Politik

Liveticker zur Flüchtlingskrise +++ 22:20 Flüchtlingszahlen in Serbien schnellen hoch +++

An dieser Stelle beendet n-tv.de seinen Liveticker vom 10. September 2015. Über die aktuellen Ereignisse informieren wir Sie hier.

+++ 22:20 Flüchtlingszahlen in Serbien schnellen hoch +++
Über die Balkanroute drängen immer mehr Flüchtlinge nach Westeuropa. Allein heute seien 5540 Menschen in Serbien registriert worden, sagte der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic im Staatsfernsehen RTS in Belgrad. Das war für einen einzigen Tag ein Rekord. Bisher waren im Schnitt nicht mehr als 2000 Migranten aus Mazedonien in Serbien angekommen. Die Menschen stammen vor allem aus Syrien und haben Westeuropa und vor allem Deutschland als Ziel. Serbien ist ein wichtiger Punkt auf der sogenannten Balkanroute. Sie führt von der Türkei über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich nach Deutschland und Skandinavien.

+++ 22:11 Rumänien wehrt sich gegen Flüchtlinge +++

Trotz der andauernden Flüchtlingskrise ist in der Europäischen Union weiter keine Einigung über einen Verteilungsmechanismus unter den Mitgliedstaaten in Sicht. Die EU-Kommission sieht den Widerstand gegen verbindliche Quoten zwar schwinden, deutlich ablehnend äußert sich aber Rumänien. Rumäniens Präsident Klaus Iohannis äußert sich ablehnend. Ihn erinnere dies alles an eine "Übung in Buchhaltung", sagte er in Bukarest. Juncker hatte am Mittwoch gefordert, 120.000 Flüchtlinge aus Griechenland, Italien und Ungarn über verpflichtende Quoten auf die gesamte EU zu verteilen. Gegen verbindliche Quoten stemmen sich vor allem mehrere Staaten aus Osteuropa.

+++ 21:43 Gauck sieht "große Herausforderungen" +++

Wegen der Flüchtlingskrise sieht Bundespräsident Joachim Gauck Deutschland "vor großen Herausforderungen". "Es werden auch Probleme auf uns zukommen", sagte Gauck am Donnerstag im ZDF. Zugleich gab er sich zuversichtlich: "Wir helfen jetzt spontan, und das ist gut so - wir können das, weil wir ein starkes Land sind und weil wir solidarisch sind."

+++ 21:02 UN brauchen 250 Mio. Euro für syrische Kinder +++
Flüchtlingskinder aus Syrien sollen in den Nachbarstaaten nach dem Willen der Vereinten Nationen schneller wieder zur Schule gehen. Die UN-Initiative für weltweite Bildung will zusätzliche 250 Millionen Dollar (221 Mio Euro) sammeln, damit in der Türkei, in Jordanien und im Libanon bis zu eine Million Flüchtlingskinder unterrichtet werden können. Es wäre mit dem Geld im Libanon noch im September möglich, rund 200.000 Kinder an bestehenden Schulen unterzubringen, sagte der UN-Sonderbotschafter für Bildung, Gordon Brown.

+++ 20:37 Sonderzüge nach NRW sollen München entlasten+++

Zwei regelmäßige Sonderzüge mit Flüchtlingen sollen von diesem Freitag an aus Bayern nach Nordrhein-Westfalen fahren, um den Hauptbahnhof München zu entlasten. Jeweils bis zu 500 Migranten kämen dadurch täglich nach Düsseldorf und Dortmund, sagt die Sprecherin der Regierung von Oberbayern, Simone Hilgers, am Abend in München. Möglicherweise könnten die Züge aus Österreich an München vorbei Richtung Norden geleitet werden. Seit vergangenem Samstag sind in der bayerischen Landeshauptstadt rund 40 000 Flüchtlinge eingetroffen.

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+++ 20:07 Mazedonien erwägt Grenzzaun +++
Angesichts der Flüchtlingskrise erwägt auch der Balkanstaat Mazedonien inzwischen den Bau von Grenzzäunen nach dem Vorbild Ungarns. "Wir brauchen auch irgendeine Art von äußerer Verteidigung, um die Zahl illegaler Grenzübertritte zu senken", sagt Außenminister Nikola Poposki der ungarischen Wirtschaftszeitschrift "Figyelö". Infrage kämen "entweder Soldaten oder ein Zaun oder eine Kombination aus beidem".

+++ 19:46 USA nehmen 10.000 Syrer auf +++

US-Präsident Barack Obama kündigt die Aufnahme von mindestens 10.000 syrischen Flüchtlingen an. Die Zahl gelte für das im Oktober beginnende Haushaltsjahr 2016, sagte Obamas Sprecher Josh Earnest in Washington. Angesichts der Flüchtlingskrise in Europa war die US-Regierung in den vergangenen Tagen zunehmend unter Druck geraten, mehr Flüchtlinge aus Syrien ins Land zu lassen. Bislang wollten die USA lediglich 1500 Syrer aufnehmen.

