Essen und Trinken

Für Männer mit Geschmack Echte Kerle wollen immer

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Was braucht man(n) mehr: Grill, Liegestuhl, Holzkohle und was zum Draufpacken.

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Von Babypuder bis Viagra - in der Apotheke geben Beipackzettel Auskunft über diverse Nebenwirkungen. Nach dem verwirrenden Studium derselben können Sie entweder schlucken und zusätzlich auf Gott vertrauen oder nicht schlucken und nur auf Gott vertrauen. Anstelle eines Beipackzettels hier und heute die Warnung: Der folgende Text ist nichts für Heulsusen!

Steht Ihre Gartenlaube noch? Die Nachbarn grüßen Sie weiter? Polizei, Feuerwehr und der Notarzt waren nicht vor Ort? Dann haben Sie schon bei zurückliegenden Selbstversuchen die drei Grundvoraussetzungen erfüllt, um Deutschlands next Topgriller zu werden. Den nötigen Feinschliff für den Klum freien Wettbewerb erwerben Sie sich hier - und das auch noch kostenlos, frei Haus und bei Beachtung der Angaben ohne Nebenwirkungen. Regelwidrigkeiten haben Sie selbst zu verantworten; die Folgen natürlich auch.

Einfach drauf los grillen kann jeder. Das allerdings ist unter unserer Würde. Wir kaufen auch keine Würstchen von Steuerhinterziehern, keine Hähnchenschenkel oder Steaks, deren ursprüngliche Besitzer sich Zeit ihres kurzen gequälten Lebens vermutlich nach der Schlachtung sehnten, und keinen Fisch, bei dem die Beifangmenge größer ist als der Fang an sich.

Die Grillerei unterteilt sich wie jedes anständige Menü in mindestens drei Gänge: Vorbereitungen, der Akt an sich und die Nachsorge.

Vorbereitungen

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Umweltfreundliche Alternative fürs Grillen: Die Firma "OlioBric" vertreibt Briketts aus Olivenkernen.

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Die Zündler müssen sich entscheiden: Holzkohle in Stücken oder als gepresste Grillbriketts, Elektro oder Gas. Gas ist sauber und bequem, lässt sich auf Knopfdruck regulieren und reicht bei gefüllter Flasche für stundenlanges Grillen. Einen guten und meist recht teuren Gasgrill hat aber nicht jeder. Einen elektrischen Tischgrill haben viele, der ist auch schön balkontauglich. Aber irgendwie nicht zünftig und mangels Steckdosen in der Natur ziemlich ortsgebunden. Bleibt die offene Holzkohlenflamme, in die wir alle gerne starren. Die hat was - für den Gaumen und für die Seele.

Bei Holzkohle gibt’s Qualität und dies und das - mit mehr oder weniger Staubanteil. Zu empfehlen ist die etwas teurere Buchen-Holzkohle, die gibt ein schönes Aroma. Die Stückgröße ist von Anbieter zu Anbieter recht unterschiedlich. Haben Sie keine Feuerkörbe, fällt der "Krimskrams" gerne durch den Rost. Richtig große Stücke hat Restaurant-Holzkohle; vielleicht ergattern Sie ja einen Sack voll. Holzkohle brennt schnell an und schnell durch und ist daher gut geeignet für spontanes Grillen.

Auch Grillies gibt es aus Buche; sie sollten wenig Bruch und gleichgroße Stücke haben. Briketts fangen nicht so schnell Feuer und brauchen eine Weile, bis sie durchgeglüht sind. Dafür halten sie wesentlich länger die Glut. Grillies sind geeignet für ausgiebiges Grillen, indirektes Grillen und für größere Stücke im Kugelgrill.

Lagerfeuerromantik pur garantiert Grillen mit Hartholz, zum Beispiel Apfel, Eiche oder Hickory. Über Holz gegrillte Speisen erhalten einen leichten, unnachahmlichen Rauchgeschmack. Beim echten Barbecue bekommt das Grillgut dagegen einen starken Rauchgeschmack. Gut geeignet sind auch Grillknorze, das sind aus Weinrebenholz geschnittene Stücke, die wie Holz zum Grillen verwendet werden.

