Samstag, 25. April 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:32 Uhr

Das war Samstag, der 25. April 2020

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(Foto: imago images/Christian Spicker)

Liebe Leserinnen und Leser,

das war es schon wieder für heute. Morgen früh ab sechs Uhr betreut meine Kollegin Heidi Ulrich für Sie den "Tag". Ab dem Nachmittag übernehme ich dann wieder. Mit den Nachrichten des Tages verabschiede ich mich nun in die Nacht. Bleiben Sie gesund!

22:04 Uhr

Tausende gehen gegen Netanjahu auf die Straße

Tausende Israelis haben am Abend Medienberichten zufolge in Tel Aviv gegen die rechtskonservative Politik von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu demonstriert.

  • Die Bewegung "Schwarze Flaggen" warnt vor einer Erosion der Demokratie unter Netanjahu.
  • Die Demonstranten protestierten auch gegen die Koalitionsvereinbarung zwischen Netanjahu und seinem Rivalen Benny Gant.

Netanjahu sieht sich derzeit mit einer Korruptionsanklage konfrontiert. Am Montag hatte er sich mit Gantz auf die Bildung einer "nationalen Notstandsregierung" geeinigt. Dies sollte nach eineinhalb Jahren politischer Lähmung und drei Parlamentswahlen die Bildung einer Koalition ermöglichen.

21:23 Uhr

Italiener singen landesweit "Bella Ciao"

Ob in Mailand, Rom oder Neapel: Überall in Italien haben Menschen am Abend von ihren Fenstern und Balkonen das Lied "Bella Ciao" angestimmt. Damit feierten sie die Befreiung vom Faschismus vor 75 Jahren. Über der Hauptstadt Rom sprühten Jagdflieger die italienischen Nationalfarben an den Himmel, vielerorts hing die Nationalfahne aus den Fenstern.

Das Partisanen-Lied "Bella Ciao" gilt als Italiens inoffizielle Antifaschismus-Hymne.

 

20:18 Uhr

Frau von Traktor überrollt und tödlich verletzt

In Südthüringen hat sich ein schrecklicher Unfall ereignet. Dabei ist eine 59-Jährige von einem Traktor überrollt und getötet worden. Die Frau verstarb noch an der Unfallstelle in einem Waldstück im Kreis Sonneberg, teilte die Polizei mit.

Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Möglicherweise versuchte die Frau den abgestellten Traktor mit Hänger aufzuhalten, nachdem er ins Rollen geriet. Weitere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen.

19:29 Uhr

Frau bringt während Corona-Koma Kind zur Welt

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Mittlerweile befindet sich die Mutter wieder zuhause.

(Foto: NYU Winthrop Hospital)

Ungewöhnliche Geburt in den USA: Im Bundesstaat New York ist ein Baby zur Welt bekommen, während die Mutter wegen schwerer Corona-Symptome im Koma lag. Das bestätigte das Winthrop-Krankenhaus im Bundesstaat New York, wo die 41-Jährige behandelt worden war.

  • Die Frau war demnach im sechsten Monat schwanger, als sie am 5. April mit starkem Husten in die Klinik gebracht wurde. Weil sich ihr Zustand verschlechterte,  versetzten die Ärzte sie in ein künstliches Koma.
  • Drei Tage nach der Einlieferung beschlossen die Mediziner, das Kind per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen, um den Sauerstoffbedarf der Mutter zu senken.
  • Am 10. April erwachte die Mutter aus dem Koma - pünktlich an ihrem 41. Geburtstag.

Inzwischen ist die Frau wieder zu Hause. Ihre kleine Tochter wurde übrigens negativ auf das Coronavirus getestet.

18:35 Uhr

Feuerwehr rettet Entenküken vor dem Tod

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Sechs Küken konnten die Retter einfangen.

(Foto: Feuerwehr Langenfeld)

Eine Entenfamilie hat in NRW für eine Vollsperrung auf der Autobahn gesorgt. Die Tiere waren auf der A 542 unterwegs, wie die Feuerwehr Langenfeld mitteilte. Die von einer Autofahrerin herbeigerufenen Retter fanden sechs Küken im Gras auf dem Mittelstreifen und fingen sie ein.

"Für die Entenmutter kam leider jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch an der Einsatzstelle", bedauerte die Feuerwehr.

Die Küken wurden zunächst bei der Besitzerin einer Hundeschule untergebracht. Ein erstes Probeschwimmen fand in der Badewanne der Familie statt, berichteten die Einsatzkräfte.

