Panorama

15-Jähriger ertrinkt beim Baden Gaffer behindern Rettungseinsatz in Bremen

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Ein 15-Jähriger ist beim Baden in einem Bremer See ertrunken.

Der Bremer Achterdieksee ist ein beliebtes Badeausflugsziel. Auch einen 15-Jährigen zieht es dorthin. Nachdem ihn die Kräfte verlassen, versinkt er in dem Gewässer. Der anschließende Rettungseinsatz ist erfolglos und wird zudem von Gaffern massiv behindert.

Beim Baden in einem Bremer See ist ein 15 Jahre alter Junge ertrunken. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, schwamm der Jugendliche am Montag im Achterdieksee und konnte sich nicht mehr an der Wasseroberfläche halten. Helfer versuchten vergeblich, ihn aus dem Wasser zu retten. Mehrere Badegäste suchten nach ihm, ein Zeuge entdeckte ihn schließlich. Taucher der Feuerwehr zogen ihn aus dem Wasser, doch die Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Ermittlungen zur Todesursache dauern an.

Den Polizeiangaben zufolge versperrten anfangs rund 150 bis 200 Schaulustige den Rettungs- und Einsatzkräften den Weg. Während der Reanimation schirmten zunächst Helfer und Badegäste den Jugendlichen mit Handtüchern und Decken ab. Dabei sei es zu Behinderungen durch Schaulustige gekommen, die mit ihren Handys Fotos machten und filmten. Die Polizei musste Sichtschutzwände aufbauen und die Rettungsstelle absperren, damit sich die Menschen entfernten.

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Der Achterdieksee befindet sich im östlichen Bremer Stadtteil Oberneuland. Laut der Stadt Bremen hat er eine Fläche von rund 7,8 Hektar. Der Baggersee ist ein beliebtes Badeausflugsziel in der Hansestadt.

Anfang März hatte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr deutschlandweit mindestens 378 Menschen ertrunken sind, die meisten (286) in Flüssen und Seen. Weil viele Schwimmbäder wegen der Pandemie auch komplett geschlossen blieben und Kurse und Unterricht ausfielen, stieg laut DLRG der Anteil der Nichtschwimmer deutlich. Für die Sommersaison dieses Jahres erwartet die DLRG "deutlich mehr Probleme und Zwischenfälle am und im Wasser als bereits in der Saison 2020", erklärte die Organisation kürzlich.

Quelle: ntv.de, cri/AFP/dpa

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