Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:42 Hunderte Kinder infizieren sich in US-Sommerlager +++

Hunderte Kinder haben sich in einem Sommerlager in den USA mit dem Coronavirus infiziert. Mindestens 260 der 597 Teilnehmer des Lagers im Bundesstaat Georgia seien positiv getestet worden, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte noch deutlich höher liegen, denn nur für gut die Hälfte der Teilnehmer lag demnach ein Testergebnis vor. Das Lager war Ende Juni abgebrochen worden, nachdem ein jugendlicher Betreuer positiv auf das Virus getestet worden war. Drei Viertel der Infizierten entwickelten leichte Symptome, die anderen zeigten keine Anzeichen einer Erkrankung.

+++ 22:17 Corona-Ausbruch in hessischem Seniorenheim +++
In einem Seniorenheim im hessischen Niedernhausen werden 19 Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte die Verwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises mit. Einige Befunde stünden noch aus. Insgesamt wurden am Donnerstag 180 Menschen - Bewohner, Personal und Kontaktpersonen - getestet. Bisher gehe es allen gut, drei Bewohner litten an einem trockenen Husten. Eine Person werde stationär im Krankenhaus behandelt.

+++ 21:56 Merck & Co bereitet Großproduktion von Impfstoff vor +++
Der US-Pharmakonzern Merck & Co. will bis Ende September mit der ersten Humanstudie eines seiner experimentellen Coronavirus-Impfstoffe gegen Covoid-19 beginnen und bereitet sich auf die mögliche Produktion von Hunderten von Millionen Impfstoffdosen vor. Ein zweiter potenzieller Covid-19-Impfstoff, den Merck zusammen mit der gemeinnützigen Internationalen AIDS-Impfstoffinitiative IAVI entwickelt, wird Ende des Jahres mit den Tests beginnen. Die Impfstoffkandidaten von Merck & Co sind noch nicht so weit fortgeschritten wie einige andere, wie etwa jene von Moderna. Führungskräfte von Merck sehen in ihren Impfstoffkandidaten jedoch das Potenzial, weltweit auf breiter Basis eingesetzt zu werden.

+++ 21:15 Sechs Infizierte bei Blohm + Voss +++
Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss haben sich sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Bremer Unternehmensgruppe Lürssen als Muttergesellschaft bestätigte, sind die Infizierten und ihre Kontaktpersonen in Quarantäne. Am Montag soll es einen freiwilligen Massentest geben. Die Maßnahmen seien mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

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Populist Bolsonaro genießt das Bad in der Menge. Er hat gerade eine Corona-Infektion hinter sich.

(Foto: dpa)

+++ 20:48 Nichts gelernt? Genesener Bolsonaro löst Ansammlungen aus +++
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat aus seiner eigenen Corona-Infektion offensichtlich nichts gelernt. Bei einem Besucht in Bagé im Süden Brasiliens trug er zwar eine Maske, schüttelte aber Hände, wie das Portal "G1" berichtete. Es bildeten sich Menschenansammlungen. Bolsonaro zeigte bei dem Auftritt demnach das umstrittene Malariamittel Hydroxychloroquin, das er zur Covid-19-Behandlung propagiert. Bolsonaro hatte vor mehr als drei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Seitdem führte er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília.

+++ 20:23 Corona-Ausbruch in Magdeburger Klinik +++
Ein Mageburger Krankenhaus schickt 19 Mitarbeiter in Quarantäne, weil sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Dem MDR zufolge sind sie wohlauf, haben kaum Symptome und nur eine geringe Viruslast. Die Infektionsketten könnten allerdings nicht nachvollzogen werden. Für den Betrieb des Städtischen Klinikums habe der Ausbruch keine Folgen, wird Klinik-Geschäftsführer Knut Förster zitiert.

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+++ 20:04 Höchster Wert bei Neuinfektionen in Deutschland seit Mitte Mai +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland nähert sich weiter der Marke von 900 Fällen pro Tag. Eine ntv.de-Zählung aufgrund von Daten der Gesundheitsämter zeigt bis zum Abend 888 Neuinfektionen - noch einmal 8 mehr als am Vortag. Das ist der höchste Wert seit dem 13. Mai. Auch beim Sieben-Tage-Trend der Neuinfektionen geht es nach oben. Dieser steigt auf 654 nach 637 am Vortag. Das ist ebenfalls der höchste Wert seit mehr als zwei Monaten. Man muss bis zum 18. Mai zurückgehen, um einen höheren Wert zu finden. Überdies meldeten die Gesundheitsämter drei Todesfälle. Insgesamt verloren nun 9144 Menschen im Land durch oder mit Covid-19 ihr Leben.

+++ 19:49 Auch EU sichert sich Sanofi-Impfstoff +++
Nach den USA reserviert auch die EU-Kommission Millionen Dosen eines möglichen Corona-Impfstoffs beim französischen Pharma-Konzern Sanofi. Das höchste EU-Regierunggremium teilte mit, 300 Millionen Dosen seien reserviert worden. Ein entsprechender Vertrag, der die Versorgung aller EU-Länder mit dem Impfstoff vorsehe, stehe kurz vor dem Abschluss. Zum Kaufpreis machte sie keine Angaben. Zuvor war bekannt geworden, dass die US-Regierung ebenfalls massiv in eine Forschungskooperation von Sanofi mit dem britischen Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) investiert.

