Zehn Jahre nach RaubüberfallKim Kardashian wird entschädigt - mit einem Euro

Geld hat Kim Kardashian mutmaßlich mehr als genug. Deshalb geht es ihr nur um das Symbol: Zehn Jahre nach dem Raubüberfall auf sie in Paris wird sie mit exakt einem Euro entschädigt. Genau diesen Betrag hatte die 45-Jährige auch verlangt.
Kim Kardashian ist für den Raubüberfall auf sie in ihrer Pariser Hotelsuite eine Entschädigung von einem Euro zugesprochen worden. Das entschied ein Gericht in der französischen Hauptstadt, wie unter anderem die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet. Die symbolische Summe hatte die Unternehmerin nach Angaben eines beteiligten Anwalts selbst beantragt.
In einer gemeinsamen Erklärung mit ihrer Stylistin Simone Harouche, die den Überfall ebenfalls miterlebte, dankte Kardashian der französischen Justiz. "Die Erfahrung war zutiefst traumatisch. Wir spüren bis heute die Auswirkungen."
Bei der juristischen Entscheidung gehe es ihnen nicht um "Entschädigung, sondern um Rechenschaft und Anerkennung", erklärten Kardashian und Harouche weiter.
Höhere Summen für Hotel und Angestellten
Deutlich mehr Geld sprach das Gericht einem ehemaligen Rezeptionisten des Hôtel de Pourtalès zu, in dem sich der Überfall ereignet hatte. Nach Angaben seines Anwalts erhält er 109.516 Euro.
Der frühere Angestellte hatte erklärt, durch den Überfall vom 2. Oktober 2016 traumatisiert worden zu sein und 550.000 Euro Schadenersatz samt Zinsen gefordert. Sein Anwalt wertete die Entscheidung dennoch als Erfolg. Dem Hotel selbst sprach das Gericht 50.000 Euro zu, Stylistin Harouche erhielt wie Kardashian einen symbolischen Euro.
Kim Kardashian war im Oktober 2016 während der Pariser Fashion Week in einem Luxushotel überfallen und ausgeraubt worden. Zwei Männer gaben sich als Polizisten aus, verschafften sich Zutritt zu ihrer Suite, fesselten Kardashian und bedrohten sie mit einer Waffe.
Überfall von "Räuber-Opas"
Die Täter erbeuteten Schmuck im Wert von mehr als neun Millionen Euro, darunter den Verlobungsring, den Kardashian einst von ihrem heutigen Ex-Mann Kanye West erhalten hatte. Das rund vier Millionen US-Dollar teure Schmuckstück ist bis heute verschwunden.
Wegen ihres vergleichsweise hohen Alters wurden die Angeklagten, die im Schnitt etwa 60 Jahre alt waren, in den Medien als "Räuber-Opas" oder "Opa-Gangster" bezeichnet. Acht Angeklagte sprach ein Pariser Gericht im vergangenen Jahr unter anderem wegen bewaffneten Raubs, Entführung und Bandenbildung schuldig. Da ihnen die bereits verbüßte Untersuchungshaft angerechnet wurde, musste keiner von ihnen erneut ins Gefängnis. Gegen die Urteile legte niemand Berufung ein.
Nach den Schuldsprüchen hatte Kardashian den französischen Behörden gedankt und erklärt, sie sei "mit dem Urteil zufrieden". Den Überfall bezeichnete sie als "die schrecklichste Erfahrung meines Lebens".