Mittwoch, 29. Juli 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Mittwoch, der 29. Juli 2020

12.000 US-Soldaten sollen bald Deutschland verlassen - deutlich mehr als bislang bekannt. Die Entscheidung der US-Regierung stößt sogar bei einigen Republikanern auf Kritik: Das sei ein "Schlag ins Gesicht" Deutschlands und ein "Geschenk an Russland", schreibt der konservative Senator und frühere Präsidentschaftskandidat Mitt Romney. Das Vorhaben könnte allerdings noch immer vom Kongress gestoppt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Welche Artikel fanden Sie heute besonders interessant? Hier eine Auswahl:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:19 Uhr

Stuttgart beschließt Videoüberwachung in Innenstadt

Als Reaktion auf die Krawalle in Stuttgart im Juni werden künftig an Wochenenden zentrale Plätze der Innenstadt mit einer Videoüberwachung kontrolliert. Das hat der Gemeinderat heute entschieden. "Der Beschluss macht den Weg frei, auf städtischen Flächen rund 30 Kameras zu installieren", teilte die Stadt Stuttgart mit.

  • Die Maßnahme soll rund eine Million Euro kosten. Wann die Kameras in Betrieb gehen, ist noch unklar.
  • Ob die Überwachung jeweils fortgesetzt wird, soll der Gemeinderat halbjährlich neu entscheiden.
  • Nach den Ausschreitungen in der Innenstadt hat die Polizei bislang nach eigenen Angaben rund 50 Tatverdächtige identifiziert. Gegen etwa jeden zweiten wurde Haftbefehl erlassen. Rund 75 Beamte versuchen weiterhin, Verdächtige zu ermitteln, die sich an den Ausschreitungen und Plünderungen in der Nacht zum 21. Juni beteiligt haben.
21:37 Uhr

Andrea Nahles hat einen neuen Job

134377402.jpg

Nahles trat im Juni 2019 als SPD-Chefin zurück.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die ehemalige SPD-Vorsitzende Andreas Nahles wird Anfang August ihr neues Amt als Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost antreten. Das teilte die Behörde mit. Nahles' Vorgänger Andreas Hermes wechselt ins Bundeswirtschaftsministerium. 

Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist zuständig für die Belange von Beamtinnen und Beamten, die bei den Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost, also bei Telekom, Post oder Deutscher Bank, tätig sind oder waren. Dabei geht es etwa um die Versorgung im Ruhestand und die Weiterführung von sozialen Einrichtungen.

Nahles war Anfang Juni 2019 nach dem historisch schlechten Abschneiden der SPD bei der Europawahl und zermürbender innerparteilicher Kritik von ihren Ämtern zurückgetreten.

21:00 Uhr

Mann hustet Ärzte an - drei Jahre Haft

In Bahrain ist ein mit dem Coronavirus infizierter Mann zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er versucht haben soll, Ärzte absichtlich mit dem Virus anzustecken.

Während eines Coronatests habe der Mann seine Maske entfernt und die Ärzte angehustet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Er habe sich außerdem in die Hand gehustet und die Ärzte anschließend berührt.

Der Mann war zuvor bei einem ersten Test bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden.

20:16 Uhr

IC-Zug verpasst Halt in Bonn

Ein Lokführer hat einen geplanten Halt seines Intercity-Zugs in Bonn ausgelassen und den Zug fälschlicherweise weiterfahren lassen.

Passagiere, die eigentlich aussteigen wollten, konnten den IC daher erst beim nächsten Halt in Koblenz verlassen.

Hintergrund sei, dass es auf der Strecke zwischen Köln und Bonn gerade Bauarbeiten gebe, teilte die Bahn mit. Statt am Bonner Hauptbahnhof hätte der Zug daher in Bonn-Beuel halten sollen - dies habe der Lokführer übersehen.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:50 Uhr

Erste Festnahmen in Hongkong nach neuem Sicherheitsgesetz

In Hongkong sind erstmals gezielt Aktivisten auf Grundlage des umstrittenen neuen Sicherheitsgesetzes festgenommen worden. Der frühere Studentenführer Tony Chung und drei seiner Mitstreiter wurden örtlichen Medien zufolge unter dem Vorwurf inhaftiert, zum Kampf für eine von China unabhängige "Nation Hongkong" aufgerufen zu haben. Alle Festgenommenen sind zwischen 16 und 21 Jahre alt.