Beim echten Barbecue, wie es die US-Amerikaner zur Perfektion entwickelt haben, wird indirekt bei niedrigen Temperaturen gegrillt. Viel Holzrauch verleiht den Speisen ihren charakteristischen Geschmack. Dazu braucht man aber einen richtigen Smoker und eine Engelsgeduld: Eine Rinderbrust benötigt 18 Stunden zum Garen!

Welchen Grill Sie sich zulegen kommt darauf an, welcher Grill-Typ Sie sind. Für Ab-und-zu-Griller lohnt sich der Kauf eines "Event-Grills" nicht. Da tut es ein einfacher und preiswerter Grill auch. Wer einen eigenen Garten hat oder eine große Terrasse, gern und oft mit Familie und Freunden grillt, für den ist ein qualitativ hochwertiger Kugelgrill eine gute Investition. Mit so einem Kugelgrill kann man direkt und indirekt, schnell oder langsam grillen und auch räuchern.

Und dann gibt es ja noch die Anzündhilfen. Die chemischen Keulen mit TÜV-Zeichen sind lebensmittelunbedenklich, stinken aber so fürchterlich, dass einem der Appetit schon vor dem Essen verdorben wird. Dass sich Spiritus, Benzin oder Lampenöl nur für potentielle Selbstmörder eignen, versteht sich von selbst. Ebenso das "Nachkippen".

Die festen Grillanzünder mit TÜV-Zeichen, meist kleine Würfel aus unterschiedlichen Materialien, riechen nicht oder kaum. Unterdessen gibt’s auch hier Bio, meist gepresste Holzspäne. Einfache Kaminanzünder gehören - wie der Name schon sagt - in den Kamin und auch nur dorthin. Elektrostäbe, Bunsenbrenner oder Heißluftpistole - na ja. Damit lässt sich die Kohle sauber und verhältnismäßig schnell entzünden, aber sie brennt nicht gleichmäßig durch. Außerdem muss eine Steckdose vorhanden sein.

Sehr zu empfehlen ist ein Anzündkamin. Durch die zylindrische Form glühen die Kohlen gleichmäßig durch, ganz ohne Fächeln und Pusten, nur mit Physik. Zeitungspapier zum Anzünden reicht. Nach einer guten Viertel- bis halben Stunde hat man glühende Kohlen für den Rost. Dauert das Grillen doch länger als geplant, kann man mit einem Anzündkamin zwischendurch Glut zum Nachschütten produzieren.

Grillkörbe benötigt man zum indirekten Grillen größerer Fleischstücke oder ganzer Hähnchen. Dabei befindet sich die Glut in diesen Körben an den Seiten und das Grillgut wird dazwischen in der Mitte gegart, nicht direkt über den Kohlen. Zu empfehlen ist eine Alu-Tropfschale, in die das Fleisch gelegt wird. Der Grill muss auf jeden Fall einen Deckel haben. Die Temperatur wird über Lüftungsschlitze im Deckel und im Boden geregelt. Sie ist mit 150 bis 180 Grad Celsius geringer als beim direkten Grillen (um die 300 Grad).

Die besten Roste sind aus Gusseisen, sie halten die Hitze schön, verteilen sie gleichmäßig und das Grillgut bekommt klare Muster. Da sie aber fürchterlich rosten, müssen sie eingebrannt werden (wie eine Gusseisenpfanne). Bewährt haben sich Roste aus rostfreiem Edelstahl, sie sind relativ pflegeleicht. Billige Grills haben zumeist verchromte Roste, deren Beschichtung gerne mal abplatzt. Darunter rostet’s dann. Bevor das Grillgut aufgelegt wird, muss der heiße Rost (gilt für alle Arten) mit einem Stück geöltem Papier oder Speck gefettet werden, damit nichts anklebt. Lässt sich der Rost klappen, ist das Nachschütten von im Anzündkamin vorgeglühten Kohlen recht problemlos.