+++ 19:24 Estland und Litauen nehmen mehr auf +++
Die Regierungen von Estland und Litauen stimmen der Aufnahme der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Zahl an neuen Flüchtlingen zu. In Lettland hingegen bahnt sich ein Koalitionsstreit über die Brüsseler Vorschläge an. Estland wolle den neuen Verteilungsschlüssel und die Zahl an umzuverteilenden Flüchtlingen nicht anfechten, sagt Regierungschef Taavi Rõivas in Tallinn der Agentur BNS. Auf den Baltenstaat mit 1,3 Millionen Einwohnern würden nach den Plänen der EU-Kommission 373 zusätzlich Flüchtlinge entfallen. Die Aufnahme von 150 Migranten war bereits zugesagt worden.

+++ 19:09 Müller: Hilfe nicht auf Deutschland beschränken +++
Entwicklungsminister Gerd Müller fordert, sich bei der Hilfe nicht allein auf Deutschland zu beschränken. Die Weltgemeinschaft und die EU müssten ihr Engagement in den Nachbarstaaten Syriens massiv ausbauen, sagt der CSU-Politiker dem "Handelsblatt". "Jeder Euro, den wir dort in Unterkünfte, Schulen und Ausbildung investieren, bewirkt so viel wie 10 oder 20 Euro in Deutschland."

+++ 18:44 Welle der Hilfsbereitschaft in Dänemark +++
Grenzstopp, populistische Parolen, Zeitungsanzeigen zur Abschreckung: Dänemarks Regierung macht mit ihrer harten Kante gegen Flüchtlinge Schlagzeilen. Umso mehr wollen viele Dänen der Welt zeigen, dass ihr Land auch anders kann. Als Tausende Flüchtlinge durch Dänemark reisen, schwappt eine Welle der Hilfsbereitschaft durch das Land. Am Kopenhagener Hauptbahnhof kommen heute nur wenige Flüchtlinge an, um zu bleiben. Die meisten sind auf der Durchreise ins schwedische Malmö. Trotzdem haben sich hier über 100 Dänen aufgestellt, um die Ankömmlinge willkommen zu heißen. Isabel Mikala Dalhoff (30) dirigiert die Freiwilligen: Pappschilder malen, Tüten mit Lebensmitteln packen, SIM-Karten für Handys verteilen, Familien in die richtigen Züge helfen.

+++ 18:21 Flüchtlinge weichen nach Rostock aus +++
Nach der zeitweisen Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Deutschland und Dänemark nutzen Flüchtlinge zunehmend Mecklenburg-Vorpommern als Transitweg nach Schweden. Bis zum Nachmittag sind in Rostock rund 200 Flüchtlinge mit Zügen aus Hamburg angekommen, wo ehrenamtliche Helfer die Flüchtlinge empfingen und zum Seehafen begleiteten. Bereits am Mittwochabend waren 57 Flüchtlinge über Rostock nach Schweden weitergereist, wie es von der Bundespolizei hieß. Der stundenweise gestoppte Zugverkehr nach Dänemark war am Morgen wieder aufgenommen worden.

+++ 18:05 Nach Tränen-Foto: Vater und Tocher in Berlin +++

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(Foto: dpa)

Das Foto machte sie zu einem Symbol der Angst und des Leids vieler Flüchtlinge: der weinende Vater, der gerade mit seiner kleinen Tochter glücklich die lebensgefährliche Bootsfahrt von der türkischen Küste auf die griechische Insel Kos überstanden hatte. Das Bild aus dem August, das als erstes die "New York Times" veröffentlichte, verbreitete sich im Internet und rührte zahllose Menschen. Vor einigen Tagen nun ist der Iraker Laith Majid Al-Amirij mit seiner Familie heil in Berlin angekommen. Jetzt posiert er mit seiner siebenjährigen Tochter Noor vor dem Brandenburger Tor. Die Familie wohnt auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne in Berlin-Spandau.

+++ 17:50 Flüchtlinge überqueren Grenze nach Makedonien +++
Mehrere tausend Flüchtlinge schlagen sich im Norden Griechenlands trotz schwerer Regenfälle und Schlamms zur mazedonischen Grenze durch. Über Stunden hat es geregnet, mehr als 4000 Menschen passierten völlig durchnässt die Grenze vom griechischen Idomeni zum mazedonischen Gevgelija, wie griechische Medien und Augenzeugen berichten. Weitere 3000 Flüchtlinge warten noch an der Grenze, immer mehr kommen mit Bussen an, wie Augenzeugen weiter berichten.

