Politik

Stern-RTL-Wahltrend AfD büßt wieder ein

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AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry macht Fehler der Großen Koalition für die Erfolge ihrer Parteie bei den jüngsten Landstagswahlen als Grund aus.

(Foto: dpa)

Nach ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und der Abgeordnetenhauswahl in Berlin schnellte die AfD in Umfragen auf einen neuen Höchstwert. In dieser Woche gehört die Partei zu den wenigen Verlierern.

Es war das beste Ergebnis seit Bestehen der AfD: 14 Prozent Zustimmung erreichte die rechtspopulistische Partei in der vergangenen Woche im Stern-RTL-Wahltrend. Doch die Partei kann den Spitzenwert nicht halten. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würde die AfD einen Prozentpunkt verlieren und auf 13 Prozent kommen.

Auch bei den meisten anderen Parteien gibt es leichte Verschiebungen. Die SPD kommt auf 22 Prozent (-1), die Linke auf 10 (+1) und die Grünen auf 11 Prozent (+1). Union und FDP verharren dagegen bei den Werten der Vorwoche. CDU und CSU kommen demnach auf 33, die Liberalen auf 6 Prozent.

Unverändert ist auch die Beliebtheit potenzieller Kanzlerkandidaten. Würden die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich weiterhin 44 Prozent für die CDU-Chefin Angela Merkel entscheiden. Lediglich 17 Prozent würden ihr Kreuz beim SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel machen. Dieses Ergebnis wiederholt sich mittlerweile in der dritten Woche in Folge.

Gabriel ist selbst in seiner eigenen Partei als Herausforderer der amtierenden Kanzlerin Merkel umstritten. Die SPD aus Nordrhein-Westfalen spricht sich für ihn aus, die Genossen aus seinem Heimatverband Niedersachsen hadern Medienberichten zufolge aber mit seiner möglichen Kandidatur.

Für Merkel wiederum gilt zwar, dass sie den Zenit ihrer Popularität wohl überschritten hat. Vor der Flüchtlingskrise im vergangenen Sommer hätten sich mitunter noch mehr als 60 Prozent der Befragten für sie entschieden. Kaum ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl ist ihr Vorsprung vor Gabriel aber noch beträchtlich.

Grundlage dieses Stern-RTL-Wahltrends ist eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa bei 2503 Befragten. Die statistische Fehlertoleranz der Umfrage liegt bei 2,5 Prozentpunkten.

Quelle: ntv.de, ieh