Politik

Liveticker zu Johnsons Sieg +++ 11:01 Sturm: Letzte Auszählung lässt auf sich warten +++

649 von 650 Wahlkreisen sind ausgezählt. Wegen schlechtem Wetter wird das wohl noch eine Weile so bleiben. Im Wahlkreis St. Ives kommt es beim Einsammeln der Wahlurnen zu Verzögerungen. Über die der Landzunge Land's End vorgelagerten Isles of Scilly zieht derzeit ein Sturm. Die britische Nachrichtenagentur PA rechnet mit einer Auszählung gegen 15.30 Uhr deutscher Zeit. Allerdings war der Wahlkreis in der Vergangenheit stets fest in der Hand der Tories und es deutet nichts darauf hin, dass sich das ändern könnte.

+++ 10:48 Merkel gratuliert Johnson +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem britischen Premierminister Boris Johnson zu seinem Erfolg bei der Unterhauswahl gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch, Boris Johnson, zu diesem klaren Wahlsieg", zitierte sie Regierungssprecher Steffen Seibert. "Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit für die Freundschaft und enge Partnerschaft unserer Länder", erklärte die Kanzlerin demnach weiter.

+++ 10:34 Irland warnt vor harter Grenze zu Großbritannien +++
Der irische Ministerpräsident Leo Varadkar hofft, dass der Handel zwischen Großbritannien und der EU auch künftig zollfrei ist. Man müsse nach dem Brexit nun einen "Handelsvertrag plus" aushandeln, sagt er. Zugleich pocht er darauf, dass es keine harte Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland geben wird.

+++ 10:19 Wo die Tories zulegen konnten +++
Ein gravierender Unterschied zwischen den Wahlen 2017 und 2019 ist die Wählerwanderung. Vor zwei Jahren hatte Labour ordentliche Zugewinne. Doch in diesem Jahr holten sich die Tories die Stimmen zurück - und noch mehr. Anschaulich illustriert das diese Grafik der "Times"-Kollegen:

 

+++ 10:11 BDI: "Unternehmen atmen auf" +++
Die deutsche Wirtschaft begrüßt das klare Wahlergebnis in Großbritannien. "Der politische Nebel in London lichtet sich. Mit dem Wahlausgang ist der Auftrag verbunden, das Austrittsabkommen jetzt rasch anzunehmen", erklärte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Kein Unternehmen in Deutschland wolle den Brexit. "Trotzdem atmen unsere Unternehmen auf, dass endlich ein Mandat für die Annahme des Austrittsvertrages vorliegt." Auszugehen sei von einem Austritt zum 31. Januar.

+++ 09:59 SPD-Staatsminister findet Wahlausgang "katastrophal" +++
SPD-Außenstaatsminister Niels Annen bezeichnet den Ausgang der Parlamentswahl als ein "trauriges, katastrophales Ergebnis" für Labour. "Wenn Linke keine klare Haltung zu Europa und ein radikales, unfinanzierbares Programm vorlegen, geht der Kontakt zur Mehrheit der Gesellschaft verloren", twittert der SPD-Politiker.

+++ 09:44 Barley besorgt über "Auseinanderbrechen" Großbritanniens +++
Nach der Wahl hat sich die SPD-Europapolitikerin Katarina Barley besorgt über Abspaltungstendenzen in Großbritannien geäußert. "Mir macht große Sorgen, dass ein Auseinanderbrechen des Vereinigten Königreiches bevorstehen könnte", sagte die Vizepräsidentin des Europaparlaments dem RBB. Nicht nur in Schottland, sondern auch in Nordirland und in Wales würden Unabhängigkeitsbestrebungen immer stärker. Bei der Wahl in Schottland war die Schottische Nationalpartei große Gewinnerin, was Spekulationen über ein möglicherweise bevorstehendes neues Unabhängigkeitsreferendum befeuerte.

+++ 09:32 Grüne in Großbritannien bei 2,7 Prozent +++
Vom Höhenflug der Grünen hierzulande ist im Königreich nichts zu spüren. Immerhin: Die Ökos können ihr einziges Mandat in Brighton Pavillion verteidigen. Landesweit liegen sie bei bescheidenen 2,7 Prozent.

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+++ 09:11 Grünen-Politikerin: Johnson ist "hardcore drauf" +++
Nach dem klaren Wahlsieg der Tories unter Premierminister Boris Johnson fordert die Grünen-Europaexpertin Franziska Brantner ein klares und hartes Verhandlungsmandat für die Staatengemeinschaft. Johnson sei durch das klare Votum gestärkt und werde "nicht zimperlich sein" in den Gesprächen mit den verbliebenen 27 EU-Ländern bei den Verhandlungen über die künftigen Beziehungen, sagte sie im n-tv Frühstart. "Und wir Europäer brauchen ebenso eine klare Haltung, die sagt, wir werden unseren Binnenmarkt nicht zerstören, wir werden keine 'Dumping Zone' an der Themse einführen, die unsere Verbraucher und unsere Unternehmen schwächt."