+++ 19:05 Studie: Italien war anfangs Corona-Drehscheibe +++
Italien war einer Untersuchung von US-Experten zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie die größte Drehscheibe des neuartigen Erregers außerhalb Chinas. In den elf Wochen, bevor die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März den Pandemie-Fall ausrief, standen 27 Prozent aller gemeldeten Ansteckungen außerhalb Chinas in Verbindung mit Italien-Reisen, wie aus einer Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Der im Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlichten Untersuchung zufolge standen zudem 22 Prozent der ersten Wochen gemeldeten Corona-Fälle außerhalb Chinas im Zusammenhang mit China-Reisen und weitere elf Prozent mit Reisen in den Iran. "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Reisen aus nur wenigen Ländern mit erheblichen Ausbrüchen von Sars-CoV-2 weitere Ausbrüche auf der ganzen Welt ausgelöst haben könnten", erklärte die CDC-Forscherin Fatimah Dawood.

+++ 18:24 Melbourne droht noch dramatischerer Lockdown +++
In Australien blickt man besorgt nach Melbourne - die Stadt bekommt die Pandemie nicht richtig in den Griff. Die Behörden des Bundesstaates Victoria erwägen nun Verschärfungen der bereits drastischen Schutzmaßnahmen für Australiens zweitgrößte Metropole. Diskutiert werden nach Angaben der Gesundheitsbehörden eine strikte Ausgangssperre sowie weitere Betriebsschließungen. Victorias Regierungschef Daniel Andrews machte auch die Weigerung vieler Einwohner, sich an die Regeln zu halten, für die vielen Infektionen verantwortlich. Seit vier Wochen gelten bereits Ausgangsbeschränkungen sowie eine Maskenpflicht. Dennoch infizieren sich täglich Hunderte neu. Heute meldeten Victorias Behörden 627 weitere Infektionen und acht Tote binnen eines Tages, die meisten davon in Melbourne und seiner Umgebung. Am Vortag waren es 13 Todesfälle und 723 Neuinfektionen - ein Australien-weiter Rekord.

+++ 17:54 Corona-Ausbruch auf Hurtigruten-Kreuzfahrtschiff +++
Drei Besatzungsmitglieder des norwegischen Kreuzfahrtschiffs "Roald Amundsen" sind nach Angaben der Universitätsklinik von Nord-Norwegen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Für alle 160 Crewmitglieder sei Quarantäne angeordnet worden, teilt der Betreiber Hurtigruten mit. Die Passagiere würden angewiesen, sich in Selbstisolation zu begeben. Medienberichten zufolge sollen sich fast 200 Reisende an Bord befunden haben, als das Schiff Freitagfrüh im Hafen von Tromsö eingelaufen sei. Sie seien alle von Bord gegangen.

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+++ 17:11 Bericht: Mehrheit der Deutschen würde neuen Lockdown akzeptieren +++
Laut einem Bericht des "Tagesspiegels" würden mehr als drei Viertel der Deutschen einen neuerlichen Lockdown akzeptieren. Das habe eine Umfrage ergeben, die die Zeitung in Auftrag gegeben hatte. Demnach würden 77 Prozent diesen akzeptieren, 20 Prozent wären dagegen. Einer anderen, gemeinsam mit dem ZDF erhobenen Umfrage zufolge, rechneten ebenfalls 77 Prozent der Menschen im Land damit, dass es eine zweite Corona-Welle geben wird. Davor warnen auch viele Fachleute, etwa der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler.

+++ 16:51 Finnland lässt wieder Events mit 500 Teilnehmern zu +++
Wegen seiner unverändert niedrigen Corona-Zahlen rückt Finnland von weiteren Schutzmaßnahmen ab. Als erstes Land Nordeuropas erlaubt das Land ab Samstag wieder öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 500 Teilnehmern. Wie die finnische Regierung mitteilte, gilt dies für Indoor-Veranstaltungen und auch für Events auf umschlossenen Außenflächen. Verglichen mit dem Rest Europas hat Finnland eine der niedrigsten Neuinfektionszahlen des Kontinents: Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gab es in den vergangenen sieben Tagen nur knapp 0,9 neue bestätigte Fälle pro 100 000 Einwohner in Finnland, verglichen mit etwa 4,4 in Deutschland, 13,1 in Schweden und 27,7 in Spanien.