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(Foto: dpa)

+++ 17:36 Merkel: Asyl kennt keine Obergrenze +++
Trotz des kaum nachlassenden Zustroms von Migranten nach Deutschland will Kanzlerin Angela Merkel die Zahl der Bürgerkriegsflüchtlinge nicht begrenzen. "Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze. Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen", sagte Merkel der "Rheinischen Post". Zugleich spricht sich Merkel für eine Beschleunigung der Asylverfahren aus, vor allem bei Anträgen von Menschen aus sogenannten sicheren Staaten. Gerade vom Balkan kämen viele Asylbewerber "mit dem - aus ihrer Sicht - verständlichen Wunsch, ein besseres Leben zu führen". Doch wenn es keine Asylgründe gebe, und das sei bei diesen Menschen in fast allen Fällen so, dann müssten sie rasch in ihre Heimatländer zurückkehren.

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(Foto: dpa)

+++ 17:19 Hunderte bangen in Budapest +++
Nach der Einstellung des Zugverkehrs zwischen Österreich und Ungarn hoffen mehrere hundert geflüchtete Menschen im Budapester Ostbahnhof auf eine Ausreisemöglichkeit. Familien mit kleinen Kindern drängen sich vor den Bahnsteigen, zumeist Kriegsflüchtlinge aus Syrien. Andere liegen erschöpft auf dem Boden. Freiwillige Helfer versorgen die Wartenden mit Lebensmitteln und Kleidung. Über ein Megafon erklärt ein Flüchtling auf Arabisch die neue Lage. Er sagt, die Menschen sollen sich eine Fahrkarte bis zum nordungarischen Grenzbahnhof Hegyeshalom kaufen. Von dort aus können sie in Gruppen die Grenze nach Österreich überqueren. Nach österreichischen Polizeiangaben gelangten heute etwa 1000 Menschen zu Fuß über die Grenze.

+++ 17:04 Ungarn ermittelt gegen Kamerafrau +++
Ungarns Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Kamerafrau, die nahe der serbischen Grenze Flüchtlinge getreten hat. Nachdem Videos von dem Vorfall im Internet aufgetaucht waren, hätten zwei Oppositionsparteien Strafanzeige gegen Petra L. gestellt, so die Staatsanwaltschaft des Verwaltungsgebiets Csongrad. Im Laufe der Ermittlungen werde geprüft, ob L. noch schwerwiegendere Taten zur Last gelegt werden könnten. Auf den Videos ist zu sehen, wie L. mit einer Kamera auf der Schulter einem Mann mit einem kleinen Kind auf dem Arm ein Bein stellt und ihn so zu Fall bringt.

+++ 16:48 Polizei identifiziert Hetzerin von Heidenau +++

*Datenschutz

Die Dresdner Polizei identifiziert die mutmaßliche Hetzerin von Heidenau, die Bundeskanzlerin Angela Merkel beschimpft und beleidigt haben soll. "Es handelt sich um eine 20 Jahre alte Frau aus Dresden", sagt ein Polizeisprecher. Sie muss sich laut Polizei nun wegen Beleidigung verantworten, wegen verfassungsfeindlicher Verunglimpfung von Verfassungsorganen werde dagegen nicht mehr ermittelt. Auf einem bei Youtube eingestellten Video ist eine Frau zu hören, die unter anderem Beschimpfungen wie "Volksverräterin" und "blöde Schlampe" schreit, als Merkel die Flüchtlingsunterkunft in einem früheren Baumarkt besuchte.

+++ 16:36 Flüchtlinge orientieren sich mit Facebook und GPS +++
In früheren Zeiten mussten Flüchtlinge nach dem Weg fragen, auf den Kompass schauen oder sich am Stand der Sonne orientieren. Der moderne Flüchtling fragt dagegen, wenn er in einem neuen Land ankommt, nur noch: "Wo gibt's hier Sim-Karten?". Selbst die Ärmsten der Armen haben auf ihrem beschwerlichen Weg nach Westeuropa alle ein Smartphone und einen Zusatz-Akku dabei. Allerdings benutzen viele von ihnen preiswerte Geräte, die von den Herstellern als abgespeckte Version speziell für den arabischen Markt entwickelt wurden. Für die gefährliche Überfahrt von der Türkei nach Griechenland wickeln die Flüchtlinge das Telefon oft in Plastikfolie ein - für den Fall, dass ihr Schlauchboot kentern sollte.