Holzspieße sollten Sie über Nacht wässern, dann verbrennen sie nicht so schnell. Vor dem Aufspießen von Fleisch oder/und Gemüse werden sie eingeölt, damit sich das gare Grillgut besser ablösen lässt. Doppelt gespießt dreht besser: Hähnchenflügel lassen sich damit besser wenden, sie verdrehen sich dabei nicht. Wer keine Doppelspieße hat nimmt zwei Einzelspieße.

Kleine Würstchen, Hamburger, Fisch und Gemüse lassen sich gut in Grillgitter einklemmen und damit prima wenden (Gitter vorher einölen). Solche Gitter gibt es in diversen Ausführungen zu kaufen. Für Gemüsescheiben und Garnelen eignen sich Grillschalen mit Löchern hervorragend. Die gibt es für den einmaligen Gebrauch in Alu, für Dauergriller auch in Edelstahl.

Neuester Trend: Plank Grilling. Die dünnen Bretter gibt es im Fachhandel. Das unbedingt unbehandelte und etwa zwei Jahre gelagerte Holz muss vor dem Grillen gewässert werden und gibt dann an das Grillgut ein feines Holz- und Raucharoma ab. Die Planken können so lange verwendet werden, wie noch Brett vorhanden ist. Des Geschmacks wegen sollte man Fisch und Fleisch je eine eigene Planke gönnen.

Der Akt an sich

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Anfang Mai auf dem Tempelhofer Feld in Berlin: Die Grillsaison ist eröffnet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jetzt geht’s endlich los! Haben die Kohlen eine feine weiße Ascheschicht, kann gegrillt werden. Der Rost soll sich 8 bis 10 Zentimeter über der Kohle befinden, sonst verbrennt das Essen. Schaffen Sie sich Platz: In einem Teil des Grills glüht die Holzkohle in einer flachen Schicht zum schnellen Grillen und Anbraten, im zweiten Teil ist die Schicht dicker, die Kohle schon weiter geglüht und damit nicht mehr ganz so heiß - hier wird gegart. Im dritten Teil befinden sich unter dem Rost keine Kohlen mehr; hier wird warmgehalten und abgekühlt.

Die Grill-Götter unter uns haben einen Grill mit Temperaturanzeige. Wir Normalos sind tapfer und machen die Aua-Probe: Eine Hand (zur Sicherheit nur eine) in einer Entfernung von etwa 10 Zentimetern über den Rost halten und die Sekunden zählen. Müssen Sie die Hand nach 2 bis 3 Sekunden wegziehen, haben die Kohlen eine Temperatur um 300 Grad. Als Faustregel gilt: Je kleiner oder dünner das Grillgut (Steaks, Hähnchenbrust, Fischfilet, Gemüsescheiben), desto höher darf die Temperatur sein. Dickere Fleischstücke, Rippen, ganze Hähnchen und Fische werden behutsam heiß angebraten und bei mäßiger Hitze fertig gegart. Ein 4 Zentimeter dickes Steak zum Beispiel braucht etwa 12 Minuten bei mäßiger Hitze; dann ist es medium gegrillt.

Eine der größten Grillsünden ist das ständige Wenden des Grillguts. Man sollte maximal 2 Mal umdrehen. Wenn man dabei das Steak auf jeder Seite einmal um 45 Grad dreht, bekommt man auf beiden Seiten ein schönes Rautenmuster. Nicht die Ruhezeit vergessen, damit sich der Fleischsaft gut verteilen kann (mindestens 5 Minuten). Gewendet wird natürlich mit der Zange - ‘reinpieken ist verboten, denn der Saft soll schließlich im Fleisch bleiben.