+++ 16:10 USA schließen Impfdeal mit Pharma-Riesen ab +++
Die Pharmakonzerne Sanofi und GlaxoSmithKline haben nach eigenen Angaben mit der US-Regierung einen Milliardendeal zur Weiterentwicklung eines potenziellen Corona-Impfstoffs abgeschlossen. Die US-Regierung werde bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar (1,8 Mrd. Euro) bereitstellen und davon mehr als die Hälfte für die Entwicklung und klinische Tests des Impfstoff-Kandidaten, wie die französische Sanofi und ihr britischer Wettbewerber Glaxosmithkline mitteilten. Der Rest soll für den Ausbau der Produktionsmöglichkeiten genutzt werden, um anfänglich 100 Millionen Impfdosen liefern zu können. Sanofi werde den Großteil des Geldes erhalten. Die US-Regierung hat zudem die Option, längerfristig weitere 500 Millionen Impfdosen zu erwerben.

+++ 15:34 Neuinfektionen in Frankreich steigen in einer Woche um 54 Prozent +++
In Frankreich infizieren sich wieder deutlich mehr Menschen mit den Coronavirus. Die Fallzahl sei um 54 Prozent gestiegen, teilten Gesundheitsbehörden mit. Demnach wurden auf dem Festland (ohne Übersee-Departements) knapp 5600 Menschen positiv getestet. Das seien 54 Prozent mehr gewesen als in der Vorwoche. Die Zahl der Tests war zwar ausgeweitet worden, doch lediglich um etwa 25 Prozent auf 440.000. Der Anteil positiver Testergebnisse wuchs also deutlich an. Der R-Wert stieg von 1,35 auf 1,42.

+++ 15:04 Kostenlose Coronatests für Heimkehrer ab Samstag +++
Ab Samstag kann sich jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, binnen 72 Stunden kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Dazu sollen sich Betroffene bei einem niedergelassenen Arzt oder ihrem Gesundheitsamt melden. Eine entsprechende Verordnung zur Erweiterung der Testverordnung des Bundes habe Gesundheitsminister Jens Spahn gestern unterzeichnet. Sie trete morgen in Kraft. Mit einer weiteren Anordnung wird Minister Spahn Einreisende aus Risikogebieten auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes verpflichten, sich auf Aufforderung durch die zuständigen Behörden testen zu lassen. Diese Anordnung befindet sich in Abstimmung mit den Ländern und soll voraussichtlich im Verlauf der nächsten Woche in Kraft treten.

+++ 14:42 Österreich erlaubt wieder Landungen aus Risikogebieten +++

In Österreich dürfen wieder Flugzeuge auch aus stark von der Corona-Pandemie betroffenen Regionen landen. Ein Landeverbot für Flieger aus 18 Ländern, darunter China, Russland, Großbritannien, Portugal und Schweden, ist heute ausgelaufen. Ersetzt wird das Verbot durch neue Einreiseregeln, die in Österreich seit dieser Woche gelten. Darin ist bei der Rückkehr aus den meisten Ländern der Welt ein Coronavirus-Test oder zehntägige Quarantäne vorgeschrieben. Ausnahme sind aktuell rund 30 als sicher eingestufte Staaten, darunter die meisten Länder im Schengenraum und auch Großbritannien. Aus diesen Ländern ist die Einreise ohne Einschränkungen - mit entsprechender Staatsangehörigkeit oder Aufenthaltsvisum - möglich. Dagegen zählen Schweden und Portugal weiter zu aktuell rund 30 ausgewiesenen Risikogebieten, bei denen ein negativer Covid-19 Test bei der Einreise nach Österreich vorgelegt oder nachgeholt werden muss. Auch die USA, Bulgarien, Rumänien, die Westbalkanstaaten, die Türkei und die Ukraine befinden sich auf dieser Liste.

+++ 14:03 Johnson stoppt Lockerungsmaßnahmen für ganz England +++
Der britische Premierminister Boris Johnson hat weitere Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise für ganz England gestoppt. Die Infektionszahlen steigen ihm zufolge wieder an. "Wir müssen schnell reagieren", sagte Johnson auf einer Pressekonferenz in London. Zum 1. August sollten eigentlich in England kleine Hochzeitsempfänge wieder möglich sein und zum Beispiel Casinos wieder öffnen dürfen. Dies soll sich nun um mindestens zwei Wochen verzögern. Außerdem kündigte der Regierungschef weitere Schutzmaßnahmen an, darunter das Tragen von Masken in Kinos.

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+++ 14:01 Reisewarnung für drei spanische Regionen - Barcelona betroffen +++
Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien warnt das Auswärtige Amt nun vor touristischen Reisen in drei Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen. Betroffen von der formellen Reisewarnung sind nach einer Mitteilung des Auswärtigen Amts Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra, nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren.

+++ 13:38 Mehr als 50 Gäste nach Fest in NRW positiv getestet +++
Nach einem privaten Fest im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen sind mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Verwaltung des benachbarten Kreises Kleve mit. Fast alle Gäste waren demnach aus Geldern im Kreis Kleve. Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, seien 111 Personen umgehend getestet und unter Quarantäne gestellt worden, sagte eine Sprecherin. Von 98 bisher vorliegenden Laborergebnissen waren 54 positiv und 44 negativ. Davon lagen vier positive Testergebnisse bereits am Donnerstg vor. "Das Gesundheitsamt nimmt direkt Kontakt mit den positiv getesteten Personen auf, um weitere Informationen zu erhalten", sagte Landrat Wolfgang Spreen. Die Kontaktpersonenermittlung laufe.