Das Gute am Wahlergebnis sei aber nun, dass es "Klarheit gebracht hat". Es "ist traurig, wie weit Boris Johnson mit seinen Lügen gekommen ist. Aber Corbyn war auch nicht wählbar", sagte sie weiter. Sie hoffe nun, dass es gelinge, in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen gut mit Großbritannien zusammenzuarbeiten und dass es nicht zu einem unfairen Wettbewerb kommt. "Das ist eine große Gefahr. Die ist überhaupt nicht gebannt. Johnson ist hardcore drauf."

+++ 09:03 EU-Ratspräsident erwartet zügige Abstimmung +++
EU-Ratspräsident Charles Michel gratuliert Johnson zu seinem Wahlsieg. Er erwarte nun eine rasche Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Parlament, sagt er. Die EU sei bereit, mit Großbritannien ein Handelsabkommen zu vereinbaren. Dabei sei es sehr wichtig, faire Bedingungen zu wahren. "Wir werden darüber mit Großbritannien sprechen müssen."

+++ 08:55 Deutsche Wirtschaft drängt auf schnelles Abkommen +++
Die deutsche Wirtschaft dringt nach dem Wahlsieg des britischen Premierministers Boris Johnson auf den raschen Abschluss eines Freihandelsabkommens. "Jetzt müssen die EU und Großbritannien mit Hochdruck an einem Freihandelsabkommen arbeiten und bis zum Ende des Jahres zum Abschluss zu bringen", sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Thilo Brodtmann. "Gelingt dies nicht, gehen die mit einem harten Brexit verbundenen Diskussionen und Unsicherheiten Ende 2020 wieder los. Das muss unbedingt vermieden werden."

+++ 08:37 Johnson bedankt sich für "geliehene" Stimmen +++
"Eure Hand mag gezittert haben über dem Wahlzettel, bevor ihr das Kreuz bei den Konservativen gemacht habt und bei der nächsten Wahl werdet ihr vielleicht wieder Labour wählen", sagt Johnson. Er fügt hinzu, dass er "demütig" sei, dass solche Wähler ihm das Vertrauen gegeben, ihm die Stimme "geliehen" haben. "Eure Unterstützung sehen wir nicht als selbstverständlich an."

Es sieht derzeit danach aus, als habe die Konservative Partei auch durch einen massiven Verlust der Labour-Partei derartige Zugewinne verzeichnen können.

+++ 08:32 Johnson will Brexit Ende Januar umsetzen +++
Premierminister Boris Johnson bestätigt, dass er den Brexit "ohne Wenn und Aber" und "fristgerecht" Ende Januar 2020 umsetzen will.

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Boris Johnson

(Foto: REUTERS)

+++ 08:28 Johnson: "Wir sind raus aus der Sackgasse" +++
Nun spricht Premierminister Boris Johnson. "Wir haben es geschafft", verkündet er. "Wir sind raus aus der Sackgasse." Er gratuliert den Mitstreitern in seiner Partei für das beste Ergebnis seit den 80er-Jahren. Das Land werde nun den "Brexit erledigen", kündigt er an.

+++ 08:21 Gove: Briten haben gegen "Extremismus und Antisemitismus entschieden" +++
Vize-Premierminister Michael Gove hat das Wort während einer Pressekonferenz der Konservativen zum Ausgang der Wahl. Er sagt, die Briten hätten "für einen Premierminister gestimmt, der sich dafür engagiert habe, das Vertrauen in die Demokratie wiederherzustellen, indem er den Brexit erledigt". Das Volk habe sich zudem "gegen Jeremy Corbyns Politik der Teilung, des Extremismus und Antisemitismus entschieden".

+++ 08:15 Nationalisten in Nordirland erstmals vorn +++
In Nordirland haben die Nationalisten erstmals seit der Abspaltung von Irland 1921 mehr Stimmen erhalten als die pro-britischen Unionisten. Die führende Nationalistenpartei Sinn Fein verteidigte ihre sieben Sitze, die pro-irische SDLP gewann zwei Mandate. Zusammen liegen sie damit vor der DUP, die zwei Sitze verlor und nun auf acht Mandate kommt.

+++ 07:59 So geht es jetzt weiter mit dem Brexit +++
Die absolute Mehrheit gibt Premierminister Boris Johnson Rückenwind, um sein Brexit-Gesetz durch das Unterhaus zu bekommen. Ob aber letztlich alles so glatt abläuft, wie er es sich vorstellt, ist ungewiss.

