Polizei? Warum NRW händeringend Bewerber sucht
Eigentlich ist die Bewerbungsfrist für eine Laufbahn bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen für den aktuellen Jahrgang schon abgelaufen. Kurzentschlossene hätten gute Chancen, sofern sie zum Beispiel mindestens 1,63 Meter groß sind. Das Land sucht händeringend noch Polizeianwärterinnen und -anwärtern - damit die schwarz-grüne Landesregierung von Hendrik Wüst das Wahlversprechen halten kann, 3000 neue Polizistinnen und Polizisten einzustellen. Dieses Ziel zu erreichen, ist offenbar schwerer als gedacht: Eine Taskforce mit dem Namen "3000" hatte zahlreiche Maßnahmen ausgearbeitet. Dennoch kam man vergangenes Jahr nur auf knapp 2700 Anwärter. Jetzt wurde daher die Bewerbungsfrist verlängert. Ein Problem der Quantität ist es wohl nicht: Laut Landesamt für Ausbildung und Fortbildung bei der Polizei (LAFP) sind es Stand jetzt mehr als 11.000 Bewerbungen. Doch die allermeisten von ihnen sind offenbar nicht für den Polizeidienst geeignet. Nach dpa-Informationen ist man zwei Monate vor Fristablauf polizeiintern mit dieser Zahl sehr zufrieden. Nun hofft man in NRW vielleicht, noch ein paar Schulabgängerinnen und -abgänger quasi "last minute" zu überzeugen?
Rapper Marteria in den USA verhaftet
Wer in den USA mit dem Gesetz in Konflikt kommt, hat schnell mal ein unangenehmes Erinnerungsfoto davon: Mugshots heißen die Polizeifotos, die in den USA zudem auch noch auf Behördenseiten veröffentlicht werden. Beim angeklagten Ex-US-Präsidenten Donald Trump gibt es zur Enttäuschung vieler kein Mugshot im Internet zu sehen. Dafür dürfte in Deutschland einige dieses Polizeifoto interessieren: Es stammt von Marteria. Der Rapper ist am 30. März im US-Bundesstaat North Carolina kurzzeitig verhaftet worden. Das berichtet das Magazin "Spiegel" unter Berufung auf Polizeiunterlagen. Dem Musiker aus Rostock, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt, wird Körperverletzung vorgeworfen. Er soll eine Frau gewürgt haben. Inzwischen ist Marteria dem Bericht zufolge wieder auf freiem Fuß - gegen 5000 Dollar Kaution. Die Polizeiakte stützt sich wohl nur auf Angaben des angeblichen Opfers. Andere Beweise seien in der Akte nicht zu finden. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Anwalt des Rappers sagte auf Anfrage des Magazins, er werde sich nicht äußern. Ein Gerichtstermin ist voraussichtlich für den 18. April angesetzt.US-Polizei nimmt deutschen Rapper Marteria fest
Zehnjährige in Jugendhilfeeinrichtung tot aufgefunden
Eine furchtbare Entdeckung haben die Angestellten in einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im bayrischen Wunsiedel gemacht: Am Morgen haben sie dort ein Mädchen, das dort lebt, tot aufgefunden. Erste Ermittlungen legen den Verdacht auf ein Tötungsdelikt nahe. Das berichtet der Bayrische Rundfunk unter Berufung auf eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberfranken. Demnach habe ein hinzugerufener Notarzt nur noch den Tod des Kindes feststellen können. Das Kind soll nun obduziert werden, dann wird es vermutlich auch Klarheit über die Todesursache geben.
"Oberleutnant Özdemir": Demokratie verteidigt sich nicht von selbst
Bei dem Bild musste ich zwei Mal hingucken: Ja, das ist Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, der da in Soldatenuniform steht. Statt wie man ihn kennt auf dem Fahrrad, ist der Grünen-Politiker momentan mit deutlich schwerem Gefährt unterwegs wie Panzern, Jeeps und Co.: Özdemir wurde vorübergehend zum Oberleutnant der Reserve ernannt - ein Titel, den er im Zuge einer viertägigen Wehrübung bei der Bundeswehr tragen darf. Özdemir ist nach Angaben der Bundeswehr der erste Bundesminister, der eine Wehrübung bei der Streitkräftebasis absolviert. Das Angebot macht die Truppe bereits seit 20 Jahren an die Politikerinnen und Politiker. Bei seinem Besuch heute bei den Feldjägern in Hannover nutzte der Minister den Moment, um das Wort an die Soldatinnen und Soldaten zu richten: Russlands Angriff auf die Ukraine habe gezeigt, dass autoritäre Regime ein Problem mit der liberalen Demokratie hätten. "Die verteidigt sich nicht von selber. Dafür braucht es die Bundeswehr, dafür braucht es aber auch uns alle als Zivilistinnen und Zivilisten, die wissen, was wir an der Bundeswehr haben", sagte Özdemir.