+++ 13:04 Mehrheit hält Mitbürger für unvernünftig, Sorge um eigene Gesundheit wächst +++
Die Deutschen zeigen sich angesichts der zunehmenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus zusehends beunruhigt. Gut drei Viertel erwarten mittlerweile eine zweite Corona-Welle, wie aus dem ZDF-"Politbarometer" hervorgeht. Erstmals überwiegt darin die Einschätzung, dass die Menschen sich eher unvernünftig verhalten. Dies sagten 51 Prozent der Befragten - im Juni waren es noch 33 Prozent gewesen. Gleichzeitig wird auch die Gefahr für die eigene Gesundheit höher eingeschätzt als noch vor etwa drei Wochen. Die Hälfte der Befragten hält die Gesundheit für gefährdet, zu Monatsbeginn waren es noch 40 Prozent. Bei der Rückkehr von Urlaubern aus Risikogebieten befürworten mit 94 Prozent fast alle Befragten verpflichtende Corona-Tests für diese Reisenden.

+++ 12:41 Brüssel genehmigt Bundes-Garantie für Reise-Gutscheine +++
Die Garantie des Bundes für Reisegutscheine bei Stornierungen wegen der Corona-Krise hat die Genehmigung aus Brüssel. Die EU-Kommission billigte die staatlichen Beihilfen in Höhe von 840 Millionen Euro. Durch die Garantie müssen die Kunden nicht fürchten, dass sie bei einer Pleite des Veranstalters auf wertlosen Gutscheinen sitzen bleiben. Die Regelung soll die Gutscheine als Alternative zur Erstattung der Reisekosten attraktiver machen und so der Reisebranche helfen. Trotzdem haben Kunden das Recht auf Entschädigung, wenn ihnen das lieber ist. Die Regelung bezieht sich auf Gutscheine für annullierte Pauschalreisen, die vor dem 8. März gebucht wurden. Aus Brüssel hieß es weiter, mit der Regelung werde der deutsche Staat dafür sorgen, dass Empfänger die Gutscheine entweder bis 31. Dezember 2021 nutzen oder dann den vollständigen für die Reise gezahlten Betrag zurückbekommen könnten.

+++ 12:28 Bayern führt Maskenpflicht an Schulen ein +++
Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten - auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern. Bisher habe nur ein entsprechendes Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich.

+++ 12:12 Telekom und SAP sollen Corona-Warn-Apps vernetzen+++
Die Deutsche Telekom und SAP sollen für die EU-Kommission eine Warn-Plattform bauen, die Corona-Apps verschiedener Staaten miteinander vernetzt. Man könne bestätigen, dass der Auftrag der EU-Kommission "kurz vor Abschluss" stehe, sagte ein Telekom-Sprecher. Die Plattform soll es ermöglichen, so dass die Corona-Warn-Apps verschiedener Staaten miteinander kommunizieren, so dass die Warnungen auch über Grenzen hinweg oder im Ausland funktionieren. Laut der "Wirtschaftswoche" werde die Kooperation zunächst Staaten betreffen, die ähnliche dezentrale Lösungen einsetzen wie Deutschland - dazu gehören etwa die Niederlande, Österreich oder Dänemark. Telekom und SAP hatten gemeinsam die deutsche Corona-Warn-App entwickelt. Zuletzt gab es Probleme, weil die App teilweise nicht ordnungsgemäß funktioniert hatte - diese sollen aber mittlerweile behoben sein.

+++ 11:42 Erstmals Urlauber auf Mallorca in Quarantäne+++
Zum ersten Mal seit der Wiedereröffnung der Balearen-Inseln für den internationalen Tourismus ist eine Person im Urlaub auf Mallorca positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt worden. Es handele sich um eine Person aus Spanien, die zusammen mit neun ebenfalls aus Spanien kommenden Begleitern in einem Hotel untergebracht worden sei, sagte eine Sprecherin der regionalen Gesundheitsbehörde. Damit korrigierte sie frühere Angaben der Behörde, es gebe mehrere infizierte Urlauber. Die Touristen seien in dem von der Regionalregierung eigens für Quarantäne-Maßnahmen angemieteten Hotel Morlans Garden in der Stadt Peguera knapp 25 Kilometer westlich von Palma de Mallorca untergebracht worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:30 Esken plädiert für Umstrukturierung des Unterrichts +++
Kurz vor dem Ende der Sommerferien in ersten Bundesländern bezweifelt SPD-Chefin Saskia Esken, dass eine Rückkehr vom Schulbetrieb wie vor der Corona-Pandemie möglich ist. Sie wirbt dafür, den Unterricht völlig umzustrukturieren. "Zwei Wochen Projektunterricht mit den Lehrkräften für Geschichte und Politik, dann kommen für zwei Wochen die Naturwissenschaften zu einem Projekt zusammen", sagt sie "Zeit online". Diese Unterrichtsform wäre ein Corona-adäquater Weg.