17:38 Uhr

Polizei entdeckt illegale Friseurgeschäfte im Keller

Irgendwie drängt sich mir dieser Vergleich auf: Während der Alkoholprohibition in den USA (1920-1933) suchten die Gesetzeshüter in Hinterzimmern nach verbotenen Flüsterkneipen. In Zeiten der Corona-Krise ist Alkohol kein großes Thema. Vielmehr forscht die Polizei nun nach illegalen Friseurbetrieben. Im bayerischen Landkreis Miltenberg haben Beamte nun zwei Friseurgeschäfte in Kellern von Wohnhäusern aufgedeckt.

In einem Keller in Elsenfeld erwischten die Beamten zwei Personen, die gerade auf ihre Haarschnitte warteten. In Mömlingen ging den Ermittlern ein Kunde ins Netz.

Laut Polizei waren die beiden ebenfalls angetroffenen Friseure professionell ausgestattet. Von einer netten Nachbarschaftshilfe kann also wohl kaum die Rede sein. Gegen die Friseure und die drei Kunden wird nun ermittelt.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:50 Uhr

Jan Fedders Grab endlich mit Grabstein

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Die letzte Ruhestätte von "Großstadtrevier"-Star Jan Fedder hat nun einen Grabstein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor fast drei Monaten starb "Großstadtrevier"-Schauspieler Jan Fedder in Hamburg. Nun hat der TV-Kommissar auf dem Ohlsdorfer Friedhof einen Grabstein bekommen.

Auf den Stein ist eine weiße Marmorplatte angebracht. In goldener Schrift stehen darauf Fedders Name, sein Geburts- und sein Sterbedatum sowie die romantische Inschrift "Liebe ist unsterblich". Darunter ist ein Wappen mit einem Herz, einem goldenen Tor und einem Anker zu sehen.

Wegen des großen Andrangs ist die Grabstätte bereits an drei Seiten eingezäunte Grabstätte und zusätzlich mit einem kleinen Tor und einem Torbogen in Schmiedeeisen-Optik geschützt. Zudem gibt es an der Ruhestätte einen Briefkasten, in den Nachrichten an Fedder und seine Familie geworfen werden können.

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16:02 Uhr

In Hessen gestohlener Lamborghini taucht in Österreich auf

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Volltreffer: In einer Garage fanden die Beamten den gestohlenen Sportwagen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Manchmal spielt purer Zufall bei der Lösung von Kriminalfällen eine große Rolle. So auch in dieser Geschichte: Ein in Deutschland gestohlener Lamborghini ist gestern in einer Werkstatt in Österreich gefunden worden. Das Luxusauto mit einem geschätzten Wert von rund 180.000 Euro wurde in Schönkirchen-Reyersdorf in Niederösterreich entdeckt, wie die Polizei mitteilte.

Die österreichischen Beamten waren bei Ermittlungen in der Werkstatt zufällig auf den Lamborghini gestoßen. Bei der Überprüfung der Fahrgestellnummer stellte sich heraus, dass der Sportwagen Ende September in Schrecksbach (Hessen) aus der Garage eines Wohnhauses geklaut wurde.

Das in Schrecksbach gestohlene Auto war allerdings schwarz, das in Österreich gefundene giftgrün. Offenbar wollten man den Diebstahl verschleiern. Als die österreichische Polizei den Lamborghini entdeckte, wurde er gerade foliert. Mit solchen Folien kann die Autofarbe geändert werden.

15:15 Uhr

Rückruf für Rewe-Schokolade

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Der Hersteller rät vom Verzehr der Schokolade ab.

Der französische Hersteller lässt Nuss-Schokolade der Rewe-Eigenmarke Ja! zurückrufen. Grund für den vorsorglichen Rückruf sei, "dass sich in einzelnen Packungen der Tafelschokolade schwarze Kunststoffteile (ca. 7 mm) befinden könnten", teilte die Firma Cacao de Bourgogne aus Dijon mit. Eine Gesundheitsgefährdung könne nicht ausgeschlossen werden.

Es handelt sich um das Produkt "Ja! Ganze Nuss / Edelvollmilchschokolade 100g" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 04.12.2020 der Charge 2006442827. Kunden können das Produkt im jeweiligen Laden zurückgeben und bekommen den Kaufpreis auch ohne Kassenbon zurück.

