Freitag, 17. Juli 2020Der Tag

mit Hedviga Nyarsik
Hedviga Nyarsik
22:36 Uhr

Das war Freitag, der 17. Juli 2020

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picture alliance/dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

heute war ein ereignisreicher Tag. Bevor ich Sie und mich ins wohlverdiente Wochenende entlasse, möchte ich ihnen deshalb noch den ein oder anderen lesenswerten Artikel mit auf dem Weg geben:

Das war's für heute. "Der Tag" kehrt morgen in aller Früh' zurück. Gute Nacht.

22:11 Uhr

Leipziger Kontrolleur würgt Fahrgast minutenlang

In Leipzig ist eine Fahrkartenkontrolle eskaliert: Ein Kontrolleur der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) würgt einen am Boden liegenden Mann, bis er rot anläuft. Das verstörende Video veröffentlichte das Kreuzer Magazin auf Twitter. Darauf ist zu sehen, wie der LVB-Mitarbeiter den Mann im Würgegriff hält. Während dieser nach Luft ringt, reden umstehende Passanten auf den Kontrolleur ein. Sie fordern ihn auf, von seinem Opfer abzulassen und werden dabei immer verzweifelter. "Er kriegt keine Luft" und "er stirbt" ist zu hören.

Laut des Magazins konnten ihn erst sein Kollege schließlich dazu bewegen, von dem Mann abzulassen. Kurze Zeit später traf die Polizei ein. Wie es zu dem Vorfall kam, ist bislang nicht bekannt.

21:29 Uhr

Ramelow zeigt AfD-Abgeordneten den Mittelfinger

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat dem AfD-Abgeordneten Stefan Möller während einer hitzigen Landtagsdebatte den Mittelfinger gezeigt. Möller, der auch AfD-Landessprecher ist, sprach während einer Diskussion über den Umgang mit NSU-Akten über den Verfassungsschutz, den er als skandalgeneigte Behörde bezeichnete. "Wer da schon alles Tolles beobachtet wurde, nicht wahr, Herr Ramelow?", sagte Möller schließlich in Richtung des Thüringer Regierungschefs. Ramelow zeigte Möller daraufhin den Mittelfinger.

Die Thüringer CDU-Fraktion kritisierte Ramelows Aktion scharf. Ramelow und die AfD missbrauchten das Parlament "für ihre unappetitlichen Sandkastenspiele", erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Andreas Bühl. AfD-Fraktionschef Björn Höcke legte Ramelow einen Rücktritt nahe. "Wenn er einen Funken politischen und menschlichen Anstand besäße, würde er zurücktreten!", erklärte Höcke in einer Mitteilung.

Ramelow selbst gab sich später bei Twitter reumütig: "Dem Landtag gebührt mein Respekt als Verfassungsorgan. Den habe ich heute nicht im gebotenen Maße gezeigt. Gleichwohl werde ich meine antifaschistische Grundhaltung niemals von der AfD instrumentalisieren lassen", schrieb der 64 Jahre alte Linke-Politiker bei Twitter.

21:04 Uhr

Fliegerbombe in Berlin-Neukölln: Acht Häuser evakuiert

Mehrere Anwohner des Stellmacherwegs in Berlin-Neukölln können das ganze Wochenende nicht in ihren Häusern verbringen. Schuld ist eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Wegen des Blindgängers wurden der Polizei zufolge acht Einfamilienhäuser evakuiert. Die Fundstelle wird das gesamte Wochenende über von Polizeibeamten abgesichert. Erst am Montag kann die Bombe unschädlich gemacht werden. Ab 7 Uhr werden die Sprengmeister mit den Vorbereitungen beginnen, wie die Polizei mitteilte.

20:22 Uhr

14-jähriges deutsches Mädchen tot aus Nordsee geborgen

Vor der Küste der niederländischen Insel Ameland ist nach tagelanger Suche ein vermisstes 14-jähriges deutsches Mädchen tot geborgen worden. Sie war am vergangenen Samstagabend bei Dunkelheit mit dem Vater und der jüngeren Schwester im Wasser. Vermutlich geriet die 14-Jährige durch die starke Strömung in Not. Der Vater und die zweite Tochter konnten sich retten und alarmierten die Rettungskräfte. Die großangelegte Suche blieb jedoch erfolglos. Die Hoffnung, dass das Mädchen überleben könnte, war schnell verflogen.