Das im Juni erlassene, im westlichen Ausland heftig kritisierte Gesetz stellt Separatismus, Terrorismus und Zusammenarbeit mit einer ausländischen Macht unter Strafe. Es erlaubt den Einsatz chinesischer Sicherheitskräfte in der früheren britischen Kronkolonie.

19:07 Uhr

Sido bekommt Anzeige wegen Tierquälerei

imago0101549402h.jpg

Sido hat schon wieder Stress.

(Foto: imago images/Stefan Bösl)

Sido hat mächtig Ärger mit Peta. Die Tierrechtsorganisation hat unter anderem den Rapper und den Entertainer Jens Knossalla, bekannt als "Knossi", bei der Staatsanwaltschaft Potsdam wegen des Verdachts auf Tierquälerei angezeigt. Bei ihrem sogenannten "Angelcamp" sollen sie und die anderen Teilnehmer Fische gequält haben.

  • Das "Angelcamp" fand vom 17. bis 19. Juli an einem See in Gollwitz in Brandenburg statt. Ziel der Veranstaltung war laut Peta: "Den Zuschauerrekord des Vorjahres mit 200.000 gleichzeitigen Zuschauern zu brechen und nebenbei Werbung für Lebensmittelprodukte zu platzieren."
  • "Peta geht davon aus, dass auch im Angelcamp Catch & Release (eine Angelpraxis, bei der Fische gefangen und anschließend wieder freigelassen werden) betrieben wurde. Dafür nahmen Sido, "Knossi" und die anderen Teilnehmer das deutlich erkennbare Leiden der Fische bewusst in Kauf", schreibt die Tierrechtsorganisation weiter.
  • Durch die Haken hätten die Tiere Verletzungen erlitten. Außerdem hätten sie "massivem Stress und Angst" bei der Zurschaustellung für die Videokamera erlebt.
18:27 Uhr

Bundespolizisten werden aus Portland abgezogen

Der umstrittene Einsatz von Bundespolizisten in der US-Stadt Portland wird beendet. Die Beamten würden ab Donnerstag schrittweise abgezogen, erklärte die Gouverneurin des Westküsten-Staates Oregon, Kate Brown. Bundespolizisten hatten sich in der Stadt in den vergangenen Wochen immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen mit Demonstranten geliefert.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf ntv.de

17:56 Uhr

Vermisster Bauarbeiter nach Hauseinsturz tot aufgefunden

134335002.jpg

Die Einsturzursache bleibt weiterhin unklar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Teileinsturz eines leerstehenden Gebäudeanbaus in Düsseldorf haben Feuerwehrleute auch den zweiten zunächst vermissten Bauarbeiter tot aufgefunden. Die Leiche lag unter den Trümmern am Unglücksort.

Bei ihren schwierigen Rettungsarbeiten nach dem Einsturz hatte die Feuerwehr bereits am Dienstag die Leiche eines weiteren vermissten Bauarbeiters entdeckt.

Die Einsatzkräfte konnten die beiden Leichname bislang nicht bergen. Dafür müssten zunächst weitere Trümmerteile zur Seite geschafft werden. Die Familien der Toten werden an der Einsatzstelle durch die Feuerwehr und Notfallseelsorger betreut.

17:26 Uhr

Feuerkatastrophe führt zu Brückeneinsturz in Arizona

imago0102731956h.jpg

Ob es Tote oder Verletzte gab, ist noch unklar.

