Essen und Trinken

Glühbirne, Vibrator und Backpapier Was man so braucht

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Beim Gebrauch von Erfindungen kann es schon mal zu Irrtümern kommen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Welche Dinge braucht der Mensch zum Glücklichsein? Das dürfte individuell ganz unterschiedlich sein und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Was der eine als das Nonplusultra des zufriedenen Lebens empfindet, lässt den anderen eine Müllverbrennungsanlage herbeisehnen.

Erfindungen haben das menschliche Dasein revolutioniert. Auf eine ganze Reihe von Dingen, die das Leben leichter oder schöner machen sollen, kann man allerdings getrost verzichten. Manche halten ja Auto waschen oder heiraten für sinnlos, ist hier aber nicht gemeint. Hier geht es um Sachen zum Anfassen. Was wären wir zum Beispiel ohne die Erfindung die Glühlampe? Allerdings würden Edison und Co. ganz schön staunen, sähen sie, was nur zwei Jahrhunderte später aus ihren bahnbrechenden Patenten geworden ist: "Normale" Glühlampen sind out, wir setzen auf Energiesparlampen.

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Nicht streiten! Es gibt noch mehr davon.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ob eine Erfindung sinnvoll oder sinnlos ist, bleibt in vielen Fällen jedem selbst überlassen. Manch eine(r) braucht ihn, manch eine(r) tut genierlich, wenn es um ihn geht: den Vibrator. Derzeit klärt uns ein Film über die Historie des guten Stücks auf: Männer haben ganz offensichtlich mehr erfunden als das Auto oder die Dampfmaschine. Selbstverständlich ganz uneigennützig …

Der eine braucht dieses, der andere jenes

Sollte mich mal einer fragen, was für mich persönlich einerseits die sinnloseste und andererseits die sinnvollste Erfindung wäre, ich gäbe klare Antworten: Nasenhaartrimmer und Backpapier.

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Auch Vibratoren lassen sich zweckentfremdet nutzen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die brummenden Gerätschaften, die störenden und unschönen Haarwuchs aus Nasenlöchern und Ohren entfernen sollen (und das vermutlich auch tun), sehen aus wie zu klein geratene Vibratoren. Als ich einmal (unbeabsichtigt!) eine Bekannte damit vor dem Spiegel ertappte, keimte in mir der Verdacht, sie habe irgendwie die Körperöffnungen verwechselt. Kann ja passieren …

Kommen wir zum Positiven: Wer ab und zu bäckt weiß, wovon ich rede. Mich bewahrt der Gebrauch von Backpapier vor hysterischen Anfällen (im Film "In guten Händen" tut das der Vibrator…).

Kleine Erfindung mit großer Wirkung

Da meine erste Plätzchenrunde den 2. Advent nicht überstanden, ich meinen Kollegen aber einen süßen Regen versprochen hatte, blieb mir nichts weiter übrig, als wieder Frondienst in der Küche zu leisten. Warum ich mir immer die klebrigsten Kuchenteige aussuche, weiß ich auch nicht. Vermutlich deshalb, weil das Ergebnis so lecker ist. Viele Plätzchenteige haben allerdings die sehr unangenehme Eigenschaft, an allem, was mit ihnen in Berührung kommt, festzukleistern. Eine bescheidene Rolle Backpapier wirkt da Wunder! Der angenehme Nebeneffekt: Das Backblech bleibt auch noch sauber.

Vergessen Sie also mal kurz alle anderen sinnvollen und sinnlosen Erfindungen der Neuzeit, leisten Sie sich eine Rolle Backpapier und backen munter drauflos - und zwar “Walnussplätzchen”:

Zutaten:

100 g Walnusskerne
250 g Butter
150 g Rohrzucker
300 g Vollkornmehl
1 Eigelb
1 Vanilleschote
1 Prise Salz

Zubereitung:

Die Walnusskerne in einem Zerkleinerer möglichst ganz fein mahlen. Die Vanilleschote längs aufschlitzen, das Mark herauskratzen und zum Walnussmehl geben. Dieses mit der zimmerwarmen Butter, dem braunen Zucker, Mehl, Salz und Eigelb mit den Knethaken möglichst rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Teigkugel auf Frischhaltefolie zu einem flachen Quadrat drücken, in die Folie einschlagen und über Nacht kühlen.

Backpapier auf der Arbeitsfläche ausbreiten, ein Quadrat von 30 mal 30 Zentimeter Seitenlänge markieren und in dieser Fläche den Teig ausrollen. Mit dem Papier auf das Backblech ziehen.

Im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten bei 200 Grad etwa 20 Minuten backen. Eine Viertelstunde ruhen lassen und dann mit einem scharfen Messer in kleine Quadrate teilen. Vollständig auskühlen lassen und in Blechdosen lagern.

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Wer Plätzchen backen will, sollte am Backpapier nicht sparen.

(Foto: Henrik Gerold Vogel_pixelio.de)

Viel Spaß und Erfindungsgeist (zum Beispiel bei einer Verzierung der Plätzchen) wünscht Ihnen Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de