  • Vor Weihnachten will Johnson das Unterhaus über sein Brexit-Gesetz abstimmen lassen.
  • Als Termin für den formalen Brexit ist dann der 31. Januar vorgesehen.
  • Dem Austrittsabkommen zufolge soll das Land bis Ende 2020 in einer Übergangsphase bleiben. Bis dahin will Johnson einen Vertrag über die künftigen Beziehungen mit der Staatengemeinschaft aushandeln.
  • Die Zeit dafür gilt jedoch als denkbar knapp. Eine Verlängerungsoption um bis zu zwei Jahre, die noch bis Juli 2020 möglich ist, hat der Premier ausgeschlossen. Sollte kein Anschlussabkommen zustande kommen, droht Ende 2020 wieder ein No-Deal-Szenario.

+++ 07:45 Johnson spricht von "Erdbeben" +++
Bei seiner morgendlichen Rede zu den Mitarbeitern seiner Partei spricht Boris Johnson einem Beobachter des "Daily Telegraph" zufolge davon, dass die Partei ein "Erdbeben" erzeugt hätte. Die Konservativen müssten sich nun mit den Konsequenzen daraus auseinandersetzen, dass sie "die politische Landkarte dieses Landes verändert haben".

+++ 07:13 Trump freut sich auf "massiven Deal" +++
US-Präsident Donald Trump äußert sich bei Twitter ein weiteres Mal zum Ausgang der Wahlen in Großbritannien.

Er gratuliert Premierminister Boris Johnson und freut sich auf einen "massiven neuen Handels-Deal". Der hat seiner Ansicht nach das "Potenzial, viel größer und lukrativer zu werden als irgendein Deal, der mit der EU geschlossen werden kann".

+++ 07:13 Sebastian Kurz gratuliert Johnson +++
Österreichs designierter Kanzler Sebastian Kurz hat dem britischen Premierminister Boris Johnson zu einem "beeindruckenden Wahlsieg" gratuliert.

Er hoffe, dass das Abkommen zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nun rasch ratifiziert werden könne, schrieb der konservative Politiker auf Twitter. Dann könnten sich Großbritannien und die EU auf ihre künftige Beziehung konzentrieren, die so eng wie möglich sein solle.

+++ 06:47 Prominente Politiker verlieren ihre Mandate +++
Der Erdrutschsieg der Konservativen sorgt für Stühlerücken im Unterhaus. Zahlreiche bekannte Politiker verlieren ihr Mandat. Darunter sind etwa:

  • Die Chefin der pro-europäischen Liberaldemokraten, Jo Swinson. Ihr Mandat geht an die schottischen Nationalisten. Swinson führt die Liberaldemokraten erst seit Juli. Sie hat sich dafür eingesetzt, dass Großbritannien in der EU bleibt. Nun will sie auch als Parteichefin zurücktreten.
  • Die Umweltministerin im Schattenkabinett der Opposition, Sue Hayman. Das Mandat der Labour-Politikerin ist eines der ersten, das nach der Auszählung in ihrem Wahlkreis in Workington an die Tories geht.
  • Nigel Dodds, Vize-Chef der Democratic Unionists (DUP). Dodds saß seit 2001 für den Wahlkreis Belfast-Nord im Unterhaus. Er verliert sein Mandat an den Sinn-Fein-Politiker John Finucance.
  • Laura Pidcock, Arbeitsministerin im Schattenkabinett und Hoffnungsträgerin der Labour-Partei. Sie wurde in der Vergangenheit als mögliche Nachfolgerin von Jeremy Corbyn gehandelt. Ob sie das Erbe antreten kann, ist ungewiss. In ihrem Wahlkreis verliert die 32-Jährige deutlich.
  • Auch der Labour-Abgeordnete Dennis Skinner verliert sein Mandat. Das ist bemerkenswert, denn Skinner hätte im kommenden Jahr sein 50. Dienstjubiläum gefeiert - er saß seit 1970 für Labour im Unterhaus.

+++ 06:08 Amtlich: Konservative holen absolute Mehrheit +++
Die bisherigen Auszählungsergebnisse der britischen Parlamentswahlen bestätigen nach Angaben von Fernsehsendern den klaren Sieg der konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson. Wie die BBC und Sky News berichten, errangen die Tories laut den bislang vorliegenden Ergebnissen aus den Wahlkreisen die absolute Mehrheit. Bereits Nachwahlbefragungen vom Vorabend hatten auf eine absolute Mehrheit für die Konservativen hingedeutet.

