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Nach Macklemore-RauswurfEd Sheeran verliert alle Vorbands in den USA

16.09.2026, 12:28 Uhr
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Um ihn wird es gerade einsam: Ed Sheeran. (Foto: picture alliance / SIPA)

Der Streit um den Ausschluss des Rappers Macklemore von der aktuellen Ed-Sheeran-Tournee in den USA wegen propalästinensischer Konzert-Ansagen spitzt sich weiter zu. Jetzt werfen auch alle anderen Support-Künstler des britischen Superstars das Handtuch.

Nach dem Ausschluss von US-Rapper Macklemore wegen propalästinensischer Äußerungen wollen nun auch alle weiteren Support-Acts, die Ed Sheeran auf seiner US-Tour begleiteten sollten, nicht mehr auftreten. So teilte etwa der irische Singer-Songwriter Aaron Rowe auf seiner Instagram-Seite mit: "Ich würde jeden Respekt vor mir selbst verlieren, wenn ich einfach weitermachen würde wie bisher." Sein Statement beendete er mit dem Slogan "Free Palestine".

Lukas Graham, der ebenfalls im Vorprogramm des britischen Superstars in den USA auftreten sollte, erklärte: "Wir sollten in der Lage sein, über Krieg zu sprechen, über getötete Zivilisten, über Kinder, die das Recht haben, aufzuwachsen. Wo auch immer sie leben."

Auch die Band Beoga und Finneas O'Connell, bekannt als enger Wegbegleiter seiner Schwester Billie Eilish, sagten ihre Teilnahme an den noch ausstehenden Tourdaten auf Instagram ab. "Künstler dürfen nicht mundtot gemacht werden, wenn sie sich für die Unterdrückten einsetzen", erklärte Finneas in einem Post seinen rund 4,7 Millionen Instagram-Followerinnen und -Followern. "Ich stehe auf der Seite Palästinas und seiner Menschen."

Der Absage-Welle war eine Mitteilung Macklemores vorausgegangen, wonach "Ed Sheeran und sein Team" ihn aus der Tour gestrichen hätten. Der 43-Jährige hatte zuvor bei Auftritten im Vorprogramm von Sheeran unter anderem gesagt: "Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine."

Ed Sheeran rechtfertigt sich

Die Organisation Israeli-American Council (IAC) startete daraufhin eine Petition, in der sie Sheeran dazu aufrief, Macklemore auf seiner Tour nicht weiter auftreten zu lassen.

Der "Shape of You"-Sänger bezog ebenfalls Stellung: Macklemore auszuladen, sei nicht seine Entscheidung gewesen, sondern die des Tourveranstalters, erklärte er. Er selbst habe in den vergangenen Tagen ausgiebig unter anderem mit Vertretern der Veranstaltungsorte und "Aktivisten auf beiden Seiten" gesprochen, um eine gemeinsame Lösung zu finden, aber ohne Erfolg.

Er sei "entsetzt" vom Nahost-Konflikt und dem Leid auf beiden Seiten, teilte Sheeran weiter mit. "Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass ich diese nicht habe, und es heißt auch nicht, dass es mir egal ist."

Ed Sheeran ist mit seiner "Loop"-Tour noch bis November in den USA unterwegs. Danach sind Konzerte in Mexiko und Südamerika angesetzt.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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