(Foto: imago images/Cover-Images)

Heftige Bilder aus Arizona: Auf einer Brücke in der Stadt Tempe ist ein Zug entgleist und in Brand geraten. Das Unglück führte dazu, dass ein Teil der Brücke über dem Tempe Town Lake einstürzte, berichtete der örtliche Sender ABC 15 unter Berufung auf einen Sprecher der Feuerwehr. Einzelheiten zu Verletzten oder zum Ausmaß der Schäden gibt es bisher nicht.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:16 Uhr
16:38 Uhr

Katharina Thalbach zieht in WG und heiratet 20 Jahre jüngeren Mann

130675182.jpg

Katharina Thalbach liebt ihren Mann, will mit ihm aber nicht zusammen wohnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schauspielerin Katharina Thalbach hat ihren langjährigen Lebensgefährten Uwe Hamacher geheiratet. "Ja, ich habe nach 18 Jahren meinen Mann geheiratet, und man soll es nicht denken: Er ist 20 Jahre jünger als ich, und wir werden miteinander alt", sagte die 66-Jährige der Illustrierten "Bunte".

Trotz der Hochzeit mit dem Koch ist Thalbach gerade erst allein in eine Wohngemeinschaft gezogen. "Mein Mann musste sich daran gewöhnen, dass ich immer unterwegs bin", sagte sie dem Blatt. "Heute liebt er mich genau deswegen - weil wir uns nicht stören."

16:20 Uhr

Drei AfD-Landeschefs kritisieren Gauland scharf

Drei AfD-Landesvorsitzende haben sich in der Debatte um die Entscheidung des Bundesschiedsgerichts der Partei zum Fall des Politikers Andreas Kalbitz gegen Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland gestellt.

  • Gauland dürfe als Ehrenvorsitzender die Unabhängigkeit des Bundesschiedsgerichtes nicht öffentlich infrage stellen, teilte Rüdiger Lucassen, AfD-Vorsitzender in Nordrhein-Westfalen, dem ARD-Hauptstadtstudio mit. "Damit stellt er die Struktur unserer Partei in Frage", erklärte Lucassen.
  • Die Chefin des niedersächsischen AfD-Landesverbands, Dana Guth, teilte dem Sender mit: "Die Kritik von Alexander Gauland am Bundesschiedsgericht ist völlig unangemessen. (...) Eine Entschuldigung von Herrn Gauland ist das Mindeste, was jetzt folgen muss."
  • Die bayerische AfD-Chefin Corinna Miazga zeigte sich über Gaulands Äußerung "sehr unglücklich".
Mehr dazu lesen Sie hier.
15:18 Uhr

Maskenverweigerer provoziert Gruppenschlägerei in Restaurant

Zwei Mitarbeiter eines Schnellrestaurants in Bremen sind geschlagen worden, weil sie einen Kunden auf das Fehlen einer Mund-Nasen-Bedeckung hingewiesen haben.

Der Mann war in der Nacht in das Restaurant gekommen. Als ihm gesagt wurde, dass er ohne Maske im Lokal nicht bedient werde, wurde er ausfällig. Er griff erst einen 28-jährigen Mitarbeiter an und dann einen Kollegen, der schlichten wollte.

Schließlich stürmten noch vier Kumpel des Angreifers ins Lokal und schlugen ebenfalls auf die Mitarbeiter ein. Diese kamen mit Blessuren davon. Die Täter flüchteten anschließend in einem Auto.

14:45 Uhr

EU will "LGBT-freie Zonen" nicht fördern - Polen empört

Die EU-Kommission hat sechs Anträge zur Förderung von Städtepartnerschaften abgewiesen, weil die beteiligten polnischen Kommunen sich zu "LGBT-freien Zonen" erklärt hatten. Das teilte die EU-Kommissarin für Gleichstellung, Helena Dalli, bei Twitter mit. Die Mitgliedstaaten seien verpflichtet, die Werte und Grundrechte der EU zu respektieren, forderte die sozialdemokratische Politikerin.

Polens Justizminister Zbigniew Ziobro reagierte empört. Der national-konservative Politiker der PiS-Splitterpartei Solidarisches Polen (SP) sprach von "illegalem Druck" und "rechtswidrigen Handlungen" seitens der EU-Kommission. Es sei die Pflicht der Regierung in Warschau, die Kommunen davor "im Namen der Rechtsstaatlichkeit" zu schützen.