Nun hat ein Rettungsteam ihre Leiche bei einer Bohrinsel gefunden. Sie wurde den Eltern übergeben, teilt die Polizei in Nes auf Ameland mit.

19:54 Uhr

Britische Meteorologen entdecken gigantische Ameisenschwärme auf Radar

Ein Blick auf den Radar des britischen Wetterdienstes Met Office verheißt nichts Gutes: Was aussieht wie dicke Regenwolken, entpuppt sich als gigantischer Schwarm fliegender Ameisen. Auf einem Video, das vom Met Office per Twitter geteilt wurde, sind auf einer Wetterkarte mehrere vermeintliche Regenfelder über dem Südosten Englands zu sehen. "Es regnet nicht in London, Kent oder Sussex, obwohl unser Radar etwas anderes sagt", heißt es in dem Tweet des Wetterdiensts. "Der Radar zeigt einen Schwarm von fliegenden Ameisen über dem Südosten an."

An warmen, feuchten und windstillen Tagen im Sommer könne es zum massenhaften Auftreten von Ameisenschwärmen kommen. Tage wie diese werden auch als Flying Ant Day, Tag der fliegenden Ameisen, bezeichnet. Die Tiere kommen dabei zur Paarung aus ihren Nestern. Nicht immer kommt es dabei zu so großen Ansammlungen. Für Ungemach sorgten die Tiere in der Vergangenheit auch immer wieder beim Tennis-Turnier in Wimbledon.

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19:23 Uhr

Zerstückelte Leiche in New York: War es der Assistent?

Nach dem Fund einer wohl mit einer elektrischen Säge zerstückelten Leiche in einer Wohnung in New York hat die Polizei Medienberichten zufolge einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich dabei um den 21 Jahre alten Assistenten des Opfers, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Polizeikreise. Er solle wegen Mordes angeklagt werden. Den Berichten zufolge hatte das Opfer, ein Technologie-Unternehmer, entdeckt, dass sein Assistent Geld von ihm gestohlen habe.

Der Leichnam des 33 Jahre alten Mannes war Anfang der Woche von dessen Schwester in der Wohnung des Mannes im Süden Manhattans gefunden worden. Sie wollte nach dem Rechten sehen, weil sie länger nichts mehr von ihrem Bruder gehört hatte. Sie fand die zerstückelte Leiche und rief die Polizei. Eine elektrische Säge lag per Kabel mit einer Steckdose verbunden in der Nähe der Leiche. Dem Gerichtsmediziner zufolge starb das Opfer nach zahlreichen Stichwunden an seinem Hals und Oberkörper.

19:00 Uhr

Queen schlägt 100-Jährigen für Spendenlauf am Rollator zum Ritter

Zusammen sind sie fast 200 Jahre alt: Die Queen (94) höchstpersönlich hat den britischen Weltkriegsveteranen und Rekord-Spendensammler Tom Moore (100) zum Ritter geschlagen. Moore hatte am Rollator 100 Runden im eigenen Garten zurückgelegt und damit umgerechnet fast 36 Millionen Euro (33 Millionen Pfund) Spenden eingesammelt. Das Geld kam Mitarbeitern des Gesundheitssystems zugute, und Moore wurde mit seinem Durchhaltevermögen für viele Briten zum Vorbild in der Krise. Die Queen nutzte bei der Zeremonie auf Schloss Windsor das traditionell für den Ritterschlag vorgesehene Schwert.

18:34 Uhr

Stars sollen New Yorker zum Tragen einer Masken bewegen

Wenn nicht Morgan Freeman die Menschen zum Tragen einer Maske bewegen kann, wer dann? Das dachte sich wohl auch New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo und engagierte den Hollywood-Schauspieler sowie etliche weitere Stars für seine "Mask Up America"-Kampagne. Acht TV-Werbespots sind bislang produziert worden, teilt Cuomo mit. Darin fordern Stars wie Ellen Pompeo, Robert De Niro und Jamie Foxx die Menschen in Amerika dazu auf, in der Öffentlichkeit einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. In den USA gibt es derzeit trotz stark steigender Neuinfektionszahlen erbitterte Diskussionen über die Maskenpflicht.

18:17 Uhr
Breaking News

Polizei fasst Yves Rausch nach tagelanger Fahndung

Der flüchtige Yves Rausch, der vier Polizisten mit einer Schusswaffe bedroht und ihnen die Pistolen abgenommen hat, ist gefasst. Nach dem 31-Jährigen war nach dem Vorfall in Oppenau im Schwarzwald seit Sonntag gesucht worden.