+++ 06:05 Pfund steigt auf höchsten Stand seit Mai 2018 +++
Der sich abzeichnende klare Sieg der Konservativen und die damit gestiegene Wahrscheinlichkeit eines baldigen Endes des Brexit-Dramas haben das britische Pfund angetrieben. Die britische Währung legte sowohl im Vergleich zum Euro als auch zum Dollar deutlich zu. Zuletzt mussten für ein Pfund 1,3466 Dollar bezahlt werden und damit rund drei Cent oder rund zwei Prozent mehr als kurz vor Schließung der Wahllokale um 23 Uhr.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,16

Zwischenzeitlich war der Kurs sogar bis auf 1,3514 Dollar geklettert - so teuer war die britische Währung zuletzt Mitte 2018.

+++ 05:56 Trump sieht "großen Sieg für Boris" +++
US-Präsident Donald Trump hat sich zum voraussichtlichen Ausgang der Parlamentswahl in Großbritannien geäußert. "Sieht nach einem großen Sieg für Boris aus!", schrieb Trump auf Twitter. Beide Politiker stehen sich nahe. Großbritannien und die USA wollen ein gemeinsamen Handelsabkommen abschließen, sobald Großbritannien aus der EU ausgetreten und nicht mehr an EU-Regelungen gebunden ist. Kritiker befürchten, dass ein solches Abkommen stark liberalisiert sein könnte und auch als sinnvoll erachtete Regulierungen der EU - etwa bei Finanzdienstleistungen oder in der Landwirtschaft - zurückfahren wird.

+++ 05:43 Sturgeon kündigt zweites Referendum in Schottland an +++
Die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP), Nicola Sturgeon, hat angekündigt, für ein zweites Unabhängigkeits-Referendum kämpfen zu wollen. "Boris Johnson hat erstens kein Recht, Schottland aus der EU zu nehmen und zweitens kein Recht zu verhindern, dass das schottische Volk über seine eigene Zukunft bestimmt", sagte die schottische Regierungschefin der BBC. Die pro-europäisch ausgerichtete SNP hat bei der Wahl hervorragend abgeschnitten und wird Vorhersagen zufolge möglicherweise mehr als 50 der 59 schottischen Parlamentssitze gewinnen. Die Konservativen könnten in Schottland komplett leer ausgehen, nachdem sie 2017 noch 13 Mandate geholt hatten.

Auf Betreiben der SNP war es bereits 2014 zu einem Referendum über die Unabhängigkeit Großbritanniens vom Vereinigten Königreich gekommen. Die Schotten hatten eine Abspaltung damals jedoch mehrheitlich abgelehnt.

+++ 05:24 Zwischenstand: Tories liegen deutlich vorne +++
Inzwischen sind 460 von insgesamt 650 Wahlkreisen ausgezählt. Die Konservativen sind klar in Führung gegangen.

Die Tories stehen derzeit bei 238 Sitzen, Labour bei 161, die SNP bei 38 und die Liberal Democrats konnten sieben Sitze ergattern. Das endgültige Wahlergebnis soll gegen sieben Uhr feststehen.

+++ 05:08 Johnson gewinnt im eigenen Wahlkreis deutlich +++

Boris Johnson hat seinen Londoner Wahlkreis Uxbridge mit klarer Mehrheit halten können. Er versammelte rund 7000 Stimmen mehr auf sich als sein nächster Mitbewerber, wie die örtliche Wahlleitung bekanntgab. Im Vorfeld waren Spekulationen laut geworden, Johnson könnte seinen Parlamentssitz verlieren, seine Partei die Wahl aber insgesamt gewinnen. Dies hätte die Position des Premierministers schwächen können.

+++ 04:33 Corbyn kündigt Rückzug als Labour-Chef an +++

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Corbyn übernimmt Verantwortung und kündigt seinen Rücktritt als Parteichef an.

(Foto: dpa)

Labour-Chef Jeremy Corbyn hat als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Parlamentswahl in Großbritannien seinen Rückzug angekündigt. Er wolle die Partei nicht mehr in einen Wahlkampf führen, für einen jetzt anstehenden "Reflektionsprozess" jedoch zunächst Parteichef bleiben, sagte er in London.

+++ 04:09 Für Labour bahnt sich historische Niederlage an +++

Für die Labour-Partei bahnt sich eine historische Niederlage an: Die Tories räumen in traditionellen Labour-Hochburgen ab. Der Wahlkreis Leigh war etwa seit 1922 in der Hand der Sozialdemokraten. Mit einem Vorsprung von vier Prozentpunkten schnappten sich hier nun die Konservativen mit James Grundy den Sitz.

Inzwischen sind 133 von insgesamt 650 Wahlkreisen ausgezählt. Die Konservativen vom britischen Premierminister Johnson sind erstmals in Führung gegangen. Die Tories stehen derzeit bei 61 Sitzen, Labour bei 57, die SNP bei 9 und die Liberal Democrats konnten einen Sitz ergattern. Das endgültige Wahlergebnis wird gegen sieben Uhr erwartet.

