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Vip, Vip, Hurra! Carpendales Mut, Bushido und eine Tragödie

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Steht an der Seite seiner Frau Anna-Maria: Bushido

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Wayne Carpendale spricht über seine schmerzhafte Erkrankung und kassiert dafür Häme, Bushido steht an der Seite seiner schwangeren Frau, die Ballacks erleiden einen unfassbaren Verlust. Die Promi-Woche endet mit einem Appell: "Zeigt Empathie gegenüber euren Mitmenschen!"

Momentan ist nicht gerade die Zeit der Männer. Sie werden auf Fotos rausgeschnitten und pauschalisierend mit dem bösen Patriarchat in Verbindung gebracht. Es ist en vogue, Feministin zu sein, obschon so manche mit Parolen um sich werfen, die mit dem Feminismus nicht nur konträr gehen, sondern ihm sogar schaden. Aber Frauen "befreien" sich nicht, indem sie verbal auf das andere Geschlecht einprügeln.

Jüngstes Beispiel ist ein Beitrag von Wayne Carpendale, Sohn von Schlagerlegende Howard Carpendale, auf Social Media. Hochemotional berichtet er, dass er "ein paar Tage mit 41 Fieber (...) und einer Magenschleimhautentzündung" flachlag. Dessen nicht genug hat sich der Schauspieler und Mann von Moderatorin Annemarie Carpendale, der sich in Kommentaren nun sagen lassen muss, "leider auch nicht mehr der Jüngste zu sein", "dicken Herpes" und "als krönenden Abschluss noch 'ne Hodenentzündung" eingefangen.

"Too much information" für so manche Promi-Seite. Der aufrichtige Post des Schauspielers wird von Frauen mit "Igitt!" und "gruseliger als jede Geschichte von Edgar Allan Poe" betitelt. Derlei Geschwätz kann nur jemand von sich geben, der Edgar Allan Poe vermutlich niemals gelesen und auch sonst nicht sonderlich den Durchblick hat.

"Zeigt Empathie gegenüber Euren Mitmenschen"

Denn warum berichtet der Schauspieler überhaupt von seiner Erkrankung? "Weil eben nicht immer alles Sonnenschein ist. (…) Denkt bitte immer daran: Anderen geht es auch oft schlecht, selbst wenn's nicht immer so wirkt." Es bringe nichts, so Carpendale, "sein Glück aus dem Unglück anderer zu ziehen. (...) Das macht mürbe, das zerstört. (…)" Und weiter: "Zeigt Empathie gegenüber euren Mitmenschen (...)!"

Empathisch zu sein, bedeutet unter anderem, dem Erkrankten gute Besserung zu wünschen, anstatt sich über dessen Hodenentzündung lustig zu machen. Wer bei diesem Wort nichts anderes vermag als zu kichern, zeigt vor allem die eigene infantile Impertinenz. Zuletzt die Frage, ob Carpendale seine Erkrankung auch hätte für sich behalten können. Gewiss. Aber ob all des Hochglanz-Irrsinns, der mittlerweile auf Social Media herrscht, ist ein Beitrag, in dem Schwäche und die eigene Verwundbarkeit thematisiert werden, vor allem eines: mutig und stark.

Genauso, wie in schweren Tagen seiner Frau beizustehen. Vieles wurde in den letzten Monaten über den einstigen Rüpel-Rapper Bushido berichtet. Aktuell läuft der Prozess gegen den Clanchef Arafat Abou-Chaker, bei dem sowohl Bushido als auch dessen Frau Anna-Maria aussagen müssen. Diese ist aktuell mit Drillingen schwanger und nicht verhandlungsfähig. Der Grund: Komplikationen bei der Schwangerschaft. Bushido selbst schrieb: "Da es sein kann, dass wir eines unserer ungeborenen Kinder beerdigen müssen, bitte ich um Verständnis, dass Musik momentan keinen Platz in meinem Leben einnimmt."

Dass der Rapper und erneut werdende Vater nun an der Seite seiner Frau ist und sie unterstützt, während das Paar gleichzeitig mit Interviews in der "Bunten" vertreten ist, stößt vielen Fans sauer auf. So mancher empfindet die Wandlung des Mannes, der einst um frauenfeindliche Lyrics in seinen Songs nicht verlegen war, als "schwächlich". Dabei sollte viel eher einmal analysiert werden, warum das eine als stark und das andere als schwach angesehen und ob nicht eher umgedreht ein Schuh draus wird. Rapper, die es als sogenannten coolen Move erachten, Frauen in ihren Texten zu verunglimpfen, liegen in Sachen Gleichberechtigung um Längen hinter einem Mann, der in schweren Zeiten an der Seite seiner Frau steht.

Heidi, "Promi Big Brother" und eine furchtbare Tragödie

Wie schön das sein kann und dass Alter in der Liebe keine Rolle spielt, sieht man auch an Heidi Klum, die mit ihrem Tom in dieser Woche ihren zweiten Hochzeitstag feierte. Aber natürlich gibt es auch hier die üblichen Verdächtigen, die sich daran stören, dass die Model-Mama ihre Liebe öffentlich zelebriert.

Zelebriert wird in den kommenden drei Wochen auch wieder das Leben im Luxus - natürlich nur, wenn man in den Genuss kommt, auf dem "Big Planet" zu landen. An diesem Freitag startet die neue "Promi Big Brother"-Staffel, in der die Kandidaten drei Wochen zwischen zwei Welten - auch bekannt als "Alles oder Nichts-Bereiche" leben. Der "Nichts"-Bereich in diesem Jahr: "eine Raumstation" ohne Tageslicht. Mit dabei unter anderem: Schweinebauer Uwe Abel, der schon im "Sommerhaus der Stars" seine Entertainment-Qualitäten bewies, sowie Ballermann-Sängerin Melanie Müller.

Wie nah Freud und Leid aber beieinanderliegen, sieht man auch an den jüngsten, furchtbar traurigen Berichten. Simone Mecky-Ballack, Teil des "Promi Big Brother"-Casts im vergangenen Jahr, hat bei einem tragischen Unglück ihren Sohn Emilio verloren. Man erinnert sich vor allem an ihre Erzählungen über ihre Kinder, die ihr ganzes Glück seien und ihr mehr als alles auf der Welt bedeuten. Emilio starb in der Nacht auf Donnerstag. Er wurde nur 18 Jahre alt.

Quelle: ntv.de

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