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Freitag, 09. März 2018

Von Elektro- und Benzin-Boliden: Rundgang auf dem 88. Genfer Autosalon

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Wenn ein Hersteller am Lac Léman richtig aufgefahren hat, dann ist es Mercedes. Jedenfalls sorgte die Weltpremiere des AMG GT-Viertürers für einiges Aufsehen. (Foto: Holger Preiss)

Wenn ein Hersteller am Lac Léman richtig aufgefahren hat, dann ist es Mercedes. Jedenfalls sorgte die Weltpremiere des AMG GT-Viertürers für einiges Aufsehen.

Wenn ein Hersteller am Lac Léman richtig aufgefahren hat, dann ist es Mercedes. Jedenfalls sorgte die Weltpremiere des AMG GT-Viertürers für einiges Aufsehen.

Schnittig wie sein zweitüriger Kollege, der als "The Beast" bekannt wurde, hat der große Bruder jetzt eine Sitzreihe mehr.

Die bietet im Übrigen erstaunlich viel Platz und ist in drei Ausführungen erhältlich.

Da man auf dem Genfer Autosalon nicht kleckert, sondern klotzt, gab es neben dem viertürigen GT auch gleich noch den C43 zu bestaunen.

Die auf der neuen C-Klasse fußende Power-Limousine erfreut mit einem 3,0-Liter-V6. Der leistet dank Doppelturbo 390 PS, 23 PS mehr als der Vorgänger.

Das maximale Drehmoment bleibt mit 520 Newtonmetern identisch zum Vorgänger. Gleiches gilt für die Fahrleistungen: 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 250 km/h in der Spitze.

Damit ist die Palette der AMG-Modelle aber noch nicht abgeschlossen. In Genf steht auch der G 63 AMG.

Das laut bollernde, archaische Gelände-Monster kommt jetzt nicht nur mit völlig neuem Innenraum daher, ...

... sondern auch mit einem vier Liter großen Downsizing-Achtzylinder, der 585 PS leistet.

Wichtigste Neuheit ist die vierte Generation der Kompaktbaureihe A-Klasse, die äußerlich eher wie ein evolutionärer Schritt wirkt, ...

... im Innenraum und technisch hingegen massiv aufgerüstet wurde. Zum Marktstart im Frühjahr werden zunächst drei neue Vierzylinder ab 30.000 Euro angeboten.

Darüber hinaus zeigen die Stuttgarter ihre geliftete C-Klasse.

Die Neuerungen liegen wie so oft in den inneren Werten. So gibt es neben völlig neuen Motoren auch die Lenkradbedieneinheit aus der E-Klasse und auch das 12,3 Zoll große Display über der Mittelkonsole stammt daher.

Äußerlich sind die Scheinwerfer und, ...

... bei der Limousine gut zu erkennen, die Auspuffverblendungen verändert worden.

Mit der Studie M8 Gran Coupé gibt BMW auf dem Genfer Salon einen realitätsnahen Ausblick auf seine neue Achter-Familie.

Allerdings versteckte sich der schnittige Bayer nicht nur wie ein Reptil in der Höhle - auch die Farbe und die gelben Frontscheinwerfer erinnerten an eine Echse.

Der BMW X4 war in seiner Erstauflage erst vier Jahre am Markt, da kündigt sich bereits der Nachfolger an. Der technisch auf dem neuen X3 basierende X4 soll im Sommer auf den Markt kommen. In Genf ist er bereits zu sehen.

Für den Vortrieb sind vier Diesel und drei Benziner vorgesehen, die zwischen 190 PS und 326 PS leisten. Alle in Kombination mit Allradantrieb und Achtgangautomatik.

V60 heißt der jüngste Spross der wachsenden Volvo-Familie, der quasi als Doppelersatz für den noch aktuellen V60 und den bereits eingestellten V70 fungiert. Technisch und optisch handelt es sich bei dem ab Sommer zunächst zu Preisen von rund 40.000 Euro erhältlichen Kombi um einen kompakteren Ableger des V90.

Darüber hinaus zeigen die Schweden als Messepremiere das erste Modell der neuen Submarke Polestar mit dem schlichten Namen 1. Das für 2019 angekündigte Coupé mit Plug-in-Hybrid-Antrieb leistet 600 PS und bietet eine rein elektrische Reichweite von 150 Kilometern.

Hyundais Schwestermarke Kia zeigt in der Schweiz die Neuauflage der Kompaktbaureihe Ceed.

Der Golf-Gegner bietet ein neues Design und einen modernisierten Innenraum mit mehr Platz.

Renoviert wurde auch das Angebot unter der Haube:

Hier kommen zwischen 100 PS und 140 PS starke Benziner und Diesel zum Einsatz.

