Mittwoch, 23. November 2022Der Tag

Heute mit Heidi Ulrich und Alexander Schultze
21:42 Uhr

Das war Mittwoch, 23. November 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

was soll man sagen? Deutschland wird die WM-Bühne womöglich viel früher verlassen, als sich das Millionen Fans gedacht haben. Ob es noch etwas mit einem Fußballwunder wird, können Sie hier nachlesen. Ansonsten halten Sie unsere Kollegen Stephan Uersfeld und David Bedürftig rund um die WM auf dem Laufenden.

Positive Signale gibt es stattdessen in Sachen Bürgergeld, wo eine Einigung erzielt scheint. Auch in Sachen Pandemie macht uns Christian Drosten einigen Mut. Freuen wir uns darüber.

Was heute sonst noch wichtig war:

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Restabend, kommen Sie nun gut durch die Nacht. Ich begrüße Sie bereits morgen früh wieder hier. Bis dann.

22:17 Uhr

EU kassiert Urteil: Einstufung von Titandioxid in Pulverform als "krebserregend" ist falsch

Die EU hat den Weißmacher Titandioxid in Pulverform nach Ansicht des EU-Gerichts zu Unrecht als krebserregend eingestuft. Eine entsprechende Verordnung der EU-Kommission erklärte das Gericht für nichtig. Die EU-Kommission habe einen offensichtlichen Fehler bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit der Studie begangen, auf der die Einstufung beruhte, teilten die Richter in Luxemburg mit. Gegen das Urteil kann noch Einspruch beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingelegt werden. Titandioxid steckt beispielsweise in Wandfarbe oder Sonnencreme. Das Farbpigment steht in Verdacht, krebserregend zu sein. In Lebensmitteln ist Titandioxid seit Anfang des Jahres verboten. 2019 beschloss die EU-Kommission, dass der Stoff in Pulverform als krebserregend einzustufen ist, wenn er eingeatmet wird. Titandioxid wurde damit nicht verboten, musste aber mit einem Warnhinweis versehen werden. Dagegen hatten verschiedene Hersteller und Händler geklagt. Eine solche Einstufung müsse auf zuverlässigen und anerkannten Untersuchungen beruhen, urteilte das EU-Gericht nun. Das sei hier nicht der Fall gewesen.

22:12 Uhr

588. Auflage - Dresden öffnet Striezelmarkt nach Pandemie-Pause

Neben Krieg, Armut und verlorenen WM-Spielen gibt es auch gute Nachrichten: In Dresden hat der traditionelle Striezelmarkt wieder geöffnet.

Vier Tage vor dem ersten Advent ist am Mittwochnachmittag der 588. Dresdner Striezelmarkt eröffnet worden. Nach zwei ausgefallenen Saisons wegen der Corona-Pandemie hoffen mehr als 200 Händler und Budenbetreiber unter der 22 Meter hohen Lichtertanne bis Heiligabend auf gut 30 umsatzreiche Markttage. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche zog die Gemeinde mit Lichter-Engel, Bergmann und Kruzianern zu Klängen eines Bergmannsorchesters auf den Altmarkt. Dort wurde ein exakt 2022 Millimeter langer echter Dresdner Christstollen angeschnitten und die fast 15 Meter hohe Stufenpyramide aus dem Erzgebirge angeschoben. Der Striezelmarkt geht auf ein Privileg des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. von 1434 zurück. Es bezog sich ursprünglich nur auf einen freien Fleischmarkt am Tag vor Heiligabend und wurde später auf andere Waren ausgedehnt. Der Name Striezel nach einem alten Begriff für Stollen bürgerte sich um 1500 ein.

22:01 Uhr

Aussöhnung möglich? Erdogan würde Assad treffen

Wenige Tage nach Beginn einer Luftoffensive gegen kurdische Milizen zieht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ein Treffen mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Betracht. "Ein Treffen mit Assad ist möglich. In der Politik gibt es keinen Groll und keine Verbitterung", sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Bereits im August hatte er sich für eine Aussöhnung zwischen der syrischen Opposition und den Anhängern von Machthaber Assad ausgesprochen - was von vielen als Kehrtwende in Erdogans Haltung zu Assad gesehen wurde. Die Türkei hatte unter Erdogan die diplomatischen Beziehungen zu Damaskus aufgekündigt. Nach mehr als elf Jahren Bürgerkrieg kontrollieren die Anhänger von Assad wieder rund zwei Drittel des Landes. Der Machthaber wird unter anderem von Russland und dem Iran unterstützt.

21:48 Uhr

Namibia baut Statue von deutschem Kolonialherren ab

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Die Statue von Curt von François wird auf einen Lkw verladen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Statue eines deutschen Kolonialherrn ist von ihrem Platz vor der Stadt Windhuk in Namibia entfernt worden. Der Stadtrat Windhuks habe diese Entscheidung getroffen, sagte dessen Sprecher Harold Akwenye. Die Statue von Curt von François werde zur Aufbewahrung ins Unabhängigkeitsmuseum gebracht. Was mit ihr langfristig geschehen soll, ist noch unklar. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Windhuk, Job Amupanda, sagte, die Entfernung der Statue sei "der Beginn eines Prozesses zur Dekolonialisierung Windhuks". Der Diskurs um die Statue hatte 2020 mit einer Petition der namibischen Aktivistin Hildegard Titus begonnen. Die Petition habe den Druck auf den Stadtrat erhöht, sagte Titus. Curt von François stehe für die gewalttätige Vergangenheit Windhuks. Er solle daher nicht glorifiziert werden. François diente als Offizier in den kaiserlichen Kolonialtruppen und galt als Gründer der Stadt Windhuk. Historiker zweifeln dies mittlerweile an. Sie gehen davon aus, dass François das Kommando für eine brutale Attacke der deutschen Soldaten bei Hornkranz gab, bei der mehrere Kinder und Frauen starben.