+++ 16:14 Front gegen Ausnahmen vom Mindestlohn +++

Gewerkschaften und Politik warnen davor, bei Jobs für Flüchtlinge Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn zuzulassen. Entsprechende Vorschläge stoßen auf wenig Zustimmung - die Gewerkschaften befürchten, dass Asylbewerber dann als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden könnten. Sowohl die Opposition als auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sprechen sich gegen Sonderregelungen aus. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ermahnt die Arbeitgeber, Menschen in finanzieller Notlage nicht auszunutzen. Vielmehr müssten sie "zu Bedingungen arbeiten können, die denen deutscher Arbeitnehmer entsprechen", sagt DGB-Chef Reiner Hoffmann.

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+++ 15:41 EU-Parlament fordert sichere Reisewege +++
Die EU-Regierungen sollten nach dem Willen des Europaparlaments dringend sichere und legale Reisewege für schutzbedürftige Menschen einrichten. Flüchtlinge sollten auch Visa aus humanitären Gründen bekommen und in EU-Botschaften Asyl beantragen dürfen, heißt es in einer parteiübergreifenden Entschließung des Parlaments. Die Abgeordneten verlangen zudem, Menschenhändler und kriminelle Schlepperbanden schärfer zu bekämpfen.

+++ 15:20 SPD und Grüne wollen Asylrecht nicht ändern +++

Die CSU stößt mit ihrem Vorschlag für eine Grundgesetz-Änderung zur Einschränkung des Asylrechts auf Widerstand bei Sozialdemokraten und Grünen. Das sei mit der SPD nicht zu machen, sagt Generalsekretärin Yasmin Fahimi laut "Berliner Zeitung". Sie bezieht sich damit auf Forderungen des bayerischen Finanzministers Markus Söder. Ähnlich äußert sich Grünen-Chefin Simone Peter im "Handelsblatt": "Das individuelle Grundrecht auf Asyl abzuschaffen, wäre Verrat an den humanitären Werten unseres Grundgesetzes." Söder hatte in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ein gemeinsames europäisches Asylrecht gefordert und gefolgert: "Wer also eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise anstrebt, muss bereit sein, die deutschen Standards zu europäisieren, also zu reduzieren."

+++ 14:53 3,5 Millionen Euro für ehrenamtliche Helfer +++
Die Bundesintegrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) stellt 3,5 Millionen Euro für die Unterstützung ehrenamtlicher Helfer bereit. Mit dem Geld sollen Supervision, Schulungen und Anlaufstellen für Ehrenamtliche der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege bundesweit in diesem und im nächsten Jahr ausgebaut werden. "Wir müssen uns darum kümmern, dass die Hilfe der Ehrenamtlichen einen langen Atem hat", sagt Özoguz.

+++ 14:35 Bahnverkehr nach Österreich bleibt unterbrochen +++
Der Bahnverkehr zwischen Österreich und Ungarn bleibt einem ÖBB-Sprecher zufolge am Donnerstag unterbrochen. Grund für die Sperre sei die Überlastung der Bahn durch den Zustrom Tausender Flüchtlinge. Ob der Verkehr am Freitag wieder anlaufen könne, sei noch nicht absehbar.

+++ 13:52 IS: Muslimische Flüchtlinge begehen große Sünde +++
Wer als Moslem aus Syrien und Libyen nach Europa flieht, begeht nach Darstellung der Extremistenmiliz Islamischer Staat eine schwere Sünde. Denn dort würden die Kinder der Flüchtlinge der Gefahr der Gottlosigkeit, der Drogen, des Alkohols und der sexuellen Freizügigkeit ausgesetzt. "Leider sind einige Syrer und Libyer bereit, das Leben und die Seelen ihrer Kinder zu gefährden", heißt es in der Zeitschrift "Dabik" des IS. Viele würden geopfert während der gefährlichen Reise in Länder, die Krieg führten und von den Gesetzen des Atheismus und der Unanständigkeit beherrscht würden.

+++ 13:42 Jetzt will auch Mazedonien Zaun bauen +++
Mazedonien erwägt den Bau eines Zaunes, wie ihn bereits Ungarn errichtet hat, um den Zustrom von Flüchtlingen zu begrenzen. Sein Land denke über "eine Art physische Verteidigung" nach, sagt Außenminister Nikola Poposki: "Entweder Soldaten oder ein Zaun oder eine Kombination aus beidem." Allein am Montag waren 7000 syrische Flüchtlinge von Griechenland aus ins Nachbarland weiter gezogen. Über Griechenland, Mazedonien und Serbien verläuft die sogenannte Balkanroute, die das Gros der Flüchtlinge für ihren Weg nach Nordeuropa nutzt.