+++ 11:06 Zahl der Neuinfektionen auf Malta stark gestiegen +++
Auf Malta ist die Zahl der Neuinfektionen in den letzten Tagen vergleichsweise stark angestiegen. Die Behörden des Inselstaats im südlichen Mittelmeer meldeten zuletzt 94 Neuinfektionen. So viele Neuinfektionen binnen eines Tages waren auf Malta seit März nicht mehr zu verzeichnen. Bereits am Vortag war die Zahl der Coronavirus-Fälle auf der Insel um 78 gestiegen. Das kleine EU-Land zählt insgesamt nur gut 500.000 Einwohner. Das stark vom Tourismus abhängige Malta weist schon jetzt ein deutlich erhöhtes Fallaufkommen auf. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Europäischem Seuchenkontrollzentrum ECDC zuletzt bei 21,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohnern.

+++ 10:39 RKI setzt drei spanische Urlaubsregionen auf Risiko-Liste +++
Das Robert-Koch-Institut erweitert die Liste der Risiko-Gebiete um die spanischen Regionen Katalonien, Aragon und Navarra. Das teilte das RKI auf seiner Webseite mit. In den drei Gebieten wurde laut Bundesgesundheitsministerium die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Für Reiserückkehrer aus offiziell eingestuften Risikogebieten soll in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht kommen - über freiwillige Tests hinaus, die für alle Einreisenden aus dem Ausland kostenfrei möglich sein sollen. Wegen des starken Anstiegs der Infektionen rät bereits auch das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in die drei spanischen Regionen ab. Dies ist jedoch nicht gleichbedeutend mit der Einstufung als Risikogebiet auf der RKI-Liste. In der EU steht bisher schon Luxemburg auf der Liste, die auch für deutsche Touristen wichtig ist.

+++ 10:19 Seehofer für Lockerungen von Einreiseverboten unverheirateter Paare +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat angekündigt, sich bei der EU-Kommission für Lockerungen von Einreiseverboten für unverheiratete Paare stark zu machen. "Ich bin dafür und setze mich dafür ein, dass wir die Einreiseverbote für unverheiratete Paare zeitnah lockern", sagte Seehofer der "Passauer Neuen Presse". "Aber das sollte europaweit geschehen und dafür ist in erster Linie die Europäische Kommission zuständig." Eine Lösung solle es möglichst "in den nächsten Wochen geben", damit die Mitgliedsstaaten dies nicht national regeln müssen. Viele unverheiratete binationale Paare können ihre Partner wegen der Corona-Beschränkungen seit Monaten nicht sehen. Politiker verschiedener Parteien drängen auf eine Änderung.

+++ 10:01 Handel bittet Verbraucher um mehr Disziplin bei Corona-Regeln +++
Angesichts steigender Infektionszahlen mahnt der Einzelhandelsverband HDE zu mehr Disziplin bei der Einhaltung der Corona-Regeln. Eine zweite Welle der Pandemie müsse mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vermieden werden, sagt HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Die Corona-Krise werde die Handelsunternehmen im Bereich der Nicht-Lebensmittel etwa 40 Milliarden Euro an Umsatzeinbußen einbringen. Das könne für 50.000 Handelsstandorte in Deutschland das Aus bedeuten. "Wenn schon die erste Welle der Pandemie solch dramatische Folgen im Handel hervorruft, möchte ich mir eine zweite nicht vorstellen", warnt Sanktjohanser. "Für viele Händler gäbe es bei erneuten Einschränkungen oder gar einer zweiten Phase des Lockdowns keine Chance mehr, der Insolvenz zu entgehen."

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+++ 09:39 RKI liefert Corona-Daten verspätet +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) kämpft bei der Veröffentlichung der amtlichen Coronavirus-Fallzahlen den zweiten Tag in Folge mit technischen Problemen: Bei der Aktualisierung der Daten könne es "aufgrund von Wartungsarbeiten" zu "Einschränkungen" kommen, hieß es am Morgen. Nähere Auskünfte konnte das Institut am Morgen dazu zunächst nicht vorlegen. Erst mit erheblicher Verspätung konnten Gesamtzahlen vorgelegt werden. Die für das Fallaufkommen in den Regionen entscheidenden Daten auf Kreisebene standen am Morgen noch aus.

Üblicherweise gibt das RKI am frühen Morgen die aktuellen Zahlen bekannt, die bis Mitternacht über das elektronische Meldesystem eingelaufen sind. Weitere Pannen in der Datenversorgungen kämen für das RKI und die breite Öffentlichkeit höchst ungelegen: Erst am Dienstag hatte RKI-Chef Lothar Wieler mit eindringlichen Worten vor den wieder ansteigenden Fallzahlen gewarnt. In der Berichterstattung zum Infektionsgeschehen stützt sich ntv.de weitgehend auf die Angaben aus den Bundesländern.

+++ 09:17 Zahl der Neuinfektionen in Deutschland erneut auf hohem Niveau +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 870 neue bestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Gesamtzahl der Fälle in Deutschland steigt damit auf 208.698. Die Zahl der Todesfälle legt den Daten zufolge um sieben auf 9141 zu.