21:30 Uhr

Musk fragte Twitternutzer nach Generalamnestie für gesperrte Accounts

Elon Musk scheint seine Begeisterung für "Basisdemokratie" entdeckt zu haben. Bereits vor dem Kauf von Twitter fragte er zuletzt immer wieder Nutzer nach Aktienverkäufen, kürzlich erfolgte die Frage, ob Ex-US-Präsident Donald Trump wieder twittern dürfen solle - sie wurde knapp bejaht. Nun geht er einen Schritt weiter:

Er startete eine Online-Umfrage über eine grundsätzliche Entsperrung blockierter Nutzerkonten. Musk fragte die Twitter-Nutzer, ob sie für oder gegen eine "Generalamnestie für suspendierte Konten" seien. Ausgenommen seien Nutzer, die gegen Gesetze verstoßen hätten oder für "unerhörten Spam" verantwortlich seien. Bisher nahmen knapp 1,4 Millionen Nutzer daran teil. Musk hatte vergangene Woche eine Twitter-Umfrage zu der Frage gestartet, ob Trumps nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 gesperrtes Nutzerkonto wieder freigegeben werden sollte. Von den mehr als 15 Millionen Teilnehmern stimmten 51,8 Prozent für eine Freigabe. Musk hatte nach dem Kauf von Twitter eigentlich angekündigt, dass über eine Freischaltung gesperrter Nutzerkonten erst nach Einsetzung eines "Rats zur Moderation von Inhalten" bei dem Kurzbotschaftendienst entschieden werden solle. Aktuell geht die Abstimmung übrigens klar in Richtung einer Entsperrung blockierter Accounts. Ein Urteil, das der "Demokratiefreund" Musk mit Sicherheit gern anerkennt.

21:14 Uhr

Beschleunigung von Infrastruktur - Autobahnen außer vor

Da wurde das Wort "Beschleunigung" in Teilen der Bundesregierung offenbar missverstanden. Gesetzesentwürfe für zahlreiche Infrastrukturprojekte sollten beschleunigt und so zügiger umgesetzt werden. Ein Teil der Ampel-Koalitionäre dachte offenbar ans zügigere Autofahren. Das ist hierzulande am ehesten auf Autobahnen möglich. So lässt sich zumindest Folgendes verstehen:

Bei der geplanten Beschleunigung von Infrastrukturprojekten hat sich das Bundesumweltministerium ablehnend gegenüber einem schnelleren Bau von Autobahnen geäußert. Der Fokus müsse auf Projekten für die Energiewende, Energiesicherheit und Transformation zur Klimaneutralität liegen, sagte ein Sprecher von Ministerin Steffi Lemke. Hintergrund sind Medienberichte, nach denen die Ampel-Koalitionäre den Weg für einen Gesetzentwurf frei gemacht haben, der Verwaltungsgerichtsverfahren zu Infrastrukturprojekten beschleunigen soll. Das soll auch die Straße miteinbeziehen. Der Sprecher Lemkes sagte dazu, die Abstimmungen der Bundesregierung dazu seien auf gutem Wege, aber noch nicht abgeschlossen. "Bei der Beschleunigung von Projekten ist eine klare Priorisierung wichtig", sagte der Sprecher. "Den Bau von Autobahnen oder Flughäfen zu beschleunigen, ist nicht per se sinnvoll, weil sie dem Ziel der Klimaneutralität entgegenstehen."

20:51 Uhr

Revolutionsgardist ist Syrien getötet - Iran macht Israel verantwortlich

Ein Oberst der iranischen Revolutionsgarden ist bei einem Anschlag in Syrien getötet worden. Davud Dschafari, der als Militärberater in Syrien im Einsatz war, sei in der Nähe der Hauptstadt Damaskus bei der Explosion eines am Straßenrand deponierten Sprengsatzes getötet worden, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine Erklärung der islamischen Eliteeinheit des Iran. Dschafari war demnach ein führender Vertreter des Luft- und Raumfahrtabteilung der Revolutionsgarden, die unter anderem auf die Herstellung von Drohnen, Raketen, ballistischen Geschossen und Satelliten spezialisiert ist. Die Revolutionsgarden machten Israel für den Anschlag vom Montag verantwortlich und kündigten eine "angemessene Antwort" an. Teheran unterstützt seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien das Regime in Damaskus, hat aber offiziellen Angaben zufolge keine Streitkräfte, sondern lediglich "Militärberater" in dem Nachbarland stationiert.

20:26 Uhr

Da brennt mehr als die Lunte - Feuer auf Cannabisplantage

Ein Kurzschluss an der Versorgungsleitung einer Cannabisplantage hat in Mönchengladbach einen Dachstuhlbrand ausgelöst. Im Nachbarhaus des Gebäudes entdeckten Polizisten eine zweistöckige Plantage statt hilfloser Menschen, wie die nordrhein-westfälischen Ermittler mitteilten. Auch in dem vom Brand betroffenen Haus wurde nach dem Löschen eine Plantage gefunden. Ein Brandermittler stellte fest, dass ein Kurzschluss an einer Leitung, welche die Plantage im Nachbarhaus mit Strom versorgte, das Feuer ausgelöst hatte. Die Ermittler beschlagnahmten in beiden Häusern mehr als 600 Cannabispflanzen. Diese hätten einen Marktwert von rund hunderttausend Euro erbracht.

20:07 Uhr

Videos des Tages

19:46 Uhr

"Bedrohte" Erben - Lindner für höhere Freibeträge bei Erbschaftssteuer

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich für höhere Freibeträge bei der Erbschaftsteuer ausgesprochen. Der FDP-Chef sagte auf dem "Wirtschaftsgipfel" der "Süddeutschen Zeitung" in Berlin, ihm erscheine es empfehlenswert, dies wie auch andere Teile des Steuerrechts regelmäßig an die allgemeine Preis- und Kostenentwicklung anzupassen. Es handle sich aber um eine Ländersteuer, deshalb sei er vorsichtig mit Empfehlungen. "Es müsste eine Initiative vorzugsweise von den Ländern selbst kommen, wenn wir endlich die Freibeträge der Erbschaftsteuer anpassen würden." Diese seien zuletzt 2009 festgelegt worden, seitdem gebe es deutliche Preissteigerungen. Der Freibetrag von 400.000 Euro wäre heute eigentlich knapp 500.000 Euro. Hintergrund ist, dass wegen einer Gesetzesänderung auf Erben größerer Vermögenswerte ab dem 1. Januar 2023 höhere Kosten für die Erbschaftssteuer zukommen könnten. Lindner verwies auf eine Änderung der Immobilienbewertungsverordnung, die von Horst Seehofer als Bundesbauminister aktualisiert worden sei.