+++ 13:17 Bis Mittag erreichen 6000 Migranten Wien +++
In Österreich sind am Grenzübergang Nickelsdorf und an den Wiener Bahnhöfen bis zum Mittag rund 6000 Flüchtlinge aus Ungarn angekommen. Viele weitere sind noch unterwegs. Weil das die Kapazitäten der österreichischen Bahn übersteigt, werden zur Weiterfahrt Richtung Deutschland verstärkt auch Busse eingesetzt. Wegen der massiven Überlastung der Bahn, muss die ÖBB den Zugverkehr zwischen Österreich und Ungarn vorübergehend einstellen.

+++ 12:46 Wilders spricht von "islamischer Invasion" +++
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders spricht angesichts der nach Europa fliehenden Menschen von einer "islamischen Invasion". Im Parlament in Den Haag sagt Wilders: "In ganz Europa Massen von jungen Männern um die 20 mit Bärten, die Allahu Akbar singen. Das ist eine Invasion, die unseren Wohlstand, unsere Sicherheit, unsere Kultur und Identität bedroht." Die Türkei, Griechenland, Mazedonien und Serbien seien sichere Länder. "Wenn die Menschen von dort fliehen, ist klar, dass es ihnen nur um Wohlstand geht", sagt Wilders.

+++ 12:28 Spanien, Polen und die Balten bewegen sich +++
Vor dem Treffen der EU-Innenminister am kommenden Montag rückt eine Einigung auf eine EU-weite Verteilung der Flüchtlinge in greifbare Nähe. Nach Angaben der Berliner EU-Vertretung gibt es positive Signale aus Spanien, Polen und den baltischen Staaten. Auch Irland und Dänemark wollten sich in der einen oder anderen Form beteiligen. Die EU-Kommission hatte am Mittwoch ihren Plan vorgestellt, insgesamt 160.000 Flüchtlinge aus Ungarn, Italien und Griechenland auf die EU-Staaten zu verteilen. In einem zweiten Schritt soll dann eine dauerhafte verbindliche Regelung für die Verteilung geschaffen werden.

+++ 11:54 Österreich meldet Rekordflüchtlingszahl +++
  In Österreich steigt die Zahl der aus Ungarn einreisenden Flüchtlinge wieder an. Allein in der Nacht zum Donnerstag passieren mehr als 3000 Flüchtlinge die ungarisch-österreichische Grenze bei Nickelsdorf, wie die österreichische Polizei mitteilt. Tausende würden noch kommen, so die Polizei, die sich auf Angaben aus Serbien beruft, wo derzeit 5000 Menschen an der Grenze zu Ungarn stünden. Die meisten Flüchtlinge wollten nicht in Österreich bleiben, sondern nach Deutschland weiterreisen. Sie würden jetzt auf Busse und Züge zum Weitertransport warten. Mit einem dramatischen  Anstieg der Flüchtlingszahlen bis zum 15. September war gerechnet worden, da Ungarn ab diesem Datum die Grenze zu Serbien unter anderem durch eine Stationierung von Soldaten vollständig abriegeln will.

+++ 11:33 Polen spricht von "Test der Anständigkeit" +++
Polens Regierungschefin Ewa Kopacz bezeichnet die Aufnahme von Flüchtlingen als "Test für die Anständigkeit" ihres Landes. "Wir haben einst von der Solidarität unserer Freunde und Partner in Europa profitiert", so die liberalkonservative Politikerin. Sie erinnert damit an die Aufnahme polnischer Flüchtlinge in Westeuropa in den vergangenen Jahrzehnten. "Das dürfen wir heute nicht vergessen." Kopacz hatte vor wenigen Tagen nach langem Zögern erklärt, Polen sei bereit, mehr als die zunächst zugesagten 2000 Flüchtlinge aufzunehmen. Zuvor war das Land ähnlich wie andere ostmitteleuropäische Staaten für seine Weigerung kritisiert worden, mehr Menschen Zuflucht zu bieten.

+++ 10:53 Gabriel: Junckers Plan ist unzureichend +++
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bezeichnet die Vorschläge von EU-Kommissionspräsident Juncker zur Notumsiedlung von 160.000 Flüchtlingen in der EU als unzureichend. Dies sei höchstens ein erster Schritt - "wenn man es freundlich sagt", so der Vizekanzler bei der Haushaltsdebatte des Bundestages: "Man kann aber auch sagen: ein Tropfen auf den heißen Stein". Zudem mahnte Gabriel zu einer realistischen Einordnung der Zahlen und verwies auf die aktuelle Zuwanderung nach Deutschland: Von den 160.000 in der EU umzuverteilenden Flüchtlingen würden rund 31.000 auf Deutschland entfallen, aber im laufenden Jahr seien allein bis Anfang dieser Woche 450.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen - davon 105.000 im August und in den ersten acht September-Tagen bereits 37.000. "Vielleicht werden es im September 100.000."

