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Fledermaus feiert 80. Geburtstag Ewig junger Batman wacht über Gotham

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Seinen ersten Auftritt hat er in der Mai-Ausgabe 1939 der Serie "Detective Comics" (nach der sich später der Comic-Gigant DC benennt).

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Unter den Superhelden ist Batman eine Besonderheit: Als einer der wenigen besitzt er keine übermenschlichen Kräfte. Aber gerade das macht den Dunklen Ritter auch 80 Jahre nach dem ersten Comic so beliebt. Nun kehren alte Filme zurück in die Kinos, ein neuer ist in Arbeit.

Ein bunter Superman in blauen Spandexhosen mit rotem Cape war 1938 der große Hit. Das spornte die Comicwelt an. Ein neuer Superheld sollte auf Supermans Erfolgswelle mitfliegen - die Idee für Batman war geboren. In dem Heftchen "Detective Comics #27" hatte der düstere Held am 30. März 1939 seinen ersten Auftritt. Heute feiert der "Dunkle Ritter" damit sein 80-jähriges Jubiläum.

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Der Cartoon-Zeichner Bob Kane hatte Batman gemeinsam mit dem Autor Bill Finger im Auftrag von National Comics entworfen, dem späteren DC Comics. Sie siedelten den Fledermausmann, wie Batman auf Deutsch heißt, in der düsteren Metropole Gotham City an, die an Chicago angelehnt ist. Hinter der Maske verbirgt sich der Milliardär Bruce Wayne, der als Kind die Ermordung seiner Eltern mit ansehen musste und sein Leben deswegen der Bekämpfung des Verbrechens widmete.

Batman sollte Angst machen: Sein Kostüm ist schwarz-grau, er trägt ein Waffengürtel und hat gezackte Flügel. Nach Kanes eigenen Angaben inspirierte ihn unter anderem die Zeichnung eines Flugapparats von Leonardo da Vinci, Elemente aus Filmen und Groschenromanen wie Zorro und Phantom flossen ein. Das Fledermaus-Symbol auf Batmans Brust war anfangs nur schwarz, erst 1964 kam der gelbe Hintergrund dazu.

Ohne Superkräfte besonders beliebt

Im Laufe der Jahre bekam Batman erst vom jungen Begleiter Robin Verstärkung, dann von Batgirl. Gleichzeitig erhielt er einen riesigen Fuhrpark an technisch modernsten Batmobilen. Natürlich wuchs auch die Zahl der Schurken: Mit Figuren wie dem Joker, Pinguin, Catwoman oder dem Riddler musste sich Bruce Wayne herumschlagen.

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"The Dark Knight" mit Christian Bale als Batman und Heath Ledger als Joker läuft bald wieder in einigen Kinos.

(Foto: imago/Prod.DB)

Als Kane im Jahr 2015 posthum mit einem Stern auf Hollywoods "Walk of Fame" geehrt wurde, war Regisseur Zack Snyder ("Batman v Superman: Dawn of Justice") unter den Gästen. Er habe der Welt ein "unglaubliches Geschenk" hinterlassen, sagte der Filmemacher. Mit Batman habe Kane eine Figur geschaffen, die viele Menschen in aller Welt berühre. Der Cartoon-Held sei ein ganz normaler Mensch ohne besondere Kräfte - das mache ihn so beliebt.

Glückloser Clooney, legendärer Bale

Comics, TV-Serien, Filme, Spielzeuge und Computer-Spiele haben die Figur weltbekannt gemacht. Das Guinness Buch der Rekorde würdigte Batman als Comicbuch-Helden mit den meisten Spielfilmauftritten. Zwischen 1966 und 2012 gab es acht Batman-Verfilmungen mit Stars wie Adam West, Michael Keaton, George Clooney und Ben Affleck. In Christopher Nolans Batman-Trilogie glänzte Christian Bale als Playboy und dunkler Ritter. Heath Ledger erhielt für seine Darstellung des Joker in "The Dark Knight" posthum den Oscar. Unter Tim Burtons Regie mit Keaton als "Batman" spielte Jack Nicholson den teuflisch grinsenden Bösewicht.

Nicht jede Darstellung glückte: George Clooney schwor sich 1997 nach einem umstrittenen Auftritt in Gummianzug mit falschen Brustwarzen, das Kostüm nie wieder anzulegen.

Drei alte Filme, ein neuer für die Kinos

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Ein legendärer Bösewicht gespielt von einem legendären Schauspieler: Auch Jack Nicholson hat sich als Joker im Batman-Universum verewigt.

(Foto: imago/Prod.DB)

Der 80. Geburtstag des Fledermaus-Helden soll in den nächsten Monaten gebührend gefeiert werden. Zum Jubiläum bringt der Verlag DC Comics mit "Detective Comics #1000" und "Detective Comics: 80 Years of Batman" zwei Sonderausgaben heraus. Bis zum "Batman Day" am 21. September sind unter dem Motto "Long Live the Bat" - zu Deutsch: Lang lebe die Fledermaus - weltweit Veranstaltungen geplant. An dem gleichen Tag soll in vielen Städten auch das leuchtende Bat-Signal in Form des Fledermaus-Symbols erstrahlen.

Auch Nolans Trilogie kommt wieder zum Zug: Das Studio Warner Bros. bringt alle drei Film in fünf US-Städten erneut auf die Leinwand. Zum Auftakt am 30. März ist der britische Regisseur in Los Angeles dabei.

Wer das erste Batman-Heftchen 1939 am Kiosk für 10 Cent gekauft hat, könnte es heute für ein Vermögen verkaufen. Ein gut erhaltener Comic aus der Serie "Detective #27" wurde 2010 in den USA für mehr als eine Million Dollar versteigert.

Der nächste Batman-Film soll im Sommer 2021 in die Kinos kommen unter der Regie von Matt Reeves ("Planet der Affen"). Wer den dunklen Ritter dann mimt, ist noch offen: Eigentlich war Ben Affleck für die Hauptrolle vorgesehen, der Regisseur sei nun aber auf der Suche nach einem neuen, jüngeren Darsteller, wie das Kinoportal "Deadline.com" im Januar berichtete. Auch mit achtzig Jahren bleibt der Superheld Batman ewig jung.

Quelle: n-tv.de, Barbara Munker, dpa

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