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Zu gefährlich für Angestellte Disneyland verbietet Selfie-Stick

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Ein solches Selfie wird in Disney-Freizeitparks wohl nicht mehr möglich sein.

(Foto: twitter.com/TheDailyDisney)

Selfies sind voll im Trend. Und noch besser gelingen sie mit einem Selfie-Stick, denn so passt mehr aufs Bild. Allerdings stehen die Handy-Stangen schon länger in der Kritik: Von den Sticks gehe ein Sicherheitsrisiko aus, heißt es. Auch Disneyland reagiert nun.

Die beliebten Selfie-Sticks, die als verlängerter Arm bei Selbstporträts mit dem Handy dienen, sind künftig in Disney-Freizeitparks verboten. "Unglücklicherweise sind Selfie-Sticks ein wachsendes Sicherheitsrisiko für unsere Gäste und unsere Angestellten geworden", erklärte eine Sprecherin des US-Konzerns. Das Verbot solle für die Freizeitparks des Unternehmens in den USA sowie die Anlagen in Paris und Hongkong gelten. Es tritt in der kommenden Woche in Kraft.

Selfie-Sticks erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in der ganzen Welt. Da die Befestigungsstangen für das Handy zuletzt immer länger wurden, gibt es aber auch zunehmend Kritik. Viele Museen befürchten etwa Schäden an ihren Ausstellungsstücken. Die Selfie-Sticks wurden deshalb unter anderem schon im Museum of Modern Art in New York und in der Nationalgalerie in Washington verboten.

Auch in Deutschland gibt es geteilte Meinungen über die Handy-Stangen. In den Staatlichen Museen zu Berlin werden sie als "sperrige und scharfkantige Gegenstände" eingestuft. Diese können laut Besucherordnung Kunstwerke gefährden und dürfen daher nicht mit in die Museumsräume genommen werden.

In den Häusern der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sowie im Museum Brandhorst herrscht ein striktes Verbot für Selfie-Sticks. "Wenn es voll ist in den Sälen, kann so ein Stick schnell in der Brille des Nebenmannes landen. Die sind einfach zu unfallträchtig", sagte Tine Nehler, Sprecherin der Staatsgemäldesammlung. Eine einheitliche Linie zum Umgang mit den Selfie-Sticks gibt es nach Angaben des Deutschen Museumsbundes jedoch noch nicht.

Quelle: ntv.de, hla/AFP