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(Foto: dpa)

+++ 10:15 Rat der Muslime: Wer Ärger macht, muss gehen +++
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland dringt auf eine schnelle Integration von Flüchtlingen in Deutschland, nennt dafür aber auch Voraussetzungen. "Wir müssen ganz klar hier Regeln aufstellen", so der Ratsvorsitzende Aiman Mazyek, der besorgt ist, dass religiöse Konflikte auch nach Deutschland hineingetragen werden könnten. "Und es wird diese Konflikte geben", zeigt sich Mazyek überzeugt. Dem müsse entschieden entgegengetreten werden: "Jene, die meinen, hier in Deutschland ihre Konflikte auszutragen, die haben sofort ihr Recht, hier weilen zu dürfen, verwirkt. Die haben hier nichts zu suchen und müssen gehen."

+++ 9:55 Australien bleibt hart gegen Bootsflüchtlinge +++
Bootsflüchtlinge dürfen sich weiterhin keine Chancen auf ein Leben in Australien ausrechnen. Das betont Ministerpräsident Tony Abbott. "Das Letzte, was wir wollen, ist Menschenschmuggler und ihre Kunden zu belohnen", so Abbott. Australien hatte am Mittwoch der zusätzlichen Aufnahme von 12.000 syrischen Flüchtlingen zugestimmt. Diese würden direkt aus Lagern im Nahen Osten kommen. Bootsflüchtlinge aber würden in Aufnahmelager auf Nauru oder Papua-Neuguinea gebracht. Eine Aufenthaltserlaubnis für Australien werde es für sie nicht geben, sagt Abbott.

+++ 9:34 Nur 128.000 Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter erwartet +++
Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle schätzt die Zahl der anerkannten Zuwanderer im erwerbsfähigen Alter auf rund 128.000. Das IWH berechnet dabei die Zahl der potenziellen Arbeitskräfte aufgrund der Anerkennungsquote von Januar bis Juli. Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr rund 800.000 Flüchtlinge, doch Kinder und Alte stehen nicht als Arbeitskräfte zur Verfügung. Die Wirtschaftsforscher hatten zudem unterstellt, dass nur 500.000 Asylanträge überhaupt bearbeitet werden. Bei der Bundesagentur für Arbeit sind knapp 600.000 freie Stellen gemeldet. Doch für Migranten, die eine Arbeitserlaubnis erhalten, ist es nicht einfach, einen Job zu finden. Die größten Hürden dabei sind fehlende Sprachkenntnisse und die Anerkennung von Berufsabschlüssen.

+++ 9:00 Ungarn probt Militäreinsatz gegen Flüchtlinge +++
Ungarn startet eine Militärübung, um sich auf den Einsatz von Soldaten gegen Migranten an den Grenzen vorzubereiten. Die Übung mit dem Namen "Entscheidendes Handeln" begann bereits am Mittwoch. "Unser Job ist es, sicherzustellen, dass Ungarn verteidigt wird", sagt General Tibor Benko. Die Regierung will die Armee zur Unterstützung der Polizei bei der Bewältigung des großen Andrangs von Flüchtlingen einsetzen. Dafür muss das Parlament allerdings erst noch ein Gesetz ändern. An seiner Grenze zu Serbien hat Ungarn bereits damit begonnen, einen neuen Zaun zu errichten.

+++ 8:43 Leipzig wird wohl kein Verteilerbahnhof werden +++
Gestern überquerten nahezu 4000 Flüchtlinge die serbisch-ungarische Grenze. Die Menschen wollen nach Angaben der ungarischen Behörden heute ihre Reise in Richtung Deutschland fortsetzen. Wann und wo sie ankommen, ist zur Stunde unklar. Leipzig wird es aber wohl nicht sein. Der dortige OB Burkhard Jung widersprach den Informationen des Freistaates, wonach Leipzig zum Drehkreuz einer Aufteilung von Flüchtlingen für Ostdeutschland werden solle. Der dafür vorgesehene Güterbahnhof am Flughafen Leipzig/Halle genüge den Anforderungen nicht, so Jung. Seit Tagen versucht ein Krisenstab in München, weitere Städte zur Einrichtung von Drehkreuzen für die Verteilung von Flüchtlingen zu finden. Dabei war auch Leipzig ins Spiel gebracht worden.

+++ 8:20 Uber holt Spenden zu Hause ab +++
Die Solidarität mit den vielen hilflosen Flüchtlingen ist weiter ungebrochen. Neben freiwilligen Helfern bieten immer mehr Unternehmen ihre Unterstützung an. So auch die Macher der Taxi-App Uber, die ihre Fahrer zu Kurieren für Hilfsgüter machen. Das Projekt mit dem Namen UberGIVING läuft neben Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München auch in 18 weiteren europäischen Städten. User der Uber-App, die spenden möchten, können einfach per Smartphone ein Spendenmobil zu sich nach Hause bestellen und die Sachen kostenlos abholen lassen. Die eingesammelten Spenden werden anschließend zu den lokalen Annahmestellen von offiziellen Hilfseinrichtungen gebracht.

