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Mittwoch, 06. Juni 2018

Guatemala trauert und bangt: In der Hölle des Volcán de Fuego

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Der Volcán de Fuego, auf deutsch Feuervulkan, in Guatemala grollt immer mal wieder. (Foto: imago/Xinhua)

Der Volcán de Fuego, auf deutsch Feuervulkan, in Guatemala grollt immer mal wieder.

Der Volcán de Fuego, auf deutsch Feuervulkan, in Guatemala grollt immer mal wieder.

Aber während er sich sonst immer wieder beruhigt, ...

... kommt es diesmal zu einem verheerenden Ausbruch.

Selbst Experten sind von der Schnelligkeit und Heftigkeit der Eruption am 3. Juni überrascht.

Auch die Menschen in der Umgebung des Vulkans nehmen die Gefahr zunächst nicht ernst.

Viel zu spät wird ihnen klar, dass der Volcán de Fuego diesmal wirklich ausbricht.

Am Ende können viele Menschen nur das nackte Leben retten.

Für einige kommt der Ausbruch aber zu plötzlich.

Mindestens 70 Todesopfer sind zu beklagen, meldet der Katastrophenschutz.

Die Menschen werden von der heißen Mischung aus flüssigem Gestein, Schlamm und Gasen überrascht - manche schaffen es nicht mehr aus ihren Häusern.

Während die ersten Toten bereits beerdigt werden, ...

... ist schon klar: Die Zahl der Opfer wird noch steigen.

Mehr als 200 Menschen werden noch vermisst.

Einige abgelegene Dörfer haben die Helfer noch gar nicht erreicht.

Mit seinen 3763 Metern erhebt sich der "Feuervulkan" neben dem Acatenango und dem "Wasservulkan" - zusammen ergeben sie ein beeindruckendes Dreigestirn südlich von Guatemala-Stadt.

Der "Wasservulkan" ist nicht mehr aktiv. Berühmtheit erlangte er 1541, als er Gestein und Schlamm ausspuckte, die die damalige Hauptstadt der spanischen Kolonien, Santiago Atitlán, erreichten.

Guatemala liegt am Pazifischen Feuerring, einem Gürtel von rund 450 aktiven Vulkanen.

Der Volcán de Fuego ist einer von drei aktiven Vulkanen in dem mittelamerikanischen Land.

Seit 2002 zeigt der Berg wieder eine verstärkte Aktivität.

"Der Volcán de Fuego ist jetzt sehr aktiv. Die Eruptionen zeichnen sich durch die Freisetzung von sehr heißen Gasen aus", erklärt der Direktor des guatemaltekischen Instituts für Vulkanologie, Eddy Sánchez.

"Die Energie des Vulkans sinkt nun und wird weiter sinken."

Doch die Zerstörungen, die er bis dahin anrichtet, sind riesig.

Insgesamt sind rund um den Berg mehr als 1,7 Millionen Menschen von dem Ausbruch betroffen.

Etwa 3200 Dorfbewohner haben sich in Sicherheit gebracht, ...

... knapp 2000 suchen Schutz in Notunterkünften.

Sie werden nun von Hilfskräften versorgt, viele der Flüchtlinge stehen noch immer unter Schock.

Die sonst eher beschauliche Landschaft um die drei Vulkane hat sich für die Bewohner um den Feuervulkan in ein apokalyptisches Szenario verwandelt.

In den am schwersten getroffenen Gebieten, die bereits von Einsatzkräften erreicht werden konnten, ...

... scheinen Tote auf dicken Lava-Massen zu treiben, andere Opfer sind einfach zugedeckt von Asche und Gestein.

Die Rettungskräfte suchen trotzdem weiter nach Verschütteten.

In einigen Häusern im Katastrophengebiet entdeckten sie ganze Familien, die bei dem Unglück ums Leben kamen.

"Diese Naturkatastrophe hat ausgerechnet zwei der ärmsten und abgelegensten Dörfer der Region am schwersten getroffen", ...

... sagt der Referatsleiter für Lateinamerika, Claudio Moser.

Hier haben die Menschen nicht viel und auch das ist nun verloren.

Immer wieder müssen die Helfer die Arbeit einstellen, weil sich neue Lavaströme den Berg hinunter wälzen.

Unterdessen kämpfen die Ärzte weiter um das Leben der Verletzten. 33 Patienten mit Verbrennungen dritten Grades wurden in den Krankenhäusern behandelt, teilte Gesundheitsminister Carlos Soto mit.

Und noch immer gibt der Feuervulkan keine Ruhe. (sba/dpa)

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