17:53 Uhr

Merkel weist Bulgariens Regierungschef auf Masken-Fauxpas hin

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picture alliance/dpa

Ups, da ist dem bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borissow beim Treffen der EU-Gipfel in Brüssel seine Maske von der Nase gerutscht. Oder trug er sie schon die ganze Zeit falsch? Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf jeden Fall sofort zur Stelle und weist ihren Kollegen auf seinen Fauxpas hin.

Bei dem ersten persönlichen Gipfeltreffen seit Beginn der Pandemie tragen die Staats- und Regierungschefs bei der Begrüßung allesamt Maske. Der übliche Handschlag oder auch ein Küsschen auf die Wange weichen dem Ellenbogencheck.

Doch nicht nur deshalb ist es ein ungewöhliches Treffen. Denn Merkel feiert ihren 66. Geburtstag. Da dürfen Geschenke selbstverständlich nicht fehlen: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron überreichte dem Geburtstagskind mehrere Flaschen Burgunder-Weißwein. Von Borissow erhielt sie ein silbernes Fläschchen bulgarisches Rosenwasser, und der belgische EU-Ratspräsident Charles Michel schenkte der Kanzlerin Schokolade aus seinem Heimatland.

17:17 Uhr

Tausende Schweine verbrennen in Sachsen-Anhalt

Die Ställe brannten lichterloh: Bei einem Brand in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Teutschenthal in Sachsen-Anhalt sind rund 5000 Schweine verendet. Einem Polizeisprecher zufolge liegt der Sachschaden zwischen vier und fünf Millionen Euro. Das Feuer wurde mittlerweile gelöscht.

  • Der Brand war am Donnerstagvormittag in dem Betrieb ausgebrochen.
  • Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.
  • Die Ursache für das Feuer ist bislang unklar.

Bereits im Jahr 2014 hatte es in dem Betrieb einen Großbrand gegeben, bei dem rund 2400 Tiere verendeten. Die Flammen hatten damals auch ein angrenzendes Büro und eine Werkstatt erreicht. Der Schaden wurde auf mehr als 100.000 Euro geschätzt. Unterdessen hat Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Grüne) einen verbesserten Brandschutz für Ställe gefordert.

16:51 Uhr

Polizeichef appelliert an flüchtigen Yves Rausch: Nehmen Sie Kontakt auf!

Seit Tagen ist Yves Rausch aus Oppenau auf der Flucht. Eine großangelegte Suchaktion der Polizei hat nichts gebracht. Daher ändert sie nun ihre Strategie: Bitten statt Jagen. Der Offenburger Polizeipräsident Reinhard Renter appellierte an den flüchtigen 31-Jährigen, Kontakt mit seinen Beamten aufzunehmen: "Rufen Sie uns an!" Das könne auch über Freunde oder die Familie geschehen.

Die Ermittler gehen weiter davon aus, dass sich der Mann im Wald bei Oppenau aufhält. Da der Ort nicht abgeriegelt oder umstellt sei, könne der Mann problemlos zu Kontaktpersonen gelangen. Bislang fehlt jede Spur von dem vorbestraften Mann ohne festen Wohnsitz. Er war am Sonntag nach einer Polizeikontrolle in einer illegal von ihm genutzten Hütte in den Wald geflohen. Zuvor hatte er vier Beamte mit einer Waffe bedroht und ihnen die Dienstwaffen abgenommen.

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16:23 Uhr

Prügelattacke österreichischer Polizisten: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Video

Nach einem Video über einen brutalen Polizeieinsatz in Österreich sind acht Wiener Polizisten vorläufig suspendiert worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit dem Video wegen Körperverletzung und prüft möglichen Amtsmissbrauch, wie eine Sprecherin der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte. Das Überwachungsvideo eines Wiener Lokals von Januar 2019 zeigt Polizisten, die einen Mann umringen. Zwei Beamte schlagen und treten in dem Video vor den Augen ihrer Kollegen den Mann, der keinen sichtbaren Widerstand leistet. Die "Kronen Zeitung" hatte das Video gestern veröffentlicht.