Bislang haben mehr als 50 polnische Gemeinden, überwiegend im Südosten des Landes, Resolutionen gegen eine angebliche "LGBT-Ideologie" verabschiedet. Fast 40 weitere Kommunen haben eine "Charta der Familienrechte" unterzeichnet, welche unter anderem die Ehe als Verbindung ausschließlich zwischen Mann und Frau definiert.

14:35 Uhr

Ende einer Ära: Boeing stellt Produktion von Jumbo-Jet ein

Der US-Flugzeugbauer Boeing stellt die Produktion seines Jumbo-Jets 747 nach mehr als 50 Jahren ein. Die letzte 747 werde im Jahr 2022 gebaut, teilte Boeing in Chicago mit. Konzernchef Dave Calhoun begründete den Schritt mit der derzeitigen Marktentwicklung. Der einst größte Passagierjet der Welt hatte 1969 seinen Jungfernflug absolviert.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachtrichten aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:08 Uhr

Ex-Frau von Jeff Bezos spendet 1,7 Milliarden Dollar

MacKenzie Scott hatte nach ihrer Scheidung von Amazon-Chef Jeff Bezos gesagt, dass sie im Laufe ihres Lebens mindestens die Hälfte ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke spenden will. Nun hat sie zumindest damit angefangen - die ersten 1,7 Milliarden Dollar (etwa 1,4 Milliarden Euro) sind raus. In einem Blog schreibt sie, das Geld hätten mehr als 100 Organisationen bekommen, die sich unter anderem gegen Diskriminierung und den Klimawandel sowie für die Rechte der LGBTQ-Gemeinde und das Gesundheitswesen einsetzen. Damit hat sie aber noch lange nicht die Hälfte ihres Geldes gespendet. Die Agentur Bloomberg schätzt ihr Vermögen auf 57,2 Milliarden Dollar, darunter Amazon-Aktien im Wert von 36 Milliarden Dollar.

13:22 Uhr

Fahrgast gewürgt - Kontrolleure gefeuert

Nach einer mutmaßlichen Würge-Attacke auf einen Schwarzfahrer einer Leipziger Straßenbahn sind zwei Kontrolleure entlassen worden. Der Fahrgast habe zwar keinen Fahrschein gehabt und seine Personalien nicht richtig angegeben, das Einschreiten sei in der Eskalation jedoch völlig unangemessen gewesen, teilten die Leipziger Verkehrsbetriebe mit. Daher habe man sich von den beiden Mitarbeitern unmittelbar getrennt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen einen 56 Jahre alten Kontrolleur unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein Mitarbeiter des Stadtmagazins "Kreuzer" hatte die Szene gefilmt und veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie der Kontrolleur den 28-Jährigen im Würgegriff am Boden über einen längeren Zeitraum festhält.

12:58 Uhr

Mann stoppt außer Kontrolle geratenen Betonmischer auf A113

In Berlin-Johannisthal ist ein Mann auf einen fahrenden Betonmischer aufgesprungen, dessen Fahrer bewusstlos war. Ein Autofahrer beobachtete auf der Autobahn 113, dass der Betonmischer in Schlangenlinien fuhr. Beim Vorbeifahren bemerkte er, dass der Fahrer des Lasters das Bewusstsein verloren hatte. Der Betonmischer fuhr inzwischen in Schrittgeschwindigkeit. Der Autofahrer hielt an, sein 25-jähriger Beifahrer stieg aus, eilte zu dem Betonmischer und sprang hinauf. Im Führerhaus zog er die Handbremse an und den Zündschlüssel ab, woraufhin der Betonmischer zum Stehen kam. Der 50-jährige Fahrer des Lasters wurde in ein Krankenhaus gebracht.

12:35 Uhr

12.000 US-Soldaten sollen Deutschland verlassen

imago0095976415h.jpg

(Foto: imago images/Cover-Images)

Die USA haben einem Bericht zufolge ihre Pläne für einen Abzug von Truppen aus Deutschland konkretisiert: Knapp 12.000 Soldaten sollen Deutschland verlassen, berichtet der SWR. 6400 von ihnen sollten in die USA zurückkehren, 5400 würden innerhalb Europas verlegt. Betroffen seien folgende Standorte: Vilseck, Grafenwöhr und Wildflecken in Bayern sowie Kräfte der US-Luftwaffe in Spangdahlem in der Eifel. US-Verteidigungsminister Esper will sich am Nachmittag zu den Plänen äußern.