+++ 09:04 Viele infizierte Australier halten sich nicht an Lockdown +++
Jeder vierte mit dem Coronavirus infizierte Australier im Corona-Hotspot Victoria hält sich den Behörden zufolge nicht an die Gesundheitsvorschriften und geht weiter unter Menschen. Als Gesundheitsinspektoren in den vergangenen zwei Tagen die Häuser von mehr als 500 Personen überprüft hätten, seien 130 von ihnen nicht zu Hause gewesen - und unter anderem weiter zur Arbeit gegangen, sagte der Premierminister des südöstlichen Bundesstaates, Daniel Andrews. "Um Himmels willen, wenn Sie das Virus haben, müssen Sie zu Hause bleiben", betonte der Politiker. Gegen 100 Menschen in Victorias Hauptstadt Melbourne werde ermittelt, weil sie die Lockdown-Regeln gebrochen hätten. Die Polizei habe bereits 124 Bußgelder in Höhe von bis zu 1300 australischen Dollar (790 Euro) verhängt, so Andrews.

+++ 08:31 Neuinfektionen in Indien erreichen neuen Höchstwert +++
Mit 55.078 Fällen meldet Indien erneut einen neuen Tageshöchstwert bei den Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen landesweit auf 1,64 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 779 auf 35.747 zu. Indien weist nach den USA und Brasilien weltweit die meisten Infektionen auf.

+++ 08:17 WHO: Reisebeschränkungen nach Risikoabwägung aufheben +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht sich dafür aus, internationale Reisebeschränkungen schrittweise aufzuheben - allerdings nur nach einer gründlichen Risikoabwägung. Priorität sollten Reisen bekommen, die wegen Notfällen, der Rückführung von Reisenden oder humanitärer Anlässe anfielen.

+++ 07:43 Restaurant-Schließungen in Hongkong nach nur einem Tag aufgehoben +++
In Hongkong ist die wegen der Corona-Pandemie verordnete Schließung aller Restaurants nach nur einem Tag wieder aufgehoben worden. Die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone beschlossen die Aufhebung der Maßnahme, da diese großen Unmut in der Bevölkerung ausgelöst hatte. In den Onlinenetzwerken veröffentlichte Fotos zeigten, dass viele Arbeiter in der Mittagspause gezwungen waren, ihr Essen in Parkanlagen oder auf Bürgersteigen einzunehmen. Manche flüchteten wegen heftiger Regengüsse sogar in öffentliche Toiletten und aßen dort. Die Restaurant-Schließungen hätten zu "Unannehmlichkeiten" und "Schwierigkeiten" geführt, räumten die Behörden ein.

+++ 07:15 Impfkommission empfiehlt Grippeimpfung nicht für breite Masse +++
Trotz der Corona-Pandemie spricht sich die Ständige Impfkommission (Stiko) weiterhin für Grippeimpfungen vor allem für Risikogruppen in Deutschland aus. Das Expertengremium am Robert-Koch-Institut (RKI) nennt als Beispiele Senioren und chronisch Kranke. Möglichst geimpft werden sollten einer Stellungnahme zufolge auch Ärzte, Pflegekräfte, Schwangere und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Die Stiko stellt sich damit gegen Vorschläge, die Impfempfehlung auf die gesamte Bevölkerung auszuweiten. "Durch eine Ausweitung der Impfempfehlung auf die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland könnte es zu einer Unterversorgung der Risikogruppen kommen", lautet eines der Argumente. Demnach wird für die nächste Grippesaison mit etwa 25 Millionen Dosen Impfstoff gerechnet - deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

+++ 06:49 China meldet so viele Neuansteckungen wie seit März nicht mehr +++
In China melden die Behörden 127 neue Coronavirus-Fälle. Das ist der höchste Wert seit dem 5. März. 112 dieser Fälle werden in der nordwestlichen Region Xinjiang registriert, teilen die Gesundheitsbehörden mit.

+++ 06:25 Bolsonaro: "Habe Schimmel in meinen Lungen" +++
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro erklärt, mehrere Wochen, nachdem er sich mit dem Coronavirus infiziert hat, "ich habe Schimmel in meinen Lungen". Er habe sich gestern schwach gefühlt. Er nehme nun Antibiotika. Vergangenen Samstag hatte der Präsident erklärt, ein Virus-Test habe ein negatives Ergebnis ergeben. Bolsonaro war am 7. Juli positiv getestet worden.

+++ 05:53 US-Kongress streitet über Fortsetzung von Arbeitslosen-Hilfe +++
Unmittelbar vor dem Auslaufen von Corona-Zuschüssen für Millionen amerikanische Arbeitslose zeichnet sich im US-Kongress keine Einigung über ein neues Hilfspaket ab. Republikaner und Demokraten warfen sich gegenseitig vor, eine Lösung des Streits zu blockieren. Die Zeit drängt, denn am heutigen Freitag endet die Zahlung eines Zuschusses in Höhe von 600 Dollar pro Woche, von dem Amerikaner profitieren, die im Zuge der Corona-Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren. Die Demokraten wollen die Zahlung dieses Zuschusses als Teil eines drei Billionen Dollar schweren Hilfspakets verlängern. Das von ihnen dominierte Repräsentantenhaus hat die dazu nötige Gesetzesvorlage bereits im März verabschiedet. Den Republikanern, die im Senat die Mehrheit haben, schwebt aber ein Hilfspaket in Höhe von einer Billion Dollar vor. Sie haben vorgeschlagen, dass künftig neben der staatlichen Arbeitslosenhilfe zusätzlich nur 200 Dollar pro Woche gezahlt werden.