Für die Tage bei der Truppe stehen für den Grünen-Politiker neben Gesprächen mit einsatzerfahrenen Soldatinnen und Soldaten und einem Einblick in die Ermittlungsarbeit der Militärpolizei auch praktische Übungen auf dem Programm: Als Beifahrer nahm er auch an einer rasanten Fahrübung der Personenschützer teil. Für heute Nachmittag ist ein Schießtraining mit Pistole und Gewehr in Bergen geplant. Özdemir trägt die Soldatenkluft nicht zum ersten Mal: Er hat zwar nicht gedient, aber schon mal 2019 als Bundestagsabgeordneter eine Wehrübung absolviert.
Hinweis: Herzlichen Dank für Ihre vielen Hinweise zum Dienstgrad! Ich habe versehentlich Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir befördert: Zum Oberstleutnant hat er es doch noch nicht gebracht, sondern zum Oberleutnant. Sie merken es: Ich habe nicht gedient. Vielleicht sollte ich auch mal einen Schnuppertag bei der Bundeswehr machen ...
Wirtschaftsinstitute erhöhen deutsche BIP-Prognose für 2023
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erhöhen ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden Jahr aufgrund der fallenden Energiepreise. Wie aus dem Frühjahrsgutachten hervorgeht, erwarten die Institute einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 Prozent für 2023.
SPD-Fraktionsvize Hubertz fordert Schutz von Mietern beim Heizungsaustausch
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, Verena Hubertz, fordert, Mieterhöhungen über die Sanierungsumlage im Falle des vorgeschriebenen Heizungsaustauschs zu deckeln. Deutschland sei ein Land der Mieterinnen und Mieter, so Hubertz im "ntv Frühstart". "Deswegen gucken wir uns ganz genau an, dass diese Sanierungsumlage nicht zu einer Überforderung der Mieterinnen und Mieter führt." Im Gesetzgebungsverfahren werde man nun festlegen, wie viel der sonst möglichen 8 Prozent der Kosten weitergegeben werden dürften. "Wir wollen es teilweise umlegen, aber so, dass es eben auch finanziell tragbar sein wird." Es brauche eine Lösung, die aber auch die Vermieter beim Austausch unterstütze. "Es muss für beide Seiten eben stemmbar sein." Die Sozialdemokratin sprach sich für eine stärkere Unterstützung der Bürger bei der Heizungsumrüstung aus. Die bisherige maximale Förderquote von 40 Prozent für den Einbau einer Wärmepumpe sei ein guter Start gewesen, "aber das gucken wir uns jetzt wirklich noch mal ganz von vorne an." Die Förderung solle nach dem Willen der SPD abhängig vom Einkommen sein. "Warum muss der gut verdienende Akademiker genau denselben Betrag kriegen wie die alleinerziehende Mutter?"
IG-Metall-Verhandlungsführer fordert Vier-Tage-Woche in Stahlindustrie
Dieser Vorschlag aus den Reihen der IG Metall könnte für Furore sorgen: Knut Giesler, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft in der nordwestdeutschen Stahlindustrie fordert für die Beschäftigten eine Vier-Tage-Woche - bei vollem Lohnausgleich. "Wir wollen eine echte Entlastung für die Beschäftigten erreichen, ohne dass sie deshalb weniger verdienen", sagte Giesler der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Ein solcher Schritt wäre nach seinen Worten ein großer Fortschritt für die Lebensqualität und die Gesundheit der Beschäftigten. In der nordwestdeutschen Stahlindustrie mit den Ländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Bremen wird in aller Regel der Pilotabschluss für die gesamte Branche erzielt. Die bisherigen Rückmeldungen aus den Stahlbelegschaften dazu seien ausgesprochen positiv, sagte Giesler. Gleichzeitig würde die Vier-Tage-Woche die Stahlindustrie nach seiner Einschätzung attraktiver für junge Menschen machen, die beim Umbau der kohlebasierten Schwerindustrie hin zu grünem Stahl in den kommenden Jahren dringend benötigt würden. Ein Vorschlag, der auch in anderen Branchen eine Überlegung wert wäre?