US-Präsident Trump hatte angeordnet, die Zahl der in Deutschland stationierten US-Soldaten von rund 35.000 auf 25.000 zu reduzieren. Der Präsident begründete den Abzug mit den aus seiner Sicht weiterhin zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands.

12:11 Uhr

Pumpgun bei Verdächtigem in Drohmail-Serie gefunden

Bei dem in der Affäre um die rechtsextreme Drohschreiben-Serie "NSU 2.0" beschuldigten Ex-Polizisten aus Landshut haben Ermittler mutmaßlich illegale Waffen gefunden. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München sagte, es handle sich um eine Pumpgun und zwei Pistolen. Außerdem seien verbotene Gegenstände wie Pfefferspray und Schlagstöcke gefunden worden. "Damit besteht neben und völlig unabhängig von den Tatvorwürfen im Zusammenhang mit "NSU 2.0" ein gesonderter Tatverdacht wegen Verstößen gegen das Waffengesetz", sagte der Sprecher. Der 63 Jahre alte Ex-Polizist und seine Ehefrau waren vorübergehend festgenommen worden. Er selbst streitet die Vorwürfe ab, etwas mit den Drohschreiben zu tun zu haben.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:40 Uhr

Trotz Wohnungsnot wird Wohnfläche größer

imago0102680421h.jpg

Ein Wohnungsgesuch im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg. Auch hier ist die Wohnungslage angespannt.

(Foto: imago images/Seeliger)

Gerade in Ballungsgebieten ist Wohnraum oft umkämpft und teuer. Doch trotz der Wohnungsnot in vielen Städten leben die Menschen in Deutschland auf immer mehr Raum. Ende vergangenen Jahres waren Wohnungen hierzulande im Schnitt 91,9 Quadratmeter groß und boten den Einwohnern 47 Quadratmeter pro Kopf, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit sei die Fläche je Wohnung seit 2010 um einen Quadratmeter und je Einwohner um zwei Quadratmeter gewachsen. Auch gegenüber dem Vorjahr 2018 hatten die Menschen etwas mehr Platz, damals waren es 46,7 Quadratmeter pro Kopf. In die Berechnung flossen auch Ein- und Zweifamilienhäuser ein. Laut den Statistikern ist der Wohnungsbestand seit 2010 um fünf Prozent gewachsen, die Fläche des Wohnungsbestandes um mehr als 6 Prozent.

11:12 Uhr

Altkanzler Schröder modelt für seine Frau

Soyeon Schröder-Kim entwirft und näht moderne koreanische Trachten und ihr Mann, Altkanzler Gerhard Schröder, präsentiert sie. Ein Foto davon ist auf ihrer Instagram-Seite zu sehen. Der "Gala" sagte sie, die Initiative "Altenhilfe Hero" habe sie dazu inspiriert, die sich um alte und kranke Koreaner und Koreanerinnen in Deutschland kümmert. "Diese Menschen habe ich alle mit meinen selbstgenähten Schutzmasken versorgt", sagte Schröder-Kim. "Sie haben sich sehr darüber gefreut. So bin ich dann auf die Idee gekommen: Vielleicht würde ihnen ein zur Maske passendes Hemd im Hanbok-Style, der koreanischen Tracht, eine noch größere Freude bereiten." Ihr Mann unterstütze ihre soziale Arbeit und habe sich deshalb in einem der Hemden fotografieren lassen. "Er zieht es gelegentlich auch im privaten Rahmen an."

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:51 Uhr

Kabinett beschließt Aus für Werkverträge in Fleischsektor

Werkverträge sollen aus der Fleischindustrie verschwinden. Das Kabinett hat wie erwartet einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, wie es aus Regierungskreisen heißt. Die Fleischindustrie war in der Corona-Krise in die Kritik geraten, weil zahlreiche Mitarbeiter auf Schlachthöfen positiv getestet wurden, die oft nicht direkt bei den Firmen, sondern bei Subunternehmern angestellt waren.