Neben der fünftürigen Ceed-Limousine ist in Genf erstmals auch der Kombi zu sehen.

Mazda hat den gelifteten 6er nach Genf mitgebracht. Neben überarbeitetem Fahrwerk ...

... gibt es auch neue Assistenten und das Head-up-Display projiziert künftig in die Scheibe.

Alle Motoren, versprechen die Japaner, sind mit dem Modellwechsel im Hinblick auf die neue Abgasnorm Euro-6d-temp überarbeitet.

Audis Aufschlag in Genf fällt mit dem neuen A6 denkbar bescheiden aus. Die Limousine der oberen Mittelklasse fährt mit geschärftem Design, ...

... effizienteren Antrieben und einem umfangreich überarbeiteten Anzeige- und Bedienkonzept vor, welches auf Schalter und Knöpfe verzichtet und stattdessen auf Touchscreens setzt.

Auch der Lamborghini Urus feiert auf dem 88. Genfer Autosalon seine Premiere. Zum Preis ab 204.000 Euro erhalten gut betuchte Kunden nicht nur technisch gesehen, sondern auch optisch ein wahres Kraftpaket.

Für alle Wege wurde der von Audi adaptierte V8 gründlich überarbeitet und leistet satte 650 PS und 850 Newtonmeter maximales Drehmoment. Per Achtgang-Automatik verwaltet, wird die Kraft permanent an alle vier Räder geschickt.

Mit der Studie I.D. Vizzion zeigt der Wolfsburger Konzern einen weiteren Ausblick auf seine für die kommenden Jahre angekündigte Modelloffensive rein elektrisch angetriebener Fahrzeuge.

In diesem Fall handelt es sich um eine über fünf Meter lange Luxuslimousine mit Portaltüren, Flokati und vier Sitzplätzen sowie einem 306 PS starken Allradantrieb, ...

... der mit einer Batterieladung 665 Kilometer Reichweite ermöglichen soll.

Die tschechische VW-Tochter stellt mit dem Vision X ein seriennahes SUV-Modell auf Polo-Basis als Studie vor.

Das künftige Schwestermodell des Seat Arona dürfte vermutlich 2019 zu Preisen ab 17.000 Euro starten.

Bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2018 verfügbar ist das Facelift für den Fabia. Neu sind eine überarbeitete Front sowie moderne LED-Leuchten vorne und hinten.

Auf Diesel wird die Kleinwagenbaureihe künftig verzichten.

Elektrisch kann auch Porsche in Genf. Mit der Studie Mission E Cross Turismo zeigt Porsche möglichen Zuwachs für seine künftige Elektroautofamilie.

Das knapp fünf Meter lange Konzeptfahrzeug mischt Elemente des Panamera Kombi mit SUV-Komponenten und orientiert sich davon abgesehen stilistisch an der 2015 als Studie vorgestellten E-Limousine Mission E.

Für den Antrieb kommen an beiden Achsen E-Motoren mit insgesamt mehr als 600 PS zum Einsatz, die den Allrader in unter 3,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Tempo 200 ist nach 12 Sekunden erreicht. Die Reichweite soll jenseits der 500 Kilometer liegen.

Hyundai fährt zum Lac Léman mit der Neuauflage des Santa Fe vor.

Neben einer deutlichen Auffrischung des Designs bietet das mit 4,77 Metern leicht gewachsene SUV einen modernisierten Innenraum.

Zudem wird die für Sommer angekündigte Neuauflage eine Reihe innovativer Assistenzsysteme bieten, wie etwa eine Alarmfunktion, ...

... die davor warnt, Kleinkinder im Fond zurückzulassen.

Außerdem zeigen die Koreaner das Mini-SUV Kona in einer batterieelektrischen Variante.

Der Kona electric, so der richtige Name, ...

... soll mit der größeren von zwei Stromspeicher-Varianten eine Reichweite von 470 Kilometern nach neuer WLTP-Verbrauchsnorm erreichen.

Mit dem Nexo als Nachfolger des ix35 Fuel Cell stellen die Koreaner außerdem in Genf ihr nächstes Brennstoffzellenauto ...

... mit recht futuristischem Innenleben vor.

Die Normreichweite des SUV wurde im Vergleich zum iX35 Fuel Cell um gut ein Drittel auf etwa 800 Kilometer gesteigert.

Subaru hat mit dem Viviz Tourer Concept den Ausblick auf ein kommendes Serienmodell im Genf-Gepäck dabei.

Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei dem Japaner um einen Nachfolger des Levorg.

Der eine oder andere dürfte beim Anblick der Studie aufatmen und sich bei den Designern der Marke bedanken.

