Panorama

Weltweit höchster Tageswert Indien meldet fast 79.000 Neuinfektionen

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Nasenabstrich von einem Mann für einen Covid-19-Test im indischen Hyderabad..

(Foto: dpa)

Zehntausende neue Ansteckungsfälle an einem Tag: Indien wird immer stärker vom Coronavirus heimgesucht. Mittlerweile beklagt das Land mit der weltweit zweitgrößten Bevölkerung fast 64.000 Todesopfer. Premierminister Modi dringt trotzdem auf eine Rückkehr zur Normalität.

In Indien verbreitet sich das Coronavirus immer rascher. Das Gesundheitsministerium in Neu-Delhi meldete 78.761 nachgewiesene Neuinfektionen - so viele Fälle hat bislang kein anderes Land an nur einem Tag registriert. In dem Staat mit der zweitgrößten Bevölkerung weltweit wurden bislang rund 3,54 Millionen Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen eines Tages um 948 auf 63.498. Damit rückt Indien neben den USA und Lateinamerika immer mehr ins Zentrum der Coronavirus-Pandemie, in deren Zuge sich weltweit mittlerweile mehr als 25 Millionen Menschen angesteckt haben.

Allein in Maharashtra, dem reichsten und am stärksten urban geprägten indischen Bundesstaat, wurden 331 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus an einem Tag registriert. Trotz der Ausbreitung der Seuche unter den insgesamt 1,3 Milliarden Indern dringt Premierminister Narendra Modi auf eine Rückkehr zur Normalität, um die Schäden für die Wirtschaft durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu mildern. So hat die Regierung beschlossen, die U-Bahn in Delhi, wo rund 20 Millionen Menschen leben, wieder in Betrieb zu nehmen. Von 7. September an sollen die Züge zum ersten Mal seit März fahren - allerdings mit einigen Einschränkungen. Unter anderem Kinos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sollen aber geschlossen bleiben.

Fast 45.000 Neuinfektionen in den USA

Indien verzeichnet nach den USA und Brasilien die meisten Infektionsfälle weltweit. In den vergangenen drei Wochen hat das Land aber einen steileren täglichen Anstieg der Neuinfektionen aufgewiesen als die beiden anderen Staaten.

Noch am 16. Juli hatten die Vereinigten Staaten mit 76.698 Neuinfektionen die bis dahin meisten Neuinfektionen an nur einem Tag registriert. Dort wurden am Samstag mindestens 44.258 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich in den USA insgesamt mehr als 5,97 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das geht aus den täglich veröffentlichten Berechnungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach um mindestens 870 auf 182.611.

In Brasilien meldete das Gesundheitsministerium 41.350 nachgewiesene Neuinfektionen binnen 24 Stunden, insgesamt haben sich mehr als 3,84 Millionen Menschen angesteckt. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 758 auf 120.262. Zwar steigen die Zahlen rasch an, allerdings haben sie sich in den vergangenen Wochen allmählich etwas stabilisiert.

Weltweit haben sich etwa 25 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, seit im Dezember die ersten Fälle im chinesischen Wuhan bekanntgeworden sind. Rund 840.000 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus.

Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge allerdings deutlich höher sein. Lateinamerika ist weltweit die Region mit den meisten Infektionen. Neben Brasilien sind Peru, Kolumbien und Mexiko besonders betroffen.

Quelle: ntv.de, wne/rts

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