+++ 8:03 Migranten könnten in Jugendherbergen untergebracht werden +++
"Während der Wintermonate sollten die Menschen aus den Zelten geholt werden", sagt der Hessische Landeschef des Deutschen Jugendherbergswerks, Bob Tode. Die Möglichkeiten würden bereits geprüft, Ergebnisse sollen bis Mitte Oktober vorliegen. Extra Platz gemacht werde aber nicht, vielmehr würden freie Kapazitäten genutzt. Laut Deutschem Jugendherbergswerk sind die Planungen in den Bundesländern unterschiedlich. In Nordrhein-Westfalen würden beispielsweise sechs Herbergen komplett zur Verfügung gestellt. Deutschlandweit gibt es nach Angaben des Jugendherbergswerks mehr als 500 Häuser.

+++ 7:42 Kraft: Langzeitarbeitslose als Flüchtlingshelfer einsetzen +++
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft plädiert dafür, Langzeitarbeitslose bei der Betreuung von Flüchtlingen einzusetzen. "Flüchtlinge gut unterzubringen und zu betreuen ist eine nationale Aufgabe. Dabei können auch Langzeitarbeitslose eingesetzt werden", sagt die SPD-Politikerin am Morgen in der ARD.

+++ 7:34 Flüchtlingszug rollt nach Dänemark +++
Ein erster Zug mit Flüchtlingen verlässt am Morgen Flensburg in Richtung Dänemark. An Bord sind nach Beobachtung eines dpa-Reporters etwa 50 Flüchtlinge. Die meisten von ihnen waren zuvor mit einer Regionalbahn aus Neumünster angekommen. Der Zug startet mit leichter Verspätung um kurz nach 7 Uhr. Knapp 100 Flüchtlinge halten sich noch am Bahnhof in Flensburg auf.

+++ 7:18 Linke für Verzicht auf Diätenerhöhung +++
Die Linken fordern die Abgeordneten des Bundestages auf, zugunsten der Flüchtlinge auf ihre Diätenerhöhungen zu verzichten und die Kosten der Flüchtlingskatastrophe vor allem von den "Superreichen" durch eine Vermögenssteuer tragen zu lassen. "Die Abgeordneten könnten als symbolischen Akt beschließen, künftige Diätenerhöhungen für die Unterbringung von Flüchtlingen zu verwenden", meint Linken-Parteichefin Katja Kipping.

+++ 6:59 Verdi: Gesetzliche Arbeitsbedingungen auch für Flüchtlinge +++
Angesichts der anstehenden Integration Hunderttausender Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt warnt die Gewerkschaft Verdi Unternehmen davor, geltende Vorschriften zu unterlaufen. Tarifliche und gesetzliche Mindestlöhne würden auch für Flüchtlinge gelten und müssten eingehalten werden. Zudem dürften Flüchtlinge nicht mit Langzeitarbeitslosen gleichgestellt werden, die teilweise vom Mindestlohn ausgenommen sind. "Es darf auch nicht dazu führen, dass sich die Arbeitsbedingungen für die bisherige Belegschaft verschlechtern." Ein Risiko sei, dass Flüchtlinge mit der Aussicht auf Beschäftigung etwa schlechtere Löhne akzeptierten.

+++ 6:38 USA wollen mehr Flüchtlinge aufnehmen +++
Die USA wollen im kommenden Jahr mindestens 5000 Flüchtlinge mehr als zuletzt aufnehmen, darunter auch Menschen aus Syrien. Ein ranghoher Vertreter des US-Außenministeriums berichtet, dass sein Land in den vergangenen drei Jahren jeweils etwa 70.000 Flüchtlinge aufgenommen habe, 2016 sollen es "etwas mehr" sein. Nach Angaben aus Regierungskreisen nannte Außenminister John Kerry vor Parlamentariern die Zahl von 5000 zusätzlichen Personen, die ins Land kommen sollten. Ein Regierungsberater sagt, tatsächlich könne die Zahl auch deutlich höher ausfallen.