19:23 Uhr

Bistum Speyer stellt Videoüberwachung an Helmut Kohls Grab ein

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Auf Wunsch von Witwe, Maike Kohl-Richter, wurde das Grab des Altkanzlers videoüberwacht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Bistum Speyer will 2023 den Strom für die Überwachungskamera am Grab von Altkanzler Helmut Kohl abstellen. Schon vor Monaten hatte die Stadt Speyer zu der Ruhestätte in einem Park mitgeteilt, unmittelbar nach der Beisetzung 2017 seien die Wünsche von Witwe Maike Kohl-Richter nach einer Videoüberwachung und Umzäunung zur Verhinderung von Vandalismus nachvollziehbar gewesen. Nun sei es Zeit, beides abzubauen. Kohl-Richter hatte zuvor gesagt, mit der Gestaltung vollziehe sie den letzten Willen ihres Mannes. Nun teilte das katholische Bistum Speyer mit, die Überwachungskamera für Kohls Grab werde aus einer Wohnung des nahen Pfarrhauses mit Strom versorgt. Die Rechnungen gingen an die Witwe von CDU-Altkanzler Kohl. In der derzeit leerstehenden Wohnung beginne im Laufe des nächsten Jahres ein Umbau. Dann werde diese "provisorische" Stromversorgung der Überwachungskamera eingestellt.

19:01 Uhr

Konsequent: Kirche verbrennt Altar, nachdem Pfarrer Sex darauf hatte

Das Drama um den ehemaligen katholischen Priester in Louisiana, der im September 2020 bei einem Dreier mit zwei Dominas auf dem Altar seiner Kirche erwischt wurde, ist beendet. In dieser Woche bekannte sich Travis Clark im Rahmen einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft eines Verbrechens der Obszönität schuldig und erhielt eine Bewährungsstrafe von drei Jahren sowie eine Geldstrafe von 1000 Dollar. Laut Fox 8 sagte Clarks Anwalt, dass der in Ungnade gefallene Heilige bereits 8000 Dollar Entschädigung an die Erzdiözese von New Orleans gezahlt habe, nachdem der fragliche Altar auf Verlangen von Erzbischof Gregory Aymond verbrannt und ersetzt worden sei.

18:38 Uhr

UN-Bericht: Mehr als fünf Frauen und Mädchen sterben jede Stunde

Mehr als fünf Frauen und Mädchen sind im vergangenen Jahr einem UN-Bericht zufolge durchschnittlich pro Stunde von Partnern oder Familienmitgliedern in ihrem Zuhause getötet worden. Rund 56 Prozent aller Morde an Frauen und Mädchen - 45.000 von insgesamt 81.000 - seien 2021 von Partnern oder Familienmitgliedern verübt worden, hieß es in dem Bericht der UN-Organisationen UNODC und UN Women, die sich mit Kriminalität beziehungsweise Frauen beschäftigen. Bei den Morden an Männern waren es elf Prozent. Insgesamt hätte sich die "alarmierend hohe" Zahl der Morde an Frauen und Mädchen in den vergangenen Jahren kaum verändert, hieß es weiter. Es sei aber eine hohe Dunkelziffer möglich. Die UN-Organisationen riefen zu einem besseren Schutz von Frauen und Mädchen auf.

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18:25 Uhr

Zweites Verfahren gegen Woelki - Falsche eidesstattliche Aussage?

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ein zweites Ermittlungsverfahren gegen den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki eingeleitet. Es geht um den Vorwurf einer falschen eidesstattlichen Versicherung, wie die Behörde auf Anfrage bestätigte. Sie habe "zureichende Anhaltspunkte für die Annahme, dass möglicherweise ein Geschehen von strafrechtlicher Relevanz vorliegen könnte". Den Medienberichten zufolge soll es um den Fall eines Pfarrers gehen, der schon vor mehr als 20 Jahren sexuellen Kontakt mit einem Minderjährigen gehabt haben soll. Auch später gab es demnach Missbrauchsvorwürfe gegen ihn. Woelki beförderte den Priester 2017 zum stellvertretenden Stadtdechanten von Düsseldorf. Der Kardinal habe im vergangenen Jahr an Eides statt versichert, dass er bis auf einen bekannten Vorfall nur von Gerüchten rund um den Mann gehört habe, schrieb die "Welt". Die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen gegen Woelki zunächst abgelehnt, weil es keinen Anfangsverdacht gegeben habe. Nach der Aussage einer Zeugin in einem presserechtlichen Verfahren vor dem Landgericht Köln habe sich dies geändert, erklärte die Staatsanwaltschaft.

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18:08 Uhr

Rheinland-Pfalz will Export von Alttextilien einschränken

Die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder macht sich bei der Umweltministerkonferenz für ein Exportverbot von Textilabfällen in Nicht-OECD-Staaten stark. Es gehe dabei nicht um Altkleider, die noch genutzt werden könnten. Vielmehr müsse es ein Exportverbot für Alttextilien und Textilabfälle geben, die etwa in afrikanischen Staaten illegal abgelagert würden, anstatt sie in den Herkunftsländern zu recyclen, sagte Eder in Mainz. Deutschland sei nach UN-Angaben einer der Hauptexporteure von Alttextilien. "Es kann nicht sein, dass Mensch und Umwelt in Drittstaaten den Preis für unsere "fast fashion" bezahlen", sagte Eder. "In den vergangenen Jahren sind gigantische Deponien aus Textilresten zum Beispiel am Ufer der Korle-Lagune in der ghanaischen Hauptstadt Accra entstanden", sagte Eder. 30 bis 40 Prozent der Alttextilien, die beispielsweise nach Kenia exportiert würden, seien von so geringer Qualität, dass sie nicht verkauft werden könnten. Diese Textilabfälle würden illegal abgeladen oder offen verbrannt - Mikroplastik und Farbstoffe kontaminierten dann Wasser und Böden.