Grillsoßen mit Honig und Tomaten enthalten Zucker. Diese Sorten sollte man erst im letzten Viertel des Grillens aufpinseln, weil das Grillgut sonst sehr schnell unappetitlich dunkel wird.

Auch wenn’s urig aussieht (und riecht): Bier wird beim Grillen getrunken und nicht zum "Ablöschen" auf das Grillgut gespritzt. Das einzige, was Sie damit erreichen ist, dass sich die aufgewirbelten Aschepartikel auf dem Fleisch festsetzen. Wollen Sie den Biergeschmack im Fleisch, ist es besser, die Steaks über Nacht darin zu marinieren.

Die 10 besten Grillrezepte

Hamburger

Zutaten (4 Pers)

400g Rinderhackfleisch
1 fein gehackte kleine Zwiebel
1 TL Worcester-Sauce
1 TL  Salz
1/2 TL schwarzer Pfeffer
3 EL saure Sahne
1 EL Semmelbrösel
2 Burgerbrötchen oder Toasties
Tomate, rote Zwiebel, Salzgurke, Senf, Mayonnaise, Ketchup

Zubereitung:
Tomate, Salzgurke und rote Zwiebel in dünne Scheiben schneiden. 2 TL Senf und je 1 EL Mayonnaise und Tomatenketchup zu einer Soße mischen. Beiseite stellen. Hackfleisch, Zwiebel, Worcester-Sauce, Salz, Pfeffer, Brösel  und Sahne vermischen. Mit feuchten Händen kleine Bällchen formen und recht flach drücken. (Es gibt auch Burger-Pressen!) Grillrost und Burger leicht ölen und das Fleisch schön braun grillen. Kurz vor Grillende die halbierten Brötchen mit auf den Grill legen. Hamburger, Tomaten, Senfgurke und Zwiebelringe auf einer Brötchenhälfte schön schichten, mit der Soße beträufeln, die zweite Brötchenhälfte darauf und genießen.

T-Bone-Steaks

Zutaten (4 Pers)

400g Rinderhackfleisch
1 fein gehackte kleine Zwiebel
1 TL Worcester-Sauce
1 TL  Salz
1/2 TL schwarzer Pfeffer
3 EL saure Sahne
1 EL Semmelbrösel
2 Burgerbrötchen oder Toasties
Tomate, rote Zwiebel, Salzgurke, Senf, Mayonnaise, Ketchup

Zubereitung:
Den Knoblauch zerdrücken, die Zwiebel reiben oder ganz fein hacken. Mit den Zutaten - außer Meersalz und Rosmarin - zu einer Marinade verrühren. Darin die Steaks zwei bis vier Stunden marinieren. Vor dem Grillen abtupfen und auf geöltem sehr heißen Rost von jeder Seite "versiegeln". Nur einmal wenden, wenn sich Tröpfchen an der Oberseite zeigen. Bei mäßiger Hitze etwa sechs Minuten pro Seite fertig grillen. Dabei auf jedes Steak einen Rosmarinzweig legen. Kurz vor Grillende mit dem Meersalz bestreuen. Vor dem Anschneiden unbedingt mindestens 5 Minuten entspannen lassen.

Gegrillte Paprika

Zutaten (4 Pers):

8 dickfleischige rote Spitzpaprika
4 Knoblauchzehen
1 Bd frischer Dill
4 Walnüsse
Olivenöl, weißer Balsamico, Salz

Zubereitung:
Knoblauch, Dill und Nüsse hacken und mischen. Die Paprika im Ganzen behutsam bei mäßiger Hitze von allen Seiten grillen. Sicherer ist es, dazu eine Alu-Grillschale zu verwenden. Die gegrillten Paprika kurz in einem Topf mit Deckel ruhen lassen. Danach zieht sich die Haut besser ab. Die Paprika abpellen und Stielansätze und Kerne entfernen. Anrichten und mit Olivenöl großzügig beträufeln. Mit wenig Balsamico und Salz würzen und mit der Dillmischung bestreuen.