+++ 03:20 Helfer finden Ehering in Wahlurne +++

Ein Versehen oder Absicht? In einer Wahlurne in Großbritannien haben Helfer einen Ehering gefunden. Das Schmuckstück wurde in einer Schule in Hale Barns in der Nähe von Manchester entdeckt, wie der Bezirksrat Trafford auf Twitter mitteilte. Der Fund führte sogleich zu höhnischen Kommentaren: "Bin überrascht, dass Boris (Johnson) ihn nicht in seine Tasche gesteckt hat", schrieb ein Mann.

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London bei Nacht: Die Wahlzwischenstände projiziert die BBC mit einem Beamer an die eigene Hausfassade.

(Foto: Jeff Overs/BBC via REUTERS)

 

+++ 02:38 Tories triumphieren im Schlüsselbezirk Workington +++

Die Tories um Premier Johnson haben den Wahlkreis Workington gewonnen, nachdem sie das Gebiet zu Beginn ihrer Kampagne als Schlüsselsitz ausgewählt hatten. Mark Jenkinson gewann den Sitz mit 20.488 Stimmen - eine Mehrheit von 4.176 - und besiegte Labours Sue Hayman (16.312 Stimmen). Jenkinson war bei der Wahl 2017 noch für Ukip angetreten. Workington wurde in letzten 100 Jahren 98 Jahre lang von der Labourpartei gewonnen.

Der Zwischenstand:

Zur Stunde sind 23 von 650 Wahlkreise offiziell ausgezählt. Die sozialdemokratische Labour-Partei führt trotz schlechter Prognosewerte mit 13 Sitzen. Die Konservativen von Premierminister Boris Johnson bekommen nach aktuellem Stand neun Sitze im Parlament. Das endgültige Wahlergebnis wird gegen sieben Uhr erwartet.

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+++ 02:30 Labour-Kandidaten fordern Rücktritt von Corbyn +++

Nach der sich abzeichnenden verheerenden Niederlage der britischen Labour-Partei bei der Parlamentswahl hat es erste Rücktrittsforderungen an die Parteispitze gegeben. Einer Prognose zufolge fuhren die britischen Sozialdemokraten ein historisch schlechtes Ergebnis ein. "Labours Führungsspitze sollte die Verantwortung übernehmen", twitterte Labour-Kandidat Phil Wilson. Labour Chef Jeremy Corbyn und Finanzexperte John McDonnell müssten gehen, forderte der BBC zufolge Gareth Snell, der für die Sozialdemokraten im mittelenglischen Stoke-on-Trent antrat.

McDonnell schloss personelle Konsequenzen nicht aus. "Wenn die Ergebnisse vorliegen, werden wir angemessene Entscheidungen treffen", sagte er auf die Frage im BBC-Interview, ob Corbyn und er selbst ihren Hut nehmen müssten. Der britische Labour-Politiker im EU-Parlament, John Howarth, wurde da schon deutlicher. "Ich wäre überrascht, wenn Corbyn zur Mittagszeit noch im Amt ist", sagte er der BBC.

+++ 01:45 Polizei untersucht mehrere Fälle von Wahlbetrug in Schottland +++

In Schottland untersucht die Polizei mehrere mutmaßliche Fälle von Wahlbetrug. In drei Wahlkreisen hätten Wähler unter falschem Namen abgestimmt, berichtet die BBC. In dem Wahlkreis Paisley and Renfrewshire North sei die mutmaßliche Fälschung aufgeflogen, als ein Wähler im Wahllokal feststellte, dass in seinem Namen schon abgestimmt wurde. Aus Glasgow werden drei ähnliche Fälle berichtet, aus Stirling einer.

+++ 01:14 Farage sieht sich als Wegbereiter für Wahlsieg der Tories +++

Der Chef der Brexit-Partei Nigel Farage stellt sich nach der ersten Wahlprognose als Wegbereiter für den Wahlsieg der Tories dar. "Der Sieg für Boris wurde von uns enorm gefördert und ist viel besser als der Marxist Corbyn und ein zweites Referendum", schreibt er auf Twitter.

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Brachte alles ins Rollen: Nigel Farage.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

 

Farage zog seine Kandidaten der Brexit-Partei in allen Wahlkreisen zurück, die bei der vergangenen Wahl von den konservativen Tories gewonnen wurden.

+++ 00:44 Tories gewinnen in Labour-Hochburg Blythe Valley +++

Die ersten Wahlbezirke übermitteln ihre Ergebnisse: Die Tories gewinnen im Wahlkreis Blythe Valley, der zwei Stunden nördlich von London liegt. Er wurde seit 1950 von Labour gehalten.