17:43 Uhr

Royale Leckerei: Tortenstück von Williams und Kates Hochzeit bringt 450 Euro Erlös

Ein elf Jahres altes Stück der Hochzeitstorte von Prinz William und Prinzessin Kate ist samt der originalen Verpackung versteigert worden. Den Preis bezifferte das Auktionshaus Keys in Norwich auf seiner Homepage auf 390 Pfund (gut 450 Euro). Das war niedriger als der Schätzwert von 400 bis 600 Pfund. Ein Stück der Hochzeitstorte von Williams Vater, König Charles III. und dessen Frau Königsgemahlin Camilla von 2005, für das ein ähnlicher Preis erwartet worden war, blieb hingegen liegen - es sei nicht verkauft worden, sagte eine Keys-Mitarbeiterin auf Anfrage. Deutlich mehr Geld brachte hingegen ein Foto der gestorbenen Queen Elizabeth II. und ihres Ehemanns Prinz Philip. Das Porträt mit den Unterschriften des royalen Paares brachte 980 Pfund. Ein Fotoalbum mit Bildern der Queen und Mitgliedern der königlichen Familie bei Staatsbesuchen mit der Jacht "Britannia" erzielte 400 Pfund. Für eine Weihnachtskarte mit Unterschriften des damaligen Thronfolgers Charles und seiner Ex-Frau Diana sowie einem Bild des Paares mit den Söhnen Prinz William und Prinz Harry wurden 440 Pfund bezahlt.

17:26 Uhr

Spart Zeit und Geld: Buschmann will mehr Videoschalten bei Prozessen

Bundesjustizminister Marco Buschmann will den Einsatz von Video-Schaltungen bei Gerichtsprozessen erleichtern. Künftig soll die Teilnahme bei Verfahren vor Zivil- und Fachgerichten häufiger als bisher auch per Videoübertragung möglich sein: Dies sieht ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums vor. Das Ministerium will damit an Erfahrungen anknüpfen, die während der Corona-Pandemie mit dem Einsatz von Videotechnik gemacht wurden. "Wer nicht mehr von Hamburg nach München zu einer Gerichtsverhandlung fahren muss, spart Zeit und Ressourcen", erklärte Buschmann. "Termine lassen sich leichter vereinbaren, denn die Beteiligten können eine Verhandlung oder Beweisaufnahme per Video viel einfacher in ihren Alltag einfügen." Damit könnten auch gerichtliche Entscheidungen beschleunigt werden.

16:48 Uhr

Todesschütze in den USA war Walmart-Mitarbeiter

Der Mann, der am späten Dienstagabend (Ortszeit) in einem US-Supermarkt um sich geschossen hat, war nach Angaben der Polizei ein Walmart-Mitarbeiter. Der Polizeichef von Chesapeake, Mark Solesky, bestätigte bei einer Pressekonferenz entsprechende Medienberichte. Der Mann habe sich nach der Gewalttat mit einer Schusswaffe das Leben genommen. Soleksy bestätigte sechs weitere Todesopfer sowie vier Verletzte, die sich derzeit im Krankenhaus befänden. Nach Informationen des US-Senders CNN hatte der Täter in einem Pausenraum auf seine Opfer gefeuert. Die Polizei nannte zunächst keine weiteren Details und verwies auf die laufenden Ermittlungen. Zwei Tage vor Thanksgiving, als viele Menschen Einkäufe für den in den USA so wichtigen Feiertag erledigten, hatte der Täter in einem Walmart in der Ostküsten-Stadt Chesapeake das Feuer eröffnet.

16:34 Uhr

Harald Schmidt wird wieder Oskar Schifferle - Rückkehr zum "Traumschiff"

Deutsche Senioren träumen sich gern an fremde Orte und in vermeintlich fremde Kulturen. Wer ihnen dabei oft hilft? Das "Traumschiff". Nun wird bekannt, dass ein Publikumsliebling bald wieder zur Crew des Ozeanriesen gehören wird:

Harald Schmidt dreht wieder als Oskar Schifferle auf dem "Traumschiff". Eine ZDF-Sprecherin sagte den "Badischen Neuesten Nachrichten": "Die Schiffsdreharbeiten haben am Dienstag begonnen." Schmidt stoße ein paar Tage später zur Crew. Seine Managerin Sigrid Korbmacher bestätigte den "BNN": "Das ist richtig. Er startet am Wochenende." Die Dreharbeiten seien bis in den Dezember im Ausland geplant. Wann diese neue Folge ausgestrahlt wird, steht laut ZDF noch nicht fest. ZDF-Angaben zufolge geht es mit der MS Amadea über Madeira zu den Kanaren und den Kapverden. "Der Landteil wird im Januar und Februar 2023 in Namibia gedreht."

16:16 Uhr

Nach Goldbraub - SOKO Manching prüft Parallelen zu Berlin und Dresden

Nach dem Diebstahl des Manchinger Goldschatzes prüfen die Ermittler auch Zusammenhänge mit dem spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden und dem Münzklau aus dem Bode-Museum in Berlin. Es gebe "Parallelen", teilte der Vizepräsident des Landeskriminalamtes, Guido Limmer, in Manching mit. Ob Verbindungen bestehen, sei noch völlig unklar, man stehe aber mit den Kollegen im Osten in Kontakt. Unbekannte hatten in der Nacht zu Dienstag keltische Goldmünzen im Wert von mehreren Millionen aus einem Manchinger Museum gestohlen. Ermittelt wird wegen schweren Bandendiebstahls und Sachbeschädigung.