Außerdem soll das Kindergeld ab nächstem Jahr um 15 Euro steigen. Das steht im sogenannten Familienentlastungsgesetz, das das Kabinett ebenfalls beschlossen hat. Das Gesetz sieht für die ersten beiden Kinder monatlich jeweils 219 Euro vor. Für das dritte Kind erhöht sich der Zuschuss auf 225 Euro, ab dem vierten Kind sind es 250 Euro. Zudem wird der steuerliche Grundfreibetrag angehoben.

10:24 Uhr

Greenpeace prangert Atom-Jets mit Riesen-Geldschein an

Greenpeace-Aktivisten haben am Bundesverteidigungsministerium in Berlin gegen die Anschaffung neuer atomwaffenfähiger Militärjets für mehrere Milliarden Euro protestiert. Unter anderem brachten sie an einer Fassade neben dem Ministerium ein Plakat in Geldschein-Optik an. Darauf steht: "Keine Milliarden für deutsche Atombomber!"

  • Das Verteidigungsministerium will die überalterte Tornado-Flotte der deutschen Luftwaffe mit bis zu 93 Eurofightern sowie 45 F-18-Kampfflugzeugen ersetzen.
  • Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Schätzung geht von Beschaffungskosten "im Minimum" zwischen 7,67 und 8,77 Milliarden Euro aus.
  • Alexander Lurz, Abrüstungsexperte bei Greenpeace, sagte der "Süddeutschen Zeitung", der geplante Kauf der Maschinen sei "nicht nur abrüstungspolitisch ein verheerendes Signal, sondern in Corona-Zeiten eine Verschwendung bald knapper finanzieller Mittel".

09:55 Uhr

Mütter bekommen erstes Kind immer später

Frauen in Deutschland bekommen ihr erstes Kind immer später im Leben. Im vergangenen Jahr seien Mütter bei der Geburt des ersten Babys im Schnitt 30,1 Jahre alt gewesen, heißt es vom Statistischen Bundesamt. Zehn Jahre zuvor lag der Altersdurchschnitt noch bei 28,8 Jahren. Bei der Geburt ihres zweiten Kindes waren Mütter im vergangenen Jahr durchschnittlich 32,2 Jahre und beim dritten Kind 33,2 Jahre alt. Im Durchschnitt bekommen Frauen in Deutschland 1,54 Kinder.

Durchschnitt und Statistiken hin oder her - an dieser Stelle einfach mal alles Gute an alle werdenden oder frischgebackenen Mütter, egal ob jünger oder älter als diese Durchschnitts-Statistik-Frau!

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:23 Uhr

Polizisten durchgraben Kleingarten im Fall Maddie

Seit dem Morgen durchgraben Polizisten wieder eine Kleingarten-Parzelle in Hannover. Eine Spur im Fall der verschwundenen Maddie McCann hat sie dorthin geführt. Die Arbeiten waren am Abend unterbrochen worden. Gestern hatten Polizisten schon mit einem Mini-Bagger und mit Spaten und Harken das Erdreich durchkämmt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig verdächtigt einen 43-jährigen Deutschen, das Mädchen 2007 in Portugal entführt und ermordet zu haben. Der Mann sitzt wegen anderer Taten in Kiel in Haft. Er war unter anderem wegen Vergewaltigung verurteilt worden.

09:13 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:48 Uhr

Megan Fox ist wohl mit Machine Gun Kelly zusammen

Gemeint ist der Rapper Machine Gun Kelly. Der 30-Jährige hat bei Instagram ein gemeinsames Foto mit der Schauspielerin gepostet und dazu Folgendes geschrieben: "Habe ewig darauf gewartet, dich wiederzufinden ..." nebst vier Emojos - Ewigkeitssymbol und rotes Herz, umrahmt von zwei Messern. Gerüchte, dass die beiden ein Paar seien, kursierten schon seit Wochen. Vor gut zwei Monaten war die Trennung von Megan Fox und dem Schauspieler Brian Austin Green bekannt geworden.