+++ 05:12 Studierende nehmen massenhaft Schulden auf +++
In der Corona-Krise verschulden sich Tausende Studierende und beantragen staatliche Hilfskredite. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestages hervor. Demnach wurden im Mai, Juni und Juli mehr als 22.000 Anträge auf einen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Gesamtvolumen von 641,6 Millionen Euro gestellt. Seit Mai müssen für den KfW-Studienkredit, den es auch schon vor der Krise gab, keine Zinsen gezahlt werden. Das ist als Corona-Hilfsmaßnahme gedacht und gilt bis März 2021. Im Vergleich zum April habe es im Mai eine deutliche Steigerung bei der Beantragung des Kredits gegeben, schreibt das Ministerium. "Diese bedenkliche Schuldenlast werden viele bis zum Ende des Studiums - und darüber hinaus - nicht los", warnte der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Kai Gehring. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) schicke Zehntausende Studierende sehenden Auges in die Pleite oder den Studienabbruch.

+++ 04:31 "Zu knapp besetzt": Amtsärzte fürchten zweite Welle +++
Die Amtsärzte sehen die Gesundheitsämter in Deutschland nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet. "Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu." Die Gesundheitsämter könnten nicht warten, bis die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Kraft träten. "Wir brauchen eine kurzfristige Lösung. Wir müssen wissen, wo die Gesundheitsämter im Notfall Verstärkung bekommen." Konkret sprach sie sich für ein bundesweites Freiwilligen-Register aus - eine Art Jobbörse, die im Ernstfall Mitarbeiter vermittele, die bereits geschult seien.

+++ 03:45 Großbritannien erlässt neue Kontaktbeschränkungen +++
Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock kündigt eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Teilen Nordenglands an. Seit Mitternacht dürfen sich demnach dort Menschen verschiedener Haushalte nicht mehr drinnen treffen, erklärte er auf Twitter. Zu den betroffenen Regionen zählt er den Großraum Manchester, Teile von West Yorkshire und East Lancashire. Zur Begründung verweist er auf eine gestiegene Übertragungsrate in diesen Gebieten.

+++ 03:01 Amsterdam und Rotterdam ordnen Masken an +++
Die niederländischen Städte Amsterdam und Rotterdam haben eine Maskenpflicht für belebte öffentliche Orte angeordnet. Die Regelung gilt für alle Menschen, die 13 Jahre und älter sind. Von den Maßnahmen betroffen ist auch das bekannte Rotlichtviertel in Amsterdam. Wie die Behörden in Amsterdam mitteilten, müssen ab dem 5. August an belebten Plätzen der Hauptstadt Alltagsmasken getragen werden. Die Regelung gilt demnach auch für das Rotlichtviertel, wo Prostituierte hinter Glasscheiben stehen und ihre Dienste anbieten. Auch in der Hafenstadt Rotterdam besteht ab dem 5. August in den Einkaufsvierteln und in Einkaufszentren eine Maskenpflicht. Bei Verstößen sollen in beiden Städten Bußgelder verhängt werden, über die Höhe der Strafen wird noch entschieden. Die Niederlande haben seit Beginn der Corona-Pandemie 6145 Todesfälle verzeichnet. Insgesamt meldeten die Behörden mehr als 53.000 Infektionsfälle.

+++ 02:12 Gegen volle Busse: NRW schlägt gestaffelten Schulanfang vor +++
Zum Schulanfang in Nordrhein-Westfalen ab dem 12. August warnen die kommunalen Spitzenverbände vor Gedränge in Bussen und Bahnen und Problemen, dabei die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. In einem Brief an Städte und Gemeinden empfehlen die Verbände gestaffelte Schulanfangszeiten, um den Schülerverkehr zu entzerren. Diese Frage sei auch mit dem Schulministerium erörtert worden, heißt es in dem Brief. Schulträger, Schulen und Verkehrsbetriebe müssten sich vor Ort absprechen, um Möglichkeiten der Entzerrung des Schülerverkehrs zu erkunden, heißt es weiter. Schon nach geltender Erlasslage seien Schulanfangszeiten zwischen 7.30 und 8.30 Uhr möglich. Kommunen, die vorsorglich gestaffelte Zeiten einführen wollten, könnten dies tun.