15:57 Uhr

Zwei Tote bei Verkehrsunfall in Brandenburg

In Brandenburg sind bei einem Zusammenstoß eines Kleintransporters mit einem Baum zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Frankfurt an der Oder mitteilte, verlor der 26-jährige Fahrer am frühen Morgen die Kontrolle über das Fahrzeug und prallte gegen den Baum. Der Unfall ereignete sich auf einer Kreisstraße in der Nähe der Gemeinde Milmersdorf. Zwei Insassen des Fahrzeuges im Alter von 19 und 44 Jahren erlitten dabei so schwere Verletzungen, dass sie noch vor Ort starben. Der 26-jährige Fahrer wurde den Angaben zufolge schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

15:42 Uhr

Rapper Fler zu 16 Monaten Bewährung verurteilt

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat den Rapper Fler wegen einer Reihe von Straftaten zu einer Bewährungsstrafe von 16 Monaten verurteilt. Das Gericht sprach den 40-Jährigen unter anderem der Körperverletzung, Sachbeschädigung, Bedrohung und Beleidigung schuldig. Der Musiker, mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky, hatte im März 2020 ein Fernsehteam angegriffen, bedroht und beleidigt. Dieses hatte versucht, ihn beim Verlassen eines Geschäfts auf dem Berliner Kurfürstendamm zu interviewen. Dem Kameramann schlug er dabei ins Gesicht, die Kamera zerstörte er. Angeklagt waren zudem weitere Beleidigungen und Bedrohungen, die der Rapper überwiegend in den sozialen Medien abgegeben hatte. Fler erschien nicht, weshalb in seiner Abwesenheit verhandelt wurde. Am ersten Prozesstag vor einer Woche hatte er allerdings bereits die erhobenen Vorwürfe eingeräumt. Das erweiterte Schöffengericht blieb mit seinem Urteil knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die 18 Monate auf Bewährung beantragt hatte.

15:33 Uhr

Drosten hat Endemie in Sicht - wenn nicht BQ. 1.1 das Rennen macht

Der Virologe Christian Drosten sieht einem Medienbericht zufolge in der raschen Abfolge der jüngsten Corona-Wellen ein Anzeichen für ein baldiges Ende der Corona-Pandemie. Ob der nächste Winter jedoch noch einmal hart werde, hänge davon ab, welche Omikron-Variante des Virus sich durchsetze, zitiert "Die Zeit" Drosten: "Gerade nehmen gleich zwei Omikron-Varianten Anlauf: BF.7 und BQ.1.1. BF.7 wäre der bessere Fall, diese Variante ist BA.5 sehr ähnlich, gegen das ein Großteil der Bevölkerung bereits immun ist. Es käme dann eine sanfte Winterwelle." Mit BF.7 wäre man "im endemischen Zustand angekommen". Bei BQ.1.1 wäre das aber "noch nicht so klar festzustellen, denn hier gibt es zusätzliche Immunflucht". Das Virus könne dem Immunsystem von bereits Infizierten oder Geimpften besser entkommen. Und tatsächlich hole BQ.1.1 gerade in mehreren europäischen Ländern auf. 

15:24 Uhr

Thomas Gottschalk hilft - Wetten, dass ... Sie nicht wissen, wo

Riesenrummel hat es in einem Regensburger Supermarkt gegeben, als Entertainer Thomas Gottschalk für eine Stunde an der Kasse saß. Dort sammelte er ehrenamtlich Spenden für den Kinderschutzbund. "Ich gehe selber einkaufen, aber fragen Sie mich nicht, was die Butter kostet", sagte der Moderator. Eine Abteilung meidet er beim Einkauf allerdings: "Es ist natürlich so, dass ich immer schnell am Zeitschriftenstand vorbeihusche." Meist sei aber sein Kollege Florian Silbereisen vorne drauf. In Regensburg gab Gottschalk den Verkäufer und kassierte Milch, Reis, Orangen, Gummibärchen und Wein ab. Er plauderte mit den Kunden und animierte sie, ihren Kaufbetrag aufzurunden. Nebenbei schrieb er Autogramme und erfüllte unzählige Selfie-Wünsche. Das Geld aus der Aktion kommt den Angaben nach über die Netto Marken-Discount Stiftung verschiedenen sozialen Zwecken zugute. "Nachdem Grönemeyer gesagt hat, er rettet die Tafel, hab ich gesagt, ich muss hier mitarbeiten." Popsänger Herbert Grönemeyer hatte am Samstag bei Gottschalks ZDF-Show "Wetten, dass …?" angekündigt, einen Monat lang die Kosten für die Berliner Tafel zu übernehmen.

14:47 Uhr

Polen lässt nicht locker - Außenminister will über Reparationen reden

Polens Vize-Außenminister Arkadiusz Mularczyk will Anfang Dezember zu Gesprächen über die Reparationsforderungen seines Landes an Deutschland nach Berlin reisen. Er wolle Vertretern der Bundesregierung und des Bundestags den Bericht der polnischen Parlamentskommission zu den Weltkriegsschäden vorstellen, sagte Mularczyk in Warschau. Anfang Oktober hatte Polen in einer diplomatischen Note an Berlin für die durch den Zweiten Weltkrieg und die deutsche Besatzung erlittenen Schäden umgerechnet mehr als 1,3 Billionen Euro Entschädigung gefordert. Mularczyk sagte weiter, die "unnachgiebige Haltung der deutschen Regierung, die sich allen Argumenten verschließt, den Dialog verweigert und nicht auf die diplomatische Note eingeht", habe Warschau nun veranlasst, alle Mitgliedstaaten von EU und NATO mit diplomatischen Schreiben über die Situation zu informieren. Die Bundesregierung lehnt jegliche Reparationsforderungen ab.

14:24 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Heidi Ulrich verabschiedet sich in ihren verdienten Feierabend. Ab sofort übernehme ich das Ruder im Tag und begleite Sie bis in den Abend. Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Kritik oder Anregungen haben, schreiben Sie mir und dertag@ntv.de. Auf geht's!