Korrektur: Machine Gun Kelly ist nicht, wie ich es zuerst geschrieben hatte, ein Ex von Megan Fox, sondern Brian Austin Green ist der Ex. Entschuldigen Sie bitte den Fehler.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:24 Uhr

Schwarzenegger stellt neues Familienmitglied vor

Arnold Schwarzeneggers Familie ist noch mal gewachsen: Ab sofort leistet Hund Dutch Esel Lulu und Zwergpony Whiskey Gesellschaft. "Begrüßt das neueste Familienmitglied, Dutch", schrieb der 72-jährige Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien bei Instagram. Benannt hat er den Hund nach seiner Figur Major "Dutch" Schaefer im Film "Predator" von 1987. So furchtlos wie die Filmfigur scheint das neue Familienmitglied aber nicht zu sein. Der etwa 50 Kilogramm schwere Hund habe "etwas Angst vor Lulu", dem Esel, schrieb Schwarzenegger. "Aber sie werden bald beste Freunde sein."

*Datenschutz

08:15 Uhr

Deutsche Bank überrascht Analysten

Die Corona-Krise hat bei der Deutschen Bank im zweiten Quartal weniger tiefe Spuren hinterlassen als befürchtet. Unter dem Strich stand zwar ein Verlust von 77 Millionen Euro, der Verlust fiel aber geringer aus als Analysten erwartet hatten. "Wir haben in einem schwierigen Umfeld unsere Erträge gesteigert und unsere Kosten weiter gesenkt und sind auf einem guten Weg, alle unsere Ziele zu erreichen", sagte Vorstandschef Sewing. Für drohende Kreditausfälle musste das Institut im zweiten Quartal allerdings 761 Millionen Euro zurücklegen, fast fünfmal so viel wie ein Jahr zuvor. Im Investmentbanking lief es deutlich besser als im Vorjahr. Vor Steuern erzielte das Institut im zweiten Quartal einen Gewinn von 158 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte die Deutsche Bank noch einen Verlust von mehr als drei Milliarden Euro gemacht, damals hatten hohe Kosten für den Konzernumbau zu Buche geschlagen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:57 Uhr

Umfrage: Werkverträge und Leiharbeit in Fleischbranche verbieten?

Das Bundeskabinett will ein Gesetz auf den Weg bringen, das Werkverträge und Leiharbeit in der Fleischbranche verbietet. Künftig sollen nur noch Angestellte des eigenen Betriebs Tiere schlachten und zerlegen dürfen. Der Gesetzentwurf ist eine Reaktion auf die Corona-Ausbrüche in mehreren Schlachtbetrieben. Allerdings stehen Teile der Fleischindustrie schon seit Jahren immer wieder wegen der dort herrschenden Arbeitsbedingungen in der Kritik. Als besonders problematisch wird die Lage von Menschen angesehen, die nicht bei den Firmen direkt, sondern bei Subunternehmern angestellt sind, die wiederum Werkverträge mit den Auftraggebern abschließen. Was halten Sie von dem geplanten Verbot?

*Datenschutz

07:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Ich wünsche Ihnen einen guten und spannenden Tag! Auch mitten im Sommer steht nachrichtlich doch noch einiges an. Für Eltern dürfte es zum Beispiel interessant sein, dass das Kindergeld und der steuerliche Kinderfreibetrag steigen sollen. Das will das Kabinett am Vormittag mit einem neuen Gesetz auf den Weg bringen.

  • Außerdem plant das Kabinett ein Verbot von Werkverträgen in der Fleischbranche.

  • Der Finanzausschuss des Bundestages befasst sich am Nachmittag in einer Sondersitzung mit dem Betrugsskandal beim Dax-Konzern Wirecard. Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmaier stellen sich Fragen der Abgeordneten. Oppositionspolitiker erwägen einen Untersuchungsausschuss.

  • Die US-Notenbank Federal Reserve will ihren weiteren Kurs im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vorstellen.

  • In der Wirtschaft erwarten uns außerdem unter anderem die Quartalszahlen der Deutschen Bank und Boeing.

  • Die Chefs der vier Technologie-Riesen Apple, Amazon, Facebook und Google müssen sich Fragen von Abgeordneten im US-Kongress stellen. Dabei steht die Marktmacht der Konzerne im Mittelpunkt.