+++ 01:24 Angst vor zweiter Welle: Mehr als 20.000 Corona-Tests in Hanoi +++
In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi sollen Zehntausende Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Mehr als 20.000 Einwohner, die zuvor den Corona-Hotspot Da Nang besucht hatten, seien per Textnachricht aufgefordert worden, sich innerhalb von drei Tagen auf das Virus testen zu lassen, teilten die örtlichen Behörden mit. In der Küstenstadt Da Nang waren am vergangenen Wochenende erstmals wieder Infektionen verzeichnet worden, nachdem das südostasiatische Land fast 100 Tage lang keine lokale Ansteckung mit dem Coronavirus gemeldet hatte. Die Regierung will versuchen, eine zweite Virus-Welle zu verhindern. Am Donnerstag wurden neun neue Fälle in Vietnam gemeldet, die Gesamtzahl stieg damit auf 459.

+++ 00:45 Virus tötet Simbabwes Agrarminister +++
In Simbabwe ist Landwirtschaftsminister Perrance Shiri infolge einer Covid-19-Erkrankung im Alter von 65 Jahren gestorben. Das teilte der Präsident des Staates im südlichen Afrika, Emmerson Mnangagwa, mit. Der ehemalige General Shiri war am Putsch beteiligt gewesen, der Langzeitpräsident Robert Mugabe im November 2017 stürzte. Shiris Beerdigung am Freitag werde den Corona-Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgen, sagte Mnangagwa. In Simbabwe wurden bislang mindestens 2879 Corona-Fälle gemeldet, mindestens 41 Menschen sind gestorben. Das Land steckt in einer schweren Wirtschaftskrise und hatte bereits vor der Pandemie ein sehr schwaches Gesundheitssystem.

+++ 23:49 Söder: "Corona-Pflichttest kommt zu spät" +++
Die ab kommender Woche verpflichtenden Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten kommen nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für die meisten Bundesländer zu spät. Bayern liege zwar noch gut in der Zeit, weil dort die Schulferien gerade erst begonnen hätten, sagt er in der ARD. "Aber Sie haben recht ... Es ist meiner Meinung nach zu spät für ganz Deutschland."

+++ 23:03 WHO: Junge Leute verantwortlich für derzeitige Höchststände +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat junge Menschen vor Nachlässigkeit in der Corona-Krise gewarnt. "Es scheint, dass der Wiederanstieg der Fälle in mehreren Ländern teilweise darauf zurückzuführen ist, dass junge Menschen unachtsam geworden sind", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer virtuellen Pressekonferenz in Genf am. "Junge Menschen sind nicht unbesiegbar", betonte er. Auch sie könnten sich infizieren und sterben. Deshalb müssten sie die "gleichen Vorsichtsmaßnahmen treffen wie der Rest der Bevölkerung, um sich und andere zu schützen". Weltweit haben sich nach offiziellen Angaben bislang rund 17 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

+++ 22:21 Großbritannien verzeichnet Monats-Höchststand +++
In Großbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen so stark wie seit gut vier Wochen nicht mehr. Im Tagesreport werden 846 Ansteckungen gemeldet. Zuletzt waren es am 28. Juni mehr. Zugleich ordnete die britische Regierung für Reisende, die aus Luxemburg ins Land kommen, eine 14-tägige Quarantänepflicht an. Grund sei die Entwicklung der Pandemie in Luxemburg, teilt das Verkehrsministerium in London mit. Die Verpflichtung zur Selbstisolation tritt demnach in der Nacht zu Freitag in Kraft.

+++ 21:51 Spanien meldet Rekordzahl seit Lockdown-Ende +++
In Spanien sind binnen 24 Stunden 1229 Neuinfektionen registriert worden - das ist die höchste Zahl seit Aufhebung der weitreichenden landesweiten Beschränkungen am 21. Juni. Insgesamt seien damit 285.430 Infektionen nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

+++ 21:27 Fast 1400 neue Fälle: Frankreichs Intensivstationen füllen sich +++
In Frankreich ist die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen binnen 24 Stunden um 1377 gestiegen. Im Sieben-Tage-Durchschnitt liegt der Wert erstmals sei der ersten Mai-Hälfte wieder über 1000. Damals hat Frankreich die Beschränkungen gelockert. Insgesamt steigt die Zahl der Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf 186.573. Zudem füllen sich erstmals seit 16 Wochen wieder die Intensivstationen; insgesamt mussten dort 381 Menschen behandelt werden. 30.254 Menschen starben nach einer Corona-Infektion, 16 mehr als am Vortag.

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+++ 21:01 Bundesländer kämpfen gegen Virus-Cluster +++
Urlaubsrückkehrer, Gemeindemitglieder, Teilnehmer einer Baby-Party. Fast alle Bundesländer haben derzeit mit Virus-Clustern zu kämpfen, die regionale Gesundheitsämter unter Stress setzen. Die Hauptlast bei den insgesamt 880 Neuinfektionen trägt Nordrhein-Westfalen (plus 336), gefolgt von Bayern (plus 120), Baden-Württemberg (plus 109) und Hessen (plus 89). Kein Bundesland kommt auf null neue Fälle, fünf Länder halten sich jedoch noch im einstelligen Bereich, vier davon in Ostdeutschland: Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Das Saarland meldet 8 neue Fälle.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, vpe/tsi/mau/dpa/rts/AFP