15:55 Uhr

Mann bedroht Imbiss-Betreiber mit Messer - und fordert Döner

Ein 38-Jähriger hat in Thüringen versucht, einen Imbiss mit einem Messer zu überfallen - statt Geld forderte er jedoch einen Döner. Der 46 Jahre alte Verkäufer habe den Mann schließlich beruhigen können, sagte eine Polizeisprecherin. Der 38-Jährige habe beim Verlassen des Lokals in Kölleda aber noch gedroht, mit weiteren Männern zurückzukehren. Die Einsatzkräfte konnten den betrunkenen und polizeibekannten Mann dann aber vorläufig festnehmen.

15:25 Uhr

Polizei übernimmt Krankentransport für verletzten Seeadler

Ein ungewöhnlicher Patient hat die Polizei in Drakenburg in Niedersachsen beschäftigt: ein verletzter Seeadler. Ein Mann habe das auf einem Weidepfahl sitzende Tier am Mittwochabend gefunden - der Adler habe sich unnatürlich verhalten und sei nicht weggeflogen, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Mann packte den Vogel den Angaben zufolge in eine Box und meldete sich bei der Polizei. Die Beamten fuhren mit dem verletzten und unberingten Seeadler in die Wildtierstation.

Fest stehe bislang, dass das etwa sechs Jahre alte männliche Tier nahezu flugunfähig sei, weil an seiner Handschwinge zahlreiche Federn abgebrochen seien. Beim Röntgen ergaben sich den Angaben zufolge keine Hinweise auf die Ursache der Verletzung. Der Adler werde ein neues Zuhause in der Wildtierstation haben, bis seine Federn nachgewachsen seien, kündigte die Polizei an. Dann werde er gesund in die Freiheit entlassen.

15:00 Uhr

Kalifornier erschleicht sich Corona-Hilfen - und verprasst sie im Casino

Kalifornische Ermittler sind einem Glücksritter auf die Schliche gekommen, der Millionen von Dollar an Corona-Hilfen der US-Regierung ergaunert und diese in Las Vegas und riskanten Börsenwetten verpulvert hatte. Andrew Marnell wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft gestern verhaftet. Er soll demnach über das Corona-Hilfsprogramm in den USA Direkt-Hilfen von rund neun Millionen Dollar erschwindelt haben.

Einen Teil des Geldes soll der 40-Jährige bei riskanten Aktiengeschäften verloren haben, Hunderttausende weitere Dollar beim Glücksspiel in Las Vegas. Marnell muss am Dienstag vor Gericht erscheinen. Ihm drohen wegen Bankbetrugs 30 Jahre Gefängnis.

14:34 Uhr

73-Jähriger stirbt in Kanada nach Maskenstreit

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imago images/Arnulf Hettrich

Nach einem heftigen Streit um die Maskenpflicht ist in Kanada ein 73-Jähriger bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden. Wie der Sender CBC berichtet, geriet der Mann am Vortag in einem Supermarkt in Minden, rund 200 Kilometer nördlich von Toronto, mit einem Angestellten in Streit. Dieser hatte ihn aufgefordert, eine Schutzmaske aufzuziehen.

Als sich der 73-Jährige weigerte, eskalierte der Streit. Nach Angaben des Mitarbeiters ging der Kunde wutentbrannt auf ihn los und trat dann die Flucht an. Der Mitarbeiter rief daraufhin die Polizei, die den 73-Jährigen an dessen Wohnort aufspürte.

Dort kam es zu einem Schusswechsel, bei dem sich der Mann schwerste Verletzungen zuzog. Nach Angaben der Polizei starb er kurz darauf im Krankenhaus. Die Beamten fanden ein Schnellfeuergewehr und eine Pistole in der Wohnung des Mannes.

14:17 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Janis Peitsch hat sich ins wohlverdiente Wochenende verabschiedet. Bis in den späten Abend werde ich Sie im "Tag" mit Nachrichten versorgen. Mein Name ist Hedviga Nyarsik und bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail unter hedviga.nyarsik[at]nama.de.

13:57 Uhr

Am Rande des EU-Gipfels: Das schenkte Macron Merkel zum Geburtstag

Als Party-Queen ist Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht bekannt: Unvergessen ist in Berlin die Feier zu ihrem 50. Geburtstag, bei dem sie als Festredner den Hirnforscher Wolf Singer geladen hatte. Er unterhielt ihre Gäste mit einem Vortrag zum Thema: "Das Gehirn: Ein Beispiel zur Selbstorganisation komplexer Systeme."

