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"Marie Curie" bei Amazon Prime Darum sind Frauen die Zukunft

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Rosamund Pike als Marie Curie.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Das "Sofagate" um EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wieder einmal gezeigt, in welcher Schieflage sich das moderne Frauenbild immer noch befindet. Zeit, eine Welt zu bauen, in der sich keine Frau den starren Ansichten einer ewig gestrigen Gesellschaft mehr beugen muss.

Die Frauen des 21. Jahrhunderts haben trotz aller Errungenschaften, die in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich der Gleichstellung mit dem Mann erreicht worden sind, auch in unserer so aufgeklärten Zeit immer noch mit zu vielen Vorurteilen und dümmlichen Klischees zu kämpfen. Das "Sofagate" um Ursula von der Leyen beim EU-Türkei-Treffen ist nur das jüngste prominente Beispiel dafür, wie Teile der Männerwelt weltweit Frauen immer noch betrachten: als zweitrangiges Beiwerk, dem Mann untergeordnet.

Als die Nobelpreisträgerin Marie Curie (1867-1934) und die Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé (1861-1937) in ihrer Zeit auf die Engstirnigkeit und die Mauern der Gesellschaft in Bezug auf Frauenrechte stießen, hatten sie sicher gehofft, dass dieser Kampf ihren Schwestern 100 Jahre später erspart bleiben würde. Doch Furcht und Unwillen steuern seit jeher die Geschicke der Menschen. Und obwohl die Lebensgeschichten dieser beiden starken Persönlichkeiten lange zurückliegen, sind sie ein Leuchtfeuer dafür, dass keine Frau und kein Mädchen sich den starren Strukturen und Ansichten einer Welt beugen sollte, die im ewig Gestrigen verharrt!

"Woman in Chains"

Mit der Verfilmung der Grafik-Novelle "Radioactive: Marie & Pierre Curie: A Tale of Love and Fallout" von Lauren Redniss schuf die iranisch-französische Regisseurin und Comiczeichnerin Marjane Satrapi ein mehr als nur interessantes Werk, welches das Schaffen von Marie und Pierre Curie aus einem vielseitigen Blickwinkel betrachtet. Auch der 2016 entstandene Film "Lou Andreas-Salomé" von Cordula Kablitz-Post, welcher das eindrucksvolle Leben einer Frau in einer Zeit der fast unüberwindbaren Vorurteile porträtiert, ist eine Mahnung an alle, die das weibliche Geschlecht weiter in mentale Ketten legen wollen.

"It's under my skin, but out of my hands. I'll tear it apart, but I won't understand", sang die englische Band "Tears for Fears" in ihrem 1989 veröffentlichten Song "Woman in Chains". Es wird endlich Zeit, dass keine Frau, kein Mensch, sich mehr so fühlen muss. Es wird Zeit, eine Welt zu bauen, in der das Geschlecht nicht mehr definiert, wer man ist und wer man sein kann oder wie man von seinen Mitmenschen gesehen wird.

Mehr zum Thema

Die ausführliche Kritik zu den Filmen "Marie Curie - Elemente des Lebens" und "Lou Andreas-Salomé" von Ronny Rüsch und Axel Max - jetzt in der neuen Podcast-Folge von "Oscars & Himbeeren", wo sich jeden Freitag alles rund um Streaming-Dienste wie Netflix, TVNOW, Amazon Prime & Co. dreht.

Quelle: ntv.de

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