Es wird weiter fleißig ausgezählt - und das die ganze Nacht. Von den insgesamt 650 Wahlkreisen liegen 533 in England, 59 in Schottland, 40 in Wales und 18 in Nordirland.

+++ 00:15 Schottische Politikerin muss wohl nackt durch Loch Ness schwimmen +++

Ruth Davidson, ehemalige Spitze der Konservativen in Schottland hatte vor der Wahl noch groß angekündigt: Sollte die SNP mehr als 50 Sitze bekommen, würde sie nackt in Loch Ness schwimmen. Tja, Pech gehabt, wenn die Hochrechnungen eintreffen, dann bekommt die Partei der schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon 55 Sitze und Ruth Davidson wird blank ziehen müssen.

Sturgeon bezeichnete den Erfolg der Tories als "bitter", freute sich aber auch über das gute Abschneiden ihrer SNP. Die schottische Regierungschefin dürfte das als Mandat für ein zweites Unabhängigkeitsreferendum für den Landesteil deuten.

+++ 23:50 Johnson ruft Parteimitglieder bereits zum Feiern auf +++

Noch handelt es sich nur um Hochrechnungen aus der Nachwahlbefragung, konkrete Ergebnisse zur Parlamentswahl in Großbritannien gibt es noch nicht. Premierminister Boris Johnson ist das egal: Er fordert seine Anhänger bereits zum Feiern auf. "Ich hoffe, ihr habt heute Abend Spaß auf einer Party", schreibt er in einer E-Mail an die Parteimitglieder. "Ihr habt die Kampagne getragen. Ohne euch hätten wir das nicht schaffen können."

+++ 23:40 Johnsons möglicher Wahlsieg treibt Pfund kräftig an +++

Die Aussicht auf eine absolute Mehrheit der Konservativen in Großbritannien gibt dem Pfund Auftrieb. Die britische Währung verteuerte sich um gut zwei Prozent auf 1,3480 Dollar. Damit ist die Devise auf dem Weg zu höchsten Tageszuwachs seit Januar 2017.

+++ 23:05 Deutsch-britische Politikerin Barley entsetzt: "Schlimmer als befürchtet" +++

Die ersten Prognosen sehen die Tories und Premier Boris Johnson deutlich vorne. Die Partei würde wieder die Mehrheit im Parlament übernehmen. Die deutsch-britische SPD-Politikerin Katarina Barley zeigte sich entsetzt nach der ersten Prognose: "Noch schlimmer als befürchtet", schrieb sie auf Twitter. Jetzt drohe doch noch "ein Crash-out-Brexit". "Denn der schwierige Teil beginnt ja erst nach dem 31.1. - die Verhandlungen über das endgültige Abkommen. Johnson will das bis Ende 2020 erledigen. Ziemlich illusorisch", schrieb Barley.

 

+++ 22:45 Tusk: "Wir müssen beste Freunde bleiben" +++

Ganz gleich, wie die Wahl ausgeht: Der Chef der Europäischen Volkspartei, Donald Tusk, pocht darauf,  gute Beziehungen zu Großbritannien auch nach dem Brexit aufrechtzuerhalten. "Die EU sollte alles tun, um die bestmöglichen Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich zu haben. Brexit-Müdigkeit kann nicht Müdigkeit gegenüber dem Vereinigten Königreich bedeuten. Was auch immer passiert, wir müssen beste Freunde und engste Partner bleiben", sagte Tusk in Brüssel.

+++ 22:15 Johnson erwartet Babyboom: "Amors Pfeile werden fliegen" +++

Sollten die Tories die Wahl gewinnen, wird eigentlich alles besser - zumindest wenn man Boris Johnson glaubt. Und besonders eine frohe Botschaft hat er: Der Brexit bringe dem Land so viel Optimismus und Freude, dass es dann zu einem regelrechten Babyboom kommen werde. "Amors Pfeile werden fliegen, sobald wir den Brexit geschafft haben", sagte er der "Sunday Times". Und weiter: "Romantik wird im ganzen Land erblühen". Es werde einen Babyboom geben wie nach den Olympischen Spielen in London, was er schon 2012 prophezeit habe. Statistiken zufolge gab es allerdings einen solchen Boom nicht, tatsächlich sank die Geburtenrate im Jahr nach den Spielen. Immerhin trug Johnson selbst eifrig zur Bevölkerungsentwicklung der Briten bei. Mit seiner zweiten Frau Marina Wheeler bekam er vier Kinder. Ob und wie viele andere Kinder er noch hat, ist indes Gegenstand wilder Spekulationen. Bei einem Interview im Wahlkampf wollte er auf die Frage "Wie viele Kinder haben Sie?" partout nicht antworten.