14:32 Uhr

Demonstranten legen Leichensäcke vor Trump-Hotel

In Washington D.C. haben Demonstranten Leichensäcke vor ein Hotel von US-Präsident Trump gelegt. Sie werfen ihm vor, in der Corona-Krise zu spät reagiert zu haben, zu lügen und nach wie vor zu wenig zu testen. Das koste vielen Menschen das Leben. Die Leichensäcke vor dem Hotel symbolisierten die Opfer.

*Datenschutz

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

Jürgen Wutschke und Heidi Ulrich haben Feierabend. Bis zum Abend haue ich für Sie nun in die Tasten. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

13:43 Uhr

Familien verließen Quarantäne - alle aus Hochhaus werden getestet

Weil zwei Familien in einem Hochhaus in Nordrhein-Westfalen trotz Corona-Infektionen ihre Quarantäne verlassen haben, sollen nun alle 450 Bewohner der 117 Wohnungen getestet werden. Ein Sprecher des Rhein-Kreises Neuss bestätigte, dass der Komplex in Grevenbroich am Sonntag umzäunt wird und dann rund acht Stunden lang die Tests durchgeführt werden sollen.

Laut dem Kreissprecher hatten die Mitglieder der Familien - darunter sowohl Erwachsene als auch Kinder - weiter Kontakt mit Nachbarn. Der Test der anderen Hochhaus-Bewohner sei zunächst freiwillig. Wer sich allerdings nicht testen lässt, werde vorsorglich in Quarantäne bleiben müssen. Bis die Testergebnisse nach etwa zwei Tagen da seien, müssten ohnehin alle Bewohner im Hochhaus bleiben. Die Zäune und die Kontrolle von Ein- und Ausgängen blieben bis dahin bestehen, so der Kreissprecher. Die erkrankten Familien wurden laut "Rheinischer Post" inzwischen vom Gesundheitsamt anderswo untergebracht. Dort sei auch sichergestellt, dass die acht Personen in der Quarantäne blieben.

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12:47 Uhr

Innenminister besorgt wegen Verschwörungstheorien zu Corona

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Thüringens Innenminister Georg Maier.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier, blickt beklommen auf Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus. Die Verbreitung solcher Geschichten "erfüllt mich mit Sorge", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Sicher, vieles ist abstrus, und man mag es belächeln." Doch habe sich auch der Attentäter von Hanau unter anderem durch Verschwörungstheorien radikalisiert, betonte Maier. "Vieles erinnert an die Reichsbürger", führte der SPD-Politiker aus. "Die haben wir anfangs ebenfalls belächelt, bis sich ihre Ansichten verbreitet und sich einige irgendwann bewaffnet haben. Auch deshalb muss man diese Verschwörungstheoretiker jetzt im Auge behalten."

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12:21 Uhr

Affenforscherin Jane Goodall bekommt Ehrendoktorwürde

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Jane Goodall wird für ihre Pionierarbeit ausgezeichnet.

(Foto: AP)

Die britische Affenforscherin Jane Goodall ist in Zürich mit einer Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Die mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät würdigt damit die Pionierarbeit der 86-Jährigen in der Verhaltenswissenschaft und der Feldforschung, wie die Universität Zürich mitteilte. Goodall habe wichtige Erkenntnisse über wilde Schimpansen geliefert und setze sich für den Schutz der Tiere, ihrer Lebensräume sowie der Umwelt ein. Durch die Einschränkungen wegen der Corona-Krise konnte in Zürich kein Festakt stattfinden. Goodall hat seit den 60er-Jahren in Afrika Schimpansen beobachtet und die Verhaltensforschung umgewälzt. Sie wird oft in einem Atemzug mit Birute Galdikas und Dian Fossey genannt, die vor mehr als 50 Jahren Gorillas und Orang-Utans erforschten.

 

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11:46 Uhr

Forscher: Deutschland droht Dürre und Missernte

Klimaforscher Mojib Latif sieht nach trockenen Wochen in Deutschland die Gefahr einer Dürre in diesem Jahr. "Die letzten beiden Jahre waren außergewöhnlich trocken. Die Böden brauchen nun Regen. Ihre Wasserspeicher sind nur zum Teil wieder aufgefüllt worden", sagte Latif, der am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel forscht, der Rhein-Neckar-Zeitung. Der Landwirtschaft drohe eine Missernte: "Die Bauern haben aber noch Hoffnung. Wenn es in den kommenden zwei bis drei Wochen kräftig regnet, kann dies den trockenen April ausgleichen."