Das nun in der Serienvariante vorgestellte Elektro-SUV I-Pace kommt pro Akkuladung 480 Kilometer weit, stürmt in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 - und sieht nicht zuletzt besser aus als der klobige Konkurrent aus Kalifornien.

Seine Weltpremiere feierte der Jaguar i-Pace etwas verborgen in Graz. Auf der Messe in Genf präsentiert sich der Stromer jetzt aber einer breiten Öffentlichkeit.

Die Markteinführung erfolgt im Sommer zu Preisen ab 77.850 Euro.

Im Schatten von Land Rover präsentiert sich in Genf der H5X von Tata. Dabei hat die Marke die Briten doch vor Jahr und Tag gerettet. Wie dem auch sei: Wer genau hinsieht, ...

... wird die Ähnlichkeit zu Land-Rover-Modellen erkennen. Und tatsächlich bildet der Discovery Sport die Basis des H5X. Nur das der noch einen Ticken extrovertierter ist. Darf er auch, ist ja ein Prototyp.

Ssangyong baut nicht nur passable SUV, sondern auch einen schicken Pick-up, wie er in Genf zu sehen ist. Den einstigen Actyon Sport hat man in Musso umgetauft und siehe da, ein schickes Teil steht auf der Messe.

Ganz in der Tradition der koreanischen Allradmarke setzt auch der Neuzeit-Musso auf einen robusten Leiterrahmen auf. Der Aufbau mit großer Kabine und kleiner Ladefläche bietet eine moderne und dynamische Linie.

Wichtigste Neuheit bei Toyota ist eine Neuauflage des Golf-Gegners Auris.

Das im Vergleich zum Vorgänger dynamischer gezeichnete Kompaktmodell ...

... wird unter anderem einen neuen Hybridantrieb mit Zweiliter-Benziner bieten.

Als Vorschau auf eine kommende Baureihe zeigt Toyota zudem ein Rennsport-Konzept. Diese Studie dürfte Ausblick auf das für Ende 2018 geplante Serien-Sportcoupé Supra geben, ....

... das in Kooperation mit BMW entwickelt wurde. Das bayerische Pendant wird dann als Z4 vermutlich ebenfalls noch in diesem Jahr an den Start gehen.

Das Innenleben wird so hingegen nicht zu erwarten sein.

Sportlich gibt sich auch die neue Marke Cupra. Das Logo der spanischen Sportwagenschmiede ist etwas gewöhnungsbedürftig, die Fahrzeuge nicht.

Erster Kracher ist der Seat Ateca, der als echter Cupra mit 300 PS und Allradantrieb vorfährt.

Im Innenraum sorgt man für Sportlichkeit und gedeckte Farben.

Außen setzt man mit kupferfarbenen Akzenten Zeichen. Startpreis sind knapp 43.000 Euro für das Sport-SUV.

Neben dem Ateca zeigt Cupra aber auch einen e-Racer. Rein elektrisch soll er eine Dauerleistung von 408 PS zur Verfügung stellen, ...

... im Boost sogar 680 PS. Damit ist eine Beschleunigung aus dem Stand in 3,2 Sekunden auf 100 km/h und in 8,2 Sekunden auf Tempo 200 möglich, so die Cupra-Ingenieure.

Das ist natürlich nichts gegen den etwas blass in den Hallen stehenden Supersportler Corbellati Missile.

Der 4,67 Meter lange und nur 1,17 Meter hohe Flachmann soll mit einem 1800 PS starken V8-Biturbo mehr als 500 km/h schnell werden.

Auf dem Genfer Autosalon ist auch der W Motors Fenyr Supersport zu finden. Der Supersportler gilt als Attacke gegen die heilige Dreifaltigkeit Porsche 918 Spyder, Ferrari FXX und McLaren P1.

Tief in der Mitte des Fenyr Supersport sitzt ein 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit 912 PS und 1200 Newtonmetern Drehmoment. In Kombination mit Porsches 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe rast er in 2,7 Sekunden auf Tempo 100 und bringt die Nadel bis an die 395-km/h-Marke.

Erstmalig und vielleicht zum letzten Mal präsentiert in Genf die Sportwagenschmiede Hennessey den Venom F5.

Unter der Haube des F5 werkelt ein 7,4-Liter-V8, der mit zwei Turbos beatmet wird. Das Ergebnis sind eine Leistung von 1622 PS und 1760 Newtonmeter Drehmoment.

Besondere Erwähnung hat auch der neue Zenvo TSR-S verdient. Das Aushängeschild des dänischen Hypercars ist dabei nicht einmal der doppelt kompressorgeladene V8, der mal eben 1200 PS leistet.