Stockbrot

Zutaten (8 Pers und mehr):

500 g Mehl
250 ml lauwarme Milch
40 g Hefe
80 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
nach Belieben Zimt
genügend lange Stecken

Zubereitung: 
Aus den Zutaten einen ganz normalen Hefeteig herstellen. An einem warmen Ort schön gehen lassen. Am Abend greift jeder in die Schüssel, zupft sich etwas Teig ab, formt daraus eine lange Wurst und wickelt diese spiralförmig um den Holzstab. (Falls Sie einen Bambus im Garten haben - die trockenen Stangen sind ideal dafür.) Die Knüppelteig-Stangen können auf dem Grill gebacken werden. Viel mehr Spaß macht’s aber am offenen Holzfeuer. An, nicht in, die Flammen halten, aufpassen, dass nichts verbrennt und dann abknabbern. Schmeckt nicht nur den Kleinen!

Planken-Lachs (Planked Salmon)

Zutaten (4 Pers):

500 g frischer Lachs (1 Seite oder Karbonaden)
Rotzeder-Planks
Meersalz, schwarzer Pfeffer oder
Dressing:
2 EL Zitronensaft
2 EL grober Dijonsenf
2 EL Honig
2 EL Olivenöl
etwas Cayennepfeffer, Meersalz

Zubereitung: 
Die Größe Ihrer Planks richtet sich nach der Größe des Lachses und nach der Größe Ihres Grills. Die Wood Planks müssen 3 Stunden gewässert werden; dabei sollten sie beschwert werden, damit sie wirklich unter Wasser sind. Wer den puren Lachsgeschmack haben will, würzt am besten nur mit Salz und Pfeffer. Ansonsten aus den Zutaten eine glatte Masse quirlen. Damit die Lachsseite gut einpinseln. Den Kugelgrill auf 180-200°C aufheizen. Das Brett abtrocknen und auf den Grill über die Kohlen legen. Den Deckel schließen. Nach etwa 2 bis 5 Minuten das Brett umdrehen (es sollte Rauch entstehen), den Lachs mit der Hautseite nach unten darauf legen. Das Brett mit dem Lachs zum indirekten Grillen in die Mitte zwischen die Kohlenkörbe legen. Die Hitze reduzieren, den Deckel vom Grill wieder schließen und je nach Dicke des Lachses 20 bis 30 Minuten garen. Der Lachs wird gleichzeitig leicht geräuchert und gedämpft. Dass das Brett ankokelt ist gewollt.

Würstel-Spieße

Zutaten (4 Pers):

2 Schweinsbratwürste
2 Kalbs- oder Lammbratwürste
2 Wiener Würstchen
60 g Bauchspeck
4 Scheiben frische Ananas
1 fester säuerlicher Apfel
Öl, Pfeffer, Holzspieße

Zubereitung:
Sind die Bratwürste ungebrüht, müssen sie gebrüht werden. Alle Würste in gleichgroße Stücke schneiden, ebenso die Ananas, den geschälten und entkernten Apfel und den Bauchspeck. Alle Stücke abwechselnd auf die vorbereiteten Spieße stecken und leicht mit Öl bepinseln. 10 Minuten  auf dem heißen Rost grillen. Vor dem Genießen mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Scharfe Rippen

Zutaten (4 Pers):

1 kg Schweinerippchen
125 ml Tomatenmark
4 EL Balsamico
1 EL Ahornsirup
1 TL Chilisauce
2 gepresste Knoblauchzehen
1 TL getrockneter Thymian
½ TL getrockneter Rosmarin
½ gehackte Chilischote
grobes Meersalz

Zubereitung:
Das Rippenstück in einzelne Rippen teilen. Die Rippen in kochendem Wasser 10 Minuten kochen lassen, abgießen, sehr gut abtropfen lassen und in eine große Schüssel legen. Aus den Zutaten eine Sauce herstellen und über die Rippen geben. Die Rippen gut darin wenden und ca. 2 Stunden marinieren. Die Rippen herausnehmen, etwas abschütteln. Die Soße zum Bestreichen aufbewahren. Die Rippen in der heißen Grillzone 5 - 10 Minuten von beiden Seiten bräunen, dann unter Wenden in der gemäßigten Zone 15 - 20 Minuten fertig garen. Mit Meersalz bestreuen und in der Abkühlzone etwas ruhen lassen.