  • Unter strengen Auflagen beginnt die muslimische Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien. Wegen des Coronavirus sind dieses Jahr nur wenige Tausend Teilnehmer zugelassen - vergangenes Jahr waren es rund 2,5 Millionen gewesen.

Als Letzte starten heute die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg in die Sommerferien, denen wünsche ich viel Spaß!

07:13 Uhr

NGO: Mehr als 200 Umweltschützer wurden 2019 getötet

Immer mehr Umweltschützer bezahlen ihren Einsatz für die Natur, sauberes Wasser und die Landrechte indigener Gruppen mit dem Leben. Im vergangenen Jahr seien weltweit 212 Umweltaktivisten getötet worden, teilte die Nichtregierungsorganisation Global Witness mit.

  • Über zwei Drittel aller Fälle wurden demnach in Lateinamerika registriert. Die Organisation geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der getöteten Umweltschützer noch deutlich höher liegt.
  • Laut der NGO stecken hinter den Gewalttaten meist Unternehmen, Bauern und teilweise auch staatliche Akteure sowie kriminelle Banden, paramilitärische Gruppen und Rebellen. "Landwirtschaft, Öl, Gas und Bergbau sorgen für die Gewalt gegen Umweltschützer - das sind genau die Industrien, die durch Abholzung und Emissionen auch den Klimawandel befeuern", sagte Rachel Cox von Global Witness.
  • Ganz vorn in der Liste liegt Kolumbien mit 64 Fällen von tödlicher Gewalt gegen Umweltaktivisten, gefolgt von den Philippinen mit 43 Fällen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:45 Uhr

Trump beklagt Umfragewerte - "Niemand mag mich"

Niemand? Ganz so ist es nicht. Aber weniger als 100 Tage vor der US-Präsidentschaftswahl liegt Amtsinhaber Trump in den Umfragen deutlich hinter seinem demokratischen Rivalen Biden zurück. Darüber beklagte sich Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. "Niemand mag mich", sagte er und beschwerte sich darüber, dass sein Berater für den Umgang mit der Pandemie, der führende Seuchenexperte Fauci, populärer sei als er selbst. "Dies muss an meiner Persönlichkeit liegen", sagte der Präsident über sich selbst.

Trump und sein Umfeld hatten in den vergangenen Wochen wiederholt versucht, Fauci in Misskredit zu bringen und seine Glaubwürdigkeit zu untergraben. Der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten gilt als führender Coronavirus-Experte der USA. Mit seinen ungeschminkten Aussagen zog er sich aber den Unmut des Präsidenten zu.

Das US-Politikportal "Fivethirtyeight" hat verschiedene Umfragen ausgewertet und sieht Biden insgesamt mit 50,1 Prozent vorne. Trumps Zustimmungswerte liegen demnach nur noch bei 41,8 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:24 Uhr

Feuerwehr sucht unter Schutt nach vermisstem Bauarbeiter

2ffd2b94d2b6a68785e9da10bdf19a52.jpg

Was die Einsturzursache war, ist bisher unklar.

(Foto: dpa)

Die Suche nach einem vermissten Bauarbeiter in Düsseldorf geht weiter. Einsatzkräfte haben heute früh damit begonnen, den Schutt des teilweise eingestürzten Hauses von oben nach unten abzutragen. Dabei kämen auch zwei Kräne zum Einsatz, sagte ein Feuerwehrsprecher. Das Hinterhaus in der Düsseldorfer Innenstadt in der Nähe der bekannten Königsallee war vorgestern teilweise eingestürzt. Ein Bauarbeiter kam ums Leben. Die Identität der beiden Bauarbeiter ist noch unklar. Auch konnten die Einsatzkräfte den Leichnam noch nicht bergen. Dieser liege "so kompliziert" unter dem Berg von Bauschutt und Stahl, dass eine Bergung bisher nicht möglich war. Der zweite vermisste Bauarbeiter war zuvor im Keller vermutet worden, dort habe er zum Zeitpunkt des Einsturzes wohl gearbeitet, hieß es.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht