Panorama

Überfall auf reiche Touristen Pariser Räuber erbeuten fünf Millionen

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Dichter Verkehr und Staus helfen den Räubern dabei, mögliche Opfer auszuspähen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Dieser Überfall klingt nach einem Hollywoodfilm: In Paris stoppen maskierte Räuber eine Luxuslimousine auf der Autobahn vom Flughafen zur Innenstadt und erbeuten millionenschweren Schmuck. Die Polizei kennt die Masche bereits.

In Paris sind zwei Frauen aus Katar kurz nach ihrer Landung auf einer Autobahn ausgeraubt worden: Die maskierten Räuber erbeuteten bei dem Überfall auf eine Luxuslimousine Schmuck und Gepäck im Wert von mindestens fünf Millionen Euro, teilte die Polizei mit.

Die beiden Frauen aus dem reichen Golfemirat waren am Montagabend auf dem kleinen Flughafen Le Bourget im Norden von Paris gelandet. Ein Chauffeur fuhr sie mit einem Bentley Richtung Paris, als die Täter zuschlugen: Sie zwangen den Fahrer von der Autobahn abzufahren und anzuhalten.

Dann setzten die Angreifer die Insassen des Bentley mit Reizgas außer Gefecht und räumten die Limousine leer. Sie hätten "Schmuck, Kleidung, Gepäck" im Wert von "mindestens fünf Millionen Euro" geraubt, sagte ein Polizist. Die Behörden nahmen die Ermittlungen auf.

Reiche Touristen und Luxuswagen im Visier

Die Strecke vom Hauptstadtflughafen Charles de Gaulle und dem nahegelegenen Flughafen Le Bourget nach Paris ist berüchtigt für Überfälle. Räuber nutzen dabei die häufigen Staus. Abgesehen haben sie es auf Luxusautos und Besucher aus dem Ausland, bei denen sie viel Bargeld vermuten. So wurde im April 2015 eine südkoreanische Kunstsammlerin in einem Taxi ausgeraubt. Die Täter erbeuteten Schmuck im Wert von vier Millionen Euro.

Die Überfälle setzen dem Image von Paris als touristisches Traumziel schweren Schaden zu, da es auch in der Stadt selbst immer wieder spektakuläre Überfälle gibt. So wurde im Oktober das US-Fernsehstarlet Kim Kardashian in Paris überfallen. Unbekannte raubten der Frau von Rapper Kanye West Juwelen im Wert von geschätzten neun Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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