Shish Kebab

Zutaten (4 Pers):

750 g Lammfleisch
2 Zwiebeln
je 1 rote und grüne Paprika
8 Minitomaten
Holzspieße
Marinade:
4 EL Olivenöl, 2 TL Zitronensaft
1 zerdrückte Knoblauchzehe
½ TL getrockneter Oregano, ½ TL getrockneter Thymian
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und 2 - 3 Stunden in der Marinade ziehen lassen.

Paprika entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und in Spalten teilen. Das marinierte Fleisch, Paprikastücke, Minitomaten und Zwiebelspalten abwechselnd auf die vorbereiteten Holzspieße stecken. 8 - 10 Minuten unter Wenden auf dem heißen Rost grillen. Dabei immer wieder mit der Marinade bestreichen.

Koriander-Hähnchen

Zutaten (4 Pers):

4 Hähnchenbrustfilets ohne Haut
1 TL gemahlener Koriander
2 TL Zitronensaft
4 EL Naturjoghurt
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Holzspieße
2 EL frisch gehackter Koriander

Zutaten:
Das Fleisch in 2,5 cm große Würfel schneiden und in ein flaches Gefäß legen. Die Zutaten (außer dem frischen Koriander) verrühren und mit dem Fleisch gut vermengen. Mindestens 2 Stunden marinieren, am besten über Nacht. Die Fleischwürfel auf die vorbereiteten Spieße stecken und 15 Minuten auf dem heißen Rost grillen. Dabei ab und zu mit Öl bepinseln. Die fertigen Spieße mit dem frischen Koriander bestreuen.

Mandel-Pfirsiche

Zutaten (4 Pers):

4 große feste Pfirsiche
2 EL Honig
2 EL Zitronensaft
2 EL Mandelsplitter
1 EL zerlassene Butter
Rum (40 %) zum Flambieren
Alu-Grillschale

Zubereitung:
Pfirsiche kurz überbrühen, pellen und halbieren. Die Steine entfernen und die Hälften innen mit Zitronensaft beträufeln. 10 Minuten ziehen lassen. Honig und Butter mischen. Die Pfirsichhälften in die Alu-Schale legen und auf jeder Seite 4 Minuten leicht bräunen. Dabei häufig mit der Honig-Butter-Mischung bepinseln. Auf einer Platte mit der runden Seite nach unten anrichten und die Mandelsplitter darüber verteilen. Den leicht erwärmten Rum in einer Kelle anzünden und damit die Pfirsichhälften flambieren.

Nachsorge

Auch das Grillen hat seine dunklen Seiten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nach feucht-fröhlicher Grillparty haben sich die zufriedenen Gäste verkrümelt und nach dem Vergnügen bleibt das einzige Manko: der verdreckte Grill. Diverse Grill-Reiniger erleichtern das Lösen von Fettrückständen und angebrannten Speiseresten vom Rost. Wollen Sie auf chemische Keulen verzichten, geht auch "Bio": Den Grill noch mal anständig anheizen und alle Nahrungsreste in der starken Hitze wegbrennen. Der Rest wird mit einer Drahtbürste abgeputzt. Am nächsten Tag die kalte Asche entsorgen, den Grill abdecken und für das nächste Grillfest bereithalten. So kann nämlich die nächste Fete ohne Hindernisse starten und unter der Abdeckhaube lauert keine böse Überraschung.

Eine erfolgreiche Grillsaison wünscht Ihnen Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de