Ein komplexes System bildet heute auch die Kulisse für Merkels 66. Geburtstag: Sie verbringt den Jubeltag beim EU-Gipfel in Brüssel, wo schwere Verhandlungen über die Corona-Hilfen anstehen.

Geburtstagsglückwünsche erhielt Merkel trotzdem von zahlreichen Staats- und Regierungschefs. Von Emmanuel Macron erhielt die Kanzlerin ein paar Flaschen französischen Wein, wie Mitarbeiter des französischen Präsidenten bekannt gaben. Die Kanzlerin schätze Weißweine aus der Bourgogne, hieß es.

13:38 Uhr

Justiz ermittelt gegen Prinz Ernst August wegen Prügelvorwürfen

Neuer Ärger für Welfenprinz Ernst August von Hannover. Nachdem der 66-Jährige am frühen Mittwochmorgen in der Psychiatrie gelandet war, ermittelt nun die Justiz gegen ihn. Wie das Portal "oe24.de" meldet, hat die Staatsanwaltschaft Wels ein Verfahren wegen gefährlicher Drohung, schwerer Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt eingeleitet.

Laut Medienberichten hatte der Prinz am Mittwochmorgen gegen 1 Uhr den Notruf gewählt und berichtet, er werde ermordet und es gehe ihm schlecht. Die eintreffenden Beamten sollen dann von Ernst August attackiert worden sein.

Der Prinz schildert den Vorfall, der sich in Grünau in Oberösterreich zugetragen hatte, anders. Demnach habe er den Notruf wegen einer Unterzuckerung angerufen. Einer der Polizisten habe ihn dann ins Gesicht geschlagen. "Ich habe wahrscheinlich zurückgeboxt", sagte der 66-Jährige der "Kronen Zeitung".

Laut "oe24.de" wurde Ernst August noch nicht vernommen. Er hatte nach der ereignisreichen Nacht angekündigt, die Polizei sowie die Psychiatrie verklagen zu wollen.

12:59 Uhr

30 Jahre nach Scheidung: Argentiniens Ex-Präsident heiratet erste Ehefrau erneut

Argentiniens Ex-Präsident Carlos Menem wagt im Alter von 90 Jahren einen nicht alltäglichen Schritt: Er will seine erste Ehefrau Zulema Yoma erneut heiraten. Die Trauung sei für kommende Woche geplant, teilte sein Anwalt im Fernsehsender América mit. Das Paar hatte sich vor 30 Jahren scheiden lassen - der Rauswurf der Mutter seiner Kinder aus der offiziellen Residenz sorgte damals für einen Skandal.

Menem war von 1989 bis 1999 Präsident des lateinamerikanischen Landes, seit dem Jahr 2005 ist er Senator. Mit seiner ersten Frau, die er 1966 heiratete, bekam er zwei Kinder. Mit seiner zweiten Frau, der chilenischen Schauspielerin und ehemaligen "Miss Universe", Cecilia Bolocco, bekam er einen weiteren Sohn.

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12:27 Uhr

Hai zieht Jungen von Fischerboot ins offene Meer

Diese Szene klingt wie aus einem schlechten Horrorfilm, ist aber wirklich passiert: Vor der Küste der australischen Insel Tasmanien hat ein Hai einen zehn Jahre alten Jungen von einem Fischerboot ins Wasser gezogen.

Der Junge wurde an Arm, Kopf und Brust verletzt, wie der Rettungsdienst des Bundesstaates Tasmanien mitteilte. Er sei im Krankenhaus, sein Zustand sei stabil.

Sein Leben verdankt der Zehnjährige womöglich seinem Vater: "Der Vater des Jungen sprang ins Wasser, woraufhin der Hai davonschwamm", heißt es in der Mitteilung des Rettungsdienstes.