+++ 6:25 Dänemark: Züge sollen wieder rollen +++
Der grenzüberschreitende Zugverkehr mit Dänemark soll heute in den nächsten Stunden wieder aufgenommen werden. Die dänische Bahn rechne damit, dass im Tagesverlauf wieder Züge über die Grenze bei Flensburg und Padborg rollen, teilt das Unternehmen mit. Auch die Intercity-Züge sollen wieder die gesamte Strecke zwischen Flensburg und Kopenhagen befahren. Am Flensburger Hauptbahnhof wird der erste Zug in die dänische Hauptstadt für kurz vor 7 Uhr angekündigt. Der Zugverkehr war gestern eingestellt und viele Flüchtlinge auf ihrem Weg in Richtung Norden an der Grenze gestoppt worden.

+++ 5:30 Bericht: Mehr als 275.000 unbearbeitete Asylanträge +++
Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stapeln sich laut einem Zeitungsbericht immer mehr unbearbeitete Asylanträge. Die Zahl der noch ausstehenden Entscheidungen über Asylanträge sei von 178.250 im Januar bis Ende August auf 276.617 gestiegen, berichten die Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Im August habe es 16.769 Asylentscheidungen gegeben und damit so wenig wie seit Jahresbeginn nicht. Seit Jahresbeginn wurden demnach insgesamt 152.777 Entscheidungen über Asylanträge getroffen.

+++ 5:15 Umfrage: Jeder Fünfte hat schon Flüchtlinge unterstützt +++
Hunderttausende Flüchtlinge kommen in diesem Jahr nach Deutschland - wie sehr unterstützt die Bevölkerung die Menschen? Einer Umfrage zufolge hat fast jeder fünfte Bürger in Deutschland schon einmal etwas unternommen, um einem Flüchtling zu helfen. Das sagt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Exakt sind es 18 Prozent der Befragten. 23 Prozent gaben an, sie hätten Flüchtlinge bisher nicht unterstützt, hätten dies aber vor. Mit Nein antworten 59 Prozent der Befragten. Von den Bürgern, die Flüchtlinge bereits unterstützt haben, haben die weitaus meisten eine Sachspende getätigt, dahinter folgen Geldspenden.

+++ 4:55 Flüchtlinge dürfen nicht auf Fähren +++
Die dänische Bahngesellschaft DSB rechnet im Lauf des Tages mit einer Normalisierung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs. Die Züge durch die Grenzstadt Padborg würden wieder normal verkehren, teilt das Unternehmen mit. Die Fährverbindung zwischen beiden Ländern bleibe für Züge aber "wegen Polizeieinsätzen an den Grenzen" geschlossen.

+++ 3:30 Flüchtlinge besuchen Filmfestival +++
Dank des italienischen Filmemachers Alessandro Gassmann schaffen es syrische Flüchtlinge auch zum Filmfestival in Venedig. Der Schauspieler und Regisseur stellt bei der Mostra seinen Dokumentarfilm "Torn" über syrische Künstler vor, die vor dem Bürgerkrieg in ihrem Land in die Nachbarstaaten Jordanien und Libanon geflohen sind. Der Film wurde vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR produziert. Zu den syrischen Künstlern zählt der 29-jährige Geiger Alaa Arschid, der der Minderheit der Drusen angehört und Syrien kurz nach dem Ausbruch des blutigen Konflikts vor gut vier Jahren verließ. "Ich bin ein normaler Mensch, der davon träumt, in Frieden zu leben, in einer Welt ohne Grenzen, und der an die Liebe glaubt", sagt er. "Ich bin ein Künstler und wir wollen die Kunst retten."

+++ 1:30 Käßmann: "Gehen Sie sonntags in die Kirchen ..." +++
In der Debatte um Ängste vor einer Islamisierung des Abendlandes aufgrund der anhaltenden Flüchtlungswelle spricht sich die evangelische Theologin Margot Käßmann für mehr Gelassenheit aus. "Ich muss bei den besorgten Mitbürgern immer ein wenig lächeln. Ich sage denen gern: Gehen Sie sonntags in die Kirchen, dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben", sagt sie der "Hamburger Morgenpost". Die wegen einer Islamisierung "besorgten Mitbürger" nimmt Käßmann "ernst, aber ich stelle ihnen in Abrede, dass sie für das christliche Abendland sprechen".

+++ 0:15 Kritik an Dänemarks "Alleingang" +++
Der schleswig-holsteinische SPD-Chef Ralf Stegner kritisiert den Alleingang der dänischen Regierung. "Die Aussetzung der Reisefreiheit durch die rechtsliberale dänische Regierung ist mehr als besorgniserregend", sagt Stegner. Das Schengen-Abkommen sei ein wichtiges Merkmal des freiheitlichen, geeinten Europas: "Gerade bei den gegenwärtigen großen Herausforderungen brauchen wir gemeinsame europäische Lösungen, keine nationalen Alleingänge."

Hier können Sie die Ereignisse des 09. September nachlesen.

Quelle: n-tv.de, vpe/ppo/bad/AFP/dpa/rts