14:05 Uhr

Transporter mit einer Tonne Pyrotechnik gestoppt

Auf der A17 in Sachsen kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze hat der Zoll einen Transporter mit hochexplosiver Ladung gestoppt: Die Ladefläche war bei der Kontrolle vor gut einer Woche voll mit Feuerwerksbatterien, Kartons mit verschiedenen Feuerwerkskörpern und Raketen. Darunter sei auch Pyrotechnik der sogenannten Kategorie F3 gewesen, schreibt das Hauptzollamt Dresden. Dafür sei eine besondere sprengstoffrechtliche Erlaubnis notwendig. Diese konnten der 29-jährige Fahrer und sein 34-jähriger Beifahrer aber nicht vorweisen. Gegen beide wird nun unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Die gesamte Pyrotechnik wog zusammen 1084 Kilogramm. Die Feuerwerkskörper wurden beschlagnahmt und dem Kampfmittelräumdienst übergeben.

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Fahrer und Beifahrer des Kleintransporters sagten, sie seien in Tschechien gewesen und wollten zurück in die Niederlande. Mit dabei hatten sie hochexplosive Fracht.

(Foto: Quelle: Zoll)

13:42 Uhr

Mölln gedenkt der Opfer der rassistischen Anschläge

Die rassistischen Brandanschläge in Mölln in Schleswig-Holstein jähren sich heute zum 30. Mal. Drei Menschen wurden damals getötet. Die Tat der Rechtsextremisten sei nicht aus dem Nichts gekommen, sagt Innenministerin Faeser. "Die Hetze gegen Menschen anderer Herkunft bereitete ihr den Boden." Der Mord bleibe Mahnung, entschieden und mit Härte gegen rassistische Hetze und Gewalt vorzugehen. Landwirtschaftsminister Özdemir schreibt, der Anschlag habe damals das Vertrauen vieler Menschen mit Migrationsgeschichte in die deutsche Gesellschaft und Politik erschüttert. Er werde nie vergessen, "dass auch meine Eltern damals überlegten, für 'Notfälle' eine Leiter am Fenster anzubringen".

In der Nacht zum 23. November 1992 hatten zwei Neonazis Brandsätze auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in der Möllner Altstadt geworfen. Dabei wurden die 51 Jahre alte Bahide Arslan sowie ihre Enkelinnen, die 10-jährige Yeliz Arslan und die 14-jährige Ayse Yilmaz, getötet. Neun weitere Menschen wurden verletzt. Die Stadt erinnert heute mit einem Gedenkgottesdienst und Kranzniederlegungen an die Opfer.

13:17 Uhr

Arbeiter wird in Maschine eingeklemmt und stirbt

Am frühen Morgen hat es einen tödlichen Unfall in einem Glasrecyclingbetrieb im bayerischen Neuburg an der Donau gegeben. Ein 32-jähriger Arbeiter kam dabei ums Leben. Die Polizei sagt, gegen 4.20 Uhr sei bei einer Etikettiermaschine eine Störung aufgetreten. Bei dem Versuch, die Störung im Inneren der Maschine zu beheben, sei diese wieder angelaufen und der 32-Jährige eingeklemmt worden. Der Mann wurde dadurch so schwer verletzt, dass er noch vor Ort starb. Die Polizei ermittelt, wie genau es zu dem Unfall kommen konnte.

12:53 Uhr

Steinmeier führt Frauenquote für Verdienstorden ein

Bisher werden deutlich mehr Männer als Frauen mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Eine Quote soll das ändern. Bundespräsident Steinmeier kündigt an, eine Frauenquote von "mindestens 40 Prozent" einzuführen. Denn bisher werde nur etwa jeder dritte Verdienstorden an eine Frau vergeben - "obwohl sich Frauen und Männer in unserer Gesellschaft gleichermaßen engagieren". Steinmeier betont, dass es auf die Vorschläge ankomme und ruft dazu auf, öfter Frauen für die Auszeichnung vorzuschlagen: "Schauen Sie sich um, in Ihrer Nachbarschaft, in Ihrer Freizeit, bei Ihren Kolleginnen. Der Verdienstorden lebt von den Vorschlägen, die ich von Ihnen für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes bekomme." Wer nun zur Tat schreiten möchte und einen deutschen Pass hat, kann sich dazu an die Staats- oder Senatskanzlei seines Bundeslandes oder an das Bundespräsidialamt wenden. Wer keinen deutschen Pass hat, kann sich an das Auswärtige Amt wenden.

12:24 Uhr

NRW lockert Isolationspflicht

Bei den Corona-Regeln wird es immer unübersichtlicher: In Nordrhein-Westfalen brauchen sich Infizierte künftig nicht mehr freitesten. Die Isolationspflicht ende automatisch nach fünf Tagen, sagt die Landesregierung. Es wird aber empfohlen, per Test zu checken, ob man noch ansteckend ist. Für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Corona haben, gilt eine Besonderheit: Sie dürfen erst wieder zurück an ihren Arbeitsplatz, wenn sie negativ getestet wurden. Die Änderungen treten nächsten Mittwoch in Kraft. Fünf Bundesländer haben die Isolationspflicht schon ganz aufgehoben: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.

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11:40 Uhr
Breaking News

Schotten brauchen für Referendum Londons Erlaubnis

Das höchste Gericht in Großbritannien lehnt ein Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands ohne Zustimmung der britischen Regierung ab. "Das schottische Regionalparlament hat nicht die Befugnis, Gesetze für eine Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands zu erlassen", erklärt der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreiches. Dieser folgt damit den Argumenten der britischen Regierung. Für die schottische Regierung hingegen ist dies ein herber Schlag. Sie hatte für kommendes Jahr ein zweites Referendum nach dem von 2014 angestrebt. Damals hatte sich eine Mehrheit für den Verbleib Schottlands im Königreich ausgesprochen. Der Brexit hat aber der Unabhängigkeitsbewegung neuen Schwung verliehen, da die schottische Bevölkerung mehrheitlich für eine Mitgliedschaft in der EU ist.