Angriffe von Haien sind vor Tasmanien selten. In Australien ist es aber bereits die vierte bekannte Hai-Attacke in diesem Monat. Erst am Dienstag war eine Frau in der Nähe des Great Barrier Reef schwer verletzt worden.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:50 Uhr

Weitere Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen gerettet

Galeria Karstadt Kaufhof plant harte Einschnitte, etwa ein Drittel aller Warenhäuser soll dichtmachen. Doch nun gibt es gute Nachrichten für die Belegschaft. Die Zahl der von der Schließung bedrohten Filialen sinkt nämlich weiter.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Warenhauskette Jürgen Ettl sagte der Deutschen Presse-Agentur, nach Zugeständnissen der Vermieter sei auch die Schließung der Warenhäuser an folgenden Standorten vom Tisch:

  • im Ringcenter in Berlin-Lichtenberg
  • in Bielefeld
  • im Alstertal-Einkaufszentrum in Hamburg
  • in Leonberg
  • in Nürnberg-Langwasser
  • in Singen

Damit seien gut 500 weitere Arbeitsplätze gerettet. Die Zahl der von der Schließung bedrohten Filialen sinkt damit von ursprünglich 62 auf 50. Ettl betonte gleichzeitig, er hoffe, dass es gelingen werde noch weitere Filialen vor der Schließung zu bewahren.

11:12 Uhr

Streit um billionenschwere Corona-Hilfen: Merkel fordert Kompromissbereitschaft

Die EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln heute in Brüssel über den 1,8-Billionen-Euro-Plan gegen die Corona-Krise. Viele Aspekte des Finanzpakets sind noch umstritten. Auch deshalb glaubt Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht an eine rasche Entscheidung.

Sie erwarte "sehr, sehr schwere Verhandlungen", sagte Merkel, die ihren 66. Geburtstag auf dem Gipfel verbringt. Die Unterschiede bei den Positionen der Mitgliedstaaten seien noch "sehr, sehr groß" und es brauche "wirklich große Kompromissbereitschaft" für eine Einigung. Sie könne deshalb "noch nicht voraussagen (...), ob wir dieses Mal schon zu einem Ergebnis kommen".

Der Zankapfel: Mehrere Länder verlangen Kürzungen an dem Finanzpaket und wollen die Corona-Hilfen nicht als Zuschüsse auszahlen, die von den Empfängerländern vor allem im Süden Europas nicht zurückgezahlt werden müssen. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat zudem mit einem Veto gegen das gesamte Finanzpaket gedroht, sollte im Haushalt die Möglichkeit verankert werden, EU-Gelder bei Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit zu kürzen.

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10:35 Uhr
Breaking News

Chat-Protokolle auftgetaucht - Wirecard-Skandal nimmt bizarre Züge an.

Der Wirecard-Skandal bekommt eine bizarre Note: Während eine Wirecard-Schlüsselfigur in Untersuchungshaft sitzt und gegenüber den Ermittlern auspackt, werden Chatprotokolle des flüchtigen Ex-Vorstands enthüllt. Darin prahlt er mit angeblichen Kontakten zu Geheimdiensten.

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10:20 Uhr

60.000 Schuss: Bundeswehr ermittelt wegen verschwundener Munition

Absicht oder einfach Sorglosigkeit? Die Bundeswehr hat Ermittlungen eingeleitet, weil insgesamt Zehntausende Schuss Munition in den Beständen fehlen. "Wenn es um Straftaten geht, wird selbstredend die Staatsanwaltschaft eingeschaltet", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Gründe seien aber noch ungeklärt.

Die "Welt" hatte zuvor berichtet, dass seit 2010 mindestens 60.000 Schuss Munition vermisst würden. Das gehe aus vertraulichen Antworten der Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen verschiedener Fraktionen hervor.

Es müsse nun geklärt werden, ob es sich um Schlamperei handele, ob Bestände in Einsatzgebieten verblieben seien oder mit krimineller Energie etwas abgezweigt worden sei, sagte der Sprecher. "Nichts davon kann ausgeschlossen werden."

09:44 Uhr

Buch von Trumps Nichte sprengt Verkaufsrekord

Das Enthüllungsbuch der Nichte von US-Präsident Donald Trump hat sich binnen eines Tages knapp eine Million Mal verkauft. Dies sei ein "Rekord" für das Unternehmen, teilte der Verlag Simon & Schuster mit. Bei der Verkaufszahl von 950.000 Exemplaren wurden auch Vorbestellungen sowie digitale und Audio-Versionen des Buches eingerechnet.

Mary Trump beschreibt ihren Onkel in dem am Dienstag erschienenen Buch als verlogenen und kaltherzigen Narzissten. Die Psychologin geht auf 240 Seiten auch ausgiebig auf die komplizierte Familiengeschichte der Trumps ein.

Mary Trump ist die Tochter des älteren Bruders des Präsidenten, Fred Trump Jr., der 1981 im Alter von 42 Jahren an den Folgen seiner Alkoholsucht gestorben war. Ein anderer Bruder des Präsidenten hatte vergeblich versucht, das Erscheinen des Buches mit juristischen Mitteln zu stoppen.