Laut Deutschem Wetterdienst ist in der kommenden Woche ein bisschen Regen in Sicht. Die Mengen werden aber wohl nicht ausreichen, die vergangenen trockenen Wochen auszugleichen. "Nach drei Jahren Trockenheit kann man nicht mit Sicherheit vom Klimawandel sprechen", ergänzte Latif. Aber es deute alles auf den Klimawandel hin, wenn man die Trockenheit, die Durchschnitts-Temperaturen und die Niederschläge betrachtet.

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11:02 Uhr

Röttgen wettert gegen "Lockerungsdrängler"

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, sieht die vollzogenen Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise skeptisch. "Wir sind in den Lockerungen weiter gegangen, als es die objektive Entwicklung der Pandemie rechtfertigt", sagte Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn sich das Gefühl ausbreitet, es gelte jetzt Entwarnung und alles werde bald wieder normal, werden wir das in zwei Wochen in den Infektionszahlen sehr schmerzhaft merken", warnte der CDU-Außenexperte. Verfechter einer Öffnungsstrategie bezeichnete Röttgen als "Lockerungsdrängler und Exit-Strategen". Diese seien "auf dem falschen Weg". Vor allem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet treibt die Debatte um weitere Lockerungen in Zeiten der Corona-Pandemie voran. Der CDU-Vize kandidiert ebenfalls für den Parteivorsitz.

09:58 Uhr

Polnische Pendler protestieren gegen Grenzschließung

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Protest am polnisch-deutschen Grenzübergang in Rosowek.

(Foto: dpa)

Hunderte polnische Pendler haben am Freitagabend auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze gegen die verhängten Corona-Maßnahmen protestiert, die sie daran hindern, täglich ihren Arbeitsplatz in Deutschland zu erreichen.

  • In der Görlitzer Nachbarstadt Zgorzelec seien rund 300 Menschen auf die Straße gegangen, berichtete die Nachrichtenagentur PAP. 
  • Ähnliche Proteste fanden in mehreren anderen Grenzstädten statt, unter anderem in Slubice, Rosowek, Gubin, Guben sowie Görlitz. Nach Angaben der Polizei verliefen die Proteste ruhig, ohne den Warenverkehr zu beeinträchtigen.
  • Als Reaktion auf die Pandemie hatten Regierungen beider Länder angeordnet, dass alle Menschen, die nach Deutschland und Polen einreisen, für 14 Tage in Quarantäne müssen. In Deutschland gelten für Grenzgänger allerdings Ausnahmen, in Polen jedoch nicht.
  • "Deutsche Krankenhäuser in der Grenzregion beschäftigen eine große Zahl von Ärzten und Krankenschwestern, die nicht zur Arbeit pendeln können", sagte Marta Szuster, die Veranstalterin des Protestes auf der deutschen Seite. "Gleiches gilt für Apotheker oder Lehrer", sagte sie PAP.
  • Nach Daten von Eurostat aus dem Jahr 2018 pendelten rund 125.000 Menschen, die in Polen leben, zum Arbeiten nach Deutschland.
08:59 Uhr

Für tot erklärte Frau wacht wieder auf, falsche Leiche bestattet

Was muss die Familie dieser Frau durchgemacht haben: In Ecuador ist eine 74-Jährige wegen einer Verwechselung irrtümlich für tot erklärt worden. Dabei lag sie im Krankenhaus im Koma. Nach drei Wochen kam sie wieder zu sich. Wie ihre Familie am Freitag berichtete, war Alba Maruri mit Symptomen einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus von Guayaquil gekommen und am 27. März für tot erklärt worden. Eine Woche später wurde den Angehörigen eine Leiche übergeben, die ohne vorherige Identifizierung durch die Familie feuerbestattet wurde.

In Wirklichkeit jedoch habe Maruri die ganze Zeit im Krankenhaus im Koma gelegen, sagte ihr Neffe. Wegen des allgemeinen Durcheinanders auf dem Höhepunkt des Corona-Ausbruchs in der Stadt sei es in der Klinik zu der Verwechslung gekommen. Als die 74-Jährige schließlich am Donnerstag wieder erwachte, gab sie ihren Namen und die Telefonnummer ihrer Schwester an, der Irrtum klärte sich auf. Von wem die Asche stammt, die die Familie in einer Urne aufbewahrt, weiß sie nicht.