Polizei befreit drei "Einbrecher" aus misslicher Lage
Was würden Sie machen, wenn Sie plötzlich im Museum oder Einkaufszentrum nachts eingeschlossen wären? Zumindest im Museum könnte ich es nachts ganz gut aushalten und mir die Zeit vertreiben. Doch nach Verweilen steht drei jungen Männern gestern Abend in einer Kleingartenanlage in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz gar nicht der Sinn. Sie versuchen, über einen Stacheldrahtzaun zu klettern. Einbrecher auf der Flucht? Vandalen, die sich aus dem Staub machen wollen? Eine Nachbarin beobachtet die Kletterer und ruft die Polizei. Wie die Polizei mitteilt, handelte es sich bei dem Trio eher um "Gefangene" als um Kriminelle: "Das Trio hatte die Schließzeiten des Kleingartenvereins verpasst und versuchte bereits seit einer Stunde, sich aus der 'Gefangenschaft' zu befreien", berichtete einer der Polizisten laut Mitteilung. Ausnahmsweise gaben die Beamten also mal Ausstiegshilfe. Über eine größere Mülltonne konnten die drei jungen Männer schließlich ihre Freiheit zurückgewinnen. Auch ein Freund des Trios kam inzwischen mit einer Leiter, um sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien.
Medienmogul Rupert Murdoch löst Verlobung - nach nur zwei Wochen
Eigentlich sollten beim konservativen Medienmogul Rupert Murdoch und der 66-jährige Ann Lesley Smith bald die Hochzeitsglocken läuten. Doch nun soll der 92-Jährige die Pläne für seine fünfte Ehe nur zwei Wochen nach der Verlobung auch schon wieder begraben haben - angeblich, da Murdoch die religiösen Ansichten Smiths gestört hätten, wie das Magazin "Vanity Fair" unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Medienmoguls berichtet. Bei der Verlobung sagte er "damals" - also vor zwei Wochen - der "New York Post", dass er Smith heiraten und sie beide "die zweite Hälfte unseres Lebens zusammen verbringen" werden. "Ich war sehr nervös. Ich hatte große Angst davor, mich erneut zu verlieben - aber ich wusste, dass es mein letztes Mal wird. Das sollte es jedenfalls sein. Ich bin glücklich", sagte Murdoch damals. Das hat wohl nicht ganz hingehauen ...
Palast nennt Charles' Gemahlin nun offiziell "Queen Camilla"
"Queen Camilla" - so bezeichnet der Palast des britischen Königshauses nun ganz offiziell die Gemahlin von König Charles III. So nennt der Palast sie nun auch im Rahmen der Einladungen zu der in rund einem Monat anstehenden Krönung. Der Palast veröffentlichte eine geblümte Einladungskarte mit dem entsprechenden Titel, die an die mehr als 2000 geladenen Gäste verschickt wird. Außerdem teilte das Königshaus ein neues Porträt des Paares im Drawing Room des Buckingham-Palastes mit der Öffentlichkeit, auf dem beide lächeln und vertraut Arm in Arm stehen. Am Ostersonntag feiert das Paar übrigens 18. Hochzeitstag. Seit dem Tod von Queen Elizabeth II. im vergangenen September war die 75-Jährige in offiziellen Miteillungen des Palastes als Königsgemahlin, also "Queen Consort", bezeichnet worden. Dass Camilla ebenfalls zur Königin gekrönt wird und den Titel trägt, war von Charles' Mutter Elizabeth II. einige Monate vor ihrem Tod noch ausdrücklich festgelegt worden.
Was heute wichtig wird
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
passend zu den bevorstehenden Osterfeiertagen sprießen überall die Blumen aus dem Boden. Doch im Gegensatz zu den meisten angepflanzten Blumen zeigt sich vorsichtig hier und da auch ein Wildgewächs: der Löwenzahn. Auch wenn er vielen Gärtnerinnen und Gärtnern eher als Unkraut erscheint, so ist der Löwenzahn doch ein ganz deutliches Zeichen dafür, dass der Sommer näher rückt. Heute ist sein Ehrentag: In den USA ist heute der National Dandelion Day. So wird der Löwenzahn dort genannt. Wir haben ja unzählige Namen für die gelbe Blume mit den gezackten grünen Blättern: Butterblume, Kettenblume, Kuhblume, Pusteblume, Sonnenwirbel – das ist irgendwie der "Berliner" oder auch "Pfannkuchen" der Blumenwelt. Nun aber genug unnützes Wissen für diesen Dienstag und her mit den Terminen des Tages:
Die Außenminister der NATO-Staaten wollen zum Abschluss eines zweitägigen Treffens in Brüssel über die großen Themen für den nächsten Bündnisgipfel beraten: ein neues Ziel für die Höhe der Verteidigungsausgaben, der Umgang mit China und mögliche Schritte für eine weitere Verstärkung der Zusammenarbeit mit der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Warschau erwartet. Geplant sind Gespräche mit Polens Präsident Andrzej Duda und mit Regierungschef Mateusz Morawiecki.
Kremlchef Wladimir Putin und der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko treffen sich in Moskau. Laut Kreml-Ankündigung wollen die beiden Präsidenten zunächst den Stand des Ausbaus ihres gemeinsamen Unionsstaates Russland-Belarus erörtern.
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron beginnt am Mittwoch seinen dreitägigen Staatsbesuch in China, bei dem der Ukraine-Krieg ein zentrales Thema sein soll.
Kabinett will Reform des Wettbewerbsrechts auf den Weg bringen: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen hatte vor einem Jahr vor dem Hintergrund einer Preisexplosion beim Sprit angekündigt, die Befugnisse des Kartellamts erheblich ausweiten zu wollen.
Nach den Schüssen auf Polizisten bei einem Einsatz im badischen Main-Tauber-Kreis steht am Morgen ein mutmaßlicher "Reichsbürger" vor Gericht in Stuttgart.
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen in Berlin ihre Frühjahrsprognose vor. Wie vorab bekannt wurde, wird mit einer besseren wirtschaftlichen Lage gerechnet.
Am Abend findet ein Trauergottesdienst für die sieben Unfalltoten von Bad Langensalza statt.
Über die Geschehnisse rund um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine informieren wir in unserem Ukraine-Ticker. Ich halte Sie bis zum Nachmittag auf dem Laufenden, mit Nachrichten, Wissenswertem und etwas Unterhaltung. Wenden Sie sich gern mit Fragen, Anregungen und Kritik an dertag@n-tv.de
Ihre Johanna Ohlau
Was Trump in seiner Ansprache sagt
Die Schweigegeldzahlungen an Pornodarstellerin Stormy Daniels führen zu einer beispiellosen Anklage gegen Ex-US-Präsident Trump. Die Verlesung, zu der er persönlich erscheinen muss, wird zum Spektakel und löst ein politisches Beben aus. Zurück auf seinem Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida hält er selbst ebenfalls eine Ansprache, wo Sätze wie diese fallen:
"Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in Amerika passieren könnte"
"Das einzige Verbrechen, das ich begangen habe, war die furchtlose Verteidigung unserer Nation gegen diejenigen, die sie zerstören wollen."
Die erhobenen Vorwürfe seien falsch und politisch motiviert, es handle sich um eine "massive Wahlbeeinflussung".
Staatsanwalt Alvin Bragg und der zuständige Richter Juan Merchan seien "Trump-Hasser", die es auf ihn abgesehen hätten.
Mehr über die Anklage und das beispiellose Verfahren gegen den Ex-Präsidenten gibt es im Ticker.
Polizei erwischt Autofahrer zum dritten Mal ohne Führerschein
Das erlebt die Polizei bei Verkehrskontrollen wahrscheinlich auch nicht ständig: Zum dritten Mal ist ein 28 Jahre alter Autofahrer aus Hannover beim Fahren ohne Führerschein erwischt worden. Der Wiederholungstäter ging den Ordnungshütern auf der Bundesstraße 1 bei Söhlde im Landkreis Hildesheim ins Netz. Das teilt die Polizei mit. Demnach ist er zuvor schon zweimal wegen Fahrens ohne Führerschein ertappt worden.
Der Mann musste seinen Weg gestern zu Fuß fortsetzen. Er müsse nun mit empfindlichen Konsequenzen rechnen, hieß es in der Mitteilung weiter - ohne konkrete Details dazu. Der Fall liegt nach Angaben eines Polizeisprechers nun bei der Staatsanwaltschaft.