+++ 21:56 Briten können noch eine Stunde wählen +++
Noch eine Stunde, bis 22 Uhr britischer Zeit, sind die Wahllokale in Großbritannien geöffnet. Danach gibt es gleich die ersten Hochrechnungen, die bei den vergangenen Wahlen recht zutreffend waren. Die Ergebnisse aus den wichtigen Wahlkreisen werden vermutlich zwischen 2 und 3 Uhr bekannt gegeben. Am frühen Morgen dürfte dann auch das Wahlergebnis feststehen. In den 650 britischen Wahlkreisen werden die Sitze nach dem Mehrheitswahlrecht vergeben, das heißt: nicht entsprechend der Prozentzahl für die Parteien, sondern nach dem Prinzip: Wer im Wahlkreis die meisten Stimmen bekommt, erhält den Sitz.

+++ 21:25 Sanchez: In elf Monaten kann man vieles machen +++
Spaniens Premierminister Pedro Sanchez macht Premierminister Boris Johnson Hoffnung. So hält er ein Freihandelsabkommen mit Großbritannien noch bis Ende 2020 für möglich, wenn das Land im nächsten Monat die EU verlasse. Genau dies hatte der überzeugte Brexiteer Johnson seinem Land versprochen. "In elf Monaten kann man viele Dinge machen, wenn man den politischen Willen hat", so Sanchez. Allerdings hat die EU noch nie in so kurzer Zeit ein Freihandelsabkommen mit einem Drittstaat verhandelt. Beim Ceta-Abkommen mit Kanada dauerten die Gespräche sieben Jahre, bei Singapur acht.

+++ 20:37 DUP: Wir werden niemals Jeremy Corbyn unterstützen +++
Der Fraktionschef der nordirischen Loyalisten-Partei DUP, Nigel Dodds, macht schon einmal eines klar: Niemals – und das wiederholt er gleich viermal – wird er Labour-Chef Jeremy Corbyn als Premier unterstützen, wie er der britischen Zeitung "Guardian" sagt: "Für die meisten Unionisten ist Jeremy Corbyn ein komplettes Nein, Nein. Wir werden niemals Jeremy Corbyn als Premierminister unterstützen. Jeremy Corbyn wird unsere Unterstützung nicht bekommen." Tatsächlich ist Corbyn für viele Briten ein rotes Tuch. Gerade erst appellierten 15 ehemalige Labour-Abgeordnete in ganzseitigen Zeitungsanzeigen an die Wähler, nicht für Corbyn zu stimmen. Dieser sei "nicht fähig, Premierminister zu sein". Er sei ein extremistischer Antisemit, der auf der Seite Russlands und der IRA, der irischen Terrororganisation, stehe.

+++ 20:38 Es regnet nicht mehr +++
Das kommt davon, wenn Wahlen mitten im Winter stattfinden: Es ist dunkel, kalt und zugig. Immerhin hat die Liberaldemokratin Layla Moran, nun eine gute Nachricht: "Es regnet nicht mehr und wird auch nicht regnen für die nächsten Stunden! Hurra!", schreibt die Kandidatin für Oxford West und Abingdon bei Twitter, verbunden mit dem Aufruf, jetzt noch wählen zu gehen. Bis 22 Uhr britischer Zeit sind die Wahllokale immerhin geöffnet. Tatsächlich ist es in Großbritannien die erste Parlamentswahl im Winter seit 1923. Das schlechte Wetter könnte Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung haben - und auf das Ergebnis. Gerade ältere Menschen hält die Kälte möglicherweise vom Wählen ab, worunter voraussichtlich am meisten die Tories leiden würden. Schließlich sind ihre Stammwähler wie viele Brexit-Anhänger nicht mehr die Jüngsten.

+++ 19:51 Irischer Premier: Das Schlimmste ist "hung parliament" +++
Der irische Premier Leo Varadkar hat vor allem eine Hoffnung - dass nach den Wahlen endlich Klarheit herrscht: "Das Beste Für Irland, Großbritannien und Europa wäre ein Ende der Unsicherheit. Egal ob Premierminister Johnson eine große Mehrheit gewinnt oder die Remainer eine Mehrheit bekommen, wir werden mit dem Ergebnis arbeiten können." Das Schlimmste sei vielmehr ein "hung parliament", also ein Parlament, in dem keine der Parteien die absolute Mehrheit bekommt. Dies war der Fall nach der Unterhauswahl 2017, als die glücklose Premierministerin Theresa May auf eine Koalition mit der nordirischen DUP angewiesen war. Diese machte ihr - zusammen mit den Hardlinern in der eigenen Partei - das Leben schwer und den Brexit unmöglich.

+++ 19:28 #dogsatpollingstations +++
Hunde zu mögen, kommt in Großbritannien gemeinhin gut an. Kein Wunder, wenn sich selbst die Queen gerne mit einer Schar Corgis umgibt. Ein Hund scheint die Herzen zu öffnen, denken sich wohl manche, die nun mit ihren Tieren bei der Wahlstation aufschlagen. Als ob Tierliebhaber nicht böse sein könnten. Ganz früh schlägt daher bereits Premier Boris Johnson mit seinem Hund zum Wählen auf, seinen leicht gequält wirkenden Jack Russel Dilyn auf dem Arm. Auch der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan schleppt seinen Hund mit zum Wahllokal - und nutzt dies für eine Twitterbotschaft unter dem Hashtag dogsatpollingstations: "Ich bin hier mit Luna, wir wählen - Sie sollten das auch machen."

+++ 19:07 Devisenanleger bauen vor +++
Wer wird bei dieser Wahl siegen? Für die Finanzmärkte heißt der Wunschkandidat jedenfalls: Boris Johnson. Allerdings bauen Devisenanleger schon einmal vor - für den Fall, dass der Premier doch nicht gewinnt. Bei einem Sieg von Labour-Chef Jeremy Corbyn wird mit einem Kursverfall des britischen Pfunds gerechnet. Laut der Finanzagentur Bloomberg haben sich Devisenhändler deshalb bereits am Derivatemarkt abgesichert. Mehr dazu hier.

+++ 18:54 Wahl zwischen Pest und Cholera? +++
Der Andrang ist vor einigen Wahllokalen in Großbritannien außerordentlich groß. In London berichten Wähler von ungewöhnlich langen Schlangen. In Bermondsey and Old Southwark sagt ein 27-Jähriger: "Für viele ist es eben die Wahl unseres Lebens." Ein anderer Brite äußert sich sehr besorgt: "Ich finde, man kann die Wahl zwischen Boris Johnson und Jeremy Corbyn mit der Abstimmung damals in den USA über Donald Trump und Hillary Clinton vergleichen: Beide sind Teufel." Tatsächlich glauben viele Briten, dass sie nur die Wahl zwischen Pest und Cholera haben: Johnson war in den vergangenen Jahren immer wieder durch chronische Lügen aufgefallen sowie durch Witze, in denen er etwa Burka-Trägerinnen mit Bankräubern verglich. Corbyn werfen viele nicht nur sein Rumeiern beim Brexit-Kurs vor, sondern auch, nicht genug gegen den Antisemitismus in der Labour-Partei zu tun. Mehrere Parteimitglieder traten deshalb aus der Partei, der oberste Rabbiner des Landes schrieb in der "Times", Corbyn sei "nicht geeignet" für das höchste Regierungsamt.

+++ 18:25 Johnson muss noch zittern +++
Lange sah es aus, als sei die Parlamentswahl für Premierminister Boris Johnson ein Selbstläufer. Schließlich hatte er ja auch auf eine erneute Abstimmung gedrängt, nachdem er im Unterhaus keine Mehrheit mehr zustande brachte. Und noch immer sehen die Umfragen seine konservativen Tories vorn. Laut einer jüngsten Umfrage für die "Times" kommen sie auf 339 von 650 Sitzen. Für eine absolute Mehrheit muss Johnson 326 Sitze gewinnen. Allerdings liefern sich die Konservativen und Labour in vielen Wahlkreisen ein enges Rennen. Und viele Brexit-Gegner - unter ihnen auch Schauspieler Hugh Grant - haben zum taktischen Wählen gegen konservative Kandidaten aufgerufen.

+++ 18:08 Die große Frage: Brexit oder doch kein Brexit? +++
Langsam sollten sie wahlmüde sein, die Briten. In weniger als fünf Jahren bestimmen sie nun zum dritten Mal ein Parlament. Zwischendurch entschieden sie sich 2016 außerdem in einem Referendum für den Brexit. Auch diese Unterhaus-Wahl dreht sich ganz um die Frage, die seit Jahren das Land umtreibt und spaltet: Kommt der Brexit - oder doch nicht? Die konservativen Tories unter Premierminister Boris Johnson versprechen einen EU-Austritt am 31. Januar nächsten Jahres. Labour-Chef Jeremy Corbyn will den Brexit dagegen verschieben und ein neues Abkommen mit Brüssel aushandeln. Dann sollen die Briten in einer weiteren Volksabstimmung entscheiden, ob sie den Deal gutheißen oder lieber in der EU verbleiben. Die Liberaldemokraten und die schottische Nationalpartei SNP sind gegen den Brexit, Nigel Farage mit seiner Brexit-Partei will so schnell wie möglich raus aus der EU.

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Quelle: ntv.de, ghö/mba/bdk/dpa/rts/AFP/DJ

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