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08:19 Uhr

Scheuer plant wohl Nothilfen für Busunternehmen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer plant in der Corona-Krise Nothilfen für die schwer gebeutelte Busbranche. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, soll damit eine Pleitewelle verhindert werden. Das Verkehrsministerium arbeite an einem Förderprogramm, um die Firmen bei den Vorhaltekosten zu entlasten, hieß es. Das Volumen stehe noch nicht fest. Zwar müsse aktuell keine Kfz-Steuer gezahlt werden, auch Versicherungsbeiträge könnten gestundet werden - Fixkosten aber müssten weiter gezahlt werden. Dabei geht es um sogenannte Vorhaltekosten. So müssten weiterhin Kredite getilgt werden. Viele Busunternehmen hätten ihre Flotte in der vergangenen Zeit auf moderne und umweltfreundliche Fahrzeuge umgerüstet und stünden deswegen "massiv in der Kreide".

07:31 Uhr

Merz fordert neuen Generationenvertrag

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz fordert angesichts der Corona-Neuverschuldung einen neuen Generationenvertrag. Die Politiker, die jetzt handelten, stünden nach der Corona-Krise in der Verantwortung und "müssen ein Konzept vorlegen, wie dieses Geld wieder zurückgezahlt werden kann", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dazu müssten Staat und Gesellschaft "wieder Prioritäten setzen" und entscheiden, "was wir uns noch leisten wollen und was nicht". Dies werde zu Verteilungskämpfen führen.

Merz hatte sich ursprünglich am heutigen Samstag auf einem CDU-Sonderparteitag um den Vorsitz der Partei bewerben wollen. Gegenkandidaten wären Außenpolitiker Norbert Röttgen und ein Team aus NRW-Regierungschef Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gewesen. Voraussichtlicher Termin ist nun der Dezember.

06:50 Uhr

Häftlinge rebellieren aus Angst vor Coronavirus

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Häftlinge griffen die Sicherheitskräfte vom Dach aus an.

(Foto: AP)

Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus haben Gefangene in einer Haftanstalt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gegen die hygienischen Bedingungen hinter Gittern protestiert.

  • Die Häftlinge eines Bundesgefängnisses im Stadtteil Villa Devoto steckten Matratzen in Brand und warfen unter anderem Steine auf die Polizisten, wie im Fernsehsender TN zu sehen war.
  • Auf einem Transparent war zu lesen: "Wir weigern uns, im Gefängnis zu sterben."
  • Die Gefangenen forderten, dass Sicherheitsmaßnahmen in der Haftanstalt ergriffen werden, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Zudem verlangten sie, dass Angehörige von Risikogruppen in den Hausarrest verlegt werden.
  • Zuletzt hatte bereits der Oberste Strafgerichtshof empfohlen, beispielsweise Untersuchungshäftlinge, Gefangene mit Freiheitsstrafen unter drei Jahren, schwangere Frauen und ältere Häftlinge in den Hausarrest zu entlassen.
  • Nach stundenlangen Verhandlungen stellten die Gefangenen den Aufstand vorerst ein. Im Laufe des Tages soll es einen runden Tisch geben.
  • In den oftmals überfüllten Haftanstalten haben die Menschen nur schlecht Zugang zu Warmwasser, Seife und medizinischer Versorgung.
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06:18 Uhr

Russischer Frachter zur ISS gestartet

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An Bord der ISS befinden sich zurzeit drei Raumfahrer: Die beiden Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der US-Amerikaner Christopher Cassidy.

(Foto: AP)

Russland bringt mit einem neuen Versorgungsflug dringend benötigten Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS. Die unbemannte Progress MS-14 mit drei Tonnen Fracht hob um 3.51 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof in Baikonur in Kasachstan ab, wie russische Agenturen mitteilten. Das Andocken ist nach rund dreieinhalb Stunden Reisezeit um 7.12 Uhr geplant. Zuvor wurde die ISS für ein leichteres Andocken um 1500 Meter näher an die Erde herangeholt. An Bord der "Progress" sind nach Angaben der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos rund drei Tonnen Nahrungsmitteln, Wasser, Treibstoff und Material für Experimente.

Zudem wird der Frachter auch eine spezielle Gedenkaktion zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitlerdeutschland mitbringen. Russen konnten Bilder und Namen ihrer im Krieg gestorbenen Verwandten an Roskosmos schicken. Die Daten sollten dann per Raumfrachter ins All gebracht werden.

Update von 08:46: Der Frachter hat ohne Probleme angedockt. Der Flug dauerte 3 Stunden und 20 Minuten.

 

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht