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Tramperin vermisst Verdächtiger im Fall Sophia festgenommen

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Zuletzt wurde die junge Frau gesehen, als sie an einer Tankstelle in einen Laster stieg.

(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

Vermutlich lebt die verschwundene Tramperin nicht mehr. Die Ermittler nehmen mehr als 2000 Kilometer entfernt einen Mann unter dringendem Tatverdacht fest. Von Sophia L. fehlt indes noch immer jede Spur.

Im Fall einer bei Leipzig verschwundenen Tramperin ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Der Mann sei in Spanien, mehr als 1500 Kilometer vom möglichen Tatort entfernt gefasst worden, sagte eine Polizeisprecherin. Medienberichten zufolge handelt es sich um einen 40 Jahre alten Fernfahrer. Nach Informationen der "Dresdner Morgenpost" war der Verdächtige auf dem Weg nach Marokko. Die Leipziger Polizei wollte sich zu diesen Angaben nicht äußern und machte auch keine Angaben zur Nationalität des Mannes. Die Beamten verwiesen auf die noch laufenden Ermittlungen.

Sophia L. war zuletzt am Donnerstag gesehen worden, als sie laut Zeugen in Schkeuditz bei Leipzig nach Nürnberg trampen wollte und an einer Tankstelle in einen Lastwagen stieg. Danach verlor sich ihre Spur. Die Polizei geht davon aus, dass die 28-jährige Studentin einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Wie die Ermittler bestätigten, wurde gestern von Beamten ein Waldstück an der A9 in Bayern durchkämmt. Das Ziel der jungen Frau war ihre Heimatstadt Amberg.

Wo ist Sophia?

Ob es sich bei dem Festgenommenen um den Lastwagenfahrer handelt, war zunächst unklar. An den Ermittlungen sind demnach Polizeibehörden aus mehreren Bundesländern sowie ausländische Polizeidienststellen beteiligt. Die Ermittlungen würden "in enger Abstimmung und mit höchster Intensität geführt", um Sophia L. zu finden und die Straftat aufzuklären, erklärten die Ermittlungsbehörden.

Die Familie der Studentin hatte nach dem Verschwinden über das Internet Suchaufrufe verbreitet. Es würden weiterhin dringend Zeugen gesucht, die die Studentin nach dem Einsteigen in den Lastwagen gesehen haben, teilte die Polizei mit. Auch wer den Laster später noch auf Rastplätzen oder der Autobahn gesehen habe, solle sich melden.

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

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