09:37 Uhr
Breaking News

Urteil: Staatlicher Zugriff auf Handydaten geht zu weit

Die staatlichen Zugriffsmöglichkeiten auf persönliche Daten von Handy- und Internetnutzern zur Strafverfolgung und Terrorabwehr gehen zu weit. Das Bundesverfassungsgericht erklärt mehrere Regelungen zur sogenannten Bestandsdatenauskunft für verfassungswidrig, wie das Gericht in Karlsruhe mitteilt.

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09:10 Uhr

Das Baby ist da - Model Barbara Meier zum ersten Mal Mutter

Model und Ex-"GNTM"-Siegerin Barbara Meier hat in einem Instagram-Post die Geburt ihrer Tochter Marie-Therese verkündet. "Unsere wunderschöne Tochter Marie-Therese hat das Licht der Welt erblickt", schreibt die 33-Jährige zu einem Bild der süßen Füßchen ihres Babys.

Der Vater von Meiers Tochter ist Klemens Hallmann. Das Model machte die Beziehung zu dem österreichischen Unternehmer im Frühjahr 2016 öffentlich. Im Mai 2018 machte ihr Hallmann in Cannes einen Heiratsantrag. Die Hochzeit fand am 1. Juni 2019 in Venedig statt.

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In den Kommentaren auf Instagram sammelten sich schnell zahlreiche Glückwünsche von Promis zur Geburt. "Die liebsten und herzlichsten Glück- und Segenswünsche zur Geburt Eurer süßen Marie-Therese. Die kleine Maus wird Euch sicher viele Glücksmomente bereiten", kommentiert Viktoria Lauterbach das Foto. "Herzlichen Glückwunsch meine Liebe! Freue mich so sehr für euch, kann es kaum abwarten eure Prinzessin kennenzulernen", meldet sich auch Sylvie Meis zu Wort.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:34 Uhr

"Two and a Half Men"-Star Ferrell nach Herzinfarkt in Pflegeheim

Sorge um US-Schauspielerin Conchata Ferrell: Die 77-Jährige, bekannt vor allem durch ihre Rolle in der Serie "Two and a Half Men" als Charlie Sheens Haushälterin Berta, hat einen schweren Herzinfarkt erlitten. Das meldet das US-Portal "TMZ" unter Berufung auf ihren Ehemann.

Demnach sei sie nun, nach vier Wochen auf der Intensivstation, in ein Pflegeheim verlegt worden. Bereits seit Mai befinde sich die US-Amerikanerin in einer Klinik.

Ursprünglich sei sie aufgrund einer Infektion eingeliefert worden, im Krankenhaus habe sich dann ihr Zustand rapide verschlechtert. Der Herzinfarkt hatte laut ihres Mannes einen zehnminütigen Herzstillstand zur Folge. Mittlerweile sei ihr Zustand stabil, allerdings sei Ferrell weiterhin auf ein Beatmungs- und ein Dialysegerät angewiesen.

Seine Frau könne weder sprechen noch kommunizieren, sei aber bei Bewusstsein und würde ihre Umgebung wahrnehmen, so der Ehemann.

07:52 Uhr

Rapper Haftbefehl mit Schussverletzung in Klinik

Der Offenbacher Rapper Haftbefehl befindet sich laut einem Medienbericht wegen einer Schussverletzung in einer Klinik in Darmstadt. Wie der Hessische Rundfunk (HR) meldet, sei der 34-Jährige am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr eingeliefert worden.

Demnach soll sich der Musiker nach einem Aufenthalt im Frankfurter Bahnhofsviertel versehentlich selbst in den Unterschenkel geschossen haben. Die Tat passierte offenbar unter Drogen und Alkoholeinfluss.

Da sich "der Patient sehr unkooperativ verhalte", sei bislang unklar, wo und wie er sich die Verletzungen zufügte, sagte eine Polizeisprecherin laut dem HR.