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11:15 Uhr

Spezialschiff für Flüssiggas erreicht Deutschland

Bei dichtem Nebel erreicht die "Neptune" heute früh Rügen und macht vor dem Hafen von Mukran fest. Das Spezialschiff kann Flüssiggas gasförmig machen, es soll als schwimmendes Flüssiggas-Terminal dienen. Rügen ist aber nur Zwischenstation. Nach einigen Vorbereitungen geht es weiter nach Lubmin bei Greifswald. Dort soll das Terminal am 1. Dezember in Betrieb gehen. Dazu wird die "Neptune" an Gasfernleitungen angeschlossen. Geplant ist, dass kleinere Shuttle-Schiffe das Flüssigerdgas (LNG) von einem Speicherschiff in der Ostsee holen und zum Terminal in Lubmin bringen, wo das LNG zu Gas umgewandelt und dann weitergeleitet wird.

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Die "Neptune" ist im Seenebel nur schwer zu erkennen. Gestartet war sie in Wales.

(Foto: dpa)

10:52 Uhr

Bahnstrecke bleibt nach Zugunfall länger gesperrt

Die Zugstrecke zwischen Hannover und Berlin bleibt länger gesperrt als gedacht. Die Deutsche Bahn schreibt, Fahrgäste müssten sich voraussichtlich bis zum 16. Dezember auf Umleitungen einstellen. Die Aufräumarbeiten nach dem Zusammenstoß von zwei Güterzügen im Landkreis Gifhorn dauern an. Die Feuerwehr sei weiterhin damit beschäftigt, "in einem aufwendigen Verfahren das Propangas aus den umgekippten vier Kesselwagen abzupumpen und die Restmengen kontrolliert abzubrennen". Die niedrigen Temperaturen erschwerten die Arbeit zusätzlich, heißt es. Zuerst war davon ausgegangen worden, dass das Problem bis zum 27. November behoben wird. Fahrgäste, die davon betroffen sind und schon ein Ticket gebucht haben, können ihre Reise unter bestimmten Voraussetzungen verschieben.

10:26 Uhr

Merz und Scholz beschuldigen sich

Bei der Generaldebatte im Bundestag arbeiten sich Regierungsparteien und Opposition wie üblich aneinander ab. Unionsfraktionschef Merz attackiert Kanzler Scholz etwa mit Blick auf die Verteidigungsausgaben scharf: Anstatt die Ausgaben wie versprochen auf mindestens zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen, sinke der Wehretat tatsächlich um 300 Millionen Euro, sagt Merz. "Das ist ein grober Wortbruch." Scholz wirft Merz wiederum vor, die aktuelle Lage in Deutschland schlechtzureden und verteidigt den Kurs der Ampelkoalition: "Diese Bundesregierung hat in zwölf Monaten mehr in Gang gebracht, umgesetzt und aufgeräumt, als in den Regierungen der vergangenen zwölf Jahre möglich war."

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09:58 Uhr

Zivilprozess gegen die Trumps angesetzt

Gegen die Familienholding Trump Organization läuft schon ein Steuerbetrugs-Prozess, allerdings ist der ehemalige US-Präsident selbst dabei nicht angeklagt. Anders im Zivilprozess: Die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates New York, Letitia James, hat Trump und seine drei ältesten Kinder Donald Junior, Ivanka und Eric wegen des Vorwurfs massiver Finanzbetrügereien zivilrechtlich verklagt. Das war schon im September. Jetzt ist der Prozessbeginn terminiert: am 2. Oktober nächsten Jahres soll es losgehen. Allerdings werden Trumps Anwälte wahrscheinlich versuchen, den Prozessstart hinauszuzögern. Die Trump Organization soll über Jahre hinweg den Fiskus, Banken und Versicherungen über den wahren Zustand ihrer Finanzen getäuscht haben. Mal soll Trump mithilfe seiner Kinder und von Mitarbeitern den Wert seiner Besitztümer künstlich aufgeblasen haben, um günstige Kredite zu ergattern, mal soll er die Werte nach unten manipuliert haben, um weniger Steuern zu zahlen. Trump, der erneut Präsident werden will, bestreitet das und spricht von einer politisch motivierten "Hexenjagd".

09:24 Uhr

Polizei vermutet, dass Golddiebe Kelten-Schatz einschmelzen

Die 483 keltischen Münzen, die Diebe im bayerischen Manching gestohlen haben, dürften sich nur schwer verkaufen lassen. Die Polizei befürchtet deshalb, dass die Täter den Goldschatz einschmelzen und das Gold anschließend verkaufen. Die Münzen sind mehr als 2000 Jahre alt, zusammen wiegen sie rund vier Kilogramm. Ihr Wert wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Diebe hatten die Münzen in der Nacht zum Dienstag gestohlen. Die Ermittler glauben, dass es einen Zusammenhang mit der Sabotage an mehreren Glasfaserleitungen in derselben Nacht gibt. Bei etwa 13.000 Kunden ging deshalb das Festnetz und Internet nicht.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:45 Uhr

LKW-Fahrerstreik in Südkorea könnte Lieferketten stören

Die Corona-Pandemie, Schiffsstau in den Häfen, Lieferengpässe und ein im Suezkanal feststeckendes Containerschiff – in den letzten Jahren haben wir erlebt, wie die Lieferketten ins Stocken geraten sind. Ein landesweiter Streik der Lkw-Fahrer in Südkorea könnte ebenfalls für Störungen sorgen. Die Gewerkschaften haben die Fahrer aufgerufen, ab Mitternacht ihre Arbeit niederzulegen. Sie fordern unter anderem eine Verlängerung von Mindestlohngarantien. Der Streik könnte auch die Kraftstoffversorgung stören. Die Regierung droht den Fahrern, ihnen die Lizenzen zu entziehen, falls der Streik länge dauern sollte. Militärtransporter könnten dringende Fahrten übernehmen, heißt es aus Seoul. Schon im Juni hatten die Lkw-Fahrer acht Tage lang gestreikt. Dadurch verzögerte sich der Transport unter anderem von Autos und Halbleitern. Branchenriesen wie Hyundai Motor und der Stahlhersteller Posco waren gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.

08:32 Uhr

Mit dieser Aufstellung könnte Deutschland starten

Die WM in Katar ist bereits in vollem Gange, nun startet auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins Turnier. Auftaktgegner Japan kommt mit einigem an Bundesliga-Power daher, ntv-Sportmoderator Marcel Klein sieht aber auch die Herausforderung für die Mannschaft, das Drumherum auszublenden.

08:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Um 14 Uhr greift auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in das Geschehen bei der WM in Katar ein. Sobald die Spieler auf dem Platz stehen, werden viele Augen ihre äußerliche Erscheinung abscannen: Wie werden sie auftreten? Werden einige doch die "One Love"-Armbinde tragen, die die FIFA nicht haben will, oder werden sie auf andere Weise zeigen, dass sie sich gegen jede Form von Diskriminierung starkmachen? Denn das sollte die Armbinde ausdrücken. Danach wird es auch sportlich spannend: Deutschland spielt gegen Japan. Schon um 11 Uhr trifft Marokko auf Kroatien, um 17 Uhr folgt die Partie Spanien gegen Costa Rica und um 20 Uhr spielt Belgien gegen Kanada. Das wird sonst noch wichtig heute:

  • Im Bundestag startet um 9 Uhr die Generaldebatte zum Haushaltsentwurf der Regierung für das kommende Jahr und somit der übliche Schlagabtausch. Kanzler Scholz wird eine Rede halten, auch die Spitzen der Fraktionen melden sich zu Wort.
  • Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat befasst sich ab 19 Uhr mit dem zwischen Ampelkoalition und Union ausgehandelten Kompromiss zum Bürgergeld.
  • Im Streit über ein zweites Unabhängigkeitsreferendum in Schottland gibt das höchste Gericht des Vereinigten Königreichs gegen 10:45 Uhr seine Entscheidung bekannt. Der Supreme Court soll urteilen, ob das Regionalparlament in Edinburgh ohne Zustimmung aus London eine Volksabstimmung über den Verbleib in der Union mit Großbritannien ansetzen darf.
  • Die angeschlagene Schweizer Großbank Credit Suisse will mit einer Kapitalerhöhung aus der Krise kommen. Darüber entscheiden die Aktionäre bei einer außerordentlichen Generalversammlung.
  • Ab 14 Uhr entscheidet der Bundesgerichtshof im Fall Alexander Falk. Der Verleger-Erbe soll Kriminelle angestiftet haben, einen Anwalt anzuschießen, der eine Klage gegen ihn vorbereitete. Falk war deshalb wegen Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen ging er in Revision.

Vorstellen sollte ich mich auch noch kurz: Ich bin Heidi Ulrich, Ihre "Tag"-Redakteurin für diesen Morgen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Mittwoch!

07:30 Uhr

Explosionen an Bushaltestellen in Israel - Todesopfer und Verletzte

Im Großraum Jerusalem hat es am Morgen zwei Explosionen gegeben, beide an Bushaltestellen. Die erste war an einer Haltestelle am Stadtrand, die zweite etwa eine halbe Stunde später in Ramot nördlich von Jerusalem. Laut Polizei wurde eine Person getötet, mindestens 18 weitere Menschen wurden verletzt. Die Polizei spricht von Anschlägen. Wer dafür verantwortlich ist, ist noch unklar. In Jerusalem hatte es in der Vergangenheit immer wieder Anschläge militanter Palästinenserorganisationen gegeben.

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An zwei Bushaltestellen in und bei Jerusalem kommt es am Morgen zu Explosionen.

(Foto: REUTERS)

07:07 Uhr

Inzidenz fällt auf neuen Tiefststand in 2022

Mit 177,9 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz so niedrig wie noch nie in diesem Jahr. Der Wert ist weiter gefallen, nachdem erst gestern ein neuer Tiefststand (183,2) erreicht worden war. Die Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut 33.290 neue Corona-Fälle (Vorwoche: 38.610) und 139 Todesfälle (Vorwoche: 223) innerhalb eines Tages.

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

06:49 Uhr

Mehrere Menschen in US-Walmart erschossen

Im US-Bundesstaat Virginia sind mehrere Menschen in einem Supermarkt erschossen worden. Zu dem Angriff kam es am Abend Ortszeit in einem Walmart in Chesapeake. Die Stadtverwaltung spricht von sieben Toten. Darunter sei auch der mutmaßliche Schütze. Berichten zufolge wurden weitere Menschen verletzt. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt.

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06:38 Uhr

Das Schließen von Funklöchern zieht sich

In Deutschland gibt es immer noch Orte mit schlechtem Empfang und es sieht nicht danach aus, dass Deutschlands Mobilfunk-Netzbetreiber die restlichen 4G-Funklöcher so schnell schließen. Dabei hatten sie sich bei der Frequenzauktion 2019 verpflichtet, bis Ende 2022 in 500 "weißen Flecken" neue Funkstationen zu bauen und damit dort endlich Empfang zu ermöglichen. Doch ein Bericht der Bundesnetzagentur, der der Nachrichtenagentur Dpa vorliegt, zeigt nun, dass die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica längst noch nicht so weit sind. Die Behörde rechnet damit, dass alle drei Firmen dieses Ziel verfehlen werden. Die Netzbetreiber begründen die Lage unter anderem mit der schwierigen Standortsuche und mit langwierigen Genehmigungsverfahren.

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06:19 Uhr

Dutzende Menschen bei Beben in der Türkei verletzt

Im Nordwesten der Türkei hat am frühen Morgen die Erde gebebt. Mindestens 68 Menschen seien verletzt worden, heißt es vom türkischen Gesundheitsministerium. Die Erdbebenwarte USGS schreibt, das Beben der Stärke 6,1 ereignete sich etwa 170 Kilometer östlich von Istanbul. Das Epizentrum lag in der Schwarzmeerprovinz Düzce (Karte). Auch in Istanbul und Ankara waren die Erdstöße gegen 4 Uhr früh zu spüren. Es gab mehrere Nachbeben. Berichte über größere Schäden gibt es bisher nicht.

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Das Erdbeben reißt die Menschen aus dem Schlaf. In der Provinz Düzce verlassen Menschen ihre Wohnungen und suchen erstmal draußen Schutz.

(Foto: picture alliance / AA)

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