Vielmehr geht es bei dem Trackday-Special um den "Zentripetal-Spoiler", der sich je nach Fliehkraft nicht nur nach vorne oder hinten neigen kann, sondern bei Kurvenfahrt auch seitlich verstellt wird, um der Zentrifugalkraft entgegenzuwirken. So soll der Abtrieb nahezu verdreifacht werden können, ein unschätzbarer Vorteil in schnellen Kurven.

McLaren präsentiert in Genf das extremste Straßenauto der Firmengeschichte. Das neue Modell der "Ultimate Series" wiegt 1198 Kilo, hat 800 PS und ist nach dem legendären Formel-1-Fahrer Ayrton Senna benannt, der alle seine Titel mit McLaren gewann.

Wie bei allen McLaren-Modellen sitzt der Vierliter-V8 mit 800 PS und 800 Newtonmetern hinter den Sitzen. 2,8 Sekunden braucht der Senna bis Tempo 100, noch beeindruckender ist die Zeit von 6,8 Sekunden auf 200 km/h.

Mit Blick auf solche Konkurrenten muss auch Bugatti nachziehen und präsentiert den Chiron als Sportler in Genf. Sein Potenzial hat der Luxus-Sportler bereits auf dem Test- und Prüfgelände von Nardò in Süditalien mit Kurvengeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h unter Beweis gestellt.

Die Runde dort fährt die Sport-Version fünf Sekunden schneller als der normale Chiron. Die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit liegt weiterhin bei 420 km/h.

Auch Techrules zeigt in Genf seinen neuen Sportwagen von der schönsten Seite. Das Antriebskonzept des Ren RS sieht je nach Konfiguration vier oder sechs Elektromotoren vor. Je einen pro Rad, respektive vier Motoren an der Hinterachse bei der Sechserauslegung.

Die Gesamtleistung liegt bei maximal 960 kW (umgerechnet 1305 PS). Das Systemdrehmoment wird mit 2340 Newtonmetern angegeben. Damit soll der Ren RS in 3 Sekunden von null auf 100 km/h spurten und eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h erreichen.

Einfach nur schön ist die Elektro-Limousine Sibylla von Giugiaro.

Die Antriebsleistung wird auf 400 kW beziffert, die Reichweite mit 450 Kilometer angegeben. Für den Spurt von null auf 100 km/h werden 4,5 Sekunden genannt.

In Sachen Höchstgeschwindigkeit sollen über 200 km/h drin sein.

Er gilt als Gegner des Porsche 911, der Ferrari 488 Pista. In Genf zeigt er sich jetzt der Öffentlichkeit.

Angetrieben wird der Sportwagen von dem stärksten doppelt aufgeladenen 3,9-Liter-V8 in seiner Klasse, der insgesamt 720 PS Leistung und ein maximales Drehmoment von 770 Newtonmetern auf die Straße bringt - das sind noch einmal 50 PS mehr als im 488 GTB.

Das können die Tuner aber auch. Der MTM RS3 R Clubsport lässt auf dem Genfer Autosalon die Muskeln spielen. Das Tuning umfasst für 14.800 Euro eine Abgasanlage, ein Upgrade des Turbos und einen Ladeluftkühler.

Alle Maßnahmen zusammen bringen eine Mehrleistung von 172 PS. Im Datenblatt stehen am Ende 572 Pferdestärken. Verzichtet man auf die hauseigene Carbon-Ansaugung samt Ladeluftkühler, bleiben immer noch 552 PS, ...

... die dem Audi gehörig die Sporen geben. Der Clubsport basiert im Übrigen auf der RS-3-Limousine.

Neben dem RS 3 hat MTM aber auch einen RS5 am Start. Das Sportcoupé erhielt ein neues Steuergerät namens M-Cantronic zum Preis von 11.900 Euro, das dem doppelt aufgeladenen 2,9-Liter-V6 weitere 82 Pferdestärken entlockt.

Dadurch durchbricht der zuvor 450 PS starke Audi RS 5 die 500-PS-Schallmauer und bringt 532 PS sowie 700 Newtonmeter maximales Drehmoment auf den Leistungsprüfstand.

Am Stand von ABT fällt in Genf ein Wagen besonders ins Auge: der RS5-R. Ein auf 50 Exemplare limitierter Kraftmeier, der bei einem Preis von 114.900 Euro beginnt und signifikante Anpassungen bereithält.

Mittels Leistungssteigerungen bläst Abt Sportsline den 2,9-Liter-Biturbo-V6 mit 80 PS und 90 Newtonmetern auf. Damit wächst die Leistung von 450 PS auf 530 PS und das maximale Drehmoment steigert sich um 15 Prozent von 600 auf 690 Newtonmeter.

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