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07:39 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist aus mehreren Gründen ein besonderer Tag. Vor genau 75 Jahren besprachen Großbritannien, die USA und die Sowjetunion auf der Potsdamer Konferenz die Neuordnung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu Ehren der lustigen Piktogramme ist heute zudem der Welt-Emoji-Tag. Mit Blick auf die Gegenwart stehen außerdem noch folgende Termine im Kalender:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln in Brüssel über den 750-Milliarden-Euro-Plan gegen die Corona-Krise.
  • Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht eine Entscheidung zum staatlichen Zugriff auf persönliche Daten von Handy- und Internetnutzern.
  • Nach rund vier Wochen Zwangspause startet der Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück einen Probelauf im Zerlegebereich des Unternehmens.
  • Die britische Königin Elizabeth II. wird den 100 Jahre alten Weltkriegsveteranen Tom Moore zum Ritter schlagen. Moore hatte mit einem Spendenlauf am Rollator in der Corona-Krise knapp 33 Millionen Pfund gesammelt und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Meine Meldungen auf ntv.de lesen Sie heute vorerst zum letzten Mal. Um 14 Uhr verabschiede ich mich für zwei Wochen in den Sommerurlaub. Ich bin dann für Sie Anfang August frisch und gut erholt wieder im Dienst. Sollten Sie heute noch Fragen, Anregungen oder Kritik haben, können Sie mir gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de schicken. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

07:24 Uhr

Der Sommer kommt langsam in Schwung

Nach teils dichten Nebelfeldern erwartet uns heute uns ein meist freundlicher Mix aus Sonne und Wolken. Vor allem im Osten sowie im Bergland sind nachmittags aber auch einzelne Schauer drin. Wolkiger und teils nass bleibt es nur am überwiegend wolkigen Alpenrand.

Die Temperaturen zeigen es an: Der Sommer berappelt sich allmählich. Denn nach dem Tiefpunkt der Wetterwoche und mageren 14 bis 22 Grad gestern klettern die Werte heute auf 17 Grad an den Alpen und auf 25 Grad am Rhein.

Die weiteren Aussichten bringen uns am Wochenende häufig schönes und zunehmend warmes Sommerwetter mit einem Wechsel aus viel Sonne und ein paar meist harmlosen Wolken. Gelegentliche Schauer sind am Samstag im Osten und am Sonntag im Osten sowie im Nordseeumfeld drin.

Die Temperaturen steigen weiter an. Am Samstag auf 20 bis 27 und am Sonntag auf 23 bis 30 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein hoffentlich ganz entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:42 Uhr

Freundin von Berliner Serienvergewaltiger soll schwanger sein

Nach wochenlanger Fahndung schnappte die Polizei am Dienstag den mutmaßlichen Serienvergewaltiger, der in und um Berlin mehrere Frauen vergewaltigt haben soll. Wie die "Bild"-Zeitung nun berichtet, soll die Freundin des 29-Jährigen schwanger sein.

Demnach war der Serbe in Berlin mit einer Bosnierin zusammen. Am 9. Juni soll die Hochschwangere in ihre Heimat gefahren sein, um dort das Kind auf die Welt zu bringen. Nur drei Tage später soll der Tatverdächtige eine Minderjährige in Berlin vergewaltigt haben. Insgesamt acht Taten im Juni und Juli lasten ihm die Ermittler an.

Der "Bild"-Zeitung zufolge, kam der 29-Jährige erst im vergangenen Jahr nach Deutschland. In seiner Heimat soll er eine fünfjährige Haftstrafe wegen Diebstahl und Vergewaltigung abgesessen haben.

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06:10 Uhr

Japaner verschenken Bergluft in Konservenbüchsen

Naturliebhaber in Japan können trotz Corona-Krise aufatmen - oder besser einatmen: Die Stadt Hokuto in der Provinz Yamanashi verschenkt neuerdings Bergluft in Konservenbüchsen.

Da die Leute wegen der Pandemie die reichhaltige Natur der Region nicht vor Ort genießen könnten, schicke man ihnen die frische Luft eben in der Dose, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Zu diesem Zweck schickten die Stadtoberen von Hokuto fünf ihrer Mitarbeiter zunächst an den Fuß der beliebten Bergkette Yatsugatake, um dort die mitgebrachten Geschenkkonserven mit Luft zu füllen. Weitere Dosen füllten sie mit der Luft von städtischen Parks sowie mit der von örtlichen Schluchten.

Jedes der 100 Geschenksets bestehe aus einer dieser drei "Luftsorten", hieß es. Die Stadt wolle sie zum Teil im Internet verlosen, andere Dosen sollen unter anderem an Schwesterstädte verschenkt werden.

06:10 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht